Neue Partnerseite: Press A Button

Heute möchten wir euch erneut auf eine neue Partnerseite von uns aufmerksam machen. Abseits der Mainstream-Gamingmagazine im Internet sind die Macher von Press A Button eine besondere Mission angetreten. Sie wollen Gaming von seiner schönsten Seite zeigen. Das Augenmerk liegt dabei insbesondere auf plattformunabhändiger Spielekultur und Lifestyle-Themen. Press A Button ist übrigens nicht nur über die Homepage zu erreichen – Präsenzen auf Facebook, Twitter und Youtube sind ebenfalls vorhanden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei unserem neuen Partner vorbeischauen würdet, wenn es euch nach plattformunabhändiger Spielekultur und Lifestyle-Themen dürstet.

Review: Kirby’s Dream Land 2

Mit dem Hüpfspielklassiker Kirby’s Dream Land 2 erschien im Mai das dritte herunterladbare Kirby-Spiel im eShop des Nintendos 3DS. Nachdem wir im Vorgänger bereits schon einmal das Dream Land gerettet haben, erwartet uns im zweiten Teil ein neuer Feind.

In Kirby’s Dream Land 2 ist das Dream Land wieder einmal Dreh- und Angelpunkt der Story. Die magische Welt besteht aus sieben ebenso magischen Inseln, die mit Regenbogenbrücken miteinander verbunden sind. Eines Morgens erwachen die Bewohner des Dream Lands und müssen mit Erstaunen feststellen, dass jemand die Regenbogenbrücken gestohlen hat. Obwohl der Verdacht wieder einmal auf König Nickerchen fällt, scheint dieses Mal jedoch eine andere Kreatur hinter der Übeltäterei zu stecken. Aus den Tiefen des dunklen Himmels entsprungen, hat die Kreatur Dark Matter die Kontrolle über König Nickerchen übernommen. Dark Matter benutzt den dicklichen König nun, um das Dream Land in einen dauerhaften dunklen Zustand zu versetzen. Die Bewohner des Dream Lands sind – wie könnte es auch anders sein – wieder einmal machtlos gegenüber dem Bösewicht. Kirby muss es mal wieder richten, doch diesmal ist er nicht alleine. An seiner Seite kämpfen in Kirby’s Dream Land 2 auch der Hamster Rick, der Fisch Kine und sogar Coo, die Eule. Nur mit gemeinsamen Kräften können sie das Dream Land vor dem drohenden Untergang retten und Dark Matter dorthin zurückschicken, wo er hergekommen ist. Während die ersten drei der insgesamt sieben Welten aus jeweils nur drei Levels bestehen, erhöht sich der Umfang ab der vierten Insel um jeweils ein Level pro Welt.

Alleskönner Kirby

So fällt direkt auf, dass Kirby’s Dream Land 2 ungleich viel größer ist als noch der erste Teil der Serie, zumindest was die Anzahl an Levels betrifft. Die Spielzeit selbst hat sich von einer halben Stunde auf circa drei bis vier Stunden verlängert, die wir benötigen, um den Feind zu besiegen. Wichtig ist dabei allerdings ein gutes Gespür, denn um das wahre Ende zu erleben, müssen wir alle in der Spielwelt versteckten Regenbogentropfen finden. Ohne die magischen Items dürfen wir Dark Matter nicht entgegentreten. Das streckt die Spielzeit im Nachhinein zum einen künstlich, doch auf der anderen Seite laden die relativ kurzen Spielabschnitte so noch einmal zum Erkunden ein. Das Gameplay hat sich seit Kirbys erstem GameBoy-Ausflug allerdings geändert, denn nun kann der kugelrunde Held endlich auch die Gegner einsaugen, um deren Spezialfähigkeiten zu kopieren. Saugen wir beispielsweise einen an einem Regenschirm herabsinkenden Waddle Dee ein und schlucken ihn runter, so erlangen wir die Fähigkeit, mit einem Schirm wie wild um uns zuschlagen oder auch die Möglichkeit, tiefe Abgründe langsam hinunterzugleiten. Später dürfen wir auch Gegner einfrieren oder Eis mit Feuer zum Schmelzen bringen. Wenn in einem der vielen zweidimensionalen Levels der Wind weht, dürfen wir uns auch in einen Stein verwandeln, um nicht weg geweht zu werden.

Kurze, aber dennoch lange Spielzeit

Die Levels selbst fallen gewohnt gradlinig aus. Nur selten gibt es mehrere Abzweigungen, die uns auf unterschiedlichen Wegen durch das Level geleiten. Es ist jedoch sicher, dass wir dann und wann auf einen Zwischengegner stoßen, der sehr oft einen unserer Freunde in einem Sack verschnürt gefangen hält. Diese etwas stärkeren Gegner lassen sich von Spezialkräften nicht beeindrucken und so sollten wir unbedingt unsere Fähigkeit auf Knopfdruck loswerden, denn die im Kampf auftauchenden Sterne verursachen bei den Gegnern deutlich größeren Schaden. Selbiges gilt auch für die Bossgegner am Ende einer jeden Insel. Erst wenn wir alle Levels der Welt mindestens einmal absolviert haben, öffnet sich die Tür zum Schauplatz des Bosskampfs – so kannte man das in der Serie damals noch nicht. Neu ist auch die Speicherfunktion. Kirbys zweites Jump ’n’ Run auf dem GameBoy wäre für den einen oder anderen Spieler sicherlich auch viel zu lang, um es durchweg am Stück durchzuspielen. Vor allem da sich der eine oder andere Regenbogentropfen gut versteckt hält, würde das Spiel ansonsten wohl zu einer Tortur verkommen. Wir sind froh darüber, dass Nintendo endlich Kirby’s Dream Land 2 im eShop veröffentlicht hat, denn wer mit halbstündigen Spielen nicht langfristig Spaß haben wird, der greift nämlich direkt beim Nachfolger zu. Für Jump-’n’-Run-Fans ist der Titel ein Muss!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der GameBoy- und der Virtual-Console-Fassung): Lange ist es her, seitdem ich Kirby’s Dream Land 2 zum letzten Mal in den Modulschacht meines alten GameBoys steckte. Das liegt zum einen daran, da ich den Titel selbst nie besessen habe und ich zum anderen nie irgendwo die Möglichkeit hatte, das Spiel noch nachzukaufen. Nachdem ich den Titel zum Ende des letzten Jahrhunderts fast am Stück durchgespielt habe, verblasste die Erinnerung seitdem sehr. Ich erinnerte mich nur noch an die tierischen Begleiter, die mir bei der Rettung des Dream Lands gute Unterstützung lieferten und dass ich es geschafft hatte, den Titel vollständig durchzuspielen. Das ist mir in der Testphase für diesen Artikel leider nicht mehr gelungen, doch trotzdem habe ich bis zum Abspann sehr viel Spaß mit dem Spiel gehabt. Dass Kirby nun endlich Fähigkeiten von seinen Gegnern kopieren kann und bereits abgeschlossene Levels nochmals aufgesucht werden dürfen, freut mich als mittlerweile doch sehr großer Fan des Franchises sehr. Selbiges gilt auch für die putzigen Nebencharaktere. Der Hamster Rick ist immer noch mein persönlicher Favorit. In Verbindung mit der einen oder anderen Fähigkeit des Edelknödels wird aus dem kleinen Tier direkt ein kampferprobter Kampfhamster. Ich werde Kirby’s Dream Land 2 sicherlich noch mehr als einmal auf meinem 3DS spielen. Spätestens dann, wenn die von Nintendo angekündigte Kirby Collection für die Wii erscheint, werde ich sowieso wieder im Kirby-Fieber sein.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Neue Partnerseite: N Insider

Heute möchten wir euch unsere neue Partnerseite N Insider ein wenig genauer vorstellen. Einige unter euch werden sich sicherlich noch an Wii Insider erinnern – in Anbetracht des bevorstehenden Wii-U-Launches und der wachsenden Popularität des Nintendo 3DS sind die Macher des einstigen Online-Magazins zurück und präsentieren mit N Insider eine Seite mit täglichen News, Artikeln, Kolumen, Spieletests, Podcasts und Videos zu neuen und aktuellen Nintendo-Themen. N Insider ist nicht nur über die Internetseite erreichbar, sondern auch auf Facebook und Google+ vertreten. Über zwei voneinander unabhängige Kanäle bei Twitter (Redaktion und News) erhaltet ihr ebenfalls Informationen über N Insider. Die aktuellen Podcast-Ausgaben findet ihr übrigens hier.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei unserem neuen Partner vorbeischauen könntet, um euch die tägliche Dosis Nintendo abzuholen.

Review: Quiz Party

Nachdem die Wii jahrelang mit Spielen für Gelegenheitsspieler und Minispielsammlungen gesättigt wurde, kehrte in den letzten Monaten auch an dieser Stelle Stillstand ein. Mit Quiz Party ändert sich das – und wir sind überwiegend positiv überrascht.

Quiz Party nervt nicht mit ellenlangen Einleitungen, wie wir sie beispielsweise 2008 in Wii Music ertragen mussten. Stattdessen wirft uns das Spiel beim Spielstart direkt eine Frage an den Kopf, die wir beantworten müssen. Erst danach haben die Möglichkeit, einen von drei Spielmodi auszuwählen. Schneller wurden wir mit der Spielmechanik eines Titels noch nie konfrontiert. Der erste Spielmodus, der uns zur Auswahl steht, ist die lange Spielrunde. Diese dauert in der Regel 45 bis sechzig Minuten. Hier dürfen sich mehrere Teams (wobei jedes Team rein theoretisch aus einer unbegrenzten Anzahl an Spielern bestehen darf) miteinander in unterschiedlichen Wissensgebieten wie Kunst, Film oder Geographie duellieren. Quiz Party unterscheidet sich allerdings von herkömmlichen Quiz-Spielen, denn es werden uns nicht einzelne Fragen mit den dazugehörigen Antworten wie in Wer wird Millionär? präsentiert. So setzt uns das Spiel auch schon mal ein paar Bilder vor und lässt diese schnell in einer Dia-Show ablaufen. Danach wird uns eine Frage zu einem dieser Fotos gestellt, beispielsweise wie viele Schuhe auf der Treppenstufe standen. Dann gibt es aber auch Songs, Politiker anhand der Stimme und Tonaufnahmen von Werbespots oder Fernsehserien zu erraten. Eine Antwort müssen wir nicht eintippen, jedoch den Mitspielern im Raum fairer Weise mitteilen.

Team gegen Team

Ziel des Spiels ist es, zu jeder der fünf Fragenkategorie drei richtige Antworten zu geben. Am Ende der langen Spielrunde treten wir eigentlich nur noch in Team-Duellen, die auch immer mal wieder zwischendurch stattfinden, an. Hier müssen wir die Antwort schneller geben als die Konkurrenz, um eben auch schneller ans Ende der virtuellen Laufstrecke zu gelangen. Die kurze Spielrunde funktioniert ähnlich, jedoch gewinnt hier das Team, welches zu erst jeweils einen Punkt aller fünf Fragekategorien erzielt – allerdings mit einem Nachteil. Auch wenn das jeweilige Team, welches die Partie begonnen hat, zu erst alle fünf Kategorien für sich entscheidet, darf das andere Team keinen Ausgleichspunkt erzielen. Das ist im Angesicht der immer wieder zwischenzeitlich stattfindenden Team-Duelle unfair. Spiele wie Schlag den Raab machen das schon deutlich besser, spielen sich aber bei weitem nicht so elegant wie Quiz Party – zumindest wenn man genügend Spieler zur Hand hat. Das ist zugleich auch der große Nachteil an Quiz Party. Alleine macht der Titel schlichtweg keinen Spaß, denn als Einzelspieler bleibt es einem notgedrungen nur übrig, den dritten und letzten Spielmodus im Bunde auszuprobieren. Hier wird uns lediglich eine zufällige Frage in einer zufälligen Fragenform gestellt, die es zu beantworten gilt. Kategorien dürfen wir nicht auswählen – da hätten dem Titel zwei weitere Monate Entwicklungszeit zum Feinschliff sicherlich gut getan.

