Prime Time: Dragonball Z (Movies 9 – 12) Unboxing

Mit diesem Unboxing-Video schließen wir die eigentliche Filmreihe rund um Dragonball Z ab. Eric stellt im Video die Beschaffenheit der Box eigenhändig vor und lässt auch noch die eine oder andere Einzelheit zu den vier Filmen fallen. Wer keine Einzelheit verpassen will, dem schlagen doch wir dazu direkt einmal unser ausführliches Review vor.

Review: Im Bett mit Hinako

Die japanische Popkultur hält nun auch in Deutschland Einzug. Zumindest könnte man das in Anbetracht der Veröffentlichungen von den beiden Anime-Produktionen Training mit Hinako und vor allem von Im Bett mit Hinako meinen. Wir sind gespannt, wo das noch hinführen wird. Im Bad mit Hinako ist aber bis heute hierzulande nicht erschienen.

Sichtlich erschöpft von den Trainingseinheiten in Training mit Hinako, möchte die junge Dame nun eine Runde mit euch schlafen. Nein, auch hier sei der männlichen Zielgruppe gesagt, dass es sich bei Im Bett mit Hinako nicht um einen waschechten Hentai handelt. Der Anime ist stattdessen für jene Personen gedacht, die mehr oder weniger starke Probleme beim Einschlafen haben. Hinako möchte beim Einschlafen zugeschaut und beim Aufwachen von uns begrüßt werden. Dazu stehen uns sechs verschiedene Schlaf-Modi zur Verfügung, welche eine Laufzeit zwischen sechs und acht Stunden aufweisen. Ihr habt richtig gelesen: Die DVD ist darauf ausgelegt, nachts während unseres alltäglichen Schlafs abzulaufen und uns beim Einschlafen zu helfen.

Guten Abend, gute Nacht…

Dabei darf dann ähnlich wie bei Training mit Hinako ihr Schlüpfer und Nachthemd betrachtet werden. Männliche Zuschauer wird es freuen, dass Hinakos Busen seit dem letzten Mal nicht geschrumpft ist. Doch das ist noch lange nicht genug. Zudem dürfen wir uns auch eine Custom-Wiedergabe, welche aus neun Schritten besteht (wobei aber nur fünf Schritte wirklich konfiguriert werden können) zurechtschneiden. So erleben wir die für uns am besten geeignete beziehungsweise für uns interessanteste Einschlaf- und Träumhilfe. Einzelne Szene können selbstverständlich auch angeschaut werden, ohne stundenlang darauf warten zu müssen. Die unterschiedlichen Szenen ergeben zusammen eine Spieldauer von fünfzig Minuten. Ihr müsst also keine Sorgen haben, dass die Qualität unter den oben genannten Laufzeiten leidet.

Gefährliches Einschlafen

Der Film erstrahlt im hübschen 16:9-Format und wird von einer deutschen, japanischen, französischen und italienischen Tonspur begleitet. Untertitel finden sich genau wie beim Vorgänger in Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch auf der Disc. Wenn ihr tatsächlich Probleme beim Einschlafen habt, könnte euch Im Bett mit Hinako gegebenenfalls dabei helfen, denn ganz so sehr wie sein Vorgänger legt dieser Film nicht so viel Wert auf das Wackeln ihrer Brüste. Das einzige Manko bei diesem Film, worüber wir uns wirklich Sorgen machen, ist die lange Laufzeit über Nacht. In der Zwischenzeit könnte sonst was mit eurem Abspielgerät passieren und zudem treibt dies auch noch die Stromrechnung in die Höhe. Solltet ihr euch die DVD zulegen, geben wir euch den Rat, eine Zeitschaltuhr zu verwenden, um auch wirklich sicher einschlafen zu können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Während ich die Veröffentlichung von Training mit Hinako noch in gewisser Weise nachvollziehen konnte, schüttele ich bei Im Bett mit Hinako nur den Kopf. Nicht dass ich die Veröffentlichung nicht gutheiße, im Gegenteil – es gibt so viele japanische tolle Animes und Videospiele, die hierzulande nicht erscheinen und wohl auch niemals erscheinen werden. Und dann erscheint solch ein Werk, für das sich wohl nur wenige Leute interessieren werden. Den Amazon-Verkaufsrang Nr. 1, welche die beiden Filme in Japan erreicht haben, werden sie hierzulande sicherlich nicht erreichen. Es ist von Anime Virtual einfach nur mutig, diese DVD hier zu veröffentlichen. Im Bett mit Hinako ist für mich aber ein Filmchen, welches bei mir im Regal verstauben wird. Gerne würde ich das Video auch mal über Nacht laufen lassen (selbstverständlich zu Rezensionszwecken), doch ist bei mir die Sorge zu groß, dass mein PC oder die Anschlusskabel plötzlich einen Defekt vorweisen. Zudem ist meine Stromrechnung bereits hoch genug und muss nicht noch unnötig weiter in die Höhe getrieben werden. Mit dem Einschlafen klappt es derzeit auch so ohne Probleme.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Im Bett mit Hinako!

Prime Time: Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (Collector’s Edition) Unboxing

Schon seit einer ganzen Weile ist der Film Das Mädchen, das durch die Zeit sprang nun im Handel erhältlich. Da damals unsere Kameratechnik nicht ausgereicht hat, um euch ein anständiges Unboxing-Video zur Collector’s Edition zu präsentieren, holen wir das jetzt nach. Regulär im Handel ist diese Edition übrigens selten geworden (im Anime-Virtual-Online-Shop ist sie aber derzeit als lieferbar gekennzeichnet), doch der Film wird dadurch natürlich nicht schlechter. Unser Review solltet ihr euch unbedingt zu Gemüte führen.

Review: Training mit Hinako

Japan blickt auf eine Geschichte voller Stolz und Ehre zurück. Hätten wir einem Samurai des achtzehnten Jahrhunderts erzählt, welche Popkultur sich in seinem Land doch ganze dreihundert Jahre später entwickeln würde, hätte dieser uns wohl für verrückt erklärt.

Die nachfolgende Handlung klingt banal, doch das macht auch nichts. Dieser Anime entpuppt sich nicht als wirklicher Hentai, sondern als ein Workout-Video. Ursprünglich ist Hinako ein junges Mädchen, welches aus unserer Welt stammt und plötzlich wie aus Geisterhand in ihren liebsten Anime versetzt wird. Diese kunterbunte Welt möchte sie auch nicht wieder verlassen, erzählt sie uns in der ersten Szene dieser DVD. Hinako möchte in der Welt ihrer Träume leben und die (nicht näher definierte) Rolle im Anime verkörpern. Wegscheuchen will sie uns aber nicht, stattdessen hat sie vor, mit uns Sport zu treiben. Neben Liegestützen dürfen wir mit ihr gemeinsam auch Sit-ups und Kniebeugen ausüben. Das Fitness-Programm ist also durchaus übersichtlich ausgefallen. Der Clou bei der Sache dürfte aber in erster Linie männliche Anime-Liebhaber ansprechen: Hinako ist vollbusig und macht von ihren zwei unschlagbaren Argumenten natürlich auch Gebrauch.

Zwei unschlagbare Argumente zum Trainieren

Das klingt fürs erste nach einer Menge Spaß, doch sollte sich die eben angesprochen gefühlte Zielgruppe nicht zu früh freuen. Wie eingangs erwähnt erwartet euch hier nicht das Ausmaß eines Hentai, sprich Hinako ist niemals nackt im Bild zu sehen. Die einzigen Anzeichen von Erotik, welche dieser Film versprüht, lassen sich in ihrem lieblich gezeichneten Gesicht, dem großen (und beim Training auch hin und her wackelnden) Busen und ihrem Gesäß finden. Sie macht die Übungen vor, welche wir anschließend nachahmen dürfen. Das eigentliche Video fällt mit fünf Minuten relativ knapp aus, zumal Hinako zwischenzeitlich auch noch ein paar Reden schwingt. In einem weiteren (noch kürzeren) Video ist es fast dasselbe Problem. Wer darauf keine Lust hat, darf sich die Trainingseinheiten auch einzeln aus dem Menü auswählen.

Geschmackvolle Kleider

Hierbei haben sich die Erfinder etwas Besonderes einfallen lassen. Die vollbusige Hinako dürfen wir ebenfalls mit schöner Reizwäsche oder auch anmutiger Sportkleidung ausstatten. Da ist definitiv für mehrere Geschmäcker etwas dabei. Schade ist nur, dass Hinako die zur Auswahl stehenden Übungen entweder nur zwölf oder vierundzwanzig Mal hintereinander ausführt. Anschließend müssen wir erneut umständlich den Menüpunkt auswählen. Ausdauer kann mit dieser DVD also nicht antrainiert werden. Wer genug von längst überholten Fitness-Programmen am Vormittag hat und gerne auch mal japanischen Zeichentrick dabei genießen möchte, liegt bei Training mit Hinako goldrichtig. Übrigens: Die DVD enthält eine deutsche, japanische, französische und italienische Tonspur – Untertitel liegen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch vor. Breitbilderfernseher profitieren vom 16:9-Format auf der Disc, die insgesamt 25 Minuten Trainingsprogramm und zusätzlich ein paar Trailer beinhaltet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Bei Training mit Hinako ist es gerade noch verständlich, dass Anime Virtual dieses Filmchen auch in Deutschland auf den Markt bringen möchte. Schließlich laufen bei uns seit Jahren immer noch längst überholte Fitness-Videos im Fernsehprogramm – meist vormittags, damit auch kaum jemand etwas davon mitbekommt. Training mit Hinako ist mit Sicherheit nicht das beste Beispiel dafür, wie man es stattdessen richtig machen sollte. Dafür hakt Hinako die Übungen viel zu schnell ab, richtige Lust zum Abtrainieren der Pfunde stellte sich zumindest bei mir nicht ein. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Leute mit ausreichend Kondition und Nerven nach 24 Kniebeugen erneut auf die Fernbedienung drücken, um dasselbe Programm nochmals abspielen zu wollen, in ferner Zukunft schon eine angenehme Überraschung auf ihrer Waage erleben werden. Für mich bleibt Training mit Hinako ein netter Lückenfüller, den ich mir zusätzlich zum normalen Training gelegentlich bestimmt das eine oder andere Mal wieder anschauen werde, aber dann wohl eher zur Entspannung. Ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt!

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Training mit Hinako!

Prime Time: Dragonball Z (Movies 5 – 8) Unboxing

Es geht weiter mit unserer Unboxing-Reihe zu den Dragonball-Z-Filmen! Dieses Mal stellt euch Eric die zweite Filmbox der Serie vor und geht auf ein paar Einzelheiten der Filme ein, die ihm übrigens schon deutlich besser gefallen haben, wie die vier vorherigen Filme. Wie immer gibt es alle inhaltlichen Details zu den Streifen in unserem Review.

Review: City of Violence

Es kommt eher selten vor, dass ein Regisseur genau den Film realisieren darf, den er mehr als alles andere gerne machen möchte. Ryoo Seung-wan bekam dazu ein kleines Budget gestellt, was man dem Film an vielen Ecken anmerkt und somit Potential verspielt.

Der Seouler Kommissar Tae-su erfährt vom Tod seines alten Freundes Wang-jae. Dieser sei angeblich von einer Gruppe rebellischer Jugendlicher brutal zusammengeschlagen und getötet worden. Selbstverständlich reist Tae-su zurück in seine Heimatstadt Onsung, um an der Beerdigung von Wang-jae teilnehmen zu können. Direkt bemerkt er, dass sich das Stadtbild (seit er vor Jahren nach Seoul gezogen ist) verändert hat. Nicht nur dass überall gebaut wurde, wo früher einmal weite Flächen Ackerland vorzufinden waren, sondern auch Korruption, Macht und Gewalt, sowie die mafiösen Machenschaften seines Jugendfreunds Pil-ho beherrschen die Stadt. Schnell ist Tae-su davon überzeugt, dass Wang-jae nicht von Jugendlichen umgebracht werden konnte und beginnt mit seinen Nachforschungen. Durch seine Ermittelung wird Tae-su schon bald klar, wer etwas mit dem Mord zutun hat und dass man alte Freundschaften nicht immer aufwärmen sollte. Freundschaft ist auch der zentrale Begriff in City of Violence. Der Regisseur bezieht sich immer wieder auf die miteinander befreundeten Charaktere und wie sie in der Vergangenheit zueinander standen. Die kurzen Szenen beweisen wunderbar, wie sich Menschen in zwanzig Jahren zum Guten oder zum Bösen verändern können. Jeder Zuschauer soll sich im Klaren darüber sein, dass nichts mehr so sein wird, wie es früher einmal war.

Eine Stadt voller Gewalt

Der Regisseur hat selbst Erfahrungen gesammelt, wie es ist, von einem älteren Schüler an der Schule unterdrückt zu werden. Dies zeigt er zum einen in den bereits angesprochenen Szenen, wo alle Charaktere noch Jugendliche sind und zum anderen in der Entwicklung der Personen. Während Tae-su den ehrenhaften Weg des Gesetzes eingeschlagen hat, veränderte sich Pil-ho zu einem Mafiaboss, der immer mehr nach Macht giert und ihm dabei jedes Mittel recht ist. In City of Violence wird diese Gewalt mehr als nur einmal zum Ausdruck gebracht. Die ersten Kampfszenen zwischen Tae-su und Gruppen von Jugendlichen wirken dabei eher harmlos, sind aber nicht weniger erschreckend. Wer sich einmal vor Augen hält, wie die Kriminalität auf den jungen Geist wirken kann, den können die Kampfszenen am Ende des Films fast nicht mehr schocken. Diese Szenen bieten einen deutlich tiefgründigeren Wert, da man hier kaum mehr längere Szenen am Stück gedreht hat, sodass die Choreographien besser durchgeführt werden konnten. Ein Kampfkunstleckerbissen wie Once upon a Time in China oder Ip Man ist City of Violence aber nicht und möchte das auch gar nicht sein. Ebenfalls eifert der Film Ryoo Seung-wans Arahan nicht nach. Wie es der Titel des Films vermuten lässt, ist es dem Regisseur mehr wichtig, sich auf die Gewalt zwischen den Charakteren zu konzentrieren. Dabei gehen allerdings die inneren Charakterwerte fast vollkommen verloren.

