News: The Elder Scrolls V inoffiziell angekündigt

Im Jahr 2006 erschien nach langer Entwicklungszeit endlich The Elder Scrolls IV: Oblivion. Während der Titel nach Veröffentlichung in erster Linie großen Ruhm für die Größe und die schicke Optik gelohnt wurde, war der Ruf des Spiels kurze Zeit später besudelt. Wer an die zwei Dollar teure Pferderüstung denkt, liegt genau richtig. Die Redaktion der Zeitschrift GameStar hat nun ein Gerücht aufgeschnappt. So soll ein Mitarbeiter der dänischen Seite Eurogamer Informationen aufgeschnappt haben, dass der Titel derzeit in Entwicklung ist. Auch für welche Plattformen der Titel erscheinen wird ist ungewiss – wir rechnen allerdings definitiv mit einer PC-Veröffentlichung. Handfestes Material ist allerdings nirgends zu finden, weshalb die Nachricht mit Skepsis aufgenommen werden darf.

Erics Meinung: Obwohl mir The Elder Scrolls III: Morrowind deutlich besser gefallen hat, habe ich den vierten Teil der Serie dennoch gemocht und binnen kürzester Zeit durchgespielt – zumindest was den Haupt- und viele der Nebenaufträge betrifft. Eigentlich hatte ich schon im letzten Jahr mit einer Ankündigung auf der Videospielmesse E3 in Los Angeles gerechnet, doch auch in diesem Jahr wurde ich bisher enttäuscht. Wenn das Spiel wirklich in Planung ist, wird es frühestens im nächsten Sommer auf der E3 mit einem großen Trailer angekündigt werden. Allerdings glaube ich kaum, dass wir vor dem Jahr 2012 in das Fantasy-Reich Tamriel zurückkehren werden.

News: L.A. Noire kommt im Frühling 2011

Am dritten Juli 2010 berichteten wir darüber, dass Rockstar neues Spiel L.A. Noire erst im nächsten Jahr erscheinen soll. Mittlerweile hat der Konzern einen neuen Trailer auf die hauseigene Homepage gesetzt. Dieser zeigt überwiegend Ingame-Material, insbesondere den Mimiken der Charaktere, in welche ein Großteil der Entwicklungszeit eingeflossen sein soll. Wir sind sehr auf den Frühling 2011 gespannt, denn da soll L.A. Noire laut Aussagen des Trailers endlich erscheinen.

Erics Meinung: Endlich gab es mal wieder neue Inhalte zum kommenden Film, pardon Spiel Noire zu bestaunen. Lange genug warte ich schon auf diesen Titel und die nun gezeigten Szenen machen wirklich Lust auf mehr. Ich freue mich schon richtig darauf, Verbrechen in einem sechzig Jahre alten Los Angeles aufzuklären.

News: Rückkehr des Super-Assistenten

Vor kurzem berichtete die Website MyNintendo, dass der aus New Super Mario Bros. Wii und Super Mario Galaxy 2 bekannte Super-Assistent auch im nächsten Donkey Kong-Abenteuer vorhanden sein wird. Nach dem achten Spieltod wird es dann möglich sein, den Computer die Spielfigur steuern zu lassen. Man soll jederzeit die Möglichkeit haben, die Kontrolle über den Primaten zurück zu erlangen. Besondere Items werden jedoch während der Computerkontrolle nicht gespeichert.

Erics Meinung: Ich bin bei diesem Konzept immer noch geteilter Meinung. Einerseits finde ich die Idee für unerfahrene Spieler sehr löblich. Erfahrene Spieler würden sowieso niemals Gebrauch von dieser Funktion machen. Allerdings gab es den einen oder anderen Level in Super Mario Galaxy 2, welches ich damals nicht auf Anhieb hinbekommen habe. Wenn ich diesen Spielabschnitt heute anwähle, taucht der Super-Assistent jedes Mal aufs Neue auf. Das ist demütigend und ich hoffe, dass Nintendo beziehungsweise die Retro Studios dieses kleine Manko in Donkey Kong Country Returns entfernt haben.

News: Neuer Sieg für Nintendo gegen Raubkopierer

Nintendo teilte uns per E-Mail mit, dass man im Kampf gegen Raubkopierer auch in Deutschland Fortschritte erzielt habe. Nachdem man im Juli bereits in den Niederlanden ein ähnlichen Durchbruch errungen habe, sind Cartridges wie R4 oder M3 nun auch hierzulande verboten. Mit diesen Modulen ist es möglich, illegal Spiele aus dem Internet herunter zuladen und auf diversen Nintendo DS-Systemen zu benutzen.

Erics Meinung: Richtig so! Mir waren diese Cartridges schon seit mehreren Monaten ein Dorn im Auge. Sicherlich mag es verlockend sein, sich kostenlos an ein paar neuen Spielen zu bereichern, doch daraus entstehen für Publisher und Hersteller sehr große Schäden. Viele Entwicklerstudios müssen aufgrund illegaler Kopien schließen, da deren Spiele keine großen Umsätze mehr einfahren würden. Auf neue, gute und innovative Spiele möchte ich jedenfalls nicht verzichten, weshalb ich sehr hoffe, dass Nintendo mit diesem Gerichtsbeschluss einen Grundstein für die Zukunft gelegt hat.

Review: Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn

Der Herr der Ringe ist zweifelsohne das beliebteste Fantasy-Buch unserer Zeit und galt nach zwei weniger populären Zeichentrickfilmen für lange Zeit als unverfilmbar. Regisseur Peter Jackson schaffte das, was vorher als unmöglich galt. Anstatt den Spott seiner Kollegen auf sich zu ziehen, hagelte es reihenweise positive Kritiken. Er verfilmte nicht nur einen Band des Epos, sondern gleich die gesamte Sage um den Ringkrieg am Ende des Dritten Zeitalters in der Fantasy-Welt Mittelerde. Im jährlichen Abstand kamen die Filme weltweit in die Kinos. Action-Figuren, Sammelkartenspiele, Tabletop- und sogar Videospiele folgten kurz darauf.

Zu erst schnappte sich Electronic Arts die Filmlizenz zum wiederentdeckten Der Herr der Ringe-Franchise. Der Konzern schuf mit Titeln wie Die Zwei Türme, Die Rückkehr des Königs oder Die Schlacht um Mittelerde erstklassige Spiele, an die wir uns auch heute noch sehr gerne erinnern. Vor zwei Jahren versuchte man mit Die Eroberung den Ego-Shooter Star Wars: Battlefront ins Der Herr der Ringe-Universum zu verfrachten. Aufgrund schon bald auslaufender Lizenz wurde die Entwicklungszeit verkürzt und ein wenig imposantes Action-Spiel war das Ergebnis hoffnungsvollen Wartens. Kurz darauf fiel die Lizenz Warner Bros. Interactive zu, die daraufhin zwei neue Lizenzspiele ankündigten – eines davon ist Die Abenteuer von Aragorn.

Sam, erzähl uns die Geschichte von Aragorn!

Aragorns Abenteuer beginnen mit einem kurzen Ausblick auf das Finale der Trilogie. Am Schwarzen Tor kämpfen wir mit ihm gegen anstürmende Orks, um die ersten Angriffsarten zu verinnerlichen. Plötzlich taucht hinter einer der riesigen Tortüren ein Balrog auf. So schnell wir uns an den Kopf fassen können, springt das Geschehen plötzlich weiter in die Zukunft ins Auenland. Dort machen wir Bekanntschaft mit Samweis Gamdschies Kindern, die in einem kleinen Wäldchen den Kampf am Schwarzen Tor nachspielen. Immer wieder dürfen wir in die Haut des kleinen Hobbits schlüpfen, den Sam nach seinem wohl engsten Freund Frodo benannte. Mit Frodo durchstreifen wir Täler, Wälder, Felder und Hügel – immer auf der Suche nach einer kleinen Aufgabe, um ein paar Silberpennys zu sammeln. Auf dem Festplatz in Hobbingen erwartet man am Abend die Ankunft von König Elessar (Aragorn) und zu seinen Ehren veranstalten die Hobbits ein Fest. Verdiente Silberpennys dürfen wir für kleinere Attraktionen ausgeben, wo uns neue Fähigkeiten wie Blocken oder Bogenschießen anvertraut werden. Immer wenn wir genug vom Herumtollen im Auenland haben, besuchen wir unseren Vater Sam, damit er uns die Geschichte von Aragorn endlich weiter erzählen mag.

Ein Messer im Dunkeln

Aragorns erstes wirkliches Abenteuer des Spiels beginnt im Gasthaus Zum Tänzelnden Pony im Städtchen Bree. Dort trifft er auf die vier Hobbits, die das Auenland verlassen haben, um den gefundenen Ring der Macht zu zerstören. In jener Nacht nehmen auch die Ringgeister die Fährte der kleinen Gruppe auf. Nach der nächtlichen Unruhe im Gasthaus verschwinden die Hobbits plötzlich und müssen erst einmal zusammen getrommelt werden. Hier bemerken wir die ersten kleinen Freiheiten, welche sich die Entwickler genommen haben. Grundlegend durchleben wir zwar die Erzählung aus Buch und Film, doch stoßen wir hin und wieder über geänderte Passagen, um die Spielzeit (im positiven Sinne) zu strecken. Die Ringgeister haben merkwürdiges Volk angelockt. Schlägertypen die es auf Frodo abgesehen haben, müssen wir mit kräftigen Schwerthieben bekämpfen, um schnell aus der Stadt zu fliehen. Kurz darauf durchqueren wir die Mückenwassermoore und erklimmen die Wetterspitze. Dort treffen wir erneut auf ein paar der Ringgeister. Schwerthiebe machen Saurons Dienern nur wenig aus, viel mehr müssen wir sie nun mit dem Feuer unserer Fackel bekämpfen. Die lineare Handlung lässt uns nach dem Kampf gegen die Ringgeister keine Zeit zum Verschnaufen. Frodo wurde von einer Morgulklinge des Feindes verwundet und benötigt dringende Arznei. Wie gut, dass Elbe Arwen in den Trollhöhen bereits auf uns wartet.

Sightseeing in Mittelerde

Manchmal stoßen wir auf bekannte Sehenswürdigkeiten aus Buch und Film, zum Beispiel die drei versteinerten Trolle aus dem Buch Der Hobbit. Leider fällt schon bald auf, dass uns Aragorns Reise nicht an alle Filmschauplätze führen wird. Nachdem wir kurze Zeit später den Ort Bruchtal verlassen, betreten wir ohne vorher den Caradhras zu besteigen die Minen von Moria. Selbst der Kampf gegen den Wächter wird ausgelassen. Verschenkte Pluspunkte, wie wir finden. Ein Besuch in Lothlórien bleibt uns genauso verwehrt wie die endgültige Spaltung der Gemeinschaft des Ringes mit anschließendem Kampf gegen die Uruk-hai am Amon Hen. Ausgelassene Erzählstücke werden uns trotzdem in Form von hübschen, aber nicht sehr aussagekräftigen Standbildern näher gebracht, welche mit einer gelungenen Synchronisation unterlegt sind. Im mittleren Teil der Trilogie erkunden wir Rohan, das Land der Pferdeherren. Mit Zwerg Gimli und Elb Legolas im Schlepptau durchstreifen wir den Wald Fangorn und vertreiben Grima Schlangenzunge aus Edoras. In der Schlacht um die Hornburg verteidigen wir Rohans Volk, bevor wir das Ende der Trilogie angehen. Dieses wird nämlich leider nur in zwei Abschnitte unterteilt. Zu erst kämpfen wir auf den Pelennor-Feldern an Seite der Armee der Toten, um die angreifende Streitmacht Mordors abzuwehren. Am Schwarzen Tor endet das Spiel wie es begann – dieses Mal aber ohne Balrog, wie es in Buch und Film vermittelt wird.

