Preview: Resident Evil 6

Nachdem 2009 der letzte Hauptteil der Reihe für PlayStation 3 und Xbox 360 erschienen ist, erschienen dennoch weitere Ableger des Franchises, die die Serie am Leben erhalten haben – überwiegend allerdings mit bereits bekannten Handlungen und Orten.

Mit Resident Evil 6 steht nun der nächste große Kracher aus dem Hause Capcom bevor. Die Handlung der sechsten Episode der Hauptreihe teilt sich in drei große Kampagnen auf, in denen wir auf bekannte und neue Figuren aus dem Resident-Evil-Universum treffen. Die erste Kampagne dreht sich um Leon S. Kennedy, den die allermeisten wohl aus Resident Evil 4 her kennen dürften. Dieses Szenario kommt dem altbekannten Gameplay am nächsten, denn hier gibt es stockdunkle Passagen, Munitionsknappheit und infizierte Gegner, die unserem Helden an den Kragen wollen. Unterstützt werden wir dabei von einer hübschen Kollegin, die in der uns gezeigten Demoversion des Spiels allerdings keine allzu große Hilfe darstellt. Während der Präsentation haben wir sie nur zwei oder dreimal tatsächlich in Aktion gesehen, sonst hat sie das Geschehen eher beobachtet. Das darf bei einem Spiel, dass auf Kooperation hinzielt, nicht passieren – bei Resident Evil 5 funktionierte das unserer Meinung tatsächlich ein ganzes Stück besser. Aber noch können die Entwickler an der künstlichen Intelligenz schrauben und so ist es durchaus möglich, dass wir Anfang Oktober funktionierende Teamarbeit erleben dürfen. Die nächste Kampagne dreht sich um Chris Redfield und ähnelt dabei Kriegsszenarien wie in Call of Duty oder Battlefield. Wie man auf diese Idee kommt, ist uns schleierhaft.

Überreste des Survival-Horror-Genre

Das angesprochene Szenario macht auf uns eine ungewohnte Figur, zumal die Infizierten jetzt auch intelligent mit Scharfschützengewehren Jagd auf uns machen und uns sonst auch nur so mit Blei vollpumpen wollen. Wir hoffen sehr, dass Capcom hierfür eine hinreiche Erklärung auf Lager haben wird. So ähnelt Resident Evil 6 nämlich kaum mehr dem, was wir noch von früheren Ablegern der Reihe kennen. Munition soll aber auch hier knapp bemessen sein, was dann zumindest noch auf ein Fünkchen Präsenz des Survival-Horror-Genres hoffen lässt. Das dritte und letzte sofort anwählbare Szenario, was man uns vorgestellt hat, dreht sich um einen Abkömmling von Albert Wesker. Der Spross des Bösen ist immun gegen den Virus und ist in einer chinesischen und von infizierten Menschen überfüllten Stadt unterwegs, denn nicht nur in den Vereinigten Staaten sind die Erreger ansteckend. Egal für welches der drei Szenarien wir uns auch entscheiden – uns wird immer eine zweite (vom Computer gesteuerte) Person an die Seite gestellt. Obwohl die künstliche Intelligenz noch unausgegoren wirkt, können wir die zweite Figur aber auch selbst steuern (in dem Falle würde der eigentliche Protagonist von der künstlichen Intelligenz übernommen) oder gar einen anderen menschlichen Spieler an den Controller lassen. In diesem Falle wird das Kooperationsspektakel besser und spielbarer.

Teamarbeit oder Schockmomente

Vor Ort versprach uns Capcom zudem eine vierte Kampagne, die ganz im Zeichen von Ada Wong stehen soll. Ob wir dieses Szenario ebenfalls zu zweit in Angriff nehmen dürfen und vor allem welcher Charakter Ada unterstützten wird, hat man uns hingegen nicht verraten. Die Möglichkeit einer Einzelspielerkampagne würde uns aber ebenfalls gefallen, denn nur alleine konnte Resident Evil bis heute so richtig gruseln. Alles andere verkommt zur Teamarbeit und der restliche Funken Atmosphäre würde durch Headset-Plaudereien zunichte gemacht. Beim genaueren Betrachten fällt aber übrigens auf, dass in jeder Kampagne das Interface nicht nur leicht abgewandelt wurde. Es sieht gänzlich anders aus und so erweckt Capcom teilweise das Gefühl, uns direkt unterschiedliche Spiele vorzugaukeln. Das ist auch eine Möglichkeit, um eine längere Spielzeit angenehmer zu gestalten. Technisch kann Resident Evil 6 hingegen nicht ganz überzeugen. Zum jetzigen Zeitpunkt trübt eine unschöne Treppchenbildung dann und wann das Bild und unsaubere Texturen fallen manchmal ebenfalls negativ auf, aber wenn man sich dafür die Synchronisation anhört, kann man über diese Fehler schnell hinwegsehen. Wenn es Capcom jetzt noch hinbekommt, dass Resident Evil 6 nicht zum puren Third-Person-Shooter verkommt und genügend Schockmomente beinhaltet, steht uns hier ein potentieller Hit vor der Tür, denn im Oktober soll das Spiel bereits hierzulande ungeschnitten erscheinen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Vorweg muss ich sagen, dass ich mich mit beiden Spielarten von Resident Evil arrangieren kann. Ich liebe die ersten Teile, da diese beim ersten Spieldurchgang mit sehr vielen und gedächtniswürdigen Schockmomenten aufwarten können. Die neueren Titel mag ich, da sie actionreich, schnell verinnerlicht und im Rutsch durchgespielt werden können. Resident Evil 6 versucht nun ernsthaft, sich diesen Gesetzen entgegen zu stellen. Mindestens vier Kampagnen wird das Spiel beinhalten, die von Action, kooperativen Gameplay und Muntionsknappheit nur so strotzen. Das ist eigentlich die grandiose Vorrausetzung für ein packendes Spielerlebnis, aber irgendwie spielen sich die drei Kampagnen ziemlich unterschiedlich und doch gleich. Da stören mich trotz des eigentlich sehr ähnlichen Spielprinzips auf einmal herumfahrende Panzer oder Infizierte, die jetzt auch mit Scharfschützengewehren Jagd auf mich machen. Vom Tageslicht, das in manchen Szenen wohl dazu gehört, fange ich am besten erst gar nicht an. In Resident Evil 5 wurde die Sonne doch schon von vielen Fans zum Todfeind erklärt – es passt in Resident Evil absolut nicht ins Setting und dazu stehe ich auch noch heute. Trotzdem bin ich bereit, Resident Evil 6 eine echte Chance zu geben. Resident Evil 5 mochte ich an einigen Stellen auch nicht, doch habe ich es gerne und vor allem auch durchgespielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Resident Evil 6 anders sein wird. Der Oktober und die dunkle Jahreszeit darf gerne kommen!

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Lego Der Herr der Ringe (Spieleindrücke)

Auf der Gamescom 2012 konnten wir Lego Der Herr der Ringe zwar nicht während der Präsentation filmen, sehr wohl aber am Stand von Warner Bros. Interactive. Unser Axel hat es beim Anspielen aber wohl etwas schwerer gehabt, doch das Ergebnis schaut ihr euch am besten selbst an. Kurioserweise hat Eric dasselbe Level während der Präsentation auf Anhieb geschafft. Das nennt man dann Schadenfreue.

Preview: Lego Der Herr der Ringe

Obwohl sich in den letzten Jahren Abnutzungserscheinungen innerhalb der Lego-Videospiele bemerkbar machten, schafften es die Entwickler mit Lego Batman 2: DC Super Heroes dem Franchise zu einem zweiten Frühling zu verhelfen.

Lego Der Herr der Ringe schließt direkt an das neue Konzept an. Soll heißen, dass die Lego-Figuren nicht mehr stumm sind und die Story mittels Slapstick-Humor vorangetrieben wird. Sie sprechen genauso wie ihre Klötzchenfreunde aus Lego Batman 2: DC Super Heroes. Das ist bei einem so komplexen Universum wie Lego Der Herr der Ringe auch bitter nötig, denn wer einmal in Tolkiens Fantasy-Welt abgetaucht ist, wird wissen, wie schwierig es ist, die unzähligen Charaktere in den Kopf zu bekommen, die politischen Verhältnisse zu verstehen und Mittelerde geographisch korrekt vorzustellen. Die Entwickler von Traveller’s Tales haben dieses Potential verstanden und versuchen nun ein Mittelerde aus Legosteinen zu kreieren, das sich aber auch an jüngere und unerfahrene Spieler richten wird. Der Schwierigkeitsgrad der Lego-Videospiele war ohnehin seit Bestehen der Serie sehr gering, doch die Fans der Spiele werden darüber sehr wohl hinwegsehen können. Selbiges wird wohl auch für Der-Herr-der-Ringe-Fans gelten, denn diese freuen sich endlich wieder darüber, Mittelerde in einem neuen Videospiel erkunden zu dürfen. Auch hier hat Traveller’s Tales geschaltet und spendiert der Fantasy-Welt viele versteckte Geheimnisse, die so zwar nicht in den Filmen oder Büchern zu sehen waren, aber sehr wohl Sinn in Tolkiens Universum ergeben werden.

Offenes Mittelerde

Gemeint sind damit beispielsweise unterirdische Höhlen oder Ruinen in der Nähe von der Wetterspitze. Jenem Berg, wo der Hexenkönig von Angmar Frodo mit seiner Klinge verletzt hat. Diesen Ort nutzen die Entwickler auf der Gamescom-Präsentation ebenfalls, um die weite Spielwelt vorzustellen. Man soll nahezu von jedem Ort gleichermaßen schnell an die Stellen gelangen, die auch in den Filmen vorgekommen sind. Sollte man sich einmal verlaufen, geben die Entwickler uns den Tipp, dass wir doch einfach unserer Nase folgen sollen. So sollen wir auch über Geheimnisse stolpern, die unser Repertoire an Studs (der virtuellen Währung eines jeden Lego-Videospiels) auffrischen werden. Wenn wir nicht gerade im sehr offenen (und in der Gamescom-Präsentation ebenfalls sehr kleinen) Mittelerde unterwegs sind und der Story folgen, wird der Weg zum nächsten Zielpunkt mit den aus Lego Harry Potter recht bekannten Geister-Studs angezeigt. Das ergibt zwar im direkten Kontext keinen Sinn, doch gibt es solche Brotkrumenspuren ja nicht unlängst seit Lego Harry Potter. Bereits in Fable II ist diese 2008 in Erscheinung getreten. Berühmtestes Beispiel wird aber auf jeden Fall noch ein bestimmtes Gebrüder-Grimm-Märchen sein, welches im Märchen aber noch recht fehlanfällig war. Lego Der Herr der Ringe verspricht hier natürlich ein funktionierendes System.