Purer Mehrspielertitel

Optisch erinnert der Titel aufgrund seines Stils eher an das Dashboard der Xbox 360, als an ein Wii-exklusives Spiel. Trotzdem finden wir diesen Stil für ein Quiz-Spiel ansprechend. Gut finden wir, dass die jeweiligen Fragen im Spiel vom Will-Smith-Synchronsprecher Jan Odle angeteasert werden. Schade ist wiederum, dass andere Texte nicht von ihm vorgelesen werden. Hier werden uns lediglich Texte zum Selbstlesen vorgesetzt – diese sind aber deutlich in der Minderheit, um das Party-Gefühl nicht zu minimieren. Das haben wir aber trotzdem bei den Buzz!-Spielen auf der PlayStation 2 schon ausgereifter erlebt. Da wurden jegliche Texte in die deutsche Sprache übersetzt. Das wichtigste Kriterium, um mit Quiz Party Erfolge feiern zu können, ist zudem ein sehr gutes Allgemeinwissen. Das meinen wir wirklich ernst, denn der Titel verlangt von uns sogar Personen der deutschsprachigen Medienwelt zu erraten, von denen wir zuvor noch nie in irgendeiner Weise gehört haben. Da im Audiobereich auch die Titelmelodien von Big Bang Theory und Unsere kleine Farm zu erraten sind, eignet sich der Titel an der anderer Stelle also für mehrere Altersklassen. Wer nicht vielseitig interessiert ist, wird viele Fragen aber nicht beantworten können. Quiz Party richtet sich in erster Linie an erwachsene Spieler. Die freuen sich dafür umso mehr, dass sie endlich einen anspruchsvollen Titel abseits müder Minispielsammlungen auf der Wii für eine gute Party im Haus haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Bis zum Post E3 Event von Nintendo habe ich Quiz Party gar nicht auf meinem Radar gehabt. Dort anspielen konnte ich den Titel leider nicht, zumal er auf dem Event eher in die Ecke geschoben und stiefmütterlich behandelt wurde. Als ich auf dem Event vernommen hatte, dass die Fragen schwieriger und intelligenter ausfallen als beim Quiz-Einheitsbrei von anderen großen Marken wie Wer wird Millionär?, hat der Titel mein Interesse geweckt. Vor einigen Tagen ist Quiz Party in meinem Briefkasten gelandet und hat mich dann auch nicht so schnell los gelassen. Gemeinsam mit meinem Team-Kollegen Julian haben wir alle Spielmodi ausprobiert und haben uns dabei ertappt, wie wir sehr oft immer noch eine Frage beantworten wollten. Das hat selbst Blamieren oder Kassieren in Schlag den Raab: Das zweite Spiel nicht bei uns geschafft. Es ist lediglich schade, dass man alleine nicht sonderlich viel Spaß mit dem Titel haben wird, da sich da nur letzterer Spielmodus anbietet. Ärgerlich ist es dann auch, dass ich mich hier nicht in Kategorien selbst trainieren darf. Das wäre für den nächsten Quiz-Party-Abend den anderen Spielern gegenüber zwar unfair, aber für Einzelspieler lohnt sich der Titel somit kaum. Wer von euch aber genügend Freunde hat, die ständig euer Haus oder Wohnung belagern, kommt um Quiz Party für die Mehrspielertitel-Sammlung nicht herum!

Julians Fazit: Als ich am Wochenende die Gelegenheit hatte, Quiz Party in aller Ruhe mit Eric auszuprobieren, hat es mir auf Anhieb gefallen – zumindest größtenteils. Mir hat es absolut nicht gefallen, dass viele Fragen einfach zu speziell sind – ich kenne mich mit der deutschen Medienwelt der letzten dreißig Jahre einfach kaum aus. Das hätte meiner Meinung nach ruhig etwas internationaler ausfallen dürfen. Vielleicht ist es das auch, da der Titel über zweitausend Fragen bietet, die wir in ein paar Stunden unmöglich hätten beantworten und überprüfen können. Die vielen verbauten Ideen finde ich übrigens gut, doch die Anagramme hätte man sich wirklich sparen können – die gesuchten Worte sind sehr oft einfach viel zu lang und im Sprachgebrauch mehr als selten. Besser finde ich da, dass ich mir (bis zu einer bestimmten Grenze) die Fragenkategorien frei aussuchen darf – mehr Spielmodi wären aber keinesfalls verkehrt gewesen. Da ist mir der Titel eigentlich viel zu schmalspurig, doch mit Quiz Party kann man in großen Teams sehr leicht sein Wissensspektrum über Geschichte, Kunst, Kultur und Politik erweitern. Das Spiel richtet sich in erster Linie aber definitiv an erwachsene Spieler, da einige Fragen (wie bereits in meinem Fazit erwähnt) einfach zu speziell und teilweise auch zu schwierig für jüngere Spieler sind. Auf Gruppenveranstaltungen ist Quiz Party der absolute Renner!

Prime Time: Nintendo 3DS XL (Unboxing mit Vergleich)

Vor einem Jahr erschien mit dem Nintendo 3DS Nintendos neueste Konsole. Zum Launch des Handhelds waren wir im Review noch nicht ganz von der neuen Hardware überzeugt, doch das hat sich über die Monate hinweg geändert – Nintendo hat so gut wie alle Mankos ausgebessert. Unser Unboxing-Video zum Nintendo 3DS findet ihr übrigens hier. Weniger holprig wird der Start des Nintendo 3DS XL verlaufen, doch legt uns die japanische Firma neue Steine in den Weg. In unserer dreiteiligen Videoreihe packen wir den Nintendo 3DS XL zunächst einmal aus und stellen euch die haptischen Inhalte vor. Informationsmaterial zum Nintendo 3DS XL entnehmt ihr bitte unserem Review.

Im zweiten Teil der Videoreihe vergleichen wir die Konsole haptisch und optisch nicht nur mit dem Vorgänger, sondern auch mit dem Ur-Modell des Nintendo DS und dem Samsung Galaxy S i9000 – einem von vielen Menschen genutzten Smartphone.

Der dritte und letzte Teil der Videoreihe dreht sich um die Bildqualität und die Auflösung auf allen vier Geräten. Wir machen den Vergleich mit dem Nintendo-DS-Spiel New Super Mario Bros. auf DS, 3DS und 3DS XL, sowie mit dem 3DS-Titel Steel Diver. Auf unserem Smartphone zeigen wir euch eine vergleichsweise hohe Auflösung mit dem kostenfreien Spiel Line Runner.

Review: Nintendo 3DS XL

Als Satoru Shibata am 22. Juni 2012 in einer neuen Ausgabe von Nintendo Direct die ebenso neue Hardware präsentierte, war die Euphorie dank der passend eingespielten New-Super-Mario-Bros.-Musik bei den Fans hoch. Der zweite Eindruck ist ernüchternd.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass der Nintendo 3DS XL (wie es der Name schon vermuten lässt) größer als sein Vorgängermodell (Review erfolgte am 21. März 2011) ist. In Länge und Breite misst das Gerät nun jeweils circa zwei Zentimeter mehr. Einzig und allein die Höhe bleibt in etwa identisch. Durch die neuen Abmessungen und weiteren technischen Spezifizierungen steigt das Gewicht von 227 auf 336 Gramm. Das sind circa 20 Gramm mehr als noch beim Nintendo DSi XL – für ein auf zwei Hände ausgelegtes Videospielsystem aber immer noch mehr als tragbar. Ein Tablet PC wiegt vergleichsweise das Doppelte. Neben einem frischen Design und einem neuen Stylus, der nun nicht mehr höhenverstellbar ist und eine neue Einlegestelle im Gerät erhält, fallen äußerlich keine weiteren Merkmale auf. Klappen wir das Gerät jedoch auf, stechen uns sofort die größeren Bildschirme ins Auge. Diese sind nämlich um satte neunzig Prozent gewachsen. Das heißt, dass der obere Bildschirm nun 4,88 und der Touchscreen 4,18 Zoll messen. Die Auflösung hingegen bleibt wie erwartet unverändert. Dadurch wirkt das Geschehen je nach Anwendung ein wenig verpixelt oder verwaschen – in der Praxis fällt das allerdings nicht so stark ins Gewicht wie hier beschrieben. Nach wie vor spielt das Gerät sämtliche erwerbbare Software ab, die für DS, DSi und 3DS erschienen ist. Lediglich die Regionalcode-Sperre verpasst Importfreunde bei DSi- und 3DS-Software einen Dämpfer.

Bildwiedergabe und Regionalcode-Sperre

Wer also nach wie vor Spiele aus Fernost spielen möchte, kommt um den Erwerb eines japanischen 3DS-XL-Modells nicht herum. Schade, aber diese Sperre ist uns seit Jahren unverständlich und bei der Konsolenkonkurrenz haben wir dieses Problem in vielen Fällen nicht. In diesem Punkt muss sich der 3DS XL der Konkurrenz aus dem Hause Microsoft und Sony geschlagen geben. Wir haben den Bildwiedergabetest zunächst mit New Super Mario Bros. gemacht – das Bild wirkt in der vergrößerten Form pixeliger als für das konzipierte Modell, jedoch macht das gespielte Geschehen auf uns einen gefühlt flüssigeren Eindruck. Abschließend haben wir den Versuch auch mit den 3DS-Spielen The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D und Steel Diver gemacht. Beide Spiele profitieren durch den größeren Bildschirm enorm. Der Tiefeneffekt vermittelt uns jedoch gemischte Gefühle. Nach wie vor müssen wir unsere Augen ganz gerade auf den oberen Screen richten – ansonsten werden die Informationen wie beim ein Jahr alten Vorgängermodell nicht korrekt wiedergegeben. Wir empfinden diesen Vorgang sogar etwas unangenehmer als beim 3DS. Wer ohne Tiefeneffekt spielt, hat das Problem nicht. Ausgeliefert wird der Nintendo 3DS XL am 28. Juli 2012 mit dem gleichen Betriebssystem wie sein Vorgänger, jedoch direkt in der Firmware-Version 3.1.0-6E.

Betriebssystem und Software-Übertragung

Somit ist die Hardware direkt im Stande über die Nintendo-3DS-Kameralinsen 3D-Videos aufzunehmen. Die vom 3DS bereits bekannten AR-Karten liegen aber ebenfalls dem 3DS XL bei. Mit diesen Werkseinstellungen können in der Betriebssystemoberfläche allerdings noch keine Ordner erstellt werden, um etwa Spiele und Anwendungen übersichtlicher zu sortieren. Ein Update auf Version 4.2.0-9E war zum Testzeitpunkt jedoch ohne Probleme über das Internet möglich. Wer bereits ein Nintendo-3DS-System besitzt, hat über die aktuelle Firmware sogar die Option seinen Freundescode, seine Freundesliste, heruntergeladene Anwendungen und Spiele, sowie sonstige Einstellungen auf seinen neuen 3DS XL zu übertragen. Das funktioniert aber nur bis zu fünfmal – danach schiebt uns Nintendo den Riegel vor. Wer gerne beide Konsolen weiterhin nutzen möchte, etwa das alte Modell unterwegs und die XL-Variante zuhause, hat hier das Nachsehen. Diese Politik ist veraltet – Nintendo sollte unserer Meinung nach mit der Zeit gehen und wie Sony ein Hybridmodell anbieten, in dem wir erworbene Software von mehreren Systemen aus gleichermaßen nutzen können. Eventuell ändert sich das zum Launch der Wii U – wir sind gespannt! Mit im Lieferumfang enthalten ist dieses Mal eine 4-Gigabytes-SDHC-Karte von Lexar, auf welcher eigens erstellte und aus dem Internet heruntergeladene Inhalte zunächst Platz haben werden.

Speicherplatz und Ladevorgänge – ein teures Vergnügen

Vielspieler sollten aber in Anbetracht der tiefen SD-Kartenpreise auf eine 16-Gigabytes-SDHC-Karte ausweichen, um langfristig über genügend Speicherplatz für persönliche Daten zu verfügen. Nicht im Lieferumfang enthalten ist jedoch weder eine Ladestation noch ein Ladekabel. Besitzer eines Nintendo-Handhelds seit dem DSi müssen sich darüber aber keine Gedanken machen – sie können ihr altes Kabel zum Aufladen weiterhin verwenden. Mit einer Akku-Ladung verspricht Nintendo eine Batteriebetriebszeit von bis zu 6,5 Stunden. Das sind neunzig Minuten mehr als noch beim Nintendo 3DS. Wer bisher noch mit einem Nintendo DS oder Nintendo DS Lite gespielt hat und sich jetzt für den Kauf eines Nintendo 3DS XL entscheidet, kommt um die zusätzliche Anschaffung eines Ladekabels nicht umher. Das originale Ladekabel von Nintendo schlägt mit circa zehn Euro zu Buche. Da der Nintendo 3DS XL zum Launch satte 200 Euro kostet, ist das ein eigentlich unnötiger Aufpreis von bis zu fünf Prozent. Die speziell auf den Nintendo 3DS XL ausgerichtete Ladestation listen Online-Versandhäuser derzeit sogar mit 25 Euro! Wer fleißig mit gerechnet hat, kommt auf einen Wert über den inoffiziellen Launch-Preis des Vorgängers. Da jene 3DS-Frühkäufer von Nintendo sogar mit jeweils zehn Nintendo-Entertainmant-System- und GameBoy-Advance-Spielen im Rahmen des Botschafterprogramm entschädigt wurden, ist der hohe Preis unserer Meinung nach mehr als unangebracht.

