Preview: Final Fantasy Resonance

Seit mehr als zwei Jahrzehnten spaltet die Final-Fantasy-Reihe die Gemüter der Fans, denn egal wie häufig sich die Marke neu erfindet, es werden nie alle zufriedengestellt. Final Fantasy Resonance könnte dies ändern, denn das Werk ist stark an die Serienursprünge angelehnt.

Nachdem Square Enix mit Octopath Traveler im Jahr 2018 einen Überraschungserfolg hinlegte und mit dem HD-2D-Grafikstil künstlerisch neue Maßstäbe setzte, folgten weitere Rollenspiele, ein Taktik-Epos und mit The Adventures of Elliot: The Millennium Tales zuletzt sogar ein Action-Adventure mit der unverkennbaren Optik. Auch das Urgestein Dragon Quest hat im Rahmen dieser Möglichkeiten weitere Remakes erhalten. Final Fantasy blieb bislang aber außen vor. Im Oktober 2026 soll sich dies mit Final Fantasy Resonance grundlegend ändern, denn nachdem die Reihe in den letzten zehn Jahren überwiegend mit actionreichen Scharmützeln für Aufsehen sorgte, kehrt das Franchise im neuesten Ableger mit rundenbasierten Zufallskämpfen auf die Switch, die Switch 2, die PlayStation 5, die Xbox Series X und den PC zurück. Nicht nur in diesem Aspekt orientiert sich das Spiel offenbar an den ersten Serienteilen, die zwischen 1986 und 1994 veröffentlicht worden sind, sondern auch an der Geschichte. Einmal mehr stehen magische Kristalle im Mittelpunkt, welche die Bevölkerung des Königreichs Grandshelt schützen sollen. Zu Beginn des Abenteuers wird der Erdkristall vom finsteren Ritter Veritas zerstört. Um die verbleibenden Kristalle der Welt zu schützen, ziehen Kommandant Rain und sein Stellvertreter Lasswell in die Welt hinaus – und wir sind mit dabei!

Rückkehr zu alten Tugenden

Als Grundlage dient das einstige Mobile-Spiel Final Fantasy: Brave Exvius, das 2024 eingestellt wurde. Die Entwickler ließen jedoch keinen Stein auf dem anderen. So spielt sich Final Fantasy Resonance wie die klassischen Episoden. Wir ziehen über eine Oberwelt von einem Ort zum anderen, quatschen mit Dörflern, erkunden Dungeons, plündern Schatztruhen und legen uns mit gefräßigen Monstern an. Auch neben der Hauptquest dürfte der Titel inhaltlich sehr viel bieten. Square Enix verspricht auf der hauseigenen Internetseite „Stunden voller Nebeninhalte“ und listet dabei den umherziehenden Schwertvirtuosen Gilgamesch und den Besuch eines Kolosseums auf. Somit bekommen es Fans auch mit bekannten Inhalten aus anderen Spielen der Reihe zu tun. Alleinstellungsmerkmal sind jedoch die Visionen, sprich bekannte Final-Fantasy-Charaktere wie Squall oder Tidus, die wir im Kampf zur Unterstützung rufen können – und mit Videos in vorgerendeter 3D-Grafik inszeniert werden, wie die von Square Enix veröffentlichten Teaser zeigen. Ähnlich verhält es sich mit Beschwörungen von Kreaturen, die das bevorstehende Unheil für die Gegner ankündigen. Somit bedient das Spiel abseits des Gameplays auch Fans, die erst mit dem 1997 veröffentlichten siebten Teil oder später zur Serie gestoßen sind. Wer bei Begriffen wie Luftschiffen, Chocobos oder Mogrys feuchte Augen bekommt, sollte Final Fantasy Resonance dringend im Auge behalten!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der offiziellen Internetseite und veröffentlichtem Videomaterial): Wie Square Enix nach dem zwölften Hauptteil mit der Final-Fantasy-Marke umgegangen ist, darf meines Erachtens nicht als feierlich beschrieben werden. Zwar gefielen mir Final Fantasy XIV und Final Fantasy XV ziemlich gut, aber mit der sechzehnten Episode haben die Japaner in meinen Augen den Vogel endgültig abgeschossen und aus der einstigen Rollenspielreihe ein dumpfes Actionspiel gemacht. Final Fantasy Resonance wirkt aufgrund der Visionen zwar nicht wie die nächste richtige Episode des Franchises, aber zumindest spieltechnisch zelebriert das Spiel bereits schon vor Release genau das, was ich an einem Final Fantasy schätze: Eine Oberwelt, rundenbasierte Kämpfe und androgyne Helden. Hinzugesellt sich der markante HD-2D-Grafikstil. Auch der Soundtrack aus der Feder von Komponist Agematsu Noriyasu, den ich bislang vernehmen konnte, gefällt mir richtig gut. Meine Vorfreude auf das Rollenspiel ist seit Wochen daher ungebremst und zeigt mir, dass ich die Veröffentlichung von Final Fantasy Resonance kaum mehr erwarten kann.

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