Review: Dragon Ball Super (Vol. 4, Episoden 47–61)

Mit der dritten Volume konnte Dragon Ball Super genau die Stärke und Dynamik entwickeln, die der Anime-Serie in den ersten beiden Episodenpaketen aufgrund der Filmvorlagen fehlte. Die vierte Ausgabe tritt dabei zum Glück in die wunderbaren Fußstapfen der dritten Volume.

Dragon Ball Super beginnt in der 47. und somit ersten Episode der vierten Volume mit einem erzählerischen Kniff. Anstatt nur die Handlung der vorherigen Ausgabe fortzuführen, setzt die Story zusätzlich nach der sechsten Volume von Dragon Ball Z Kai ein. Nach einem Jahr ist Torankusu in seine Zeit zurückgekehrt, doch herrscht auch nach dem Sieg gegen den bösen Seru kein Frieden. Ein neuer und überaus böser Feind ist aufgetaucht, der aus einem falschen Sinn für Gerechtigkeit die Erde in Schutt und Asche legt. Torankusu muss mit eigenen Augen erleben, wie zunächst seine Mutter Buruma und dann auch noch seine Freundin Mai vermeintlich vom ominösen Gokū Burakku getötet werden. In der Zukunft ist viel passiert: Aus Prinz Pirafus einstiger Handlangerin Mai wurde die mutige Anführerin des Widerstands und Burakkus Äußeres ähnelt der Erscheinung von Gokū. Da die Situation ausweglos erscheint, reist Torankusu 17 Jahre in die Vergangenheit, wo er erschöpft ankommt. So steht erst einmal die Genesung auf dem Plan. Der noch junge Torankusu ist selbstverständlich sehr verdutzt, seinem älteren Ich zu begegnen. Als Torankusus Alter Ego schließlich erwacht und Gokū erblickt, greift er diesen aus Reflex an. Dies untermauert einmal mehr, welchen Eindruck Burakku in der Zukunft hinterlassen hat und wie dringlich und wichtig dessen Bekämpfung ist.

Reise durch Raum und Zeit

Aus keinem anderen Grund schließen sich die Freunde zusammen, um ihren nächsten Feind in Dragon Ball Super zu bekämpfen. Als Burakku in der Gegenwart auftaucht, bleibt der Ring an seinem Finger bei Birusu und seinem Diener Uisu nicht unentdeckt. Da es im zehnten Universum einen Kämpfer gibt, dessen Ki Ähnlichkeiten zu Burakkus Kampfkraft aufweist und in der dortigen Welt der Kaiōshin außerdem die magischen Zeitringe aufbewahrt werden, reisen Birusu, Uisu und Gokū dorthin. In der Welt der Kaiōshin angekommen, lernen die drei ungleichen Charaktere sowohl Gowasu als auch dessen Schüler Zamasu kennen. Auch wenn noch sämtliche Zeitringe sicher im zehnten Universum verwahrt werden, bemerken sie, dass in Zamasu eine dunkle Seite schlummert. Als Kaiōshin beobachten Gowasu und Zamasu die verschiedenen Lebensformen und ihre Entwicklung im Universum, doch Zamasu sieht in den weniger fortschrittlichen Kulturen nur minderwertige Lebewesen. Ob und inwiefern Zamasu in die Ereignisse rund um Gokū Burakku involviert ist, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Fakt ist, dass auch die Super Dragon Balls ihren Anteil daran haben. Es bleibt damit wieder einmal äußerst spannend und gipfelt schließlich – ganz in Dragon-Ball-Tradition – in einem weitgehend ausweglosen Kampf zwischen einigen der mächtigsten Kämpfer überhaupt.

Interessantes und Illustres abseits des Weges

Neben der Haupthandlung bleibt ebenfalls Zeit für verschiedene Nebensächlichkeiten, die für die einzelnen Charaktere von Bedeutung sind. In der Vergangenheit angekommen, ist es für Torankusu wichtig, seinen in der Zukunft bereits verstorbenen Lehrmeister Son Gohan zu treffen. Die Zusammenkunft mit Kuririn zeigt wiederum, das auch Humor ein Bestandteil der vorliegenden Episoden ist. Dass C18 Kuririns Frau ist, kann er nicht so recht glauben. An anderer Stelle wiederum erlebt der Zuschauer, wie Pirafu seinen Mitschülern Mai, Shū und Torankusu in Form einer Werbesendung und einer Nō-Vorstellung Nachhilfe im Fach Mathematik gibt. Auch das Limbo-Spiel zwischen Meister Quitte und Yajirobē im Quittenturm ist den einen oder anderen Lacher wert. Zu guter Letzt sei auch hier König Zen’ō erwähnt, der mit seiner unschuldigen und gleichzeitig erschreckenden Art Fans gewinnen wird. Technisch hat sich an der Serie nichts geändert. Der Stil von Dragon-Ball-Erfinder Toriyama Akira ist an allen Ecken und Enden in Dragon Ball Super zu erkennen, diverse Spezialeffekte könnten im Endeffekt aber ein bisschen besser sein. Dafür überzeugen die charmanten Melodien, die alle Situationen wunderbar unterlegen. Digitale Boni gibt es leider abermals nicht. Dafür winken in physischer Form erneut ein Booklet mit ausführlichem Episodenguide und zwei Postkarten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Es ist eine wirklich grandiose Idee, die Serienhandlung nicht nur mit der bisherigen Handlung von Dragon Ball Super, sondern auch noch mit Dragon Ball Z Kai zu verknüpfen und fortzuführen. Zeitreisen sind allgemein eine gern gesehene Thematik in Erzählungen, funktionieren in einem ausgefeilten Universum, das ohnehin ständig mit neuen Aspekten erweitert wird, aber besonders gut. Zeitmaschinen und Zeitringe, das Auftreten von Göttern, neue Gegenspieler und dessen Abbilder – Dragon Ball Super schöpft in der vierten Volume aus dem bisher größten Fundus an Story-Elementen, die das Franchise gesehen hat. Nach der wirklich guten dritten Volume überflügelt die vierte Ausgabe die Geschichte erneut und sollte von jedem Fan der Serie definitiv gesehen werden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Super (Vol. 4, Episoden 47–61)!

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