Cineastisches Erlebnis

Wichtig ist es für die Entwickler auch, dass die Spieler das Gefühl haben, dass sie die Filme in gewisser Weise live miterleben. So kommen bei der Erzählweise nicht nur die bekannten Szeneneinstellungen vor (etwa wenn die Mauer des äußeren Burgrings von Helms Klamm mit Sarumans Sprengstoff in die Luft gejagt wird), sondern wir erleben diese Schlüsselszenen der Handlung tatsächlich mit. Wir konnten während der Gamescom-Präsentation das Spiel sogar an dieser Stelle selbst spielen und haben Leitern der Uruk-hais auf der Mauer umgeworfen. Dabei mussten wir auch immer wieder zwischen Gimli und Legolas wechseln, denn auch in Lego Der Herr der Ringe hat jeder Charakter unterschiedliche Fähigkeiten, mit denen er ganz verschiedene Aktionen ausführen kann. Während Legolas Gegner aus der Ferne abschießen kann, ist es dem Zwerg hingegen möglich, Bodenplatten aufzusprengen. Das in Kombination mit den vielen Geheimnissen der Spielwelt ermöglicht eine schier ungeahnte Anzahl an neuen Optionen. Jetzt gibt es beispielsweise auch Mithril-Legosteine in Mittelerde aufzusammeln. In der jetzigen Version macht Lego Der Herr der Ringe bereits eine mehr als nur gute Figur. Wir glauben sogar, dass es dank des facettenreichen Universums das bisher beste Lego-Videospiel werden könnte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Xbox-360-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Lego Der Herr der Ringe wird genial und das sage ich nicht nur, weil ich einer der größten Der-Herr-der-Ringe-Fans auf der Welt bin, sondern weil ich von der Arbeit von Traveller’s Tales überzeugt bin. Mit Lego Batman 2: DC Super Heroes haben die Entwickler gezeigt, wie sie der Lego-Videospielserie zu einem zweiten Frühling verhelfen. Mit dem neuen Lego Der Herr der Ringe wagen sich die Entwickler jedoch auf dünnes Eis, denn das facettenreiche Mittelerde möchte natürlich ganz und vor allem glaubhaft eingefangen werden. Bisher finde ich es eigentlich nur schade, dass Mittelerde so offen und auch so klein ausfällt. Gerade stehe ich noch vor der Haustür von Beutelsend und zwei Minuten später schüttle ich Herrn Elrond in Bruchtal die virtuelle Hand. Sollte es aber genügend Story-Abschnitte geben und die Welt sich erst der Reihe nach öffnen, habe ich damit überhaupt kein Problem. Übrigens freue ich mich auch darauf, dass alle Lego-Figuren von den Schauspielern im Film gesprochen werden – für die internationale Fassung soll das aber auch gelten. Wir sind jedoch etwas skeptisch, denn bereits in Der Herr der Ringe: Aragorns Abenteuer hat man Filmaufnahmen und neue Sprecher im Deutschen einfach vermischt, was nicht gerade stimmig wirkte. Hört man sich den deutschsprachigen Trailer zu Lego Herr der Ringe an, läuft einem der Schauer über den Rücken. Einen apathischeren Sprecher hätte man sich nicht aussuchen können, doch nachdem ich noch persönlich bei Warner Bros. Interactive nachgefragt habe, hat man mir noch einmal versichert, dass der Trailer nur wegen der Gamescom schnell übersetzt werden musste und man sich tatsächlich bemüht, die deutschen Synchronsprecher für Lego Herr der Ringe zu engagieren. Wenn sie das schaffen, dann kann dem Ausflug ins glaubhafte Mittelerde, samt den deutschen Sprechern und dem originalen Filmsoundtrack, nichts mehr im Wege stehen!

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: SimCity

Wenn es auf dem Super Nintendo eine Simulation gab, die nahezu alle Titel desselben Genres in den Schatten gestellt hat, dann war das mit großer Wahrscheinlichkeit SimCity. Jetzt kehrt die Serie nach langjähriger Abstinenz zurück auf den PC.

Grundsätzlich kann man ohne Zögern sagen, dass sich das Spielprinzip nicht verändert, sehr wohl aber verbessert hat. Nach wie vor sind wir der Bürgermeister einer US-amerikanischen Kleinstadt oder viel mehr möchten wir überhaupt erst einmal eine Stadt errichten und diese in stundenlangen Aufbau-Sessions zu einer gigantischen Metropole ausbauen. Das klingt jetzt einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Das Wachstum einer Stadt ist nämlich mit Problemen und Katastrophen verbunden. Auf der Gamescom 2012 hatten wir bei Electronic Arts die Chance, eine idyllische Stadt weiter zu entwickeln. Vor dem Rathaus demonstrieren einige Sims, also die Bewohner jedweder Stadt in SimCity. Sie schreien nach dem Städte-Anschluss an die Schnellstraße und wir sollen das fehlende Verbindungsstück setzen. Über eine Schaltfläche am unteren Bildschirmrand wählen wir die passende Straße aus und ziehen sie von Fahrweg zu Fahrweg. Damit aber nicht genug! Jetzt können zwar andere Sims in unsere Stadt ziehen, doch ohne eine ausreichende Anzahl an Wohngebieten ist auch das nicht zu bewerkstelligen. Also werfen wir unseren Blick abermals auf die Schaltflächen und stemmen Häuser aus dem Boden, die rasendschnell von Arbeitern aufgebaut werden. Die Detailverliebtheit macht sich hier ganz besonders bemerkbar, denn egal wo unser Blick hinfällt, wuseln Sims herum.

Alte Probleme schnell gelöst

Das macht die Anno-Reihe mit ihren Figürchen zwar immer noch besser, aber es unterstützt in jedem Falle die sonst so karge Atmosphäre von jedem SimCity-Spiel. In der vorliegenden Demofassung ist es sogar möglich, einzelne Sims anzuklicken und schon offenbaren sie uns ihre Probleme. Einige Sims haben keine Arbeit, also müssen schnell die aus den Vorgängern bekannten Gewerbegebiete aus dem Boden gestampft werden. Später kommt auch die Industrie auf ihre Kosten. Da mehr Gebäude auch viel mehr Energie benötigen, sollen wir doch das bereits gebaute Kraftwerk aufsuchen. Dort dürfen wir dann den Schalter umlegen und schon wird unsere Stadt mit Elektrizität beliefert. Warum Entwickler Maxis uns hier unnötige Steine in den Weg legt, wissen wir nicht. Da hoffen wir doch schon sehr, dass das fertige Produkt hier noch ein bisschen eleganter gespielt werden kann. Neben einem Wasserwerk, um die Stadt mit lebenswichtiger Flüssigkeit zu beliefern, sollen wir auch noch eine Feuerwehr bauen und ein Polizeirevier errichten und das dazu am besten auch noch flächendeckend. Nur so können Brände schnell und sicher gelöscht und Verbrecher dingfest gemacht werden. Am Ende der Demo heulten auf einmal alle Sirenen auf. Meteoriten aus dem Weltall stürzen ohne Vorwarnung auf unsere Stadt – eine Katastrophe!

Wettkampf der Bürgermeister

SimCity konnte mit den letzten Serienteilen für die Wii und den DS nicht gerade punkten. Die vier Jahre alten Titel seien aber spätestens jetzt verziehen, denn SimCity ist mit altbewährten Inhalten gestückt und baut diese sehr subtil aus, so dass absolut keine allzu große Komplexität entsteht und wie zu Beginn der Neunzigerjahre auch jüngere Spieler ohne Probleme ins Spiel einsteigen können. Eine Neuerung ist jedoch der soziale Aspekt des Titels. Ständig sind wir mit der Welt da draußen und in erster Linie unseren Freunden verbunden. Während wir selbst spielen durften, haben wir übrigens gegen sieben andere Spieler gespielt. Der Spieler, der am Ende die größte Population in seiner Stadt verzeichnet hatte, gewann dort ein T-Shirt. Solche realen Belohnungen wird es am Ende in SimCity natürlich nicht geben, aber der Wettkampf um bestimmte Ziele kommt uns wie gerufen. Wir hoffen nur, dass diese Spielelemente nicht die Überhand gewinnen, denn schließlich hat ein jeder Bürgermeister andere Pläne mit seiner Stadt. Interessant wäre es natürlich wieder, bekannte Städte wie San Francisco vor Problemen zu retten. Bis zum Release im Februar 2013 haben die Entwickler bei Maxis aber noch genügend Zeit, sich neue Inhalte auszudenken und Feintuning zu betreiben. Wir sind uns aber schon jetzt ziemlich sicher, dass SimCity einer der besten Serienteile werden kann.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der PC-Fassung): SimCity habe ich auf dem Super Nintendo in jungen Jahren bereits bis zum Erbrechen gespielt. Zwar habe ich wohl nie eine Metropole (auf ehrlichem Wege versteht sich) errichten können, doch das Spielkonzept hat mir bereits damals als Grundschüler gefallen. Die Nachfolgetitel waren mir teilweise zu komplex und so habe ich mich über SimCity: Creator auf der Wii und dem DS sehr gefreut, wobei mich aber nur die DS-Fassung zufriedengestellt hat. Obwohl ich auf ein angenehmeres Spielerlebnis innerhalb der Serie bereits die Hoffnung aufgegeben habe, bin ich nach der Präsentation positiv überrascht. Die Spielmechanik ähnelt gänzlich dem bereits erwähnten Super-Nintendo-Klassiker und wird nur subtil überarbeitet in die Oberfläche der Simulation integriert. Etwa wenn ein Bürger gerne möchte, dass wir mehr Wohnflächen in der Stadt errichten, damit sein Onkel auf die gegenüberliegende Straßenseite ziehen kann. Es ist einfach ein schönes Gefühl, Bürgermeister zu sein, die Bedürfnisse der Sims zu stillen und andere Problemen und Katastrophen, wie etwa den Meteoritenhagel, zu managen. SimCity macht bereits jetzt einen ziemlich runden Eindruck und wenn die Entwickler die Zeit nutzen, um genügend Feintuning zu betreiben, erwartet uns nächsten Februar womöglich der Vorzeigetitel für künftige Simulationen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

One Piece: Abenteuer auf der Spiralinsel!

One Piece: Der Film konnte glatt als Doppelfolge durchgehen und genau dies trifft nun auch auf den zweiten Film des Franchises zu. Wieder einmal kann man die Geschehnisse des Films sehr gut zwischen zweier Episoden der Serie einordnen.

Der zweite Film siedelt zwischen den Episoden 53 und 54 der Serie an. Nachdem Ruffy und seine Crew gerade noch rechtzeitig aus Loguetown entkommen konnten, müssen sie sich erst einmal einen ganzen Tag lang am Strand entspannen. Plötzlich bemerkt Lysop ein Schiff am Horizont, dass der Flying Lamb ähnelt. Zu spät bemerkt er, dass es sich dabei tatsächlich auch um die Flying Lamb handelt. Namis Seekarten, Zorros Schwerter und noch dazu die Kleidung unserer Helden befinden sich leider auf dem Schiff. Also wird schnell beim Kostümverleiher eingekauft und mit einem Tretboot die Verfolgung aufgenommen. Unterwegs treffen die fünf Freunde dann auf die beiden Diebesbrüder. Von diesen erfahren sie, dass die Trumpf-Piraten hinter dem Diebstahl stecken und diese sich auf der so genannten Spiralinsel verschanzen und die Einwohner der Insel für ihre Zwecke, insbesondere dem Bau von Waffen, ausbeuten. Als dann auch noch Nami von den Trumpf-Piraten entführt wird, platzt Ruffy der Kragen. Ruffy, Sanji, Lysop und Zorro eilen zur Tat, überwinden gefährliche Fallen und stellen sich neuen Gegnern, die zudem noch über Teufelskräfte verfügen. Schlussendlich stellt sich Ruffy dem Anführer der Trumpf-Piraten, doch Bear King ist mit allen Wassern gewaschen und ein harter Gegner für den Gummimenschen.

Starke Protagonisten, schwache Nebenfiguren

Das Hauptaugenmerk wird wieder auf die Strohhut-Piraten gelegt. Abwechselnd werden die Geschehnisse von der gefangenen Nami, die sich passend zu ihrem Kostüm zudem auch noch auf eine Hochzeit freuen darf, und ihren Freunden geschildert, die derweil probieren, zu ihr vorzustoßen. Die Antagonisten werden leider nicht gänzlich beleuchtet. Wir wissen nur, dass sie vor nichts zurückschrecken, um ihr Ziel zu erreichen. Von welchen Teufelsfrüchten sie nun aber gegessen haben, wird nicht geklärt. Zudem kommt die Hintergrundgeschichte der beiden Diebesbrüder leider nicht ganz so gut zur Geltung, wie wir es anfangs noch erhofften. Borodo wird als Ersatzvater von Akisu dargestellt, welcher damals als Findelkind im Meer herumgetrieben ist. Wie seine Geschichte ausgehen wird, kann sich jeder denken. Schade nur, dass besonders das Ende zu abrupt kommt und die Geschichte dann auch schon endet. Beim ersten Film hat das noch deutlich besser funktioniert, weshalb wir hier mehr erwartet haben. Nach dem Ende des Films, der mit 55 Minuten etwas länger als sein Vorgänger ausfällt, ist es aber noch nicht vorbei. Mit auf der DVD befindet sich nämlich noch der Kurzfilm Jackos Tanzkarneval. Eine Story erzählt dieser aber nur bedingt und es ist nicht schlimm, wenn man diesen verpasst hat.