Einprägsame Stilmittel

Der einzige Charakter, der sich in City of Violence fast vollständig entfalten kann, ist Pil-ho (gespielt von Lee Beom-su). Selten haben wir einen Bösewicht in einem Film gesehen, der dermaßen unsympathisch an das Publikum verkauft wird. Wir fiebern geradezu mit, wenn Tae-su (verkörpert von Jung Doo-hong) gegen ihn vorgeht. Obwohl die Schauspieler allesamt gut zu ihren Rollen passen, fehlt es ihnen an kräftigen Dialogen, welche den Plot vorantreiben sollen. Während die koreanische Tonspur in DTS-HD 5.1 etwas authentischer wirkt, kann die deutsche Sprachausgabe dennoch auf einer wenig niedrigeren Ebene mithalten. Das Bild wird durchgehend in 1080p und im 16:9-Format ausgegeben (1,85:1). Man merkt dem Film sein Entstehungsjahr allerdings an, weshalb wirkliche HD-Momente ausbleiben. Uns sind jedoch stilistische Punkte aufgefallen, die wir sehr gerne wieder in anderen Filmen sehen möchten. In einer Szene unterhalten sich Tae-su und Pil-ho in einer leeren Bar, die Kamera dreht sich nach rechts und langsam füllt sich die Kneipe. Nun wird gezeigt, wie Wang-jae auf die Jugendlichen trifft und sie hinaus durch die Gassen verfolgt und schlussendlich verletzt wird. Auf einmal befinden wir uns wieder in der Gegenwart und Tae-su schaut auf die Stelle hinab, wo sein Freund gestorben ist. Diese nahtlosen Übergänge gefallen uns sehr gut und tauchen immer mal wieder in der auf neunzig Minuten ausgelegten Handlung auf. Bonusmaterial liegt in Form von Interviews und Making-ofs vor und hat eine Laufzeit von etwa zwei Stunden. City of Violence ist bei weitem kein Meisterwerk, doch die stilistischen Einspielungen sollte man zumindest einmal in dieser Form gesehen haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Von koreanischen Action-Filmen bin ich mittlerweile sehr angetan, doch City of Violence hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Es ist offensichtlich, dass der Regisseur sich hier einfach nur einen seiner Träume erfüllen wollte und daran ist auch überhaupt nichts verwerflich – jeder sollte seine Wünsche in die Realität verwandeln dürfen. Allerdings hat man Ryoo Seung-wan wohl nicht das Vertrauen entgegen gebracht und ihm nur ein kleines Budget zugesprochen. Obwohl ich von seinem Film Arahan überzeugt gewesen bin, kann ich meine Meinung von damals fast nicht mehr verstehen. City of Violence mangelt es an vielen Ecken an gut durchdachten Dialogen und Choreographien. In diesem Film sollte alles ein wenig realistischer wirken und damit habe ich auch überhaupt keinerlei Probleme, schließlich bin ich einer der letzten, die ein Effektfeuerwerk vor die Story setzen. Trotzdem wird mir City of Violence aus einem Grund nicht aus dem Gedächtnis fallen. Die stilistische Verbindung von einer Szene zur anderen wirkt in City of Violence sehr frisch und sollte bitte nicht zum letzten Mal in einem Film in dieser Form so umgesetzt werden. Ich bin jetzt jedenfalls schon sehr auf den nächsten Film von Ryoo Seung-wan und auch auf die Kritik gespannt, die ich dann fällen werde. Arahan ist mit Sicherheit sein besserer Film, doch wer Stil in einem Film nicht missen möchte, darf auch zu City of Violence greifen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von City of Violence!

Prime Time: Dragonball Z (Movies 1 – 4) Unboxing

Gestern haben wir euch noch unser Unboxing-Video zu den ersten vier Dragonball-Filmen vorgestellt. Jetzt führen wir diese Reihe mit der Fortsetzung Dragonball Z weiter fort. Eric erzählt euch beim Auspacken zudem noch ein paar Einzelheiten zu den vier Filmen. Wer mehr über den Inhalt der Dragonball Z: Movies 1 – 4 wissen möchte, liest unser Review.

Partner: Das NMag sucht neue Layouter!

Unsere Kollegen vom NMag sind derzeit auf der Suche nach neuen Layoutern. Das NMag ruht nämlich nie und ist im Hintergrund schon mächtig am Rotieren. Was das NMag für euch derzeit genau in der Pipeline hat, verraten wir natürlich noch nicht, aber vielleicht könnt ihr ja auch eins und eins zusammenzählen. Das NMag ist wie gesagt auf der Suche nach kreativen Menschen, die das Magazin fortan als Layouter unterstützen wollen. Wenn ihr euch mit Adobe InDesign und optimalerweise gar mit der Adobe Digital Publishing Suite auskennt, dann steht einem Platz im NMag-Team fast nichts mehr im Weg. Meldet euch einfach einfach bei uns via E-Mail. Wir leiten eure Bewerbungen dann an die Stelle beim NMag weiter, von welcher ihr dann weitere Informationen erhalten werdet.

Review: A Dirty Carnival

Wenn man sich Filme aus dem Genre des Gangsterfilms anschauen möchte, endet die Suche für fast jeden meist bei Titeln wie Der Pate, Goodfellas oder Scarface. Das amerikanische Kino ist geradezu bekannt für diesen Filmzweig, doch auch Südkorea möchte sich behaupten und so versucht Regisseur Ha Yu in die Fußstapfen von Martin Scorsese zu treten.

Vorweg kann man getrost sagen, dass dies Ha Yu nicht gelungen ist, obwohl die Story den Grundzügen des Gangsterfilms folgt und auch Potential dazu hat. A Dirty Carnival erzählt die Geschichte des Kleinkriminellen Kim Byung-doo. Der möchte sehr gerne innerhalb der Organisation aufsteigen, doch sein direkter Vorgesetzter Sang-chul bezahlt ihn nicht nur sehr schlecht, sondern lässt ihm auch keine Möglichkeit, sich zu beweisen. Eines Tages wird Sang-chul vom Boss der Organisation beauftragt, einen unliebsamen Rechtsanwalt aus dem Weg zu räumen, doch lässt er zu viel Zeit verstreichen, um den Auftrag auszuführen. Die Gelegenheit ergreift Byung-doo und macht somit auf sich aufmerksam. Auf einmal ist er nicht nur in der Verbrecherbande hoch angesehen, sondern hat auch viel mehr Zeit für seine Freunde. Als er bei einem Klassentreffen auf seine Jugendfreundin Hyun-ju stößt, bahnen sich Gefühle bei ihm an. Hyun-ju ist allerdings nicht so wirklich von der Tätigkeit überzeugt, die Byung-doo ausübt. Während der Protagonist dieses Problem sicherlich mühelos beseitigen könnte, ist es viel mehr sein Freund und Regisseur Min-ho, der ihm ein großes Problem bereiten wird. Für Min-hos neuen Film erzählt Byung-doo ihm von seiner Arbeit, welcher die Situationen fast in derselben Form in seinem eigenen Werk verarbeitet. Byung-doo muss Min-ho töten oder um sein eigenes Leben bangen. Die Auflösung des Films ist dabei sehr überraschend.

Schmutzige Maskerade

Byung-doo wird in A Dirty Carnival von Jo In-seong gespielt, welcher deutlich zur Person des Gauners beträgt. Während Byung-doo bei seiner Arbeit je nach Situation ehrenvoll oder respektlos vorgeht, ist er gegenüber seinen Freunden stets höflich und unterstützt sogar seine Familie mit finanziellen Mitteln, als diese aus ihrem Haus ausziehen muss. Sang-chul ist eher unsympathisch, egoistisch und nur auf sein Wohl konzentriert, scheut sich allerdings vor der Drecksarbeit, die das Oberhaupt der Organisation von ihm verlangt. Hwang, gespielt von Ho-jin Chun, ist allerdings der stärkste beziehungsweise bodenständigste Charakter des Films. In dieser Dreieckskonstellation spitzt sich der Konflikt zu. Sang-chul erkennt, dass Byung-doo in der Organisation einen neuen Rang erreicht hat und macht sich selbstverständlich um seinen Platz im Gefüge Sorgen, weshalb er Byung-doo ebenfalls aus dem Weg räumen muss. Welche Wendungen stattfinden und vor allem wie der Film überraschenderweise ausgeht, verraten wir an dieser Stelle aber nicht. Über zwei Stunden (exakt 133 Minuten) bleibt die Maskerade von Anfang bis Ende schmutzig. Der auf der Verpackung angepriesene Vergleich mit Scorsese hinkt allerdings, denn Regisseur Ha Yu hat es nicht geschafft, Dialoge geschickt miteinander zu verknüpfen und den makaberen Humor in diesen Gesprächen mit einzubinden.

Kein Scorsese-Film

Selbstverständlich gibt es in A Dirty Carnival auch die eine oder andere witzige Szene, doch ist der Humor schon sehr speziell und man muss asiatische Filme und die Kultur mögen, um dabei schmunzeln zu können. Wer des Koreanischen mächtig ist, schaut sich den Film im Originalton an. Wahlweise lassen sich deutsche oder niederländische Untertitel aktivieren, um den Gesprächen folgen zu können. Die deutsche Synchronisation, die ebenfalls in DTS-HD Master Audio 5.1 auf der Blu-ray vorliegt, ist durchaus gut. Bekannte Sprecher wie Timmo Niesner bereichen die deutsche Tonspur. Das Bildformat liegt übrigens wie gewohnt in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) vor. Bonusmaterial liegt in Form von Making-ofs, Kommentaren von der Filmcrew und den Darstellern auf der Disc bereit. Geschnittene Szenen bereichern das Gesamtpaket. A Dirty Carnival ist sicherlich kein Film, den man sich mehrmals ansehen muss oder vielmehr möchte, so wie es bei den Filmen von Martin Scorsese der Fall ist. In A Dirty Carnival fehlen einfach Schauspieler wie Robert De Niro oder Joe Pesci, die mit ihrer charmanten Art, aber auch sehr düsteren Seite den Zuschauer zur Verzweiflung und zur Bewunderung treiben.  Südkorea hat dennoch in diesem Bereich, zumindest aus der Sicht von westlichen Zuschauern, diesen einen Punkt noch nicht erreicht. Immerhin stimmen Gestiken und Mimiken. Wir hoffen inständig, dass irgendwann einmal ähnliche Darsteller wie De Niro in Korea auf die Bühne treten werden – dann darf es Ha Yu gerne noch einmal probieren.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich freue mich immer so sehr darüber, wenn ein Publisher auf der Verpackung eines Films Vergleiche mit anderen Filmen oder gar den Qualitäten eines Regisseurs solcher Streifen anstellt. In den meisten Fällen entpuppen sich solche Marketing-Strategien in der Realität als heiße Luft. So ist es leider auch bei A Dirty Carnival. Der Film ist selbstverständlich nicht schlecht, doch der Vergleich mit Regisseur Martin Scorsese hinkt gewaltig. Die Handlung entfaltet sich immer mehr – sie wird kurzum interessanter, doch das Gefühl, man müsse Byung-doo als coolen Protagonisten annehmen, kommt einfach nicht auf. Während ich bei Goodfellas direkt mitgrinsen muss, wenn Robert De Niro dem Barkeeper hundert Dollars gibt, um die Eiswürfel kalt zu halten, kann Jo In-seong mir nicht einmal ein müdes Lächeln aufs Gesicht zaubern, wenn er nur mit Boxershorts durch die Wohnung eines Schuldners spaziert. Solche Momente reißen die Atmosphäre von A Dirty Carnival dann und wann auseinander, doch dann gibt es wiederum Szenen, die ein Scorsese nicht hätte besser machen können. Beispielsweise die kritische Auseinandersetzung von Byung-doo mit seiner Arbeit, als er seinem Freund alles über diese erzählt und ihm am Set sogar teilweise die eine oder andere Anweisung gibt. Obwohl ich südkoreanische Action-Filme mag, müssen die Koreaner beim Gangsterfilm unbedingt noch aufholen. So funktioniert der Titel nur bedingt.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von A Dirty Carnival!

Prime Time: Dragonball (Movies 1 – 4) Unboxing

Nachdem wir euch bereits die Beschaffenheit der ersten und zweiten TV-Serienbox von Dragonball vorgestellt haben, ist heute das Unboxing-Video an der Reihe. Hier stellen wir der ersten vier Dragonball-Filme in einer Box vor. Zudem erzählt euch Eric ein paar wenige Einzelheiten zu den vier Filmen. Die inhaltlichen Stärken und Schwächen der Filme klären wir noch viel genauer in unserem Review.

Review: Invisible Target

Nachdem Regisseur und Drehbuchautor Benny Chan mit New Police Story und Rob-B-Hood zwei gute und vor allem sehr bekannte Filme auf die Leinwand gezaubert hat, hat er mit dem Film Invisible Target ein weiteres Werk veröffentlicht, welches von vorne bis hinten mit sehr guten Darstellern, einer intelligenten Story und furioser Action glänzt.

Invisible Target erzählt die Geschichte dreier Polizisten, welche nicht in derselben Abteilung arbeiten und auch nicht denselben Rang dekorieren. Als dann aber ein Geldtransporter von einer geschwisterlichen Verbrecherbande überfallen wird, kommt die Verlobte des Polizisten Chan Chun bei der Explosion einer Bombe ums Leben. Sechs Monate verbringt er seine Zeit damit, die Übeltäter aufzuspüren, bleibt allerdings erfolglos. Als Chun eines Tages bei einer Hausdurchsuchung aus Thailand geschmuggelte Waffen entdeckt, tauchen die Mörder seiner Verlobten wieder auf. Durch diese Verbindung wird der draufgängerische Kommissar Fong Yik Wei und der Straßenpolizist Wai King-Ho mit in die Ermittlung einbezogen. Zusammen suchen sie die Drahtzieher hinter der Operation und stoßen dabei auf einen Feind, der selbst vor Kindesentführung, den Mord an Polizisten und sogar vor Tötungsdelikten in den eigenen Reihen keinen Halt macht. Am Ende ist jedoch nicht alles so wie es scheint, denn die Gauner haben sich mit noch mächtigeren Gegnern verschworen, gegen welche das Dreiergespann fast nichts ausrichten kann. Die Jagd durch die Straßen von Hongkong und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt mit nur einem Ziel: Gerechtigkeit.

Spannung bis zur letzten Minute

Die intelligenten Verknüpfungen zwischen den drei Hauptdarstellern sind das Kernstück der Handlung von Invisible Target. Mit geeinten Fähigkeiten wühlen die drei Beamten den Fall neu um und stoßen dabei immer mehr auf Anzeichen einer Verschwörung. In so gut wie jeder Minute steigt die Spannung kontinuierlich bis zum bombastisch in Szene gesetzten Finale an. Dutzende Glasscheiben, Stühle, Schreibtische, Autos und andere Objekte werden zerstört, um die Geschichte unterhaltsam mit Action zu schmücken. Neben Schusswaffenduellen kommt in diesem Hongkong-Spektakel auch der Kung-Fu-Inhalt nicht zu kurz. Sobald die Munition eines Polizisten aufgebraucht ist, muss man eben zu anderen Maßnahmen greifen. In Benny Chans Meisterwerk sehen die Kampfeinlagen nicht schlechter aus, als in bekannten Kung-Fu-Filmen wie Once upon a Time in China oder Ip Man. Das liegt selbstverständlich auch an den sehr guten Schauspielern, wie Nicolas Tse (bekannt aus Dragon Tiger Gate), Shawn Yue, Wu Jing und Jaycee Chan, dem Sohn von Multitalent Jackie Chan. Alle Darsteller waren für ihre Stuns selbst verantwortlich, was uns sehr gut gefällt und dem Film mehr Natürlichkeit verleiht, als einem US-amerikanischen Film, wo für jede auch noch so geringfügig gefährliche Szene ein Filmdouble für den Schauspieler übernimmt.

Meisterwerk des Hongkong-Kinos

Aber auch die anderen Schauspieler, etwa Elanne Kwong, Candy Liu und Lisa Lu, machen Invisible Target zu etwas Besonderem. Respekt verdient hat vor allem Lisa Lu, die im hohen Alter noch ihren Text in Kantonesisch gelernt hat. In der Rolle von Wai King-hos Großmutter verleiht sie den eher heiteren Stellen des Films einen ganz besonderen Charme. Auf der Blu-ray liegen zwei Tonspuren vor. Zum einen können wir den Film auf Kantonesisch genießen und auf Wunsch deutsche oder niederländische Untertitel hinzuschalten, oder uns auch an der sehr guten deutschen Synchronisation erfreuen. Egal für welche Tonspur wir uns entscheiden – der Film sorgt mit seinen tollen Schauspielern, der durchdachten und zusammenführenden Story, sowie der brachialen Action und den atemberaubenden Stunts 125 Minuten lang für sehr gute Unterhaltung. Der im 16:9-Format (2,35:1) gehaltene Film wirkt in 1080p sehr scharf, doch an sehr, sehr wenigen Stellen wirkt das Bild unschön körnig. Dem Gesamtbild schadet dies aber nicht, denn auch das Bonusmaterial, welches leider nur in SD-Qualität vorliegt, kann um die neunzig Minuten lang unterhalten beziehungsweise über den Film informieren. Unter das Zusatzmaterial fällt zum einen das Making-of, die Premierenfeier, mehrere Vergleiche vom Storyboard zum Film und bewegtes Bildmaterial zu den Stunts und der Action. Im Vergleich zu anderen Filmen der Machart fallen leider keinerlei Höhepunkte auf. Schade. Dennoch überzeugt Invisible Target vom Anfang bis zum tollen Schlusslied Goodbye von Chang chen-yue und gehört definitiv zum Pflichtprogramm eines jeden Fans von Hongkong-Filmen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wer meine Artikel bereits seit einiger Zeit verfolgt, der wird wohl sehr gut wissen, dass ich mich mit amerikanischen Action-Filmen so gut wie gar nicht mehr identifizieren kann. Es gibt zwar immer mal wieder Ausnahmen wie Hollywood Cops, die mich aber eher aufgrund der Schauspieler zum Zuschauen bewegen und dabei nicht ganz so ernst sind, wie es beispielsweise Invisible Target ist. In asiatischen Gefilden finde ich immer mehr Filme, die nicht auf – für mich – unnötige und vor allem übertriebene Computereffekte bauen. Bei Invisible Target stehen die tollen Darsteller, die packende Story und die sehr natürliche Action im Mittelpunkt. Sicherlich gibt es auch hier Szenen, die etwas aufgesetzt wirken, doch den Bogen definitiv nicht überspannen, wie es bei US-amerikanischen Filmen leider sehr, sehr oft der Fall ist. Die angesprochenen positiven Elemente, gepaart mit dem Hongkong-Setting machen Benny Chans Invisible Target zu einem unvergesslichen Meisterwerk und einem Genuss für jeden Fan chinesischer Action-Filme!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Invisible Target!