Entscheidungsfrage

Eine Schiebepad-Erweiterung für den Nintendo 3DS XL finden wir derzeit übrigens nirgends. Wer also mit der neuen Hardware direkt Titel wie Resident Evil: Revelations oder Metal Gear Solid: Snake Eater 3D spielen möchte, muss also zunächst auf die komplett auf den Handheld zugeschnittene Steuerung ausweichen. Das ist insofern schade, da sich viele Fans ein neues Nintendo-3DS-System mit eingebautem zweiten Schiebepad gewünscht haben. Hier hat das japanische Traditionsunternehmen eine große Chance verspielt, sich mit dem einen oder anderen Nutzer zu versöhnen. Nintendo hätte mit dem 3DS XL einen richtigen Treffer in der Medienwelt landen können. Hätte man neben den größeren Bildschirmen auch die Auflösung für bestimmte Applikationen und eventuell auch die Hardware-Power erhöht, wäre das Gerät besonders für Dritthersteller noch attraktiver geworden. Schlecht hingegen ist jedoch die Ausstattung des Geräts. Es zeugt nicht gerade von der bekannten und sonst so guten Kundenfreundlichkeit Nintendos, das Ladekabel wegzurationalisieren und den Kunden gegebenenfalls zum Kauf neuer Hardware zu zwingen. Im Endeffekt muss jeder Nintendo-Fan für sich selbst entscheiden, ob sich die Anschaffung zum Preis von fast 200 Euro lohnt. Die größeren Bildschirme sind es sicherlich wert, um Spiele in einer größeren Grafikpracht zu genießen. Wer sich zuvor jedoch selbst ein Bild von der neuen Hardware machen möchte, sollte sich am besten einmal unsere Prime Time anschauen. Wir raten allerdings eher auf einen Preisnachlass zu warten, denn die wenigen Verbesserungen und der geringe Lieferumfang sind den Aufpreis im Moment noch nicht wert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich das Rezensionsexemplar vom Nintendo Magazine, für welches ich auch Texte verfasse, letzten Samstag erhalten hatte, konnte ich das Gerät kaum aus der Hand legen – die großen Bildschirme haben mich einfach zu sehr in ihren Bann gezogen, obwohl es dazu eigentlich keinen Grund gäbe. Nintendo hat weder die Auflösung der beiden Screens geändert und ebenfalls nicht das Problem mit dem Tiefeneffekt gelöst. Nach wie vor muss ich gerade auf den oberen Screen schauen, damit die Bildinformationen nicht verfälscht werden und ich das Ergebnis des tollen Tiefeneffekts erleben kann. Das ist zwar ärgerlich, aber ich kann mit dem Problem leben. Deutlich ärgerlicher ist es da schon, dass ich heruntergeladene Software von meinem alten 3DS nur begrenzt oft hin- und herwechseln kann und dass dann auch nur alle sieben Tage. Ich kann das nicht verstehen, zumal Sony mit seinem Hybridmodell deutlich die Trümpfe in der Hand hält. Da könnte ich rein theoretisch auch ein PlayStation-Spiel auf der PlayStation 3 herunterladen und unterwegs auf der PlayStation Portable weiterspielen. So etwas wünsche ich mir auch für mein Nintendo-Konto (auch eine weitere ewige Baustelle des japanischen Traditionsunternehmens). Wer kein Problem damit hat, für einen geringen Umfang 200 Euro auszugeben, darf bei der wenig innovativen 3DS-XL-Variante für größere Bildschirme gerne zuschlagen. Wer bereits einen 3DS besitzt, sollte aber mit dem Kauf noch warten – der erste Preisnachlass kommt bestimmt.

Prime Time: Stargate: Kommando SG-1 (Die komplette Serie) Unboxing

Science-Fiction-Fans ist die Serie mit Richard Dean Anderson sicherlich noch wohl im Gedächtnis. Obwohl die letzten drei Staffeln eher mittelmäßig ausgefallen sind, haben wir die Serie dennoch in ihr Herz geschlossen. Als Stargate-Fan hat sich Eric natürlich die mittlerweile sehr begehrte Serienbox bei der Nachproduktion sofort bestellt gehabt. Wer wissen will, wie ihm diese Box gefallen hat, darf sie sich jetzt gerne in unserem Unboxing-Video mit Erics Kommentaren zur Serie in Ruhe anschauen. Für Fans des Spin-offs Stargate: Atlantis haben wir ebenfalls eine Prime-Time-Ausgabe vorbereitet.

Review: Angels & Airwaves: Love

Experimente werden in unserer Zeit leider viel zu oft mit Tieren durchgeführt, die keine Wahl haben, um sich gegen das Experiment zu wehren. Angels & Airwaves: Love dreht den Spieß um und lässt einem Menschen nicht die Möglichkeit, ein Experiment abzubrechen.

Wir schreiben das Jahr 2039. Seit zwanzig Jahren war kein Mensch mehr im Weltraum. Jetzt ist Astronaut Lee Miller dazu auserkoren, nach so langer Zeit wieder auf eine Raumstation im Weltraum zu ziehen – und das ganz alleine und fast ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. In den ersten Tagen verläuft auch alles ganz normal. Er übermittelt Houston und Cambridge die Koordinaten der Raumstation zur Berechnung der weiteren Umlaufbahn um die Erde, trainiert auf einem Laufband und genießt gewissermaßen den Ausblick auf den blauen Planeten.  Eines Tages erhält Miller noch eine allerletzte Nachricht von seinem Bruder, der Vater geworden ist – dann bricht der Kontakt nach ein paar komischen Störgeräuschen plötzlich ab. Der Kontakt zur Erde ist unterbrochen und Miller vollkommen isoliert. Nach einigen Tagen erhält er noch eine Aufzeichnung mit Informationen, die man ihm nicht persönlich mitteilen wollte. Derzeit sei eine Rückkehr zur Erde aus nicht genauer definierten Umständen nicht möglich. Kurze Zeit später ist unser Planet aus dem All fast nicht mehr wieder zu erkennen. Wo früher blaue Ozeane und grüne Landmassen zu sehen waren, überdeckt jetzt eine schwarze Wolkendecke die Sicht. Die schier unendlich weilende Isolation setzt Miller physisch und mental schwer zu, doch dann findet er auf der Raumstation ein Tagebuch aus dem Bürgerkrieg von 1864.

Klarer Verstand und Wahnsinn

In diesem macht Miller eine verblüffende Entdeckung. Zumindest glaubt er das oder eher viel mehr sollen wir es glauben, denn die Handlung von Love umfasst mehrere Jahre. Der immer mehr isolierte und sehr in sich hineingezogene Astronaut beginnt vermehrt Selbstgespräche zu führen und unterhält sich zudem mit Personen, die gar nicht physisch auf der Raumstation anwesend sind. Die Geschichte wird fast durchgehend aus seiner Sichtweise geschildert, die von Szene zu Szene immer subjektiver wird. Der Anspruch an uns, objektiv über Lee Millers Verhalten zu urteilen, wird dagegen von Szene zu Szene immer größer. Da das Team rund um Love besonders zum Ende hin deutlich mehr unklare Aussagen trifft, ist es für uns ebenfalls umso schwieriger, über das Gezeigte zu urteilen. Der abgebrochene Informationszufluss von der Erde lässt ebenfalls einen gehörigen Freiraum zur Interpretation. Wir wissen bei Weitem nicht, was nun wirklich auf unserer Heimat vor sich geht – wir können nur spekulieren. Dass diese Spekulation nicht so schön ausfällt, dürfte einem jeden Zuschauer klar sein. Unterstützt wird dieses Gefühl durch die schrecklichen Bilder eines Krieges, hier der Bürgerkrieg. Unklar bleibt jetzt natürlich auch, ob sich dieses ominöse Tagebuch tatsächlich auf der ISS befindet und wer es dorthin gebracht hat. Möglich wäre auch, dass es sich Miller ebenfalls ausdenkt.

Interpretationssache

Love befasst sich eindeutig mit unserem Grundbedürfnis nach sozialen Kontakten. Menschen können zwar alleine wunderbar zurechtkommen, doch sind wir von Geburt an in bestimmte Kreise hinein geboren und in diesen aufgewachsen. Von unseren Vorfahren erfahren wir das Wissen, welches uns in unserer persönlichen Entwicklung zu besonnenen Menschen macht. Unser Wissen, sowie unsere Entscheidungsfreiheit sondert uns von den Tieren ab. In unserem Leben etablieren wir uns in einem Umfeld, interagieren mit diesem und haben im Gegensatz zu niederen Lebensformen die Möglichkeit moralische Entscheidungen zu treffen. In Love erleben wir so einen Menschen, der von der Außenwelt vollkommen abgeschottet wird und vermutlich, aber auch das ist Interpretationssache, der letzte Mensch in dem uns bekannten Universum ist. Der Film zeigt wunderbar, wie sich ein Mensch ohne die soziale Komponente entwickeln könnte und welche Auswirkungen dies auf sein mögliches Lebensumfeld haben wird. Dazu werden übrigens Statements von anderen Menschen eingespielt, die einschneidige Erfahrungen in ihrem Leben durchmachen mussten und uns aus ihrer Sicht erklären, warum Beziehungen und zwischenmenschliche Kontakte bei Menschen so essentiell wichtig sind. Es ist deutlich zu sehen, dass dieses tolle Stilmittel in anderen Filmen kaum so gut gepasst hätte.

Liebevoller Film

Verantwortlich für den Soundtrack war die Band Angels & Airwaves, die jedoch den einzigen echten Song erst beim Abspann zum Besten geben. Auch in den vier entfallenen Szenen, die zu den angesprochenen Erlebnissen der Personen gehören, werden Songs der Gruppe eingespielt. Wären diese jeweils vier- bis fünfminütigen Szenen so im Film enthalten, wäre womöglich der Eindruck eines Musikfilms entstanden. Allerdings hätte die Szene mit dem US-amerikanischen Soldaten auch im fertigen Film Sinn ergeben, da besonders diese das am Ende angesprochene Gefühl, welches jeder Zuschauer in diesem Film erfahren sollte, sehr gut vermittelt: Liebe. Liebevoll gestaltet sind ebenfalls die atemberaubenden Bilder unseres Planeten und dem Universum, in dem wir uns befinden. Gelegentlich sind einige Szenen zwar ein wenig unscharf, aber ansonsten macht der im 16:9-Format gehaltene Film in 1080p eine gute Figur. Gunner Wright, der im Übrigen auch als Synchronsprecher im Videospiel Dead Space 2 zu hören ist, verkörpert die Rolle des Lee Miller glaubhaft. Bis zum Ende sind unsere Gedanken und Gefühle nur bei ihm und wenn dies ein Film über seine ganze Laufzeit (hier 84 Minuten) schafft und dann mit einem furiosen Finale plötzlich endet, kann Regisseur William Eubank seinen Job nur richtig gemacht haben. Love muss man in seinem Leben mindestens einmal gesehen und vor allem auch interpretiert haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Dem US-amerikanischen Kino bin ich, wie einige von euch sicherlich wissen, mittlerweile eher abgeneigt. Zu viele Explosionen und zu künstliche Action sind heute das, was Hollywood in der Regel ausmacht. Produktionen, wie etwa Angels & Airwaves: Love schaue ich mir hingegen gerne an und in diesem Falle wurde ich bei Weitem nicht enttäuscht. Als ich den Trailer von diesem Film sah, habe ich mich auch schon direkt auf das zentrale Thema des Films einstellen können. William Eubank hat es mit Love genau richtig gemacht. Der isolierte Astronaut Lee Miller verliert – in meiner Auslegung – immer mehr den Verstand, stellt sich Dinge vor, die gar nicht physisch vorhanden sind und kommt dann auf die Idee, sich das Ende des gefundenen Tagebuchs mit einer phänomenalen Antwort auszudenken. Für viele Zuschauer mag aber genau dieses Ende vielleicht nicht sehr befriedigend sein, da es einfach das uns bekannte Menschenmögliche übersteigt. Da sich der Film zum Ende hin immer mehr in Unklarheit verliert, steigt hier positiver Weise die Option zur Interpretation und dementsprechend der Auslegungssache. Ich habe mir den Film gerne angesehen und selbst mein Urteil über Love gebildet – genau deswegen hebt sich dieser Film vom Hollywood-Einheitsbrei ab, welcher eine Bewertung aufgrund zu allgemeiner Kriterien schon fast nicht mehr zulässt. Schaut euch Love unbedingt einmal an – eure Gefühlswelt wird es euch sicherlich danken.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Angels & Airwaves: Love!

