Partner: Heavenly Mangas hat Geburtstag!

Gestern vor einem Jahr fiel bei unserem Partner Heavenly Mangas der Startschuss zu einer Ära voller Reviews zu Videospielen, Mangas und Animes. In diesem Artikel lässt unsere Partnerseite ihr Bestehen kurz und bündig Revue passieren. Vor einem halben Jahr sind wir mit Heavenly Mangas einer Partnerschaft eingegangen, die bis heute wunderbar floriert. Wir bedanken uns bei allen Team-Mitgliedern von Heavenly Mangas für die gute Zusammenarbeit in den letzten Monaten und wünschen ihnen ebenfalls alles Gute für viele weitere Jahre in der Online-Welt! Falls ihr also Interesse an Animes, Mangas und Videospielen habt, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr Heavenly Mangas als zusätzliche Informationsquelle zu unserem Angebot nutzen würdet, sehr gerne auch via Facebook und Twitter.

Preview: Project P-100

Japanophile Spiele sind im westlichen Raum eher eine Seltenheit. Titel wie No More Heroes 2, Catherine, Dodonpachi Resurrection oder Lollipop Chainsaw verfügen zwar allesamt über eine bestimmte Fanbase, doch die Verkaufszahlen sprechen meist leider eine andere Sprache.

Umso überraschter sind wir, dass wir auf dem Post E3 Event in Köln Project P-100 anspielen konnten. In diesem Titel übernehmen wir die Rolle mehrere Charaktere, die mit Superkräften ausgestattet sind. Gespielt wird übrigens mit dem Wii U GamePad, über welches wir auch die Formation der Charaktere bestimmen. Je nachdem wie wir diese ausrichten, können wir etwa mit einem riesigen Schwert die Gegner attackieren oder mittels einer komischen Hand an dem einen oder anderen Schalter drehen. Überwiegend entpuppt sich der Titel aber definitiv als ein Haudrauf-Spiel ohne Sinn und Verstand. Aus allen Richtungen kommen Roboter und andere Ungetüme angeflogen, die wir grundsätzlich einfach nur besiegen müssen. Anschließend ist der Weg zum nächsten Spielgebiet frei, in das es in der Regel fließend über geht. Das sollte es auch, denn die Ladezeit zu Beginn des action-geladenen Abenteuers unseres überdimensional großen Heldentrupps ist äußerst lang. Einmal im Spiel drin brauchen wir uns um Ladezeiten aber kaum einen Gedanken mehr zu machen, denn hier läuft alles durchgehend fließend. Aber selbst wenn wir Ladezeiten am Stück ertragen müssten, würde sich das bei Project P-100 auch lohnen – ein verrückteres Spiel haben wir schon seit No More Heroes 2 nicht mehr gesehen. Das meinen wir absolut im positiven Sinne, denn Project P-100 hat es uns echt angetan.

Modellstadt

Es ist echt verwunderlich, dass Nintendo dieses Spiel auf der Pressekonferenz nur am Rande beworben hat. In jenen kurzen Spielausschnitten kann man den Sinn des Spiels kaum verstehen. Nun ja, dazu benötigt es auch mehrere Minuten. Erst nachdem wir mit den Helden die ersten Aliens geplättet haben, stellt sich so etwas wie ein Spielfluss ein. Plötzlich greifen wir nicht mehr ohne Sinn und Verstand an. Stattdessen wählen wir über das GamePad unsere Angriffe beziehungsweise Angriffsarten mit Bedacht aus und können so trotzdem noch recht ordentlich mitmischen. Um möglichst viel Schaden bei den Gegnern auszurichten, sollten wir überall auch die Batterien einsammeln, die in der Welt versteckt sind. Nur so können wir den Energiehaushalt unserer Heldentruppe in gewisser Weise noch irgendwie regeln. Zu finden ist eine Batterie beispielsweise in einer Garage, was uns zum Aufbau der Spielwelt führt. Diese wirkt aus der isometrischen Perspektive tatsächlich so, als sei sie eine reine Modellstadt, die wir nach Lust und Laune mit Spielzeugsoldaten zerstören dürfen. Alleine für diesen Kniff haben die Entwickler unseren Respekt verdient, denn hier zeigen Platinum Games, welche Ideen man alles in ein Spiel verarbeiten kann. Um auch den Bildschirm des Wii U GamePads ordentlich auszunutzen, haben sich die Entwickler noch etwas anderes einfallen lassen.

Außergewöhnliche Action

Öffnen wir beispielsweise eine Lagerhalle, in dem sich unsere Heldengruppe in die eingangs erwähnte Hand verwandelt, und betreten diese anschließend, dann wechselt das Geschehen in eine ganze andere Perspektive und zwar auf dem Bildschirm des GamePads. Aus der Third-Person-Perspektive laufen wir nun mit dem Heldenanführer zwischen Regalen und anderem Krimskrams umher und müssen in der Lagerhalle ein Rätsel lösen, in dem bestimmte Griffe in die eine oder andere Richtung gedreht werden müssen. Auf dem Fernsehbildschirm sehen wir dann auf dem Dach der Lagerhalle, wie sich die Kombination zum Öffnen des nächsten Tors verändert. Zugegeben – das wirkt auf den ersten Blick sehr befremdlich, doch durch solche Ideen sehen wir gut, dass sich Videospiele immer noch in viele verschiedene Richtungen entwickeln können. Zum Schluss durften wir in der Demoversion (hier zu sehen in unserer Prime Time) auf dem Post E3 Event noch gegen einen Bossgegner antreten. Dieser ist um ein vielfaches größer als die herkömmlichen Aliens und hält dementsprechend mehr aus. Wer hier nur wie wild auf die Controller-Tasten hämmert, wird keinen Erfolg verzeichnen können – das müssen wir zu unserer Schande leider gestehen. Project P-100 ist ein interessanter Titel, den man unbedingt im Auge behalten muss. Fans von außergewöhnlichen Titeln warten sowieso nicht mit der Vorbestellung.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose: Als ich den Trailer auf der E3 gesehen habe, konnte ich da nur sehr wenige Spielszenen wahrnehmen. Welche Aufgaben ich in Project P-100 zu erfüllen habe, ist mir bis heute nicht ganz klar – aber das stört mich nicht im geringsten. Der Titel ist total durchgedreht und auf solche japanophilen Action-Titel lasse ich mich gerne ein, denn auch heute noch gehören Spiele wie Catherine und No More Heroes 2 zu den besten Spielen, die in diese Sparte passen. Ich frage mich allerdings, ob der Titel auch auf lange Zeit gesehen Spaß machen kann. Die Action wirkt, zumindest in der Demoversion vom Post E3 Event, doch sehr, sehr kurzweilig. Dafür finde ich die Idee mit dem Perspektivenwechsel und ebenso die isometrische Stadtansicht einfach klasse. Ein schöneres Zusammenspiel in einem solchen Spiel könnte ich mir echt nicht vorstellen. Ob ich auch über einen längeren Zeitraum mit Project P-100 Spaß haben kann, wird sich spätestens dann zeigen, wenn der Titel in den Handel kommen wird. Eine Chance gebe ich ihm auf jeden Fall, denn da geht es mir ähnlich wie den Entwicklern, denn solche außergewöhnlichen Titel müssen auch in der westlichen Gesellschaft unbedingt gefördert und verankert werden.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post E3 Event!

Prime Time: Game & Wario (Nintendo Post E3 Event)

Passend zu unserer Preview zu Game & Wario haben wir in Köln auch hier ein paar Videos aufnehmen können. Damit ihr euch auch nur die Minispiele anschauen müsst, die für euch interessant sind, haben wir zu jedem der vier Minispiele ein eigenes Video erstellt. Den Anfang macht das Minispiel Ski, welches uns leider nicht so überzeugt hat.

Als nächstes haben wir uns als Fotograf im Minispiel Shutter versucht, das uns deutlich mehr gefallen hat, zumal die Features des GamePads hier noch besser ausgereizt werden.

Das Minispiel Arrow hingegen ist noch etwas komplexer und verlangt uns einiges an Können ab, zumal das Geschehen hier tatsächlich auf zwei Bildschirmen ablaufen kann.

Zum Abschluss hatten wir auch noch die Möglichkeit mit einer Nintendo-Mitarbeiterin in das Minispiel Fruit hineinzuschnuppern, welches uns ebenfalls gut gefallen hat.

Preview: Game & Wario

In Anbetracht von Game & Wario fragen wir uns doch tatsächlich, womit Nintendo mit der Wii U oder zumindest mit diesem Spiel eigentlich hin möchte. Fernab von Wario Ware wird Wario in eine eher normale Minispielsammlung gedrängt.

Game & Wario war das Spiel auf dem Post E3 Event in Köln, welches ganz am Rande der Veranstaltung präsentiert wurde. Ähnlich erging es dem Titel auch auf der E3, denn während der Pressekonferenz wurde der Titel kein einziges Mal auch nur erwähnt und erst danach noch angekündigt. Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen und die vier Minispiele ausprobiert, welche die Sammlung in der Demoversion auf dem Event enthielt. Beginnen wir mit Shutter. In diesem kurzweiligen Spielchen schlüpfen wir in die Rolle eines Fotografen und bekommen fünf Fotos in die Hand gedrückt. Auf jedem Foto ist eine Person abgebildet, die wir auf dem Fernsehbildschirm abfotografieren müssen. Dazu nutzen wir das Wii U GamePad, in dem wir es vor uns halten und das Geschehen sozusagen auf den kleinen Screen heran zoomen. Jetzt müssen wir die Personen genau beobachten und im besten Falle schnell ein Foto schießen, da die Personen meist in Bewegung sind und auch mit der Umgebung interagieren. Zum Beispiel kann ein Beobachteter einfach mal die Gardinen für eine Weile zu ziehen. Das ist insofern wichtig, da wir nur begrenzt Zeit haben, um die Personen zu fotografieren. Je besser wir die Personen treffen, desto mehr Punkte bekommen wir zusätzlich des Zeitbonus, der anteilig an der Restzeit hinzu addiert wird. Nur wer ein gutes Auge hat, wird das Spielziel erreichen.

Pfeile los!

Im Ski-Minispiel bewegen wir einen sportbegeisterten Skiläufer über eine Strecke zum Ziel. Während auf dem Fernsehbildschirm das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt wird, müssen wir unsere Augen hauptsächlich auf den Screen des Wii U GamePads richten. Um den Skiläufer nach links zu bewegen, kippen wir das GamePad nach links und bei rechts eben in die andere Richtung. Dieser Abschnitt ist der mit Abstand langweiligste Part, den wir bei Game & Wario erleben werden, denn da bieten unzählige andere Minispielsammlungen sehr viel mehr. Arrow hingegen kann wieder mit sehr viel mehr Spielspaß punkten, denn ähnlich wie beim Minispiele Takamaru’s Ninja Castle in Nintendo Land befindet sich auf dem Screen des GamePads ein Wurfgeschoss. In diesem Falle ist das allerdings ein Pfeil, den wir hier aber spannen müssen. Gezielt wird dann wieder mittels der Pointer-Funktion auf die Feinde. Diese sind kleine Warios, die auf uns zu laufen und noch rechtzeitig aus dem Weg geräumt werden müssen. Andernfalls springen sie vom Fernsehbild auf das GamePad und belagern dort den Touchscreen. Nun müssen wir sie nur noch anstupsen und das Spiel geht von vorne los, bis es schlussendlich zum Showdown gegen einen Riesenroboter kommt. Wie für einen Bossgegner gewohnt hat dieser markante Schwachstellen, die es zu treffen gilt.

Früchtejagd

Zu guter letzt haben wir auch noch das Minispiel Fruit zusammen mit einer netten Nintendo-Mitarbeiterin spielen können. Dieses Spiel wird ausschließlich mit einem GamePad gespielt, da ein Spieler im Grunde nur den Fernsehbildschirm beobachten muss. Zu sehen ist dort eine Menschenmenge, die ein kleines Örtchen unsicher macht. Zu sehen sind dort übrigens Früchte (in unserem Beispiel waren es Äpfel), die von uns eingesammelt werden möchten. Während wir unsere Figur auf dem GamePad kontrollieren und beobachten, muss der Mitspieler unsere ausgewählte Figur auf dem Fernsehbildschirm erkennen und nach dem Einsammeln der Äpfel erraten, in dem wir ihm das GamePad in die Hand drücken und er die Figur selbst selektiert – ein tolles Minispiel, das für Langzeitmotivation sorgen kann. Hoffentlich wird man den Titel auch mit mehr als zwei Personen spielen können, denn obwohl die Spielchen deutlich länger andauern als die sonst so kurzen Minispiele aus der Wario-Ware-Reihe, können sie trotzdem motivieren. Bewegte Bilder dazu findet ihr in unserer Prime Time. Bleibt nur zu hoffen, dass Spielchen wie Ski im Komplettpaket Mangelware sind, denn ähnlich gelangweilt haben wir uns in einem Spiel schon länger nicht mehr. Game & Wario und auch Nintendo Land sind bisher die Spiele, welche die Features des GamePads am besten ausreizen – davon möchten wir in Zukunft gerne mehr sehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose: Von Game & Wario habe ich mir eigentlich doch einen Wario-Ware-Nachfolger erhofft – als ich dann aber endlich an der Reihe mit Ausprobieren war, war die Überraschung groß. Das Spiel ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Die implementierten Spiele schwanken allerdings in ihrer Qualität. Während Ski für mich sehr langweilig und Shutter sehr langwierig ist, haben es mir Arrow und Fruit wirklich angetan. Arrow ist ein typisches Minispiel, welches auf Schnelligkeit und Geschick aufbaut und es mit einer gesunden Portion Action mischt. Fruit hingegen mag ich gerne, da ich es liebe, andere Spieler in Mehrspieler-Sessions in die Irre zu führen. Wer es geschickt anstellt, bleibt tatsächlich unentdeckt. Jetzt frage ich mich natürlich, ob Nintendo diesen Titel direkt zum Launch veröffentlichen möchte. Ich wünsche es mir jedenfalls, denn dann hätte ich neben Nintendo Land direkt ein weiteres Spiel, womit ich Freunde und Bekannte an die Wii U fesseln kann. Ich bin gespannt darauf, wie viele und vor allem welche anderen Minispiele Nintendo noch in Game & Wario packen wird, denn einzig und allein vier Spiele werden es definitiv nicht sein.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post E3 Event!

Prime Time: Nintendo Land (Nintendo Post E3 Event)

Wie wir in unserer Preview zu Nintendo Land bereits erwähnt haben, hatten wir leider nur bei drei Minispielen die Möglichkeit mitzuwirken beziehungsweise unsere Impressionen auch festzuhalten. Den Anfang macht hier das Minispiel Donkey Kong’s Crash Course, in dem wir eine dreiteilige Figur sicher zum Ziel bewegen sollten.

Als nächstes haben wir uns das Minispiel Takamaru’s Ninja Castle angeschaut. Hier liegt es an uns, virtuelle Wurfsterne vom Wii U GamePad auf die Genger auf derm Fernsehbild zu werfen. Entschuldigt bitte, dass die Qualität zum Ende hin schlechter wird. Der Zoom hat uns hier leider einen unschönen Unschärfe-Effekt spendiert. Wir hoffen aber dennoch, dass euch die Thematik des Minispiels auch im letzten Drittel gut näher gebracht wird.

Zum Schluss haben wir uns dann auch noch in The Legend of Zelda: Battle Quest versucht. Während unsere beiden Mitspieler die Rolle der Schwertkämpfer übernommen haben, hat sich Eric das Wii U GamePad geschnappt und den Bogenschützen verkörpert. Gemeinsam mussten wir hier einen Dungeon von gefährlichen Gegnern säubern.

Preview: Nintendo Land

Man gründe einen Freizeitpark und packe alle Franchises hinein, welches das Unternehmen zu bieten hat. Was nach Disney Land klingt, entpuppt sich in diesem Beispiel allerdings als eine Minispielsammlung aus dem Hause Nintendo.

Seit langem fragen wir uns, warum Nintendo noch nicht auf die Idee gekommen ist, dank der hauseigenen und sehr beliebten Franchises, einen eigenen Themenpark zu organisieren. Dies könnte unserer Meinung eine große Konkurrenz für Disney Land werden. Selbstverständlich ist ein Freizeitpark keine geringe Angelegenheit und finanziell sicherlich nicht ohne weiteres möglich, doch vor allem im Land der aufgehenden Sonne, wo es tatsächlich Pokémon Center gibt und sich dort mit Pokémon-Utensilien eindecken kann, stände einem Erfolg aus unserer Sicht nichts mehr im Wege. Vielleicht ist Nintendo Land für die Wii U auch ein erster Schritt in diese Richtung, denn mit diesem Titel holen wir uns einen eigenen Themenpark ins Haus. Auf dem Startbildschirm der Demoversion stehen uns noch natürlich nicht alle Minispiele zur Verfügung, die wir in Nintendo Land erleben dürfen. Da wir uns den Titel mit zum Ende des Post E3 Events angeschaut haben, war es uns an dieser Stelle leider nur möglich, drei Spiele der Sammlung auszuprobieren, da für die anderen Minispiele, so die Nintendo-Mitarbeiterin, schlichtweg mehr Mitspieler vorhanden sein müssen. Dies könnte womöglich ein Fehler sein, denn wenn man alleine schon für drei Minispiele zu fünft auftreten muss, dann kann das bei dem einen oder anderen Käufer für Unmut sorgen. Wer nur hin und wieder Besuch von zwei Freunden bekommt, dem würde so das eine oder andere Minispiel verwehrt bleiben.

Guter Gebrauch des Wii U GamePads

Zu allererst haben wir uns Donkey Kong’s Crash Course angeschaut. Auf den ersten Blick wirkt das Geschehen auf dem Fernsehbildschirm wie ein heilloses Durcheinander. Überall auf dem Screen sind Bananen verstreut und nur eine Spielfigur, bestehend aus drei Kugeln, die zudem mit Stangen verbunden sind, muss mit unserer Hilfe durch ein zweidimensionales Labyrinth geführt werden. Da die Figur auf dem Bildschirm für den einen oder anderen wohl zu klein dargestellt wird, wird das Geschehen auf dem Wii U GamePad vergrößert dargestellt. Dank der verarbeiteten Sensoren können wir das GamePad nun nach links oder nach rechts neigen, um die Spielfigur zu bewegen. Wir müssen allerdings aufpassen, dass wir uns nicht zu schnell und an anderen Stellen nicht zu langsam bewegen. Schnell kann die dreiteilige Figur auseinanderfallen oder umständlich an einer Ebene hängenbleiben, wo wir sie nur mit Mühe und Glück noch retten können. Eine spaßige Angelegenheit und wir hoffen, dass Nintendo uns hier mit vielerlei Levels überraschen wird, wenn der Titel fertig gestellt wird. Takamaru’s Ninja Castle macht ebenfalls Gebrauch von Nintendos neuem Controller. Hier halten wir die Peripherie hochkant und auf dem Screen des GamePads wird nun ein Wurfstern angezeigt. Mit der Pointer-Funktion des Geräts visieren wir auf dem Fernseher einen Gegner an und mit einer schnellen Handbewegung über den Touchscreen schießen wir den Stern auf den Feind.

Interessanter Ausblick

Als letztes haben wir uns dann auch noch The Legend of Zelda: Battle Quest angesehen. Hier durchstreifen wir zu dritt einen Dungeon – ganz in der Tradition der Action-Adventure-Reihe, doch ohne die teils sehr kniffligen Rätseleinlagen. Das Minispiel ist primär auf die Action-Szenerie des Franchises ausgelegt. Zwei Spieler kontrollieren dabei zwei Schwertkämpfer. In unserer Konstellation waren dies ein anderer Redakteur und eine Nintendo-Mitarbeiterin, die mit der Wii-Fernbedienung Schwerthiebe auf dem großen Fernsehbildschirm ausführten. Wir hingegen verkörperten einen Bogenschützen – allerdings spielten wir mit dem GamePad. Das unsrige Geschehen wird zwar ebenfalls auf dem Fernsehbildschirm angezeigt, allerdings nur sekundär. Auf dem Screen des Wii U GamePads hingegen visieren wir unsere Gegner an – dazu muss allerdings der Controller vor uns hochgehalten werden. Das geht auf Dauer in die Arme, aber da wir die Peripherie zum Nachladen der Pfeile waagegerecht Richtung Boden halten müssen, ist das nicht weiter tragisch. Das ist auch alles in unserer Prime Time zu sehen und trotzdem werden wir das System bei Release des Spiels im Auge behalten – genauso wie den Rest des Spiels, denn wir sind von Nintendo Land durchaus angetan. Wenn die anderen Franchises mitsamt den Minispielen ebenfalls so spaßig ausfallen, steht uns hier ein überdurchschnittlich guter Mehrspielertitel ins Haus!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose: Als Nintendo Land auf der E3 angekündigt wurde, war ich enttäuscht. So ein Spiel zum Schluss einer wichtigen Veranstaltung zu zeigen, halte ich nicht für gut. Da wartete ich eher auf ein neues The Legend of Zelda, Metroid oder F-Zero und dementsprechend bleibt auch der Applaus aus. Insbesondere durch das Nintendo-Land-Feuerwerk war das für mich ein mehr als unwürdiger Abschluss der Pressekonferenz. Nachdem ich jetzt aber endlich selbst einmal Hand an Nintendo Land legen durfte, hat sich meine Meinung geändert. Jene Spiele, die ich von diesem Titel ausprobieren konnte, haben mir gut gefallen. Sicherlich ist dies ein Titel, der primär auf Zockerabende mit Freunden ausgelegt ist, doch genau das ist es auch, was die Wii seit fast sechs Jahren ausmacht. Ich finde es nur schade, dass einige Minispiele wohl zwanghaft mit mehreren Spielern gespielt werden muss. Da hoffe ich doch sehr, dass in der fertigen Version auch die künstliche Intelligenz mitspielen wird. Über Online-Modi und vor allem über diesen Distributionsweg so nachträglich hinzufügenden Minispielen kann ich derzeit nur spekulieren, doch daran glaube ich derzeit nicht. Zu oft habe ich erleben müssen, dass Nintendo Online-Angebote eher vernachlässigt und sich mehr auf das Gameplay konzentriert. Unter diesem Aspekt wird Nintendo Land aber dennoch ein mehr als akzeptabler Mehrspielertitel zum Launch der Wii U. Ich hoffe aber, dass er jeder Wii U beiliegen wird, da die bisher gespielten Minispiele das Wii U GamePad sehr gut ausnutzen.