Review: Kid Icarus: Von Mythen und Monstern

Als Ikarus mit seinem Vater Dädalus im Labyrinth des Minotaurus eingesperrt wurden, erfand Dädalus Flügel aus Federn und Wachs. Ikarus wurde jedoch übermütig und flog zu nah an die Sonne heran, so dass das Wachs der Flügel schmolz und er somit ins Meer stürzte und starb.

So wird diese Geschichte der griechischen Mythologie über Generationen weitergegeben, um die Gier nach der Sonne durch die Götter zu unterbinden beziehungsweise davor zu mahnen. In Nintendos mittlerweile dreiteiliger Kid-Icarus-Sage geht es allerdings nicht um diesen hier vorgestellten Mythos, sondern um den Engel Pit. Der einzige Zusammenhalt der Mythologie und Nintendos Fiktion ist wohl der, dass Pit über Flügel verfügt und die Spielwelt dann doch sehr der griechischen Mythologie nachempfunden ist. In einer Zeit des Friedens lebten Engel und Menschen friedlich unter dem Schutz der Göttin Palutena nebenher. Eines Nachts erfährt sie einen seltsamen Traum. Ein Traumdeuter enträtselt diesen und kommt zum Schluss, dass das Land der Engel von einem Dämonen namens Orcos angegriffen werden wird. Als er den Namen des Dämons ausspricht, verwandelt sich der Traumdeuter zu Stein. Sofort ruft sie den Anführer der Ikarus-Armee Pit zu sich. Pit erhält von ihr drei Missionen, die er erfüllen muss, um das Land der Engel und die Göttin Palutena zu schützen. Pit soll sich den Unterweltturm hinaufkämpfen, die Oberwelt erstürmen und die luftigen Höhen des Himmelsturms erobern. Wenn Pit seinen Auftrag erfüllen sollte, wäre es ihm möglich, die drei heiligen Artefakte des Reiches zu tragen und zum Himmelspalast zurückkehren zu dürfen. Am Ende wird er sich dem Dämonen Orcos stellen müssen, dessen Identität bisweilen noch immer ungeklärt ist.

Türenwelt

Ganz so sehr ausgeschmückt wird die Geschichte im Spiel selbst nicht, doch die elektronische Bedienungsanleitung der Virtual-Console-Fassung auf dem 3DS gibt uns jedoch einen guten Grund vor, in den Kampf gegen Orcos zu ziehen. Wie im Vorgänger und ersten Teil der Saga läuft das Geschehen in einer zweidimensionalen Ansicht ab. Wir laufen und hüpfen mit Engel Pit durch vier große Welten und erschießen dabei mit den Pfeilen unseres Bogens laufend die anstürmenden Gegner, die es sich im Land der Engel gemütlich machen möchten. Besiegte Ungetüme hinterlassen oftmals klischeehafte Herzen, die wir einsammeln dürfen. Mit Herzen füllen wir allerdings nicht wie in The Legend of Zelda unsere Energie auf. Stattdessen nutzen wir die roten Objekte als Zahlungsmittel bei den immer mal wieder auftauchenden Händlern. Erblicken wir eine Tür, kann sich der nächste Händler dahinter befinden, bei dem wir uns mit Heilwässern, Hämmern, Schlüsseln, Bleistiften oder Fackeln eindecken dürfen. Es gibt sogar die Möglichkeit, auf dem Schwarzmarkt seltene Items zu kaufen – beispielsweise gestohlene Waffen. Die Preise für die raren Objekte sind natürlich deutlich höher, doch können wir den Preis mit etwas Glück herunterhandeln. Das wird zwar nicht so detailreich wie elf Jahre später in Star Fox Adventures geschildert, doch allein die Möglichkeit dazu verblüfft uns 1991 dann doch sehr. Hinter so mancher Tür verbirgt sich auch die eine oder andere Schatzkammer.

Mythologisches Spiel

Ist uns Fortuna hold und zerbrechen nicht den Krug in dem sich der Gott der Armut aufhält, werden wir mit einem seltenen Item belohnt. Stolpern wir zufällig in andere Räume, wie beispielsweise die Fledermauskammer hinein, sollten wir schleunigst wieder ins eigentliche Level zurückkehren, um keinen Schaden zu nehmen und den virtuellen Löffel abzugeben. Wer aber mit Konzentration immer bei der Sache ist, wird gelegentlich mit Power-ups belohnt oder freut sich spätestens dann über die drei Artefakte, die das Spieltempo nochmals gehörig anziehen. Wir verraten an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen nichts über diese Gegenstände, doch wer mehr darüber wissen möchte, erfährt es (leider) auch in der Spielanleitung auf dem 3DS. In jeder Stage gibt es übrigens unterschiedliche Gegner, die das Abenteuer interessanter machen. Besonders ein alter Mann namens Pythagoras, der mit Dreiecken um sich schmeißt, hat uns ganz besonders imponiert und beweist den Humor des Spiels, der dann und wann in Erscheinung tritt. Nachdem anfliegende Zyklopenschädel, attackierende Neumonde und auch bissige Schlangen in Massen besiegt wurden, taucht am Ende einer Welt ein Bossgegner, wie etwa der eingangs erwähnte Minotaurus auf. Dank Speicherfunktion ist das Abenteuer nicht mehr ganz so frustreich, wie es vielleicht noch beim Vorgänger war, womit das Spiel wohl deutlich mehr Spieler ansprechen dürfte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Meinen ersten Kontakt mit Kid Icarus hatte ich 2007, als der erste Teil der Reihe im Wii-Shop-Kanal angeboten wurde. Ich habe nie mehr als eine Viertelstunde mit dem Spiel verbracht, da es mir manchmal einfach zu ungriffig war, doch trotzdem sehe ich ein, dass es sich bei Kid Icarus um einen Klassiker der Videospielgeschichte handelt und ich sehr froh bin, dass Nintendo das Franchise in diesem Jahr sogar noch einmal ausgegraben hat – das war vor fünf Jahren absolut nicht abzusehen, doch der Ruf der Fans nach einem dritten Teil war dann spätestens nach Pits Auftritt in Super Smash Bros. Brawl dann doch zu groß, als das man ihn ignorieren konnte. Als guten Einstieg ins Franchise kann ich den zweiten Teil absolut empfehlen, da der dank der Speicherfunktion nicht mehr ganz so schwierig wie sein Vorgänger ist und Neulinge sich deutlich weniger in die Enge getrieben fühlen dürften. Wer Spiele mag, in denen Sprünge und andere Aktionen oft genau abgestimmt sein müssen, wird mit Kid Icarus: Von Mythen und Monstern seine wahre Freude haben. Ich hatte jedenfalls schon deutlich mehr Spaß mit dem Titel und freue mich – immer noch – endlich den dritten Teil spielen zu dürfen, denn das habe ich bisher immer noch nicht zeitlich auf die Reihe bekommen. Der nächste verregnete Nachmittag kommt bestimmt!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Mega Man: Dr. Wily’s Revenge

Die Mega-Man-Spiele haben den Ruf, besonders schwierig gestaltet zu sein. Anfänger haben es mit Capcoms Reihe sichtlich schwer. Das ändert sich bei diversen Spin-offs ebenfalls nicht – Mega Man: Dr. Wily’s Revenge reiht sich deswegen auch munter in die Tradition ein.

Einst wollte Dr. Wily die Weltherrschaft gewaltsam an sich reißen, doch sein Konkurrent Dr. Light hat mit Mega Man einen Superroboter erschaffen, der sich gegen den durchtriebenen Dr. Wily stellte. Die ersten beiden Mega-Man-Spielen für das Nintendo Entertainment System liegen zeitlich also hinter uns, doch Dr. Wily gibt nicht auf und schürt schon neue Pläne, wie er die Weltherrschaft an sich reißen will. Diesmal sinnt er darauf, die Arbeitsautomaten von Dr. Light zu gefährlichen Superrobotern umzurüsten. Mega Man setzt sich ein weiteres Mal für Recht und Ordnung ein. Er eilt in die Stadt, um Dr. Wily von seinen Plänen abzubringen. Obwohl sich die Geschichte von Mega Man immer und immer wieder in recht ähnlicher Form wiederholt, ist das der treuen Fangemeinde grundsätzlich egal. Sie erwarten von einem neuen Mega-Man-Titel keine tiefgründige Story, sondern ein herausforderndes Gameplay mit vielen fiesen Stellen, an denen normale Spieler schnell die Lust vergehen wird. Wer nun immer noch Lust verspürt, sich in Mega Mans erstes Handheld-Spiel zu stürzen, wird dafür mit dem Inhalt belohnt, den wir hier gerade angesprochen haben. Bevor wir Dr. Wily das Handwerk legen dürfen, stehen wir vor der Auswahl von gerade einmal vier Levels, die wir in einer beliebigen Reihenfolge absolvieren müssen, um die andere Hälfte des Abenteuers erleben zu dürfen.

Entscheidungsfreiheit

Das Besondere an diesem System ist, dass am Ende eines Spielabschnitts jeweils ein Boss auf uns wartet, den es zu besiegen gilt. Sind wir im Kampf erfolgreich, erhalten wir eine neue Waffe, die bei einem der anderen Bossgegner entweder mehr oder weniger Schaden verursacht. Fans der Spiele konnten damals noch mit Bleistift und Papier und heute über das Internet die beste Route durch das Spiel notieren und mit anderen Fans teilen und gegebenenfalls aktualisieren. Dieses Phänomen ist für Nichtkenner kaum zu verstehen, doch wer einmal nur bis zum Ende einer Stage gelangen konnte, wird sehr wohl wissen, wie wertvoll diese Weisheiten sind. So fliegt der Rolling Cutter wie ein Bumerang durch die Lüfte, der Thunder Beam verursacht bei den Gegnern Blitzschaden und der Ice Slasher friert die Feinde ganze fünf Sekunden lang ein. Neben diesen Waffen gibt es übrigens noch weitere, die nur darauf warten, von uns ausprobiert zu werden. Erste Versuche sollten gegebenenfalls an kleinen Gegnern ausprobiert werden, um die Wirkung oder eher gesagt die Funktionsweise zu verstehen. Die Bosskämpfe am Ende der Levels sind dafür nur bedingt geeignet, obwohl schlussendlich hier die Bewegungsweise und die Taktik des Feindes studiert werden, sowie die richtige Entscheidung, welche Waffe nun genutzt werden soll, getroffen werden muss. Das System hat sich bis heute kaum verändert.

Der hohe Schwierigkeitsgrad für unterwegs

Optisch hinken die Levels ihren Vorbildern der Nintendo-Entertainment-System-Versionen in Punkto Vielfältigkeit zwar etwas hinterher, doch sind die Levels auf keinen Fall detailärmer und vor allem auch nicht weniger schwer. Fans erwartet in Mega Man: Dr. Wily’s Revenge genau das, was sie von einem Spiel der Reihe erwarten. Sprünge möchten somit in den Levels genau abgestimmt werden. Wer einmal auch nur eine Viertelsekunde zu früh abspringt, fällt oft in einen mit Stacheln gepflasterten Abgrund. Jene Zacken sind seit jeher das Todesurteil für unseren blauen Bomber. Wer den genauen Zeitpunkt des Absprungs von einer Kante übrigens verpasst, der wird wohl auch in den Abgrund fallen oder eher gesagt hineinlaufen. In einem Spiel von 1991 ist es zudem auch noch so, dass besiegte Gegner wiederkehrten, wenn der  Bildschirmausschnitt verlassen und wieder betreten wurde. Es ist allerdings sehr, sehr schade, dass Capcom keine Speicherfunktion in den Titel eingebaut hat. Das ist sehr ärgerlich, da das Passwortsystem relativ umständlich zu notieren ist. Besitzer der Virtual-Console-Fassung auf dem 3DS freuen sich aber auch hier über das interne Speichersystem des 3DS. Der Titel richtet sich in erster Linie an Fans und Spieler, die nichts gegen einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad einzusetzen haben. Die werden dann auch lange Zeit unterhalten werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Ich gebe sehr gerne zu, dass ich es noch nie in meinem Leben geschafft habe, einen Mega-Man-Teil durchzuspielen. Ich liebe es zwar, dass mich ein Spiel fordert, aber meistens habe ich leider nicht die Zeit, stundenlang immer und immer wieder an derselben Stelle zu versagen und dutzende Anläufe in Kauf zu nehmen. Immerhin gibt es jetzt mit Mega Man: Dr. Wily’s Revenge eine gute Möglichkeit, mit der ich unterwegs mein Können schulen kann. Wer mit den Spielen groß geworden ist und den ersten GameBoy-Ausflug des blauen Bombers verpasst hat, bekommt jetzt eine sehr günstige Gelegenheit den Titel nachzuholen. Es gibt aber, wie ich das in meinem Freundeskreis immer wieder mit bekomme, die sich gegen Mega Man sträuben. Das kann ich sehr gut verstehen, doch auch ich war damals etwas unschlüssig. Nachdem ich den ersten Teil auf dem Nintendo Entertainment System gespielt habe, waren meine Zweifel allerdings wie weg geblasen. Mega Man: Dr. Wily’s Revenge könnte für Unschlüssige aufgrund der portablen Verfügbarkeit ja eventuell der Einstieg in die Reihe sein. Ich kann ihn jedenfalls nur empfehlen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Prime Time: Blue Exorcist (Vol. 1) Unboxing

Nachdem wir Blue Exorcist bereits in unserem Review ausführlich vorgestellt haben, möchten wir euch in unserem Unboxing-Video zusätzlich neben der Beschaffenheit der Pappbox auch noch die beiliegenden Tarot-Karten und die Postkarten vorstellen. Zudem erzählt Eric euch noch ein paar Einzelheiten zum Anime und zu den Charakteren.

Neue Partnerseite: Manga-Review

Heute möchten wir unsere frische Partnerschaft mit Manga-Review bekanntgeben. Seit Mai 2012 findet ihr auf der Website von unserem Partner Manga-Review Rezensionen und andere Artikel zu und über Animes und Mangas. Dort schreiben fünf selbst ernannte Manga- und Anime-Freaks ihre Meinung zu den besagten Themen nieder. Das Ziel von Manga-Review ist es, gemeinsam mit der Community zu wachsen und mit dieser Manga-Review um weitere Inhalte und Funktionen zu ergänzen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei unserem neuen Partner einmal vorbeischauen möchtet. Falls ihr immer auf dem Laufenden sein möchtet, empfehlen wir euch zudem die Facebook-Seite von Manga-Review.