Kurzfilm als Testobjekt

Den Kurzfilm sehen wir da eher als Versuch, Animes mit den damals noch recht jungen dreidimensional wirkenden Umgebungen auszustatten. Funktioniert hat das aber nur bedingt, denn es fehlt einfach die nötige Action, um diese Effekthascherei in Szene zu setzen. Schade, aber auch hier hätten wir mehr erhofft. Beide Filme liegen übrigens wieder im 4:3-Letterbox-Format vor. Das heißt, dass ihr den Film auch wunderbar gestreckt auf einem 16:9-Fernseher schauen könnt. Die Synchronsprecher sind in beiden Filmen identisch mit ihre Rollen aus den Serien. So leiht im Deutschen Daniel Schlauch seine Stimme für Ruffy, Stephanie Kellner spricht Nami, Philipp Brammer verkörpert Zorro und Dirk Meyer spricht auch hier Lysop. Hubertus von Lerchenfeld ist wiederum für Sanji zuständig. Den Klang seiner Stimme solltet ihr aber auch von anderen bekannten Serien wie How I met your mother her kennen. Das Tonformat liegt sowohl in der japanischen Originalfassung und auf der deutschen Tonspur in Stereo 2.0 vor. Wer One Piece mag und die Serie immer noch verfolgt, kommt um den Film nicht herum, denn dieser lässt sich, wie eingangs schon erwähnt, hervorragend als spannende Doppelfolge betrachten. Aufgrund der mittellangen Laufzeit eignet er sich hervorragend für den einen oder anderen Nachmittag, um ein weiteres Abenteuer mit Ruffy und Co zu erleben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Für One Piece entwickle ich immer mehr eine Art Faszination. Nach Dragonball hat es mich kaum ein Anime mehr so lange an den Bildschirm gefesselt, wie One Piece. Da kommt es für mich wie gelegen, dass sich die (zumindest ersten beiden) Filme hervorragend zwischen einzelnen Episoden einsetzen lassen. So kann ich zugleich die Haupthandlung des Animes verfolgen und ebenso die Kinoabenteuer genießen. Genießen konnte ich Abenteuer auf der Spiralinsel allerdings nur halb, denn auf der einen Seite bekomme ich zwar wieder die wichtigen Charaktere vorgesetzt, die ich (zum Testzeitpunkt) 61 Folgen lang liebgewonnen habe, doch auf der anderen Seite werden wieder neue Feinde eingeführt, die allerdings nicht sonderlich gut in den Vordergrund treten. Das hat mir beim ersten Film noch deutlich besser gefallen, aber trotzdem ist Abenteuer auf der Spiralinsel bei weitem kein schlechter Film. Im Grunde bekommen One-Piece-Fans ein Abenteuer abseits der Haupthandlung spendiert, um noch ein weiteres Abenteuer mit Ruffy und Co zu erleben und das ist auch gut so, denn somit wird die Handlung der Serie nicht beeinflusst und man kann die Helden noch mindestens einmal mehr in Aktion erleben. Wenn auch der dritte Film so gut zwischen einzelnen Folgen eingesetzt werden kann, dann freue ich mich bereits auf diesen und natürlich alle weiteren!

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Abenteuer auf der Spiralinsel!

Review: One Piece: Box 2 (Episoden 31-61)

Im Mai setzte Monkey D. Ruffy in den ersten dreißig Episoden die Segel, sammelte nach und nach seine neuen Crew-Mitglieder ein und legte sich dabei nicht nur mit anderen Piraten, sondern auch mit der Marine an. So geht es in diesen Episoden munter weiter.

Wir erinnern uns an die letzten Episoden der ersten One-Piece-Serienbox. Während Ruffy, Zorro, Lysop und Sanji sich ein Duell mit ihren Gegnern liefern, verschwindet Navigatorin Nami mitsamt der Flying Lamb in den Weiten des Meeres. Verwundert über diesen Vorfall nehmen die Freunde getrennt die Verfolgung auf. Die Suche führt sie in Namis Heimat, die von dem fiesen Fischmenschen Arlong und seiner Bande beherrscht wird. Komischerweise entpuppt sich Nami als Mitglieder der feindlichen Piratenbande und leugnet ihre Freunde, als sie auf der Insel auftauchen. Warum sich Nami für diesen Schritt entschieden hat, verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht, aber der Ausflug in Namis Vergangenheit und Gegenwart ist spannend geschildert. Die Auseinandersetzung mit Arlongs Bande ist aber nicht das einzige, womit sich die fünf Freunde konfrontiert sehen müssen. Da Ruffy sich ständig mit Piraten der Gegenseite und der Marine anlegt, steigt er mit einem Kopfgeld von dreißig Millionen Berry (der Währung in der Welt von One Piece) in der Fahndungsliste auf. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo sie in Loguetown (dem Ort, in welchem Gold Roger hingerichtet wurde) von Bord gehen. Ein Wiedersehen mit zwei bekannten Gegnern ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, doch haben sich diese beiden stark verändert. Der eine kleiner, die andere wesentlich dünner.

Auf dem Weg zur Grandline

Ihr Ziel lassen die Strohhut-Piraten natürlich nicht aus den Augen. Sie wollen immer noch auf die Grandline segeln, damit Ruffy das One Piece findet, Zorro der stärkste Schwertkämpfer wird, Lysop seine Angst verliert und Sanji den sagenumwobenen Allblue findet. Hier erfahren wir dann auch mehr über die Aufteilung der vier Meere, der Abgrenzung der Redline und vor allem, wie man eigentlich auf die Grandline kommt. Auch wenn die zweite Hälfte der 31 Episoden durch teils zu viele Umstände in die Länge gezogen wird, ist besonders das Ende spannend und macht Lust auf die nächste Serienbox von One Piece. Interessant ist, dass der von uns bemängelte Lückenfüller aus der ersten Box, sprich die Episode Der Mann in der Kiste, endlich seine Daseinsberechtigung findet, um die Handlung eines Charakters nun sinnvoller erörtern zu können. Aus diesem Grund sind wir bei einigen der hier vorliegenden Episoden sogar vorsichtiger bei unserem Urteil, denn wenn sämtliche Charaktere später auch wieder aufgegriffen werden, kann man wohl kaum etwas negativ ankreiden. Die Serie ist nach wie vor so gestaltet, dass die Kämpfe zwischen unseren Freunden und ihren Gegnern nicht zu sehr in die Länge gezogen werden und selbst während der Auseinandersetzungen erhalten wir viele wichtige Informationen über die Charaktere, da nicht an Dialogen und Rückblenden gespart wird.

31 Folgen voller Action, Humor und Spannung

Die Rückblenden werden zwar mittlerweile weniger, befinden sich hier aber immer noch auf einem gesunden Niveau. Die Story freut sich darüber, auch wenn diese in den letzten Folgen der Serienbox den Eindruck machen, gelegentlich einzuknicken. Wir hoffen nicht, dass sich die Handlung wie bei so manch anderen Animes (Dragonball Z) zeitweise ganz verabschieden wird. Hier wird die dritte Serienbox weiter Klarheit verschaffen. Das Bild im 4:3-Format ist hingegen verbessert worden. Während bei den ersten Folgen noch undeutliche Konturen und unscharfe Farbgebungen gestört haben, fällt dies hier kaum mehr auf. Klasse! Akustisch hat sich hingegen nichts verändert. Die Musik wird nach wie vor passend zur jeweiligen Szene in One Piece eingespielt, wodurch an den meisten Stellen Dramatik, Trauer, Action oder Humor genau richtig eingefangen werden – und das über die ganze Spielzeit von circa 730 Minuten. Hier müssen wir die Angabe auf der Packungsrückseite leider wieder korrigieren, denn diese verspricht ganze 775 Minuten – also eine ganze Dreiviertelstunde mehr! Die 31 Episoden sind aber genauso auf den insgesamt sechs DVDs enthalten, wie wir sie von TV-Ausstrahlungen innerhalb des deutschsprachigen Raums kennen. Ein beiliegendes Booklet ergänzt die ganze Box mit Informationen zu auftauchenden Charakteren und einer Episodenliste sinnvoll.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 31-61 der Serie): Nachdem ich von der ersten Box und den enthaltenen Folgen regelrecht begeistert war, stellt sich so langsam Ernüchterung ein. Während mir die erste Hälfte der 31 Episoden sehr gut gefällt, wirkt die Handlung nach dem Kampf gegen den Fischmenschen Arlong zu sehr gestreckt. Es tauchen ständig neue Charaktere auf, die Ruffy ans Leder wollen. Mir ist bewusst, dass so das Piratenleben in der Welt von One Piece ausgedrückt werden soll, wenn auf einem ein hohes Kopfgeld von ganzen dreißig Millionen Berry ausgesetzt ist, doch das hätte man irgendwie umgehen können. Somit wirkt der Sprung vom Eastblue auf die Grandline doch sehr gestreckt. Jetzt sind die Weichen für die Suche nach dem One Piece allerdings mehr als je zuvor gestellt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Geschichte um Ruffy, Nami, Sanji, Lysop und Zorro nun richtig Fahrt aufnehmen wird. Ansonsten habe ich auch an dieser Box nichts zu bemängeln. Das Bild wirkt klar, der Soundtrack dazu ist passend unterlegt und die Charaktere sind nach wie vor super in Szene gesetzt. Ich freue mich auf die dritte Serienbox, denn ich kann es kaum erwarten, wie es mit unseren Freunden weitergeht. Ich entwickle mich immer mehr zu einem One-Piece-Fan.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von der One Piece Box 2 (Episoden 31-61)!

Prime Time: Star Wars: The Complete Saga (9-Disc-Set) Unboxing

Im letzten Jahr erschienen beide Star-Wars-Trilogien erstmals auf Blu-ray. Entweder in zwei einzelnen Trilogie-Boxen oder in einem 9-Disc-Set mit massenweise Bonusmaterial. Eric hat sich selbstverständlich The Complete Saga zugelegt und präsntiert euch diese Box nun in seinem Unboxing-Video – inklusive einiger Kommentare zu den sechs Filmen.

Preview: Star Wars 1313

Wenn man das Star-Wars-Franchise seit seinem Bestehen beobachtet, erkennt man nur selten eine Veränderung. In den Videospielen ist es noch schlimmer. Ständig werden Jedi-Ritter und Sturmtruppen in den Mittelpunkt gestellt und damit soll jetzt Schluss sein.