Jonas’ Prognose: Das Highlight der E3 2012 von Nintendo, die Enthüllung des heiß ersehnten neuen Spiels von den Retro Studios, wurde kurzfristig abgesagt, sodass der Schwerpunkt tatsächlich auf Nintendo Land gelegt werden konnte. Eigentlich soll es wie schon Wii Sports eine reine Techdemo sein, um die Fähigkeiten der Nintendo Wii U mit kurzweiligen Minispielen zu präsentieren. Mit ganzen zwölf Spielchen und Elementen wie der begehbaren Plaza, erscheint mir das Spiel aber wesentlich wertiger, als noch Wii Sports oder Wii Party. Die sehr abwechslungsreichen Minispiele sind alleine spielbar, sollten aber größtenteils mit mehreren Leuten (einer übernimmt das GamePad und weitere Spieler die Remotes) in Angriff genommen werden. Bei den Settings haben sich die Entwickler ausgiebig aus der tiefen Kiste von Nintendo-Franchises bedient. Captain Falcon’s Twister Race, The Legend of Zelda: Battle Quest und Metroid Blast sind nur wenige Titel, die uns ein gutes Gefühl davon geben, wie in Zukunft vielleicht ein vollständiges Spiel mit unseren altbekannten Figuren in HD aussehen könnte.

Patricks Prognose: Anfangs hielt ich Nintendo Land für eine billige Minispielsammlung, die halt der Wii U beiliegen wird und mit der man dann einmal im Jahr mit ein paar Freunden seinen Spaß haben kann. Nach dem Antesten der fünf auf dem Event verfügbaren Spiele muss ich meine Meinung dann aber doch noch mal überdenken. Vor allem Luigi‘s Ghost Mansion hat es mir angetan. Wir hatten wirklich sehr viel Freude, als wir in der Gruppe vor dem Fernseher standen und in feinster Teamarbeit dem Geist keine Chance ließen, uns unserer Lebensenergie zu berauben. Animal Crossing: Sweet Day verfolgt ein ähnliches Prinzip und macht fast genauso viel Spaß. Donkey Kong‘s Crash Course ist bockschwer, motiviert zugleich aber ungemein und ist wohl ein potentieller Kandidat für nächtelanges Zocken, um die riesigen Level endlich zu bezwingen. The Legend of Zelda: Battle Quest ist meiner Meinung nach nur in der Position des Bogenschützen wirklich unterhaltsam. Wie in den anderen Spielen auch, wird hier vom Wii U GamePad sehr gut Gebraucht gemacht. Ich schließe mich Erics Kritik an, dass die meisten Titel bisher nur mit mehreren Spielern spielbar sind, aber davon abgesehen bekommt man mit Nintendo Land wohl einen soliden Launch-Titel, der es auch durchaus wert ist, separat verkauft zu werden.

Vielen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post E3 Event!

Prime Time: Pikmin 3 (Nintendo Post E3 Event)

Auf dem Post E3 Event von Nintendo haben wir zu allererst auf Pikmin 3 gestürzt. Nach einer guten halben Stunde Wartezeit konnten wir auch endlich selbst Hand anlegen an den dritten Teil der Strategiespielserie. Passend zu unserem Preview von Pikmin 3 haben wir natürlich auch bei diesem Titel ein Video aufgezeichnet, um euch einige Impressionen vom Titel näher zu bringen. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Preview: Pikmin 3

Auf diesen Tag haben wir lange gewartet. Nachdem Pikmin 3 vor vier Jahren auf der E3 von Nintendo angekündigt wurde, konnten wir heute erstmals selbst Hand anlegen an den dritten Teil der Strategiespielserie.

Als Nintendo kurz nach dem Launch des Gamecubes mit einer neuen Marke aufwartete, ist es um die Spielerschaft geschehen. Der Weltraumausflug von Captain Olimar wurde damals zu einer Tortur, als er auf einem Planeten, der Erde nicht unähnlich, notlanden musste. Auf dem Planeten fand er schon bald die mysteriöse Lebensform der Pikmin. Direkt schloss er mit den kleinen und putzigen Gestalten Freundschaft, die ihm daraufhin blind folgten. Zusammen hat das Team damals bis zu dreißig Raumschiffteile gesammelt, um Olimars Raumschiff wieder flugtauglich zu machen. Drei Jahre später folgte mit Pikmin 2 der Nachfolger, in welchem das Konzept erneut aufgegriffen wurde. Danach wurde es um den Weltraumhelden still, bis er im Jahr 2008 in Super Smash Bros. Brawl als spielbarer Charakter in Erscheinung trat. Ebenfalls durfte man eine Stage unsicher machen, die an die Pikmin-Spielwelt angelehnt ist. Neben ein paar weniger wichtigen Auftritten abseits normaler Videospiele, hat man jedoch kaum etwas von den Pikmin wahr genommen. Das Franchise schien wie einst Kid Icarus in Vergessenheit zu geraten. Nachdem die erinnerungsunwürdige Pressekonferenz von Nintendo im Jahre 2008 dank Wii Music und anderen weniger wichtigen Spielen bei Fans für Enttäuschung sorgte, hat Shigeru Miyamoto persönlich am nachfolgenden Entwicklerrundtisch Pikmin 3 angekündigt.

Kein fotorealistisches Erlebnis

Eigentlich sollte der Titel noch für die Wii erscheinen, doch als der Titel dann 2009 und 2010 ebenfalls nicht mehr auf der E3 erwähnt wurde, konnte man sich in etwa schon denken, dass der Titel wohl erst für die Nachfolgekonsole erscheinen wird. So kam es dann auch und dank der HD-Fähigkeit der Wii U waren wir von Vornherein auch sehr angetan, denn sofern es der japanische Konzern es tatsächlich schaffen sollte, Fotorealismus im Spiel zu integrieren, wäre Pikmin 3 ein weiterer Titel, der von hochauflösenden Bildern tatsächlich profitieren könnte. Der erwartete Fotorealismus bleibt beim Betrachten der Screenshots leider aus und auch in Bewegung sieht Pikmin 3 nicht unbedingt besser, aber auf keinen Fall schlecht aus. Der Titel steht optisch im Einklang mit den beiden Vorgängern, wenn auch der größere Bildausschnitt positiv dazu beiträgt. Ein eigenes Bild vom Spiel könnt ihr euch übrigens in unserer Prime Time machen. Soundtechnisch wird sich der Titel vermutlich ebenfalls an Pikmin und Pikmin 2 orientieren, doch aufgrund des lauten Trubels auf dem Post E3 Event in Köln haben wir eigentlich nur die Rufe der Pikmin und das Schrillen von Olimars Trillerpfeife vernehmen können. Um die Pikmin hin- und herscheuchen zu können, müssen wir mit Hilfe dieser Pfeife und der Pointer-Funktion der Wii Remote die Pikmin entweder anlocken, aufwecken oder an bestimmte Stellen der an einen Garten erinnernden Umgebung navigieren.

Die Rock Pikmin betreten den Garten

Wer jetzt denkt, dass der Titel dank der Wii-Fernbedienung nicht vom neuen Wii U GamePad profitieren wird, liegt falsch. In der vorliegenden Demoversion konnten wir das Spiel aktiv leider nicht mit dem GamePad spielen, doch die freundliche Nintendo-Mitarbeiterin versprach uns, dass wir das fertige Produkt auch sehr wohl mit dem GamePad nutzen können. Auf dem Bildschirm des GamePads konnten wir aber schon mal sehen, dass dieser wohl größtenteils zur Darstellung der Umgebungskarte genutzt werden wird. Wir können uns aber ebenfalls gut vorstellen, dass wir hier schnell die passende Pikmin-Sorte auswählen können, die wir gerade benötigen. Apropos Pikmin-Sorten: Rote Pikmin sind immer noch feuerfest (ihnen können Flammen also nichts anhaben) und dank den neuen Rock Pikmin können wir nun auch neue Gesteinssorten, wie etwa gläsernes Material, in Windeseile einreißen. Derzeit ist es übrigens noch nicht klar, ob es noch weitere neue Pikmin-Arten geben wird. Wir hoffen es aber, denn eine neue Art ist nach vier Jahren Entwicklungszeit dann doch etwas wenig. Wenn Nintendo es jetzt noch schafft, die eine oder andere Rätseleinlage in das Franchise zu integrieren, dann steht mit Pikmin 3 ein potentieller Strategie-Hit zum Wii-U-Launch in den Händlerregalen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose: Pikmin 3 war das erste Spiel, welches ich auf dem Post E3 Event anspielen durfte. Dass das Spiel nicht so schön aussieht, wie ich seit dem letzten Jahr seit Ankündigung der Wii U erwartet hatte, war mir schon seit der Vorstellung auf der E3 klar gewesen. Das ist zwar durchaus schade, aber durch eine nur im Wesentlichen verbesserte Grafik wird daraus das Gameplay definitiv nicht schlechter – und genau das ist es, was in der Pikmin-Reihe seit mehr als zehn Jahren funktioniert. Mit der Fernbedienung oder später auch wahlweise mittels Wii U GamePad scheuche ich die kleinen Pikmin durch die Gegend, sammle Obst mit ihnen ein, lasse Brücken entstehen um eine Abkürzung zu generieren und bekämpfe wie gehabt die Käfer, die durch die gartenähnliche Spielumgebung stolzieren. Das ist im Grunde nicht neu, doch dann treten die Rock Pikmin auf den Plan, die dank ihrer Schwerkraft bestimmte Ob- und Subjekte deutlich effektiver zerstören können. Eine sinnvolle Erweiterung – hoffentlich nicht die letzte, denn das wäre nach vier Jahren Entwicklungszeit etwas dürftig. Trotzdem bin ich froh darüber, dass Nintendo mit Pikmin 3 die Serie endlich fortsetzt. Da ich auch diesen Titel bereits vorbestellt habe, darf ich rechtzeitig zum Release mit der Erkundung eines fernen und fantasievollen Garten loslegen.

Patricks Prognose: Als großer Pikmin-Fan freue ich mich schon seit der Ankündigung vor einigen Jahren wie ein paniertes Schnitzel auf diesen Titel. Dass ich auf dem Post E3 Event nun die Chance hatte, das Spiel selbst mal anzutesten, hat meine Vorfreude nicht unbedingt geschmälert. Trotz hartnäckiger Ablenkungsversuche konnte ich die Wii U samt der Demo leider nicht mit nach Hause nehmen, aber zum Spiel: Einen sehr umfangreichen Einblick konnte die Demo nicht vermitteln, aber für einen guten ersten Eindruck reicht es auf jeden Fall. Es macht einfach wieder extrem viel Spaß, die kleinen Pikmin über die Map laufen zu lassen, sie mit dem Pointer der Wii Remote auf Gegner zu werfen, Früchte zum Raumschiff tragen und Mauern einreißen zu lassen. Die neuen Rock Pikmin versprechen spannende neue Einsatz-Möglichkeiten und einige davon waren auch schon zu sehen. Ich bezweifle mal, dass das bereits alle Neuerungen waren, aber selbst wenn es so wäre, könnte ich damit leben. Hauptsache ich kann irgendwie die Zeit zum Release vorspulen!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post E3 Event!

Prime Time: New Super Mario Bros. U (Nintendo Post E3 Event)

Eric war mit zusammen Julian und Patrick unterwegs auf Nintendos Post E3 Event von in Köln. Neben einigen Previews zu kommenden Titeln haben wir auch unsere Kamera mit auf die Veranstaltung genommen und ein paar Impressionen von den angespielten Titeln festgehalten. Den Anfang macht heute passend zu unserem Preview New Super Mario Bros. U. Gute Unterhaltung mit unserem Video zu drei ganzen Levels aus dem Spiel.

Preview: New Super Mario Bros. U

Die Plattformen Nintendo DS und Nintendo Wii kommen beide mit jeweils einem Titel der New-Super-Mario-Bros.-Serie aus. Jetzt prescht Nintendo auch in die nächste Generation vor und bringt das Franchise ebenfalls auf die Wii U.

Bereits 2011 hat Nintendo nach dem Erfolg von New Super Mario Bros. Wii den Nachfolger für die neue Wii U angekündigt beziehungsweise Spielszenen gezeigt. Ein Jahr verging ohne große nennenswerten Ankündigungen bezüglich des Titels, doch in diesem Jahr wurde nicht nur der Name des Titels gewechselt, sondern auch einige neue Features gezeigt. Wir haben in Köln auf dem Post-E3-Event von Nintendo endlich die Möglichkeit gehabt, selbst Hand an den Titel zu legen. Spielen durften wir drei verschiedene Levels, in denen wir schon einige Neuerungen und auch verloren geglaubt Altbekanntes entdecken konnten. Genau wie in den beiden (oder bald drei) Vorgängern (New Super Mario Bros. 2 erscheint bereits im August für den 3DS) sind die Levels zweidimensional gestaltet. Freie Welten wie in einem Super Mario 64 oder Super Mario Sunshine gibt es hier nicht, doch das macht überhaupt nichts, denn der schnauzbärtige Klempner hat einige seiner größten Erfolge mit dem Retten einer Prinzessin in 2D-Welten gefeiert. Das Spielprinzip lässt sich so am ehesten als eine Verbindung von Super Mario World und New Super Mario Bros. Wii beschreiben. So kehren einige Spielelemente aus dem Super-Nintendo-Klassiker zurück und werden mit dem Mehrspielermodus des Wii-Titels erweitert, doch dieses Mal sind wir nicht nur zu viert unterwegs.

Gemeinsam und gegeneinander

Während ein bis vier Spieler die Kontrolle über ebenso viele Charaktere übernehmen, welche dann durch die kunterbunten Levels sausen und hüpfen, darf ein fünfter Spieler die Kontrolle über die Spielumgebung übernehmen. Das funktioniert dann über das Wii U GamePad, auf dem der passive Spieler das Spielgeschehen ebenfalls verfolgen und Blöcke im leeren Raum platzieren darf, um den anderen Spielern zu helfen – oder zu behindern. So spielen zwar alle Spieler miteinander, doch auch gegeneinander. Ein Konzept, welches wir wohlwollend seit The Legend of Zelda: Four Swords Adventures mit Freude annehmen. In den Levels gibt es dann selbstverständlich neue Items einzusammeln. Beispielsweise dürfen wir eine Nuss aus einem Fragezeichen-Block befreien, womit wir anschließend Marios neue Superkraft testen dürfen. Schlüpfen wir bei Aufnahme des Objekts in einen Eichkateranzug, dürfen wir beim Springen die Wii Remote schütteln und so noch einmal ein wenig Aufwind bekommen. Wir dürfen mit diesem Kostüm übrigens auch langsam zum Boden gleiten, um etwa Münzen zu sammeln, an die wir mit einem Sprung in die Tiefe wohl nicht herangekommen wären. Neben dem neuen Item ist aber auch die Feuerblume wieder mit von der Partie, mit der wir einen Gegner nach dem anderen einäschern dürfen, um dafür Punkte gutgeschrieben zu bekommen.

Rückkehr der Yoshi-Babys

Wieder mit von der Partie sind die kleinen Baby-Yoshis, die ebenfalls aus den Fragezeichen-Blöcken befreit werden möchten. Auf den kleinen Dinosauriern dürfen wir leider noch nicht reiten, doch stattdessen können wir sie vor uns herhalten und so gut wie jeden Gegner mit den kleinen Vielfressern aus dem Weg räumen, in dem sie sie einfach verspeisen. Leider war es noch nicht klar, ob die kleinen Yoshis auch auswachsen können – in Super Mario World war dies durchaus möglich. Dafür können wir auch hier im Sprung die Wii Remote schütteln, um mit den Yoshis, die sich daraufhin mächtig aufblähen, durch die Gegend zu flattern. Wie wir dem aktuellen Trailer entnehmen können, verfügen die Dinos allesamt dank unterschiedlicher Farben über verschiedene Fähigkeiten. Der blaue Yoshi kann Seifenblasen spucken und ein gelbes Exemplar leuchtet im Dunkeln – schade, dass wir diese Stellen in der uns vorliegenden Version nicht ausprobieren konnten. Positiv fällt uns aber auf, dass dank der Fähigkeit der Wii U endlich HD-Bilder auszugeben, der Bildschirmausschnitt, auf dem sich die vier aktiven Spieler tummeln können, nun deutlich größer ist. Eine Orientierung dürfte nun jedem leichter fallen und im Endeffekt wird dadurch nur der Spielspaß gestärkt. Zu sehen ist das auch in unserer Prime Time. Das Geschehen läuft dabei aber wohl nur in 720p ab – gestört haben wir uns daran beim kunterbunten Look aber nicht.

Alte Ideen neu aufgewertet

Durch die auf dem Event anwesende Lautstärke können wir leider nichts zum Soundtrack sagen. Wir gehen aber davon aus, dass wir wieder einmal aufgewertete Stücke älterer Super-Mario-Titel und natürlich neue Kompositionen vernehmen dürfen. Eine Handlung zu New Super Mario Bros. U liegt im Übrigen ebenfalls noch nicht vor oder zumindest hat sich das japanische Traditionsunternehmen dazu noch nicht geäußert. Wir gehen aber sehr stark davon aus, dass eine gewisse Prinzessin wieder einmal von einer bestimmten Amphibie entführt wird und Mario und seine Freunde zur Rettung eilen müssen. Das macht im Grunde nichts, da eine vernünftige Story in einem Super-Mario-Jump-’n’-Run in der Regel eh Mangelware ist. Nintendo ist es hier wichtig, das Gameplay abermals in den Vordergrund zu rücken und das schaffen sie, so wie unsere bisherige Erfahrung mit dem Titel ist, auch mit New Super Mario Bros. U einmal mehr. Wir sind schon sehr gespannt, welche Kniffe sich die Japaner zudem noch einfallen lassen werden, denn das bisher Gezeigte lieferte zwar einen mehr als soliden Eindruck, doch Überraschungseffekte gab es in unserer Anspiel-Session kaum. Das sollte sich bis zum Herbst allerdings noch ändern, denn dann soll uns das Spiel rechtzeitig zum Launch der Konsole wie sein Vorgänger vom Start weg aus den Socken hauen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose: Mein erstes Videospiel war ein Jump ’n’ Run mit Mario in der Hauptrolle und bis heute spiele ich so gut wie jeden Teil mit dem schnauzbärtigen Klempner sehr gerne. New Super Mario Bros. Wii war dann auch mein Einstieg in das neue Franchise und so wie ich New Super Mario Bros. U auf dem Post E3 Event kennengelernt habe, bin ich bereits jetzt hellauf begeistert. Die Spielmechanik ist dieselbe wie im Wii-Vorgänger und die neuen oder auch alten Features wissen zu überzeugen. Das Schlüpfen in ein Eichhörnchen-Kostüm oder das Herumfliegen mit den Baby-Yoshis hat mir in der vorliegenden Version bereits jetzt sehr viel Spaß gemacht. Leider konnte ich nur drei Levels des Spiels erkunden, doch der Trailer zeigt deutlich, dass die Spielabschnitte noch vielfältiger ausfallen werden. Was ich mich allerdings jetzt frage ist, ob man den Titel auch mit dem angekündigten Pro Controller spielbar sein wird. Technisch sollte es auf jeden Fall möglich sein. Schade nur, dass es jetzt wohl noch ein paar Monate dauern wird, bis ich aktiv oder auch passiv Spaß mit New Super Mario Bros. U haben werde. Eines ist jedenfalls sicher: Vorbestellt ist der Titel bereits!

Jonas’ Prognose: Nintendo will mit der Wii U frische Innovationen auf mehreren Ebenen bieten. Bei Nintendos Spielen sieht das bis jetzt noch etwas anders aus, denn New Super Mario Bros. U wird genau dasselbe gewohnte Mario-Erlebnis bieten, wie wir es schon von der Reihe gewohnt sind. Die Innovationen der neuen Konsole bleiben zudem auch auf der Strecke liegen. Ganz oben steht natürlich die technische Komponente. Mario in HD sieht hübsch aus, aber die 2D-Grafik bietet abgesehen von der Farbvielfalt nichts, was die Hardware ausnutzen würde. Und wie sich der Klempner auf zwei Bildschirmen spielt, haben wir alle schon mit dem Nintendo DS und 3DS ausprobieren können. Tatsächlich findet man aber einige gelungene Neuerungen beziehungsweise Neueinführungen. So wären wir nun endlich seit Super Mario World wieder auf einer großen freien Landmasse unterwegs, die unzählige versteckte Level und sogar Welten beinhalten soll. Ob das Spiel schwieriger wird als der letzte Teil auf dem Nintendo 3DS, kann ich noch nicht abschätzen, aber brandneue Spielmodi sollen für langzeitige Herausforderungen sorgen. Der kompetitive Mehrspielermodus Münzjagd erklärt sich schon anhand seines Namens, aber Zeit-Attacke und 1-Up-Rallye werden in New Super Mario Bros. U noch nie dagewesene Momente schaffen, die wir sicher noch lange in Erinnerung behalten werden.