Neue Partnerseite: jAnimexplode

Letzten Donnerstag haben wir einige neue Partnerschaften geschlossen, um euch auf viele weitere tolle Angebote hinzuweisen. Beispielsweise auch mit jAnimexplode. Das Projekt wurde am siebzehnten März 2011 von Benjamin und Eric (nicht zu verwechseln mit unserem Chefredakteur) spontan ins Leben gerufen, doch wie wir heute sehen, haben die beiden jAnimexplode nicht mehr los gelassen. Auf ihrer Seite berichten sie leidenschaftlich über Animes und Mangas. Dann und wann wird auch schon mal über Privates geplaudert. Wer kein Review verpassen möchte, sollte jAnimexplode auch auf Facebook und Twitter besuchen. Videos von ihnen gibt es übrigens bei Youtube. Sollte bei uns also längere Zeit kein neues Review zu einem Manga oder Anime erscheinen, habt ihr jetzt gleich eine Anlaufstelle mehr, wo ihr euch informieren könnt.

Prime Time: Stargate: Atlantis (Die komplette Kollektion) Unboxing

Nachdem im letzten Jahr glücklicherweise noch einmal die große Stargate-Serienbox neu produziert wurde, erschien fast im selben Atemzug auch die komplette Kollektion von Stargate: Atlanis. Bis dato kannte Eric das Spin-off noch gar nicht so genau, doch lernte es genauso lieben wie das große Vorbild. Mit ein paar Kommentaren über die Serie möchte er euch auch hier sein Unboxing-Video präsentieren. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Review: Fallen Empire

Fallen Empire: Die Rebellion der Aradier hat alle Voraussetzungen für einen guten Fantasy-Film, doch Regisseur Alejo Mo-sun versäumt es, diese Ansätze deutlich zu machen und spielt eher auf andere große Filmreihen wie Star Wars oder Dune: Der Wüstenplanet an.

Der Vize-König Griffin herrscht mit diktatorischen Mitteln auf dem Planet der Aradier. Die Aradier sind ein dem Menschen nicht unähnliches Volk, doch sie werden rassistisch behandelt und versklavt – nur weil ihre Blutadern in ihren Handflächen deutlich sichtbarer sind. Um dem machthungrigen Griffin und seinen Diakonen zu entkommen, flüchten die Aradier mehr und mehr in die Wüste. In diesen so gebildeten Nomadenstämmen lebt auch der Mensch Hirokin, der eine aradische Frau geheiratet hatte und mit ihr einen gemeinsamen Sohn aufzieht. Eines Tages entdecken die Diakone seinen Stamm und nehmen ihn samt Frau und Kind gefangen. In der Grube, einer Art Arena, muss sich Hirokin gegen ebenfalls gefangene Aradier wehren und sie in einem Kampf auf Leben und Tod niederstrecken. Verliert er, wird unmittelbar seine am Pranger stehende Frau getötet. Hirokin geht in diesem Kampf zwar als Sieger hervor, doch Griffin lässt ihn gegen die Regeln vor den Augen aller Zuschauer erwürgen. Augenscheinlich stirbt auch seine Frau. Zum Verwesen wird Hirokin in die Wüste gebracht, wo er einige Zeit später von den Toten dank eines magischen Heilmittels erwacht. Er findet Unterschlupf beim Rebellenanführer Moss und seiner Tochter Maren. Mit der Zeit schwört Hirokin Rache und schließt sich den Rebellen im Kampf gegen den aufstrebenden Diktator an.

Verbeugung vor Star Wars

Betrachten wir den Wüstenplaneten, auf dem die Handlung von Fallen Empire angesiedelt ist, einmal genauer, fallen uns optische Ähnlichkeiten zu Dune und Tatooine (Wüstenplanet in Star Wars) auf. Beispielsweise gibt es auch in Fallen Empire eine Bar, in der zwei Charaktere streiten. Außerdem ähneln die Diakone in ihrer Funktion den Sturmtrupplern. In einer anderen Szene wurde der Hintergrund ähnlich eingefangen, wie etwa wenn Luke abends nach einem Streit mit seinem Onkel den Abendhimmel betrachtet. Wäre jetzt noch ein zweiter Mond am Horizont zu erkennen, wäre das Abkupfern gar nicht mehr von der Hand zu weisen. Oftmals ist es in der Branche aber immer noch besser, gut zu kopieren, als schlecht selbst etwas zu erfinden. Landschaften wirken so beeindruckend und Kostüme, etwa die Rüstungen der Diakone, sind besonders auffallend gestaltet. Die eigentlichen Handlungsplätze wirken weniger interessant, denn die Basis des Vize-Königs ist eines Herrschers unwürdig und die Rebellen bestehen aus einer deutlichen Unterzahl, die sich zum Ende hin gegen eine ebenso verwunderliche Anzahl an Diakonen in den Weg stellen. Wir können kaum nachvollziehen, wie Griffin die Macht über den Planeten übernommen hat. Das ist ebenfalls ein weiterer Punkt, der uns an Fallen Empire stört. Das Szenario bietet deutlich mehr, als es hergibt.

Unnötige Effektspielerei

Hintergründe werden kaum erläutert und selbst die metaphysische Anspielung auf eine Kraft, die sich das Wei nennt, ist im Grunde nur eine Kopie der Macht aus Star Wars. Ebenfalls scheint das Transportmittel der Diakone dem Wüstengleiter von Jabba the Hutt zu ähneln. Mit dem Nachahmen sind die negativen Aspekte des Films leider noch nicht vorbei, denn zudem gibt der Verpackungstext der Blu-ray an, dass auf dem Planeten ein Element gefördert wird, das über der Oberfläche des Planeten schwebt. Von dieser angeblich wertvollen Ressource haben wir im Film nichts mit bekommen, geschweige denn gesehen. Obwohl der Film stark und sehr interessant anfängt, verliert er sich schon sehr bald in unbedeutenden Dialogen und in ebenso unwichtigen Szenen mit unnötiger Effektspielerei. Besonders die Effekte, wenn das Wei symbolisiert werden soll, erinnern mehr an die aus Dr. House bekannten Darstellungen des Innenleben des menschlichen Körpers, als dass es für die Handlung von Fallen Empire förderlich wäre. Julian Sands (Griffin) ist bei Science-Fiction-Fans sicherlich schon bekannt, denn er hat unter anderem schon bei Stargate: Kommando SG-1 in den letzten beiden Staffeln und in Stargate: The Ark of Truth in einer nicht unbedeuteten Nebenrolle mitgewirkt. Obwohl er mit seinem Schauspieltalent versucht, die Stimmung noch irgendwie zu retten, machen das andere Darsteller (wie etwa die gelegentlich auftauchenden trotteligen Händler) zunichte.

Schöne Bilder – zu ruhige Musik

Wenn ihr euch den Film anschauen wollt, dann solltet ihr ihn unbedingt auf Englisch ansehen. Die deutsche Synchronisation ist zwar kein Totalausfall, doch sobald Rebellenanführer Moss in Erscheinung tritt, wünscht man sich schnell die Tonspur zu wechseln. Dieser versucht den Charakter ein wenig mysteriös zu gestalten, doch uns missfällt diese Tonlage sehr. Wer des Englischen nicht mächtig ist, kann sich zusätzlich deutsche oder niederländische Untertitel zuschalten, um so die beste Atmosphäre zu genießen und dennoch alles zu verstehen. 1080p und das 16:9-Format (1,78:1) gestalten den Film immerhin noch optisch als sehenswert, doch die ausdrucksstarken Bilder werden leider mit einem sehr mäßigen Soundtrack unterlegt. Wer jetzt vielleicht noch darauf gehofft hätte, dass man sich vielleicht die Melodien von Star Wars ebenfalls ausgeborgt hätte, liegt leider falsch. Die Musik ist geradezu ausreichend und ist nur dafür da, um keine allzu ruhigen Szenen entstehen zu lassen. Regisseur Alejo Mo-sun hatte sicherlich eine gute Idee, wie er Fallen Empire zum Ausdruck bringen möchte, doch das ist ihm nicht gelungen. 106 Minuten sind für diesen Fantasy-Film in seiner Form einfach zu wenig, um die Welt, ihre Geschichte und ihre Charaktere zu durchleuchten. Wir hoffen sehr, dass sich Mo-sun von unserer und anderer weniger guten Kritiken nicht ins Bockshorn jagen lässt, denn nach seiner Erfahrung mit Fallen Empire trauen wir ihm dennoch zu, irgendwann einmal wieder einen ähnlichen und besseren Film auf die Leinwand zu zaubern.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Da Splendid Film den Titel als Science-Fiction-Abenteuer an die Leute verkauft, habe ich auch mit diesem Genre gerechnet. Es wird in Fallen Empire aber keineswegs etwas wissenschaftlich erklärt und ebenso wenig übersteigt die technische Raffinesse das Angebot einer Weltraumoper wie Star Wars. So existieren zwar flugfähige Fahrzeuge, doch Feuer- und Laserwaffen gibt es nicht. Stattdessen kämpft man in Fallen Empire mit geschmiedeten Schwertern und die Rüstungen der Diakone erwecken beim Zuschauer ebenfalls den Eindruck, dass sie aus Metall bestehen. Die Einführung des Wei ist der Abschluss, der Mo-suns Werk zu einem Fantasy-Film erklärt. Ähnlich wie die Macht aus Star Wars wird diese zunächst als ein metaphorisches Instrument dargestellt, bevor Moss sie versucht mit biologischen (und fiktiven) Fakten zu erklären. In diesem Sinne wäre das Wei mit das einzige, was die Stimmung eines Science-Fiction-Streifens aufkommen lässt. Der Anfang des Films entspricht einer guten Einleitung eines Dramas, doch dann verliert sich der Film in unnötigen Szenen und Wendepunkten, die deutlich anders gesetzt werden könnten. Es bleibt zu sagen, dass der Film einer der schlechtesten Vertreter des Genres ist, doch anstatt sich an einem Nachmittag zu langweilen, kann man sich auch einmal von Fallen Empire berieseln lassen – und sei es nur wegen den hübschen Landschaften und den wundervollen Kostümen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fallen Empire: Die Rebellion der Aradier!

Neue Partnerseite: Testwildsau.com

Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass wir vorgestern eine Partnerschaft mit einer Seite mit dem orginellen Namen Testwildsau.com eingegangen sind. Das vierköpfige Team bespricht in unregelmäßigen Abständen aktuelle Themen aus den Bereichen Videospiele, Filme, Animes, Mangas, Comics, Hörspiele und auch Literatur. Testwildsau.com ist übrigens auch auf der Social-Network-Seite Facebook vertreten – so verpasst ihr keinen neuen Artikel. Es würde uns sehr freuen, wenn ihr neben uns auch das Angebot von Testwildsau.com wahrnehmen möchtet.

Review: Double Dragon

In den späten Achtzigern legte man bei vielen Games abseits von Rollenspielen noch keinen großen Wert auf eine Story, die uns durch das Abenteuer leiten sollte – und genau dieses Phänomen dürfen wir im GameBoy-Klassiker Double Dragon von 1990 erleben.

Nicht nur Klempner Mario kennt das Problem, dass seine Freundinnen andauernd von so manchen Bösewichtern entführt werden. Billy Lee, der Hauptdarsteller des Spiels, muss mit erleben, wie seine Freundin von durchtriebenen Fieslingen entführt wird. Selbstverständlich lässt er es sich nicht nehmen und schreitet sofort zur Tat. Die Rettungsaktion entpuppt sich aber mühseliger als gedacht, da wir es in Double Dragon ständig mit mehr oder weniger gefährlichen Gegnern zu tun bekommen, die uns das virtuelle Leben schwer machen möchten. Dabei stehen uns einige Angriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Wir treten und schlagen unsere Gegner windelweich und schrecken dabei auch nicht zurück, Sprungangriffe oder Ellbogenangriffe zu nutzen, um unser Ziel zu erreichen. Gelegentlich dürfen wir auch Objekte aufnehmen und diese auf die Gegner werfen. Während die meisten Feinde noch relativ einfach zu bezwingen sind, sind die Bossgegner der ganzen vier (!) facettenreichen und mit Fallen bestückten Levels eine ganze Hausnummer schwieriger zu besiegen, sofern wir ihre Schwachstelle noch nicht erkannt haben.