Die Betonung liegt aber immer noch auf soll, denn obwohl das Setting frisch wirkt, ist es gar nicht einmal so neu. Bereits vor zehn Jahren haben wir in Star Wars: Bounty Hunter die Rolle des Kopfgeldjägers Jango Fett übernommen. Auch wenn wir nun die Rolle eines Schmugglers oder eher gesagt eines Schmugglerduos übernehmen (selbst wenn das noch nicht bestätigt ist), wirkt das Szenario doch sehr ähnlich. Außerdem kennt man das ja schon aus den Filmen, dass Jedi und Sith meist ebenfalls im Doppelpack auftreten. Diese Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen, weshalb der Entwickler nicht gerade behaupten kann, aus der Engstirnigkeit des Star-Wars-Universums auszubrechen. Versteht das bitte nicht falsch – auch wir sind Fans von der klassischen Filmtrilogie, aber vieles, was um diese herum entstanden ist, ist für uns keine Weiterentwicklung im Franchise. Obwohl Star Wars derzeit irgendwie auf der Stelle tritt, ist es aber auf jeden Fall ein großer Schritt für den PC. Heute ist es leider oft so, dass die meisten Spiele zuerst für die Konsole entwickelt und dann auf den Computer portiert werden. Das ist für langjährige PC-Spieler oftmals ein Grund gewesen, sich eine Konsole zu zulegen, da die Spiele für den Computer meistens nicht ordentlich portiert worden sind und sie mit dem einen oder anderen störrischen Problem zu kämpfen haben.

Mit einem ganz miesen Gefühl in die Tiefen von Coruscant

Star Wars 1313 wurde von Anfang an als PC-Spiel entwickelt und so sieht es an den meisten Stellen auch aus. Im kommenden Action-Spiel übernehmen wir die Rolle eines der beiden Schmuggler (oder Kopfgeldjäger) und sausen mit unserem Raumschiff über die Oberfläche des Stadtplaneten Coruscant. Wir haben eine heiße Ware an Bord, die wir auf der Ebene 1313 abliefern sollen. Hierbei handelt sich aber nicht um die Etage eines der vielen Wolkenkratzer, sondern um ein Untergeschoss auf dem Planeten, denn so wie wir Coruscant aus den Filmen kennen, erleben wir es hier nicht wirklich. Am meisten ähnelt die Szenerie, wenn überhaupt, an den Anfang von Star Wars: Episode II, wo Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi Jagd auf einen Kopfgeldjäger machen. Schmutzige Umgebungen, Häuserschluchten, dunkle Schatten und Neonfarben dominieren das Bild. Bevor wir unser Raumschiff in den Schacht vertikal hinabtauchen, sollen wir noch einmal tief Luft holen. Uns wird bewusst, dass wir das Tageslicht so schnell nicht mehr wiedersehen werden. Mit einem ganz miesen Gefühl im Magen tauchen wir hinab in die Unterwelt von Coruscant und wie wir das vom Franchise her kennen, geht genau in diesem Moment etwas schief. Von einem anderen Raumschiff springt ein Droide auf unser Schiff und versucht es mit seinen Kollegen zu entern.

Gescriptete Spielabschnitte

Wir sind mitten im Geschehen, müssen mit ansehen, wie die Fracht gestohlen wird und sind drauf und dran, die Ware zurück zu erobern. Wir verschießen Laser-Salven gegen die Droiden und nachdem wir die ersten Feinde besiegt haben, wirkt das Spiel auf einmal sehr gescriptet. Über herabstürzende Teile der beiden Raumschiffe, die in diesem Kampf ebenfalls beschädigt werden, hüpfen wir von einer Plattform auf die nächste, hangeln uns an Stahlgriffen entlang und müssen dabei aufpassen, dass wir nicht von Feuersalven getroffen werden. Leider wirken die Sprungplattformen zumindest in der Gamescom-Demofassung sehr vorgegeben und lassen keine alternativen Wege zu. Mehr hat die uns vorgestellte Version übrigens nicht auf Lager gehabt, denn das Ende des Kampfes blieb ziemlich offen und wie die Geschichte weitergeht, können wir ebenfalls noch nicht sagen. Die Charaktere bieten aber genügend Stoff, um richtig ausgearbeitet zu werden und uns mit humorvollen Sprüchen bei Laune zu halten. Noch dazu sieht Star Wars 1313 richtig gut aus, lief jedoch selbst auf dem Rechner der Entwickler gerade einmal mit 33 Bildern pro Sekunde konstant. Da wird das Team hoffentlich noch Feintuning betreiben und genügend Einstellungen bereithalten, damit Star Wars 1313 auf sehr vielen Systemen gut laufen wird. Die Frage, ob eine Konsolenfassung später folgt, bleibt offen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Früher war ich ein riesiger Star-Wars-Fan und habe eigentlich gar keine anderen Religionen zugelassen, bis ich selbst einmal mit Stargate und Star Trek konfrontiert wurde. Da habe ich tatsächlich bemerkt, wie engstirnig George Lucas’ Universum eigentlich ist und sich über die Jahre hinweg kaum verändert hat. Da hat der gute Herr es zwar zugelassen, Spiele in unterschiedlichen Zeiten einzuordnen, doch dann wirken diese Epochen sehr austauschbar. Davon abgesehen scheint Star Wars 1313 sich zwar ein wenig an Star Wars: Bounty Hunter und am Schüler-Lehrer-Prinzip zu orientieren, bietet aber mit zwei humorvollen Charakteren die Möglichkeit, eine spannende und zugleich lustige Geschichte zu erzählen. Die Action wird gut eingefangen, doch auch hier stört mich diese (in Spielen leider immer öfter vorkommende) Hollywood-Szenerie. Es gibt ein Weg und andere Denkweisen sind nicht zugelassen. So darf Star Wars 1313 nicht auf dem Markt erscheinen. Das Spiel bietet sehr viel Potential, welches genutzt werden möchte. Wir hoffen sehr, dass da noch etwas kommen wird und die Entwickler nicht so engstirnig denken, wie es das Franchise schon von alleine tut.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Gamescom 2012: Warteschlangen (2. Teil)

Heute Abend geht es weiter mit unseren Warteschlangen-Videos und diesmal sind es nicht nur drei, sondern gleich vier Stück an der Zahll. Zunächst haben wir hier den Activision-Blizzard-Stand aufgesucht, bei dem man sich World of WarCraft: Mists of Pandaria kurz anschauen konnte. Wir haben uns trotzdem über die realtiv kurze Schlange gewundert.

Wir hoffen sehr, dass sich dieser Trend weiter abzeichnen wird, denn Innovationslosigkeit wird bei Blizzard leider seit Jahren groß geschrieben und anscheinend haben das endlich auch die Kunden begriffen. So ähnlich sieht es nämlich auch bei Blizzards zweitem Spiel in der Pipeline, StarCraft II: Heart of the Swarm, aus.

Eine weitere Warteschlange können wir allerdings sehr gut nachvollziehen, denn wer Dishonored: Die Maske des Zorns spielen möchte, hatte auf der Gamescom wohl erstmals die Gelegenheit dazu. Außerdem konnte man  eine neue Version von Doom 3 anspielen.

Zum Schluss sind wir natürlich auch bei Square Enix vorbei gedüst und haben uns zudem die Schlange vom Tomb-Raider-Reboot angeschaut.

Prime Time: Gamescom 2012: Warteschlangen (1. Teil)

Falls ihr euch noch an das Jahr 2010 erinnert, haben wir euch damals in unserer Prime Time ebenfalls die eine oder andere Warteschlange gezeigt, die man sich für das eine oder andere Spiel antun muss. Etwa zu The Legend of Zelda: Skyward Sword oder Star Wars: The Old Republic. Diese erschreckenden Momente möchten wir euch in diesem Jahr aber auch nicht vorenthalten. Im ersten von insgesamt sieben Warteschlangen-Videos seht ihr die Warteschlangen von Resident Evil 6, Lost Planet 3 und Devil May Cry.

Das zweite Video wird mit einem Schrei der Rabbids eingeleitet und zeigt nicht nur die Warteschlange zu Assassin’s Creeed III, sondern auch zu Splinter Cell: Blacklist.

Abschließend gibt es dann hier auch noch unser Video zur Warteschlange von Far Cry 3.

Prime Time: Menschenmassen und Wasser-Werbetafeln

Die Gamescom 2012 fungiert mittlerweile fast nur noch als Werbemesse für die Firmen. Soll heißen, dass es den Pressevertreter nicht möglich ist, eine fundierte Berichterstattung in den überfüllten Messehallen zu ermöglichen. Die erschreckenden Bilder, die sich seit Donnerstag auf der Messe abgezeichnet haben, findet ihr deshalb heute in unserer Prime Time. Wer also nicht auf die Messe gekoemmen ist, wird wohl sehr glücklich darüber sein.

Auch wenn wir von der sinkenden Qualität der Gamescom nicht begeistert sind, gibt es bei den Ausstellern jedoch dann und wann auch ganz besondere Werbetafeln zu sehen – etwa am Stand von Guild Wars 2, doch seht euch das lieber selbst einmal im Video an.

Umfrage-Ergebnis: Unwichtige Messe

Vor einer ganzen Woche haben wir euch die Frage gestellt, ob ihr denn in diesem Jahr zur Gamescom anreisen werdet. Schließlich ist es für die meisten von euch auch die einzige Videospielmesse, die ihr besuchen könnt. In den letzten Jahren wurde die Gamescom aber immer unattraktiver und das spielgelt sich auch in unserer Umfrage wieder. Während von euch niemand unschlüssig ist, sieht das Ergebnis für die Koelnmesse noch erschreckender aus. Gerade einmal 27% haben sich dafür entschieden die Gamescom 2012 zu besuchen und satte 73% aller Befragten haben sich dagegen entschieden. Wir können das verstehen, denn zum einen fehlten mit Nintendo und Microsoft zwei wichtige Firmen auf der Messe und zum anderen mag sich wohl niemand stundenlang für Trailershows anstellen. Leider sieht es im nächsten Jahr nicht besser aus – die Gamescom wird auch dann wieder in den nordrheinwestfälischen Ferien stattfinden. Die Messeleitung lernt also nicht aus Fehlern und hat nur noch den Profit im Auge. Schade.

Prime Time: Gamescom 2012: Messerundgang (2. Teil)

Nachdem wir euch gestern bereits den ersten Teil unseres Messerundgangs nähergebracht haben, folgt heute nun auch schon der zweite Teil. Hier findet ihr die restlichen drei von sechs von uns aufgenommen Videos unseres Messerundgangs über die Gamescom 2012. Den Anfang macht diesmal der Rundgang durch Halle 8. Regelmäßige Gamescom-Besucher fällt eines direkt auf – Nintendo ist nicht mit von der Partie.

In Halle 10.1 und Halle 10.2 haben wir in diesem Jahr zwei neue Hallen gefunden, doch gab es hier nicht wirklich etwas Wichtiges zu sehen. Zudem roch eine der Hallen auch sehr stark nach Frittenfett. Wohl bekommt’s!

Für die Aufnahme unseres letzten Videos haben wir einfach mal gedacht, dass wir euch ja auch einfach mal den Fußweg vom Köln-Deutzer Bahnhof auf das Messegelände zeigen könnten. Also haben wir am Donnerstagmorgen die Kamera ausgepackt. Wir haben nicht aber leider nicht nur den Weg vom Bahnhof bis zum Nordeingang des Messegeländes durch den Innenbereich aufgenommen, sondern auch erschreckende Menschenmassen.

Special: Sony auf der Gamescom 2012

Zum Beginn der Gamescom 2012 veranstaltete auch der Soft- und Hardwarehersteller Sony ein Event. Dieses fand in diesem Jahr in Form einer Pressekonferenz statt, in welcher die kommenden Titel angekündigt und vorgestellt wurden.