Patricks Prognose: Fans freuen sich, dass es zum Launch der Wii U direkt einen Mario-Titel geben wird, da dieser von vielen Seiten gewünscht wurde. Ehrlich gesagt, bin ich mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite bietet mir Super Mario Bros. U zu wenig Neues im Vergleich zum Vorgänger, als dass sich ein Kauf lohnen würde (Baby Yoshi und der Gebrauch des GamePads reichen da nicht) und insgesamt nervt mich diese momentane Super-Mario-Bros.-Überdosis etwas. Nintendo könnte da ruhig etwas mehr riskieren. Andererseits bin ich von einem Haupttitel der Mario-Reihe noch nie wirklich enttäuscht worden und so wie ich mich kenne, werde ich das Spiel im Rahmen des Wii-U-Hypes sowieso bestellen, auch wenn mir bisher die nachvollziehbaren Gründe dafür fehlen. Bis zum Release ist es ja noch etwas hin, da bleibt noch Zeit, weitere Eindrücke vom Spiel zu gewinnen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Die auf dem Event anspielbare Demo hat das noch nicht hinbekommen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post E3 Event!

Umfrage-Ergebnis: U are the winner – again!

Bereits im letzten Jahr haben wir eine Umfrage zum Gewinner der E3 online gestellt, bei der Nintendo deutlich als Sieger hervor gegangen ist. In diesem Jahr war die Messe eher weniger spannend, doch der Abstand zwischen Nintendo und Sony schrumpfte weiter. Der traditionsreiche Konzern Nintendo konnte mit seiner Wii U zwar immer noch 56% (im Vorjahr waren es noch 68%) die meisten Stimmen unserer Leser für sich gewinnen, doch vorgestellte Spiele wie The Last of Us und Beyond: Two Souls haben dafür gesorgt, dass Sony nun noch mehr im Gunst unserer Leser steht. 38% der Stimmen konnte Sony für sich gewinnen – das sind immerhin 22% mehr als im Vorjahr! Microsoft hingegen fällt ab – nur noch sechs Prozent unserer Leser finden das Konzept der US-amerikanischen Firma für zukunftsweisend. Ein stolzer Verlust von zehn Prozent seit dem Vorjahr.

Wir sind sehr gespannt, wie sich diese Verteilung 2013 und vor allem 2014 verändern wird – spätestens dann sollten auch Microsoft und Sony in die nächste Konsolengeneration vordringen. Eines ist aber vermutlich sicher: Die PlayStation-3- und Xbox-360-Nachfolger werden definitiv die Leistung der Wii U übersteigen. Für Nintendo wird es sicherlich eng, doch wenn die Menge Nintendos Konzept wie seit 2006 immer noch so positiv aufnehmen wird, kann der nächste Konsolenkrieg um die Gunst der Spieler vielleicht nicht so schwer ausfallen, wie es manche bereits erwarten. Es wird auf jeden Fall spannend bleiben!

Prime Time: Dragonball (TV-Serie, Box 1) Unboxing

Vorgestern haben wir euch bereits die inhaltlichen Stärken und Schwächen der ersten TV-Serienbox von Dragonball in einem Review vorgestellt. Fans kennen die Handlung aber sowieso in- und auswendig, weshalb sie wohl eher über die Beschaffenheit der Box informiert werden wollen. Kein Problem, denn unser Eric hat ein Unboxing-Video aufgenommen und stellt es euch eigenhändig vor.

Review: Dragonball: Box 1 (Episoden 1-28)

Wer Ende der Achtziger geboren ist, wird wohl sehr wahrscheinlich mehr als ein Jahrzehnt später auf den Anime Dragonball auf RTL2 aufmerksam geworden sein. Seit Ende April ist Anime Virtual drauf und dran, die komplette Serie endlich auf DVD zu veröffentlichen.

Wir erinnern uns noch gut daran, wie der Einsiedler Son Gokū alleine und auf sich gestellt in den Bergen ein recht anschauliches Leben führt. Jeden Tag trainiert der Junge, angelt und ist schlichtweg mit seinem Leben zufrieden. Eines Tages verschlägt es in den Sommerferien die junge Bulma in die Berge, denn sie ist auf der Suche nach den mysteriösen Dragonballs, von denen es sieben Stück geben soll. Hat jemand alle Dragonballs gefunden, darf er sich von dem daraufhin erscheinenden Drachen Shenlong einen Wunsch erfüllen lassen. Wie es der Zufall so will, ist genau jener Einsiedler im Besitz einer dieser Kugeln. Son Gokū ist zunächst davon überwältigt, in seinem Leben auf ein Mädchen und somit einen anderen Menschen zu treffen, kannte er zuvor doch nur seinen verstorbenen Großvater. Obwohl auch er die Geschichte von den Drachenkugeln faszinierend findet, möchte er sie nicht hergeben, da es für ihn das einzige Andenken an seinen Großvater ist. Er willigt jedoch ein, Bulma auf ihrer Reise zu begleiten und ihr die Kugel zu leihen. Sie verschweigt ihm jedoch, dass die Kugeln, nachdem der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, in Stein verwandelt und erst ein Jahr später wieder sichtbar werden. Da Bulma zwei Dragonballs ihr Eigen nennt, machen sich die beiden kurzerhand auf die Suche nach den restlichen Kugeln, um in ein noch viel größeres Abenteuer zu schlendern.

Illustere Charaktere

Die beiden wissen nicht, dass auch noch jemand anders auf der Suche nach den Kugeln ist. In einem entfernten Land lebt der kleine, reiche und fiese Prinz Pilaw, der von seinem Schloss aus seine zwei Lakaien auf die Suche nach den Dragonballs schickt. Somit stoßen Son Gokū und Bulma des Öfteren unweigerlich auf ihre beiden Gegenspieler Shu und Mai, die ihnen mit hinterhältigen Tricks die Drachenkugeln stehlen oder ihnen sogar vor der Nase wegschnappen wollen. Eine Konfrontation mit Prinz Pilaw ist ebenfalls unumgänglich, da dieser ebenfalls im Besitz einer der legendären Dragonballs ist. Insgesamt erstreckt sich der Zeitraum der hier vorhandenen Episoden auf die erste Suche nach den Dragonballs und auf das erste große Turnier, an dem Son Gokū teilen wird. Auf ihrer gemeinsamen Reise schließen sich Son Gokū und Bulma weitere illustre Gefährten an, beispielsweise das humanoide Schweinswesen Oolong, welches sich jederzeit, aber nur gerade einmal fünf Minuten lang, in alle möglichen Erscheinungsformen verwandeln kann. Später gesellt sich auch noch der Räuber Yamchu, der fürchterliche Angst vor Frauen hat, zu der Truppe dazu. Das sorgt an der einen oder anderen Stelle zwischen ihm und Bulma für lustige Momente. Der Humor kommt in Dragonball somit ebenfalls nicht zu kurz, doch das dürften Fans der ersten Stunde bereits wissen. Wenn Bulma von einem Monster entführt und nach ihrer Rettung erst meilenweit aus der Luft hinunterfällt, um von Son Gokū schlussendlich gerettet zu werden, muss sie aus Verzweiflung urinieren.

Der typische Dragonball-Humor

An anderen Stellen ist es dann unser Held selbst, der einfach mal so zwischendurch pinkeln muss. Sicherlich ist das der natürliche Lauf der Dinge, aber Manga-Zeichner Akira Toriyama hat es damals geschafft, die Natürlichkeit des Lebens mit Witz und Humor darzustellen. Das sehen wir dann auch am Herrn der Schildkröten, der an einigen Stellen trotzt seiner Reife und großen Kampfkraft als notgeil dargestellt wird. So passiert es auch öfters, dass sekundäre und primäre Geschlechtsmerkmale auftauchen. Erstes bei Bulmas Brüsten und bei Letzterem aber eigentlich nur bei Son Gokū, wenn er urinieren muss. Dazu müssen wir aber auch sagen, dass es sich bei dieser DVD-Veröffentlichung nur um die geschnittene Fassung handelt – genau so, wie sie vor Jahren auf RTL2 aufgestrahlt wurde. Der eine oder andere Zuschauer wird somit wohl auch die Szene beziehungsweise den wahren Witz an der Sache nicht verstehen, wenn Son Gokū Bulma im Schlaf ihr Höschen auszieht. Während er sich in der deutschen Fassung nur darüber wundert, dass sie keinen Hoden hat, erfährt man im Original oder auch im Manga später noch eine ganz besondere Szene. So verlangt Muten Roshi als Gegenleistung für seinen Dragonball, dass Bulma kurz nach der eben beschriebenen Stelle doch einmal den Rock hochziehen soll. Diese lustige Szene fehlt in der deutschen Fassung leider. Wir fragen uns, ob wir Deutschen in den Neunzigern tatsächlich so prüde wie Amerikaner waren.

Abenteuer mit Charme und Musik

Außerdem war Dragonball einer der ersten Animes hierzulande, welcher ausgestrahlt wurde. Somit ist auch die Übersetzungspolitik aus heutiger Sicht ein wenig befremdlich. Wenn wir in Dragonball Z später ständig auf japanisch klingende Kampftechniken trafen, so wurde bei den ersten Folgen von Dragonball eine richtige Eindeutschung vorgenommen. Das Kamehame Ha wird hier noch als Schockwelle der alten Ahnen bezeichnet. Das klingt kurios, da die direkte Übersetzung ganz anders lautet. Wenn man von diesen beiden Tatsachen absieht, entwickelt Dragonball auch auf Deutsch seinen ganz eigenen Charme. Die tollen Synchronsprecher wurden seinerzeit für alle Charaktere sehr gut ausgewählt und verleihen den Charakteren im Deutschen ebenfalls einen ganz besonderen Charme. Norman Matt spricht Kuririn, Heinz Baumeister Prinz Pilaw, Corinna Dorenkamp Son Gokū und der in diesem Jahr verstorbene Heinz Ostermann spricht in Dragonball Muten Roshi. Die Musik von Shunsuke Kikuchi verleiht der heiteren, lustigen und spannende Geschichte jeweils die passende Stimmung. Da ist es egal, ob unser Held gerade mit seiner Überschallwolke von Ort zu Ort reist, für das große Turnier trainiert oder gegen einen Übeltäter antritt. Die Musik passt immer zum jeweiligen Geschehen. Wer die Serie seit ihrem Beginn verfolgt, wird das schon bemerkt haben und sollte jede Melodie des Franchises auf Anhieb mitsummen können.

Dragonball nur auf Deutsch

Fans des japanischen Originals werden bei der Fassung von Anime-Virtual allerdings in die Röhre gucken, denn auf den fünf DVDs befindet sich einzig und allein die deutsche Tonspur. Das liegt zum einen daran, dass die japanische Fassung eben nicht geschnitten ist und zum anderen sind Lizenzgebühren von Animes bekanntlich teuer. Das finden wir, obwohl wir uns auch mit der deutschen Fassung sehr wohl zufrieden geben, sehr schade. Uns hätte es gefreut, wenn man dennoch etwas tiefer in die Tasche gegriffen hätte und die Lizenz für die Tonspur auf Japanisch mitsamt dem ungeschnittenen Bildmaterial ausgegeben hätte. Dann hätte man wunderbar auch die deutsche Fassung mit eingespielten Originaltonszenen zeigen können. So hätte man aber auch zugleich den Jugendschutz angleichen müssen, was die Verkaufszahlen gegebenenfalls gesenkt hätte. Wir finden, dass eine Anime-Veröffentlichung für Fans, die den Anime bereits vor zehn Jahren gesehen haben und heute sicherlich volljährig sind, nicht durch solche Lappalien stattfinden darf. Trotzdem: Wer die Serie vor Jahren im Fernsehen verfolgt hat, wird sowieso nur diese Fassung kennen und sich auf diese freuen, denn so wie die Serie auf DVD vorliegt, wurde sie schließlich damals auch ausgestrahlt. Das meinen wir sowohl im Guten, als auch im Schlechten. Ein Problem stellt nämlich auch die Bildqualität dar.

Kleinere Fehler

Wir müssen zugeben, dass die Serie in Japan bereits Mitte der Achtziger populär war und wir erst fünfzehn Jahre später in den Genuss von ihr gekommen sind, doch dies entschuldigt die Fehler einer Veröffentlichung auf DVD nicht. Einige Folgen weisen ein sichtbar schlechteres Bild auf. In einer Episode wackelt das Bild sogar dermaßen auf und ab, dass es schon fast eine Qual ist, sich die Folge überhaupt anzuschauen. Zwar möchten wir Dragonball im Original genießen, doch an der einen oder anderen Stelle einen Bildstabilisator anzuwenden, wäre sicherlich kein Fehler gewesen. Das schlechte Bild bemerken wir besonders bei den ersten vierzehn Episoden. Danach gibt es kaum noch einen Bildfehler, an dem wir uns aufhängen möchten. Das Bildformat liegt übrigens in 4:3 vor, weshalb wir auf einem Breitbildfernseher links und auch rechts mit schwarzen Balken Vorlieb nehmen müssen. So war das aber eben vor fast dreißig Jahren und ist somit nicht negativ gemeint. Negativ ist lediglich, dass die Episoden im Menü nur nummeriert, aber nicht mit ihrem Episodentitel aufgelistet wurden. Ein Episodenführer ist in der Box ebenfalls nicht enthalten, womit wieder einmal das Internet herhalten muss, wenn wir auf der Suche nach einer bestimmten Folge sind. Ein vermeidbarer Fehler wäre auch die Angabe der Laufzeit von 300 Minuten auf der Box. Das ist eindeutig falsch, denn jede Episode ist zwischen 18 und 23 Minuten lang und somit erhalten wir knapp die doppelte Laufzeitlänge. Anime Virtual sollte die Angabe bei Nachproduktionen unbedingt ändern, um Interessenten im Zuge über die Bemängelungen an der geschnittenen Fassung nicht zu vergraulen. Das hat der Anime beim besten Willen nicht verdient!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den ersten 28 Episoden der Serie): Dragonball ist und bleibt für mich einfach der beste Anime aller Zeiten. Ich nehme es gerne in Kauf, dass die Serie leider nur in der geschnittenen (deutschen) Form auf DVD vorliegt, denn ich muss leider gestehen, dass ich die ungeschnittene Fassung überhaupt nicht kenne. So wie die Serie jetzt auf den Datenträgern dieser Box vorliegt, habe ich sie vor Jahren auf RTL2 kennengelernt und genau so habe ich sie auch in Erinnerung behalten. Ich habe mich zwar darüber gewundert, dass die Kampftechnik Kamehame Ha in den ersten Episoden doch tatsächlich noch Schockwelle der alten Ahnen heißt, doch darüber sehe ich gerne hinweg. Das Abenteuer von Son Gokū beginnt noch recht harmlos, wenn man es mit seinen späteren Erlebnissen in Dragonball Z vergleicht – für mich ist das aber genau das, was ich mir von Dragonball wünsche. Eine tolle Handlung ohne diese überlangen Kämpfe, in der ein Gegner ständig stärker als der andere ist und man seine Kampfkraft mit modernen Mitteln der Technik miteinander vergleicht. Da finde ich den Humor, die vielen Geschichten und die Charaktere der ursprünglichen Serie viel besser. Ich möchte die Dragonball Box 1 jedem empfehlen, der die Serie bereits auf RTL2 gesehen hat oder sie sich noch anschauen möchte, weil er sie damals schlichtweg verpasst hat. Für mich ist das bereits im Vorfeld stattgefundene Aufregen über die geschnittene Fassung, obwohl es nicht unerwähnt bleiben darf, nicht von großer Bedeutung. Dragonball liegt hier genau so vor, wie ich es mir auch wünsche und ich es 1999 auch kennengelernt habe.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von der Dragonball Box 1 (Episoden 1-28)!

Review: The Piano Forest

Liebhaber klassischer Musik stoßen nicht selten über Stücke von Beethoven, Mozart, Bach, Chopin oder anderen Komponisten in der Medienwelt. The Piano Forest versetzt uns in die Sicht eines Grundschülers, der diese Musik spielen und lieben lernt.

Als es seiner Großmutter gesundheitlich schlecht geht und seine Mutter sich um sie kümmern muss, muss der Grundschüler Shuhei Amamiya im Sommer eine andere Schule besuchen. Als er sich seinen Klassenkameraden höflich vorstellt, teilt er ihnen mit, dass er leidenschaftlich gerne Klavier spielt. Die Raufbolde der Klasse ziehen ihn daraufhin später auf. Da kommt es ihnen wie gerufen, dass im Wald ein altes Piano steht. Sie fordern ihn zu einer Mutprobe – er soll sich in den Wald begeben und auf dem Piano spielen. Er stellt sich der Aufgabe und lernt dabei den hyperaktiven Kai Ichinose kennen, auch ein Schüler der Moriwaki-Grundschule. Es heißt zwar, dass das Piano für jeden unspielbar sein soll, doch Kai behauptet, dass er auf dem Instrument trotzdem spielen kann. Die Behauptung stellt sich als wahr heraus, als sich die beiden in den Wald begeben und sich das Piano einmal genauer anschauen. Verblassende und dumpfe Töne sind das einzige, was Shuhei aus diesem herauslocken kann. Kai jedoch, der keinerlei Ahnung von Noten und Strophen hat, kann auf magische Art und Weise problemlos auf dem Piano herumklimpern. Obwohl die beiden rein gar nichts miteinander gemeinsam haben, werden sie dennoch Freunde und teilen ihre Vorliebe für Mozart und Chopin. Sie werden aber schon bald zu Rivalen, denn ein Musikwettbewerb steht an und ihr Musiklehrer, dem das mysteriöse Piano früher gehörte, möchte Kai im Klavierspielen unterrichten

Musikalische Reise

In erster Linie möchte der Anime, basierend auf der Manga-Reihe, eine magische und fiktive Begebenheit erläutern. Dazu nutzt er die Möglichkeiten der klassischen Musik, um die Story des Films vernünftig vorantreiben zu können. Das gelingt auch überwiegend, doch wer sich mit der für den einzelnen eventuell zu abgehobenen Ausgangssituation nicht anfreunden kann, wird der Geschichte vermutlich bald überdrüssig werden. Diese ist, wenn man eben von der fantastischen Grundstruktur absieht, aber dennoch schön inszeniert. Es ist die Geschichte von zwei Jungen, die Freundschaft miteinander knüpfen, obwohl sie nichts miteinander gemein haben. Die Musik ist das entscheidende Element, was die beiden Charaktere zusammenhält – und das auch im letzten Drittel des Films, wenn es um den Musikwettbewerb gibt. Musik ist hier nicht nur etwas wunderbares für unser Gehör, sondern auch für das Gemüt von Kai und Shuhei. Der Anime möchte hier vermitteln, wie wichtig es für einen angehenden Musiker ist, seinen eigenen Stil zu finden, die Musik in sich aufzunehmen und so zu interpretieren, dass man selbst mit seinem Werk glücklich ist. Bis Kai diese Erkenntnis erlangt, wird er dabei des Öfteren von den Geistern verstorbener Musiker heimgesucht, die ihn unterstützen, ihn sogar fördern wollen. Leider denkt Kai fast bis zum Ende des Wettbewerbs das Gegenteil.

Musik verbindet

Es ist jedoch falsch The Piano Forest als Musikfilm zu bezeichnen. Sicherlich ist die Musik das ausschlaggebende Element, welches für den Zusammenhalt aller Szenen vonnöten ist – die Handlung beruft sich allerdings auf ganz andere Werte. So erfahren wir zum Beispiel, dass Shuheis Vater ein berühmter Komponist ist und er in seinem späteren Leben in dessen Fußstapfen treten möchte. Zudem ist seine Familie sehr reich, was im krassen Gegensatz zum Leben von Kai steht. Kais Mutter arbeitet, obwohl es an keiner Stelle explizit gesagt wird, vermutlich als Escort. Ihre Wohnung ist sehr klein und sie tut alles dafür, dass sie und Kai anständig leben können. Etwas von Kais Vater erfahren wir in The Piano Forest nicht. Es sind die vielen kleinen Ideen von sozialen Werten und Freundschaft, die The Piano Forest auszeichnen. Der im 16:9-Format gehaltene Film kann des Weiteren mit Sound in DTS-HD Master Audio 5.1 überzeugen, in dem die japanische, deutsche, französische und italienische Tonspur zu hören sind. Untertitel gibt es aber nur in Deutsch, Niederländisch, Französisch und Italienisch. Für die Umsetzung des Animes zeichnet sich übrigens Studio Madhouse verantwortlich. Fans des Studios wissen, dass sie bereits mit Summer Wars zwei Jahre nach der Fertigstellung von The Piano Forest einen grandiosen Anime auf die Leinwand gezaubert haben. Ähnlich fantasievoll ist auch The Piano Forest über seine ganzen 97 Minuten Laufzeit.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wenn ich von mir behaupten würde, dass ich mich mit klassischer Musik auch nur ein wenig auskenne, so müsste ich lügen. Trotzdem kenne ich prägnante Stücke von Beethoven oder Chopin, da sie oft in vielerlei Filmen und auch Serien ausgelutscht werden. In The Piano Forest wird die Musik zu einem elementaren Bestandteil der Geschichte – ohne sie ergibt die Handlung des Animes keinen Sinn. Die gute Einbindung der bekannten und auch weniger bekannten Stücke hingegen ist gelegentlich aber nur zweckmäßig, um die Szenen miteinander zu verbinden. Der Film konzentriert sich daher mehr auf seine Charaktere und weniger auf die Musik. Ein Musikfilm im klassischen Sinne ist The Piano Forest also nicht, aber dennoch dürfen hier meiner Meinung nach auch Liebhaber von klassischer Musik einen Blick riskieren. Sie müssen sich aber damit abfinden, dass die Story um Kai und Shuhei sehr fantasievoll und weniger realistisch gestaltet ist. Besonders der Teil um das mysteriöse Piano im Wald wird es in der Realität wohl kaum geben. Wer mit dieser Einschränkung oder Erweiterung (je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet) leben kann, wird in The Piano Forest einen schönen Film finden, den man sich wunderbar an einem Abend anschauen kann, an welchem man sich nach Ruhe und Erholung sehnt.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Piano Forest!