Review: Blue Exorcist Vol. 1

Gerade einmal ein Jahr hat es gedauert, bis die Serie Blue Exorcist hierzulande auf DVD und Blu-ray erschienen ist. Wir haben uns in einem Rutsch die ersten sieben Episoden angeschaut und sind von der Geschichte über die Exorzisten sehr angetan.

Rin und sein Zwillingsbruder Yukio könnten nicht verschiedener sein. Musterschüler Yukio ist ordentlich und bringt seinem Vater keine Schande. Rin hingegen ist ein Raufbold – ständig prügelt er sich und zudem schafft er es nie, einen neuen Job auch länger als einen Tag lang zu behalten. Ziehvater und Priester Fujimoto liebt dennoch seine beiden Söhne, als ob sie sein eigen Fleisch und Blut wären. Eines Tages öffnet sich jedoch in Assiah, also in unserer Welt, das Tor zur Welt der Dämonen. Aus dieser Gehenna genannten Dimension strömen nun böse Kräfte in die Welt der Menschen und trachten nach Rins Körper. Dieser weiß nämlich nicht, dass er der Sohn des obersten aller Dämonen ist. Satan schafft es, die Kontrolle über Fujimoto zu übernehmen und versucht nun Rin mit sich zu nehmen. Zum Glück ist Fujimoto stärker als Satans Verlangen und tötet sich selbst, um den Teufel zu vertreiben und Rin zu schützen. Mit Fujimotos Ableben beginnt für Rin und Yukio ein neuer Lebensabschnitt. Beide verlassen den Stift, um an einer großen Akademie zu lernen. Rin erhält sogar vom Direktor Mephisto Pheles persönlich die Möglichkeit, zu einem Exorzisten ausgebildet zu werden. Da sein einziges Ziel darin besteht Satan zu besiegen, willigt er schnell ein. Zu seiner großen Verwunderung muss er jedoch feststellen, dass Yukio sein Lehrer im Kolleg ist und ihn künftig unterrichten wird.

Supernatural lässt grüßen

Mit diesem Ausgangspunkt beginnt die Handlung von Blue Exorcist ins Rollen zu geraten. Es ist schön zu sehen, dass die Story sehr temporeich und auch wendungsreich erzählt wird. Wir lernen schnell neue Charaktere kennen, die sich wunderbar in das Gesamtwerk eingliedern – beispielsweise die junge Shiemi, die aufgrund Krankheit und einer zu engen Bindung zu ihrer Großmutter es nie geschafft hat, Freundschaften aufzubauen. Dem Hauptprotagonisten Rin ist übrigens Ryūji am ähnlichsten, der Satan ebenfalls herausfordern will, um seinen Tempel vor dem Untergang zu retten. Da beide Charaktere allerdings starke Hitzköpfe sind, sind natürlich Konfrontationen nicht ausgeschlossen. Durch die vielen Persönlichkeiten ergibt sich in Blue Exorcist ein munteres Gesamtbild, welches aus viel Wortwitz und kurzen, aber effektreichen Kämpfen gegen die Welt der Dämonen besteht. Wer übrigens die fünfte Staffel der Mystery-Serie Supernatural kennt, wird so die eine oder andere Ähnlichkeit zwischen Rin und Yukio erkennen. Auch Fans von alten Filmklassikern wie Der Exorzist dürfen ruhig einen Blick bei Blue Exorcist riskieren. Einzig und allein die Verschmelzung westlicher Architektur samt den dazugehörigen Religionen wirken in der japanischen Welt gewöhnungsbedürftig. Die ersten sieben Episoden ergeben eine gesamte Laufzeit von 175 Minuten (25 Minuten pro Folge). Das Bild in 1080p und im 16:9-Format macht zudem einen gestochen scharfen Eindruck.

Tarot-Karten in der limitierten Fassung

Egal ob die wundersame Architektur von Heiligkreuz eingefangen wird oder bei Rins Wutausbrüchen die blauen Flammen um ihn herum nur so sprießen – die kräftigen Farben passen hervorragend in das Gesamtbild. Ebenfalls nicht zu verachten ist die deutsche Synchronisation. Für Rin wurde beispielsweise Dennis Saemann und für Yukio Tobias Diakow ausgewählt. Sie verleihen den Charakteren in der deutschen Tonfassung genügend Ausdruck, um das Geschehen spannend erzählt zu halten. Die japanische Synchronisation ist natürlich auch hier wieder ein Stückchen besser – hier hören wir zum Beispiel Jun Fukuyama, den einige von euch sicherlich noch aus Animes wie Vampire Knight oder Bakuman kennen sollten. Wer des Japanischen (noch) nicht mächtig ist, freut sich über deutsche Untertitel – diese können aber leider nicht ausgeschaltet werden. Schade, aber so etwas kennen wir von anderen Animes bereits. Bonusmaterial ist bis auf ein paar Trailer zu weiteren Anime-Virtual-Angeboten nicht vorhanden. Das finden wir schade, da wir gerne Hintergrundinformationen von der Idee bis zur Umsetzung hätten erfahren wollen. Immerhin liegen der Erstauflage von Blue Exorcist zwei Postkarten und auch noch fünf Tarot-Karten bei – für Sammler ein netter Zusatz. Wir sind von den ersten sieben Episoden sehr angetan und freuen uns schon auf die nächsten 18 Folgen. Schließlich wolle wir wissen, wie die Geschichte um Satans Sohn endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Von der Exorzistenserie Blue Exorcist habe ich bis zur Veröffentlichung eigentlich noch gar nicht so viel gehört. Als ich dann jedoch die Blu-ray in das Laufwerk meiner PlayStation 3 legte und mir die erste Episode angeschaut hatte, musste ich einfach weiterschauen. Von der ersten Minute an hat mich die Serie in ihren Bann gezogen. Die Geschichte ist spannend, schnell und wendungsreich erzählt. Das Einzige, was ich tatsächlich an Blue Exorcist bemängele, ist die Vermischung westlicher Architektur samt religiösen Ansichten mit der japanischen Kultur. Das passt für mich vorne und hinten nicht, doch deswegen werde ich jetzt natürlich nicht mit der Serie abbrechen. Trotz der Kritik möchte ich nämlich unbedingt erfahren, wie die Geschichte von Rin und Yukio weitergeht. Da ist es schade, dass die restlichen Episoden erst im Laufe des Jahres wieder zusammengefasst in Bündeln erscheinen werden. Diese Wartezeit kann ich aber auch gerne mit anderen Animes überbrücken – dann ist die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den Charakteren danach auch noch größer. Supernatural-Fans und Freunde des alten Filmklassikers Der Exorzist mit dem Drang nach Animes sollten sich Blue Exorcist auf keinen Fall entgehen lassen.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blue Exorcist Vol. 1!

Prime Time: Dragonball (TV-Serie, Box 2) Unboxing

Nachdem wir uns vor einiger Zeit bereits die erste TV-Serienbox von Dragonball in einer Prime-Time-Ausgabe angeschaut haben, folgt heute das zweite Unboxing-Video zu der zweiten TV-Serienbox des Animes. Dazu erzählt euch Eric noch etwas zur Handlung der 28 Episoden der zweiten Box und auch etwas zu den auftretenden Charakteren.

Review: Dragonball: Box 2 (Episoden 29-57)

Nachdem wir uns im letzten Monat die erste Serienbox von der Serie Dragonball angeschaut haben, konnten wir uns in diesem Monat bereits der zweiten von insgesamt sechs Ausgaben widmen, in der es genauso lustig und obendrein genauso spannend weitergeht.

Nachdem die neu gewonnenen Freunde in den ersten 28 Episoden zum ersten Mal auf die Suche nach den mysteriösen Dragonballs gegangen sind, Son Gokū viele Monate lang beim Herrn der Schildkröten trainiert und das große Turnier nur knapp verloren hat, ist mittlerweile genügend Zeit ins Land gestrichen. Die Dragonballs sind aus ihrem steinernen Schlaf erwacht und da Son Gokū gerne die Drachenkugel, die ihm einst sein Großvater geschenkt hat, zurück erlangen möchte, begibt er sich erneut auf die Suche nach den sieben Kugeln. Die Suche nach den Dragonballs beginnt langsam und die Geschichte nimmt sich genügend Zeit, kleine Story-Ausflüge anzureißen oder neue Handlungsstränge aufzuwerfen. Je näher Son Gokū allerdings den Dragonballs kommt, desto öfters wird er mit alten und neuen Widersachern konfrontiert. Das wäre zum einen der kleine, reiche und fiese Prinz Pilaw, der jetzt mit einem fliegenden Schloss in den Wolken auf der Suche nach den Dragonballs ist und zum anderen wäre das auch die gefürchtete Red-Ribbon-Armee. Der Kommandant der militärischen Einrichtung trachtet offenbar nach der Weltherrschaft und schickt seine gefährlichsten Oberbefehlshaber erst auf die Suche nach den Drachenkugeln. Später jedoch sollen eben diese Männer Jagd auf Son Gokū machen, da dieser dem Kommandanten auf lange Sicht ein Dorn im Auge sei.

Dragonball-Dr.-Slump-Crossover

Die Episoden 29 bis 57 umfassen somit den ersten Teil der zweiten Suche nach den Kugeln. Wir erleben unter anderem, wie Oberst Silver, Prinz Pilaw und Son Gokū einen Dragonball gleichzeitig suchen und wie es Son Gokū in die nördliche Hemisphäre verschlägt, zusammen mit Bulma und Kuririn auf Schatzsuche geht und schlussendlich im beschaulichen Städtchen Pinguinhausen strandet. Besonders die letzten Folgen in Pinguinhausen gehören wohl zu den bekanntesten und lustigsten Episoden in Dragonball, zumal der Handlungsstrang auch in der Serie Dr. Slump (jener Manga spielt auch im Dragonball-Universum) ebenfalls einmal mehr aufgegriffen wird. An dieser Stelle hoffen wir sehr, dass Dr. Slump früher oder später auch auf DVD veröffentlicht wird (gerne auch die hierzulande eher unbekannte erste Serie). Die Geschichten aus Pinguinhausen über Senbei Norimaki, Arale und Co. würden wir uns sehr gerne in Erinnerung rufen. In Dragonball ist und bleibt es das einzige Crossover der beiden Franchises – alles andere würde die Dragonball-Handlung aber auch zu weit weg vom Ursprung führen. Dieser kommt in der zweiten Serienbox hingegen wieder zur Geltung. Die Suche nach den Dragonballs ist so spannend wie in den ersten Episoden und auch die Kämpfe gegen die Oberbefehlshaber der Red-Ribbon-Armee steuern ihren Teil zum Geschehen bei.

Umstellung auf Originalbezeichnungen

Optisch haben sich die Episoden der zweiten Serienbox ebenfalls verbessert. Zwar gibt es hier und da noch kleinere Bildverunreinigungen, doch die sind nicht der Rede wert. Wichtiger ist es aber, dass das Bild im 4:3-Format nun nur noch wackelt, wenn auch wirklich ein Erdbeben angedeutet werden soll. Über diese technische Verbesserung freuen wir uns ebenso sehr, wie die endlich erfolgte Umstellung auf Originalbezeichnungen. Diese Umbenennungen treten zwar erst bei den letzten Episoden in dieser Box auf, doch die Schockwelle der alten Ahnen hat ausgedient und wird nun als Kamehame Ha bezeichnet. Son Gokūs Überschallwolke hört nun auch auf den Namen Jindujun – so wie wir es auch aus den späteren Abenteuern unseres Helden kennen. Für die musikalische Begleitung zeichnet sich niemand geringeres als Shunsuke Kikuchi verantwortlich. Seine fröhlichen und bedrohlichen Melodien begleiten uns seit jeher hervorragend durch das Dragonball-Universum. Wie schon bei der ersten Serienbox liegt auch bei der zweiten Box nur die deutsche Synchronisation in der RTL2-Fassung über die komplette Laufzeit von circa 620 Minuten vor. Eine japanische Synchronisation und ungeschnittenes Bildmaterial ist wieder einmal nicht vorhanden, aber das haben wir erwartet. Das mag zwar schade sein, doch wer nur die gute deutsche Tonfassung erleben möchte, wird auch mit der zweiten Serienbox, die wir in unserer Prime Time ebenfalls vorstellen, sehr zufriedengestellt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 29 – 57 der Serie): Ich habe ganz verdrängt, wie sehr die Serie nach dem ersten großen Kampfsportturnier ausgeschmückt wurde. Viele neue Charaktere, wahnwitzige Ideen (Son Gokū in Pinguinhausen) und abwechslungsreiche Orte machen die zweite Serienbox zu einem Genuss für Dragonball-Fans. In gerade einmal drei Tagen habe ich mir alle Episoden angeschaut, da sie für mich einfach spannend gestrickt sind und mich mit ihrem ganz speziellen Humor bei Laune halten können. Dragonball ist auch hier noch einfach der Anime für mich, mit dem ich mich am meisten identifizieren kann. Eine gute und witzige Handlung, spannende Kämpfe, illustre Charaktere und wahnwitzige Ideen. Das bekomme ich zwar auch in ein paar anderen Animes geliefert, aber Dragonball schafft genau das wie aus einem Guss zu erreichen. Ich danke Akira Toriyama dafür, dass er Dragonball geschaffen hat und eines ist mir beim Anschauen der Serie bewusst geworden: Irgendwann und irgendwie muss Dr. Slump doch ebenfalls einmal auf DVD erscheinen – ich vermisse diese Serie auf einmal wie verrückt, genau so wie ich zuvor Dragonball auf DVD vermisst habe.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Dragonball Box 2 (Episoden 29-57)!

Review: Gargoyle’s Quest

Kuriose Videospielcharaktere gibt es wie Sand am Meer. Ein dämonisches Monster zu spielen kommt allerdings nicht so häufig vor. Im vorliegenden Titel schlüpfen wir doch tatsächlich in die Haut eines Gargoyles und müssen das Ghul-Königreich vor dem Untergang bewahren.

Ursprünglich ist der Protagonist des Spiels ein Bossgegner der alten Videospielserie Ghosts’n Goblins. Dank einer findigen Idee eines Entwicklers verdankt der Gargoyle Firebrand endlich über sein eigenes Spiel. Firebrand hat sich vor einiger Zeit in eine andere Dimension begeben, um seine Kräfte zu stärken. Eines Tages kommen ein paar Boten am Ende ihrer Kräfte zu ihm – eine Armee aus einem fremden Universum sind in das Ghul-Königreich eingedrungen. Sie wollen es unterjochen und da das Reich über keinen einzigen Krieger verfügt, der es gegen die Angreifer aufnehmen könnte, wird Firebrand zurückgerufen. Dieser macht sich natürlich schleunigst auf, um das Königreich der Ghule vor der übermächtigen Armee zu beschützen. Wie für die Zeit üblich, wird die Geschichte im Videospiel selbst nur sehr wage angerissen. In Anbetracht eines halb vorliegenden Rollenspiels ist das allerdings sehr schade, da das Genre von Dialogen und einer hintergründigen Geschichte nur so leben sollte. Gargoyle’s Quest legt den Schwerpunkt anders. Das Gameplay steht im Vordergrund, womit drei unterschiedliche Level-Typen abgedeckt werden. In Gargoyle’s Quest durchqueren wir Action-Levels, diverse Landschaften beziehungsweise Kartengebiete, sowie zusätzliche Kampfszenen. Alle Typen spielen sich völlig unterschiedlich, zielen aber auf ein gemeinsames Ziel hin.