Neben Neuheiten wurden auch sämtliche Peripherien vorgestellt, wie etwa das Wonderbook. Mit diesem lassen sich aber natürlich nur wenige Titel spielen, welche extern über Kamera und PlayStation-Move-Controller gesteuert werden können. Zudem wurde die Crossplatform-Gaming-Funktion erläutert, welche es ermöglicht, die PlayStation Vita als Controller an der PlayStation 3 zu nutzen. Die Pressekonferenz begann mit einem imposanten Video, welches viele, sowie schnelle Bilder und Szenen von Spielen aufgriff. Nachdem Jim Ryan die Bühne betrat, erklärte er uns, dass die Bedeutung von Videospielen gestiegen sei. Schließlich sind es die Spiele, die uns Menschen via Internet miteinander verbinden und kommunizieren lassen. Zudem steigere dies die emotionale Erfahrung zu Videospielen. Lange mussten wir seinen Monolog allerdings nicht anhören, denn schnell präsentierte er uns auch Trailer zum neuen LittleBigPlanet und auch zum bereits angekündigten PlayStation All-Stars: Battle Royale für die PlayStation 3. Das Spiel sieht nach wie vor abgekupfert von Nintendos Super Smash Bros. aus und wird wohl auch so ähnlich funktionieren. Anschließend ging es munter weiter und die bereits angesprochen Crossplatform-Gaming-Funktion wurde abermals erörtert. So kann man den Bildschirm der PlayStation Vita als zusätzliche Interaktionsfläche verwenden.

Abgekupfert oder exklusiv

Während man bei Nintendos künftiger Konsole das Feature direkt mit dem Controller nutzen kann, sind bei Sony direkt zwei Konsolen nötig. Stattdessen kann Sonys aktueller Handheld Videospiele abspielen, die teilweise exklusiv für die Vita erscheinen. In Assassin’s Creed III: Liberation werden wir endlich einen weiblichen Assassinen spielen können (warum Ubisoft nicht schon zuvor einmal eine Frau in den Kampf geschickt hat, ist uns schleierhaft) und Call of Duty: Black Ops Declassified wurde ebenfalls einmal mehr erwähnt. Alex Evans, seines Zeichens Mitgründer von Media Molecule, betrat die bunt beleuchtete Bühne und stellte uns die nächste Sensation für Sonys PlayStation Vita vor. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein exklusives Spiel, welches auf den Namen Tearaway hört. In diesem Spiel werden wir später Iota steuern dürfen, welche eine Reise durch eine Welt antritt, die komplett aus Papier besteht. Fans von Paper Mario dürfen genüsslich schweigen, doch sei diesen gesagt, dass das Setting einen völlig anderen Gesamteindruck macht. Besonders dabei ist, dass die Spielwelt stark mit den Eigenschaften der PlayStation Vita funktioniert. Wir erleben das Geschehen hautnah mit und zwar durch das Berühren des Touchpads auf der Rückseite der PlayStation Vita. So und nicht anders können wir etwa Löcher in die Papierwelt stochern oder Gegner besiegen.

Zauberhaftes Pop-up-Buch

Nachdem Sony viel Zeit der PlayStation Vita gewidmet hat, ging es mit anderen Neuheiten weiter – unter anderem mit Titeln für Sonys andere mobile Geräte, wie dem Sony Xperia. Ein weiterer interessanter Aspekt der Pressekonferenz war die Vorstellung des Wonderbooks. Mit dem wundersamen Buch soll es möglich sein, tief in das Geschehen von Spielen abzutauchen und direkt mit der Spielwelt zu interagieren. Der Trailer zur Hardware-Erweiterung lässt uns schon klar erkennen, dass die Zielgruppe des Geräts Kinder und ihre Eltern darstellen sollen. Lachende Kinder werden sicherlich Spaß haben, die Magie des Harry-Potter-Universum von Joanne K. Rowling zum Leben zu erwecken und sie sogar nachzusprechen. Für Kleinforscher wird derzeit ebenfalls ein Spiel entwickelt, in welchem man die Welt der Dinosaurier besser kennenlernt. Dieser Wissensfaktor wird wunderbar mit Spielspaß verbunden, sofern man denn in die Zielgruppe passt. Während Eltern hier sicherlich schon ein interessantes Geschenk für ihre Kinder zu Weihnachten gefunden haben, wissen wir nicht so recht, was wir vom neuen Wonderbook halten sollen. Einerseits ist die Erweiterung sicherlich ein interessantes Konzept, aber andererseits versucht man uns hier ein neuartiges Pop-up-Buch vorzusetzen, für das wohl nur sehr wenige Spiele erscheinen werden. Wir sind auf der Verkaufspreis gespannt.

Im Westen nichts Neues

Zum Schluss kamen dann auch endlich die richtigen Hardcore-Spieler auf ihre Kosten. Diese mussten die gesamte Pressekonferenz warten, um bombastische Action, hübsche Grafik und blutige Horror-Elemente zu Gesicht zu bekommen. So wurde Electronic Arts’ Fifa 13 auf der Pressekonferenz gezeigt und dessen Move-Controller-Unterstützung, der den Pass in den Lauf erleichtern soll. Danach ging es mit düsteren Trailern zu Spielen wie Unteil Dawn und The Last of Us von Naughty Dog weiter. Besonders der letzte Titel kann stimmungsvoller kaum sein – wir sind schon sehr gespannt, was die Entwickler da noch auf die PlayStation 3 zaubern werden. Mit einer emotionalen Vorstellung der Spiele Rain und Puppeteer der Japan Studios ging es dann leider nicht so überzeugend weiter. Die Ideen hinter den Spielen sind sicherlich interessant, doch ist es fragwürdig, ob sich diese durchsetzen werden. Wir werden auf jeden Fall die Augen offen halten. Abschließend wurde uns noch ein Trailer zu Call of Duty: Black Ops 2 vorgestellt, der mit gewaltigen Explosionen und ohrenbetäubenden Schüssen in Szene gesetzt wurde. Mehr Spiele gab es leider nicht zu sehen und das ist in unseren Augen wirklich schade, denn Sony hat doch mit God of War: Ascension und Beyond: Two Souls doch noch zwei richtige Hochkaräter in der Pipeline, die man wunderbar hätte vorstellen können. So ist und bleibt die diesjährige Gamescom-Pressekonferenz in mittelmäßiges Ereignis.

Geschrieben von Julian Warkentin

Axels Fazit: Nachdem Sony Computer Entertainment auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles überraschend viel zu den Spielen The Last of Us und Beyond: Two Souls gezeigt hatte, haben sich die Fans auf der Gamescom sicherlich mehr Material erhofft. Leider wurden wir in diesem Punkt enttäuscht. Es wurden überwiegend Titel für die PlayStation Vita und das von mir so lieb betitelte neue Kinderspielzeug Woonderbock gezeigt. Die großen Titel blieben ganz einfach außen vor und wurden nichtmals in irgendwelchen Trailern präsentiert. Das Line-up lief einfach zu schnell durch und alle waren auf einmal geschockt, dass die Präsentation so schnell vorbei war ohne dass Sony wirklich einen großen Titel vorgestellt hatte. Dieses Jahr war ich von Sony wirklich enttäuscht und hätte mir eine Pressekonferenz wie im letzten Jahr gewünscht.

Julians Fazit: Als wir am Dienstag vor der Gamescom zur Sony-Pressekonferenz eingeladen worden sind, waren meine Erwartungen sehr hoch. Sony ist immerhin für relativ gute Hard- und Software bekannt. Der erste Eindruck vor Ort war auch durchaus positiv, zumindest vom Optischen, denn die Halle war wunderbar dekoriert und da ich bereits vor der Vorstellung das Essen des Caterings riechen konnte, wurden alle Sinne befriedigt. Dann ging es in meinen Augen aber enttäuschend weiter. Es wurden zwar alle Features und Vorstellungen stimmig und anschaulich präsentiert, doch die wenigen neuen Features waren für mich uninteressant und langweilig. Man widmete sich einfach zu viel Zeit den eher unwichtigen Themen und das Hardcore-Spieler bei Sony immer weniger auf ihre Kosten kommen, ist mir denkwürdig im Gedächtnis geblieben. Die Freude hielt sich bei der Vorstellung definitiv in Grenzen und somit hat mich keine einzige der Präsentationen aus den Socken gehauen – leider!

Vielen Dank an Sony für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Gamescom 2012: Wii U in der Öffentlichkeit

Obwohl Nintendo nicht auf der Gamescom vertreten ist, was wir nach wie vor sehr schade finden, kann sich nun dennoch jeder erstmals in Deutschland ein eigenes Bild von der Wii U machen, gibt die Redaktion der Seite ePlay bekannt. Zwar nicht von den hauseigenen Nintendo-Titeln, aber beispielsweise mit ZombiU, was am Stand von Ubisoft anspielbar sein soll. Löblich, so lohnt sich eventuell ja auch der heutige Sonntag, um sich ins Messegetümmel zu stürzen!

Erics Meinung: ZombiU ist genau das Spiel, was ich auf dem Post E3 Event nicht anspielen konnte und das muss ich auf der Gamescom natürlich sofort nachholen. Da die Meinungen zu diesem Titel überwiegend positiv ausfallen, darf ich mich auch schon auf mindestens ein tolles Wii-U-Spiel auf der Messe freuen.

Prime Time: Gamescom 2012: Messerundgang (1. Teil)

Von Mittwoch bis Freitag waren wir für euch auf der Gamescom 2012 unterwegs. Wer es sich in diesem Jahr nicht leisten konnte oder aus anderen Gründen verhindert war oder der Messe ferngeblieben ist, freut sich sicherlich über unseren sechsteiligen Rundgang. Auf über ganze sechs Hallen hat sich die Gamescom in diesem Jahr erschreckt. Unsere Videoreihe beginnt mit Halle 6, in welcher sich unter anderem Activision Blizzard und Electronic Arts befanden. Ihr dürft selbst entscheiden, wer den lauteren Standt hatte.

Im zweiten Teil unserer Videoreihe machten wir die Halle 9 unsicher. Hier befanden sich dann Firmen wie Warner Bros. Interactive oder Gree.

In Halle 7 konnte man sich ein Bild vom Ubisoft- und vom Sony-Stand machen. Falls ihr auch einmal diese Stände sehen wollt, schaut euch den dritten Teil unserer Videoreihe an.

Special: Ubisoft auf der Gamescom 2012

Neben Sony und Electronic Arts hat auch Ubisoft in diesem Jahr eine Pressekonferenz auf der Gamescom 2012 abgehalten. In dieser ging es aber hauptsächlich um die Online-Thematik, in der der aus Frankreich stammende Konzern weiter vorpreschen möchte.

Zu Beginn der Veranstaltung trat Stéphanie Perotti auf die Bühne und begrüßte das Publikum, in dem wir uns ebenfalls befanden. Sie ist stolz darauf zu verkünden, dass der Online-Markt noch immer weiter wächst. Klar, dass Ubisoft dann weiterhin in diesen Markt investieren will. Ein weltweites Phänomen ist für sie aber der eSport, der richtige Sportarten in Zukunft zwar nicht ersetzen oder ablösen wird, aber immer wichtiger in unserer Kultur wird. Immerhin sind es tausende Spieler, die vernetzt miteinander spielen oder sich solche Matches anschauen. Als nächstes rief Perotti ihre beiden Kollegen von Blue Byte, Odile Limpach und Christopher Schmitz, auf die Bühne. Nach ein paar typischen Floskeln, etwa dass Blue Byte seit nun mehr 25 Jahren Spiele entwickelt, insbesondere die Die-Siedler-Serie, ging es auch schon mit neuen Ankündigungen weiter. Das neue Silent Hunter: Online wurde mit einem Trailer und kurzen Gameplay-Szenen vorgestellt. Überall im Atlantik warten Gegner auf euch, die online mit Torpedos versenkt werden möchten. Ubisoft möchte demnächst auch eine geschlossene Betafassung des Spiels für ausgewählte Spieler starten, um den Titel bis Veröffentlichung an der einen oder anderen Stelle auszubessern. Mit der Weltpremiere von Anno: Online ging es dann auch schon weiter – was uns persönlich übrigens sehr verwundert.