Review: 5 Centimeters per second

Als wir uns im Februar des letzten Jahres die Makoto Shinkai Collection angeschaut haben, ist uns besonders der Film 5 Centimeters per second im Gedächtnis geblieben. Dieser Anime erschien hierzulande nun erstmals separat auf Blu-ray.

5 Centimeters per second erzählt die Geschichte zweier Menschen. Aus der Sicht des jungen Takaki erfahren wir, wir er in der Grundschule Akari kennengelernt und mit ihr Freundschaft geschlossen hat. Viele Gemeinsamkeiten verbinden sie, doch dann kommt der Tag, wo Akaris Eltern mit ihr in die Präfektur Tochigi ziehen. Dementsprechend verlaufen die Leben beider Charaktere unterschiedlich. Sie besuchen andere Schulen, lernen andere Personen kennen. Mit dem Aufbau einer Brieffreundschaft halten sie ihre Freundschaft aufrecht, doch dann erfährt Takaki, dass seine Familie in die Präfektur Kagoshima ziehen möchte. So vereinbaren Takaki und Akari ein letztes Treffen, welches in Iwafune stattfinden soll. Ausgerechnet an jenem Tag zieht jedoch ein Schneesturm auf, so dass sich Takaki mehrere Stunden verspätet. Dennoch trifft er am Bahnhof auf Akari. Bei einem späteren Spaziergang gelangen die beiden an einen Kirschbaum, an dem sie sich erstmals küssen. An dieser Stelle endet das erste Kapitel, um das zweite Kapitel kurz darauf einzuleiten. Die Geschichte setzt Jahre später in Tanegashima ein. Takaki ist zu einem jungen Mann herangereift und besucht dort die Oberschule. Dort verliebt sich Kanae in ihn, doch Takaki erwidert ihre Gefühle kaum. Die einzige Möglichkeit, wie sie ihm näherkommen kann, sind die gemeinsamen Heimfahrten mit ihren Rollern. Mit der Zeit muss sie sich allerdings eingestehen, dass sich Takakis Gedanken um andere Dinge drehen.

Freundschaft und Liebe

Kanae beschließt zum Ende des zweiten Kapitels, dass ihr Leben anders verlaufen muss. Im dritten und letzten Teil des sechzig Minuten lang Films nimmt sie keine große Rolle mehr ein, denn hier rücken die Leben von Takaki und Akari wieder in den Vordergrund. Es wird deutlich, dass zwar beide noch etwas füreinander empfinden, doch das Leben beider hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Der Film endet damit, dass sie sich an einem Bahnübergang begegnen. Das Ende ist offen und so liefert der Film dem Zuschauer die Möglichkeit, den weiteren möglichen Handlungsverlauf selbst zu interpretieren. Die Vorstellung, wie die Leben von und für Akari und Takaki möglicherweise weitergehen, ist verlockend und angenehm. Es ist die große Entfernung zwischen ihnen, die besonders im zweiten Kapitel Ernsthaftigkeit im Anime aufkommen lässt. Wer selbst schon einmal eine Fernbeziehung aufbauen wollte, kennt vermutlich die Gefühle, die in Akari und Takaki aufkommen. Die Synchronsprecher, sowohl im Deutschen als auch im japanischen Original, vermitteln ihren Charakteren sehr viel Liebe und erzählen die Geschichte glaubhaft. Getrost können wir sagen, dass Takaki, Akari und Kanae zu den glaubhaftesten Charakteren gehören, die wir je in einem Anime sehen durften. Da kommt es uns nur gelegen, dass der Film an vielen Stellen trotz der bunten Farbgestaltung sehr realistisch wirkt und man auf viele kleine Details geachtet hat.

Detailreiches Meisterwerk

Makoto Shinkai hat mit seinen Mitarbeitern nämlich extra für 5 Centimeters per second das Studio verlassen und originale Schauplätze fotografiert. Schaut euch diesbezüglich unbedingt die Specials auf der Blu-ray an – ihr werdet erstaunt sein, wie groß die Ähnlichkeit zwischen den Schauplätzen und ihren Anime-Pendants sind. Zusätzlich zu diesem Photo-Movie sind auf der Blu-ray auch noch sehenswerte Interviews mit dem Regisseur und den japanischen Synchronsprechern zu finden. Interessant ist auch der Kurzfilm She and her Cat, welcher die Anfänge von Makoto Shinkai symbolisiert. Das Bonusmaterial beläuft sich insgesamt auf 82 Minuten, der Film gerade einmal auf 62 Minuten. Hier möchten wir gerne noch einmal auf das Bild eingehen, bei dem man zwar auch einige Details entfernt, doch andere bewusst und gesondert eingefangen hat. Als Beispiel möchten wir da das Blinken der Lämpchen an einem Getränkeautomat hervorheben, denn dieses lässt sich auf die Wartezeit von Takaki an einem der Bahnhöfe übertragen. Als Titelsong hat man sich für diesen Film den Song One More Time, One More Chance vom japanischen Sänger Masayoshi Yamazaki ausgesucht – einen besseren Abschluss könnte man sich für Makoto Shinkais Meisterwerk nicht wünschen. So werden wir immer an dieses Lied denken, wenn wir uns an 5 Centimeters per second, Takaki, Akari und Kanae erinnern – eine Erinnerung, die einem Wort ausgedrückt, wunderschön ist.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray- und DVD-Fassung): Ich kann mich an diesem Film gar nicht genug satt sehen, denn zum einen gehört Makoto Shinkais Meisterwerk zum besten, was ich optisch und künstlerisch gestaltet je in einem Anime gesehen habe und zum anderen sind die Charaktere mitsamt ihren einzigartigen Geschichten dermaßen glaubhaft gestaltet, dass ich tatsächlich denken könnte, dass ich reale Personen vor mir habe, die mir gerade ihre Liebesgeschichte erzählen. Doch nicht nur die Charaktere und die Handlung werden gut eingefangen, auch die farbenfrohe Vielfalt in High Definition und die wunderbar dazu eingespielte Musik sind Gründe dafür, dass 5 Centimeters per second in jede Anime-Sammlung gehört. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Emotionen, die die Charaktere mit mir teilen. Der Schwerpunkt liegt bei 5 Centimeters per second deutlich auf Entfernungen zwischen zweier Personen, was den Emotionen und Gedanken der Charaktere nur zu gute kommt. Da ich in meinem Leben schon einmal recht ähnliche Erfahrungen wie einer der Charaktere des Animes machen durfte, kann ich mich schnell und sehr gut mit der Geschichte anfreunden, die Situation auf mich wirken lassen und die Gedankengänge der Charaktere allesamt nachvollziehen, sogar mit ihnen fühlen. 5 Centimeters per second ist ein Film, der mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von 5 Centimeters per second!

Review: Puella Magi Madoka Magica Vol. 3

Von der ersten Ausgabe von Puella Magi Madoka Magica waren wir noch sichtlich begeistert, doch dann hat sich die Serie gewandelt. Die abschließenden Episoden der Serie erinnern sich an die Ursprünge und sind deutlich intelligenter gestrickt.

Madoka hat sich in den ersten acht Episoden erfolgreich gegen das Wesen Kyubey gewehrt, welches sie unbedingt zu einem Magical Girl machen wollte. Magical Girls kämpfen in der Welt von Puella Magi Madoka Magica gegen gefährliche Hexen, um die Menschen vor deren Bösartigkeit zu beschützen. Das denken sie zumindest, denn – wer die ersten acht Episoden noch nicht angeschaut hat, sollte jetzt besser nicht weiterlesen – Kyubey verlangt das nur von den Mädchen, damit sie später selbst zu Hexen werden und somit ihre Energie opfern, damit Kyubeys Volk und das Universum bestehen kann. Durch diese Auflösung geprägt, werden die Geschichten rund um Madoka, Sayaka und Homura noch undurchsichtiger. Im letzten Drittel der Handlung nimmt Homura zudem einen nicht unwichtigen Part der Storyline ein, denn sie hat Madoka mehr als nur einmal zum Magical Girl werden, leiden und sterben gesehen. Warum das so ist, verraten wir euch an dieser Stelle natürlich nicht, doch wir garantieren euch, dass besonders diese Episode zum Spannendsten gehört, was wir in der letzten Zeit in Animes gesehen haben. Am Ende der zwölfteiligen Reihe tritt dennoch das ein, was Madoka um jeden Preis verhindern wollte. Aber auch hier verraten wir euch natürlich nicht die Gründe der Entscheidung, doch in Anbetracht der Wichtigkeit ist diese unvorhersehbar clever und fatal.

Freundschaft

In Puella Magi Madoka Magica Vol. 3 wird einmal mehr die Freundschaft der Magical Girls betont, um die es sich in den abschließenden vier Episoden vor allem dreht. Homura nimmt eine unglaubliche Last auf sich, um Madokas Schicksal tagtäglich abzuwenden, Sayaka opfert sich sogar für ihre Freundin und Madoka selbst ist es, die diese Dankbarkeit am eigenen Leib erspürt und die abschließende Entscheidung der Storyline treffen muss. Am Ende der Handlung gibt es jedoch noch eine Wendung, die uns nach den Gesetzen der Logik klarmacht, dass für jede getroffene Entscheidung ein Paralleluniversum entstehen könnte, in dem nicht einmal unbedingt so vieles anders sein muss, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Was hier nach der Serie Sliders: Das Tor in eine fremde Dimension klingt, ist in Puella Magi Madoka Magica klar Fakt und unantastbar. Kyubey nimmt in den letzten vier Episoden eine tragende Rolle ein, da sein Volk wohl allen Anschein nach unsterblich beziehungsweise unbesiegbar ist. Er hält sich wie Vulkanier Spock aus Star Trek für ein logisch denkendes Wesen, behauptet dies in der Serie sogar mehrmals und versteht die unlogischen Menschen dementsprechend nicht. Jedoch gibt es auch eine Szene, die wir euch aus Spoiler-Gründen nicht verraten wollen, wo Kyubey aber mehr emotional, als vollkommen rational denkt.

Sammlerbox

Alle Episoden liegen im 16:9-Format vor. Während bei vorherigen Episoden jeweils die erste Szene mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand ausgestattet wurde, fehlt dieses Stilmittel bei der einen oder anderen Folge. So verfügt eine Folge sogar über ein ganz anderes Intro und eine andere Episode hat nicht einmal eines – stattdessen wird es einfach als Outro genutzt. Diese Spielereien gefallen uns, der Sinn dahinter ist uns allerdings nicht ganz klar. Der Ton liegt bei Puella Magi Madoka Magica Vol. 3 wieder einmal in Deutsch (Dolby Digital 5.1) und in Japanisch (Dolby Digital 2.0, inklusive deutschen Untertiteln) vor. Beide Tonfassungen sind gelungen, da beide Versionen über gut ausgesuchte Synchronsprecher verfügen. So wurden für die Rolle der Madoka im Deutschen Lydia Morgenstern und in der japanischen Originalfassung Aoi Yūki ausgewählt. Mit diesen tollen Sprechern unterhalten alle Episoden jeweils an die 25 Minuten, was einer gesamten Laufzeit von etwa einhundert Minuten verspricht. Als Bonusmaterial liegt ein Audiokommentar zu einer Folge bei, der aber eher zur Unterhaltung als zur Information dient. Enthalten sind zudem ein Textless Opening, ein deutscher Trailer, Trailer zu weiteren Universum-Fim-Animes und ein Wendecover ohne FSK-Logo. Wer alle drei Volumes der Serie besitzt, darf die beiliegenden Flyer einschicken, um einen Sammelschuber kostenfrei zu erhalten – ein netter und abschließender Service!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Puella Magi Madoka Magica hat sehr stark begonnen, dann jedoch im Mittelteil hat die Serie an Gewicht verloren. Umso erstaunlicher ist es für mich dann, dass der Anime ab der neunten Folge deutlich an Fahrt gewinnt und mir eine Handlung präsentiert, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte. Sie ergibt im gesamten Kontext Sinn und ist rückblickend auf die ersten acht Episoden irgendwie nötig. Ich vertrete zwar immer noch die Meinung, dass der Mittelteil, in dem sich die Magical Girls angefeindet haben, eher unnötig ist und auch zu einer Episode komprimiert werden könnte, doch nachdem ich alle Folgen gesehen habe, verspüre ich Lust, mir die Serie nochmals anzuschauen, um zu sehen, ob Kyubey schon in den ersten Episoden einen so durchtriebenen Eindruck gemacht hat, wie er mir zum Ende hin vorgekommen ist. Eine blinde Kaufempfehlung gibt es von mir dieses Mal zwar nicht, aber wer die ersten acht Episoden bereits kennt, darf bei Puella Magi Madoka Magica Vol. 3 blindlings zu schlagen – besonders für Sammler ist die letzte der drei DVD-Ausgaben dazu noch sehr wertvoll. Denn wer alle drei Flyer der Serie sammelt, darf sich kostenfrei einen Schuber für die DVD-Packungen bestellen. Ein feiner Schachzug seitens Universum Film, den ich so gerne in Zukunft auch bei weiteren Serien sehen möchte.

Vielen Dank an Universum Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Puella Magi Madoka Magica Vol. 3!

Review: Puella Magi Madoka Magica Vol. 2

Als wir vor einigen Wochen die erste Ausgabe von Puella Magi Madoka Magica vorgestellt haben, konnten wir ihn noch bedingungslos männlichen Zuschauern empfehlen. An der einen oder anderen Stelle kann sich das für so manch einen unserer Leser vielleicht ändern.

Zunächst erinnern uns wir jedoch an die Geschehnisse der ersten vier Episoden. Die Schülerin Madoka Kaname hatte eines Tages einen Alptraum, in welchem sie ein Mädchen gesehen hat, welches gegen ein düsteres Monstrum gekämpft hat. Am darauffolgenden Morgen wird ihr genau dieses Mädchen als ihre neue Mitschülerin Homura vorgestellt. Während dieser Vorfall nicht schon kurios genug sei, hört sie beim Besuch eines Musikladens eine seltsame Stimme. Sie trifft das um Hilfe rufende und magische Wesen Kyubey, welches in jenem Augenblick von ihrer neuen Mitschülerin Homura angegriffen wird. Nach seiner Rettung erzählt Kyubey, dass es in der Welt Magical Girls gibt, die in Parallelwelten gegen furchteinflößende Hexen kämpfen, um die Menschheit zu beschützen. Kyubey möchte Madoka zu einem Magical Girl machen, wie es auch Homura eines ist. Madokas Freundin Sayaka schließt mit Kyubey einen Pakt und wird ein Magical Girl. Als Ausgleich wird ein für Sayaka sehr wichtiger Freund von einer langwierigen Krankheit befreit. Inzwiscehn ist das neue Magical Girl Kyouko Sakura in der Stadt aufgetaucht, welches aus guten Gründen aber kaum mehr den Regeln folge leistet – Streitigkeiten zwischen ihr, Sayaka und Homura sind somit an der Tagesordnung. Der Kampf gegen die Hexen geht weiter, doch Madoka wurde immer noch zu keinem Magical Girl. Während sich die ersten vier Episoden sehr viel Zeit genommen haben, um die Charaktere zu beschreiben, nimmt dieses Tempo auch bei den nächsten vier Episoden nicht ab.

Zickenkrieg bei den Magical Girls

Während das Grundkonzept bereits zugenüge in den vorherigen Folgen erläutert wurde, wird es hier nur noch verfeinert. Die Geschichte wird hingegen immer undurchsichtiger, da das neue Magical Girl neue Aspekte mit in die Handlung einbringt und die Geheimnisse rund um Kyubey immer noch ungelöst sind oder sich sogar verdichten. Endlich scheint sich auch ein bösartige Gegenspieler der Magical Girls herauszukristallisieren. Hier wird die dritte und letzte Ausgabe von Puella Magi Madoka Magica wohl endgültig Klarheit verschaffen – oder sollte es zumindest. Denn überzeugt sind wir von dem mittleren Episoden-Paket nicht sonderlich. Die Kämpfe zwischen den Magical Girls gegen die Hexen und auch untereinander werden zwar wieder einmal spannend in Szene gesetzt, doch leider wird die Handlung mit einer sehr depressiven Stimmung vorangetrieben. Für den einen oder anderen Leser mag das vielleicht noch nicht schlecht sind, wohl aber der sich abzeichnende Zickenkrieg zwischen den Magical Girls. Wir wissen nicht, was sich die Köpfe hinter dem Anime dabei gedacht haben, doch auf Dauer können wir das sicherlich nicht vertragen. Die Lage scheint sich zum Ende der achten Episode wieder zu normalisieren, um die Geschichte zu einem gelungenen Finale fortzuführen. Das Bildformat wird dabei weiterhin in 16:9 präsentiert, wobei in der ersten Szene einer jeden Folge schwarze Balken am oberen und unteren Bildschirmrand kurzzeitig stören könnten.

Empfehlenswerte Fortsetzung der Reihe

Für die deutsche Synchronisation hat man sich wieder einmal auf die bekannten Stimmen von Lydia Morgenstern, Kaya Möller oder Rubina Kuraoka verlassen. Alle Synchronsprecher tragen zur Stimmung in der deutschen Fassung bei und passen absolut zu ihren Rollen. Die deutsche (in Dolby Digital 5.1) und die japanische (in Dolby Digital 2.0) Tonspur machen auch hier einen hörbar guten Eindruck. Da jede Episode jeweils eine Lauflänge von mehr als 23 Minuten hat, kommt die zweite Vol. ebenfalls auf eine ungefähre Gesamtlaufzeit von einhundert Minuten. Zu einer Episode liegt zudem als Bonusmaterial auch hier wieder ein Audiokommentar bei, der aber nicht wirklich über den Anime informieren möchte. Viel mehr tragen die japanischen Sprecher zur Unterhaltung bei. Das wirkt hierzulande befremdlich, ist in Japan aber schon seit längerer Zeit Gang und Gäbe. Der Audiokommentar und selbstverständlich auch die Episoden sind mit optionalen Untertiteln ausgestattet. Falls ihr den japanischen Opening-Song inklusive dem Intro genießen wollt, dürft ihr euch wie bei Vol. 1 ein Textless Opening ansehen. Sammler freuen sich darüber, dass auf der Rückseite des Inlays ein Wendecover enthalten ist, auf dem sich kein nerviges FSK-Logo befindet. Sieht man von der depressiven Stimmung und dem lahmen Zickenkrieg zwischen den Magical Girls ab, kann auch die zweite Ausgabe von Puella Magi Madoka Magica überzeugen – wir hoffen bei Vol. 3 allerdings auf Besserung.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Wer von euch mein Review zur ersten Ausgabe von Puella Magi Madoka Magica gelesen hat, wird sehr wohl wissen, dass ich den Anime sehr interessant und auch spannend fand. Die hier vorliegenden vier Episoden haben mir diese Spannung allerdings genommen, denn die aufkommende depressive Stimmung und die ständigen Rangeleien der Magical Girls gefallen mir als männlichen Zuschauer jedenfalls nicht. Außerdem kann ich mir echt nicht vorstellen, wer auf diese Idee gekommen ist. Der eine oder andere Streit zwischen den Charakteren würde ich mir durchaus gefallen lassen, aber in Puella Magi Madoka Magica fauchen sich die Magical Girls auf einmal ständig an. Ich hoffe sehr, dass sich das bei den letzten vier Episoden wieder ändern wird. Deshalb möchte ich auch hier nur bedingt meine Kaufempfehlung aussprechen, da ich beim besten Willen immer noch nicht weiß, wie der Anime zu Ende gehen wird und womit man hier noch rechnen kann. Wer auf meine Meinung wert legt, sollte also noch kurzzeitig mit dem Kauf warten und auf mein in Kürze erscheinendes Review zur dritten Vol. warten, um sicherzustellen, dass sich die Anschaffung auch lohnen wird. Wer aber mit einer teilweisen depressiven Stimmung und auch mit den angesprochenen Rangeleien leben kann, darf natürlich sofort zuschlagen.

Vielen Dank an Universum Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Gewinnspiel (12. – 20. Juni 2012)

Die Europa-Fußballmeisterschaft hat gerade erst begonnen und da kommt es auch nicht selten vor, dass der eine oder andere Fußball-Fan sich abseits der Übertragungen auch mal die eine oder andere Runde Fifa 12 auf allen möglichen Plattformen gönnt. Falls ihr nicht zu den begeisterten Fifa-12-Spielern gehört, aber unbedingt auch einmal virtuell über den Fußballplatz stürmen wollt, dann habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu! In Zusammenarbeit mit Publisher Electronic Arts verlosen wir einmal Fifa 12 mitsamt Erweiterungspaket für den PC – passend zur Fußball-Euromeisterschaft.