Auf ins Schlachtgetümmel!

Neben einem ständig vorhandenen primären Ziel, bekommen wir es aber auch oft mit Nebenaufgaben zu tun. Diese sind allerdings nicht sehr abwechslungsreich ausgefallen. So möchten die Elben von Bruchtal, dass wir ausspähende Crebain ins virtuelle Krähennirwana schicken oder gefräßige Riesenspinnen aus dem benachbarten Wald vertreiben. Es sind Töte- und Sammelaufgaben, die uns aus Online-Rollenspielen bekannt vorkommen und auf Dauer stören. Die Haupthandlung ist dafür umso besser gelungen, da sie uns mit vielen bekannten Elementen aus den Filmen in Verbindung bringt. Wir helfen Bilbo bei der Suche nach dem Schwert Stich und dem Mithril-Kettenhemd oder fliehen in den Minen von Moria vor dem übermächtigen Balrog zur Brücke von Khazad-dûm. Besonders gegen Ende läuft das Spiel zu Höchstform auf, wenn wir Helms Klamm oder die Stadt Minas Tirith in Gondor vor unseren Feinden beschützen. An dieser Stelle wird uns tatsächlich das Gefühl der alten Electronic Arts-Titel vermittelt. Ein kleines, aber feines Kompliment für Die Abenteuer von Aragorn.

Artefaktjäger Aragorn

Abseits der Wege entdecken wir immer wieder hilfreiche Gegenstände. Erfüllen wir Aufträge, erhalten wir nicht selten für unsere Bemühungen wertvolle Artefakte, welche Aragorn und die restlichen Gefährten in Punkto Fähigkeiten stetig verbessern. So dürfen wir mehr Pfeile tragen und sogar mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren. Oder wir generieren aus Heilgegenständen plötzlich mehr Lebensenergie und teilen gegen schwieriger zu besiegende Gegner mehr Schaden aus. Mit gefundenen Silberpennys dürfen wir uns übrigens jederzeit neue Fertigkeiten im Artefakt-Menü erkaufen. Das ist praktisch und funktioniert komfortabel. Auf der Reise durch das virtuelle Mittelerde stoßen wir hin und wieder auf einen Palantír, welcher uns die Fundorte der jeweiligen Artefakte auf unserer Karte verrät. Die Funktion ergibt zwar Sinn, doch sind die Fundorte der Palantíri in Bezug auf Buch und Film unlogisch erklärt. Einige der weit verstreuten Schatztruhen und Gefäße lassen sich übrigens nicht von Aragorn öffnen, da sie mit einem Zauber belegt sind. Obwohl zuweilen Zauberer Gandalf ein Gefolgsmann von Aragorn ist, lässt er die Truhen dennoch verschlossen. Um diese zu öffnen, darf sich jederzeit ein zweiter Spieler in das Geschehen einklinken, welche die Rolle des beliebten Zauberers übernehmen darf.

Kunterbunte Verzweiflung

Optisch befindet sich der Titel auch für Wii-Verhältnisse auf einem recht niedrigen Niveau. Die im Vorfeld veröffentlichten Artworks sehen viel versprechend aus, erreichen im fertigen Spiel aber nicht die erhoffte Qualität. Unscharfe Hintergründe, matschige Texturen und spät aufpoppende Details wie weite Grasflächen schmälern das Spielvergnügen. Überrascht sind wir trotzdem, denn die Bildwiederholungsrate bleibt aufgrund der grafischen Nachteile selten konstant. An dieser Stelle denken wir gerne an die Titel aus dem Hause Electronic Arts zurück. Diese reizten die Hardwarepower der letzten Konsolengeneration deutlich besser aus. Akustisch bekommen wir es größtenteils mit gelungenen Musikstücken zu tun. Anstatt einzig und allein den sehr guten Filmsoundtrack auf den Datenträger zu packen, hat man sich auch für die Komposition neuer Stücke entschieden. Diese erreichen zwar nicht die Qualität des Vorbilds, erfüllen aber ihren Zweck und sind zu keiner Zeit fehl am Platz. Allerdings ist die eigentlich recht gute Synchronisation des Spiels ein großes Defizit. Anstatt weitere Sprachaufnahmen mit den bekannten Stimmen aufzunehmen, entschied man sich für andere gute, aber weniger passende Synchronsprecher. Lustigerweise werden während des Spiels immer mal wieder Fetzen aus den Filmdialogen eingespielt. Das wirkt unweigerlich komisch, wenn Aragorn oder Peregrin hin und wieder eine andere Stimmlage vorweisen. Immerhin konnte man Samweis’ deutschen Sprecher aus den Filmen gewinnen, welcher Aragorns Geschichte sehr gut erzählt. Wenn wir die englische Sprachausgabe wählen, dürfen wir auch mit der Stimme von John Rhys-Davies rechnen, der wieder einmal Sprachpate für den virtuellen Gimli stand.

Nichts für die Altvorderen?

Steuerungstechnisch ist es nicht ganz so gut um den Titel bestellt. Zwar gibt es mehrere Schwertangriffe, doch werden diese nicht immer richtig erkannt. Stören tut dies nur wenig, da das Spiel besonders bei größeren Schlachten eher zu einer Fuchteleinlage verkommt. Auch hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Trotzdem können wir die Handhabung mit Schwert, Schild, Fackel und Bogen schnell verinnerlichen. Die Abenteuer von Aragorn richtet sich vor allem an jüngere Spieler, die bisher wenig Erfahrung mit Videospielen sammeln konnten. Fans werden mit dem Titel ebenfalls ihren Spaß haben, schrecken aber vermutlich wegen der stilistisch kunterbunten Ausrichtung zurück und warten wohl bis auf weiteres auf Der Krieg im Norden. Wer sich mit kleineren Erzählschwächen, der kunterbunten Optik, einer mäßigen Steuerung und Synchronisationsfehlern anfreunden kann, wird mit Die Abenteuer von Aragorn nicht enttäuscht werden. Alle anderen Fans dürfen derzeit lieber einen Blick auf das mittlerweile kostenfreie Der Herr der Ringe Online werfen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-Fassung): Ich habe mich seit vielen Monaten sehr auf diesen Titel gefreut. Eigentlich sollte dieser bereits im Frühjahr erscheinen, wurde aber immer wieder verschoben. Grund dafür war wohl die Wii Remote-Kopie aus dem Hause Sony, um das Spiel auch für PlayStation 3-Spieler zu ermöglichen. Leider haben die Entwickler wohl keinen Finger gerührt, um die Qualität der Wii-Version zu verbessern. Über Fuchtelsteuerung und Erzählschwächen schaue ich gerne hin weg, aber die schwankende Bildwiederholungsrate raubt mir manchmal den letzten Nerv. Ebenfalls gefällt mir besonders in den ersten Levels die Comicgrafik nicht. Der Herr der Ringe war meines Erachtens immer ein Franchise, dass sich zu allererst an Erwachsene richtete. Electronic Arts hat es Jahre zuvor doch schon vorgemacht, wie ein gutes Spiel des Franchises aussehen soll. Auch wenn meine Kritik recht negativ ausfällt, hat mir das Spiel trotzdem Spaß gemacht. Endlich konnte ich auch außerhalb von Der Herr der Ringe Online neue (bekannte) Abenteuer in Mittelerde erleben. Sobald ich den ersten Schritt in Rohan setzte, zeigten die Entwickler was in ihnen steckte. Der Kampf um die Hornburg war grandios inszeniert. Es gefiel mir auch, ganze Mûmakil-Herden auf den Pelennor-Feldern zu Fall zu bringen. Schade, dass die Nebenaufgaben uninspiriert ausgefallen sind. Diese hätten meiner Meinung nach einiges an der unterdurchschnittlichen Stilrichtung wettmachen können. Irgendwann werde ich das Spiel auch ein zweites Mal durchspielen.

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

News: Fünf Millionen Fallout: New Vegas-Käufer

Per E-Mail wurde uns vor kurzem mitgeteilt, dass Bethesda Softworks fünf Millionen Exemplare des potentiellen Rollenspielhits an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht hat. Damit dürfte eines der meist verkauften Spiele diesen Jahres bereits feststehen. Wer sich für den Titel interessiert, darf sich auf unser Review freuen, welches bald auf unserer Internetpräsenz veröffentlicht wird.

Erics Meinung: Bisher bin ich von den ganzen Fallout-Fakten richtig angetan. Ich freue mich auch schon sehr, im Endzeit-Rollenspiel eigene Abenteuer zu erleben. Aufgrund der Vielzahl an fantastischen Titel die Woche für Woche erscheinen, war es mir aber noch nicht möglich ins Las Vegas der fiktiven Fallout-Zukunft zu reisen. Aber es geht schon bald los.

Review: Wii Party

Nintendo feiert eine riesengroße Party in Form eines Videospiels. In Anbetracht des fünfundzwanzigsten Geburtstags des Klempners, haben wir fest mit einem neuen Mario Party gerechnet. Die Einladungen an die Gäste gingen aber nicht an die beliebten Nintendo-Charaktere wie Peach, Yoshi und den Rest der Bande, sondern an die charakterlosen Miis.

In Anbetracht des Erscheinens von Wii Party ist es wohl sehr unwahrscheinlich, dass wir in nächster Zeit mit einer neuen Minispielsammlung mit Klempner Mario als Gastgeber rechnen  dürfen. Trotzdem haben wir das für beinharte Nintendo-Fans große Defizit schnell vergessen, denn Wii Party schafft es auch ohne wichtige Lizenzen zu überzeugen. Das Hauptmenü weist bereits zu Spielbeginn eine große Auswahl an unterschiedlichen Spielmodi vor, welche mit voranschreitender Spielzeit mit weiteren interessanten Minispielen erweitert wird.

Insel der tausend Abenteuer

Der erste Spielmodus der uns ins Auge springt, ist die Insel der Abenteuer. Bevor wir das Spielbrett betreten dürfen, müssen wir unseren Mii auswählen. Nachdem wir den ersten Fuß auf die Insel gesetzt haben, bemerken wir auch schon den ersten Unterschied zur Mario Party-Reihe. Wir reden nicht vom nervigen Moderator, der uns noch aus grauenvollen Wii Music-Zeiten negativ belastet im Gedächtnis herumschwirrt, sondern von der Spielweise. Im beliebten Franchise war es so, dass erst einmal alle Spieler ihre Züge ausführen und anschließend ein Minispiel mit- oder gegeneinander austragen. Bei Wii Party ist es genau anders herum. Vor den Spielzügen der Miis bestreiten wir eines der zahlreichen Minispiele. Je nachdem wie wir bei dem Minispiel abschneiden, erhalten wir neben dem normalen ein- bis sechsäugigen Würfel auch einen weiteren Bonuswürfel. Dieser unterscheidet sich in den Farben Gold, Silber und Bronze. Je wertvoller der Würfel, desto mehr zusätzliche Augen befindet sich auf diesem. Der Letztplatzierte geht im Übrigen ohne zusätzlichen Würfel aus. Die Reihenfolge der Sieger entscheidet auch darüber, wer den ersten, zweiten, dritten oder letzten Wurf in dieser Runde erzielen darf. Ziel des Spielmodus ist das Erklimmen der Bergspitze, in dem wir würfeln und auf voraus liegenden Feldern vorziehen – wie in einem richtigen Brettspiel. Unterwegs lauern aber immer mal wieder Gefahren, wie rollende Felsbrocken, brüchige Fässer oder auftauchende fliegende Untertassen.