Drachenstarkes Beat ’em Up

Später sind es aber die bereits genannten Fallen und Abgründe, die uns das Vorankommen in Double Dragon teilweise als sehr schwierig erscheinen lassen. Da wir die Spielfigur während des Sprunges nicht mehr kontrollieren können, muss besonders bei breiten Abgründen jeder Sprung genauestens mit der Spielwelt abgestimmt sein. Da wir nur für eine gewisse Anzahl an erkämpften Punkten einen weiteren Versuch erhalten, sehen wir den Game-Over-Bildschirm öfters als uns lieb ist, doch kaum fangen wir das Spiel wieder von vorne an, bemerken wir so schnell, dass unsere Schläge und Tritte besser bei den Gegnern sitzen und wir noch schneller durch die gradlinigen Levels vorankommen. Das gefällt und motiviert uns. Optisch gehört Double Dragon zum Besten, was der GameBoy in seinen ersten Jahren gezeigt hat. Schöne Hintergründe und gut modellierte Gegner gefallen uns genau so sehr, wie der coole, aber leider zu dünne Soundtrack des Spiels. Leider kann die Virtual-Console-Fassung nicht zu zweit gespielt werden, obwohl es technisch via Infrarotschnittstelle des Nintendo 3DS sehr wohl möglich gewesen wäre, schade! Fans von Beat ’em Ups, die es auch gerne mal mit mehren Gegnerhorden aufnehmen möchten und nichts gegen eine Nettospielzeit weit unter einer Stunde einzuwenden haben, dürfen sich Double Dragon unbedenklich auf ihren Nintendo 3DS herunterladen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Damals konnte ich nie so wirklich viel mit Beat ’em Ups abseits der Street-Fighter-Serie anfangen, doch zu Beginn des Jahres begann meine Leidenschaft für asiatische Martial-Arts-Filme und seitdem bin ich bei jedem noch so kleinen Funken asiatischer Kampfkunst mit dabei, egal bei welchem Spiel, Film oder sonstigen Medien. Double Dragon hat mich aus diesem Grund direkt von Anfang in seinen Bann gezogen und immer wenn der Game-Over-Bildschirm aufpoppt, starte ich das Spiel direkt von Neuem. Das leicht zu verstehende und dennoch herausfordernde Spielprinzip gefällt mir und genau deswegen werde ich Double Dragon bestimmt mehr als nur einmal von Anfang bis Ende durchspielen wollen. Schade nur, dass der Zweispielermodus in der Virtual-Console-Ausgabe nicht funktioniert und dass es aufgrund der leider viel zu geringen Level-Anzahl keine Speicher- oder Passwortfunktion gibt, diese Punkte zusammen hätten das Spiel durchaus massentauglicher machen können.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Neue Partnerseite: GameFusion

Wer unsere Seite gestern aufmerksam verfolgt hat, wird vermutlich mit bekommen haben, dass wir eine neue Partnerschaft eingegangen sind. Dieses Mal hat es das Podcast-Projekt GameFusion erwischt. Besonders aufmerksame Leser werden den Namen GameFusion bereits kennen, denn niemand geringeres als unser Redakteur Patrick Overkamp ist dort ein Moderator. Seit 2009 diskutiert das Team alle zwei Wochen über ein Thema, welches in irgendeinerweise mit Videospielen oder anderen technischen Spielereien unserer Zeit zu tun hat. Wer keine neue Ausgabe verpassen möchte, darf gerne auch auf Facebook, Twitter und Google+ vorbeischauen, um über Neuigkeiten von GameFusion informiert zu bleiben.

Neue Partnerseite: Mariofans.de

Heute möchten wir euch bekannt gegeben, dass wir eine Partnerschaft mit der inoffziellen Fan-Seite zum Super-Mario-Franchise eingegangen sind. Bereits 2005 kam die Idee zu mariofans.de auf und 2008 war es dann endlich soweit. mariofans.de ging an den Start und begeistert seit jeher mit Hintergrundwissen und informativen Fakten zum Super-Mario-Universum von Nintendo. Auf Facebook, Twitter und Google+ ist unser neuer Partner ebenfalls vertreten. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr mariofans.de den einen oder anderen Besuch abstatten würdet, um euch über Nintendos wohl berühmtestes Maskottchen zu informieren.

Review: Mario’s Picross

Manche Spielideen sind einfach so intelligent, dass sie viele Jahre überdauern ohne dabei an Charme zu verlieren. Mario’s Picross bedient sich einer dieser Ideen, die uns damals wie auch noch heute bezaubern und dabei niemals langweilig werden können.

Klempner Mario hat in diesem Spiel sein Handwerk niedergelegt und übt ausnahmsweise den Beruf eines Archäologen aus. In Mario’s Picross geht es darum, zusammen mit dem Italiener mit dem Schnauzbart logisch aufgebaute Rätsel zu lüften, die sich zwar immer auf demselben Weg lösen lassen, aber immer unterschiedliche Ergebnisse liefern. Während am oberen und am linken Seitenrand mehrere Ziffern ersichtlich sind, ist das eigentliche Spielfeld auf eines oder mehrere in kleine Kästchen aufgeteilte Quadrate ausgelegt. An den Ziffern erkennen wir, wie viele zu findende Bildpunkte in einer Reihe horizontal und vertikal zu finden sind (inklusive der Anzahl an Lücken zwischen den Punkten). Es gilt in diesem Spiel nur die richtigen Kästchen aufzudecken, andernfalls werden uns ein paar Minuten unserer wertvollen Zeit abgezogen. Das heißt, dass wir gewissenhaft und nicht sehr experimentierfreudig vorgehen sollten, denn sonst ist das Rätsel schnell verloren und wir können es von Neuem starten. Zum Glück dürfen einzelne Kästchen markiert (und somit nicht sofort aufgedeckt) werden, was das ganze Spektakel angenehmer, aber nicht gleich einfacher macht. Sind alle für die Lösung des Rätsels wichtigen Kästchen aufgedeckt, ist der Level gewonnen.

Logische Wahrnehmung

Keine Sorge: Die Rätsel sind durchgehend logisch aufgebaut, weshalb wir zu keiner Zeit raten, aber umso genauer nachdenken müssen! Grafisch macht das Spiel zwar nicht viel her, doch ist die Optik für das Spielsystem mehr als nur zweckmäßig ausgefallen – durch und durch strukturierte Elemente sind das Ergebnis der Programmierung. Zudem gibt es keine überflüssigen Animationen, weshalb wir uns voll und ganz auf das Geschehen konzentrieren und die Rätsel von mal zu mal schneller lösen können. Je länger wir uns mit Mario’s Picross beschäftigen, umso weniger möchten wir den Nintendo 3DS beziehungsweise den GameBoy ausschalten. Ein Rätsel gelöst, schon möchten wir die nächste mehr oder weniger harte Nuss knacken. Haben wir dann auch alle der circa zweihundert Rätsel lösen können, dürfen wir uns auch unter Zeitdruck versuchen und unsere erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen. Auch wenn das Gameplay in Mario’s Picross für den einen oder anderen Spieler doch sehr monoton ausfällt, bekommen Rätselfreunde abseits der Professor-Layton-Spiele mal wieder einen Titel für einen kleinen Obolus spendiert, der die Wartezeit auf kommende Rätselspiele zwischendurch wunderbar verkürzen kann.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Ich kannte die Super-Nintendo-Variante des Spiels schon, die im Rahmen des Hanabi-Festivals vor einigen Jahren auch bei uns erschienen ist. Bereits dort konnte ich mich für das Gameplay begeistern und war froh, dass Nintendo auch die GameBoy-Ausgabe des Spiels im eShop des Nintendo 3DS anbietet. Zwar kann ich nicht so viele Rätsel hintereinander lösen, ohne das ich das Interesse kurzzeitig verliere, doch starte ich des Öfteren die Software immer wieder aufs Neue, um auch die letzten Rätsel lösen zu können. Das Spielsystem wirkt auf mich zwar nicht ansatzweise so interessant wie Tetris oder Dr. Mario, aber hin und wieder juckt es mir dann doch in den Fingern und muss daraufhin sofort meinen 3DS anwerfen. Wer ein einfaches und leicht verständliches Spielerlebnis sucht und zudem nichts gegen langatmige Rätsel hat, wird mit Mario’s Picross seine wahre Freude haben.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Game & Watch Gallery

Spielesammlungen gibt es heutzutage wie Sand am Meer, doch für die damalige Zeit war es noch gar nicht so üblich, mehrere Spiele auf einem Medium zu vertreiben. Die Game & Watch Gallery von Nintendo geht dabei sogar ihren eigenen, genauer gesagt speziellen Weg.

Die vier Spiele der Game & Watch Gallery erschienen ursprünglich als Game-&-Watch-Systeme, die bereits einige Jahr vor der Nintendo-Entertainment-System-Veröffentlichung für  Aufruhr und Wirbel im Land der aufgehenden Sonne sorgten, zumal zu jener Zeit vom GameBoy noch weit und breit nichts zu sehen war. Wer von euch bereits Super Smash Bros. Brawl auf Nintendos aktueller Heimkonsole Wii gespielt hat, wird einen ganz bestimmten Charakter der Game-&-Watch-Spiele sicherlich schon sehr gut kennen. Die Rede ist von Mr. Game & Watch, den wir in dieser Spielesammlung einmal mehr kontrollieren dürfen, zumindest im Klassik-Modus (später mehr zum neuen Modern-Modus). Hier erwarten uns die vier Spiele Manhole, Fire, Octopus und Oil Panic, welche allesamt unser ganzes Geschick und Können abverlangen. Jedes Spiel kommt dementsprechend grundlegend mit ähnlichen, aber dennoch abweichenden Spielmechaniken daher. Bei jedem Spiel bleibt beispielsweise die Steuerung gleich – anstatt unsere Charaktere frei zu bewegen, stupsen wir stattdessen nur das Steuerkreuz an und Mr. Game & Watch und Co nehmen einfach nur andere Positionen ein, was aber nicht auf die gegebene Abwechslung der Spiele zurückzuführen ist.

Vier Spiele zu einem Preis

In Manhole befindet sich Mr. Game & Watch in der Mitte des Bildschirms, oberhalb und unterhalb ist jeweils eine Brücke mit jeweils zwei Löchern zu sehen, die abgedeckt werden möchten. Sobald allerdings eine Spielfigur über die Abdeckung gelaufen ist, fällt diese wieder in den Abgrund und wir müssen sie nochmals abdichten. Je mehr Charaktere den Bildschirm passieren, desto schneller läuft das Spielgeschehen ab. Sobald eine Figur abstürzt, pausiert das Spiel und setzt beim Neubeginn wieder an der Stelle an. Ebenfalls vor Abstürzen, sollen die Leute im Fire-Spiel gesichert werden. Diese springen der Reihe nach aus einem brennenden Gebäude und müssen mit einem Sprungtuch gerettet und sozusagen in den Krankenwagen jongliert werden – auch hier gilt, je mehr Leute gesprungen sind, desto schneller läuft das darauffolgende Spielgeschehen ab. Das kostet dann und wann schon mal unsere Nerven. Immerhin können wir uns im Spiel Octopus abreagieren, welches durchaus einfach ausfällt, wenn man sich nur ordentlich und geduldig anstellt. Hier gilt es einen Schatz vom Meeresgrund aufzusammeln und dabei den Armen des Oktopus auszuweichen. Hitziger geht es dann schon bei Oil Panic zur Sache, denn in diesem Spiel müssen wir das heraustropfende Öl aus einer Leitung auffangen und anschließend einem Freund außerhalb des Gebäudes zu werfen. Wer dabei nicht auf Timing achtet, verliert sehr schnell das Spiel und darf von Neuem anfangen.

Klassische Moderne

Neben dem Klassik-Modus existiert in diesem Spiel auch der so genannte Modern-Modus, in denen Mr. Game & Watch durch bekanntere Nintendo-Figuren ausgetauscht wurden. So deckt Yoshi in Manhole mit seiner Zunge die Abgründe ab und in Fire sind es die beiden Klempner, die die abspringenden Leute auffangen und in Oil Panic haben sogar Bowser und Donkey Kong Jr. Gastauftritte. Ziel der Spiele ist es immer, möglichst hohe Punktzahlen aufzustellen, denn je besser Rekorde wir erzielen, desto mehr Informationen schalten wir in der Galerie frei. Das unkomplizierte Gameplay motiviert uns zusätzlich, um an diese Infohäppchen zu kommen. Während der Klassik-Modus technisch selbst für GameBoy-Verhältnisse den Maßstäben von 1997 hinterherhinkt, können uns die modernen Varianten mehr begeistern, da diese mit zeitgemäßen Sounds und Grafiken daherkommen. Retro-Nostalgiker freuen sich dafür um die möglichst original kopierte Optik inklusiver originalgetreuer Sound-Effekte, die uns schon nach kurzer Zeit gestört haben. Wer gelungene Minispiele mag und motiviert ist, immer wieder neue Highscores aufzustellen, sollte bei der Game & Watch Gallery unbedingt mehr als nur einen Blick riskieren.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie dieser Klassiker damals unter meinem Radar hindurch geflogen ist. Gut, damals war ich noch nicht so ein großer Fan von Spielesammlungen, zumal ich in meinen jungen Jahren auch nicht Geld für jedes erdenkliche Spiel ausgeben wollte. Heute bin ich aber froh, dass Nintendo diesen GameBoy-Klassiker auch im eShop des Nintendo 3DS anbietet. Wenn der japanische Konzern mir diesen unscheinbaren Gefallen nicht getan hätte, wäre das Spiel auch heute noch ein Nichts in meinem Spielehimmel. Jedes der vier Minispiele hat mir ganz gut gefallen, vor allem Manhole und Fire können mich stundenlang motivieren. Ich war schon schockiert, als ich an einem der letzten Wochenenden einmal auf die Uhr geschaut habe und es auf plötzlich mitten in der Nacht war. Der Titel hat mich echt in seinen Bann gezogen und ich kann ihn nur jedem Fan von Geschicklichkeitsspielen empfehlen, zumal das Spiel auch für zwischendurch geeignet ist. So verkommt keine nervige Busfahrt zur Langeweile, garantiert!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: Kirby’s Dream Land

Der vorliegende GameBoy-Klassiker stellt die Geburtsstunde des gleichermaßen bekannten und auch beliebten Videospielhelden Kirby dar. Wegen der farblosen GameBoy-Technik und betriebsinternen Unstimmigkeiten über Kirbys Hautfarbe, wurde der Edelknödel auch auf der Verpackung nicht eingefärbt und blieb einfach weiß, was sich erst im Nachfolger änderte.