Knüppelharte Levels

Der Titel beginnt ungewöhnlich für die Zeit mit einem Action-Level. Alsbald wir Firebrand kontrollieren, erkunden wir in einer zweidimensionalen Ansicht das Level von links nach rechts. Am Ende des Abschnitts erwartet uns dann meist ein Bossgegner. Am Ende des ersten Levels bekommen wir es beispielsweise mit Zundo Dolfa zu tun, einem riesigen und ebenso gefährlichen Fischmonster. Um gegen die Monster zu bestehen, ist geschicktes Ausweichen in der Regel unumgänglich, denn anfangs verfügen wir lediglich über zwei Kraftpunkte. Werden wir also zweimal getroffen, verlieren wir ein wertvolles Leben. Anschließend müssen wir am zu letzt besuchten Kontrollpunkt uns erneut ins Getümmel stürzen, doch Obacht: Unendliche Versuche haben wir in Gargoyle’s Quest nicht. Das Spiel ist hier knallhart und macht keinen Hehl daraus, uns ganze Abschnitte von vorne besuchen zu lassen. Das fordert und dürfte bei jüngeren und unerfahrenen Spielern für Unmut sorgen. Wer sich aber einmal mit den Levels des Spiels auskennt, der wird beim nächsten Versuch wesentlich zügiger und unversehrt ans Ziel kommen. Sobald wir ein Action-Level erfolgreich abgeschlossen haben, landen wir bald darauf auf einem Kartengebiet, eher gesagt der Oberwelt. Aus der Vogelperspektive kämpfen wir uns hier ins nächste Dorf durch und wie für Rollenspiele aus den Neunzigern nicht anders zu erwarten, werden wir ständig in Zufallskämpfe in der Seitenansicht versetzt.

Altbackene Spielmechanik

Besiegte Gegner hinterlassen Ampullen, die wir beim Besuch der Dörfer und Städte gegen Talismane der Wirbelstürme eintauschen dürfen. Diese stellen die maximale Anzahl unserer Versuche dar. Wer sich zum ersten Mal mit dem Spiel beschäftigt, sollte die Zufallskämpfe nicht scheuen und genügend Ampullen und somit Talismane anhäufen, um nicht im nächsten Dungeon das Zeitliche zu segnen. An bestimmten Stellen im Spiel werden wir mit weiteren Fähigkeiten belohnt. So dürfen wir später länger schweben und dürfen auch mit neuer Magie um uns werfen. Das macht deutlich Spaß, doch da es die Steuerung manchmal nicht ganz so gut mit uns meint, müssen wir den einen oder anderen Schadenspunkt zwanghaft einstecken. Altbacken, wenn damals auch Gang und Gäbe, wirken auch die Optionen mit der Umgebung zu interagieren. Drücken wir die A-Taste, erscheint ein Menü in dem wir den auszuführenden Befehl auswählen. Sprechen, Überprüfen oder Untersuchen sind Auswahlmöglichkeiten, die wir dann und wann in den Gebieten aus der Vogelperspektive auswählen dürfen. Der Titel ist aus heutiger Sicht leider nicht jedem zu empfehlen. Der hohe Schwierigkeitsgrad wird viele Spieler abschrecken und die Spielmechanik eignet sich eher gesagt nur für Profis, die sich mit der Materie schon etwas länger auskennen. Die werden aber umso glücklicher mit dem Titel und für diese Zielgruppe ist Gargoyle’s Quest definitiv mehr als nur einen Blick wert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Im Vorfeld habe ich immer mal wieder von dem Spiel gehört und da der Gargoyle, sofern ich mich richtig erinnere, auch als Helfertrophäe in Super Smash Bros. Brawl vorkam, musste ich doch unbedingt einmal sein eigenes Abenteuer erleben. Nach den ersten unglücklichen Versuchen über das erste Level hinauszukommen, wollte ich meinen 3DS eigentlich frustriert zur Seite legen, doch dann habe ich einige Tage später einen weiteren Versuch gestartet und auf einmal konnte ich mich mit der Mechanik des Spiels von Anfang an anfreunden. Es ist echt erstaunlich, welche Ideen zu Gargoyle’s Quest geführt haben müssen, um so einen Genre-Mix 1990 zu kreieren. Jüngeren und vor allem eher unerfahrenen Spielern möchte ich Gargoyle’s Quest allerdings nicht empfehlen, da der Schwierigkeitsgrad an einigen Stellen wirklich unverschämt hoch ist und man sich ganz genau durch ein Level manövrieren muss. So sind auch Stacheln wie in Mega Man absolutes Tabu-Thema und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass man die Ruhe bewahren muss, wenn man durch einen Gang nach oben fliegt und sich nur alle paar virtuelle Meter an den Wänden festkrallen darf. Wer jetzt immer noch meint, dass er über sehr gute Akrobatikkünste in Videospielen verfügt, sollte bei Gargoyle’s Quest zuschlagen und sein Talent anwenden – er wird es brauchen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Game & Watch Gallery 2

Fans der ersten Game & Watch Gallery mussten etwa ein halbes Jahr lang warten, bis es mit der Serie im eShop weitergehen konnte. Dabei schafft die Reihe auch den Sprung auf den GameBoy Color. Das farbige Minispielvergnügen fühlt sich so schon mal etwas frischer an.

Während wir uns beim Vorgänger noch mit vier Spielen zufrieden geben müssen, ist es bei der Game & Watch Gallery 2 sogar ein Spiel mehr, welches wir jeweils im Klassik-Modus und in der modernen Variante angehen dürfen. Wer die erste Edition der Game & Watch Gallery kennt, der weiß auch, dass wir es bei der klassischen Version der Spielchen wieder einmal mit Mr. Game & Watch zutun bekommen. Dieses Mal gilt es, die versofteten Spiele Parachute, Helmet, Chef, Vermin und Donkey Kong zu meistern. In Parachute befinden wir uns mit dem schemenhaften Mr. Game & Watch in einem Boot auf dem Meer. Aus einem Hubschrauber springen der Reihe nach immer mehr Fallschirmspringer heraus, die wir einsammeln sollen. Dazu bewegen wir das Boot in Intervallen nach links oder nach rechts. Wenn wir uns mit dem Gameplay angefreundet haben, dürfen wir den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Es kommt dann vermehrt vor, dass sich Fallschirmspringer in Palmen verheddern und erst verzögert aufs Meer hinabfallen. Nur wer hier überlegt Entscheidungen trifft, wird einen neuen Highscore aufstellen können. Spielen wir Parachute in der modernen Version, ist es Bowsers Luftschiff, welches am Himmel umherfliegt. Hilflose Toads, Yoshis und Donkey Kong Juniors hüpfen aus dem Fenster, wobei die Einfangprozedur dieselbe ist, doch hier sitzt Klempner Mario mit im Boot.

Munteres Punktesammeln

In Helmet setzt sich Mr. Game & Watch den Arbeiterhelm auf. Zwischen einem Hochhaus und einem Schuppen müssen wir ihn hin und her bewegen, denn es regnet Werkzeuge, denen wir noch dazu geschickt ausweichen müssen. Dann und wann öffnet sich die Schuppentür – es ist an der Zeit die Hütte zu betreten, um die eingesammelten Punkte für das Ausweichen der Werkzeuge einzuheimsen. In der modernen Variante bewegen wir uns mit Mario zwischen einem Schloss und einem Toad-Haus hin und her. Von oben fallen Hämmer herab, doch hier müssen wir diesen nicht einfach nur ausweichen. Stattdessen tauchen die aus dem Franchise bekannten Schalter auf, die nach der Betätigung Goldmünzen erscheinen lassen. Wenn wir die Münzen aufheben, erhalten wir umso mehr Punkte für sie, je länger wir nicht das Toad-Haus betreten und weiterhin den Hämmern ausweichen. Werden wir allerdings getroffen, sind die bis dahin eingesammelten Punkte futsch – zudem werden wir langsamer, je mehr Münzen wir mit uns herumschleppen. Beim Chef-Spiel müssen wir mit Mr. Game & Watch Leckereien jonglieren. Gelegentlich hält eine Katze das Essen fest und lässt es somit zeitverzögert wieder fallen. Fällt das Essen auf den Boden, schnappt es sich eine gierige Maus weg. Wechseln wir in den Modern-Modus, macht es sich Protagonist Yoshi einfach. Mario und Luigi kochen wie verrückt Delikatessen, Peach wirft sie mit der Pfanne in den Raum und Yoshi isst sie auf.

Vorsicht: Suchtgefahr!

Mit Yoshi geht es im vorletzten Spielchen munter weiter. In Vermin müssen wir sechs Yoshi-Eier vor anstürmenden Gegner schützen, die nichts geringeres im Sinn haben, als seine Eier zerstören zu wollen. In der klassischen Variante müssen wir mit Mr. Game & Watch gemeine Maulwürfe mit einem Hammer erwischen – beide Versionen sind nicht gerade anspruchsvoll und vor allem für Anfänger geeignet. Erfahrene Spieler freuen sich dafür umso mehr über das fünfte und letzte Spiel im Bunde. In Donkey Kong müssen wir die Plattform zerstören, auf der der Riesenaffe steht – ganz getrau der Automatenvorlage. Obwohl die klassische und auch die moderne Variante nahezu identisch sind, macht das Geschehen im Modern-Modus einen viel anspruchsvolleren Eindruck und erinnert stellenweise an Titel wie Mario vs. Donkey Kong. Je besser wir uns bei den Minispielen anstellen, desto mehr Sterne können wir uns verdienen, für die wir dann neue Bonusinhalte freischalten dürfen – ganz getreu des Vorgängers. Optisch ist die Game & Watch Gallery 2 in etwa auf demselben Stand wie die erste Sammeledition der Game-&-Watch-Spiele, doch aufgrund der farbigen Gestaltung wirkt dieses Mal im wahrsten Sinne alles viel bunter beziehungsweise angenehmer. Im direkten Vergleich hat die Qualität der Spiele seit dem Vorgänger allerdings abgenommen, doch im Endeffekt muss jeder für sich selbst wissen, mit welchen Minispielen er seine Zeit vertreiben will, doch Vorsicht, denn auch bei der Game & Watch Gallery 2 ist Suchtgefahr vorprogrammiert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Mit der Game & Watch Gallery habe ich vor einigen Monaten sehr viel Spaß gehabt und da kam es mir wie gerufen, dass der Nachfolger ebenfalls im eShop gelandet ist. Mit der Game & Watch Gallery 2 hatte ich aber leider nicht mehr so viel Spaß gehabt, wie noch mit dem Vorgänger. Das liegt allerdings nicht an der Qualität der Spielesammlung, sondern eher gesagt an der Auswahl der Spiele, mit der ich nicht so wirklich warm werde. Für das Fallschirmspringerspiel kann ich mich erwärmen, auch Chef und Vermin machen mir eine zeitlang richtig viel Spaß. Donkey Kong spiele ich dann aber lieber im einzig wahren Original. Obwohl ich mich mit den Spielen teils nicht so anfreunden kann, wie ich das vielleicht gerne möchte, weiß ich aber jetzt schon, dass ich die Game & Watch Gallery 2 das eine oder andere Mal im Nintendo-3DS-Menü auswählen und loslegen werde – und vermutlich mindestens einmal mehr als mir lieb ist, da simple Spiele es doch immer wieder schaffen, mich stundenlang an den Bildschirm zu fesseln.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Prince of Persia

1989 schickt Jordan Mechner seinen persischen Prinzen zum ersten Mal in ein Abenteuer. Da ist ihm sicherlich noch nicht bewusst, welchen Siegeszug sein Held in den nächsten zwanzig Jahren antreten wird, auch wenn viele Titel der Reihe ohne sein Zutun entwickelt werden.

Prince of Persia ist in einer Zeit der Finsternis angesiedelt. Der Sultan kämpft in einem fernen Krieg und der durchtriebene Großwesir versucht derweil die Macht über das Reich an sich zu reißen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Großwesir ein weiteres Hindernis überwinden – er muss die Prinzessin heiraten, die sich natürlich dagegen wehrt. Er stellt ihr ein Ultimatum. Innerhalb von einer Stunde muss sie sich dazu entschließen, den Großwesir zu heiraten oder zu sterben. Auf die Hilfe ihres Prinzen kann sie ebenfalls nicht setzen, denn der Bösewicht hat ihn kurzerhand in den Kerker des Palastes geworfen. Genau dann schlüpfen wir in die Rolle des titelgebenden Prinzen. Wir müssen aus den tiefen Verliesen entkommen, uns gefährlichen Palastwachen stellen, Fallen überwinden und leichte Rätselkost lösen. Dabei liegt uns die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes im Nacken, denn die Zeitvorgabe des Großwesirs ist nicht willkürlich gewählt, denn uns bleiben tatsächlich nur sechzig Minuten in Echtzeit, um unsere geliebte Prinzessin aus den Fängen unseres Gegenspielers zu befreien. Einen Oscar gewinnt das Storytelling in Prince of Persia sicherlich nicht, als es 1992 fast haargenau auf Nintendos GameBoy portiert und 1999 für den GameBoy Color neu aufgelegt wurde, doch die relativ kurze Rahmenhandlung reicht aus, um uns stundenlang an den Bildschirm zu fesseln.

Fallengespickte Levels

Aufmerksame Leser werden sich jetzt sicherlich fragen, ob der Wiederspielwert von Prince of Persia wirklich dermaßen hoch ist, wenn sich doch die maximale Spielzeit eines Durchgangs auf gerade einmal eine Stunde beläuft. Dies können wir hiermit eindeutig bestätigen, denn ihr werdet beim ersten Angehen der Prinzessinnenrettung sicherlich nicht erfolgreich sein. Es gilt viel mehr die Level-Struktur auswendig zu lernen und beim nächsten Angehen noch schneller zu sein, um rechtzeitig vor Ablauf der Zeit die Prinzessin zu retten. Ein Kernelement in Prince of Persia ist anders wie in den meisten anderen Spielen die Steuerung. Ständig müssen wir mit dem Prinzen Abgründe überwinden, öfters dabei auch Anlauf nehmen. Sprünge müssen genau sitzen, denn springen wir zu früh oder zu spät von der geplanten Stelle ab, fallen oder laufen wir regelrecht in einen tiefen Abgrund und dürfen den Abschnitt direkt von vorne beginnen – da ist Prince of Persia skrupellos. Die Zeit verstreicht dabei übrigens weiter, womit ein jeder Fehler fatal für das weitere Vorankommen sein kann. Einige Fallen tun ihr übriges, damit wir nicht so leicht aus dem Kerker entkommen können. Stachelfallen und zuschnellende Wände sind noch das kleinere Übel. Herumliegende Tränke, mit welchen wir unsere Energie wieder auffüllen dürfen, können sich im Nachhinein auch als vergiftete Erfrischung entpuppen.

Realitätsnahe Animationen

Wir sollten also nach wie vor auch hier die Platzierungen der nützlichen Tränke merken, um nicht in der Eile des Gefechts wichtige Minuten zu verschwenden. Für unerfahrene Spieler ist es aber vielleicht nicht einmal die Zeit, welche die größte Bedrohung darstellt, sondern das im Spiel kaum erklärte Kampfsystem. Bereits im ersten Level finden wir ein wichtiges Schwert. Nur mit dieser Waffe können wir das Spiel überhaupt durchspielen, denn die Wachen wollen uns natürlich um jeden Preis aufhalten. Parieren und Angreifen sollten für Profis keine großen Schwierigkeiten darstellen. Neulinge müssen sich zunächst einmal an das System gewöhnen, doch nach einer kurzen Eingewöhnungszeit flutschen uns die Befehle nur so aus der Hand. Es ist übrigens auch heute immer noch schön anzusehen, mit welcher Sorgfalt man bereits Ende der Achtziger daran bedacht war, möglichst echte Bewegungen in einem Spiel zu realisieren. So streckt der Prinz weit den Arm aus, wenn er eine Attacke gegen eine Palastwache ausführt und die Beine sind weit gespreizt, wenn er über einen breiten Abgrund springt. Lediglich die nicht vorhandene Erhöhung der Einzelbilder bei der Animation ist innerhalb von zehn Jahren dann doch negativ anzukreiden. Neue Feinheiten seit Veröffentlichung der GameBoy-Fassung sind rar gesät. Das ursprüngliche Geschehen endlich in Farbe zu genießen ist trotzdem schön.