In 80 Tagen um die Welt


Der zweite große Spielmodi ist die Weltreise. In diesem Modus wird uns ein riesiger Globus vorgesetzt, der die Kontinente unseres Planeten in den Grundformen wunderbar wiedergibt. Zwischen den einzelnen Feldern befinden sich auch kleine Bauten, wie beispielsweise das Brandenburger Tor oder die Freiheitsstatue. So wissen wir jederzeit, wo wir uns auf der Welt befinden. Leute mit Geographieschwächen dürfen aber auch jedes Mal wenn sie am Zug sind aus der Karte zoomen und die Weltkugel aus der Sicht des Alls betrachten. Allerdings hat sich Nintendo bei diesem Spielmodus einen Kniff einfallen lassen – gewürfelt wird hier nämlich nicht. Stattdessen erhalten wir zu Beginn des Spiels fünf Spielkarten mit Ziffern darauf. Diese werden vor jedem unserer Züge umgedreht und gemischt. Der Zufall entscheidet, wie viele Felder wie gehen dürfen. Unser Ziel ist es, bestimmte Sehenswürdigkeiten mit einem Foto zu würdigen. Es werden immer drei Ziele vorgegeben. Wenn diese von allen Spielern aufgesucht wurden, werden vom Moderator neue Zielpunkte auf der Karte verteilt. Der Clou bei diesem System ist, dass wir genau auf dem besagten Feld landen müssen und jeden Schritt auf den Spielfeldern aufbrauchen müssen. Schummeln mit Vor- und Zurückgehen funktioniert übrigens nicht. In diesem Fall wird die Anzahl an verbleibenden und zu betretenden Feldern einfach um eine Einheit zurückgesetzt.

Der Game Show-Marathon

Wie bei der Insel der Abenteuer müssen wir zu Beginn jeder Runde gegen die anderen Spieler antreten. Grundlegend wird wieder die Reihenfolge bestimmt, allerdings werden wir auch mit Münzen belohnt, anstatt  mit zusätzlichen Würfeln ausgerüstet zu werden. Diese dürfen wir vielerorts auf dem Spielbrett ausgeben. Wir verkürzen Wege mit dem Flugzeug, kaufen uns neue Karten (welche bei der Auswahl zu Beginn des Zuges nicht verdeckt werden) oder fordern unsere Kontrahenten in weiteren Minispielen heraus. Ein weiterer Spielmodus namens Münzrad erinnert uns stark an die mittlerweile vermutlich vergessene Game Show Glücksrad. Zu Beginn wird der Jackpot mit fünfhundert Münzen gefüllt. Anschließend wird der Reihe nach am Münzrad gedreht. Je nachdem wenn das Rad aufgrund des hinderlichen Pfeils stoppt, werden wir mit einem der unterschiedlichen Ergebnisse belohnt oder bestraft. So erhalten wir manchmal ein paar Münzen aus dem Jackpot, ein anderes Mal hingegen müssen wir diesen mit unserem eigenen Geld füllen. Sobald die Auswahl auf ein Minispiel fällt, bekämpfen sich alle Spieler untereinander, denn der Gewinn ist der komplette Inhalt des Jackpots. Wer nach zehn Runden das letzte Mal den Jackpot knackt, beendet das Spiel. Gewonnen hat aber jene Person, die den größten Betrag anhäufen konnte. Beim Modus Bingo werden Kugeln aus einer großen Trommel gefischt, die das Gesicht eines Miis anzeigen. Haben wir auf unserer Bingokarte das Gesicht erkannt, dürfen wir es anstreichen. Hin und wieder fallen auch Minispielkugeln aus der Trommel. Gewinnen wir das Minispiel, dürfen wir ein Gesicht unserer Wahl markieren. Wichtig ist nur, dass dieses Abbild auch bei den Gegnern angestrichen wird. Eine horizontale, vertikale oder diagonale Linie ist über Sieg und Niederlage entscheidend.

Den Durchblick behalten

Das Hauptaugenmerk des Spiels sind selbstverständlich die abwechslungsreichen Minispiele. Nach kurzer Zeit fiel uns die große Auswahl von über achtzig kleinen Spielchen deutlich auf. Wir springen über rollende Fässer, treiben Pferde auf der Rennbahn an, rodeln einen Abhang hinunter oder machen Fotos von putzigen Mii-Hunden. Jedes Minispiel fällt einzigartig aus und das Besondere daran: Eingewöhnungsphasen wie bei der Mario Party-Reihe fallen weg! Es war noch nie einfacher ein Minispiel in zwei bis drei Sekunden zu verstehen und das ohne die spielinterne Kurzbeschreibung durchzulesen. Nintendo hat es vortrefflich geschafft, ein selbsterklärendes Spiel für Casual Gamer auf die Beine zu stellen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Minispiele aus dem Menü heraus auszuwählen, um kurzweilige Action zu gewährleisten. Jene Spieler, welche im eigentlichen Spielverlauf unterfordert sind, werden mit dem Profi-Modus zufrieden sein. Dieser behandelt größtenteils ein Minispiel, das von Runde zu Runde schwieriger gestaltet wird. So müssen wir in einem Wirrwarr von Kleeblättern nur die vierblättrigen Genossen von denen der anderen unterscheiden. Vier Spielrunden später sind es dann schon Würfel, die erkannt werden möchten. Wählen wir das falsche Objekt aus, werden wir mit einem Zeitmalus von zwei Sekunden belastet. Für jede beendete Runde bekommen wir zehn zusätzliche Sekunden geschenkt. Diese Spiele funktionieren natürlich überwiegend nicht nur alleine. Allerdings sollte man schon mehrere Mitspieler parat haben, denn die künstliche Intelligenz der Gegenspieler wurde bei der Entwicklung wohl nicht bedacht. Besonders wenn wir in einem Dreier-Team gegen einen anderen Computergegner kämpften verloren wir andauernd, da man uns beim Balancieren auf einem Holzstamm keinen Freiraum gelassen hat. Wir finden es sehr schade, dass sich die Entwickler im Jahr 2010 so einen Schnitzer erlaubt haben. Auch Casual Gamer finden daran keinen Gefallen!

Innovative Zimmerspiele

Das bisher beschriebene Szenario erinnert ohne Zweifel auch an die Mario Party-Reihe, doch Nintendo hat ebenfalls eine neue Art von Spielen in den Titel integriert. Die Zimmerspiele wie der japanische Konzern sie nennt, bereichern das Spielerlebnis mit Innovation. In einem Minispiel müssen alle Teilnehmer ihre Wii Remotes auf den Tisch legen. Auf dem Bildschirm des Fernsehers wird nun ein Tier vorgestellt, dessen Geräusche es zu erraten gilt. Aus den Fernbedienungen trällern uns kurz darauf Gackern, Wiehern und andere Tierstimmen entgegen. Nehmen wir die richtige Wii Remote auf, erhalten wir einen Punkt und sind dem Sieg ein kleines Stückchen näher gerückt. Beim Modus Zeitbombe geht es darum, die Steuerungseinheit so langsam wie möglich, doch so schnell wie nötig an einen anderen Mitspieler weiterzugeben. Währendessen läuft ein Timer auf Null herunter – wenn dies passiert, verliert der Spieler der die Wii Remote gerade in den Händen hält. Quizbombe setzt noch einen oben drauf. Halten wir die Bombe beziehungsweise die Fernbedienung in der Hand, so müssen wir beispielsweise ein Wort mit dem Anfangsbuchstaben K oder einen Begriff zu einem bestimmten Thema nennen und dann an einen weiteren Spieler weitergeben. Jener Spieler, dem kein Wort mehr einfällt, muss mit der Explosion und der Niederlage rechnen. Höhepunkt der Zimmerspiele ist eindeutig die Wii-Fernbedienung-Jagd. In diesem Modus müssen bis zu drei Spieler den Raum verlassen, während der übrig gebliebene Teilnehmer bis zu vier Fernbedienungen im Zimmer versteckt. Danach mimen die anderen Spieler die Sucher. Anhand von Geräuschen, die aus den Lautsprechern der Steuerungseinheiten dringen, orientieren sich die Spieler bei der Suche. Das klingt verrückt und das ist auch! Spätestens nach der ersten Suchaktion möchte man am liebsten eine gewisse Zeit lang nichts anderes mehr machen. Schade nur, dass sich das Zimmer auf die Schnelle nicht verändert und die Verstecke bereits nach kurzer Zeit allesamt bekannt sind.

Wir zocken Wii Party!

Wii Party ist ein wirklich guter Ersatz, wenn man mal gerade nicht Lust auf eine riesengroße Fete hat. Man bestellt sich schnell drei Freunde am Samstagabend nach Hause und schon kann der Spaß losgehen. Und da ist auch genau der Knackpunkt, den wir an Wii Party zu bemängeln haben. Das Spiel kann wirklich nur zusammen mit mehreren Leuten motivieren. Als wir den Titel unter den Gesichtspunkten eines Einzelspielers ausprobierten, verflog bei uns schon bald die Lust. Online-Modi vermissen wir übrigens auch. Besonders die Insel der Abenteuer und die Weltreise hätten online und mit Wii Speak-Unterstützung ebenfalls motivieren können. Schade ist außerdem, dass der Titel nur mit einer zusätzlichen Wii Remote erhältlich ist. Der typische Gelegenheitsspieler wird mit Sicherheit keine vier Fernbedienungen im Schrank stehen haben, doch ist diese Entscheidung für Personen mit vier Wii Remotes im Bestand sehr ärgerlich. Wii Fit Plus wurde zusätzlich auch einzeln verkauft. Unverständlich, warum Nintendo nicht dieselbe Schiene bei Wii Party gefahren ist. Trotzdem können wir den Titel weiterempfehlen. Geniale Spielideen, abwechslungsreiche Spielmodi und innovative Zimmerspiele machen Wii Party zu einem Genuss. Das Spielprinzip ist schnell verinnerlicht. Da vergisst man auch schnell die sterile Aufmachung und die zwar guten, aber recht schnell öde werdenden Musikstücke. Das Spiel ist allerdings nur für Menschen mit sozialen und realen Zockerkontakten geeignet. Wer diese nicht vorweisen kann, sollte einen großen Bogen um das Spiel machen. Als Einzelspieler motiviert das Spiel nicht sehr lange!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich auf der diesjährigen E3-Pressekonferenz das erste Mal den Trailer zu Wii Party anschauen durfte, musste ich sofort an die allseits bekannte Mario Party-Reihe denken. Mir war sofort klar, dass wir diese Videospielserie für eine lange Zeitspanne nicht mehr wieder sehen werden. Obwohl sich der achte Teil auf der Wii durchweg gut verkaufte, möchte Nintendo das Franchise offensichtlich zurückhalten. Ich möchte mich an dieser Stelle über ein für mich seltsam wirkendes Marketing nicht beschweren, sondern eher meinen Hut vor Nintendo ziehen. Sie haben es geschafft, einen weiteren Teil der Wii-Videospielreihe zu entwerfen, der Gelegenheits- und Vielspieler zusammenschweißt. Wii Party ist genau das geworden, was ein Mario Party 9 hätte werden wollen. Ein Spiel mit facettenreichen, übersichtlichen und schnell verinnerlichten Minispielen. Obwohl ich mich mit den wunderbaren Charakteren des Super Mario-Universums mehr anfreunden kann, habe ich mich überwunden und auch den tristen, sowieso charakterlosen Miis eine neue Chance gegeben. Auch wenn mir die sterile Grafik selten gefällt, erfüllt sie in meinen Augen ihren Zweck. Allerdings kann mich der Titel als Einzelspieler nicht überzeugen. Aus diesem Grund werde ich das Spiel auch nur aus dem Spielregal kramen, wenn ich Besuch von Freunden erwarte. Dann kann Wii Party auch das volle Potential entfalten!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wii Party!