Kirbys farbloses Auftreten ist allerdings nicht das einzige, was in Kirby’s Dream Land noch anders als in nachfolgenden Ablegern der Reihe gehandhabt wurde, doch der Reihe nach. Im Dream Land herrscht große Aufruhr, denn der gefürchtete König Dedede ist mitsamt seinen Schergen ins Land einmarschiert und stört die friedliche Idylle. Sie mopsen den Dream-Land-Bewohnern nicht nur das ganze Essen, sondern stehlen auch noch alle Glitzersterne. Das kann sich der kugelrunde Krieger Kirby natürlich nicht gefallen lassen und macht sich auf, damit das Volk des Dream Lands wieder nach Lust und Laune mampfen kann. Wir begleiten Kirby dabei gerade einmal durch fünf unterschiedliche Stages. Neben der typischen Eröffnungswelt (Green Greens) eines fast jeden Kirby-Spiels, stoßen wir in Kirby’s Dream Land weiter durch das gefährliche Castle Lololo, sowie den tropischen Float Island vor und gehen sprichwörtlich in die Luft, um die Bubbly Clouds unsicher zu machen, bevor wir Mount Dedede erreichen. Doch bevor wir König Dedede das Handwerk legen können, gilt es eine Reihe verschiedener Bossgegner am Ende jeder Stage zu besiegen. Kenner freuen sich dabei unter anderem auf den Apfelbaum Whispy Woods, der seine Äpfel auf uns fallen lässt, welche wir wiederum mit Kirby aufsaugen dürfen, um sie ihm in sein hölzernes Gesicht zu schießen.

Gameplay-Schwächen

Hier macht sich dann auch das recht schmalspurige Gameplay des Titels bemerkbar. In diesem Abenteuer ist es nämlich leider noch nicht möglich, dass Kirby aufgesaugte Gegner runterschlucken kann, um ihre Spezialfähigkeiten zu erlernen. So gilt es hier meistens, einen Gegner aufzusaugen und ihn schlussendlich einfach auf andere Gegner zu schießen, um den Weg frei zu machen. Abwechslung bieten da lediglich die selten aufkommenden Items, wie das Mikrofon, welches einmalig alle Gegner auf dem Bildschirm platzen lässt oder der scharfe Teller, mit dem wir kurzzeitig Feuer spucken können. Leider ist Kirby’s Dream Land auch nicht besonders schwer. Bis auf die Bosse halten die meisten Gegner meistens nur einen Treffer aus. Vorsicht ist erst in den späteren Abschnitten geboten, wo wir aufpassen müssen, dass wir keine spitzen Gegner berühren oder uns nicht von Kanonenkugeln treffen lassen. Gelegentlich können wir unsere Wunden mit Energy Drinks und Maxi-Tomaten heilen, sofern wir auf die spärlich verteilten Items treffen. Profis werden an den meisten Stellen unterfordert sein, weshalb die kaum auffindbaren 1-Ups eher als Notfallversicherung zu verstehen sind, denn auch wenn wir alle Leben verlieren sollten, können wir mittels eines Continues immer noch am Anfang der Stage von vorne beginnen.

Kurzer Dream-Land-Ausflug

Die echten Kirby-Fans unter euch dürfte das aber nicht stören, da im Grunde jedes Spiel mit der pinkfarbenen Knutschkugel relativ einfach ausfällt, doch der absolute Negativpunkt des Spiels ist die verdammt kurze Spielzeit. Geübte Spieler werden bereits nach einer guten halben Stunde den Abspann über den Bildschirm flimmern sehen. Immerhin kann das Spiel in dieser Zeit mit facettenreichen Bossgegnern, interessanten Spielideen und unterschiedlichen Stages wunderbar unterhalten. Dazu trägt auch die für eines der ersten GameBoy-Spielen verhältnismäßig gute Grafik bei, welche das Abenteuer zu einem optischen kleinen Leckerbissen macht. Das Geschehen läuft bis auf wenige Momente, in denen mehrere Projektile durch die Luft geschleudert werden, jederzeit flüssig. Auch der typische Kirby-Soundtrack, der in diesem Titel den Grundstein für viele weitere tolle Stücke in den folgenden Titeln der Reihe legt, begeistert uns durchgehend. Trotzdem sind vier Euro für die viel zu kurze Spielzeit einfach zu viel verlangt, auch wenn Kirby’s Dream Land Retro-Feeling pur verspricht. Wartet lieber auf den GameBoy-Nachfolger im eShop oder schaut euch unser Review zu Kirby und das magische Garn an, da erwarten euch zwei weitaus bessere Vertreter des Franchises.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der GameBoy- und der Virtual-Console-Fassung): Kirby’s Dream Land gehörte vor vielen Jahren zu meinen absoluten GameBoy-Highlights. Immer wenn ich zu meiner Tante gefahren bin, habe ich mich darauf gefreut, den Titel bei ihr spielen zu können. So gehörte Kirby’s Dream Land neben Super Mario Land zu den ersten Spielen, die ich überhaupt gespielt habe und genau aus diesem Grund werde ich den Titel auch ewig in Ehren halten. Nachdem ich jetzt seit gut fünfzehn Jahren nicht mehr Hand an das Spiel gelegt habe, hat sich allerdings einiges an meiner Einstellung getan. Es ist kaum zu glauben, dass ein so kurzes Spiel damals an die siebzig deutsche Mark gekostet haben soll – für dreißig Minuten Nettospielzeit verstehst sich. Zwar kann man den Titel durchaus mehrere Male durchspielen, doch in unserer heutigen Zeit bietet der Markt einfach zu viele Alternativen, die nicht darüber hinwegtrösten können. Die geringe Abwechslung im Spiel ist ein weiterer Grund, warum man eigentlich einen Bogen um Kirby’s Dream Land machen sollte. In seinem ersten Abenteuer kann sich Kirby nicht verwandeln und die Spielabschnitte fallen bis auf den einen oder anderen Korridor relativ gradlinig aus. Wer Kirby’s Dream Land noch nie in seinem Leben gespielt hat, darf sich den Titel meiner Meinung aber trotzdem angucken, da es schließlich die Geburtsstunde eines Helden ist, den wir auch heute noch alle kennen und lieben. Man sollte dann wiederum aber auch nicht enttäuscht darüber sein, wenn der Ausflug nach dreißig Minuten endet und man keinen Drang danach verspürt, erneut ins Dream Land zu reisen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Review: The Legend of Zelda: Link’s Awakening DX

Nachdem die The-Legend-of-Zelda-Serie in den Achtzigern und Neunzigern ihre Erfolge auf dem Nintendo Entertainment System und schließlich auch dem Super Nintendo feiern konnte, entschied sich Nintendo dazu, ihren Fantasy-Helden in ein portables Abenteuer zu schicken.

Trotz des verhältnismäßig geringen Speicherplatzes eines GameBoy-Moduls, öffnet sich uns 1993 dennoch eine große Welt, die regelrecht darauf wartet, erkundet zu werden. Fünf Jahre später entscheidet sich Nintendo dazu, das Spiel für den damals neuen GameBoy Color, der wie der Name es bereits vermuten lässt nun auch endlich Farben darstellen kann, neu aufzulegen. Als Link den Großmeister des Bösen Ganon vernichtet, entschließt er sich seine Heimat Hyrule zu verlassen und neue Abenteuer auf den Weiten des Meeres zu suchen, doch es kommt wie es kommen musste – ein Sturm zieht auf, Link verliert die Kontrolle über sein Floß und strandet auf der Insel Cocolint. Nachdem wir von unseren Rettern Marin und Tarin gesund gepflegt wurden, beginnen wir auch schon mit der Erkundung der Insel, auf der teils andere Gesetze herrschen, wie wir es vielleicht noch von den Hyrule-Abenteuern gewohnt sind. Zwar heißt es auch hier erst einmal neben dem Schild auch unser Schwert zu finden und dann ein Verlies nach dem anderen zu erkunden, doch eine starke Haupthandlung suchen wir vergebens.

Dungeon Master

In einem der acht Dungeons angekommen, dürfen wir wieder mal mehr, mal weniger knifflige Rätsel lösen. Da gilt es unsere Gegner in einer bestimmten Reihenfolge zu besiegen oder den Raum mit Licht zu erfüllen – belohnt werden wir in den meisten Fällen mit Schlüsseln, die weitere Türen im jeweiligen Dungeon öffnen. Früher oder später stoßen wir auch auf das obligatorische Item, das unser Repertoire erweitert. So können wir mit der Sprungfeder über tiefe Löcher springen, mit dem Kraftarmband schwere Steine aufheben oder mit den Pegasus-Stiefeln an Tempo gewinnen. In einigen Fällen lassen sich die Items – anders als in den Vorgängern – auch miteinander kombinieren. Rüsten wir uns also mit der Sprungfeder und den erwähnten Stiefeln aus, können wir auch breitere Abgründe mit Leichtigkeit überwinden – ein tolle Idee, die wir in späteren Teilen manchmal gelegentlich vermissen. Am Ende eines solchen Spielabschnitts wartet auf uns ein Bossgegner, der sich oft nur mit Grips oder auch nur mit dem kürzlich gefundenen Gegenstand besiegen lässt.

Inselleben

Als Belohnung winkt hier wieder einmal ein Herzcontainer, der unsere Lebensenergie um ein Herz erweitert. In der gesamten Spielwelt sind zusätzlich noch zwölf Herzteile versteckt, die jeweils zu viert einen neuen Herzcontainer ergeben. Hier fällt auf, dass sich die gewohnte Anzahl von zwanzig Herzen aus dem dritten Serienteil auf nur vierzehn reduziert hat. Nebenaufgaben sind in The Legend of Zelda: Link’s Awakening rar gesät – die Spielhalle und der Angelteich im Mövendorf sind die einzigen Anlaufpunkt, die abseits der Floßfahrt im späteren Spielverlauf und dem Sammeln von Zaubermuscheln auf Ruhe und Entspannung aufbauen. Des Weiteren gibt es nur eine Reihe von Tauschgeschäften, welche im Normalfall (ohne durchgespieltes Wissen) ebenfalls abgeschlossen werden muss. Trotzdem laden uns auch hier dunkle Höhlen und verwinkelte Gebirgspässe zum Erkunden ein, was zumindest ein wenig Ablenkung vom eigentlichen Spielverlauf bietet, der selbstverständlich alles andere als langweilig ist. Im Kern erleben wir ein mindestens genau so gutes Action-Adventure, wie jeden anderen Teil der Serie, der allerdings zudem noch mit ein paar Anspielungen auf das eine oder andere Nintendo-Spiel daherkommt.

Der erste Handheld-Ausflug: Ein Traum!