Klassiker und Meilenstein

Der Titel lebt außerdem nur von gelegentlichen Soundjingles, aber nicht von orientalischen und durchgehend vertretenen Musikstücken. Wer damit leben kann, wird ein spannendes Abenteuer erleben. Es ist auf der einen Seite unglaublich anstrengend, ständig bekannte Passagen aufs Neue zu erleben, doch dann ist es auf der anderen Seite wiederum dermaßen spannend, endlich neue Levels zu erkunden. Die Vielfalt in jenen Spielabschnitten ist zwar nicht sonderlich groß, doch das stört aufgrund der eigentlich kurzen Spielzeit kaum. Prince of Persia für den GameBoy Color ist auch nicht auf eine musikalische Untermalung angewiesen, denn wenn wir durchgehend nur die Schritte unseres Helden vernehmen, baut das in gewisser Weise die Spannung auf, die oftmals in einem Duell mit einer Palastwache eskaliert. Danach macht sich dann entweder ein Gefühl des Triumphes oder des Ärgerns breit. Ärgerlich ist für den einen oder anderen Spieler wohl auch, dass es der Entwickler nun auch bei der GameBoy-Color-Ausgabe vergessen hat, eine Speicherfunktion einzubauen und stattdessen wieder auf ein antiquiertes Passwortsystem setzt. Falls ihr den Titel aber in der Virtual-Console-Fassung auf eurem Nintendo 3DS spielen möchtet, habt ihr aufgrund der internen Speichermöglichkeit die Option, auf Passwörter zu verzichten. Verzichten auf Prince of Persia solltet ihr übrigens nicht, denn der Titel ist nicht nur ein Klassiker, sondern auch ein kleiner Meilenstein der Videospielgeschichte und sollte unbedingt mehr als eines Blickes gewürdigt werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der GameBoy-, Super-Nintendo-Fassung und Virtual-Console-Fassung): Das erste Mal, wo ich mit Prince of Persia konfrontiert wurde, war das zu Beginn der Neunzige. Wieder einmal habe ich den Titel auf dem GameBoy meiner Tante kennengelernt und wie man sieht, habe ich ihn bis heute nicht vergessen. Damals war ich zu unerfahren ,für das Spiel, doch das änderte sich mit der Super-Nintendo-Fassung, die ich mir vor ungefähr zehn Jahren zugelegt hatte. Auf einmal erlebte ich das Abenteuer mit ganz anderen Augen und auf dem großen Bildschirm. Nun freute ich mich darüber, dass Ubisoft und Nintendo den Titel ins eShop-Angebot des Nintendo 3DS aufgenommen haben. Im direkten Vergleich zwischen der GameBoy- und der GameBoy-Color-Fassung sucht man Unterschiede nahezu vergeblich, doch dass die Kleidung des Prinzen nun in feinem Weiß erstrahlt, freut sich umso mehr. Auch der Fackelschein in den düsteren Katakomben wirkt nun deutlich atmosphärischer. Der Titel hat sich inhaltlich zum Glück nicht verändert. Nach wie vor ist höchste Präzision gefragt, um unbeschadet über Abgründe zu Sprüngen und wenn man etwas aus der Übung gekommen ist, können auch die Duelle mit den Wachen zu einer Tortur werden. Ich bin jedenfalls froh, nun auch eine Handheld-Fassung von Prince of Persia zu besitzen. So werde ich sicherlich auch das eine oder andere Mal unterwegs versuchen können, die Prinzessin zu retten.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Kirby’s Block Ball

Wenn man an Nintendos Edelknödel Kirby denkt, so kommen einem natürlich die zahlreichen Jump-’n’-Run-Abenteuer in den Sinn, die der vielfräßige Held bereits erleben musste. Dabei vergessen viele, dass Kirby auch in einigen Spin-offs des Franchises seinen Auftritt hat.

Eine wirkliche Hintergrundgeschichte weist Kirby’s Block Ball nicht auf. Unser Held muss in zehn Welten in Kugelform einen Punkterekord aufstellen, damit er anschließend gegen König Dedede antreten und das Dream Land vor dessen Übergriff schützen darf. Diesmal ist aber einiges anderes, denn anstatt wie sonst üblich in zweidimensionalen Spielabschnitten auf die Gegner zu hüpfen, Spezialfähigkeiten zu kopieren und dann und wann ein kleines Rätsel zu lösen, wurde das Spielprinzip dieses Mal geschickt in ein anderes Genre verfrachtet. Kirby’s Block Ball ist ein Geschicklichkeitsspiel, in welchem Kirby überwiegend als kleine Kugel auf dem Bildschirm zu sehen ist. Zunächst liegt die Kugel auf einem so genannten Schläger, der in einer waagerechten Position vorliegt. Wir stoßen die Kugel ab, die daraufhin auf einer vom Spiel festgelegten Bahn in den Spielbereich vordringt. Jedenfalls wenn die Kugel einen Block berührt, löst sich dieser auf und die Kugel prallt ab. Unseren Schläger müssen wir danach auf die Kugel wieder zu steuern, damit diese erneut abprallen und wieder in den Spielbereich vordringen kann, um wiederum einen anderen Block zu erwischen. Das Spielprinzip erinnert an dieser Stelle stark an Titel wie Arkanoid oder Alleyway (letzteres ist ebenfalls im eShop des Nintendo 3DS erhältlich). Es verwundert uns nicht, dass es an den Seiten Wände gibt, an denen die Kugel ebenfalls abprallen und somit teils für ein wenig Entspannung sorgen kann.

Das Allround-Talent

Wer jetzt aber hofft, auf ein ebenfalls so angenehmes Spieltempo zu stoßen, der irrt. Während die ersten Levels noch relativ einfach gestaltet sind, erwarten uns nach der ersten Welt bereits vielfältigere Aufgaben. Es gibt zum einen große quadratische Blöcke, die sich bei Berührung in vier kleine Quadrate aufteilen, sondern auch dunkle Blöcke. Diese können wir nur mit dem von uns bekannten Kirby aus dem Weg räumen. Um die Kugel kurzfristig in die Kirby-Form zu bringen, müssen wir kurz vor der Berührung mit dem Schläger auf die A-Taste hämmern – dunkle Blöcke sind somit passé. Dies ist allerdings nicht Kirbys einziger Auftritt in dem Titel. Da ab einem bestimmten Zeitpunkt auch Gegner über das Spielfeld marschieren, die wir mit der Kugel abschießen müssen, können wir von diesen gelegentlich auch eine Spezialfähigkeit mopsen. So ist es möglich, dass wir Kirby auf Knopfdruck in einen Stein verwandeln, um alle Blöcke unter ihm auszuradieren. Ähnliches funktioniert auch mit der Funkefähigkeit und der Option Verbrennung. Etwas anders spielt sich die Nadelfähigkeit. Mit dieser können wir nur wenig Schaden anrichten, doch wenn wir uns in der Nähe eines Schlägers befinden, kann die Kugel an diesen wieder andocken und wir dürfen die Richtung neu bestimmen. Machen wir aber einen Fehler, kann Kirby die Fähigkeit sehr schnell für den Rest der Welt verlieren.

Eine Sache der Physik

Erreichen wir einen bestimmten Punkt, müssen wir nicht nur einen, sondern gleich bis zu vier Schläger kontrollieren. An jedem Bildschirm befindet sich einer. Um die Steuerung leicht zu halten, bewegen wir jeweils die horizontalen und die vertikalen Schläger gleichzeitig. Wie auf den Screenshots zu sehen, befinden sich unter oder neben den Schlägern Stacheln. Kommt die Kugel mit diesen in Berührung, verlieren wir eine Extrakugel. Das 1up-Konto können wir mit gelegentlich auftauchenden Minispielen wieder aufstocken – beispielsweise mit Air Hockey. Am Ende einer jeden Welt erwartet uns ein Bossgegner des Franchises. Wer jetzt natürlich an Whispy Woods denkt, darf genüsslich schweigen. Die Feinde versuchen mit verschiedenen Taktiken die Größe unseres Schlägers zu verändern oder die Kugel kurzzeitig zu fangen und in Richtung der Stacheln zu werfen. Es fällt uns dabei schnell auf, dass die Bosse wesentlich einfacher zu besiegen sind, als die eine oder andere Stage zu meistern. Abschließend müssen wir leider erwähnen, dass es in unserer Testphase zu einem kleinen Bug gekommen ist. So ist die Kugel durch einen langen Spalt in einen Hohlraum geflitzt und dort immer wieder nur von derselben Stelle abgeprallt. Dieses Physikproblem scheint allerdings nur selten aufzutreten, da es nicht reproduzierbar war. Kirby-Fans mit einem Drang zu Geschicklichkeitsspielen dürfen bei Kirby’s Block Ball zugreifen – alle anderen wenden sich den Jump ’n’ Runs zu.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Das Tolle an solchen Klassikern ist für mich immer wieder, dass ich sie mit haftenden Erinnerungen verknüpfe. So gab es in den Neunzigern in meiner Heimatstadt ein mittlerweile geschlossenes Kaufhaus, in dem das Spiel jahrelang in einer Vitrine lag und wohl keinen Käufer fand. Ich kann heute wirklich nicht verstehen, warum man Kirbys Genre-Ausflug damals so wenig Beachtung geschenkt hat. Sicherlich ist Kirby prädestiniert für das Jump-’n’-Run-Genre, doch wer von euch die Super-Nintendo-Spiele Kirby’s Dream Course oder Kirby’s Ghost Trap kennt, wird sehr wohl wissen, dass sich Kirby auch in anderen virtuellen Disziplinen wunderbar schlägt. So habe ich bereits nach gut zwei bis drei Stunden alle Welten abgeklappert, doch um König Nickerchen alias König Dedede zu besiegen, muss ich mich noch mehr anstrengen – wer nicht den Willen hat, in wirklich jeder Welt einen Highscore nach dem anderen aufzustellen, wird sicherlich nicht mit Kirby’s Block Ball glücklich werden. Wer dem Titel eine Chance gibt, darf sich dann aber über abwechslungsreiche Spielabschnitte und stellenweise auch Aufgaben freuen, die es zu meistern gibt. Für unterwegs und auch für zwischendurch ist der Titel sicherlich sein Geld wert – auf Dauer möchte dann aber auch ich lieber mit den Hüpfabenteuern des rosaroten Helden meinen Spaß haben.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Neue Partnerseite: Nfans.de

Heute möchten wir bekanntgeben, dass wir in diesen Tagen eine Partnerschaft mit der Seite Nfans.de eingegangen sind. Seit über zehn Jahren bietet Nfans.de die neuesten Informationen, Previews und Reviews rund um das Thema Nintendo. Vom Game & Watch bis zum Nintendo 3DS, vom Nintendo Entertainment System bis zur Wii U sind alle Konsolen des japanischen Unternehmens dabei. Neben zahlreichen aktuellen Fakten findet ihr auf Nfans.de ein großes Archiv zu älteren Titeln, sowie eine Datenbank um die eigene Nintendo-Sammlung nach Lust und Laune zu verwalten und auch ein stets belebtes Forum. Vorbeischauen lohnt sich also in vielerlei Fällen!

Wer über Neuigkeiten von Nfans.de informiert werden möchte, dem empfehlen wir zudem auch noch die Präsenzen unseres Partners bei Facebook und Twitter!

Review: Metroid II: Return of Samus

Das Nintendo Entertainment System, der GameBoy und das Super Nintendo haben etwas gemeinsam – auf allen drei Systemen erschien jeweils nur ein einziger Teil der Metroid-Reihe, bevor die Serie auf dem Nintendo 64 pausieren musste.

Zeitlich siedelt sich der zweite Serienableger zwischen Metroid Prime 3: Corruption, aber vor Super Metroid an. Die Förderation schickt ein Forscherteam zum Planeten SR388. Das Team soll klären, ob auf dem Planeten tatsächlich noch lebende Metroids existieren. Metroids sind eine bedrohliche Lebensform, die gleich die gesamte Population eines Planeten auslöschen können und für die Forscher selbstverständlich auch ein gefundenes Fressen sind. Einige Tage nachdem das Team nach SR388 aufgebrochen war, erhielt die Förderation einen Notruf von der Forscherstation. Seit kurzem hatten sie keinen Kontakt mehr zum Forschungsschiff und auch das daraufhin entsandte Rettungsschiff meldete sich nicht mehr. Als sich die gesamte Galaxie sich auf einen möglichen Metroid-Angriff vorbereiten muss, entscheidet sich die Förderation dazu, die Kopfgeldjägerin Samus Aran auszusenden und auf dem Planeten nach Metroids Ausschau zu halten und sie bei Sicht zu eliminieren. Dass die Geschichte des Titels im Spiel selbst nicht wirklich zur Geltung kommt und eher dem recht gelungenen Gameplay weicht, wissen Fans der ersten Stunde schon lange. Viel mehr geht es in einem jedem Metroid eher darum, die Spielwelt genauestens zu erkunden, überall neue Items einzusammeln, diese an essentiellen Wegpunkten geschickt einzusetzen und neue Areale zu erschließen.

Jagd nach neuer Ausrüstung

Die Spielwelt von Metroid II: Return of Samus umfasst einzig und allein den Planeten SR388, dessen Untergrund aus einer komplizierten Struktur aus mehrschichtigen Gewölben und Hohlräumen besteht. Wir können uns sicher sein, dass das Innere des Planeten serientypisch von allerlei Ungeziefer bewohnt wird, welches wir zum Vorankommen auslöschen müssen. In Metroid II steht uns wieder einmal Samus’ bekannte Waffenhand zur Verfügung, die wir im Verlauf des Spiels mit unterschiedlichen Strahlern ausrüsten dürfen. Mit dem Eisstrahl frieren wir Gegner kurzzeitig ein und mit dem Plasmastrahl durchbrechen wir sogar dicke Wände. Es gibt zudem noch zahlreiche Artefaktstatuen, die über den kompletten Planeten verstreut sind. Wenn wir an einer Stelle nicht weiterwissen oder eher gesagt nicht weiterkommen, fehlt uns vermutlich ein bestimmter Gegenstand. Brüchige Wandstücke können beispielsweise nur mit der Bombe durchbrochen werden. Sehen wir also kleine rissige Blöcke in der Wand, können wir uns schon fast sicher sein, dass wir auf die Bombe angewiesen sind. Mit Erhöhungen sieht das genauso aus. Erreichen wir mit normalen Sprüngen nicht einen höher gelegten Platz, liegt es wohl daran, dass wir noch nicht über die Supersprung-Stiefel verfügen. Diese Item-Jagd macht seit jeher das Kernstück der Spiele aus und so ist es auch zum Glück in Metroid II.