News: Keiji Inafune und der Kommunismus

Nach seiner Kündigung beim Videospielhersteller Capcom kritisiert Keiji Inafune die japanische Videospielindustrie. MyNintendo schreibt, dass Keiji Inafune die japanische Videospielindustrie  als kommunistisch ansehe. Außerdem sei er wohl nicht mehr mit der Gesamtsituation zufrieden. Harte Arbeit würde im Land der aufgehenden Sonne zumindest nicht mehr im Videospielsektor belohnt werden. Jemand der wenig Aufwand für ein neues Spiel treibt, würde hingegen belohnt.  Ob das ein Sidekick auf Nintendo sei, die mit Spielen wie Wii Sports und Wii Party auf ein eher anspruchloseres Publikum zielt, ist unklar.

Erics Meinung: Ein wenig kann ich den guten Mann nachvollziehen. Zugängliche und zugleich anspruchslosere Spiele werden von der breiten Masse gekauft. Ein hoher investierter Wert in die Produktion eines Videospiels wird sich nicht immer rentieren – besonders dann nicht, wenn es sich dabei um eine völlige Neuentwicklung handelt. Dass Inafune derzeit sehr deprimiert wegen der gesamten Situation ist, kann ich mir gut vorstellen. Trotzdem hoffe ich, dass der gute Mann demnächst irgendwo bei einer anderen Videospielschmiede unterkommt.

News: Keiji Inafune has left the building

Wie Ende letzten Monats bekannt wurde, hat der berühmte Entwickler Keiji Inafune Capcom verlassen. Er war Erschaffer berühmter Serien wie Mega Man, Street Fighter oder Dead Rising. In Zukunft möchte er sich anderweitig umsehen, da er die Arbeit bei Capcom nicht mehr effektiv weiterführen könne. Dies berichtete die Internetseite MyNintendo.

Erics Meinung: Ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass man einen so kreativen Kopf einfach hinaus in die Welt ziehen lässt. Auch wenn Spiele wie Lost Planet 2 nicht gerade gut bei der Spielerwelt ankam, muss das noch lange nicht das Ende seiner Karriere bedeuten. Ich finde es schade, dass er aufgrund fehlender Aufstiegschancen nicht mehr in der Branche arbeiten möchte. Ein trauriges Ereignis für alle Videospieler.

Review: The Sky Crawlers

Im vorletzten Jahr wurde der Film bereits in japanischen Kinos vorgeführt und erreichte unter Anime-Fans Kultstatus. Bald darauf erschien ein Wii-Spiel mit dem Untertitel Innocent Aces, welches auch bei uns auf den Markt kam. Der Titel hob sich leider nicht von der Masse ab und blieb von der Medienlandschaft weitgehend unbeachtet. Dennoch mauserte sich das Spiel zu einem Geheimtipp unter Wii-Spielern. Die Uraufführung des Films liegt nun mehr als zwei Jahre in der Vergangenheit zurück. Das Warten der Fans hat nun endlich ein Ende, denn seit letzter Woche ist der Anime nun auch im deutschsprachigen Raum erhältlich.

Es wütete ein schrecklicher Krieg in der fiktiven Welt von The Sky Crawlers. Nach dessen Ende herrschte endlich wieder Frieden, welcher mit einem teuren Preis tagtäglich erkauft wird. Um die Menschen von ihren Alltagsproblemen und der damit verbundenen Depression abzulenken, inszenieren die zwei Rüstungskonzerne Rostock und Lautern Luftkämpfe. Die Leidtragenden dieser Auseinandersetzung sind die so genannten Kildren. Es sind jugendliche Kriegspiloten, die niemals altern werden. Sie sind auserkoren, um die Bevölkerung mit den am Himmel stattfindenden Kämpfen ruhig zu stellen, gar zu unterhalten. The Sky Crawlers erzählt die Geschichte des jungen Piloten Yuichi Kannami, welcher an einen neuen Stützpunkt mitten in Europa versetzt wird. Dort lernt er neben seinen neuen Kollegen, an deren Seite er seine nächsten Einsätze fliegen wird, auch seine mysteriöse Vorgesetzte Suito Kusanagi kennen.

Freudenwelt Depression

Diese kommt ihm bei ihrem Anblick sehr bekannt vor, doch über seine Vergangenheit weiß Yuichi nichts. Im Laufe der Handlung unternimmt er auch keine Schritte, etwas über diese herauszufinden. Allerdings interessiert er sich sehr für seine Vorgesetzte, für die er Gefühle entwickeln wird. Suito umgeben mehrere Geheimnisse, über die sie am liebsten keine Worte verlieren möchte. Diese Heimlichkeiten werden im Verlauf der Geschehnisse um die Kildren gelüftet, doch liegt das Hauptaugenmerk des Films eindeutig auf den zwischenmenschlichen Beziehungen der vorgestellten Charaktere. Als Zuschauer bemerken wir, dass die Stimmung meist sehr angespannt wirkt und nur wenig Zeit für die Freuden des Lebens übrig lässt. Zwar entwickelt Yuichi zu seinen Kollegen ein freundschaftliches Verhältnis, doch lässt man uns die Traurigkeit der Welt von The Sky Crawlers niemals vergessen. Dieser Eindruck wird von der weniger farblichen Ausgestaltung des Anime jederzeit wunderbar unterlegt.

Stilvolle Trennung

Wenn wir uns The Sky Crawlers ansehen, bemerken wir den deutlichen Unterschied zu vielen anderen Animes unserer Zeit. Anstatt auf knallbunte Farben zu treffen, stechen uns eher triste Braun- und Grautöne entgegen. Nur der Himmel wird mit einer strahlenden, azurblauen Farbe hervorgehoben. Der Verweis auf die Luftkämpfe soll auf diesem Weg jederzeit gewährleistet werden. Anstatt uns in tiefe Depression zu hüllen, schafft es der Film viel mehr uns an die Charaktere und deren Gefühlswelt zu gewöhnen und ihre Gedanken nachvollziehen zu lassen. Anstatt auch diesen Anime mit zu vielen dreidimensionalen Effekten zu versehen, ist den Zeichnern eine besondere Idee eingefallen. Während man am Boden bis auf ein bis zwei Ausnahmen von der Effektspielerei verschont bleibt, wird man während der Luftschlachten gerade zu von diesen bombardiert. Während das Geschehen am Himmel abläuft, sind nur manchmal gemalte Hintergründe auf zweidimensionaler Basis zu sehen. Die strikte Trennung zwischen zwei- und dreidimensionalen Szenen weist wieder einmal auf die Bedeutung der am Boden und der am Himmel stattfindenden Handlung hin.

Multikulturelles Europa

Ein weiterer Bestandteil des Animes ist die multikulturelle Darstellung Europas. Leider kann man nicht genau definieren, in welchen Ländern das Geschehen abläuft. Dennoch bemerken wir, dass sich der Regisseur sehr viel Mühe mit der Gestaltung der Welt von The Sky Crawlers gegeben hat. Die Grundzüge der Landschaften erinnern an Irland und Polen. An einem Handlungsort hat sich das Team um Mamoru Oshii allerdings einen kleinen Fehler erlaubt. Außerhalb der Basis befindet sich das Restaurant Daniel’s Diner. Diese Lokale sind typisch für Nordamerika und haben unserer Meinung nach auch in einem fiktiven Europa nichts zu suchen. Dafür passen alle anderen Ortschaften sehr gut ins Gesamtbild. Im Übrigen ist die deutsche Tonspur auch mit englisch und polnisch gesprochenen Szenen versehen. Wenn sich die Protagonisten in luftige Höhen bewegen, wird die Kommunikation untereinander auf Englisch fortgesetzt. In der Mitte des Films werden Touristen auf der Basis herumgeführt, mit denen sich Yuichi in englischer Sprache unterhält. Während des Aufenthalts in Polen unternehmen die Kameraden einen Ausflug in eine Bowling-Halle. Dort treffen die Charaktere auf ein paar polnisch sprechende Mädchen. Dieses sprachliche Zusammenspiel klingt in der Theorie einschüchternd, funktioniert in der Praxis aber sehr gut.

Gelungene Synchronisation der deutschen Fassung

Die deutsche Synchronisation ist durchaus hörenswert. Die Stimmen wurden den einzelnen Charakteren glaubhaft zugeordnet. Ein Wiederhören mit bekannten Sprechern aus Filmen und TV-Serien ist vorprogrammiert. Neben der deutschen Tonspur befindet sich auch die originale Sprachfassung mit auf der Disc. Leider mussten wir feststellen, dass sich keine englische Tonspur auf dem Datenträger befindet, obwohl der Film seit geraumer Zeit bereits in dieser Sprachfassung im Ausland erhältlich ist. Zwar geben die deutschen Untertitel den Wortlaut der Charaktere sehr gut wieder, doch müssen wir dafür auf anderssprachige Untertitel verzichten. Immerhin kann man die Untertitel jederzeit an- und ausstellen. Auch die Tonspur lässt sich jederzeit beliebig wechseln. Die Spieldauer des im 16:9-Format gehaltenen Films beträgt laut Verpackungsrückseite circa 117 Minuten, was wir an dieser Stelle bestätigen können.

Ruhige Dialoge und fetzige Luftgefechte

Des Weiteren befindet sich auf der Disc zusätzliches Bonusmaterial in einer Lauflänge von circa 82 Minuten. Auch diese Verpackungsangabe können wir an dieser Stelle bestätigen. Bei dem gezeigten Material handelt es sich als erstes um ein Interview mit Regisseur Mamoru Oshii. In diesem wird geschildert, welcher Grundgedanke ihn zu The Sky Crawlers bewegte und welche kulturell bedeutsamen Ideen in die Handlung einflossen. Dazu wird gezeigt, wie Oshii mit seinem Team in den europäischen Ländern Polen und Irland unterwegs war, um sich die Kultur genauestens einzuprägen, um sie später bei der Vorbereitung des Films mit einfließen zu lassen. Das Entstehen der Animationen wird in einem weitern Special ebenso gezeigt, wie die Einarbeitung der Soundeffekte im fertigen Produkt. Ein Ausflug auf die Skywalker-Ranch ist an dieser Stelle inbegriffen. Zu guter letzt befinden sich noch mehrere Trailer zu The Sky Crawlers und weiteren Anime-Produktionen auf der Disc. Wir können den Film jedem Anime-Fan an Herz legen, der sich mit ruhigen und teils traurigen Dialogen anfreunden kann. Bombastisch inszenierte Luftkämpfe sind zwar ebenfalls an der Tagesordnung der jungen Kampfpiloten, sind im Film allerdings nur als Nebensächlichkeit anzusehen. Kenner des Wii-Spiels sollten definitiv einen Blick riskieren!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung des Films): Als Kenner des Videospiels habe ich lange Zeit darauf gewartet, dass der Film in die deutsche Sprache übersetzt werden wird. Nachdem ich mir den Film am vergangenen Wochenende angeschaut habe, kann ich dazu nur sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Die Protagonisten durchleben ein schwerwiegendes Schicksal, doch nehmen sie es gefasst Tag für Tag in Kauf. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Yuichi, Saito, Midori, Mizuki, Uroyuki und den restlichen Charakteren werden zusammenhängend erklärt. Leider hat es mir weniger gut gefallen, dass die Gespräche meistens in ruhigen Tönen ablaufen. Heftige Wortgefechte gibt es nicht. Diese Entscheidung soll die depressive Welt von The Sky Crawlers zwar unterstreichen, doch an einigen Stellen habe ich mich schon gefragt, warum man an dieser Stelle nur so ruhig bleiben kann. Ich fand es auch sehr schade, dass die Luftgefechte nur in wenigen Szenen wirklich aufgegriffen wurden. Während das Spiel auf der Wii eher actionorientiert ist, schlägt der Anime eine ganz andere Richtung ein. Dieses System funktioniert zwar sehr gut, doch wären mir weitere Schlachten am Himmel nur recht gewesen. Trotzdem nahm ich den Anime in Kauf und wurde nicht enttäuscht. Wer das Spiel schon mochte, wird auch mit dem Film mehr als zufrieden sein.