So kommt es in den Dungeons auch schon mal vor, dass wir einen 2D-Abschnitt meistern müssen und währenddessen auch auf den einen oder anderen Gumba aus dem Super-Mario-Franchise springen dürfen. Im vorletzten Dungeon hüpft sogar ein Kirby auf und ab, der uns nur zu gerne einsaugen möchte. Die DX-Fassung bietet zudem noch ein zusätzliches Verlies, das auf die Möglichkeit der Farbdarstellung des damals innovativen GameBoy Colors setzt. Zudem befindet sich in der Nähe des zweiten Dungeons ein kleiner Foto-Laden, bei dem wir uns Fotos anschauen dürfen, die der Besitzer bei einigen wenigen Gelegenheiten von uns schießt – ausdrucken dürfen wir die vermeintlichen Beweise des Inselabenteuers aber nicht, da auf dem Nintendo 3DS schlichtweg die Kompatibilität zum GameBoy Printer fehlt. Optisch fiel das Spiel bereits 1993 positiv auf, was vor allem auf die abwechslungsreiche und große Spielwelt zurückzuführen ist. Die DX-Neuauflage von 1998 kommt mit satten Farben daher, die angenehm und nicht übertrieben bunt ins Auge fallen. Der Soundtrack des Spiels passt ebenfalls wunderbar zum Geschehen, auch wenn das eine oder andere Stück auf die Dauer recht nerven kann, beispielsweise die Götterhorn- und Teil-der-Macht-Musik. Wer sich auf das Handheld-Abenteuer einlässt, darf sich im wahrsten Sinne des Wortes ein traumhaftes Spiel herunterladen, das für gut zehn Stunden unterhalten und auch motivieren kann.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der GameBoy-, GameBoy-Color- und Virtual-Console-Fassung): The Legend of Zelda: Link’s Awakening war eines der GameBoy-Spiele, die ich unbedingt spielen wollte, nachdem ich bereits nur ein paar Stunden im Vorgänger auf dem Super Nintendo verbracht habe. Anfangs fiel mir die Handhabung des Titels sehr schwierig, was aber auch auf mein junges Alter zurückzuführen sein könnte, doch schon bald lernte ich mit dem Titel umzugehen und habe ihn dann auch zwei oder drei Mal durchgespielt. Später wagte ich mich auch an das DX-Abenteuer, was ich aber aufgrund einer begrenzten Leihzeit schnell zurückgeben musste und ich nicht wirklich Zeit dazu fand, die Unterschiede der beiden Versionen herauszufinden. Umso mehr habe ich mich auf die Veröffentlichung des Titels auf der Virtual Console des Nintendo 3DS gefreut, zumal sich mein altes GameBoy-Modul im Lauf der Zeit in Luft aufgelöst haben muss. Dieser Titel ist für jeden auch noch so kleinen The-Legend-of-Zelda-Fan ein Muss, da mir die Hintergrundhandlung, auch wenn sie noch so spärlich ausfällt, recht gut gefällt und das Ende dementsprechend sehr traurig ausfällt. Die im Spiel enthaltenen Nebenaufgaben reizen mich aber nicht wirklich, denn da bietet der Titel wenig bis gar nichts, viel mehr möchte der Titel zum Erkunden der Spielwelt einladen und auf die langsame Entwicklung der Beziehungen zwischen den Spielcharakteren eingehen – damit kann ich aber ganz gut leben und so habe ich natürlich keine der zehn Spielstunden, die ich für das komplette Durchspielen gebraucht habe, bereut.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung das eShop-Guthaben!

Prime Time: Alan Wake (Collector’s Edition) Unboxing

Xbox-360-Spieler sind schon vor vielen, vielen Monden in den Genuss von Alan Wake gekommen. Anfang des Jahres war es dann auch für PC-Spieler endlich soweit. Eric erinnert sich ans Durchspielen der Xbox-360-Fassung und stellt euch dabei sämtliche Inhalte der Collector’s Edition vor. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Prime Time: Luigi’s Mansion: Dark Moon (Nintendo Post E3 Event)

Bei Luigi’s Mansion: Dark Moon haben wir uns ebenfalls gegen ein Previe entschlossen. Das hat absolut nichts mit der Qualität des Titels zu tun, doch hatten wir zum einen nur begrenzt Zeit und zum anderen hielten sich die Neuerungen in Grenzen. Beispielsweise hat es Entwickler Next Level Games geschafft, das im letzten Jahr bemängelte leichte Ruckeln weiter zu dezimieren. An dieser Stelle empfehlen wir euch zu unserer Prime Time unsere Preview vom letzten Jahr, wo der Titel noch als Luigi’s Mansion 2 bekannt war.

Prime Time: Batman: Arkham City – Armored Edition (Nintendo Post E3 Event)

Falls ihr auf unserer Seite nach einer Preview zu Batman: Arkham City – Armored Edition sucht, müssen wir euch an dieser Stelle leider enttäuschen. Wir haben aber nicht willkürlich gegen diesen Schritt entschieden. Bereits im letzten Jahr hat sich unser Redakteur Axel der PlayStation-3-Fassung angenommen und das Erlebte gut in seinem Review zusammen gefasst. Um euch aber dennoch ein wenig die Unterschiede zwischen der Wii-U- und der älteren Fassungen vorzustellen, haben wir für euch auf dem Post E3 Event die Kamera ausgepackt und das Geschehen eingefangen.

Prime Time: Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge (Nintendo Post E3 Event)

Ein Preview zu Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge können wir euch auf unserer Seite leider nicht bieten, da wir nur ein paar Minuten die Gelegenheit dazu hatten, den im Vorfeld mit Kritik überhäuften Wii-U-Launch-Titel vor Ort anspielen zu können. Beim Anspielen haben wir aber dann auch schon festgestellt, dass das Spiel für Chefredakteur Eric ohne Einarbeitungszeit eine fast unlösbare Aufgabe darstellte. Trotzdem möchten wir euch sein (auf Video festgehaltenes) Versagen mit dem Ninja Ryu Hayabusa (der Charakter tritt auch in der Kämpferriege von Dead or Alive: Dimensions auf) nicht vorenthalten.

Prime Time: Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate (Nintendo Post E3 Event)

Von Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate waren wir auf dem Post E3 Event von Nintendo ganz besonders angetan. Warum das so ist, lest ihr in unserer Preview. Jetzt möchten wir euch aber ein paar bewegte Bilder zeigen, die wir mit unserer Kamera auf dem Event aufnehmen konnten. Bitte entschuldigt das temporär schwammige Bild, aber hier hat uns leider die Zoom-Funktion einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hoffen aber, dass ihr trotzdem genug erkennen könnt.

News: Vorbesteller erhalten goldfarbenes Etui

Nintendo hat am dritten Juli 2012 auf der hauseigenen Website bekannt gegeben, dass Vorbesteller von New Super Mario Bros. 2 ein goldfarbenes Etui erhalten werden. Das Etui sieht aus wie die bekannten Münzen aus den Super-Mario-Spielen. Nintendo hat zwar noch nichts zur Größe und zum Gewicht verlauten lassen, doch die Angabe, dass auch die Cartridge des Titels darin Platz finden kann, dürfte das ausschlaggebende Argument für das Beenden einer Größenspekulation sein. Ärgerlicher ist da schon, dass Nintendo an der Stelle alle Informationen an den Handel weitergibt. Es gibt somit keine Angaben, wo man das Spiel vorbestellen kann, um das Etui zu erhalten.

Erics Meinung: Es ist nicht neu, dass Nintendo bei bestimmten Titeln Vorbesteller-Aktionen ins Leben ruft und jene Frühkäufer mit einem kleinen Extra belohnt. Es ist aber sehr schade, dass Nintendo sehr unpräzise Angaben in ihrer News macht. Ich möchte doch vorab gerne wissen, wie groß das Etui sein wird und wie es im Handel ausgeliefert wird. Sicherlich ist es noch etwas Zeit, diese Informationen nachzureichen. Es wird bei Nintendo allerdings wohl feststehen, welche Händler beziehungsweise Ladenketten an der Aktion teilnehmen werden – als angesprochener Vorbesteller möchte ich sehr gerne darüber Bescheid wissen, bei welchen Läden ich das Spiel vorbestellen kann, um das Etui zu erhalten und vor allem, was ich dafür tun muss (vorab bezahlen oder ähnliches). Hier sollte Nintendo also nochmal ordentlich die News überarbeiten – so toll dieser Fanservice auch ist.

Preview: Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate

Nachdem auf der E3 endlich der lang erwartete Nachfolger zu Castlevania: Lords of Shadow vorgestellt wurde, war die Freude über einen weiteren Titel bei Nintendo-Fans groß, denn Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate erscheint exklusiv den 3DS.

Auf die Geschichte des Xbox-360- und PlayStation-3-Vorgängers möchten wir hier an dieser Stelle nicht eingehen, denn das Ende des Titels gehört zu den besten Überraschungsmomenten in der Videospielgeschichte. Mehr als ein Vierteljahrhundert später übernehmen wir die Rolle eines neuen Helden, der in einer bestimmten Weise mit Dracula verknüpft ist und diesen nun in seinem Schloss herausfordern wird. Ausgestattet mit einem Kampfkreuz werden wir in der Demoversion vor den Toren des finsteren Gemäuers ausgesetzt und müssen nun den Angriff starten. Direkt kommt es zur Auseinandersetzung mit kleineren und größeren Gegnern. Genau wie im Vorgänger auf den großen Konsolen nutzen wir das Kampfkreuz, um es wie Indiana Jones’ Peitsche durch die Gegend zu schlagen und die Feinde vom Antlitz der Erde zu jagen. Das fühlt sich durch die neue Perspektive in der Serie, die eine Mixtur aus zweidimensionalen Ebenen und dreidimensionalen Umgebungen darstellt, zunächst etwas gewöhnungsbedürftig an. Nach kurzer Spielzeit geht die Steuerung mitsamt der Perspektive in eins über und schnell sind uns die zahlreichen Gegner auch nicht mehr lästig. Peitschenhiebe treffen das Ziel genau da wo wir wollen und auch unsere Ausweichkommandos funktionieren einwandfrei. Ähnlich gut haben wir schon lange kein Handheld-Castlevania-Titel mehr gespielt. Bravo!

Akrobatischer Held

Um die Gegner zu attackieren, steht uns allerdings nicht nur das Kampfkreuz zur Verfügung. In der Demoversion auf dem Post E3 Event haben wir schon alsbald den Bumerang gefunden, mit dem wir Riesenfledermäuse aus der Entfernung schnell, sauber und menschlich ebenfalls in den Tod schicken können. Wir gehen sehr stark davon aus, dass es im fertigen Spiel noch mehr Waffen und Items gibt, mit welchen wir uns die Feinde vom Leib halten können. Wenn wir uns das Kampfkreuz betrachten, fallen uns natürlich direkt die akrobatischen Einlagen aus dem Vorgänger ein. Dort war es möglich, dass wir an bestimmten Fixpunkten das Kreuz aus der Tasche holen konnten und uns dort mit der Peitschenfunktion verankern konnten, um so über weite Abgründe zu gelangen. Das funktioniert auch in Mirror of Fate, wie wir feststellen durften. Zunächst gelangen wir mit einem Doppelsprung auf eine Anhöhe und von dort aus können wir das Obere eines Kronleuchters anvisieren, um uns kurzerhand auf diesen zu katapultieren. Das funktioniert in der Praxis sehr gut und wir hoffen sehr, dass dies nicht die einzige Geschicklichkeitseinlage bleiben wird, welche sich die Entwickler von Mercurysteam einfallen haben lassen. Eine weitere Stelle haben wir in der Demoversion dann doch entdeckt, denn wenn wir durch einen kleinen Gang krabbeln, kann die Decke eventuell einstürzen.

Grafischer Spiegel

Jetzt müssen wir wie verrückt auf die A-Taste drücken, um das Gewicht – so unglaublich das in der Realität auch sein mag – zu stemmen und unbeschadet aus dem Tunnel zu gelangen. An anderen Stellen müssen wir hingegen nur pure Schalterrätsel lösen, um Türen zu öffnen oder Schlüssel einzusammeln, um damit ebenfalls verschlossene Türen zu öffnen. Das geht besser und wir hoffen, dass sich das im finalen Spiel ändern wird. Für den Anfang des Abenteuers ist das aber absolut in Ordnung. Grafisch macht Mirror of Fate einen ordentlichen Eindruck, kommt aber – wie wäre es bei der 3DS-Hardware auch anders zu erwarten – nicht an die Optik des Vorgängers heran. Trotzdem sieht der Titel auf Nintendos Handheld spitze aus und durch den (endlich) verabschiedeten Anime-Stil in der düsteren Reihe kommt nun wieder deutlich mehr Spannung auf. Das ist auch super in unserer Prime Time zu erkennen. Wir hoffen aber inständig, dass die Entwickler die Fantasy-Elemente des Vorgängers reduzieren und den Gruselanteil in Mirror of Fate wieder ein wenig erhöhen. Das hat die Reihe damals auf dem Nintendo Entertainment System immerhin mit groß gemacht. Erscheinen soll der Titel im nächsten Herbst. Vielleicht klappt es ja rechtzeitig zu Halloween, denn dann sind viele Spieler eh schon auf gruselige Titel wie Resident Evil, Eternal Darkness und auch Castlevania getrimmt. Wir werden es jedenfalls mit Sicherheit sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose: Als ich vor fast zwei Jahren Castlevania: Lords of Shadow für die Xbox 360 getestet habe, habe ich das Franchise schon fast nicht mehr wieder erkannt. Ich konnte nicht verstehen, wie eine Serie solch eine Wendung durchmachen konnte und trotzdem noch zu begeistern weiß. Lords of Shadow hat es damals geschafft, die Serie ins Dreidimensionale zu verfrachten und vor allem so, dass man den Titel auch vernünftig spielen kann und das auch, obwohl das Gameplay stark an Titel wie Shadows of the Colossus erinnerte. Jetzt wird die Geschichte, die mit einem phänomenalen Cliffhanger endete, endlich fortgesetzt und auch auf dem Handheld macht das Spiel eine erstaunlich gute Figur. Sicherlich erreicht der Titel nicht die grafische Raffinesse des Vorgängers, aber davon abgesehen überzeugt auch hier wieder einmal das Gameplay und besonders Fans älterer Teile der Reihe können mit Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate wieder eine Menge Spaß haben. Ich kann den Titel kaum mehr erwarten, denn ich weiß jetzt schon ganz genau, mit welchem Handheld ich an den kalten Herbst- und dunklen Wintertagen auf Zombiejagd gehen werde.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post E3 Event!