Gefährlicher Ausflug

Während Gegner wie Yumbo, Tsumuri oder Gullugg im Verhältnis noch klein und harmlos sind, endet für uns der Spaß wohl spätestens dann, wenn wir auf Metroids stoßen, die uns am liebsten tot sehen würden. Um dieses Ziel zu verhindern müssen wir immer darauf achtgeben, dass Samus nicht die Puste ausgeht. Besiegte Gegner hinterlegen zum Auffüllen der Energie dann und wann wertvolle Energiekugeln, die wir schleunigst einsammeln sollen. Segnen wir dennoch einmal das Zeitliche, müssen wir uns nicht wie im Vorgänger Metroid auf dem Nintendo Entertainment System Sorgen darum machen, uns mühselig ein mehr oder weniger langes Passwort zu notieren. Metroid II verfügt zum Glück schon über eine Speicherfunktion, die das Erkunden des Planeten maßgeblich angenehmer gestaltet. Optisch hinkt der Titel aber dem ersten Teil hinterher. Obwohl Animationen teilweise aufwendiger gestaltet wirken, ist es eher die Farblosigkeit, welche dem Titel seine Faszination raubt. Selbstverständlich ist das bei einem GameBoy-Spiel nicht negativ anzukreiden, doch ständig mit schwarzen Hintergründen zu spielen, macht auf die Dauer nur wenig Spaß. Einsteiger werden mit Metroid II aber wohl ebenso viel oder wenig Spaß haben, wie noch mit dem Vorgänger. Einige Stellen sind für Neulinge einfach zu schwierig, doch definitiv jederzeit machbar – auch für Anfänger.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Da ich erst mit Super Metroid auf die Serie aufmerksam geworden bin, ist es logisch, dass ich den Vorgänger verpasst habe. Deshalb bin ich froh darüber, dass Nintendo den Titel im eShop anbietet und ich endlich um eine Erfahrung reicher bin. Ich muss aber gestehen, dass mir der Ausflug nach SR388 nicht ganz so gut gefallen hat, wie ich das erhofft hatte. Mir ist Samus als Charaktermodell auf dem kleinen Screen einfach zu groß. Von der Umgebung bekomme ich kaum etwas mit und das ist leider sehr schade, da der Titel doch großen Wert auf die Erkundung der Spielabschnitte setzt und ich so ständig hin und her rennen muss, bis ich mir einen genauen Überblick verschaffen kann. Außerdem mag ich es nicht so sehr, dass die Hintergründe ständig pechschwarz sind und kaum Abwechslung mit sich bringen. Metroid II: Return of Samus ist sicherlich ein toller Titel, der seinerzeit genügend Tiefgang geboten hat und die Technik des GameBoys sicherlich ausreizt, aber ich versuche mich dann lieber nochmals zum wiederholten Male an Super Metroid, welches für mich das bisher beste zweidimensionale Metroid-Spiel darstellt.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Prime Time: Bounty Bay Online (Collector’s Edition) Unboxing

Piraten sind spätestens seit Fluch der Karibik wieder angesagt. Somit ist es auch nicht anders zu erklären, dass ebenfalls ein Online-Rollenspiel im Piratensektor umher schippert. Eric hat mal wieder im Regal gewühlt und die Collector’s Edition zu Bounty Bay Online ausgegraben. Er stellt sie in einem Unboxing-Video mit ein paar Kommentaren zu Bounty Bay Online vor, aber ohne eine Buddel voll Rum.

Review: One Piece: Der Film

Filme zu Anime-Serien haben oft das Problem, dass sie nicht im Kontext zur Serie stehen und unnötige Veränderungen in das Franchise bringen. Das ist bei One Piece: Der Film nicht der Fall, denn dieser könnte problemlos als Doppelfolge des Animes durchgehen.

Angesiedelt ist One Piece: Der Film zwischen den Episoden 17 und 18 beziehungsweise zwischen den Folgen 18 und 19 der Serie. Nachdem Ruffy, Zorro, Nami und Lysop von Kaya das Schiff Flying Lamb geschenkt bekommen haben, tuckern die vier Freunde auf dem Eastblue herum. Dort soll sich auf einer Insel der sagenumwobene Schatz des Goldpiraten Woonan befinden, den angeblich alle Piraten aus allen Ecken der Grandline suchen. Nami hat sich derweil zur Navigatorin auf dem Schiff gemausert und hat dementsprechend ebenfalls von diesem Schatz gehört. Gierig wie sie nun einmal ist, beschließt sie zusammen mit dem Rest der Crew nach diesem Schatz zu suchen. Wie das bei einer Schatzsuche aber so ist, gibt es natürlich immer einen Widersacher, der sich einem in den Weg stellen möchte. Dieses Mal handelt es sich um den grausamen Eldorago, der zwar keinen Wert auf Edelsteine legt, jedoch umso mehr hinter Gold her ist. Wie der Zufall so spielt, werden die Gefährten getrennt und machen sich somit auf unterschiedliche Art und Weise auf die Suche nach Woonans Schatz. Ruffy und Zorro treffen auf den jungen Tobio und seinen Großvater Ganzo. Während Tobio einmal ein großer Pirat werden möchte, möchte sein Großvater, dass der Junge später einmal ein Restaurant-Fachmann wird. Woonans Schatz könnte die Entscheidung bringen.

Intention eines Schatzes

Da die vier sich allerdings in der Nähe von Woonans Insel befinden, machen sie sich ebenso auf den Weg dorthin wie die anderen Schatzsucher. Während Nami das Geschehen aus der Ferne beobachtet, um im richtigen Moment zuzuschlagen, begibt sich Lysop getarnt in die Höhle des Löwen und wird (wie nicht anders zu erwarten) entdeckt. Er bietet sich jedoch als Hilfe an, um nicht von Eldoragos Leuten an Ort und Stille hingerichtet zu werden. Es entbrennt ein Wettlauf um die Zeit und um Woonans Schatz. Ein Kampf zwischen Ruffy und Eldorago ist ebenso wenig ausgeschlossen wie Namis Gier nach der Beute. Das wichtigste ist jedoch, dass auch in One Piece: Der Film alle Charaktere wie in der Vorlage agieren und alle gemeinsam ein Abenteuer erleben, dass auch wunderbar als Lückenfüller in der Serie funktioniert hätte – selbstverständlich auf mehrere Episoden aufgeteilt. Wir finden es großartig, dass das Konzept wunderbar in einem Film funktioniert und nicht etwa wie in anderen Anime-Filmen (etwa die Filme zu Pokémon) zu langatmigen Filmabenden verkommt. Auch der Ideenreichtum scheint den Köpfen hinter dem Projekt nicht auszugehen, denn egal ob es die Missgeschickte bei der Schatzsuche, die Auslegung der Hinweise oder die Intention des Schatzes sind – es wirkt alles wie aus einem Guss. Selbst die aus der Serie bekannten Rückblenden sind mit von der Partie!

Filmposter inklusive

Das Bildformat von One Piece: Der Film ist durchgehend im 4:3-Format gestrickt – allerdings im so genannten Letterbox-Format. Das heißt, dass am oberen und unteren Bildschirmrand schwarze Balken zu erkennen sind. Wer clever ist, passt die jeweiligen Einstellungen seines DVD-Players vorher an – dann kann man den Streifen auch fast genauso wie ein 16:9-Werk genießen. Das Tonformat liegt im Deutschen und im Japanischen in Stereo 2.0 vor – zum deutschen Erscheinungstermin der DVD gab es deutlich bessere Tonformate, doch schlecht hört sich der Ton deswegen nicht an. Zugutehalten muss man dem Synchronisationsstudio, dass sämtliche Hauptcharaktere ihre Stimmen aus der Serie beibehalten – das ist bei vielerlei Filmproduktionen zu Serien nämlich nicht immer der Fall. Uns freut es, doch weniger freuen wir uns über das kaum vorhandene Bonusmaterial. Auf der Disc selbst befindet sich neben dem 51 Minuten langen Film nur ein paar Trailer zu weiteren Anime-Virtual-Produkten. Die hochwertige DVD-Verpackung beinhaltet aber immerhin noch ein aufklappbares Poster, das das Cover der DVD ziert. Nett! Gut finden wir hier auch, dass die Disc in einer zusätzlichen DVD-Hülle aus Pappe geliefert wird. Zum einen ist die Disc beim Transport so wesentlich besser geschützt und zum anderen befindet sich das FSK-Logo auf dieser Papphülle. Somit bleibt das Cover unbefleckt! Wir können One Piece: Der Film jedem One-Piece-Fan ans Herz legen, der noch ein weiteres Abenteuer abseits der Haupthandlung erleben möchte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich mir die erste Serienbox als Rezensionsexemplar geordert hatte, habe ich mir auch direkt den ersten Film dazu bestellt, zumal ich vorab schon einen übersichtlichen Episodenführer angeschaut habe, in dem die Filme (fast richtig) ins Geschehen eingeordnet werden. So habe ich mir den Film direkt an der entsprechenden Stelle angeschaut und macht somit auch innerhalb der Handlung sehr viel Sinn. An früheren Stellen hätte die Bande nicht einmal die Flying Lamb und an späteren Stellen wäre eine Schatzsuche mitten im Kampf gegen einen Gegner wohl nicht möglich gewesen. Ich finde es aber vor allem klasse, dass die Köpfe hinter dem Projekt es geschafft haben, die Welt und die vielfältigen Charaktere genau so einzufangen, wie ich sie in der Serie bereits kennengelernt habe. Auf der einen Seite finde ich es zwar schade, dass der Film gerade einmal fünfzig Minuten unterhalten kann, aber auf der anderen Seite ist das auch positiv zu verstehen – ich kenne wenige Filme zu Serien (im Anime-Bereich), die dermaßen gut zu unterhalten wissen und nicht langatmig (oder gar langweilig) werden. Außerdem steht der gesamte Film im Kontext zur Serie. Jeder One-Piece-Fan sollte sich den Film zumindest einmal aus der Videothek ausleihen, um mindestens noch ein weiteres Abenteuer mit Ruffy, Nami und Co zu erleben.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Der Film!

Prime Time: One Piece (TV-Box 1 + Film 1) Unboxing

Passend zu unserem Review zur ersten TV-Serienbox des Animes One Piece präsentieren wir euch in unserer Prime Time genau jene Box. Eric erzählt euch dazu etwas zu seiner Erfahrung mit dem Anime und präsentiert euch die haptischen und optischen Vorzüge der Serienbox. Da der erste Film ebenfalls hervorragend in die Handlung eingespannt werden kann, haben wir diesen ebenfalls mit in unsere neue Prime-Time-Ausgabe eingebaut.

Review: One Piece: Box 1 (Episoden 1-30)

One Piece genießt seit Jahren weltweit Ansehen unter Anime- und Manga-Fans. Schließlich ist die Manga-Serie weltweit eine der erfolgreichsten aller Zeiten. Jetzt werden die ersten 180 Episoden des Animes veröffentlicht – in ganzen sechs TV-Serienboxen!

Mit dem Tod des einstigen Piratenkönig Gold Roger begann das große Zeitalter der Piraten, denn vor seinem Ableben verkündete er auf seiner Hinrichtung, dass er den größten Schatz der Welt irgendwo auf der Grandline versteckt hat. Seitdem wimmelt es auf den Meeren von Piraten, von denen viele auf der Suche nach jenem legendären One Piece sind, von dem Gold Roger sprach. Auch der junge Monkey D. Ruffy ist auf der Suche nach dem Schatz und will zudem der künftige König der Piraten werden. Mit diesem Ziel vor Augen macht er sich von zuhause auf, um ein Abenteuer nach dem nächsten zu erleben – und dass ohne Crew! Durch einen Zufall gelangt er auf ein Schiff, welches allerdings gerade von Piraten angegriffen wird. Ruffy lernt zu diesem Zeitpunkt auch den jungen Corby kennen, der auf dem Piratenschiff gegen seinen Willen schuften musste. Gemeinsam brechen sie später auch in die Marine-Basis ein, um den Piratenjäger Lorenor Zorro für ihre Crew anzuheuern. Während dem Unterfangen legen sich die drei Freunde auch noch mit dem gefürchteten Kapitän Morgan an, welcher aber noch einer der harmlosesten Gegner ist, mit denen sie sich im Verlauf der Geschichte anlegen müssen. Während Corby sich der Marine anschließt, begeben sich Ruffy und Zorro auf die Suche nach neuen Gefährten, denn auch zu zweit ist eine Crew keine richtige Crew!

Herausragende Persönlichkeiten

Durch weitere zufällige Begegnungen treffen die beiden schon bald auf die gerissene Diebin Nami, die nichts weiter als Eigennutz und Schätze im Sinn hat. Lügenbold Lysop und Sanji, ein meisterlicher Koch, sind die nächsten beiden Crew-Mitglieder, welche Ruffy in den ersten dreißig Episoden für seine Crew gewinnen kann. Das Besondere an so einer kleinen Crew ist allerdings, dass jeder Charakter voll und ganz zur Geltung kommen kann. So sind sich Ruffy und Zorro in vielerlei Angelegenheiten einig und brüllen sich als Hitzköpfe trotzdem hin und wieder gerne an. Nami interessiert sich zwar, wie schon gesagt, in erster Linie für Diamanten, Edelsteine und Gold, doch auch in brenzligen Situation bewahrt sie einen kühlen Kopf, um ihren Freunden (nicht) beizustehen. Lysop ist hingegen eher ein Angsthase, behauptet jedoch immer ein richtiger Draufgänger zu sein. In der Stunde der Not ist aber auch er jederzeit dazu bereit, um seinen Freunden zu helfen. Sanji kommt in den ersten dreißig Episoden allerdings etwas zu kurz, doch macht er den Eindruck, Hilfsbedürftigen jederzeit und dazu noch ohne Bedingungen zu helfen. Zum Ausdruck bringen die Persönlichkeiten der Charaktere auch die Rückblende-Episoden. Hier wird uns beispielweise gezeigt, wie Ruffy von der Teufelsfrucht isst, zu einem Gummimenschen wird und den Entschluss fasst, Pirat zu werden.

Hervorragende Erzählkunst

So gut wie jeder der vorkommenden Personen hat eine Vergangenheit, die im Story-Verlauf erzählt werden möchten. Das betrifft übrigens nicht nur die Protagonisten, sondern auch die zahlreichen Gegner, gegen die sich die Piratenbande entgegenstellen muss. Die Hintergründe werden uns übrigens nicht einfach so, sondern gerne auch schon mal mitten in einem sehr anstrengenden Kampf erzählt. Das wirkt nie aufgesetzt, sondern bereicht die Ausgewogenheit des Animes sehr. Durch die geschickt eingespielten Rückblenden wirken die Beweggründe der jeweiligen Charaktere ein ganzes Stück glaubhafter. Animes wie Dragonball Z hätten diesen ausgewogenen Erzählstil sichtlich gut getan. Herausragend ist auch der Humor von One Piece – da wird beleidigt, geflucht und es fliegen Fetzen. Auseinandersetzungen zwischen Ruffy und befeindeten Piratenkapitänen sind dabei das Highlight, denn hier bleibt oft kein Auge trocken, wenn unser Held mit einer (un)geschickt getroffenen Wortwahl das Gegenüber beleidigt. Besonders die Running Gags wenn Ruffy mit seinen Fäusten eine Attacke ausführt, unterstützen das illustre Gesamtbild ungemein. Dieses ist nämlich durch seine teils üblen und teils komischen Charaktere wunderbar bunt gemischt geraten. Kapitän Buggy ist durch sein Auftreten als Clown urkomisch und die Gebrüder Maunz versuchen Katzen zu imitieren.

Beiliegender Episodenführer

Das Bild ist bei jeder der dreißig Episoden im 4:3-Format gehalten. Das war zu Beginn dieses Jahrtausends immer noch Standard bei TV-Produktionen. Bei genauerem Betrachten fällt uns allerdings auf, dass einige Konturen ungenau und einige Farbgebungen unscharf wirken. Das ist im Angesicht der sonstigen Qualitäten des Animes, auch beim tollen Soundtrack, aber sehr wohl vernachlässigbar. Weniger vernachlässigbar ist das schwache Menü-Design. Sobald wir die DVD in unser Abspielgerät gelegt haben, landen wir auch schon auf einer einzigen Seite im Menü. Da kann man die Episoden zwar schnell auswählen, doch wird jede Folge nur mit der jeweiligen Episodennummer angegeben – selbiges Problem erleben wir zurzeit auch bei den Veröffentlichungen der Dragonball-TV-Serienboxen, doch One Piece hat hier klar einen Vorteil! Der Box liegt nämlich als einziges Bonusmaterial ein Booklet bei, welches uns nicht nur über die Hintergründe der neuzeitlichen und gleichzeitig fantastischen One-Piece-Welt und über die wichtigsten Charaktere informiert, sondern uns auch gleichzeitig einen ganzen Episodenführer über alle beiliegenden Folgen liefert. Das erspart uns in vielen Fällen den Weg ins Internet, wenn wir etwa eine ganz bestimmte Episode suchen. Diese Lösung ist zwar nicht perfekt, aber immerhin liebevoller als bei anderen Anime-Veröffentlichungen.