Insgesamt habt ihr fünf unterschiedliche und voneinander völlig unabhängige Möglichkeiten, um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können. Um eure Gewinnchancen zu steigern, dürft ihr alle Möglichkeiten voll ausschöpfen. Es ist euch lediglich die mehrfache Teilnahme an einer gegebenen Option untersagt. Wie folgt könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen:

1. Ihr werdet Fan von unserer Facebook-Präsenz, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 12.06.2012 und verfasst eine kurze Antwort unter dem genannten Beitrag, in welchem ihr tippt, wer in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft gewinnen wird.

2. Ihr folgt uns auf Twitter und tippt in eurer Antwort unter dem Gewinnspielbeitrag vom 12.06.2012, wer in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft gewinnen wird.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 12.06.2012 und verfasst unter dem genanten Beitrag einen Tipp, wer in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft gewinnen wird.

4. Ihr registriert euch im NextGen-Forum, erreicht bis zum 30.06.2012 eine Mindestanzahl von zehn Posts und tippt in unserem Gewinnspiel-Thread, wer in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft gewinnen wird.

5. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort mit dem Tipp, wer in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft gewinnen wird. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Electronic Arts sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, die den richtigen Tipp abgegeben haben. Sollte niemand einen richtigen Tipp abgeben, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf der Europameisterschaft am ersten Juli 2012 informiert. Der angeschriebene Gewinner hat anschließend 48 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich nicht von uns auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+ und im NextGen-Forum erwähnt. Sie dürfen sich aber sehr gerne selbst dort als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 20. Juni 2012, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Umfrage: Schlachtfeld E3 2012

Nachdem die letzten beiden Electronic Entertainment Expos uns 2010 und 2011 in sehr positiver Erinnerung geblieben sind, war es in diesem Jahr sichtlich uninteressanter. Nintendo hat zwar weitere Einzelheiten zur Wii U veröffentlicht, doch die wahren Knüller aus dem eigenen Hause blieben in diesem Jahr leider aus. Bei Microsoft und Sony sah es komischerweise nicht besser aus. Microsoft punktete mit Halo 4 und Fora Horizon, doch mit dem Entertainment-Angebot und der Vorstellung von SmartGlass sprach man eben wieder einmal nicht die breite Masse an. Bei Sony standen wiederum fast einzig und allein die Spiele im Vorderung, etwa God of War: Ascension und The Last of Us. Überraschend war einzig und allein die Vorstellung des Wonderbooks – eine Peripherie, die anscheinend aber nur eine sehr spezielle Zielgruppe ansprechen wird.

Wir können und wollen uns nicht so recht entscheiden, wer die diesjährige E3 für sich entschieden hat, da Überraschungen und Neuheiten sich in Grenzen gehalten haben. Die Entscheidung überlassen wir stattdessen euch. Welcher der drei Konsolenherstellern hat die E3 2012 für sich entschieden? Teilt uns eure Meinung auch gerne im NextGen-Forum mit.

Special: Nintendo auf der E3 2012

Obwohl sich die Neuankündigungen des japanischen Traditionsunternehmen in diesem Jahr doch eher in Grenzen gehalten haben, hat Nintendo trotzdem mehrere Shows und Events ausgerichtet, in denen die wenigen Eigenproduktionen vorgestellt werden sollten.

Obwohl Nintendo die letzte der großen Pressekonferenzen ausgerichtet hat, hat das Kyōter Unternehmen mit der Präsentation der neuen Hardware Wii U bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag begonnen. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte der Konsolenhersteller eine neue Ausgabe von Nintendo Direct. In diesem Format werden von Satoru Iwata und auch von anderen wichtigen Personen des Unternehmens zum einen neue Spiele vorgestellt, bis dato unbekannte Features erläutert und, wie in diesem Falle, Informationen über eine neue Konsole preisgegeben. Live aus Kyōto stellte er um punkt 0 Uhr europäischer Uhrzeit die Wii U den Zuschauern vor, doch zunächst geht er auf die Technologien unserer Zeit ein. Obwohl diese unseren Lebensstandard verbessern und gewisse Vorgänge vereinfacht werden, gehen sie oft leider in die Richtung, dass Familien sich untereinander möglicherweise entfremden. Hinter seiner Vision, die Nintendo spätestens seit der Veröffentlichung des Nintendo DS verfolgt, hat sich dies von Seiten Nintendo aus stark geändert. Mit einigen Hinweisen auf den späteren Teil der Präsentation stellte er nun das Wii U GamePad vor. Man hat sich für diesen Namen entschieden, da der Begriff Gamepad von Spielern erfunden wurde, als Controller wie der Nintendo-Entertainment-System-Controller die Videospielwelt revolutionierten.

Positive Veränderungen

Eigentlich sollte das Wii U GamePad, ähnlich wie der Nintendo 3DS, zwei Schiebepads als Bewegungskontrolleinheiten erhalten. Nach der negativen Kritik seitens einiger Spieler habe man sich wohl dafür entschieden, statt zweier Schiebepads zwei richtige Sticks einzubauen, die sich nun ähnlich wie bei der Xbox 360 und der PlayStation 3 auch hineindrücken lassen, um noch mehr Steuerungsmöglichkeiten anzubieten. Die Position des Steuerkreuzes und der Aktionstasten hat sich mittlerweile ebenfalls geändert. Diese befinden sich nun noch näher in der Mitte des Geräts, um einen angenehmeren Griff zu garantieren. Außerdem befindet sich nun ein NFC Reader / Writer auf dem Wii U GamePad. Darauf sollen sich später wohl separat erhältliche Figuren oder Karten dauerhaft positionieren lassen, um darauf gespeicherte Daten abzulesen. Da Activision mit Skylanders: Spyro’s Adventure im letzten Jahr mit einem recht ähnlichen System große Erfolge verbuchen konnte, gehen wir davon aus, dass Nintendo durch den Einbau des NFC Reader / Writer ebenfalls bei den Kunden Interesse wecken wird. Die Konsole an sich soll übrigens mittels der lange bekannten Wii-Fernbedienungen eingeschaltet werden, doch das Wii U GamePad lässt sich auch ohne Konsole nutzen. Laut Iwata wird die Steuerungseinheit so zu einer unabhängigen TV-Infrarot-Fernbedienung.

Drahtloses Vergnügen

Während der Nintendo 3DS und auch der Nintendo DS schon lange über zwei Bildschirme verfügen, fehle dieser Aspekt bei den stationären Konsolen. Durch den Touchscreen des Wii U GamePads bricht Nintendo in diese Richtung vor oder eher gesagt voraus – wir gehen sehr davon aus, dass dieses Konzept auch bei den künftigen Konsolenablegern von Microsoft und Sony Anklang finden wird. Bleibt nur zu hoffen, dass der Wii U das Schicksal erspart bleiben wird, welches einst die Sega Dreamcast ertragen musste. Bereits auf Segas betagter Konsole war es möglich, ohne die Konsole ein paar weniger gut animierte Minispiele zu zocken, doch bei der Wii U wird es bei einigen Titeln möglich sein, Spiele auf das GamePad zu streamen und gemütlich vom Esstisch aus weiter zu zocken, wenn ein anderes Familienmitglied ein wichtiges Fernsehereignis verfolgen möchte. Wir hoffen sehr, dass nicht wenige Spiele dieses Feature unterstützen werden. Auch die eine oder andere Applikation würde sich so sehr gut machen, beispielsweise das angekündigte Miiverse, auf welches wir später genauer eingehen werden. Um Hardcore-Spielern noch einen weiteren Kaufgrund für die neue Konsole zu offerieren, stellte Iwata zudem noch den Wii U Pro Controller vor. Dieser bietet alle Knöpfe des bereits bekannten Classic Controllers, wird aber vollkommen drahtlos bedienbar und so auch aufladbar sein – zumindest lässt der USB-Anschluss darauf schließen.

Gemeinsam alleine

Die Position der Knöpfe hat einige wenige Spieler bereits fluchen lassen, doch hier sind wir optimistisch. Wenn der Controller gut in der Hand liegt, dürfen uns die Positionen der beiden Sticks egal sein. Wie Iwata richtig erkennt, fragen sich sicherlich einige von euch, ob die Wii U jetzt eine Weiterentwicklung der Vorgängerkonsole oder etwas völlig neues sei. Er ist der Meinung, dass die Wii U eine Mischung aus beidem ist. Damit liegt er unserer Meinung auch gar nicht so falsch, denn zum einen wird die Wii U die bisherige Wii-Software und auch die dazu gehörige Peripherie unterstützen und zum anderen wird die Konsole durch das eben angesprochene Miiverse zu einer völlig neuen Erfahrung für Nintendo-Jünger. Das Miiverse ist eine Art Social Network, welches über die Wii U, den Nintendo 3DS und anderen mobilen Geräten abgerufen werden kann. Versagen wir an einer Stelle eines bestimmten Spiels, dürfen wir einen Post in diesem Netzwerk veröffentlichen – alle unsere eingetragenen Freunde sehen diese Nachricht und können uns umgehend kontaktieren und uns Hinweise zum bestehenden Problem geben. Eine nette Idee, die sich so voll und ganz auf die Zielgruppe konzentriert, die sich auch für Videospiele, insbesondere der Wii U, konzentriert. Nachrichten dürfen übrigens entweder getippt oder gezeichnet werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Konsolen. Einsam werden wir uns so sicherlich nicht mehr fühlen, wenn wir alleine spielen wollen.

Doku-so

Miiverse soll übrigens auch direkt in das eine oder andere Spiel integriert werden. Nintendo arbeitet aber noch daran, dass man spoilerfrei spielen kann, weshalb diese Funktion wohl zum Launch der Konsole noch in kaum einem Spiel vorhanden sein dürfte. Iwata teilt uns außerdem mit, dass das Nintendo Network weiter ausgebaut werden wird und sich die Konsolen des Konzerns in Zukunft auch besser miteinander verbinden lassen sollen. Dieses System ist zwar in Anbetracht der PlayStation 3, PlayStation Portable und PlayStation Vita zwar keine Innovation und sicherlich nicht einzigartig, aber der eingeschlagene Weg ist (wie bei Sony) sehr wohl richtig. Eines ist die Wii U dann aber schon – einzigartig. Als Iwata die angesprochene Ausgabe von Nintendo Direct begonnen hat, hat er sich auf einen hintergründigen Aushang im Aufnahmeraum der Firmenzentrale in Kyōto konzentriert, welches die Zeichen für Doku-so zeigt. Dies bedeutet, dass man etwas einzigartiges schaffen möchte. Wir sind uns genau wie Nintendos Präsident sicher, dass die Wii U etwas einzigartiges geworden ist und sie es auch noch immer sein wird, wenn die Konsole Ende des Jahres endlich erscheinen wird. Auf der Pressekonferenz in Los Angeles hat man sich weniger auf die Hardware der Wii U konzentriert. Viel mehr standen die Spiele im Vordergrund, die auf Nintendos nächster Konsole erscheinen werden. Leider ist es aber so gekommen, dass Nintendo nur ein paar wenige hauseigene Spiele vorstellte.

Pikmin überfallen das Publikum

Die siebzigminütige Präsentation wurde von einem lustigen Video eingeleitet. In Miyamotos Umkleideraum haben sich die Pikmin eingenistet. Als die Entwicklerlegende endlich dazu aufgerufen wird, die Bühne zu betreten, wird das Video beendet und Shigeru Miyamoto betritt tatsächlich die Bühne. Nach ein paar wenigen Späßchen, in dem die Pikmin auf den Schultern und Köpfen der anwesenden Redakteure im Publikum eingeblendet wurden. Direkt wird die Spannung gelegt und die Show aufgelockert, damit die Präsentation zu Pikmin 3, welches seit 2008 angekündigt ist, stattfinden kann. Berauschend sieht es übrigens in Anbetracht der HD-Konsole allerdings nicht aus. Wir hoffen sehr, dass sich hier noch ein wenig in Richtung fotorealistisches Gameplay tun wird, da sich das bei der natürlichen Umgebung von Pikmin 3 einfach anbieten würde. In Pikmin 3 wird es übrigens neue Pikmin-Arten geben, wie etwa die Rock Pikmin. Mit diesen lassen sich dann harte Objekte wie Glasscheiben zerstören. Zudem werden sie wohl auch Brücken bauen können und müssen unter Zeitdruck auch die eine oder andere Challenge absolvieren. Mit einer Trillerpfeife wird schließlich ganz im Zeichen von Pikmin 3 Reggie Fils-Aime auf die Bühne gerufen, der sich dann wie ein violetter Pikmin fühle. Ein wenig Spaß muss sein, doch dann geht es mit Reggie gewohnt souverän weiter.

Entwicklung zur Multimediakonsole

So gab er bekannt, dass die Online-Angebot von Netflix, Youtube oder auch Amazon Video auf der Wii U erhältlich sein werden. Im Gegensatz zur Wii, scheint sich die Wii U zu einer Multimediakonsole zu entwickeln, wenn wohl auch nicht ganz so krass wie es bei der Xbox 360 und gegebenenfalls auch bei der PlayStation 3 der Fall sein dürfte. Im gleichen Atemzug gibt er bekannt, dass Nintendo so viele Angebote in petto hätte, die man in einer Woche nicht alle vorstellen könne – wir dürfen uns also auf viele tolle Ankündigen in den nächsten Tagen, Wochen und auch Monaten freuen. In Anbetracht der regelmäßigen Ausgaben von Nintendo Direct hat man dazu auch direkt die richtige Plattform im Angebot. Wichtig ist auch, dass eine Wii U zwei Wii U GamePads unterstützten wird. Das ist insofern schade, dass es wohl Titel wie The Legend of Zelda: Four Swords Adventures in der alt bekannten Form mit GamePads nicht geben wird. Wii-Fernbedienungen werden aber sehr wohl bis zu einer Anzahl von vier Stück unterstützt werden. Als nächstes stellte Fils-Aime noch ein wenig das Miiverse vor, das Iwata zwei Tage zuvor bereits in der n Ausgabe von Nintendo Direct vom vierten Juni ebenfalls vorgestellt hatte. Die Überleitung des Nintendo-exklusiven Social Network nutzt er, um den weltweit ersten Trailer zu New Super Mario Bros. U einzuspielen. Wohlgemerkt zu einem Titel, der bereits letztes Jahr halbwegs angekündigt wurde.

Bühne frei für die Dritthersteller

Als nächstes ging es mit Drittherstellerspielen weiter. Zunächst trat Martin Tremblay auf die Bühne, seines Zeichens Präsident von Warner Bros. Interactive Entertainment. Er ist auf den Launch der Wii U bereits sehr aufgeregt und möchte die Konsole direkt mit einem bekannten Spiel unterstützen und zwar mit Batman: Arkham City in der Armored Edition. Über das Wii U GamePad soll es in Arkham City nun möglich sein, gewisse Stellen einzuscannen. Wir sind uns nicht sicher, ob das einen Kauf für Besitzer des Spiels rechtfertigt. Das Item-Wechseln ist aber sehr wohl eine Überlegung wert, da dies direkt über den Touchscreen stattfinden wird. Tremblay stellte nach dem dunklen Ritter auch ein weiteres, unter Nintendo-Fans sehr wohl bekanntes Franchise, für die nächste Nintendo-Konsole vor. Mit Scribblenauts Unlimited wird es wieder mal möglich ein, Spielinhalte über die Texteingabe zu erstellen, dazu auch noch zu kombinieren und mit Freunden zu teilen. Wir freuen uns auf die Rückkehr des sehr innovativen Konzepts, welches auf dem DS bereits großen Anklang unter den Spielen fand. Als nächstes tritt Fils-Aime wieder auf die Bühne, um einen Trailer zu anderen kommenden Wii-U-Titeln einspielen zu lassen. Darksiders II, Mass Effect 3, Tank! Tank! Tank!, Tekken Tag Tournament 2, Trine 2: Director’s Cut, Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge und auch Aliens Colonial Marines sind nur einige der Titel, die auf der Wii U erscheinen werden.

Fest für die Casual Gamer

Nach diesem Trailer besinnte sich Fils-Aime an alte Tage, wo er das Wii Balance Board der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Mittlerweile haben sich Wii Fit und der Nachfolger Wii Fit Plus millionenfach verkauft. Somit wundert es uns nicht, dass man die Casual Gamer auch auf der Wii U sportlich halten möchte – ein Trailer zu Wii Fit U ist die logische Konsequenz. Mit neuen Ideen, die Fans sicherlich wieder zufrieden stellen werden, wird es inklusive Off TV Play demnächst weitergehen. Unter dem Arbeitstitel SiNG wird Nintendo außerdem endlich versuchen, auf Sonys SingStar zu antworten. Wir sind gespannt, ob das gelingen wird. Um die Nintendo-3DS-Besitzer zufrieden zu stellen, wurde Scott Moffitt für einen kurzen Moment auf die Bühne gerufen. Zunächst machte er auf seine eigene Show aufmerksam, die zwei Tage später online live ausgestrahlt wurde, in dem alle Nintendo-3DS-Titel vorgestellt werden. Um einen kurzen Vorgeschmack zu liefern, stellte er Titel wie New Super Mario Bros. 2, Paper Mario: Sticker Star und Luigi’s Mansion: Dark Moon (einstmals Luigi’s Mansion 2) bereits jetzt kurz vor. Einzelheiten verraten wir euch natürlich später. Abschließend wurde noch ein kurzer Trailer eingespielt, in dem der eine oder andere 3DS-Titel bereits jetzt kurz vorgestellt werden sollte. Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate, Disney Micky Epic: Power of Illusion, Scribblenauts Unlimited und Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance sind nur einige der Titel, die später vorgestellt werden sollten und auf die wir noch eingehen werden.

Namenswechsel

Bereits im letzten Jahr hat Fils-Aime versprochen, dass Lego City: Undercover auf der Wii U erscheinen wird. Jetzt machte er sein Versprechen war und lässt einen Trailer einspielen und zeigt das Klötzchenspiel der Öffentlichkeit. Die vielen witzigen Ideen machen bereits jetzt einen sehr positiven Eindruck. Wir sind gespannt, welches Konzept hinter den witzigen Ideen steckt und was uns alles erwarten wird. Er beruft sich zudem darauf, dass eine einzigartige Umsetzung für den 3DS in Arbeit ist. Nun war es für den französischen Videospielhersteller Ubisoft soweit, Präsenz auf Nintendos Pressekonferenz zu zeigen. Yves Guillemot betrat die Bühne und machte auf das hauseigene Programm aufmerksam. Mit französischem Akzent schwärmte er zunächst von der Wii U. Es beginnt mit der Wii-U-Version von Just Dance 4 – danach ging es weiter mit ZombiU, welches viele von euch sicherlich noch als Killer Freaks from Outer Space kennen. Auf den Namenswechsel wurde darauf aber nur bei der Ubisoft-Pressekonferenz eingegangen. Interessanter ist dabei wohl, dass Fils-Aime mit der Kamera des GamePads umhergespielt hat. Ein weiterer Trailer zu Assassin’s Creed III, Rabbids Land, Your Shape: Fitness Evolved 2013, Rayman Legends und Sports Connection, The Avengers: Battle for Earth wurde eingespielt, um den Ubisoft-Auftritt zu beenden. Danach trat Fils-Aime wieder auf die Bühne, um einen neuen Nintendo-Titel vorzustellen.

Auf in den Freizeitpark

In einer farbenfrohen Bühnenpräsentation stellte Fils-Aime Nintendo Land vor – ein virtueller Freizeitpark für das eigene Wohnzimmer. Dazu tritt Katsuya Eguchi auf die Bühne, um die neue Minispielsammlung vorzustellen. Zwölf Attraktionen aus allen möglichen Franchises von Nintendo werden in Nintendo Land verarbeitet sein, beispielsweise Luigi’s Mansion, The Legend of Zelda, Donkey Kong und Animal Crossing. Das klingt in erster Line spannend, die vorgestellten Minispielchen wirken beim Zusehen allerdings noch nicht wirklich spannend. Hier wird es wohl ähnlich wie bei Wii Play sein, dass man die Titel selbst anspielen muss, um die Faszination dahinter zu verstehen. Wir freuen uns selbstverständlich schon sehr darauf, dass zugleich bekannte und frische Spielprinzip auszuprobieren. Mit einem Trailer und einem weiteren Auftritt von Fils-Aime, in dem er noch bestätigt, dass Nintendo Land ein Launch-Titel der Wii U sein wird, wenn diese Ende des Jahres erscheinen wird. Wer jetzt denkt, dass es zum Abschluss noch einmal richtig spannend wurde, der hat leider falsch gedacht. Wir haben tatsächlich noch auf einen Trailer zu einem kommenden The Legend of Zelda gehofft, doch stattdessen wird einfach nur noch ein Feuerwerk aus Nintendo Land eingespielt. Das ist für uns sehr schade, denn so hat Nintendo zwar die Nase etwas vor den anderen Herstellern, doch ein Alleinstellungsmerkmal fehlt.