Prime Time: New Super Mario Bros. 2 (Nintendo Post E3 Event)

Noch nicht vollkommen überzeugt hat uns New Super Mario Bros. 2, doch trotzdem möchten wir euch auch hier unsere Spieleindrücke passend zu unserem Preview näher bringen. Wir wünschen euch gute Unterhaltung mit unserem Video!

Gameplay Gamers feiert Geburtstag!

Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

es ist kaum zu glauben, doch genau heute vor zwei Jahren konntet ihr hier auf dieser Seite die ersten Zeilen lesen. Seit nun mehr 731 Tagen berichten wir über Videospiele, Filme, Animes und Mangas. Seit 17544 Stunden erledigen wir unsere ehrenamtlichen Arbeiten für Gameplay Gamers gerne und mit großer Sorgfalt. Seit mehr als einer Millionen Minuten schreiben wir einen Artikel nach dem anderen, um auch möglichst keinen Hit oder Flop zu verpassen. Wir hätten auch nie im Traum daran gedacht, dass wir mit unserem Konzept uns so lange auf dem ansteigenden Markt der Online-Seiten halten können. Möglich gemacht habt ihr es! Seit zwei Jahren verzeichnen wir ansteigende Benutzerzahlen und dank der Social Networks nun vor allem auch noch vielseitigeres Interesse an unseren Artikeln. An dieser Stelle gilt unser Dank vor allem auch jenen Publishern, die uns in dieser Zeit freundlicherweise mit vielen Rezensionsexemplaren versorgt haben. An dieser Stelle bedanken wir uns unter anderem in alphabetischer Reihenfolge bei Activision, Anime Virtual, Bethesda, Capcom, Deep Silver, Disney Interactive, dtp, Electronic Arts, Konami, Microsoft, Namco Bandai, Nintendo, Nordic Games, Piggyback Interactive, Sega, Splendid Film, Square Enix, Sony, Topware Entertainment, Ubisoft, Universum Film,  Warner Bros. Interactive und allen weiteren nicht aufgeführten Unternehmen.

Leider kam es im letzten Monat dazu, dass uns ein Hersteller in nächster Zeit nicht mehr bemustern kann. Da wir eine Multiplattform-Publikation sind, möchten wir in den nächsten Monaten und Jahren natürlich auch weiterhin über alle Konsolen berichten. Deshalb werden wir in nächster Zeit auch gerne einmal selbst in die Tasche greifen, um euch über alle Konsolen auf dem Laufenden zu halten, wenn in einem bestimmten Konsolensegment leider auch nicht mehr ganz so ausführlich wie bisher. Wir bitten dies zu entschuldigen, bis wir eine neue Lösung finden. Einige von euch haben in der Vergangenheit teilweise bemängelt, dass wir uns mittlerweile zu stark auf Filme und Animes konzentriert haben. Wir vertreten an dieser Stelle die Meinung, dass sich Videospieler ebenso für andere Medien abseits von Spielen interessieren, die in gewisser Weise mit unserer liebsten Beschäftigung harmonieren. Dennoch haben wir eure Kritik wohlwollend zur Kenntnis genommen. Aus diesem Grund werden wir zwar weiterhin genauso über Filme und Animes berichten wie bisher, doch konzentrieren wir uns ab sofort wieder stärker auf Videospiele. Genau das schließt unsere im Newsletter bereits angekündigte Umstrukturierung mit ein.

Wie einige sicherlich bemerkt haben, hat sich unser Logo im letzten Monat bereits verändert. Mit dem schwarzweißen Hintergrund soll unser Name und dessen Bedeutung deutlich mehr in den Vordergrund rücken. Um euch auch abseits unserer Reviews auch weiterhin über Spiele zu informieren, führen wir unsere News wieder ein, die einige von euch vermisst haben. Seid an dieser Stelle aber beruhigt, dass wir eine komplette News-Seite werden. Absatzzahlen und ähnliches interessieren kaum jemanden. Wir konzentrieren uns in den News auf das, was gute Spiele ausmachen sollen – das Gameplay und natürlich alle Neuerungen und Innovationen, die zwischenzeitlich seitens der Publisher angekündigt werden. Zudem haben wir uns – wie ihr vielleicht bereits in der Adresszeile eures Browsers bemerkt habt – nach zwei Jahren endlich eine Toplevel-Domain angeschafft, um euch den Zugang zu unserer Seite noch einmal zu vereinfachen, doch das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Bisher war es so, dass wir alle zwei Tage ein neues Review oder ein neues Preview auf unserer Seite veröffentlicht haben. Ab sofort dürft ihr bis auf weiteres jeden Tag mit einem neuen Artikel auf unserer Seite rechnen. Beispielsweise mit jeder Menge Reviews zu eShop-Titeln von Nintendo alleine im Juli!

Und jetzt seid ihr dran: Schreibt uns eine Mail, hinterlasst uns einen Kommentar oder besucht uns im NextGen-Forum und teils uns mit, wie euch Gameplay Gamers bisher gefällt, was ihr von unserer Umstrukturierung haltet und was ihr in den nächsten zwei Jahren auf Gameplay Gamers alles erleben möchtet!

Eric Ebelt & Thomas Enders

Preview: New Super Mario Bros. 2

Neben Pokémon ist Mario wohl das wichtigste Franchise für das japanische Unternehmen. So stürzte er sich schon in unzählige Jump-’n’-Run-Abenteuer, um die Prinzessin zu retten – in diesem Jahr wird das zweimal geschehen, doch irgendetwas ist anders.

Das, was wir von New Super Mario Bros. 2 wissen, könnte direkt die Handlung eines Wario-Jump-’n’-Runs sein. Wer Marios Gegenspieler nicht kennt, sollte wissen, dass dieser nichts anderes als Gold im Sinn hat. Beispielsweise erhält man je nach Spielweise in Wario Land ein anderes Haus für den Schnauzbartträger. Ob die Entwickler dieses Konzept so in New Super Mario Bros. 2 übernehmen werden, ist fraglich. Dennoch jagen wir auch in diesem Spiel den Goldmünzen hinterher, von denen es dieses Mal ein vielfaches mehr gibt. Diese große Anzahl an Goldmünzen ist für ein Super-Mario-Spiel untypisch und wir sind deswegen auch schon sehr gespannt darauf, wie Nintendo den Balance-Akt zwischen Inflation und 1up-Sammelei hinbekommen wird. Auf dem Post E3 Event in Köln hatten wir nun endlich die Gelegenheit, uns das Spiel einmal genauer anzuschauen. Wir hatten die Möglichkeit, drei Levels anspielen zu können. Das erste Level ist ein Strandgebiet, in dem wir hin und wieder vom Sand in das feuchte Nass fallen lassen müssen, um auch die letzte Münze zu entdecken. Cheep-Cheeps springen derweil fröhlich über den Bildschirm – ganz im Zeichen von Super Mario Bros. 3.  Apropos Super Mario Bros. 3 – das berühmte Blatt, mit welchem dem Klempner der Schwanz eines Marderhundes wächst, kommt in New Super Mario Bros. 2 ebenfalls wieder vor.

Es ist doch alles Gold was glänzt…

Mit genügend Anlauf ist es jetzt wieder möglich, versteckte Regionen in luftiger Höhe durch und durch zu erkunden oder so dem einen oder anderen unliebsamen Gegner zu entkommen. Ob wir genügend Anlauf haben, erkennen wir an der Anzeige am Fuße des oberen Nintendo-3DS-Bildschirms. Neben dieser Anzeige werden außerdem noch Bildschirmangaben zur noch verbliebenen Zeit und der Höhe der eingesammelten Goldmünzen angegeben. Um die zuletzt genannte Angabe in die Höhe zu treiben, kommt uns Marios neue Spezialfähigkeit wie gerufen – mit einer artverwandten Pflanze der Feuerblume läuft Mario auf einmal goldfarben an und kann nun ebenfalls Feuerbälle schleudern. Allerdings verwandeln diese Feuerbälle brüchige Blöcke in Goldmünzen und für mit diesem Item besiegte Gegner gibt es noch einen zusätzlichen Münzbonus. Das zweite Level, welches wir spielen durften, ist übrigens eine unterirdische Höhle, in der genau dieses Item vorkommt. Abschließend hatten wir noch die Gelegenheit ein Schloss-Level zu erkunden, welches im Einklang mit den Burgen aus New Super Mario Bros. Wii und Super Mario World steht. Hier haben die Entwickler auch noch einen Bossgegner aus dem Super-Nintendo-Klassiker zurück geholt. Falls ihr euch noch an die karussellfahrenden Dinos aus den kleineren Burgen erinnert, dürft ihr euch jetzt genau auf diese freuen. Die Spielmechanik, um diese zu besiegen, wurde unverändert übernommen.

Alte Tugenden

Ebenfalls an New Super Mario Bros. Wii und Super Mario World erinnert uns das Feature, welches wir über den Touchscreen aktivieren dürfen. Sind wir bereits in der zweiten Stufe der Item-Entwicklung und sammeln wir beispielsweise ein neues Blatt ein, wird dieses auf dem unteren Screen gespeichert. Haben wir also irgendwann einmal ein größeres Problem und stehen kurz davor, besiegt zu werden, haben wir hier die perfekte Möglichkeit uns wieder aufzupäppeln. Wie bei den beiden Vorgängern New Super Mario Bros. und New Super Mario Bros. Wii sind auch in diesem Ableger der Serie alle Spielabschnitte in 2D gehalten. Vom Tiefeneffekt auf dem 3DS waren wir bisher noch nicht so ganz überzeugt, aber eventuell wäre dies bei diesem Titel eh etwas suboptimal. Wir haben hier halt kein Super Mario 3D Land oder einen anderen Titel der Reihe vor uns, bei dem sich ein Tiefeneffekt tatsächlich positiv bemerkbar machen könnte. Der Soundtrack wird sehr wahrscheinlich wieder das liefern, was wir von der Serie her auch kennen. Fröhliche Melodien neuer Kompositionen und auch alte Stücke aus früheren Mario-Titeln werden wir in New Super Mario Bros. 2 ab Mitte August wahrscheinlich erleben dürfen, denn bereits dann soll der Titel hierzulande erscheinen. Bewegte Bilder gibt es derweil in unserer Prime Time. Wir werden Marios Hosentaschenausflug auch dieses Mal mit Spannung verfolgen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Während ich bei New Super Mario Bros. U definitiv einen Hit auf uns zukommen sehe, bin ich bei New Super Mario Bros. 2 noch ein wenig skeptisch. Mit dem DS-Vorgänger wurde ich damals bei einem Freund nicht so sonderlich warm, doch werde ich diesem Titel in Anbetracht des 3DS-Spiels in Kürze noch einmal eine neue Chance geben. Die Chance werde ich auch New Super Mario Bros. 2 geben, doch bin ich noch nicht so ganz davon überzeugt, dass Nintendo hier den richtigen Weg geht. So viele Münzen habe ich noch nie in einem Spiel des Franchises einsammeln dürfen und genau diese große Menge ist es, an die ich mich dann und wann wohl ein wenig stören werde. Ich hoffe hier sehr, dass Nintendo den Balance-Akt zwischen Goldmünzeninflation und 1-up-Sammelei hinbekommen wird, denn ansonsten kann aus dem Titel ein sehr anspruchsvolles Vergnügen werden. Es ist sehr schade, dass ich nur einen kleinen Einblick in das Spiel genießen durfte und deswegen fällt es mir auch als Super-Mario-Fan schwer, diese Zeilen zu schreiben. Jetzt muss ich aber erst einmal abwarten und im August sehe ich dann, was sich Nintendo mit New Super Mario Bros. 2 außerdem noch hat einfallen lassen. Überraschungen sind beim japanischen Konzern eh oft vorprogrammiert.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post E3 Event!

Prime Time: Project P-100 (Nintendo Post E3 Event)

Vollkommen überrascht hat uns die spielerische Raffinesse von Project P-100. Unsere Spieleindrücke möchten wir euch auch hier nicht vorenthalten, doch zum Verstehen des Spiels wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ihr euch zuvor unsere Preview durchlesen könntet und die angesprochenen Features im Video so selbst erkennen könnt.