Vielen Dank an Universumfilm für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von The Sky Crawlers!

News: Shenmue III immer noch möglich

Laut Aussagen von Sega wird Shenmue III womöglich irgendwann einmal erscheinen. Das derzeit angekündigte Spin-Off Shenmue Town soll ein Versuch sein, das Franchise wieder zu erwecken. Das behauptet zumindest die Zeitschrift Consol Plus auf ihrer Homepage.

Erics Meinung: Derzeit plane ich immer noch, mir eine Dreamcast mit den beiden Shenmue-Spielen zu zulegen. Und dann werde ich hoffen, dass Sega tatsächlich noch den dritten Teil herausbringt. Die Fans betteln schon so lange und ich hoffe, dass der japanische Konzern bald Erbarmen zeigen wird.

News: Kirby’s Epic Yarn meets Mario?

Der Sound Designer von Kirby’s Epic Yarn könnte sich sehr gut vorstellen, dass Marios nächstes Abenteuer ebenfalls in einem ähnlichen Grafikstil daherkommt. Seiner Aussage nach zufolge kann sich das sogar das ganze Unternehmen vorstellen. Dies berichtete die Redaktion der Consol Plus auf ihrer Homepage.

Erics Meinung: Auf die Aussage eines Sound Designers lege ich persönlich keinen allzu großen Wert und ich denke, wenn sich Nintendo dazu entschließen würde, dann würden wir das auch zu allererst von Satoru Iwata persönlich hören. Außerdem bin ich noch skeptisch, ob Kirby’s Epic Yarn der erhoffte Hit wird. Auf der Gamescom fand ich es zwar innovativ, aber deutlich zu leicht.

News: Star Trek Online bald kostenlos?

Die Redaktion der Zeitschrift GameStar schreibt auf ihrer Homepage, dass es gegebenenfalls dazu kommen wird, dass auch das Online-Rollenspiel Star Trek Online ins Free-to-Play-Format umgewandelt wird. Diese Information versteckte der Chefentwickler des Spiels in einem Interview. In Anbetracht der kostenlosen Nutzung von Der Herr der Ringe Online und Dungeons and Dragons Online wäre dies durchaus im Bereich des Möglichen.

Erics Meinung: Es würde mich sehr freuen, wenn es dazu kommen würde. Erst seit diesem Jahr bin ich ein Fan des Star Trek-Universums, wenn auch überwiegend nur von den Kinofilmen. Obwohl die vielen Kämpfe im Spiel nicht zur eigentlichen Atmosphäre in Star Trek passen, werde ich den Titel im Falle einer kostenlosen Nutzung durchaus einmal anspielen.

News: Sony wünscht Nintendos 3DS viel Erfolg

Die Homepage MyNintendo berichtet, dass Sony dem neuen Handheld aus dem Hause Nintendo viel Erfolg wünsche. Man habe zwar unterschiedliche Ansichten, doch man sei der gleichen Meinung, dass die Zukunft in der 3D-Technologie liege.

Erics Meinung: Wenn man Sony kennt, kann das eigentlich nur eines bedeuten. Schultertasten, Analog Sticks, Rumble-Feature und Move-Controller – in jeden dieser Punkte war Nintendo Vorreiter. Mich würde es nicht wundern, wenn der PSP-Nachfolger ebenfalls mit 3D-Technologie inklusive Tochscreen ausgeliefert würde.

News: Back to the Future without WiiWare

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Filmtrilogie Zurück in die Zukunft ein neues Spiel im Episodenformat spendieren bekommen soll. Während zurzeit bereits viele Making Of-Videos im Internet kursieren, gab es vom eigentlichen Spiel nur sehr wenig zu sehen. Vor kurzem meldete die Internetseite MyNintendo, dass die Entwickler keine Pläne haben, dass Spiel auch als WiiWare-Version im Wii Shop-Kanal anzubieten.

Erics Meinung: Da ich ein großer, wenn nicht sogar der größte Fan der kultigen Filmtrilogie bin, finde ich diese Entscheidung sehr schade. Ich wäre einer der ersten gewesen, die sich zumindest mal die erste Episode angeschaut hätten. Jetzt hoffe ich nur, dass zumindest die PC-Version nicht auch noch gecancelt wird.

Review: Fable III

Wenn es um den virtuellen Schwanzvergleich geht, dürfte der Held aus Fable III gegenüber anderen Rollenspielprotagonisten wohl den längsten haben. Die Rede ist selbstverständlich von seinem Besitz. Bis unser Alter Ego die Mieten jedes einzelnen Hauses einkassiert, die mächtigsten aller Waffen führt und die Welt schließlich vor dem drohenden Untergang rettet vergehen dutzende Spielstunden, die mehr oder weniger gut gefüllt sind.

Zu Beginn des Spiels ahnen wir noch nichts Schlimmes. Wie jeden Tag wachen wir als Prinz von Albion in unseren Gemächern auf. Freundin Elise erwartet uns bereits im königlichen Garten, der wie es der Zufall so will nach einigen Treppenstufen erreicht ist. Unterdessen schütteln wir unseren treuen Dienern die Hand, bis wir schlussendlich unsere Herzensdame treffen. Wir entscheiden uns, der holden Dame unsere Wertschätzung mit einem Kuss mitzuteilen. Wie im wahren Leben haben Adlige wichtige Pflichten zu erfüllen. In der Eingangshalle lehnen sich einige Bürger gegen unseren Bruder Logan, dem amtierenden König auf. Wir setzen uns für ihre Sache ein und signieren die Unterschriftensammlung obwohl wir wissen, dass es beim jetzigen Absolutismus keine Wirkung haben wird. Anschließend treffen wir Walter in einem benachbarten Raum, wo wir das erste Mal eine Waffe in die Hand gedrückt bekommen.

Flucht bei Nacht und Nebel

Wenig später sieht die Welt nicht mehr ganz so rosig aus. Unser Bruder hat Elise und die Rebellen in den Thronsaal gezerrt. Er will seine Herrschaft nicht überdenken und will ein Exempel statuieren. Wir müssen nun entscheiden, ob wir uns für die Rebellen einsetzen, dafür aber das Leben von Elise auf Spiel setzen. Oder wir retten unsere Freundin, müssen aber den Tod zweier unschuldiger Bürger in Kauf nehmen. An dieser Stelle entscheiden wir uns, dass Leben von Elise zu retten. In der Nacht weckt uns Walter. Elise wird bereits in Sicherheit gebracht heißt es. Gemeinsam mit Butler Jasper und unserem geliebten Hund schleichen wir uns aus dem Schloss. Walter führt uns zur Grabkammer unseres Vaters. Sichtlich überrascht treten wir plötzlich dessen Erbe an. Schließlich war unser Erzeuger der letzte Held von Albion und Protagonist des Vorgängers. Indem wir durch die unter dem Schloss gelegenen Höhlen entkommen, stoßen wir auf den Ort, welchen wir in den nächsten Stunden hunderte Male aufsuchen werden: Den Unterschlupf.

Die Batcave

Dieser sagenhafte Ort könnte man am besten mit der Batcave des dunklen Ritters beschrieben werden. Umliegende Türen führen zu den einzelnen Räumen des Unterschlupfs. In der Waffenkammer werden Schwerter, Hämmer, Pistolen und Gewehre gelagert. Die Garderobe beheimatet jegliche Kleidungsstücke, welche wir in der Spielwelt erwerben. Selbst Haarfarbe, Bärte und Tätowierungen können hier ausgewählt werden – vorausgesetzt man hat die nötigen Gegenstände bereits vorher entdeckt. Verdientes (oder ergaunertes) Geld und erhaltene Trophäen werden in der Schatzkammer aufbewahrt. Lustigerweise haben die Entwickler auch eine Wand für alle verdienten Erfolge reserviert. Haben wir mehr als zwanzig Leuten die Hände geschüttelt, springt uns gleich das Symbol „Vom Helden berührt“ entgegen. Die letzte Kammer verbindet uns mit Xbox Live, wo wir in so genannten Paralleluniversen auf andere Helden treffen oder diese in unsere Welt einladen dürfen. An den Wänden des Hauptraums dürfen wir neben spielinternen Optionen auch Geschenke auspacken. Wenn die Bürger von Albion Angst vor uns haben oder uns mögen, werden wir haufenweise Päckchen auspacken dürfen.

Schlachtplan der Einmann-Armee

In der Mitte des Hauptraums befindet sich ein großer, runder Tisch. Von Anfang an haben wir einen Überblick über alle Spielgebiete, die wir bereisen dürfen. Allerdings müssen wir diese erst eigenständig aufsuchen, bevor wir sie über die Landkarte auswählen können. Während unser Blick der Karte gilt, verwandelt sich der Cursor in eine Lupe. Fahren wir über ein Gebiet und bestätigen die Auswahl, erhalten wir einen größeren (aber nicht maßstabgetreuen) Überblick über den Ort. Wir sehen wo wir Häuser und Läden kaufen können. Dies dürfen wir sogar von der Karte aus machen, ohne überhaupt erst den Ort zu betreten. Außerdem erfahren wir wo es Aufgaben, so genannte Quests, für uns zu erledigen gibt. Wählen wir eine Quest von der Karte aus, dürfen wir uns an den nächstmöglichen Ort teleportieren lassen. Angst uns zu verlaufen haben wir nicht. Die Spielabschnitte sind zwar groß, fallen aber im Vergleich zu anderen Rollenspielserien wie The Elder Scrolls oder Gothic mager aus. Zudem weist uns ein leuchtender Pfad zum nächsten Auftraggeber, den wir auf diesem Weg in der Regel schnell finden. Nur in wenigen Fällen lässt uns das Feature im Stich, schickt uns in die entgegen gesetzte Richtung oder verschwindet zuweilen ganz.