Der Weg in die Weiten des Internets

Blue Byte freut sich nämlich sehr darüber, dass es sich hierbei um kein Casual Game handelt, sondern um ein vollwertiges Spiel der Reihe. Sicherlich ist es berechtigt, die Anno-Serie allen Spielern zugänglich zu machen, die keinen leistungsstarken PC haben. Wir sehen auch ein, dass Handeln, Tauschen und Chatten mit anderen Spielen, der Serie neuen Aufwind geben kann, doch falls Ubisoft für gewisse Transaktionen Geld verlangen sollte, fallen diese Vorteile nicht gerade aus dem Raster. Schließlich können wir auch mit Computergegnern das eine oder andere Mal Waren tauschen. Trotzdem sind wir gespannt, wie sich das Browserspiel entwickeln wird. Schmitz und Limpach verlassen die Bühne und das Publikum begrüßt Anne Blondel-Jouin, die den eSport und auch das Shooter-Genre mit einem ganz besonderen Spiel verändern möchte. Der eingespielte Trailer ist aber zumindest das Lächerlichste, was wir seit den frühen Neunzigerjahren im Videospielbereich gesehen haben. Eigentlich kein gutes Omen für ShootMania: Storm, doch als dann Joe Miller auf die Bühne trat, hat sich das Bild schnell gewandelt. Er rief die Jungs von Epsilon eSports und ihre Kontrahenten von n!faculty auf die Bühne, die sich dann ein heißes Match in ShootMania: Storm lieferten. In verzwickten Lagen und ebenso verwinkelten Welten haben sich beide Clans einen spannenden Kampf geliefert.

Macht und Magie

Das herausstehende Merkmal des Ego-Shooters ist jedoch, dass die Karten in der Regel nicht vorgegeben, sondern manuell von Spielern erstellt werden. Das erinnert an Minecraft, macht in ShootMania: Storm aber einen wesentlich hübscheren Eindruck. Ein Ziel ist, im Gegensatz zum Klötzchenspiel, ebenfalls gegeben. ShootMania verspricht eines der stärksten und zudem auch interessantesten Spiele der nächsten Jahre zu werden und behalten den Titel im Auge. Nach der ShootMania-Präsentation verließ Blondel-Jouin die Bühne und Erwan Le Breton betrat sie, der Neuigkeiten zur Might-and-Magic-Serie mit sich brachte. Might and Magic: Duel of the Champions wird ein reinrassiges Online-Kartenspiel ganz im Zeichen von Magic: The Gathering. Damit geht ein Traum unseres Chefredakteurs Eric in Erfüllung, der seit dem zweiten Heroes of Might and Magic sich solch ein Spiel wünscht. Erscheinen wird es nicht nur für den PC, sondern auch für das iPad. Ob Android-Geräte später ebenfalls in den Genuss des Kartenspiels kommen, ist derzeit noch unklar – wir hoffen es zumindest, denn es ist das erste Spiel von Ubisoft, welches plattformübergreifend gegeneinander gespielt werden kann. Might and Magic: Raiders scheint hingegen ein Free-to-Play-Actionspiel zu werden. Uninteressant, doch ein Titel hat Le Breton noch in der Pipeline.

Wii U bleibt außen vor

Wer jetzt endlich auf Might and Magic X gehofft hat, wird abermals enttäuscht werden. Der französische Konzern hält es anscheinend nicht für nötig, das Schreien der Fans nach einem zehnten Teil der Rollenspielserie endlich zu stillen. Stattdessen wird die Heroes-of-Might-and-Magic-Serie weiter ausgeschlachtet und zwar mit Might and Magic Heroes: Online. Die eigentlichen Spielelemente ähneln dem Spielkonzept und für ein Browserspiel macht auch der Titel einen sehr guten optischen Eindruck. Tatsächliche Vorteile versprechen wir uns von dem Spiel gegenüber der klassischen Reihe aber nicht. Schmitz, der kurz wieder auf die Bühne trat, verspricht aber auch hier, dass es sich um einen Free-to-play-Titel handelt. Zu guter Letzt ist es Jesse Knapp, der mit Tom Clancy’s Ghost Recon: Online das letzte Spiel der Pressekonferenz vorstellte. Wirklich neues gab es allerdings nicht zu hören. Wer einmal in die Welt von Ghost Recon eintauchen möchte, kann das jetzt online tun und es kostenfrei spielen. Irgendwie enttäuscht, denn der Titel soll auch noch für die Wii U erscheinen. Die Konferenz hätte man hervorragend für die Ankündigung spezieller Features nutzen können. Das muss Ubisoft also noch einmal lernen. Zum Schluss tritt Perotti erneut auf die Bühne und zurück bleiben gemischte Gefühle. Zwar wurden interessante Themen besprochen, doch die große Überraschung blieb leider aus. Verschenkt war die knappe Stunde der Konferenz aber nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Fazit: Ich muss in vielen Punkten unserem Chefredakteur Eric zustimmen. Ubisoft hat die Pressekonferenz – für mich überraschend – völlig auf Online-Spiele ausgerichtet. Mit dem neuen Assassin’s Creed III und Splinter Cell: Blacklist hat man aber doch sehr viele interessante Titel in der Spieleschmiede und genau an diesem Punkt hätte man auf der Pressekonferenz ansetzen müssen. Schließlich sind das die Titel, die jeder Gamer in der nächsten Zeit erwartet und worauf sich diese freuen. Stattdessen wurden viele alte und neue Online-Spiele vorgestellt, die sich überwiegend nur auf dem Free-to-Play-Markt berufen. Free-to-Play-Spiele sind sicherlich eine tolle Sache und gerade Ubisoft weiß, zum Beispiel mit Tom Clancy’s Ghost Recon: Online, wie man sich auf diesem Markt etablieren kann. Aber nichtsdestotrotz hätte ich mich über die vollwertigen Spiele gefreut und gerne mehr über weitere Features erfahren. Somit bin ich ein bisschen enttäuscht aus der Pressekonferenz gegangen, da ich mir wesentlich mehr erhofft habe.

Erics Fazit: Schade, dass man mir im Vorfeld nicht gesagt hat, dass sich die Pressekonferenz nur um Online-Themen dreht. Dann hätte ich die Zeit wohl eher anders verbracht, denn ich finde nicht, dass es wirklich Interessantes zu sehen oder zu hören gab. Ja, ShootMania ist ein interessantes Spielkonzept und Might and Magic: Duel of the Champions spricht mich als ein alter Fan von Magic: The Gathering auch irgendwie an, aber der Rest war doch sehr, sehr durchwachsen. Ubisoft versucht auf Gedeih und Verderb ihre großen Marken in den Online-Markt zu verlegen und vergessen dabei meiner Meinung nach das, was ich als Fan erwarte. Beispielsweise verfügt Ubisoft über eine Große Marke wie Might and Magic und alles was sie damit anfangen, ist eine Neuausrichtung des Franchises. Der Konzern sollte einfach mal ein paar Millionen in ein wirklich umwerfendes Might and Magic X investieren. Die letzten Jahre haben doch gezeigt, dass Rollenspiele immer beliebter werden und mit der heutigen Technik wäre ein Might and Magic wie damals sicherlich noch aufregender. Schaue ich mir dann Marken wie Anno an, dann frage ich mich tatsächlich, was sie eigentlich bezwecken. Es ist im Grunde genau dasselbe Spiel, nur eben mit ein paar Social-Elementen und schwächerer Grafik. Leider ist dieser Trend unaufhaltsam, denn wenn ein Publisher auf den Zug aufspringt und Erfolg verzeichnet, tun es die anderem ihm gleich. Traurig einseitig.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Einladung zur Gamescom-Pressekonferenz!

Gamescom 2012: Das Trailer Cinema

In diesem Jahr hat sich die Messeleitung der Gamescom etwas Besonders ausgedacht. In der Halle 10.1 wird es erstmalig ein Trailer Cinema geben. In diesem sollen bis zu fünfhundert Besucher Platz finden und auf Großleinwänden Trailer von Spielen von Capcom, Electronic Arts und Co. genießen können. Das gab die Redaktion von Onlinewelten vor einiger Zeit auf ihrer Seite bekannt.

Erics Meinung: Eine tolle Sache, die besonders am überfüllten Samstag einige Leute aus den ebenso überfüllten Hallen locken könnte. Ich werde mir das Spektakel auf jeden Fall einmal ansehen und mir meine Meinung dazu bilden. Jetzt wäre es mir natürlich am liebsten, meine Konsolen mit zu nehmen und dort ein wenig vor Ort zu zocken, aber das wird wohl leider ein Wunschtraum bleiben.

Gamescom 2012: Naoki Yoshida gibt Autogramme

Naoki Yoshida, Direktor und Produzent von Final Fantasy XIV, wird ebenfalls auf der Kölner Messe vertreten sein. Heute und morgen gibt er für seine Fans auch noch Autorgrammstunden – das sehen wir im Falle von japanischen Entwicklern sehr selten und freuen uns darüber. Die ganze Sache hat leider nur einen Haken, denn um an der Autogrammstunde teilnehmen zu können, musste man sich zuvor bei Square Enix über die hauseigene Final-Fantasy-XIV-Website bewerben. Das ist wiederum schade, doch eventuell hat man Glück und Naoki Yoshida abseits der regulären Autogrammstunden.

Erics Meinung: Von Naoki Yoshida hätte ich schon gerne ein Autogramm, auch wenn ich bis heute Final Fantasy XIV aufgrund problematischer Router-Einstellungen nicht ausprobieren konnte. Leider werde ich heute aber den ganzen Tag über Termine wahrnehmen müssen und hätte ohnehin keine Zeit für einen Ausflug in die Publikumshallen und morgen bin ich nicht mehr auf der Gamescom vertreten und das aus gutem Grund, denn wer die letzten Jahre im Auge behalten hat, wird wissen, wie voll es dort sein kann.

Gamescom 2012: Ed Boon gibt Autogramme

Ed Boon, der Erfinder der Mortal-Kombat-Serie, wird ebenfalls auf der Messe vertreten sein. Dieser ist nämlich auch für das Spiel Injustice: Götter unter uns verantwortlich, welches 2013 nicht für Xbox 360 und auch PlayStation 3, sondern auch für die Wii U erscheinen wird. Im Laufe des heutigen Tages wird der werter Herr eine Autogrammstunde am Stand von Warner Bros. Interactive abhalten. Wann genau diese Autogrammstunde stattfinden wird, haben uns die Kollegen von Onlinewelten auf ihrer Seite leider nicht bekanntgegeben. Wir raten euch an dieser Stelle also, einfach mal beim Stand vorbeizuschauen und euch nach der Uhrzeit zu erkundigen.

Erics Meinung: Ich bin weder ein großer Mortal-Kombat-Fan, noch habe ich von Injustice so viel gehört, dass sich ein Autogramm für mich lohnen würde. Außerdem werde ich an dem Tag einige Termine wahrnehmen müssen, so dass ich vermutlich eh keine Zeit haben werde, am Warner-Bros.-Interactive-Stand vorbeizuschauen. Sollte sich der Zufall aber ergeben, so bin ich einem Autogramm von Ed Boon natürlich nicht abgeneigt.

Prime Time: Kinect Disneyland Adventures (Play Day 2011)

Für großes Interesse sorgte auf dem Play Day 2011 Kinect Disneyland Adventures. Auch wenn der Titel spielerisch eher die kleinen Leute anspricht, sorgte allein der Titel für reges Interesse auf dem Event. Hier sind unsere Impressionen:

Gamescom 2012: Wir twittern live von der Messe!