Gruselspaß

Gespannter waren wir deshalb auch auf die Präsentation der 3DS-Titel. Überraschend treffen wir hier auf Reggie Fils-Aime wieder, der jedoch das Zepter direkt an Scott Moffitt weiter gibt, den wir ja noch von der Wii-U-Präsentation kennen. Nach ein paar Späßchen heißt er uns alle herzlich willkommen und beginnt mit der Vorstellung neuer Informationen und Titel. Zu erst wird ein Trailer zu Castlevania: Lords of Shadows – Mirror of Fate eingespielt. Etwas, das wir schon seit dem Konami-Event vermutet hatten. Immerhin wissen wir jetzt, dass der Titel im Herbst diesen Jahres erscheinen wird. Dave Cox, Produzent bei Konami, betrat die Bühne und erzählt uns etwas über den Helden Trevor Belmont und auch die Spielwelt, welche zwar dreidimensional aussieht, aber wohl auf zweidimensionalen Bahnen ablaufen wird. Das wird dem Spiel aber sichtlich nicht wehtun, da die DS-Spiele der Reihe ebenfalls ähnlich aufgebaut waren. Zudem verspricht Cox, dass Draculas Schloss einmal mehr riesig ausfallen wird. Nun trat Moffitt wieder auf die Bühne, um Luigi’s Mansion: Dark Moon vorzustellen. Das Spiel verspricht wie der zehn Jahre alte Gamecube-Erstling eine spannende Geisterjagd. Interessant ist allerdings, dass der Titel Ende des Jahres nicht nur über den Einzelhandel, sondern auch über den eShop des Nintendo 3DS angeboten werden wird. Wir sind uns noch nicht sicher, ob das gut gehen wird, zumal die Datenmenge komprimiert werden müsse.

Stickersammlerei

Als nächstes begrüßte Moffitt Entwicklerlegende Warren Spector und seinen Kollegen Peter Ong. Disney Micky Epic: Power of Illusion wird der neue 3DS-Teil aus dem Hause Disney und somit einer der Nachfolger zum Wii-Geheimtipp Disney Micky Epic. Ong erinnert sich daran, dass er jeden Tag Castle of Illusion gespielt habe. Jener Titel hat ihn für den 3DS-Titel inspiriert. Kurz darauf wurde auch der erste Trailer des Spiels enthüllt. Die Grafik des Titels erinnert uns einmal mehr an die gute alte Super-Nintendo-Zeit und die verarbeiteten Elemente scheinen sich ebenso gut in das Spiel einzubinden. Wir freuen uns auf den Titel, wenn er am 18. November des Jahres, zumindest in den Vereinigten Staaten, erscheinen wird. Genauso bunt wird auch Nintendos Werk Paper Mario: Sticker Star, den ersten Teil der Reihe, der auf einem Handheld erscheinen wird. Nate Bihldorff präsentierte uns das Spiel sichtlich erfreut. Die Spielwelt ist endlich wieder im klassischen Pilz-Königreich angesiedelt und die passende Musik trällert dabei zum Geschehen. Die neuen Sticker versprechen neue Abwechslung. Zugleich hoffen wir aber, dass dadurch die bekannten Orden nicht wegfallen. So oder so – Paper Mario: Sticker Star wird mit großer Sicherheit eines der Must-Haves für Nintendos Handheld, auch wenn das bekannte Erfahrungssystem in gewisser Weise umgeworfen wird. Wir können den Release des Titels kaum mehr erwarten, doch auch hier müssen wir bis zum Ende des Jahres gedulden.

3DS-Massenansturm

Als nächstes besinnt man sich wieder auf Disney, denn in Zusammenarbeit mit Square Enix steht hier auch schon der nächste potentielle 3DS-Hit an. In Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance werden ab dem 31.07.2012, zumindest in den USA, Fans die bekannte Fantasy-Welt des Titels erneut unsicher machen. Moffitt verspricht übrigens, dass schon bald eine Demo im eShop des 3DS erhältlich sein wird, allerdings ohne einen konkreten Termin zu nennen. Genauso bunt geht es mit einem Trailer zur 3DS-Version von Scribblenauts Unlimited weiter, welches wohl von der StreetPass-Funktion profitieren könnte. In einem Trailer werden nun weitere Titel vorgestellt, die in nächster Zeit auf dem Handheld erscheinen werden. Darunter fallen Lego Batman 2: DC Super Heroes, Transformers Prime: The Game, Rabbids Rumble und Heroes of Ruin, wobei der letzte Titel bereits in der nächsten Woche in Europa erscheinen wird. Hier hoffen wir sehr, dass wir euch so bald als möglich ein umfassendes Review bieten können. Nach dieser Reihe an Ankündigungen, besinnt sich Moffitt an eine der wichtigsten Serien des Unternehmens. Die Rede ist selbstverständlich von Pokémon, die erstmals mit Pokémon: Schwarze Edition 2 und Pokémon: Weiße Edition 2 einen direkten Nachfolger erhalten werden. Obwohl sie für den Nintendo DS entwickelt werden, werden sie zudem auch das eine oder andere 3DS-Feature bieten.

Zukünftige Verkäufe

Als nächstes listete Moffitt wieder ein paar Zahlen auf, insbesondere wie der 3DS mit seinen Online-Angeboten genutzt wird. Threediots, eine Art Comedy- und Slapstick-Serie kommt für den 3DS und soll ab sofort über Nintendo Video verfügbar sein. Der Ersteindruck war nicht schlecht und wir sind gespannt, wie sich die Serie auf Nintendos kleinem Handheld schlagen wird, doch zurück zu den Pokémon. Mit Pokémon: Dream Radar und Pokédex 3D Pro werden in diesem Herbst zwei neue Programme im eShop erscheinen. Mit dem Dream Radar soll es möglich sein, spezielle Pokémon auf die Cartridges von den neuen Pokémon-Editionen zu übertragen. Demos zu Spielen sollen in den eShop wandern, darunter auch zu Lego Batman 2: DC Heroes, welches ab sofort erhältlich sein wird. Das Verkaufsangebot, welches wohl auch bei Luigi’s Mansion: Dark Moon zum Einsatz kommen soll, wird ebenfalls beim kommenden New Super Mario Bros. 2 genutzt werden. So wird der Titel zum einen regulär im Handel erscheinen und zum anderen ebenfalls direkt als Download vertrieben werden. Es soll auch möglich sei, bei bestimmten Händlern einen Downloadcode zu beziehen. Immerhin überlässt es Nintendo immer noch den Kunden, wie er ein Spiel erwerben möchte – ohne Exklusivangebote! Nun liegt es wieder an Bihldorff, uns in den neuen Ableger einzuführen, in dem sich übrigens alles um Goldmünzen drehen wird.

K(l)eine Überraschungen

Gezeigt wird uns das erste Level der zweiten Welt. Bisher sieht noch alles ganz normal aus – so wie wir die Super-Mario-Spiele eben kennen. Nun gibt es jedoch eine goldene Feuerblume, die wir aus einem Block befreien können und mit der wir alle Blöcke und Gegner in Münzen verwandeln und selbstverständlich einsammeln dürfen. Wir fragen uns, wie sich das auf das restliche Spielprinzip auswirken wird. Da sind wir noch ein wenig skeptisch. Außerdem wird es nun auch auf dem Handheld möglich sein, gleichzeitig und zu zweit durch die Spielwelt zu hüpfen – ganz im Zeichen des großen Vorbilds auf der Wii. Nun tritt Moffitt wieder auf die Bühne und gibt zudem noch den Release-Termin bekannt. Ab dem 19.08.2012 werden alle Spieler in den USA auf die Münzjagd gehen können. Obwohl Moffitt auch hier beschwichtigt, dass noch viele weitere Titel in Arbeit sind, endet ebenfalls die Pressekonferenz bezüglich der 3DS-Titel nicht überraschend. Alle vorgestellten Titel haben Potential, gar keine Frage, doch wir fragen uns tatsächlich, ob Nintendo in diesem Jahr nicht eher zum Stillstand aufruft, als wirklich neue Titel anzukündigen. Im nächsten Jahr muss uns der japanische Konzern ein Feuerwerk an neuen Spielen präsentieren, dann sieht die Zukunft der Wii U und auch des 3DS rosig aus – und genau so soll es für einen jeden Nintendo-Fan auch sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den beiden Pressekonferenzen und der Nintendo-Direct-Ausgabe vom vierten Juni 2012): In jedem Jahr freue ich mich insbesondere auf die Show von Nintendo. Schaut man sich die Pressekonferenz vom letzten und vom vorletzten Jahr an, fällt deutlich auf, dass die diesjährige Präsentation eher zweckmäßig war, um Redakteuren und Fans Präsenz zu zeigen. Bis auf Nintendo Land und neue Informationen zur Wii U gab es für mich keinerlei spektakuläre Ankündigungen, von denen ich zuvor noch nichts wusste. Ich bin zwar froh darüber, dass Nintendo mit Miiverse endlich den richtigen Online-Weg geht, doch mir haben einfach die Ankündigungen von neuen Titeln gefehlt. Es bringt mir nichts zu wissen, was ich mit der Konsole alles machen kann, wenn mir die für eine Konsole wichtigen Spiele fehlen. Nintendo hat es versäumt, Blockbuster wie The Legend of Zelda, Metroid, F-Zero oder Donkey Kong anzukündigen. Ich hoffe sehr, dass sie das über die nächsten Nintendo-Direct-Ausgaben nachholen werden, um den Start der Wii U ordentlich vorzubereiten. 2013 erwarte ich aber, dass Nintendo wieder stärker vertreten sein wird und einen hauseigenen und unaufhaltsamen Spielenachschub für die Wii U vorstellen wird. Sehr gerne in einer spektakuläreren Show, denn diese war für mich in diesem Jahr ungewohnt trocken.

Special: Konami auf der E3 2012

In diesem Jahr möchten wir euch zu jeder Pressekonferenz der Electronic Entertainment Expo ein kleines Special anbieten. Den Anfang machte Konami bereits am ersten Juni, obwohl der Konzern nicht mit einer konventionellen Show auf sich aufmerksam machen wollte.

In einer futuristisch wirkenden und computeranimierten Stadt beginnt die Ankündigungsreihe des japanischen Unternehmens. Mit Lichtstrahlen erscheint Tomoyuki Tsuboi, Präsident der US-amerikanischen Niederlassung und begrüßt die Zuschauer. Er behauptet, dass Konami für diesen Abend eine aufregende Show geplant habe. Dazu möchte man wichtige Persönlichkeiten des Unternehmens vorstellen, neue Trailer zu angekündigten und auch zu vielversprechenden Titeln der Öffentlichkeit präsentieren. Einen kleinen Vorgeschmack liefert er mit der Metal-Gear-Serie, welche 1987 ihr Debüt auf dem MSX2-Heimcomputer feierte und 25 Jahre später bei den Spielern immer noch sehr beliebt sei. Zunächst geht er jedoch auf ein Entwicklerstudio ein, welches mit Frogger Pinball, Puzzle Chasers und Twilight Carnival auf sich aufmerksam machen wird – allesamt so genannte Social Games. Konami hat den Sprung in diesen Bereich also nicht verpasst. Tsuboi bedankt sich bei den Zuschauern für die langjährige Unterstützung und wünscht ihnen gute Unterhaltung bei der restlichen Show. Er lässt sie nun mit einer Reihe lauter aneinandergereihter Videos alleine vor dem heimischen Rechner sitzen. Als nächstes ist John S. Coligan an der Reihe. Er stellt die angesprochenen Social Games für Facebook und andere Netzwerke vor und zeigt in groben Zügen, wie eine übliche Entwicklung solcher Titel abläuft.

Konami und Social Networks

Coligan darf allerdings noch nicht verraten, an welchen neuen mobilen Social Games sein Entwicklerstudio im Moment arbeitet, verspricht allerdings, dass es in den nächsten Monaten die eine oder andere Ankündigung zu diesem Thema geben wird. Als nächstes flimmern ein paar vorgerenderte Szenen aus einem kommenden Pro Evolution Soccer über den Monitor, bevor Masuda Kei das Wort hat. Auch hier ist Konami die Social-Network-Anbindung sehr wichtig und verspricht für Pro Evolution Soccer 2013 eine Facebook-Unterstützung. Er gibt außerdem einen kleinen Ausblick darauf, welche Moves in der Fußball-Fortsetzung möglich sein werden. Dazu wird allerdings auch Rohmaterial des Spiels verwendet. Fans werden also noch ein paar Monate auf den nächsten Teil der Reihe warten müssen. Als Werbefigur wurde – zumindest für die Show – Christiano Ronaldo mit an Bord geholt. HD-Remakes sind seit ein, zwei Jahren stark in Mode gekommen. So möchte auch Konami Zone of the Enders ins hoch aufgelöste Bildformat portieren. Dazu hat man Hideo Kojima eingeladen. Der in Japan sehr beliebte Robot Anime war die Inspiration für sein Zone of the Enders (das Franchise hat übrigens nichts mit dem stellvertretenden Gameplay-Gamers-Chefredakteur Thomas Enders zu tun), so Kojima. Die Roboter in Zone of the Enders seien aber deutlich schneller, was dem Spiel eine neue Dynamik geben sollte.

Hideo Kojima im Rampenlicht

Kojima ist stolz darauf, dass Zone of the Enders nicht nur für die PlayStation 3, sondern auch erstmals für eine Microsoft-Konsole erscheinen wird. Nach der Vorstellung des Titels bleibt uns Kojima erhalten. Er blickt nun auf die Metal-Gear-Reihe zurück. Dabei geht er ganz besonders auf die Charakterentwicklung von Snake ein, der in seinem ersten Videospiel überhaupt noch nicht sprechen konnte und heute einer der facettenreichsten Charaktere im Business ist. Kojima ist stolz darauf, dass die Spiele so viele Fans gefunden haben und sogar in einigen einschlägigen Museen ausgestellt werden. Zudem kündigt er hier nochmals an, dass die Metal Gear Solid HD Collection ebenfalls noch für die PlayStation Vita erscheinen wird. Aufgeregt ist er über Metal Gear Rising: Revengeance beziehungsweise über die für das Spiel genutzte Fox Engine. Konami hat ihm hier allerdings den Maulkorb angelegt, weshalb er dazu keine Informationen verraten darf – schade, aber nach all den Jahren der Erstankündigung könnte sich der Konzern so langsam zu der einen oder anderen Spekulation äußern und Fakten für die wissbegierigen Fans verlauten lassen. Zumindest zeigte man diesen hier noch einen atemberaubenden Trailer zu Metal Gear Rising Revengeance, in welchem literweise Blut spritzt und der eine oder andere ausführbare Move vorgestellt wird. Datiert wird das Spiel mittlerweile auf das Frühjahr 2013.

Blut für Dracula

Nachdem noch das eine oder andere Element von Metal Gear Rising: Revengeance, wie etwa der Protagonist Raiden, vorgestellt wurde, hat man noch eine passende Parodie des Titels von Mega 64 eingespielt. Das lockert die sterile Show deutlich auf! Plötzlich erschien in Licht gehüllt Tsuboi auf dem Bildschirm und versprach den Zuschauern eine Überraschung. Das Bild färbt sich schwarz, das rotweiße Konami-Logo ist deutlich zu erkennen und ein Trailer beginnt. Ein Mann mit einem Mantel geht durch einen mit Kerzen beleuchteten Raum und öffnet eine große Tür nach draußen. Er steht auf einem Balkon, blickt auf eine Armee von seinem Schloss hinab und fegt diese mit Magie und einer Art Peitsche hinfort. Als sich dann plötzlich auch noch ein Koloss aus der Masse erhebt und der Mann das Blut eines Soldaten trinkt, um den Kampf anzugehen, dürfte dem letzten ein Licht aufgegangen sein. Der Trailer zeigt eindeutig einen Teil der Castlevania-Reihe und so kommt es dann auch. Castlevania: Lords of Shadow 2 ist hiermit offiziell angekündigt und das ist unserer Meinung nach auch bitter nötig, denn der Vorgänger endete immerhin mit einem furiosen Cliffhanger. Das ist aber noch nicht alles, denn ein weiterer Trailer knüpft nahtlos an diesen an. Ein Titel, vermutlich ebenfalls ein Teil der Castlevania-Serie, wird auf Nintendos 3DS erscheinen. Hier wird die Electronic Entertainment Expo in den nächsten Tagen Klarheit verschaffen. Tsuboi tritt wieder auf die Bühne und verabschiedet sich – der Abspann läuft über den Bildschirm.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Show): Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die Show von Konami nicht sonderlich begeistert hat. Das liegt zum einen daran, wie man die Show aufgezogen hat. Eine Aneinanderreihung an Videos kann wirklich jeder bewerkstelligen. Das hat für Konami dann den Vorteil, dass sie die Videos auch einzeln ins Netz stellen können und zielgruppenorientiert die Inhalte an den Mann beziehungsweise die Frau bringen. Ich erwarte bei der wichtigsten Videospielmesse der Welt aber mehr – bei der Gamescom in Köln klappt es doch auch in jedem Jahr mit einer anständigen Pressekonferenz. Inhaltlich war es aber im Grunde schon abzusehen, was man vom japanischen Konzern erwarten durfte. Dass auch im nächsten Jahr ein neues Pro Evolution Soccer erscheint, ist mir ebenso bewusst wie, dass auch Metal Gear Rising: Revengeance früher oder später endlich mal erscheinen wird. Dass an einem HD-Remake von Zone of the Enders gearbeitet wird, ist mir ebenfalls bewusst. Gefreut habe ich mich lediglich über die Ankündigung von Castlevania: Lords of Shadows 2 und den vermutlichen 3DS-Titel des Franchises, der wohl in den nächsten Tagen auf der Messe in Los Angeles näher vorgestellt werden wird. Spekuliert wurde ja schon lange genug über beide Titel und jetzt bin ich froh, dass endlich Gewissheit herrscht. Ein voller Erfolg war Konamis Show zwar nicht, aber wenigstens wissen Fans der jeweiligen Spiele endlich, wie es um die Fortsetzungen steht. Im nächsten Jahr wünsche ich mir aber wieder eine ganz normale Pressekonferenz, auf der es dann auch mehr als eine überraschende Ankündigung geben darf.

E3 2012: Die Termine der Pressekonferenzen

Auf dieses Ereignis freuen sich einfach alle Videospieler jedes Jahr aufs Neue – die Electronic Entertainment Expo, kurz E3. Im Herzen von Los Angeles gelegen, werden dort in jedem Jahr die großen Ankündigungen gemacht, wie beispielsweise 2011 die Vorstellung der Wii U. In diesem Jahr könnte es für Nintendo-Jünger richtig spannend werden, denn leider hat es der Konsolenhersteller aus Japan im letzten Jahr nicht geschafft, die hauseigenen Spiele für die Hardware anzukündigen. Das wird sich in diesem Jahr definitiv ändern und intern freuen wir uns bereits riesig darauf!

Allerdings wird nicht nur Nintendo um die Gunst der Spieler buhlen. Microsoft und Sony sind ebenso noch mit im Rennen. Beide Unternehmen dementieren zwar ständig eine mögliche Konsolenankündigung, doch Glauben schenken mag ihnen kaum jemand. Wir können uns bei Microsoft sehr gut vorstellen, dass der Xbox-360-Nachfolger enthüllt werden könnte. Wenn Sony tatsächlich den Zehnjahresplan mit der PlayStation 3 weiter verfolgen möchte, dann sind wir umso gespannter, mit welchen Innovationen die Firma gegen die Konkurrenz vorgehen wird.

Damit ihr auch keine einzige Pressekonferenz, auch nicht die von den großen Drittherstellern Electronic Arts und Ubisoft, verpassen werdet, hat unser NextGen-Forum-Administrator Daniel Mayr – wie in jedem Jahr – freundlicherweise einen passenden Thread mit allen Terminen, Uhrzeiten und Links erstellt. Wer zu den jeweiligen Terminen unpässlich ist, muss nicht verzagen! Von den News des letzten Jahres haben wir uns verabschiedet. Stattdessen werden wir euch zu allen Pressekonferenzen große Zusammenfassungen in Form von Specials inklusive Redakteursmeinungen anbieten.

Hier findet ihr den passenden Thread im NextGen-Forum, in dem ihr mit uns auch über jede Neuankündigung diskutieren dürft. Wenn ihr weiterhin unsere Berichterstattung verfolgen möchtet, empfehlen wir euch auch unsere Online-Auftritte bei Facebook, Twitter und Google+. Abschließend wünschen wir euch eine tolle Messe!

Google+

Nachdem wir seit über einem Jahr erfolgreich auf Facebook mit mehreren hundert Lesern und seit einigen Tagen auch bei Twitter gestartet sind, folgt nun auch direkt unsere Präsenz beim Social Network Google+. Wir haben uns zum einen für diesen Schritt entschlossen, um auch hier unsere Reichweite zu erhöhen, doch zum anderen ist es uns auch hier wichtig, um einen noch angenehmeren Informationsfluss zu garantieren.

Außerdem haben bereits viele User aus Datenschutzgründen Facebook den Rücken gekehrt – diese Leser möchten wir ebenfalls nicht verlieren und bieten diesen ab sofort auch auf der noch recht jungen Plattform von Google eine neue Anlaufstelle für unsere Artikel. Wer uns nun auch auf Google+ beobachten möchte, wird in den nächsten Wochen übrigens auch in den Genuss der einen oder anderen Aktion kommen.

Hier geht es zu unserer Google+-Präsenz!

Twitter

Heute und auch in den nächsten Tagen werden wir mit unserem Erscheinungsrhythmus neuer Artikel ein wenig aus dem Rahmen fallen. Bevor wir uns jedoch der wichtigsten Videospielmesse der Welt zu wenden, möchten wir euch heute auf unsere Twitter-Präsenz aufmerksam machen. Nachdem wir schon seit über einem Jahr erfolgreich auf Facebook mit hunderten Usern vertreten sind, haben wir am 31. Mai 2012 ein klein wenig expandiert.