Herausragende Quests

Die Quests fallen in Fable III sehr unterschiedlich und recht spektakulär aus. Wir nehmen an einem Theaterstück als Hauptdarsteller bei, locken in einem Hühnerkostüm unsere gefiederten Freunde in ihren Stall zurück, werden für einen Tabletop-Abend geschrumpft oder helfen einem Wahnsinnigen bei der Ausgrabung eines dunklen Tempels. Während wir die Aufgabe erfüllen, reisen wir oft kreuz und quer durch das Fantasy-Reich Albion. Bevor die eigentliche Aufgabe von uns angegangen werden kann, dürfen wir meist noch ein paar Monster plätten. Dabei stehen uns wie bereits erwähnt Schwerter, Hämmer, Pistolen und Gewehre zur Auswahl. Hohle Männer (untote Skelette), Hobbs (koboldartige Wesen), unschuldige Dorfbewohner und Banditen gehören somit schnell der Vergangenheit an. Wir dürfen unseren Feinde außerdem mit Magie einheizen. Die unterschiedlichen Zaubersprüche dürfen gar miteinander kombiniert werden. Egal für welche Angriffsmethode wir uns auch entscheiden – wir erhalten nach mehreren Treffern mindestens ein Gildensiegel. Diese erhalten wir auch für abgeschlossene Quests und dürfen diese gegen neue Fähigkeiten eintauschen.

Gut oder böse? Das ist hier die Frage!

Auf der jederzeit aus dem Unterschlupf auswählbare Siegesstraße können wir Truhen für eine bestimmte Anzahl an Gildensiegeln öffnen. Je weiter wir im Spielverlauf voranschreiten, desto mehr Truhen stehen uns zur Auswahl. So vergrößern wir etwa den Schaden, den wir mit unseren Waffen anrichten oder erlernen gänzlich neue Zaubersprüche. Wir können aber auch neue Emotionen erlernen, die wir anschließend in späteren Gesprächen mit den Bürgern des Landes anwenden können. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist die Interaktion mit anderen Menschen. Erheitern wir die Gemüter unserer Mitmenschen, ist man uns freundlich gesinnt und möchte uns stellenweise mit Geschenken überhäufen. Wir dürfen sogar tiefgehende Kontakte knüpfen, wenn wir Botengänge für die Leute erledigen. Diese Quests sind allerdings innovationslos inszeniert und fallen nach kurzer Zeit negativ auf. Wir dürfen aber auch mordend und plündernd durch die Lande ziehen. In diesem Falle werden uns die Leute aber hassen, uns angreifen oder vor uns flüchten. Geschenke gibt es unter Umständen dennoch – aus Furcht.

Jeden Tag eine böse Tat

Ein Großteil des Spiels beschäftigt sich mit der Revolution: Wir sollen unseren Bruder vom Thron stürzen. Wenn wir nicht gerade Quests erledigen, lebendig gewordene und freche Gartenzwerge den Garaus machen, hohe Mieten erheben, Warenverkauferlöse in die eigene Tasche wirtschaften, mit dem Hund auf Schatzsuche gehen oder Silberschlüssel sammeln, versprechen wir den Anführern diverser Fraktionen wichtige Dinge. So sollen wir die Kinderarbeit in den Fabriken des Bowserstone-Industriegebiets abschaffen oder die Mistpeak-Berge an die Vagabunden zurückgeben. Wenn wir gegen Ende des Spiels den Thron besteigen, haben wir die Möglichkeit diese Versprechen einzuhalten. Wir dürfen sie aber auch brechen, was aus uns einen schlechten Monarchen machen würde. Das Spiel lässt uns an vielen Stellen schwerwiegende, moralische Entscheidungen treffen. Auch wenn die meisten Auswirkungen kurz nach unserer Entscheidung nicht mehr spürbar sind, sind es genau diese Momente, welche Fable III einzigartig erscheinen lässt. Leider kommt besonders der Spielabschnitt als König von Albion über das Land zu regieren viel zu kurz. An dieser Stelle müssen wir uns ernsthaft fragen, ob wir überhaupt mehr erwartet haben – schließlich war hier Märchenonkel Peter Molyneux am Werk!

Fable 2.5

Fable III bietet im Grunde nicht mehr und nicht weniger als sein Vorgänger. Man hat alte Inhalte herausgenommen und durch neue ersetzt. Die Umformung der verschachtelten Menüs in den Unterschlupf mag für den einen oder anderen eine willkommene Abwechslung sein, doch leider hat auch dieses eigentlich tolle Feature seine Tücken. Wir müssen Ladezeiten in Kauf nehmen und besonders das Wechseln einer aktiven Quest ist besonders stressig. Auch optisch hat sich nicht viel seit dem Vorgänger getan. Wir behaupten sogar, dass sich die Technik auf demselben (veralteten) Stand wie vor zwei Jahren befindet – inklusive bei großen Gegnermengen hin und wieder starken Ruckeleinlagen. Der leuchtende Pfad hat wie bereits beschrieben ebenfalls seine Macken – genau wie der Spürsinn des Hundes. Wenn dieser für uns einen vergrabenen Schatz aufspüren möchte, nimmt er Umwege in Kauf, findet den Weg nicht oder bleibt zwischendurch einfach mal an einer Ecke kleben. Diese Probleme existierten bereits in Fable II – warum keine Zeit zur Nachbesserung zur Verfügung stand, ist uns schleierhaft.

Königliches Spiel?

Gut gelungen ist übrigens die deutsche Synchronisation, die mit viel Humor daherkommt. Der (männliche) Held verfügt übrigens über die deutsche Synchronstimme von Simon Pegg aus dem kultigen Film Shaun of the Dead. Lustigerweise spricht genau dieser Schauspieler den Charakter Ben Finn im englischen Original. In der englischen Synchronisation wird Butler Jasper im Übrigen von John Cleese gesprochen – leider ist diese Synchronfassung abermals nicht auf der Disc in der deutschen Verkaufsversion enthalten. Microsoft entpuppt sich als Widerholungstäter, denn so war es auch beim Vorgänger. Akustisch bietet Fable III ebenfalls nicht viel neues, da sich ein Großteil der Stücke dem Vorgänger ähneln oder stellenweise gar entnommen wurde. Wer Fable II schon mochte, wird auch mit dem dritten Teil zufrieden sein – allerdings muss man dann mit den bereits beschriebenen Defiziten leben. Wenn man alles entdecken möchte, ist man gut vierzig Spielstunden beschäftigt. Ungeduldige werden das Spiel in viel kürzerer Zeit durchspielen können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox 360-Fassung): Persönlich hat mir Fable III sehr gut gefallen. Kaum ein anderes Rollenspiel hat mich in den letzten Wochen und Monaten so gefesselt, wie der dritte Teil der Fable-Reihe. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, durch Albions Weltgeschichte zu reisen, mit den Bewohnern zu interagieren, als großzügiger König zu regieren und jede einzelne Truhe auf der Siegesstraße zu öffnen. Ich finde sogar den Unterschlupf als Menüersatz gelungen, wenn nicht gerade das Auswählen der Quests so nervig wäre. Besonders wenn es um die einfallslosen Botengänge geht, fühle ich mich sehr schnell gelangweilt. Die anderen Aufgaben gefallen mir dafür umso besser. Ich habe schon lange in keinem anderen Rollenspiel mehr so facettenreiche Aufgaben erlebt. Ganz zu schweigen von dem britischen Humor, der einem unweigerlich auferlegt wird. Schade nur, dass auf der Disc nur eine deutsche Tonspur vorhanden ist. Besonders John Cleese weiß die Leute mit seiner Stimme zu unterhalten. Auf der technischen Seite fand ich das Spiel sehr enttäuschend, da es sich in den letzten zwei Jahren nicht weiterentwickelt hat und haargenau dieselben Fehler vorweist. Der unterbemittelte Hund und der teils irreführende leuchtende Pfad haben mir den letzten Nerv geraubt. Deswegen habe ich fürs Erste genug von Fable III, werde es aber irgendwann noch einmal als machthungriger und böser König spielen. Obwohl ich kein großer Fan der Erfolge bin, soll „Heinrich VIII“ trotzdem noch frei geschaltet werden. Und vielleicht erscheint ja noch ein Add-On, in dem ich meine angehäuften virtuellen Millionen endlich mal investieren kann. Selbst einem toten Helden nützt es nichts, der Reichste auf dem Friedhof zu sein.

Saschas Fazit (basierend auf der Xbox 360-Fassung): Fable III hat mir persönlich nicht ganz so gefallen wie sein Vorgänger. Mir fehlten einfach grundlegende Dinge wie das Ausdrucksmittel-Rad oder eine jederzeit anwählbare Übersicht für Quests und Items. Ersteres hat die Unterhaltung mit Menschen eher langweilig erscheinen lassen. Die größte Enttäuschung war meiner Meinung nach  aber die Zeitspanne als Herrscher von Albion. Diese war, wenn man nur der Story folgte, viel zu kurz. Allerdings hat Fable III auch seine guten Seiten. So ist das Quest-Design sehr gelungen und strotzt nur so vor Humor. Wenn man beispielsweise als Tabletop-Figur über ein Spielbrett rennt und in der Ferne die Spieler sieht, dann bleibt kein Auge trocken. Der Weg zu den Quests war aber eine einzige große Suche, denn wie Eric bereits erwähnt war der leuchtende Pfad keine allzu große Hilfe. Jedoch wurde dieses Makel inzwischen durch einen Patch behoben. Fable III würde ich Fans des Vorgängers nur bedingt empfehlen, da das Spiel einfach zu viele Macken hat. Mein Tipp: Erstmal bei Freunden oder Bekannten, welche das Spiel bereits gekauft haben in Ruhe anspielen.

News: You don’t Know Jack is back!

You Don’t Know Jack ist einigen Spielern unter euch hoffentlich noch bekannt. Die verrückte Quiz-Reihe punktete mit einem sympathischen Moderator und verrückten Fragen inklusive haarsträubenden Antwortmöglichkeiten. Im nächsten Jahr kehrt das Spiel auf der Xbox 360 und der PlayStation 3, sowie Nintendos Wii und DS zurück. Eine PC-Ausgabe ist laut den Angaben auf MyNintendo nicht zu erkennen. Wünschenswert wäre sie allemal.

Erics Meinung: Ich liebe You Don’t Know Jack. Meinetwegen könnte man die langweiligen Quiz-Sendungen im Fernsehen mit Jauch, Pilawa und Co. absetzen und stattdessen Moderator Jack mal eine Sendung gestalten lassen. Diese fände ich viel, viel interessanter. Ich freue mich schon tierisch auf den nächsten Teil der Reihe. Hoffentlich werden sich die Fragen aber nicht so oft wiederholen wie beim vierten Teil.

News: Die Aussicht auf Wii-Sonderangebote

Noch dreiundvierzig Tage bis Weihnachten. Die Zeit der heiteren und oft recht mühseligen Weihnachtseinkäufe steht vor der Tür. Dass man dabei das eine oder andere Schnäppchen erwischt, klärt sich von selbst. Mit einem Wii-Sonderangebot ist laut Satoru Iwata aber nicht zu rechnen. Nintendo möchte sich für ein solches noch alle Türen offen halten, doch ist es relativ unwahrscheinlich. Immerhin erscheint in diesen Tagen die rote Wii inklusive Wii Sports, New Super Mario Bros. Wii und Donkey Kong. Dies berichtet die Website MyNintendo.

Erics Meinung: Das war auch nicht anders zu erwarten. Warum sollte Nintendo auch etwas am Preis ändern? Gute Spiele gibt es viele, auch wenn sie oft von mindestens zehn weiteren und recht grottigen Titeln versteckt werden. Und wer noch keine Wii hat, bekommt für 200 Euro eine Konsole mit zwei Spielen dazu. Für mich ist das in Anbetracht des Angebots an Spielen ein fairer Preis.