(Unnötige) Diskussionen vor Release

Wer die komplette One-Piece-Dröhnung braucht, sollte zusätzlich zur ersten TV-Serienbox auch noch zu One Piece: Der Film greifen. Dieser erzählt noch eine eigenständige Geschichte, die zwar nichts mit der Serie zu tun hat, aber trotzdem klasse die Charaktere einfängt. Dieser Film ist übrigens zwischen den Episoden 17 und 18 beziehungsweise zwischen den Folgen 18 und 19 angesiedelt. Zu anderen Zeitpunkten innerhalb der Handlung würde der Film keinen Sinn ergeben, doch zurück zur Serie. Diese kommt anders wie das Kino-Abenteuer nicht mit einer japanischen Synchronisation daher. Einzig und allein eine deutsche Sprachausgabe liegt auf den sechs Datenträgern vor – noch dazu ohne zuschaltbare Untertitel für Hörgeschädigte. Das finden wir schade, auch wenn diese Untertitel wohl nur ein kleiner Teil der Gesellschaft benötigen werden. Bereits vor Release der Box kam zudem eine Diskussion zwischen Fans auf, dass die Episoden wohl geschnitten sein werden. Dies könnte (wie bei Dragonball) der Fall sein, doch alle Storylines innerhalb dieser Episodensammlung waren für uns ohne große Probleme sehr leicht verständlich. Falls die etwa 23 Minuten langen Episoden (Gesamte Laufzeit circa 700 Minuten) geschnitten sein sollten, so fänden wir das zwar sehr schade, doch durch die Verständlichkeit gibt es bei uns keinen Punktabzug. Während die größten One-Piece-Fans nun weiterhin zum Import greifen, freuen sich alle anderen über eine mehr als gute erste Episodensammlung auf DVD!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den ersten dreißig Episoden): Meinen ersten Kontakt mit One Piece hatte ich bereits, als RTL2 mit der Ausstrahlung der Serie vor vielen Jahren begann. Da habe ich gerade einmal die erste Episode gesehen, um zu entscheiden, dass ich den Anime am besten nicht weiter verfolgen sollte. Hätte ich es damals doch lieber getan! Nachdem ich dank einer mehr oder weniger langen Lieferverzögerung nun doch noch in den Genuss des Animes gekommen bin, konnte ich meinen Fernseher schon fast gar nicht mehr ausschalten. Binnen weniger Tage habe ich mir die ersten dreißig Episoden und somit den Auftakt zu einem der coolsten Animes vollständig angeschaut. Die Handlung ist interessant und durch Rückblenden werden auch die Hintergründe hinter den Entscheidungen der Charaktere glaubhaft und leicht verständlich erläutert. Zwar gefällt mir dann und wann das Charakterdesign nicht (Kapitän Buggy, Jacko), doch dann kommen auch wieder Charaktere vor, bei denen ich mir für jenen Moment kein besseres Design vorstellen könnte (Kapitän Black, Falkenauge). Das wirklich Tolle an One Piece ist für mich aber bisher, dass es kaum so genannte Filler-Episoden gibt. Einzig und allein Episode 18 (Der Mann in der Kiste) hat für mich noch keine Daseinsberechtigung innerhalb des Animes gefunden, doch wenn solche Folgen die Ausnahme bleiben, dann wird mich One Piece auch noch mindestens weitere 150 Episoden lang gut unterhalten – denn diese Episodenanzahl wird Anime Virtual mindestens noch in fünf weiteren Serienboxen veröffentlichen.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von der One Piece Box 1 (Episoden 1-30)!

Review: Catrap

Gelegentlich tauchen unverhofft im eShop-Angebot des Nintendo 3DS Spiele auf, an die wir uns gar nicht mehr erinnern, uns bei näherer Betrachtung aber von vornherein fesseln. Catrap ist solch ein Titel, den man einfach einmal ausprobiert haben muss.

Vorweg möchten wir sagen, dass es in Catrap nicht um rappende Katzen geht. Wer jetzt schon enttäuscht ist, sollte das Review aber dennoch nicht einfach überfliegen. Hinter dem bereits in den Achtzigern für den japanischen Heimcomputer Sharp MZ-700 erschienen Catrap verbirgt sich ein ausgeklügeltes Puzzle-Spiel, welches auch als Vorbild für spätere Spiele wie das von vielen favorisierte Prince of Persia: The Sands of Time genommen wurde. Die Handlung von Catrap gehört allerdings zu den wohl verrücktesten Ideen der Videospielgeschichte. Ein Junge und ein Mädchen sind gerade auf dem Weg zu einem Picknick. Dabei kommen sie an einem verbotenen Haus vorbei. Der Neugierde ergeben betretet das Pärchen unverzüglich das Haus – der Schrecken nimmt seinen Lauf. Als Eindringlinge gekennzeichnet sprechen die Dämonen des Hauses einen Fluch über sie aus. Die beiden Helden sollen als humanoide Katzenwesen dahin vegetieren. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, den Fluch zu brechen. Als Catboy und als Catgirl müssen wir uns das Haus genauer anschauen. In exakt einhundert Levels müssen wir ebenso viele Rätsel lösen, um das Unheil von unseren beiden Protagonisten abzuwenden. Die ersten Rätseleinlagen sind alles andere als schwierig und so tasten wir uns hastig voran, doch nach den ersten zehn Rätseln zieht der Schwierigkeitsgrad teilweise stark an. So muss es sein!

Sich anpassende Levelstrukturen

Grundsätzlich müssen wir in jedem der einhundert Räume alle Monster besiegen. Um das zu erreichen, müssen wir die Monster einfach nur berühren, indem wir von links oder rechts auf sie hinzulaufen. Wir können nicht auf sie springen oder eher gesagt fallen (das Springen bleibt unseren Charakteren verwehrt), denn so nützen sie uns lediglich als Stütze, um auf ein Podest, oder einen Felsblock zu steigen, sowie uns vielleicht an einer Leiter festzuhalten. Es liegt an uns, Blöcke geschickte zu verschieben und uns Wege kreuz und quer durch den Spielabschnitt zu gestalten. Oftmals reicht es nicht, sich den einen richtigen Weg anzulegen, denn sobald ein Monster aus dem Bildschirm gepfeffert wird, welches gegebenenfalls einen Stein über seinem Haupt trägt, verändert sich mitunter die Levelstruktur. Ohne großes Nachdenken kommen wir in der Regel nicht weiter. Ungeduldige Naturen werden zwar ebenfalls die Mechanismen der Rätsel erkennen, werden aber ungleich viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, um auch nur ein Rätsel meistern zu können. Mit der Länge der Spieldauer werden die Rätsel herausfordernder und vor allem facettenreicher. So tauchen nicht nur neue Gegnertypen auf, die sich ebenfalls auf die herkömmliche Weise besiegen lassen, sondern auch andere Arten von Blöcken. Wenn wir auf einen sandigen Block stoßen, so können wir uns durch diesen hindurch graben. Nach dem Graben befindet sich an dieser Stelle natürlich kein Block mehr, über welchen wir unseren Weg fortsetzen dürfen.

Kontrolle über die Zeit

An vielen Punkten führt kein Weg daran vorbei, sich Blöcke aus dem Weg zu schaffen. An anderen Stellen sind sie dann doch fürs Vorankommen mehr als nur wichtig. Obwohl wir uns vor jedem Rätsel aussuchen dürfen, mit welchem der beiden Charaktere wir spielen möchten (Unterschiede gibt es nur bei der Hintergrundmusik), kommt es in einigen Abschnitten vor, dass wir mit Catboy und mit Catgirl agieren. Mittels Select-Taste schalten wir dann zwischen den beiden hin und her. Auf dieses fantastische Feature folgt ein wichtiger Meilenstein der Videospielgeschichte. Machen wir in anderen Spielen einen Fehler, müssen wir den Abschnitt oftmals neu beginnen. In Catrap dürfen wir das Geschehen nun genauso exakt zurückspulen, wie es stattgefunden hat – wer also bisher dachte, dass Prince of Persia: The Sands of Time diese Funktion eingeführt hat, liegt eindeutig falsch. Es hat das Feature allerdings verbessert und ansehnlicher gemacht – Catrap war hier sozusagen der Wegbereiter, den wir stundenlang spielen möchten. Wer alle Rätsel lösen möchte, wird gut fünf Spielstunden beschäftigt sein. Der Fortschritt wird leider nur mittels Passwörter festgehalten. Besitzer der Virtual-Console-Fassung aus dem eShop werden dank der internen Speicherfunktion jubeln und wer nach Beenden des Spiels immer noch Lust auf Rätsel hat, der darf sich im Editier-Modus einfach seine eigenen erstellen. Es ist dann doch immer wieder erstaunlich, was 1990 auf Nintendos GameBoy so alles möglich gewesen ist und um was sich Entwickler heute herumreden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Ich hätte bei Ankündigung des eShops bei weitem nicht gedacht, dass es so viele GameBoy-Spiele gibt, die ich tatsächlich noch nicht kenne. Catrap gehört zu diesen Titeln und ich bin froh, dass ich bei diesem Spiel zugeschlagen habe. Als alter Puzzle-Fanatiker konnte ich mich auch recht schnell mit dem System des Titels anfreunden, zumal es ein wenig an das gute alte Boulder Dash erinnert und sich dann wiederum ganz anderes spielt. Das Besiegen der Monster stellt wahrlich kein Hindernis dar, doch es kommt nicht selten der Moment, wo man sich denkt, dass man eigentlich etwas ganz anderes ausprobieren sollte, um voranzukommen und der bisherige Plan einfach nicht mehr funktioniert. In anderen Spielen wäre der Neustart der Stage meist unumgänglich, aber dank der Zurückspulfunktion fällt das in Catrap zum Glück flach. Fehler sind im Nu ausgebügelt. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand das gleiche Konzept noch einmal aufgreifen und in ein modernes Grafikgewand verfrachten würde. Mit ein paar zusätzlichen Funktionen wäre die Fortsetzung bestimmt noch einmal so toll. Bis dahin werde ich Catrap in Ehren halten und die ganzen Levels sicherlich noch öfters nach den Lösungen der Rätsel durchforsten.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Trip World

Damals waren Entwicklungskosten für Videospiele noch nicht so exorbitant hoch wie heute. In den letzten Jahrzehnten entstanden sehr viele und teils auch kuriose Videospielprojekte, die uns nicht selten im Gedächtnis blieben. Trip World war bisher allerdings nicht auf dem Radar.

In Trip World wurde das Symbol des Friedens gestohlen, die so genannte Blume von Maita. Plötzlich bekämpfen sich die Shabubu-Bewohner gegenseitig. Selbst Gras und Pflanzen sind sich auf einmal spinnefeind. Wir schlüpfen in die Rolle von Yakopoo, ebenfalls ein Mitglied der Shabubu, und müssen uns darum bemühen, den Frieden in die Welt zurückzuholen. Das ist einfacher gesagt als getan, denn dafür müssen wir zwar gerade einmal fünf kleine Welten bereisen, doch diese haben es wirklich in sich. Hierbei geht es allerdings weniger um den Schwierigkeitsgrad an sich, denn die abwechslungsreichen Spielpassagen sind eigentlich sehr angenehm gestaltet. Hin und wieder gibt es dann aber mal einen Gegner, der uns vielleicht das eine oder andere Problem bereitet und uns einen Versuch nach dem anderen kostet. Problem bei der Sache ist, dass es in Trip World keinerlei Continues gibt. Zusätzliche Versuche haben wir in Trip World ebenfalls nicht entdeckt. So haben wir in Windeseile öfters alle Versuche verpulvert und durften das Spiel anschließend von vorne beginnen. Einzige Abhilfe verschafft die Stage-Auswahl, die wir mittels Select-Taste im Startbildschirm aufrufen. Fürs einmalige Durchspielen hätten wir uns allerdings eine Alternative in Form von Continues gewünscht.

Yakopoos Verwandlungen

Aufgrund der geringen Anzahl an Welten und der damit verbundenen kurzen Netto-Spielzeit können wir mit diesem Manko allerdings leben. Zudem bietet Trip World einige nette Ideen, die wir so zwar auch aus anderen Spielen her kennen, aber in Trip World ihren ganz eigenen Charme entwickeln. Yakopoo verfügt über die Fähigkeit, sich zu verwandeln. Anschließend kann Yakopoo fliegen oder schwimmen. Diese Verwandlungen sind an einigen Stellen auch nötig, um voranzukommen. Es gibt zudem noch drei Items, die wir mit Yakopoo einsammeln dürfen und er sich daraufhin ebenfalls verwandelt. Von Dauer sind diese drei Verwandlungen allerdings nicht. Die Spezialverwandlung in Schweifpeitschen-Yakopoo ermöglicht es dem kleinen und an Nintendos Kirby erinnernden Helden mit einem verlängerten Schwanz auch Gegner in entfernter Reichweite anzugreifen. Als Blumen-Yakopoo können wir Samen auf Gegner werfen, welche vorübergehend friedlich und bewegungsunfähig werden. Es gibt dann noch die Spezialverwandlung Ball-Yakopoo. In dieser Form können wir höher springen und Gegner können uns in dieser Form ebenfalls nichts anhaben. Die Ähnlichkeiten zu Edelknödel Kirby liegen auf der Hand, doch Trip World wird dadurch nicht weniger interessant.

Einzelgänger

In den unterschiedlichen Verwandlungsformen erkunden wir den Berg Obskurus, das Land der Wildnis, das Land der Inselchen, das Pudding- und zu guter letzt das Spiegelland. Die Levels sind oft nicht nur kurz, sondern sie fallen dabei auch noch sehr linear aus. Abzweigungen gibt es nur selten. Geheimnisse sind Mangelware. Als Ersatz überzeugen alle Levels mit einer abwechslungsreichen Umgebung und unterschiedlichen Gegnern. Dabei sind natürlich auch interessante Bossgegner, wie zum Beispiel ein dicklicher Kungfu-Meister. Unterlegt wird das Geschehen meist mit einem munteren Soundtrack, der allerdings nur sehr wenige Tracks bietet. Sunsoft hat mit Trip World vielleicht kein Meisterwerk geschaffen, dafür aber ein unvergessliches Spiel mit einem ebenso unvergesslichen Videospielhelden. Nicht ganz, denn an Yakopoo haben wir uns ehrlich gesagt seit 1992 nicht mehr erinnert. Vielleicht ist es jetzt durch die Veröffentlichung im eShop wieder an der Zeit, Yakopoo wiederzubeleben und den Helden als WiiWare- oder 3DSWare-Spiel in ein neues Abenteuer zu schicken. Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn Yakopoo auch mal mit einer durchdachten Handlung und zudem auch mit größeren und anspruchsvolleren Levels daherkommen würde. So lange werden wir uns aber an dem bisher einzigen Abenteuer des Shabubu-Mitglieds erfreuen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf dem Virtual-Console-Fassung): Von Trip World habe ich zum ersten Mal vor einigen Monaten gehört, als der Titel plötzlich im eShop aufgetaucht ist. Der Trailer hat mit der tollen Titelmelodie des Spiels geworben und die gezeigten Spielszenen sind mir ebenfalls positiv in Erinnerung geblieben. Jetzt habe ich endlich Zeit gehabt, Trip World zu spielen und mein Einschätzung des Titels hat sich im Endeffekt irgendwie bewahrheitet. Es ist zwar nicht der erhoffte Kirby-Klon geworden, doch die verbauten Ideen haben mir auch ohne die zu starke Anlehnung an Nintendos Videospielreihe gefallen. Besonders die Idee mit Blumen-Yakopoo fand ich ein wenig amüsant, doch weniger amüsant finde ich, dass es kaum oder gar keine Continues und zusätzliche Versuche im Spiel zu finden gilt. Ein Spiel möchte ich gerne an einem Stück durchspielen – ohne wieder von vorne anzufangen oder über die Stage-Auswahl das letzte Level auszuwählen. Wenn ich aber an das Alter des Titels denke, dann kann ich von einem zwanzig Jahre alten Spiel auch nicht wirklich mehr erwarten. Wenn ich das Manko allerdings außer Acht lasse, dann kann ich Trip World dennoch empfehlen – zumindest wenn man sich mit einer kurzen Spielzeit zufrieden gibt.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!