Wir hoffen natürlich, dass wir über Twitter noch eine größere Reichweite erschließen können, doch in erster Linie geht es uns natürlich darum, euch einen möglichst angenehmen und noch vielfältigeren Informationsfluss zu garantieren. Das Experiment startet bereits passend zur Electronic Entertainment Expo – wir würden uns freuen, wenn ihr mit dabei sein würdet.

In den kommenden Wochen wird es für euch aber auch selbstverständlich noch ganz andere Gründe geben, warum ihr uns auf Twitter folgen solltet. Seid gespannt! Wir bedanken uns für die Treue, die ihr uns auf Facebook entgegen gebracht habt und freuen uns, euch demnächst auch noch auf Twitter wiederzusehen.

Hier geht es zu unserer Twitter-Präsenz!

Review: Haunters: Wenn Blicke töten können

Mehr als zwei Millionen Zuschauer haben sich Haunters: Wenn Blicke töten können in den koreanischen Kinos angeschaut. Diese zwei Millionen Kinobesucher haben den Kampf zweier junger Männer mitverfolgt, die unterschiedlicher nicht sein können.

Der kleine koreanische Junge Cho-in besitzt eine Gabe, die mit Sicherheit jeder von uns gerne einmal ausprobieren möchte. Mit seinem Blick kann er Menschen kontrollieren, um Dinge zu tun, die sie von selbst nicht tun würden. Seine Mutter erkennt die Gefahr, die in ihrem Sohn schlummert und verbindet ihm die Augen. Als eines Tages Cho-ins Vater seine Mutter brutal schlägt, nimmt Cho-in den Verband ab und setzt die Fähigkeit zum Wohle seiner Mutter ein. 19 Jahre vergehen, Cho-in muss alleine aufwachsen, da seine Mutter sich in seiner Nähe nicht mehr wohlfühlt. Zu diesem Zeitpunkt verlagert sich die Handlung des Films auf Kyu-nam, der angefahren wird, im Krankenhaus landet und seinen Job verliert. Nach seiner Genesung erhält er eine zweite Chance in einem Pfandleihhaus. Eines Tages taucht dort der innerlich zerstörte Cho-in auf, um das Geschäft auszurauben – Kyu-nam ist jedoch immun gegen seine Fähigkeit. Daraufhin entbrennt eine bittere Feindschaft, die sich über die gesamte Handlung des Films erstreckt. Als Cho-in Kyu-nams Chef ermordet, macht Kyu-nam gemeinsam mit seinen zwei Freunden Jagd auf Cho-in, doch wie soll man einen Menschen stoppen, der einen eine ganze Armee auf den Hals hetzen kann?

Ausdrucksstarke Gegenspieler

Diese Frage werden wir euch in diesem Review aus Spoiler-Gründen selbstverständlich nicht beantworten, trotzdem verraten wir euch, dass der Zwist zwischen dem gutmütigen Kyu-nam und dem hasserfüllten Cho-in durchweg spannend und abwechslungsreich geschildert ist. Die Macher haben es geschafft, die beiden Figuren so gegensätzlich wie möglich zu gestalten und den Ausgang der Geschichte dabei nicht zu sehr in die Länge zu ziehen. Die Schauspieler Go Soo (Kyu-nam) und der von vielen Koreanern geliebte Schauspielkünstler Kang Dong-won (in diesem Film als Cho-in) haben ihren Charakteren gehörig Ausdruck vermittelt. Go Soo spielt Kyu-nam anfangs zurückhaltend und ruhig, später dann mit klarem Ziel vor Augen viel selbstsicherer. Cho-ins Darsteller wird von Szene zu Szene immer zorniger und an einigen Stellen sogar glaubhaft ängstlich, wenn er doch einmal in seiner Rolle in die Ecke gedrängt wird. Wer sich die koreanische Tonspur beim Film zuschaltet, bekommt das beste Ergebnis geliefert. Die deutsche Synchronisation ist zwar gut, kommt aber nicht an das ausdrucksstarke Original heran.

Wenn Bonusmaterial töten könne

Das Tonformat liegt in DTS-HD Master Audio 5.1 vor, sowohl in Deutsch als auch in Koreanisch. Niederländische und deutsche Untertitel sind jederzeit zuschaltbar. Die Hintergrundmusik für diesen Film ist zweckmäßig. Sie unterlegt das Geschehen gut und macht sich niemals negativ bemerkbar. Leider reißt der Soundtrack somit bei diesem Film aber auch keine Bäume aus, das Geschehen wird also auf die Handlungsorte und die Charaktere fokussiert. Da der Film auf Blu-Ray mit 1080p und im 16:9-Format daherkommt, erhält man durchweg viele visuelle Informationen – da kann man die musikalische Untermalung gerne in den Hintergrund stellen. Neben dem 108-minütigen Film befindet sich auf der Disc nur der originale Trailer, Trailer zu anderen Filmen aus dem Hause Splendid Film und ein kurzes Musikvideo. Schade, hier hätte uns ein Audiokommentar über Ideen zum Film und deren Auswirkungen sehr gut gefallen. Wir können euch Kim Min-suks Werk trotzdem empfehlen, sofern ihr ein Faible für Mystery- und Thriller-Filme habt und ein interessantes Konzept erleben möchtet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Haunters: Wenn Blicke töten können hat mir von Anfang bis Ende ganz gut gefallen, allerdings zählt Kim Min-suks Film sicherlich nicht zu den besten Filmen seiner Art. Ich kann beispielsweise nicht verstehen, was Koreaner so an Kang Dong-won finden. Irgendwie werde ich mit seiner Rolle als Antagonist in diesem Film nicht wirklich warm, obwohl seine schauspielerische Leistung alles andere als schlecht ist. Mit Go Soo kann ich mich schon eher identifizieren – auch seine beiden Freunde, die in diesem Film ausnahmsweise mal keine Koreaner sind, haben durchaus zur Unterhaltung bei Haunters: Wenn Blicke töten können beigetragen. Sehr gut gefallen haben mir dann aber die Szenen, wo Cho-in und Kyu-nam aufeinandertreffen, auch wenn ich – wie bereits erwähnt – Kang Dong-won als nicht gerade fördernd für das Gesamtbild finde, wird in diesen Szenen Hass, Vorsicht, Ehre und Hilfe vortrefflich gut verkörpert. Wer den Film bis zum Ende sieht, wird auch mehrmals von der Story her überrascht werden. Während in amerikanischen Filmen bereits an einer bestimmten Stelle Schluss gewesen wäre, setzt dieses koreanische Werk in jener Stelle zu einem erweiterten Countdown an. Das Ende an sich ist überraschend und wer sich einmal mit Kyu-nam anfreunden kann, wird dieses in guter Erinnerung behalten.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Haunters: Wenn Blicke töten können!

Review: Once upon a Time in China Trilogy

Nachdem diese drei Filme vom Index gestrichen wurden, veröffentlichte Splendid Film im Rahmen der Jet-Li-Reihe Once upon a Time China im letzten Jahr als deren Auftakt. Ein Jahr später entschied man sich nun dazu, die Klassiker in einer Box neu zu veröffentlichen.

Grundsätzlich wäre dieses Unterfangen auch löblich, denn auf der Verpackung wird eindeutig auf eine überarbeitete Bild- und Tonfassung hingewiesen. Dies ist allerdings nicht der Fall, wie wir bereits beim Anschauen des ersten Films bemerken. Seit der Blu-ray-Fassung im Jahr 2011 hat sich nichts geändert. Filmkorn und unscharfe Stellen tauchen genau in denselben Szenen auf, wie es bereits bei der Version der Jet-Li-Reihe der Fall gewesen ist. Außerdem ist die Synchronisation vom zweiten Teil immer noch nicht erneuert wurden. Sprecher Simon Jäger leiht Jet Li nur im ersten und im dritten Teil seine Stimme, nicht jedoch im mittleren Teil der Trilogie. Warum man sich abermals gegen eine neue Synchronisation entschieden hat, ist uns schleierhaft. Zwar gefällt uns auch die deutsche Tonspur des zweiten Teils, doch eine durchgängig gleiche Synchronisation würde im Zusammenspiel der drei Filme deutlich angenehmer wirken. Zumindest hätte man auf der Verpackung darauf hinweisen können. Splendid Film möchte uns eine erstmals so auf Blu-ray erhältliche Fassung der drei Klassiker vortäuschen. Das ist sehr ärgerlich und für ein renommiertes Unternehmen wie Splendid Film gar nicht üblich. Vielleicht hat man sich deswegen schon im Vorfeld dafür entschieden, gleich fünf Postkarten als Trostpflaster mit in die einzelne Blu-ray-Hülle zu legen.

Wer bin ich und was mache ich eigentlich hier?

Aber auch an dieser Stelle müssen wir etwas aussetzen. Die Postkarten sollen jeweils eine aus der Trilogie stammenden Szene abbilden, doch das tun sie nicht. Die abgebildeten Bilder sind überwiegend aus anderen Jet-Li-Filmen entnommen – beispielsweise aus The Legend of Fong Sai Yuk. Eigentlich wäre das kein Grund zum Aufregen, doch hat man sich tatsächlich dazu entschlossen, auch noch den von der Verpackung stammenden Schriftzug der Once upon a Time in China Trilogy, mit auf die besagten Postkarten zu packen. Es kommt aber tatsächlich noch besser beziehungsweise schlechter. Wer unser Review zum zweiten Teil gelesen hat, der wird sehr wohl wissen, dass es bei der Veröffentlichung zu einem vermeintlichen Fehler bei der Produktion gekommen ist. Auf der Packungsrückseite wurden falsche Szenen des Films abgebildet und genau diesen Fehler hat man sich bei der Neuveröffentlichung nicht zu Herzen genommen und somit nicht ausgebessert. So sind auf dem edlen Pappschuber wieder Szenen aus anderen Filmen mit Jet Li abgebildet. Falls dies ein verspäteter Aprilscherz von Splendid Film sein soll, dann können wir nicht darüber lachen. Immerhin sieht das schicke Artwork auf dem Pappschuber sehr gut aus – auf Wunsch dürfen wir den FSK-Aufkleber auch abziehen. Die eigentliche Vorderseite der Blu-ray-Hülle kommt mit einem schwammigen Bild aus einer der letzten Szenen des ersten Teils daher.

Konflikte zwischen Ost und West

Wem das FSK-Logo stört, freut sich hierbei immerhin über das Wendecover. Schöner wird die abgedruckte Szene dadurch trotzdem nicht. Obwohl Splendid Film bei der Aufmachung der Trilogie geschlampt hat, können die Filme inhaltlich selbstverständlich genauso überzeugen, wie sie es bereits im letzten Jahr geschafft haben. Jeder der drei Filme behandelt eine für sich genommen geschlossene Handlung. Dennoch bauen die beiden folgenden Teile auf Ereignisse ihrer Vorgängerfilme auf, was insbesondere die Charakterentwicklung von Wong Fei-Hung, seiner Tante Yee und seinem Schüler Fu betrifft. Um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts wird die chinesische Küstenregion von westlichen Kaufleuten aus England und Amerika beherrscht, jedoch sind ihre Ziele alles andere als die friedliche Verständigung von Ost und West. Während sich einige Chinesen mit den Besatzern arrangieren, wird ebenfalls Widerstand geleistet. Nach zwei Jahren kehrt Yee aus England zurück und soll kurze Zeit später als Prostituierte nach Amerika verschleppt werden. Da platzt Kung-Fu-Meister Wong Fei-Hung der Kragen und eilt ihr zur Hilfe. Dabei muss er sich nicht nur gegen die westlichen Mächte, sondern ebenfalls einem ebenbürtigen Meister der Kampfkunst stellen.

Hilfe zur Revolution

Im zweiten Teil der Trilogie reisen die drei Hauptcharaktere ins entfernte Canton. Wong Fei-Hund soll dort auf einem Ärztekongress westlichen Medizinern die Akupunktur erklären. Auf dem Kongress trifft Wong Fei-Hung auf Dr. Sun, einem Arzt und zudem Revolutionär. In der Stadt ist zur gleichen Zeit ein Umbruch im Gange, denn die Sekte des weißen Lotus ist gegen die westlichen Eindringlinge, ihre Kleidung und all ihre technischen Errungenschaften. Als der britische Konsul schlussendlich ermordet wird, muss Wong Fei-Hung schnell handeln und sich gegen die Fanatiker stellen. Zudem muss er dabei noch eine Liste zerstören, die Beweise für die spätere Revolution in China beinhaltet. Nach diesen Geschehnissen reisen die Freunde in Wong Fei-Hungs Heimat Beijing. Dort möchte er seinen Vater treffen, um diesen über die bevorstehende Heirat mit Yee zu informieren. Kaiserinwitwe Cixi hat zudem den Löwentanz-Wettbewerb einberufen, in welchem die beste Kampfsportschule als Sieger herausgehen soll, damit die Kung-Fu-Kampfkunst auch in Zukunft unter den Einflüssen der westlichen Mächte bestehen bleiben kann. Ein russischer Diplomat verliebt sich im Verlauf der Handlung in Yee. Als allerdings herauskommt, dass jener Diplomat einen Anschlag während des Löwentanz-Wettbewerbs plant, riskieren Wong Fei-Hung, Yee und Fu einmal mehr ihr Leben.

Wahre Größe

Während Once upon a Time in China den Startschuss zu einer phänomenalen Hexalogie legt, ist besonders der zweite Teil der Reihe ein wichtiges Fragment der chinesischen Geschichte – zumindest wenn man die Hintergründe über Dr. Sun kennt, welcher viele Jahre später für die Revolution in China maßgeblich mitverantwortlich ist. An dieser Stelle möchten wir euch den Film Bodyguards and Assassins mit Donnie Yen ans Herz legen, wo dessen Bedeutung für die chinesische Geschichte wesentlich mehr zur Geltung kommt. Apropos Donnie Yen – auf den neben Jet Li und Jackie Chan wohl bekanntesten Martial-Arts-Künstler stoßen wir ebenfalls im zweiten Teil der Once upon a Time in China Trilogy. Dort nimmt er die Rolle von Wong Fei-Hungs Gegenspieler Leutnant Lan an und liefert sich mit ihm einen fulminanten, aber für Martial-Arts-Fans wohl zu kurzen Kampf. Die Handlung der Trilogie überzeugt uns seit der Eröffnungsszene des ersten Teils, baut im zweiten und dritten Teil allerdings ab. Auf einmal wird mehr Wert auf Action und Komik und weniger auf deren Zusammenspiel mit der Story gelegt. Trotzdem werden alle Fans von Jet Li und Rosamund Kwan auf ihre Kosten kommen, denn beide Schauspieler zeigen sich von ihrer besten Seite und machen die Once upon a Time in China Trilogy zu einem wahren Genuss. Es ist einzig allein schade, dass zwischen Wong Fei-Hung und Yee ständig eine Liebesbeziehung angedeutet, diese aber kaum ausgebaut wird.

Unvergessliche Klassiker

Wer jetzt aber hofft, dass die Trilogie zu einem befriedigenden Abschluss geführt wird, wird leider enttäuscht. Der dritte Teil endet mit einem Paukenschlag und lässt dabei einige Fragen offen, die im Verlauf der Handlung aufgeworfen wurden. Das ist sehr schade, da die anderen drei Teile der Hexalogie nur noch in sehr geringer Stückzahl auf DVD im Handel und noch dazu unter einem anderen Titel im Falle von Teil IV (Last Hero II) erhältlich sind. Optisch sollte man sich von drei Filmen nicht zu viel versprechen. Zwar liegt das Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) vor, doch gelegentliche Verunreinigungen stören dann und wann das Gesamtbild. In der deutschen Synchronisation liegt das Tonformat in DTS-HD-5.1 Master Audio vor, in Kantonesisch allerdings nur in DTS-HD 2.0. Wer Liebhaber des Originaltons ist wird sich vermutlich über hinzuschaltbare deutsche Untertitel freuen. Die drei Klassiker des Martial-Arts-Genres verfügen zusammengerechnet über 357 Minuten Laufzeit. Diese sechs Stunden sind keinesfalls verschenkt und auch wenn es den einen oder anderen Punkt, wie zum Beispiel das spärlich gesäte Bonusmaterial (auf jeder der drei Blu-ray-Discs liegen neben dem einen oder anderen Trailer zu anderen Titeln aus dem Hause Splendid Film nur der originale Kinotrailer des jeweiligen Films ohne Untertitel vor) gibt, gehört die Once upon a Time in China Trilogy in jedes gut sortierte Martial-Arts-Regal. Wer sich die Filme bereits im letzten Jahr gekauft hat, kann sich die Neuanschaffung allerdings getrost schenken.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Blu-ray-Einzelveröffentlichungen und der Blu-ray-Trilogy-Box): Mit Once upon a Time in China verbinde ich ganz besondere Momente, denn vor allem war die Reihe für mich der ausschlaggebende Grund, mir endlich eine PlayStation 3 anzuschaffen. Seit dem letzten Jahr habe ich die drei Filme leider nicht mehr angerührt und jetzt, wo ich dank der Trilogy-Box nochmals in den Genuss gekommen bin, fielen mir ganz neue Details auf, die ich im letzten Jahr nicht entdeckt habe. Das finde ich selbst klasse, doch rein objektiv betrachtet, ist die Trilogie aus ganz anderen Gründen so unvergesslich. Zum einen zeigt sich Jet Li – wie fast schon gar nicht anders zu erwarten – in seiner besten Form. Die Kämpfe wirken allesamt packend und choreographisch richtig gut inszeniert, auch wenn man sich oft an Drahtseilen bedient hat und einige Szenen schon übermenschlich wirken. Neben den anderen Darstellern sind es aber auch die Kulissen, die mich ganz in ihren Bann gezogen haben. Das Bild von China zum Ende des 19. Jahrhunderts wirkt einfach stimmig und versprüht soviel Charme, dass man – unabhängig vom Zeitalter des Imperialismus – gerne einmal selbst durch die eine oder andere Stadt von China gehen möchte. Allerdings am besten als chinesischer Bürger, denn in Once upon a Time in China werden die westlichen Bewohner unseres Planeten doch schon als sehr bedrohlich und teilweise auch als durch und durch böse angesehen, wenn dies auch nicht die Absicht des Regisseurs gewesen ist. Die Once upon a Time in China Trilogy möchte ich jedem Martial-Arts-Fan ans Herz legen, der die Reihe bisher noch nicht gesehen hat – alle anderen werden vermutlich wissen, warum sie die Serie bereits im Regal stehen haben.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars der Once upon a Time in China Trilogy

Review: Paladin: Der Drachentöter

Seit jeher gibt es ein Genre, das besonders Leseratten in Filmform ebenfalls sehr gut gefällt – die Rede ist von Fantasy-Filmen, die ohne großes Budget auskommen können und uns mit ein wenig Magie bezaubern möchten. Unter diese Filme fällt auch Paladin: Der Drachenjäger.

Will Shephard lebt gemeinsam mit seinem Vater zurückgezogen im Hochland. Als Hirten und Bauern verdienen sich die beiden ihren Lebensunterhalt. Wills Vater erkennt seines Sohnes Talent und schickt ihn fort, um ein Ritter zu werden. Will weigert sich, da er stattdessen lieber im Hochland bleiben möchte. Erst als ein Drache auftaucht, dabei wehrlose Schafe röstet und während der Suche nach dem Nest der Bestie Wills Vater tötet, begibt sich Will auf die Reise zu Baron Sterling. Dort angekommen, wird er nicht gerade höflich von den Untertanen des Barons in Empfang genommen. Nachdem Will ebenfalls in den Dienst des Barons tritt, wird er von seinen neuen Kameraden weiterhin verspottet, denn Will hat den Traum, ein Ritter zu werden und dem Drachen in einem Kampf auf Leben und Tod gegenüber zustehen, um seinen Vater zu rächen. Während seines Aufenthalts in den Gemäuern des Barons, verliebt sich Will zudem noch in dessen Tochter Kate, die alsbald auch Gefühle für Will entwickelt. Ihnen steht aber der adlige Rogan gegenüber, welcher nach Kates Körper giert und noch dazu nach den Ländereien des Barons trachtet. Um sich den Respekt ihres Vaters zu verdienen und um ihre Hand anzuhalten, trainiert Will hart, denn der Tod des Drachen würde auch ein sagenhaftes Drachenei mit sich bringen, welches tausend Goldstücke wert sein soll. Will stellen sich aber seine Kameraden, Rogan und auch Kates Vater in den Weg, die den Drachen lieber selbst erledigen wollen, um neuen Ruhm zu erlangen.