News: Verkauft sich Kinect besser als Wii?

Heute erscheint Microsofts Kinect-Erweiterung für die Xbox 360. In der letzten Woche verkündete Aaron Greenberg, dass sich Kinect in der Einführungsphase besser verkaufen wird als Nintendos Wii. Dies berichtet die Website MyNintendo.

Erics Meinung: Ich hoffe, dass dieser Mann noch ein paar Witze auf Lager hat. Ich bin immer noch der felsenfesten Überzeugung, dass Microsofts Kinect floppen wird. Der typische Casual Gamer besitzt in der Regel noch keine Xbox 360 und dann soll sich dieser für ein neues und noch relativ unerforschtes Spielerlebnis Kinect mit zusätzlichen Spielen dazu kaufen? Ich glaube kaum, dass es dazu kommen wird. Zwar lasse ich mich gerne eines besseren belehren, doch diese Wunder treten nur selten ein.

News: DSi und 3DS sollen koexistieren

Laut der Website MyNintendo wird Nintendo weiterhin DSi-Geräte inklusive Software produzieren lassen, wenn der 3DS auf dem Markt erschienen ist. Man möchte die verbreitete Hardware-Basis nutzen, um noch einige Top-Titel entwickeln zu können.

Erics Meinung: Das Märchen kenne ich schon! Bereits vor einigen Jahren wollte Nintendo den GameBoy Advance neben dem DS vermarkten. Kurze Zeit später entschied man sich, die Produktion und schlussendlich auch die Marke GameBoy fallen zu lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es beim Übergang auf DSi und 3DS anders sein wird.

Saschas Meinung: Dem DSi gehen langsam die Spiele aus. Zwar kommen mit Ōkamiden, den neuen Pokémon-Editionen und dem vierten Teil der Prof. Layton-Reihe noch einige gute Spiele auf uns zu, doch danach dürfte Schicht im Schacht sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nintendo noch irgendein Spiel für den DSi produzieren wird.

News: The Witcher II-Fotowettbewerb

Fans des Hexers Geralt von Riva haben jetzt die Möglichkeit auf der offiziellen Facebook-Seite des zweiten Teils der Rollenspielserie an einem ganz besonderen Gewinnspiel teilzunehmen. Wer sich wie eine Figur aus dem berühmten Rollenspiel verkleidet und sich fotografieren lässt, hat die Möglichkeit sein Gesicht im fertigen Produkt wieder zu finden. Da ist es selbstverständlich, dass die Gewinner auch mit einem Exemplar des Spiels gewürdigt werden. Das Gewinnspiel endet in einer Woche, also am fünfzehnten November diesen Jahres. Dies berichtet die Buffed-Redaktion auf ihrer Homepage.

Erics Meinung: Das ist mal eine originelle Möglichkeit, ein Gewinnspiel zu veranstalten. Es gibt wohl nur wenige, die nicht gerne in einem potentiellen Rollenspiel-Hit als Nebenrolle zu sehen sein wollen. Hätte ich die richtige Ausrüstung, sprich mittelalterliche Kleidung, würde ich sofort am Gewinnspiel teilnehmen. Freuen auf The Witcher II: Assassins of Kings tue ich mich trotzdem.

News: Die wahre Götterdämmerung?

Jowood kündigt an, dem zwei Jahre alte Spiel Gothic 3: Götterdämmerung einen Patch zu spendieren. Dieser soll ein neues Kampf- und Quest-System einführen, sowie die zahlreichen Bugs und Performance-Probleme ausbügeln. Besitzer des Spiels werden den Patch noch in diesem Quartal herunterladen können. Dies berichtet die Buffed-Redaktion auf ihrer Homepage.

Erics Meinung: Herzlichen Dank auch! Lange genug hat es gedauert, dass dieser Patch endlich erscheint. Für mich kommt diese Nachricht zwei ganze Monate zu spät, denn vor kurzem habe ich mir das Spiel noch gekauft, um für Arcania: Gothic 4 gewappnet zu sein. Auch wenn ich mir den Patch kostenfrei runterladen kann, interessiert mich das Spiel nicht mehr. Sollte Jowood aber noch zusätzliche Handlungsfäden und zusätzliche Neben-Quests einführen, bin ich bereit einen weiteren Abstecher nach Myrtana zu wagen.

News: Sega erkennt die Unmengen an Sonic-Spielen

Zurzeit machen Publisher und Entwickler eine Entschuldigungs- und Erkennungsphase durch – so auch der US-amerikanische Chef der Verkaufs- und Marketingabteilung bei Sega. Man habe erkannt, dass man zu viele Spiele mit dem blauen Igel Sonic auf den Markt bringt. Als Vergleich zitiert er Nintendo, die mit Maskottchen Mario strategischer Spiele entwickeln. Dies berichtete vor kurzem die Redaktion der Zeitschrift GamePro auf ihrer Internetseite.

Erics Meinung: Die früheren 2D-Sonic-Spiele haben mir weitaus mehr Spaß bereitet, als so manch Neuentwicklung mit dem Igel. Da kann ich offen und ehrlich zugeben, dass mich diese Spiele nie sonderlich gereizt haben, auch wenn ich sie (teils) sehr interessant fand. Trotzdem bleibe ich in Punkto Jump ’n’ Runs bei Nintendo, auch wenn die Mario-Entwicklung meiner Meinung nach in eine falsche Richtung geht.

News: Weiterhin kein Mario Party 9

Vor kurzem bestätigte Hudson, dass ein neuer Teil der Bomberman-Reihe für Nintendos 3DS in der Mache sei. Nachdem Wii Party vor kurzem veröffentlicht wurde, wurde auch ein Produzent bei Hudson nach dem Entwicklungsstand eines möglichen Mario Party 9 befragt. Laut der Website NintendoWiiX bestätigte er leider, dass Mario Party 9 weiterhin nicht in Planung sei und man sich erst an einen neuen Teil wagen würde, wenn man dazu umwerfende Ideen gesammelt hätte. Dies würde eventuell auf einen Mario Party-Teil auf dem 3DS hinweisen.

Erics Meinung: Ich finde es sehr schade, dass man die Mario Party-Reihe aussterben lässt. Mario Party 8 erschien 2007 und war zwar auf die Steuerung der Wii zugeschnitten, doch verfügte das Spiel über keinerlei Online-Modus. Ich wünsche mir noch vor Ableben der Wii einen weiteren Teil der Serie – mit Online-Modi und WiiSpeak-Unterstützung. Man kann mir nicht erzählen, dass die Köpfe bei Hudson nicht kreativ genug sind, um neue Ideen zu entwickeln.

Saschas Meinung: Ich bezweifele stark, dass überhaupt jemals ein neues Mario Party erscheinen wird. Das jünst erschienene Wii Party zeigt, dass Nintendo die alte Serie schon so gut wie abgeschrieben hat. Eigentlich schade, da die Miis weitaus weniger Persönlichkeit besitzen als Mario und Konsorten.

News: Bomberman bombt sich bald durch 3D

Die Internetseite der Consol Plus-Redaktion verkündigte vor kurzem, dass Entwickler Hudson ein neues Bomberman-Spiel entwickeln möchte – und zwar für den Nintendo 3DS. Ob es sich dabei um eine Neuentwicklung handelt, ist noch unklar. Es wäre ebenso möglich, dass es sich bei dem Titel um Bomberman 64 in einer neu aufgelegten Version handeln könnte. Wenn man bedenkt, dass Nintendo mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time ebenfalls einen alten Klassiker zum Start bereit halten möchte, wäre dies nicht verwunderlich.

Erics Meinung: Mir kommt es manchmal so vor, dass man den Nintendo 3DS nur mit alten Spielen füttern möchte. Die Mehrheit der angekündigten Spiele sind zwar bisher so in dieser Form noch nicht auf einer Nintendo-Konsole erhältlich gewesen, trotzdem mache ich mir ernsthaft Sorgen. Brauchen wir ein zweites Nintendo 64 in der Form eines Handhelds? Der 3DS ist mit Sicherheit zu Größerem imstande.

News: Super Street Fighter IV 3D Edition für Luschen?

Seit Ankündigung des Nintendo 3DS warten Fans von Street Fighter gespannt auf den Ableger des Franchises auf Nintendos nächstem Handheld. Wie die Website Planet DS vor kurzem verkündete, wird der Titel zwei unterschiedliche Steuerungseinheiten bieten. Zum einen sei eine anspruchsvolle Steuerung geplant und zum anderen sollen Neulinge mit vorprogrammierbaren Combos langsam aber sicher an die Serie gebunden werden.

Erics Meinung: Wo steckt denn bei einem Prügelspiel da noch der Sinn? Das Herausfinden und Auswendiglernen der Combos ist doch gerade das Spaßigste was man bei einem Prügelspiel finden kann. Sicherlich sind die Kämpfe das Kernelement des Spiels, doch diese basieren im Grunde auf Kombinationsattacken. Wenn ein Profi gegen einen Neuling mit vorprogrammierten Combos kämpft, kann das auch für den lästig werden. Wer hat schon Lust gegen jemanden zu spielen, der andauernd auf einen definierten Bereich auf dem Touchscreen drückt, nur um ein Hadoken auszuführen? Ich jedenfalls nicht.

News: Virtual Console für 3DS bestätigt

Vielen dürfte es bereits bekannt sein, doch wer diese Neuigkeit in den letzten Wochen verpasst haben sollte, darf jetzt aufatmen. Laut der Website NintendoWiiX bestätigte Nintendo auf der diesjährigen Herbstkonferenz, dass auf dem Nintendo 3DS eine Virtual Console mit zahlreichen Klassikern das Download-Angebot aufwerten wird. Bestätigt sind beispielsweise schon GameBoy- und GameBoy Color-Spiele. Einige ausgewählte Titel sollen sogar mit 3D-Effekten versehrt werden. Preise beziehungsweise Preisstufen stehen derzeit noch nicht fest.

Erics Meinung: Eine Virtual Console wäre für mich sogar schon der Kaufgrund für einen DSi gewesen. Da Nintendo den Sprung alter Klassiker auf den Handheld verpasst hat, ist dieses Gerät auch niemals in meinen Besitz gelangt. Dafür habe ich jetzt einen Kaufgrund für den 3DS mehr. So kann ich ganz problemlos ein paar alte Klassiker wie Metroid II: Return of Samus bequem nachholen. Hoffentlich werden aber noch andere Plattformen ihren Weg in das Virtual Console-Verzeichnis des 3DS finden. Technisch dürfte es wenige Probleme geben.

Prime Time: Fallout: New Vegas Unboxing

Für das lange Halloween-Wochenende haben wir uns ein paar weitere frisch aufgenommene Videos aufgehoben. Das Schlusslicht bildet ein Unboxing-Video zu Fallout: New Vegas. Eric stellt euch in kurz und ausführlich den Inhalt der Collector’s Edition vor.

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Review: Professor Layton und die ewige Diva

Die Professor Layton-Videospielserie erfreut sich weltweit größter Beliebtheit. Sobald ein neuer Teil der Reihe erscheint, können wir sofort davon ausgehen, dass sich dieser auch millionenfach verkaufen wird. Aus diesem Grund hat es auch nicht lange gedauert, bis die erste Videospielverfilmung in Form eines Anime ihren Weg auf die Leinwand gefunden hat.