Ab heute sind wir für euch auf der Gamescom direkt unterwegs. Da unsere Kapazitäten zur Gamescom-Zeit leider keine umfassende Berichterstattung in Sachen News zu lassen, haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen, live von der Messe aus zu twittern. Sobald wir uns ein Spiel angeschaut haben, erfahrt ihr es über Twitter als erste und erhaltet noch dazu unseren ersten Eindruck des angesehenen oder gar angespielten Spiels. Also dann – folgt uns auf Twitter und erhaltet stets aktuell unsere Eindrücke von der diesjährigen Messe, sofern denn die Technik mitspielen sollte, denn diese würde uns nicht zum ersten Mal einen Strich durch die Rechnung machen.

Prime Time: Halo Anniversary (Play Day 2011)

Während sich Halo-Fans immer noch auf Halo 4 gedulden müssen, zocken sie in der Sicherheit noch das Remake des ersten Halo-Titels. Halo Anniversary haben wir ebenfalls im letzten Jahr auf dem Play Day 2011 begutachten dürfen. Wir zeigen euch ein Match – verteilt über vier Bildschirme. Gute Unterhaltung!

Gamescom 2012: Die Show beginnt!

Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

wir schreiben den 14. August 2012 und wie im letzten Jahr gibt es unsere täglichen Gamescom-Tipps und -News bereits um sechs Uhr in der Früh. Wie ihr richtig erkannt habt, sind wir auch in diesem Jahr wieder mit dabei. Bereits heute werden Axel und Julian in Köln unterwegs sein, um sich auf den Pressekonferenzen von Electronic Arts und Sony die Neuheiten der beiden Konzerne präsentieren zu lassen. Morgen komplettiert Eric das Trio, denn der 15. August ist der Tag für die Presse und Fachbesucher und die Messe dann auch nur für diese geöffnet.

Über diesen Tag gab es bereits im Vorfeld heikle Diskussionen bezüglich der Messeleitung, denn diese hat nach dem Desaster von 2011 geschaltet und lässt nun nicht mehr jeden rein, der eine Seite im Netz betreibt. Wir gehören jedoch zu den Glücklichen, die an diesem Tag die Messehallen unsicher machen dürfen, um euch eine reibungslose Berichterstattung wie im Vorjahr zu gewährleisten. Obwohl Nintendo und Microsoft, also zwei sehr wichtige Aussteller, in diesem Jahr nicht vertreten sein werden, haben wir dennoch alle Hände voll zu tun. Die Konkurrenz schläft nämlich nicht!

Bis einschließlich Freitag werden wir für euch vorrausichtlich auf der Gamescom unterwegs sein und euch dazu noch einen ganz besonderen Service liefern, doch dazu erfahrt ihr morgen an dieser Stelle mehr. Wir empfehlen euch aber auf jeden Fall unser NextGen-Forum, in dem derzeit über 150 Mitglieder nicht nur fleißig über die Gamescom 2012, sondern auch über Videospiele, Animes, Musik und Filme diskutieren. Vorbeischauen lohnt sich immer und wir würden uns über jegliche Beteiligung sehr freuen!

Eric Ebelt & Thomas Enders

Prime Time: Forza Motorsport 4 (Play Day 2011)

Obwohl Forza Motosport 4 stellt zwar sicherlich keine Revolution im Genre dar, wie wir in unserem Review im letzten November feststellen durften, doch es sicherlich ein mehr als berauschendes Spielgefühl, wenn der Titel ebenso mit vielen Lizenzen aufwarten kann, die zum wiederholten Male auf die Rennpiste locken. Ein solches Gerät wie Microsoft auf dem Play Day 2011 aufgestellt haben, hätten wir in der Redaktion auch gerne.

Review: New Super Mario Bros.

Mit New Super Mario Bros. legte Nintendo 2006 den Grundstein zu einer neuen Serie oder zumindest frischte das Unternehmen eine eingemottete Videospielreihe auf. In Anbetracht der bevorstehenden Releases von New Super Mario Bros. 2 und New Super Mario Bros. U haben wir das Erstlingswerk durchgespielt.

Marios Leben könnte aufregender nicht sein! Gerade unternimmt der Klempner mit Peach noch einen romantischen Spaziergang und plötzlich steht Prinzessin Toadstools Schloss auch noch in Flammen! Da ist es logisch, dass der Mann mit dem Schnauzbart zur Hilfe eilt, um das Feuer zu löschen. Als Mario allerdings zurückkehrt, befindet sich seine geliebte Peach nicht mehr an jenem Ort, wo er sie zurückgelassen hat. Als Spieler sehen wir, dass Bowser Jr. (oder Baby Bowser, wie die Amphibie noch vor vielen Jahren hieß) hinter der Entführung der Monarchin steckt. Mario begibt sich auf eine Reise durch insgesamt acht Welten – immer dem kleinen Frechdachs hinterher, um die Prinzessin zu befreien. Dass Bowser Jr. nicht der wahre Übeltäter hinter dem Verbrechen steckt, wissen wir natürlich spätestens schon am Ende der ersten Welt, wo uns der große Bowser höchstpersönlich gegenübersteht. Er scheint allerdings viel von seiner einstigen Stärke verloren zu haben, denn einfacher war die Riesenamphibie noch nie zu besiegen. Das ist auch schon der Hauptknackpunkt von New Super Mario Bros. auf dem Nintendo DS. Das Spiel ist klar für Anfänger und Einsteiger in das Genre beziehungsweise der Reihe gedacht, doch auch trotz des einfachen Schwierigkeitsgrad haben wir eine Menge Spaß mit dem sechs Jahre alten DS-Titel gehabt. Wo Super Mario draufsteht, ist schließlich auch Super Mario drin!

Bekanntes Gameplay

Das Gameplay kommt Videospielveteranen definitiv bekannt vor, denn in zweidimensionalen Levels durchkämmen wir von links nach rechts, sowie von unten nach oben (oder auch anders herum) kunterbunte Spielabschnitte und jagen dabei jeden Gegner, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bei Gumbas und Koopas hilft es noch, einfach auf ihre Köpfe zu springen, um sie zu plätten. Bei Koopas können wir anschließend sogar noch den Schildkrötenpanzer nutzen, um diesen wiederum auf andere Gegner zu kicken. Bei Piranha-Pflanzen sieht die Sache aber wieder anders aus, denn wenn wir auf diese draufhüpfen, macht uns diese einen ganzen Kopf kürzer. Also müssen wir jetzt einen der durch die gesamte Spielwelt verteilten Fragezeichen-Blöcke aufsuchen und unter diesem hochspringen oder eine Stampfattacke auf ihm auslösen, damit ein begehrtes Item aus diesem heraus fällt. Wenn wir als kleiner Mario unterwegs sind, ist dies in der Regel ein Pilz, der uns auf eine anständige Größe heranwachsen lässt. Danach ist es meist die Feuerblume, die wir in solch einem Block finden können. Mit dieser geballten Kraft des Feuers ist es möglich, Feuerbälle auf die Gegner zu jagen – allerdings maximal zwei Stück gleichzeitig. Danach benötigt es circa eine Sekunde, bis die Power wieder regeneriert ist – Freunde des Dauerfeuers haben in New Super Mario Bros. also schlechte Karten!

Liebling, wir haben Mario geschrumpft

Nintendo ist aber vor allem wegen Innovationen bekannt und so erleben wir natürlich auch in New Super Mario Bros. die eine oder andere Neuerung. Da wären zum einen zwei Pilzsorten zu nennen, die es zuvor noch in keinem Super-Mario-Spiel gab. Der Mega-Pilz lässt uns für kurze Zeit riesig wachsen – nun können wir temporär einfach so durch das Level laufen und in dieser Zeit alle Gegner, Röhren und Blöcke aus dem Bildschirm kicken, die uns im Weg sind. Das sieht witzig aus und das ist es im Grunde auch, doch der spielerische Anspruch ist dabei gleich null. Interessanter wird es dann schon mit dem Mini-Pilz, der uns zum Winzling macht. Nun reicht eine Gegnerkollision und wir sind geliefert! Dafür können wir nun deutlich weiter springen, was uns auch die Möglichkeit gibt, an sonst nicht zu erreichende Orte zu gelangen – wer also wirklich alle Sternenmünzen in New Super Mario Bros. finden möchte, kommt um den Einsatz des Mini-Pilzes nicht herum. Doof ist nur, dass dieser Pilz auf herkömmlichen Wegen in den Levels selbst kaum zu finden ist. Da muss schon ein roter Fragezeichen-Block (welche sich über die Oberwelt in ständiger Rotation befinden) vorbei kommen oder in einem Toad-Haus solch ein Exemplar in einem Minispiel gewonnen werden. Letzteres ist übrigens deutlich praktischer, da der Pilz dann jederzeit und zu jedem Ort aktiviert werden kann.

Wendiger Klempner

Das dritte neue Item im Bunde ist der blaue Panzer. Sammeln wir diesen ein, können wir uns (wenn wir genügend Anlauf haben) in einen Panzer einrollen und so quer durch den Abschnitt hüpfen und jeden Gegner problemlos aus dem Weg räumen. Es besteht jedoch die Gefahr des Abprallens an Hindernissen – dann müssen wir schnell schalten, um nicht in einen Abgrund zu fallen. Im Test hat uns dieses Item jedoch am allerwenigsten gefallen, da es im Grunde auch nur an einer oder zwei Stellen zwangsweise eingesetzt werden muss, um an alle Sternmünzen zu gelangen. Wir denken, dass das Feature damals definitiv ausbaufähig gewesen wäre und so sicherlich später auch in einem anderen Mario-Spiel hätte erscheinen können. Bis heute wurde der Gegenstand allerdings nicht in dieser Form wiederverwertet. Aber auch so ist Mario sehr wendig, denn zuvor war es in zweidimensionalen Titeln der Reihe noch nicht möglich gewesen, dass der Klempner Wandsprünge vollziehen, nach ein paar Sprüngen höher hüpfen, über Felsvorsprüngen im Hintergrund schleichen oder sich daran hängen und sogar die bereits erwähnten Stampfattacken vollziehen konnte. In diesem Sinne hat der Titel vor sechs Jahren eine kleine Revolution vollzogen. Es ist in New Super Mario Bros. allerdings wieder möglich, dass der Klempner an Abhängen hinunter rutschen und so ebenfalls Gegner aus dem Bildschirm katapultieren kann. Probiert das mal in einer der rutschigen Eis-Levels aus!