Natürlichkeit des Lebens

Optisch erkennt man an vielen Stellen, dass es sich hierbei um keine Multimillionen-Dollar-Produktion handelt. Anstatt mit Bluescreens zu arbeiten und dazu beeindruckende Effekte mit in den Film einzubauen, setzt man hier eindeutig auf die Natürlichkeit der Landschaften. Das Hochland und auch die flachen Ebenen wurden wunderbar eingefangen. Wenn die Brandung an die Felsen schlägt oder der Nebel das Land einhüllt, wirkt einfach alles stimmig. Szenerien wirken wie, als seien sie direkt dem Mittelalter entsprungen. Einzig allein schade ist es, dass man nur mit wenigen Schauspielern gearbeitet hat. So gibt es keinerlei Dörfer oder Städte in Paladin: Der Drachentöter zu sehen. Die wenigen Schauspieler haben ihre Möglichkeiten aber genutzt und ihren Charakteren möglichst viel Leben eingehaucht. Besonders die junge Nicola Posener ist nicht nur eine wahre Augenweide, sondern hat ihr Talent und ihre Natürlichkeit in den vielen Szenen kräftig unter Beweis gestellt. In der Rolle der Kate bleibt sie stets ruhig, ist aber in den entsprechenden Situationen gelegentlich zornig und zeigt dies entsprechend. Will beziehungsweise Richard McWilliams ist in Paladin: Der Drachentöter eher zurückhaltend – erst als er seine Gefühle zu Kate entdeckt, entwickelt er sich immer mehr zu einem wahren Kämpfer heran und wird gegen Ende des Films schlussendlich auf ungewöhnliche, aber doch traditionelle Weise zum Ritter ernannt. Der Schauspieler Ian Cullen ist im Übrigen in der Rolle des Barons Sterling zu sehen. Obwohl er versucht die Fäden in der Handlung zu ziehen, beschränken sich die eigentlich wichtigen Taten aber auf Will und Kate. Wer jetzt an ein gewisses englisches Königspaar denkt, mag genüsslich schweigen.

Magisches Fantasy-Spektakel

Es ist allerdings sehr schade, dass die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptdarstellern kaum zur Geltung gebracht wird. Aragorn und Arwen sind zwar bei weitem kein viel besseres Beispiel, doch zumindest diese Grundlage hätten sich die Verantwortlichen nehmen können. Vorzugsweise steht hier der Konflikt zwischen Will und dem Drachen im Vordergrund. Auf Englisch kann der Film am meisten überzeugen, doch auch die deutsche Synchronfassung ist nicht schlecht. Besonders Kates deutsche Stimme (Corinna Dorenkamp) hat uns gut gefallen und kam uns bereits nach kurzer Zeit sehr bekannt vor, schließlich hat die Dame bereits vor zwölf Jahren Son Gokū im Anime Dragonball ihre Stimme geliehen. Beide Tonformate liegen in DTS-HD 5.1 Master Audio vor. Der Soundtrack des Films besteht zwar nur aus zwei bis maximal drei Tracks, doch untermauert dieser die Fantasy-Atmosphäre des Films recht gut. Obwohl wir es bereits angesprochen haben, müssen wir die mittelmäßige Qualität der Effekte trotzdem erwähnen. Auch wenn die Landschaft 103 Minuten lang wunderbar in 1080p und in einem 16:9-Bild eingefangen wird, können die Spezialeffekte, wie etwa das Speien des Drachenfeuers oder die magische Flamme, die Kate herbeizaubert, nicht ganz begeistern. Die Animation des Drachen sieht da schon besser aus, doch auch hier haben andere (ältere) Produktionen, wie Das Zehnte Königreich, eindeutig die Nase vorn. Wer damit und dem nicht vorhandenen Bonusmaterial leben kann, erhält einen bezaubernden Film über einen Hirten, der zum Drachentöter wird – irgendwie magisch.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Bei Fantasy-Filmen bin ich oftmals doch schon geneigt, eher ein Auge zuzudrücken, wenn es um ein Werturteil geht. Schließlich geht es dabei ja auch um die eigene Fantasie und wenn ich mir beim Anschauen eines Fantasy-Films die Effekte beziehungsweise deren Wirkung mir irgendwie schön rede, kann ich auch mit dem einen oder anderen nicht so guten Film etwas anfangen. Das brauche ich bei Paladin: Der Drachentöter aber gar nicht machen, denn die Geschichte hat Hand und Fuß, sie erzählt sich wie von selbst und kann mit wunderbaren und – was ich richtig toll finde – eher unbekannten Gesichtern glänzen. Es erhalten endlich mal wieder unbekannte (westliche) Darsteller die Möglichkeit, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Richard McWilliams, Nicola Posener und Ian Cullen haben mir in diesem Film jedenfalls schon mal sehr gut gefallen und so freue ich mich – besonders bei Nicola Posener – auf ein Wiedersehen in anderen Filmen. Einer der wenigen Punkte, die mich bei diesem Titel ein wenig gestört haben, war der viel zu dünne Soundtrack, auch wenn er immer zu den Szenen gepasst hat. Mir hat hier die Abwechslung gefehlt. Dann wären da noch die wenigen Schauplätze. Ich komme mir schon fast wie in einem Drama vor, zumal die wenigen Hauptdarsteller ebenfalls dieses Gefühl vermitteln. Wer etwas mit Fantasy anfangen kann und nicht eine Effektkulisse eines Der Herr der Ringe braucht, wird mit Paladin: Der Drachentöter einen wunderbaren Filmnachmittag erleben.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Paladin: Der Drachentöter!

Review: Beyond: Die rätselhafte Entführung der Amy Noble

Wer sich Serien wie X-Factor: Das Unfassbare anschaut, wird sie spätestens daher kennen. Die Rede ist von Medien, die mit übersinnlichen Kräften es schaffen, entführte oder verloren gegangene Personen wieder zu finden. Diese Thematik greift Beyond: Die rätselhafte Entführung der Amy Noble auf.

Koski, ein Ermittler bei der Polizei in Alaska, hat es sich zum Ziel gesetzt, Entführungen von kleinen Kindern aufzuklären und die Verbrecher zu stellen. Für die Entführer enden Koskis Fälle allerdings oft mit dem Tod, denn der Detective hat selbst einiges zu verarbeiten. Eines Tages wird jedoch die Nichte von seinem Vorgesetzen entführt. Da ist es selbstverständlich, dass Koski alles daran setzen wird, um Amy Noble aus den Fängen der Entführer zu befreien. Dies entpuppt sich allerdings als schwieriger, als erwartet. Anscheinend ist sein Gegenspieler ihm überlegen, denn im ganzen Haus gibt es keinerlei Spuren. Alle Tatverdächtigen, sprich in erster Linie Amys Familie, haben zudem allesamt Motive für die Entführung. Die Eltern sind zerstritten. Sarah hat mittlerweile die Scheidung eingereichet und Jim hat finanzielle Sorgen. Als dann auch noch eine Lösgeldforderung eingeht, rücken selbst die Babysitterin und ein aus dem Fernsehen bekanntes Medium in den Mittelpunkt der Ermittlung. Jetzt liegt es an Koski, um die Ermittlung zu leiten, die Entführer zu stellen und selbst die finstere Konfrontation mit seiner eigenen Vergangenheit zu durchleben. Obwohl Koski und das Medium zu Beginn sehr unterschiedliche Ansichten zu haben scheinen, arbeiten sie dennoch schon bald gemeinsam am Fall, um ihn zu lösen und Amy zu retten. Koskis Einstellung ändert sich dadurch alsbald grundlegend.

Übersinnliche Polizeiarbeit

Beyond: Die rätselhafte Entführung der Amy Noble begibt sich mit der Medienthematik auf dünnes Eis. Die Verbindung aus Polizeiarbeit und übersinnlichen Fähigkeiten geben glatt den Startschuss für eine neue Mystery-Serie, zumal man sich vielerlei Ideen bedienen könnte. Das macht der Film mit Jon Voight in der Hauptrolle allerdings nicht. Er versucht gradlinig zum Ende zu kommen und genau da, wo die Eingebungen des Mediums eintreten, passen sie auch wunderbar in die Handlung. Dabei wird allerdings vergessen, verstärkt auf die Emotionen und Gefühle der Charaktere einzugehen. So jagen Jon Voight und Julian Morris von einem Tatort zum nächsten, ohne dabei ihre eigenen Leben zu durchleuchten. Es gibt zu viele Hintergründe in Beyond – zu viele, um sie in 91 Minuten Laufzeit unterzubringen. So wirkt das Ende des Streifens abgehakt und verkürzt. Obwohl die Auflösung für sich genommen logisch erscheint, wird sie in einer der letzten Szenen einfach abgearbeitet. Wenn Regisseur Josef Rusnak sich hier mehr Zeit genommen, kurzum den Film um einige Minuten verlängert hätte, wäre das Endergebnis weitaus zufriedenstellender. So ergänzen sich Polizeiarbeit und die übersinnliche Kraft des Mediums, um die Story zu einem positiven Abschluss zu bringen. Trotzdem bleiben ein paar Fragen, die nicht gänzlich gelöst werden. Diese hier aufzuführen, würde allerdings zu unnötigen Spoilern führen. Grundsätzlich dreht sich die Geschichte mehr um Koski, als um Amy.

Cover für Sammler

Jon Voight macht auch in Beyond eine gute Figur, selbst wenn es wohl bei weitem nicht seine beste Rolle gewesen sein mag. Die anderen Darsteller wirken natürlich, was sich positiv auf die ernste Atmosphäre auswirkt. Wer des Englischen mächtig ist, darf sich den Film gerne mit dem Originalton mit zuschaltbaren deutschen oder niederländischen Untertiteln anschauen. Die deutschsprachige Synchronisation kann sich aber ebenfalls behaupten. Das Geschehen wird dabei mit einem meist sehr ruhigen Soundtrack unterlegt, um die düstere Atmosphäre, egal ob bei Tag- oder Nachtszenen, im Schnee von Alaska zum Ausdruck bringen. Beide Tonspuren liegen auf der Blu-ray in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Das Bildformat in 1080p wird auf einem 16:9-Fernseher im Format 2,40:1 ausgegeben. Das heißt, dass schwarze Balken sowohl am oberen, als auch am unteren Bildschirmrand ersichtlich sind. Neben ein paar Trailern zu dem einen oder anderen Film, liegt der Disc leider kein Bonusmaterial bei. Das ist sehr schade, zumal wir gerne einige Worte vom Regisseur zur aufgefassten Thematik in Beyond gehört hätten. Für Sammler bietet die Blu-ray-Fassung zudem ein Wendecover ohne FSK-Logo. Das freut uns, da Beyond über eines der schönsten Cover der letzten Jahre verfügt. Auf weißem Untergrund ist hier eine Silhouette von Koski zu sehen, in der sich wiederum einige Szenen des Films widerspiegeln. Fans von Jon Voight und übersinnlicher Polizeiarbeit greifen zu, alle anderen können sich auch mit einer Folge aus der Reihe X-Factor begnügen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Jon Voight ist einer der amerikanischen Schauspieler, der leider viel zu selten in wichtigen Produktionen in Erscheinung tritt. Umso mehr habe ich mich über das Rezensionsexemplars von Beyond: Die rätselhafte Entführung der Amy Noble gefreut. Als Detective Koski macht Jon Voight eine mehr als gute Figur, wenn auch andere Rollen wie Jim Phelps im Kinofilm zur Serie Mission: Impossible weitaus besser sein Schauspieltalent zum Ausdruck gebracht haben. Beyond hat mir auf der einen Seite gefallen, da grundsätzlich alle Darsteller neben Voight eine Natürlichkeit ausstrahlen, um die Ernsthaftigkeit der Thematik zum Ausdruck zu bringen. Zudem wirkt das Landschaftsbild mit der düsteren Musikuntermalung stimmig. Hier wünscht man sich fast, man wäre bei der Aufklärung des Falls an der Seite von Voight und Morris dabei. Apropos Morris: Man kann von einem Medium halten was man möchte, Beyond hätte ohne Hinzutun dieses Aspekts nicht funktioniert. Ich finde es nur sehr schade, dass diese Übersinnlichkeit Überhand gewinnt und die Charaktere dadurch nicht mehr so wirklich zur Geltung kommen. Beyond ist und bleibt ein Film, den man aufgrund ein paar offener Fragen, dem viel zu kurzen Storytwist am Ende der Handlung und wenig emotionsreichen Charakteren am besten an einem verregneten Sonntagnachmittag anschauen sollte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Beyond: Die rätselhafte Entführung der Amy Noble!

Review: The Expendables: Extended Director’s Cut

Als der Film vor einigen Jahren angekündigt wurde, haben Action-Fans den Kinostart des Streifens sehnsüchtig erwartet. Einige Monate nach Veröffentlichung des Films, hat Sylvester Stallone die Eingebung bekommen, den Film zu ändern beziehungsweise zu verbessern.

Die Handlung dürfte so gut wie bei allen Fans des Action-Genres bestens bekannt sein, doch möchten wir sie für alle Nichtkenner von The Expendables nochmals kurz zusammenfassen. Nachdem Barney Ross‘ Söldnertruppe, bestehend aus Spezialisten für Nahkampf, Sprengstoff und Feuerwaffen von einem Auftrag in Somalia zurückkehren, erwartet sie kurz nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten bereits der nächste Job. Sie sollen im fiktiven Staat Vilena, gelegen auf einer Insel im Golf von Mexiko, für Recht und Ordnung sorgen. Der Staat beziehungsweise seine Regierung wurde von amerikanischen und dubiosen Geschäftsleuten gekauft, um von dort Kokain in den Rest der Welt zu verschiffen. Dort angekommen, erwartet die Truppe bereits massenweise Ärger. Nicht nur, dass sie im Kampf gegen die Armee öfters voneinander getrennt werden, sie müssen sich zudem sogar gegen ein ehemaliges Mitglied ihrer Bande behaupten und Sandra, die Tochter des hiesigen Generals aus den Fängen der skrupellosen Bösewichter befreien. Dass dabei einiges zu Bruch und in die Luft gehen wird, dürfte aufgrund des Star-Aufgebots von vornherein klar sein, denn niemand geringeres als die Stars Jason Statham, Jet Li, Terry Crews, Randy Couture und Dolph Lundgren mischen in The Expendables: Extended Director’s Cut neben Urgestein Sylvester Stallone mit. Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis haben zudem einen kurzen gemeinsamen Gastauftritt.

Neue Emotionen

Aufmerksame Leser fragen sich jetzt sicherlich, was die Unterschiede zwischen Kinofassung und dem etwa zehn Minuten längeren Extended Cut sein mögen. Im Grunde hat sich nur sehr wenig geändert, wie wir nach Anschauen der von Sylvester Stallone persönlich veränderten Fassung bemerkt haben. Da niemand anders als der Action-Star selbst Regisseur des Films ist, müsse dieser sogar sehr gut wissen, an welchen Szenen man nachträglich noch arbeiten sollte. Dies hat er unserer Meinung nach geschafft, auch wenn sich Kinofassung und der Extended Director’s Cut gegenseitig kein Bein ausreißen. Beide Versionen funktionieren eigenständig. In der neuen Schnittfassung, so Stallones Auffassung, gehe es viel mehr um die Eigenschaften der einzelnen Charaktere. Mit dem Extended Director’s Cut möchte Stallone den Fokus viel mehr auf die verschiedenen Persönlichkeiten und ihre Hintergründe legen. Das hört sich erst einmal komisch an, da es in The Expendables doch erstrangig um die Action und nicht um tiefgründige Dialoge oder gar facettenreiche Charaktere geht. Zudem gibt es in der längeren Schnittfassung keine einzige zusätzliche, sondern nur erweiterte Szenen. Wenn wir allerdings beide Versionen nebeneinander betrachten, so sehen wir sehr deutlich, dass fast durchgehend vereinzelt andere Kameraeinstellungen genutzt werden. Durch das Einfangen der Blickwinkel werden die Emotionen ganz anders an den Zuschauer rübergebracht. Eine Verbesserung!

Konzentration auf die Action

Die anderen Schnitte beziehen sich dann meist auf Szenen, in denen die Action noch kräftiger zum Ausdruck gebracht werden soll. Beispielsweise rennt hier ein Charakter länger, um die Dynamik der Szene zu betonen. Andererseits wurde sogar auch die logische Reihenfolge von Schlägen und Tritten verändert, um ein stimmigeres Gesamtbild zu zeigen. Wer die genauen Unterschiede zwischen der Kinofassung und dem Extended Director’s Cut im Vergleich sehen möchte, dem empfehlen wir die Internetseite Schnittberichte. Dort wurden mit großer Sorgfalt alle Unterschiede gegenüber aufgestellt. Schauspielerisch wissen besonders Stallone und Statham zu überzeugen, zumal sich die Handlung größtenteils um ihre Rollen dreht. Lundgren oder Li kommen hingegen nicht wirklich zur Geltung, was wir sehr schade finden. Das macht der sich bereits in der Nachbearbeitung befindende zweite Teil, in dem übrigens auch Chuck Norris mitwirken wird, hoffentlich besser. Auch wenn Stallone im umfangreichen Bonusteil davon redet, dass sich der Film nicht um ihn dreht, können wir ihm das in dieser Hinsicht so leider nicht ganz abkaufen. In The Expendables geht es allerdings nicht nur mit Schusswaffen (unter denen sich auch die eine oder andere Eigenkreation befindet) ordentlich zur Sache, sondern auch choreographisch machen die Action-Szenen einiges her. Asiatische Kampfstile wurden hier mit europäischen Einflüssen und amerikanischen Stilen vermischt.

Informatives und humorvolles HD-Bonusmaterial

Das Actionspektakel macht im 16:9-Bildformat (2,40:1) einen ordentlichen und sehr scharfen Eindruck. Nur einige Szenen, die sich in den Katakomben der Präsidentenvilla abspielen, wirken dann und wann ein wenig schlaff, was durch die schnelle und echt umgesetzte Action schnell wieder wett gemacht wird. Die witzigen Sprüche komplettieren das Gespann und sorgen wunderbar für den nötigen Schuss Humor in der eigentlich sehr ernsten Handlung. Sowohl die englische, als auch die deutsche Tonspur liegen im DTS-HD-7.1-Master-Audio-Format vor. Zudem sind die Tonspuren kompatibel zu DTS-HD 5.1. Bei der getesteten deutschen Tonspur haben wir aber bemerkt, dass die Abmischung des Tons nicht sonderlich gut auf uns wirkt. Explosionen und die musikalische Untermalung sind im Vergleich zu den Dialogen viel zu laut eingestellt, so dass man gelegentlich schon sehr genau hinhören muss, über was sich die Charaktere im 114 Minuten langen Film unterhalten. Für den Extended Director’s Cut wurde der Soundtrack an wenigen Stellen übrigens angepasst, beispielsweise beim Abspann. Um das Gesamtpaket abzurunden, liegt der Blu-ray-Fassung neues Bonusmaterial bei. Eine kurze Einleitung von Sylvester Stallone, ein Musikvideo, einer Aufzeichnung eines Comic-Con-Panels und zwei Making-ofs sorgen für mehr als drei Stunden zusätzliche Laufzeit. Das Bonusmaterial ist zudem sehr informativ und oftmals witzig gestrickt und kann somit wunderbar als Ausgleich zur Action im Film gesehen werden. Zu erwähnen wäre hier auch noch, dass das komplette Zusatzmaterial in HD vorliegt. Klasse! Nach dem Ende des Films bleibt entweder ein guter oder ein schlechter Nachgeschmack hängen. Wer einfach nur auf brachiale Action ohne großen Sinn und Verstand steht, wird mit The Expendables sehr glücklich werden. Eine anspruchsvolle Handlung mit Tiefgang finden wir in Stallones Film allerdings nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Kinofassung und dem Blu-ray-Extended-Director’s-Cut): Ich weiß noch sehr gut, als mein Kollege Axel Mitte 2010 auf mich zukam und mich über einen neuen Film informierte, in dem Stallone, Statham, Lundgren, Li, Schwarzenegger, Willis und Co. gemeinsam auftreten sollten. Gut, die Szene mit Willis und Schwarzenegger ist nur ein kleines Highlight des rasanten Actionfilms. Begeistert bin ich von The Expendables nicht. Das war ich letztes Jahr nicht, als ich die Kinofassung gemeinsam mit dem Kollegen Thomas gesehen habe und das bin ich auch dieses Jahr nicht. Trotzdem ist The Expendables ein Paradebeispiel dafür, wie in etwa Actionfilme auszusehen haben. Wenn ich mir heutige Actionfilme ansehe, dann sehe ich Filme, die im wahrsten Sinne des Wortes auf übelste Art und Weise mit Computereffekten vergewaltigt werden, nur damit sie anschließend von der breiten Masse in Kauf genommen werden. Das fing bereits in den Neunziger Jahren mit Speed an, wo ein Bus über ein fehlendes und meterweites Brückenstück flog und endet mit Katastrophenfilmen wie 2012. Da ist es geradezu erfrischend, einen Film der alten Schule zu sehen, der auf Action getrimmt ist, die so tatsächlich, zumindest in den meisten Fällen, auch so möglich ist. Und wenn ich dann sehe, dass die Stars ihre Stunts selbst gemacht haben und wie im Falle von Stallone dann auch noch mehrmals im Krankenhaus deswegen landen, dann hat The Expendables geradezu einen Aufruf gestartet, sich an die gute alte Zeit des Action-Kinos zu erinnern. Egal ob man sich den Film nun in der Kinofassung oder im Extended Director’s Cut ansieht – aus dem letztgenannten Grund muss man sich den Streifen meiner Meinung nach unbedingt einmal anschauen und hoffen, dass der Nachfolger, der im Sommer in die Kinos kommt, in diesem Maße noch um eine Stufe Action erhöht wird und dabei die Handlung nicht zu kurz kommt.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Expendables: Extended Director’s Cut!

Prime Time: Gothic 3 (Collector’s Edition) Unboxing

Zum Abschluss unserer Gothic- und Risen-Unboxing-Video-Reihe möchten wir euch noch sehr gerne die Collector’s Edition von Gothic 3 aus dem Jahre 2006 vorstellen. Dies war übrigens die zweite Collector’s Edition, die sich unser Chefredakteur Eric damals gekauft hat – und zwar gleich doppelt. Warum das so ist, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!