Während der Film im Land der aufgehenden Sonne bereits Ende letzten Jahres in sehr vielen Kinos gezeigt wurde, musste man in Deutschland kürzer treten. Nur eine kleine Auswahl von Lichtspieltheatern wurde mit einer Filmrolle von Professor Layton und die ewige Diva bedacht. Zudem wurde überwiegend nur die Presse für solch ein Ereignis eingeladen. Wir hatten leider vor einigen Wochen nicht die Möglichkeit in einem Kölner Kino live mit dabei zu sein. Wie gut, dass der Film nahezu zeitgleich auf DVD und Blu-Ray erschienen ist.

Neuer Film, neues Rätsel

Der Film Professor Layton und die ewige Diva beginnt mit einer relativ unwichtigen Szene, welche den Film ähnlich nutzlos einleitet wie so mancher James Bond-Streifen. Nichtkenner der Videospiele erfahren allerdings so, worauf das Hauptaugenmerk des Franchise liegt. Das Lösen der Rätsel wird auch im ersten Kinofilm rund um den englischen Gentleman sehr groß geschrieben. Nachdem sich die Ruhe in der Londoner Innenstadt beruhigt, beginnt die eigentliche Filmhandlung. Professor Layton erfährt von seiner ehemaligen Studentin Janice Quatlane, dass diese ihre kürzlich verstorbene Freundin in Form eines kleinen Kindes gesehen habe. Diese berichtet davon, dass sie das ewige Leben erfahren habe. Sofort ist der Professor neugierig geworden, denn an der Geschichte kann seiner Meinung nach etwas nicht stimmen.

Vorhang auf!

Er schnappt sich seine Assistenten Luke und Emmy, mit welchem er sich zu Janice aufmacht, welche sich in der Zwischenzeit zu einer Opernsängerin gemausert hat. Am Opernhaus angekommen, verabschiedet sich Emmy auch direkt wieder, um weitgehend außerhalb des eigentlichen Geschehens zu ermitteln. Während Professor Layton und Luke gespannt Janices Gesangseinlage verfolgen, scheint der Rest des Publikums eher gelangweilt zu sein. Obwohl die beiden verwundert über diese Tatsache zu sein scheinen, werden wir kurz darauf über das Problem aufgeklärt. Da die beiden nicht schon weit im Vorfeld eine Karte erworben haben, sind sie erstaunt darüber, dass man allen Zuschauern das ewige Leben versprach. Der vermeintliche Bösewicht änderte in der Zwischenzeit seine Meinung und stellt der Menge Rätsel. Jene Person, die am Ende übrig bleibt und alle Rätsel mit Bravour lösen kann, soll das ewige Leben erfahren.

Detektei Layton

Mehr möchten wir an dieser Stelle zum eigentlichen Inhalt der Handlung nicht verraten, um euch die Spannung des Films nicht zu rauben. In den nachfolgenden fünfundneunzig Minuten erwartet uns eine mit Höhe- und Wendepunkten gespickte Geschichte, welche wunderbar mit der Rätsellastigkeit der Videospiele umgeht. Allerdings lassen die wenigen Rätsel kaum Freiraum zum Mitdenken. Des Weiteren werden die Knobeleien immer seltener, je weiter die Handlung des Films voranschreitet. Stattdessen wird die Detektivarbeit von Professor Layton mehr und mehr in den Vordergrund gestellt, was die Geschichte ebenfalls gut vorantreibt. Gegen Ende des Films haben sich die Macher allerdings zu sehr aus dem Fenster gelehnt, da sie sich offensichtlich an mit Action gespickten Animes orientiert haben. Das lässt Professor Layton und die ewige Diva in Anbetracht des restlichen Inhalts ein wenig künstlich wirken.

Eine Frage der Interpratation

Der Film wirft mit zunehmender Lauflänge einige Fragen auf, die glücklicherweise nahezu alle beantwortet werden. Ein paar letzte offene Fragen stellten wir uns allerdings schon, als der Abspann über die Mattscheibe lief. Die Persönlichkeit und Motive von Professor Laytons Gegenspieler werden uns zwar erklärt, allerdings harmonieren diese nicht miteinander, um zu einem schlüssigen Gesamtbild verwoben zu werden. Auch das kleine Mädchen darf mehr als Symbol interpretiert werden, als wirklich agierende Darstellerin. Unlogisch ist an dieser Stelle nur, dass die junge Dame genau dies tut. Weitere Unklarheiten, die zum größeren Verständnis der Handlung führen, möchten wir an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen nicht verraten. Obwohl die Geschichte in Professor Laytons erstem Kinoabenteuer teilweise zu viel Raum zum Interpretieren lässt, wird sie spannend und an einigen Stellen sehr ausführlich geschildert. Wer die Videospiele mag, wird wohl auch mit dem Film zufrieden gestellt sein. Schließlich kommt es nicht oft vor, dass man die Helden seiner Videospiele in Form eines guten Anime bewundern kann.

Toller Film, umständliches Menü

Der Anime ist übrigens an vielen Stellen mit dreidimensionalen Effekten gespickt, um sich von den schönen, aber teils recht trist gezeichneten Kulissen abzuheben. Meistens stechen diese Effekte positiv hervor – nur selten hat man den Eindruck, dass die Effekte ein notwendiges Übel im Konkurrenzdruck darstellen. Der im 16:9-Format gehaltene Film kommt zumindest in der Deluxe-Edition in einem hochwertigen und schön illustrierten Pappschuber daher, welche im DVD-Regal durchaus Beachtung finden kann. Gut gefallen hat uns übrigens, dass das FSK-Logo nicht auf die Außenhülle gedruckt wurde. Die uns zur Verfügung gestellte Deluxe-Edition weist allerdings auf der Packungsrückseite einige Unklarheiten auf. So wird die Laufzeit des Films mit einhundert Minuten angegeben, obwohl der Film ganze fünf Minuten kürzer ausfällt. Auf der Rückseite der Schachtel werden uns ebenfalls eine japanische, eine deutsche und eine spanische Tonspur versprochen. Es sind zwar alle Tonspuren vorhanden, doch fällt die Menüstruktur in diesem Punkt unnötig komplex aus. Man muss sich nach Einlegen der DVD entscheiden, welche Sprache man aus den Lautsprechern des Fernsehers vernehmen möchte. Die deutschen Synchronsprecher sind übrigens gut gewählt, auch wenn sie teilweise nicht gerade zu Bestform auslaufen. Immerhin darf  auf ein Wiederhören mit den deutschen Synchronsprecher der Schauspieler Jacky Chan und Wade Williams freuen.

Irrtum oder Produktionsfehler?

Glücklicherweise kann man jederzeit – aber nur durch umständliches Aufrufen des Audiomenüs – auf die japanische Tonspur wechseln. Untertitel können ebenfalls nur in diesem Menü ausgewechselt werden – und dann auch nur in der Sprache, die man zu Beginn ausgewählt hat. Es ist somit nicht möglich, die spanische Tonspur mit deutschen Untertiteln zu erleben. Auf der Packung werden zusätzlich noch französische, englische, niederländische und italienische Untertitel versprochen. Dies trifft allerdings wohl nur auf das Bonusmaterial zu. Wäre das Fehlen einer englischen Tonspur beim Film nicht schon schlimm genug, machen sich auf der Packung weitere Fehler bezüglich der Bonus-DVD bemerkbar. Eine Laufzeit von ganzen fünfundneunzig Minuten ist in der deutschsprachigen Variante als falsch anzusehen. Nach circa vierzig Minuten haben wir bereits alles gesehen, was es zu sehen gab. Ein kurzer Blick auf die englische Menüstruktur zeigt uns, dass man anderen Sprachen noch zusätzliches Material in Form eines Minispiels oder kurzen Trailern spendiert hat. Ob dies den gravierenden Zeitunterschied wettmacht, muss jeder für sich ausmachen. Das Bonus-Material gibt jedenfalls einen guten Einblick in die Arbeit von Level-5 und jenen Firmen, die noch  an der Produktion beteiligt waren. Über Interviews bis hin zur Erstellung einer 3D-Szene sind viele nützliche Informationen enthalten.  Im Übrigen liegt der Deluxe-Edition noch ein Booklet voller Illustrationen bei, die alle wichtigen Charaktere und Artworks des Films auf hochwertig gedrucktem Papier wiedergibt. Dieses macht einen guten Eindruck und ist für Sammler eine kleine, aber feine Erweiterung des Gesamtpakets.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Deluxe-Edition): Vorweg muss ich dazu sagen, dass ich zwar bisher immer reges Interesse an den Professor Layton-Spielen gezeigt habe, bis dato aber noch nie eines der Spiele länger als zehn Minuten gespielt habe. Meinen ersten Kontakt hatte ich gar auf der diesjährigen Gamescom in Köln, wo mir das Spielkonzept sehr gut gefallen hat. Eine Anschaffung der ersten drei DS-Spiele ist definitiv geplant, da kam der Film für mich als Appetithappen wie gerufen. Die Handlung des Animes hat mir mehrere (recht unwichtige) Parallelen zu anderen Büchern, Filmen und Serien aufgezeigt. Professor Layton und sein Assistent Luke assoziiere ich sofort mit Sherlock Holmes und Dr. Watson, was aber in Anbetracht der englischen Herkunft der vier genannten Persönlichkeiten nicht weiter verwundern sollte. Bei der Szene, wo die beiden Protagonisten am Opernhaus eintreffen, hatte ich bei der musikalischen Untermalung das Gefühl einen James Bond-Film anzuschauen. In der Mitte des Films erfährt Professor Layton einen Geistesblitz und bastelt aus diversen Utensilien einen kleinen Helikopter. Da musste ich spontan an Richard Dean Anderson alias MacGyver denken. Obwohl die Geschichte gut erzählt wird, mag ich es anders wie bei TV-Serien bei Filmen nicht, mit offenen Fragen den Fernseher abzuschalten. Der Sinn und Zweck mancher Charaktere erschließt mich mir auch Stunden des Nachdenkens nach dem Film nicht. Auch die dreidimensionalen Effekte während mancher Szene wirken auf mich stellenweise zu aufgesetzt. Obwohl die Anime-Zukunft Hand in Hand mit dieser Effektspielerei gehen wird, würde ich mir doch mal wieder einen rein gezeichneten und mich ansprechenden Anime wünschen. Trotzdem denke ich, dass jeder Fan der Videospiele auch mit dem Filmabenteuer zufrieden sein wird.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsxemplars!

News: 3DS-Preise für Spiele bleiben konstant

Satoru Iwata, der Präsident von Nintendo gab auf einer Investorenkonferenz bekannt, dass man die Preise der 3DS-Spiele ähnlich gestalten möchte, wie bei den jetzigen DS-Spielen. Man darf also weiterhin damit rechnen, dass man dreißig bis vierzig Euro für einen neuen Titel auf den Tisch blättern möchte. Dies berichtete die Redaktion der GamePro auf ihrer Internetseite.

Erics Meinung: Diese Aussage finde ich löblich. Manche Konsolen, wie beispielsweise die PlayStation 3 leiden darunter, dass die Spiele im Vergleich zur Konkurrenz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meistens ein paar Euro teurer sind. Besonders stark fällt dies auf, wenn ebenfalls eine PC-Version des jeweiligen Titels im Laden steht. Nintendo hat die Zeichen der Zeit erkannt und geht somit einen guten Weg – denke ich zumindest.