Spiel für zwischendurch

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Spiel aufgrund seiner bunt gemischten Oberwelt-Struktur ein wenig an Titel wie Super Mario Bros. 3 mit der gleichen Abwechslung erinnert. Da gibt es Abkürzungen, Kanonen, Burgen – meist können wir auch noch eine bestimmte Route wählen. Bei vier Welten gibt es sogar mehrere Möglichkeiten, welche wir von ihnen denn nun besuchen. Das kommt da nämlich ganz darauf an, ob wir zwei der Bossgegner am Ende einer jeden Welt als winziger Mini-Mario besiegen oder nicht. Ein wenig Herausforderung ist somit auch für erfahrene Spieler geboten. Wer eine der Burgen betritt, muss aber mit oftmals gleichen Bossgegnern rechnen. Neben Bowser Jr. und Bowser gibt es nicht einmal eine handvoll anderer Gegner. Diese Ähnlichkeiten zu Super Mario World und Co ist nicht von der Hand zu weisen – da wäre 2006 schon mehr drin gewesen. Ebenfalls hätte der Soundtrack abwechslungsreicher ausfallen können. Es sind oft immer und immer wieder dieselben Tracks, die aus den Lautsprechern grölen. Diese erreichen bei uns zwar andauernd fröhliches Mitgesumme, doch etwas mehr Vielfalt hätte New Super Mario Bros. sicherlich gut getan. Wer noch einen Mitspieler findet, kann zudem noch ein paar Minispiele zum Zeitvertreib spielen – auch ohne zweite DS-Cartridge. Ähnlich toll wie das Hauptspiel sind diese aber nicht. Da hat uns der Vierspielermodus vom Nintendo-Wii-Nachfolger deutlich besser gefallen. Für Zwischendurch ist New Super Mario Bros. aber definitiv eine Empfehlung wert und als Einstieg ins Franchise sehr gut geeignet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Zum Aufwärmen auf New Super Mario Bros. 2 wollte ich den ersten Teil dieser Reihe unbedingt noch nachholen. Den Nintendo-Wii-Vorgänger fand ich anno 2009 ja auch nicht schlecht. Bei New Super Mario Bros. wurde ich aber ein wenig enttäuscht. Ich hätte es wissen müssen, dass das Spiel wohl einfacher als erwartet ausfällt – der Release des Titels lag immerhin genau in den Jahren, wo Nintendo so richtig dem Casual-Wahnsinn verfallen ist, wo selbst ein Blinder ein Spiel problemlos hätte meistern können. Trotzdem konnte ich mir mit dem Spiel wunderbar die Zeit vertreiben, denn obwohl der Mega-Pilz spielerisch das wohl anspruchsloseste Item aller Zeiten ist, sieht das Zerbröseln von Röhren, Blöcken und Gegnern auf dem kleinen DS-Bildschirm trotzdem toll aus. Mehr Spaß hatte ich allerdings mit dem Mini-Pilz. Um jede Sternenmünze im Spiel zu finden, ist dieses Item zwangsweise erforderlich – dass sind Mega-Pilz und der blaue Panzer zwar auch, doch werden diese nicht so wirklich in das Spiel integriert. Leider hat es Nintendo auch vermasselt, den Mini-Pilz nur in seltenen Fällen direkt im Level zu verstecken. Das hat zufolge, dass man oft unzählige Rotationen der roten Fragezeichen-Blöcke abwarten und gegebenenfalls bei Misserfolgen unzählige Versuche aufwenden muss, um die Münze zu ergattern. An 1-ups fehlt es New Super Mario Bros. aber definitiv nicht. Am Ende hatte ich immer noch genügend Versuche im sehr hohen zweistelligen Bereich übrig. Zu guter Letzt möchte ich aber noch das Speichersystem stark kritisieren. Ich weiß nicht, welcher der Entwickler auf die Idee gekommen ist, dass man nur dann speichern kann, wenn man eine zuvor noch nicht abgeschlossene (!) Burg erfolgreich beendet oder eine Blockade auf der Oberwelt aus dem Weg räumt. Das hat man zuvor in vielerlei Spielen deutlich besser gemacht. Zum Glück ist das so nie wieder in einem Super-Mario-Spiel vorgekommen. Nimmt man die Defizite bereitwillig in Kauf, kommt man in den Genuss eines zumindest angenehm einfachen Spiels zum puren Zeitvertreib.

Umfrage: Auf zur Gamescom!

Auf der Gamescom sollten ursprünglich Nintendo, Microsoft, Sega und THQ fehlen. Warum Sega sich nicht angemeldet hat, wissen wir mittlerweile sehr gut. Der Konzern hat sich vom europäischen Markt zurückgezogen und lässt Deep Silver nun Sega-Produkte veröffentlichen. Aus dem Grund gibt es am Stand von Deep Silver ein Wiedersehen mit Sonic The Hedgehog und Total War. Nintendo wird zwar selbst nicht auf der Messe sein, doch wird man dennoch bei Firmen wie Ubisoft zumindest Hand an die angekündigte Wii U legen, wenn auch nicht hauseigene Nintendo-Titel ausprobieren können. Microsoft hat hingegen nicht die Kurve gekriegt und bleibt dem Messegeschehen leider definitiv fern.

Jetzt möchten wir von euch gerne wissen, ob die fehlenden Unternehmen für euch der Grund sind, warum ihr nicht zur Gamescom anreisen werdet oder ob es vielleicht an einem anderen Faktor liegt, warum ihr der Messe fernbleiben möchtet. Da die Auswahlmöglichkeiten nicht alle Faktoren aufnehmen können, bitten wir euch zusätzlich um einen kurzen Kommentar. Die Auflösung der Umfrage gibt es dann voraussichtlich direkt am Sonntagabend, nachdem die Messe vorbei ist.

Prime Time: Final Fantasy XIII-2 (Limited Collector’s Edition) Unboxing

Final Fantasy XIII spaltete die Gemüter. Final Fantasy XIII-2 hingegen hat viele Fans wieder mit Square Enix versöhnt. Beispielsweise hat Eric mit dem Nachfolger weitaus mehr anfangen können, als mit dem viel zu linearen Vorgänger. Diese Streitigkeiten lassen wir jetzt aber erst einmal außen vor, denn zum Release des Spiels hat sich Eric auch die Limited Collector’s Edition des Spiels gekauft und stellt euch diese in seinem Unboxing-Video einmal genauer vor. Wer mehr Informationen über das eigentliche Spiel wünscht, der darf sich sehr gerne unser Preview und unser Review dazu durchlesen. Das Lösungsbuch (Collector’s Edition) zum Titel haben wir ebenfalls vorgestellt.

Prime Time: Dragonball Z / GT (TV-Specials) Unboxing

Die TV-Specials von Dragonball Z und Dragonball GT runden die Reihe um das beliebte Franchise ab. Eric stellt euch in einem Unboxing-Video die Box mit den drei Filmen vor und nimmt zu den Ereignissen der Handlung Stellung. Alle Informationen über die drei TV-Specials könnt ihr wie immer unserem umfassenden Review entnehmen.

Review: .hack//Quantum

Vor zehn Jahren legte Bandai Namco den Grundstein zu einem beliebten Franchise auf der PlayStation 2. Seitdem hat sich .hack in ein richtiges Universum verwandelt, in dem nicht nur Romane, Mangas und Videospiele, sondern auch Animes platz finden.

Als aktuellster Ableger von .hack ist .hack//Quantum (laut Wikipedia) chronologisch am Ende der bisherigen Handlung angesiedelt. Dem können wir nur beipflichten, denn wenn man sich zuvor nicht mit den Videospielen beschäftigt hat, ist die in diesem Anime aufgegriffene Story schier und einfach nicht zu verstehen. Diese soll im Japan der Zukunft angesiedelt sein. Über eine Million Nutzer spielen das Online-Rollenspiel The World R:X. Alle Spieler versinken dabei in eine fantastische Welt jenseits jeder Vorstellungskraft. Tobias, Meari und Sakuya sind nur drei der Charaktere, die sich in The World R:X tummeln. Gemeinsam bilden sie eine Gruppe und machen sich auf dem Weg, um ein neues Quest zu lösen. Durch eine ganze Reihe von merkwürdigen Zufällen, in denen Teile der Welt plötzlich verschwinden oder Objekte in der Spielwelt gehackt werden, geraten die drei Freunde mitsamt ihren drei Charakteren in ein Abenteuer, in dem auch ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht. So wird die Verbindung eines der drei Mädchen während des Spielens unterbrochen und da man sich in das Spiel ähnlich wie in Caprica (Prequel zur aktuellen Battlestar-Galactica-Serie) über Holobänder einloggen kann, wird so das Bewusstsein der Nutzerin vollständig getrennt. Das passiert in der Welt von .hack anscheinend öfters, doch ist das für alle Menschen völlig normal und nicht unheimlich.

Kritik am eigenen Produkt

Trotz dieser merkwürdig angenommenen und arrangierten Normalität ist .hack//Quantum aber dennoch ein Anime, der sein Produkt im Produkt (The World R:X) stark kritisiert. So wird dem Zuschauer vermittelt, dass das reale Leben, etwa für die Schule zu lernen oder etwas mit seiner Familie und Freunden zu unternehmen, viel wichtiger als ein Computerspiel ist. Dieser pädagogische Einfluss ist für einen solchen Anime eher ungewohnt, doch begrüßen wir diesen Schritt, auch wenn er nicht ganz so viel Gewicht hätte, wie beispielsweise ein Film zu einem wirklich existenten Online-Rollenspiel. Firmen wie Blizzard dürfen sich an dieser Stelle sehr gerne angesprochen fühlen! Abgesehen von dieser Tatsache stellt .hack//Quantum die Marke im Einklang dar, lässt sich dabei aber keinerlei Zeit, die Charaktere und die Hintergründe zu erläutern. Das finden wir sehr schade, da so tatsächlich nur Fans und vor allem Kenner des Franchises den Anime durchgehend verstehen werden. Das ist für den Regisseur des Films, Masaki Tachibana, sehr ungewohnt. Dieser hat nämlich bereits mit Tokyo Magnitude 8.0 sehr wohl gezeigt, dass er Charakterentwicklungen mitsamt einer hintergründigen Welt vollwertig einfangen kann. Da finden wir es zudem auch sehr schade, dass auf der Blu-ray kein Bonusmaterial vorhanden ist, die dieses Manko eventuell hätten ausgleichen können.

Anime für Kenner und Fans

Beispielsweise hätten wir uns über eine Zusammenfassung der Handlung der Spiele, wie wir es zum Beispiel aus Final Fantasy VII: Advent Children kennen, sehr gefreut. Erläuterungen und Erklärungen zum .hack-Universum wären sogar das Nonplusultra gewesen. Einzig allein ein paar Trailer zu anderen Animes bewegen uns dazu, die Disc nach dem 76-minütigen Film nicht aus dem Abspielgerät zu entnehmen. Der Anime im 16:9-Format (1,78:1) und in 1080p hat ein schönes Bild, dass aber zwischen scharfen Konturen und verwaschenen Hintergründen öfters wechselt. Auch die Animationen gehören nicht unbedingt zum besten, was wir bisher in Animes gesehen haben. Das ist trotzdem ausreichend für einen Anime zu einem zehn Jahre alten Franchise. Weniger erfreulich ist die deutsche Tonspur. Es befinden sich zwar durchaus passende Synchronsprecher im Synchronisationsteam, doch sprechen alle Charaktere in teils unterschiedlichen Lautstärken miteinander. Teilweise nuscheln sie auch ein wenig, weshalb mehr als genaues Zuhören angebracht ist. Im Originalton verleihen die japanischen Sprecher ihren Charakteren deutlich mehr Glaubhaftigkeit, doch ist diese Tonspur nur mit deutschen Untertiteln abspielbar. .hack//Quantum ist ein Anime, welcher sich nur an Kenner von .hack richtet und keinesfalls an jeden Anime-Fan, wie es auf der Verpackung proklamiert wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich muss gestehen, dass ich bisher noch keinen Kontakt mit dem Franchise hatte und so war es für mich auch schwer, mich mit der Welt von .hack//Quantum zu identifizieren und ebenso die Handlung zu verstehen. Diese ist in meinen Augen nämlich äußerst wirr, da kaum Erklärungen zu den Charakteren und nur selten zur Welt gegeben werden. Ich musste also beim Anschauen also jegliche Information für sich genommen aufnehmen und richtig interpretieren – wenn man das Franchise, sprich die Spiele und Romane, nicht kennt, ist das schier ein Ding der Unmöglichkeit! Interessant finde ich aber, dass die Köpfe hinter dem Projekt ihr Produkt im Produkt, also das Online-Rollenspiel The World R:X, stark kritisieren. So etwas würde ich mir mal zu richtigen Online-Rollenspielen (unabhängig von deren Qualität) wünschen, doch zurück zu .hack//Quantum. Obwohl ich die Idee des Animes und der Intention hinter dem gesamten Franchise toll finde, hätte ich mich über Bonusmaterial zu weiteren Informationen darüber auf der Disc doch sehr gefreut. So ist und bleibt .hack//Quantum ein Anime zu einem Franchise, welches tatsächlich nur für Fans und Kenner von .hack geeignet ist. Alle anderen werden sich genauso wie meine Wenigkeit 76 Minuten lang fragen, welche Absicht hinter dem Projekt eigentlich steht.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von .hack//Quantum!