Review: Dragonball Z: Movies 5 – 8

Nachdem wir vor einigen Tagen bereits einen Blick auf die ersten vier Dragonball-Z-Filme werfen konnten, folgen heute die nächsten vier Ausgaben, die damals von Polyband und jetzt ebenfalls wieder von Anime Virtual neu aufgelegt wurden.

Mit Rache für Freezer beginnt diese Filmbox mit einem echten Leckerbissen, der auch gut in die eigentliche Handlung der Serie gepasst hätte. Die Story setzt kurz nachdem ein, wo Son Gokū als Baby vom Planeten Vegeta auf die Erde geschickt wird, um diese schlussendlich für die Saiyajins zu erobern. Derweil kämpft sein Vater Bardock gegen Freezer, der Vegeta vernichten möchte. Bardock verliert den Kampf und Freezer löscht die Saiyajins fast komplett aus. Cooler (Freezers Bruder) bemerkt, dass sich eine Kapsel auf dem Weg zur Erde befindet, doch vernichtet sie nicht, da er nicht die Drecksarbeit für seinen Bruder erledigen möchte. Die nächste Szene spielt dann Jahre später und zwar genau dann, wenn Son Gokū Freezer getötet hat und wieder zur Erde zurückgekehrt ist. Als Cooler von dem Tod seines Bruders erfährt, ist er dazu bereit, sich ebenfalls auf die Erde zu begeben und den einst kleinen Jungen zu töten, den Planeten zu vernichten und schlussendlich seinen Bruder zu rächen. Um den folgenden Film zu verstehen, muss man Film 5 zwar nicht gesehen haben, doch hilft er, ihn besser zu verstehen. Als Dende erfährt, dass sich auf dem neuen Planeten Namek das Böse breitmacht, entsendet er Son Gokū, Son Gohan, Yajirobi, Kuririn, Muten Rōshi, Piccolo und Oolong, die Namekianer zu unterstützen. Dort treffen sie plötzlich auf einen alten Bekannten, denn Cooler hat die Vorkommnisse aus dem vierten Film wohl überlebt und sinnt bereits auf Rache. Gegen seine blecherne Armee können die Freunde allerdings nur wenig ausrichten. Seine Kraft ruht allerdings im Ghetti-Stern, der Cooler das Leben gerettet hat und nun von ihm gesteuert wird.

Familienfehden

Wieder einmal liegt es an Son Gokū, den durchtriebenen Feind auszuschalten. Ähnliches wird auch im siebten Film von ihm erwartet. C17 tötet hier zu Beginn Dr. Gero, doch hat dieser die Rechnung nicht mit Dr. Geros Supercomputer gemacht. Dieser arbeitet unentwegt weiter und produziert Cyborgs, die nur darauf programmiert sind, Son Gokū zu vernichten. Während Son Gokū mit Frau und Kind einkaufen geht, amüsieren sich Muten Rōshi, Kuririn, Oolong und der aus der Zukunft gekommene Trunks bei der Misswahl zur schönsten Frau der Welt. Der Stadttrubel ist allerdings schnell vorbei, als die Cyborgs einmarschieren und nicht davor zu rückschrecken, alles zu vernichten, was ihnen in den Weg kommt. Das Besondere an Angriff der Cyborgs ist allerdings, dass Son Gokū es schafft, durch Zorn eine Genkidama zu schaffen. Einen der gefährlichsten Gegner der Dragonball-Z-Geschichte erwartet Son Gokū allerdings in Film 8, denn hier muss er sich gegen den legendären Super-Saiyajin behaupten. Dieser hat angeblich bereits die ganze Südgalaxie zerstört und wird ebenfalls vor der Nordgalaxie keinen Halt machen wollen. Eines Tages landet ein Saiyajin namens Paragus auf der Erde, der Prinz Vegeta begrüßt und ihn dazu überreden möchte, ihn zum König der Saiyajins auf einem neuen Planeten Vegeta zu machen. Dazu soll er allerdings den legendären Super-Saiyajin besiegen. Als dann auch noch Son Gokū auf dem neuen Planeten auftaucht und das dunkle Spiel von Paragus durchschaut, müssen er und Vegeta sich dem Kampf schlussendlich stellen, denn der legendäre Super-Saiyajin ist niemand geringeres als der Sohn von Paragus, Broly.

Auf der Erfolgsspur

An den Dragonball Z: Movies 5 – 8 wurde optisch sichtlich gearbeitet. Während wir bei der vorherigen Box teils noch von VHS-Qualität gesprochen haben, fallen die Farben bei diesen Filmen deutlich kräftiger aus und auch ansonsten macht das Bild eine bessere Figur. Dazu sei aber gesagt, dass der Ton im japanischen Original altersbedingt immer noch etwas kraftlos wirkt. Obwohl dieser laut Packungsangabe in Dolby Digital 2.0 vorliegen soll. Die deutsche Synchronisation verfügt jedenfalls über dieses Tonformat und kommt (bis auf gelegentliche Ausnahmen) mit den Synchronsprechern aus der Serie daher. Den japanische Originalton kann man zwangsweise leider nur mit deutschen Untertiteln zuschalten. Um die Tonspur zu wechseln müssen wir auch immer wieder umständlich ins Menü zurückkehren. Warum uns hier technische Hindernisse in den Weg gelegt werden, verstehen wir absolut nicht. Ebenfalls ist es wieder fraglich, warum man sich dafür entschieden hat, die Songs wieder einmal aus den Filmen zu streichen und stattdessen einfach nur Musik laufen hat lassen. Es wäre doch sicherlich  kein Problem gewesen (zumindest die japanische Version) kurzzeitig auf der Tonspur unterzubringen. Rache für Freezer kommt mit 47, Coolers Rückkehr und Angriff der Cyborgs jeweils mit 44 und Der Legendäre Super-Saiyajin mit 69 Minuten daher. Das ergibt zusammen circa 204 Minuten (auf der Box sind fälschlicherweise wieder 210 Minuten als Laufzeit angegeben), die voller action-geladener Kämpfe und überraschenderweise mit ausgeklügelten Handlungssträngen gespickt sind. Dragonball-Z-Fans werden auch mit der zweiten Filmbox wieder einmal glücklich werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Als ich vor ein paar Tagen die ersten Filme gesehen habe, war ich nicht gerade von diesen erzeugt. Sicherlich haben sie funktioniert und ich hatte sichtlich meinen Spaß mit dem tollen Humor des Dragonball-Universums, doch so wirklich konnten mich die Filme nicht fesseln. Das ist bei den Filmen 5 bis 8 allerdings ganz anders, denn besonders Rache für Freezer und Der legendäre Super-Saiyajin können mit (für die Dragonball-Z-Serie eher ungewohnten) gelungenen Handlungssträngen punkten. Obwohl die Filme optisch und akustisch ein Genuss für einen Anime-Fan sind, die sich auch schon mal gerne ältere Titel anschauen, verstehen wir beim besten Willen nicht, warum man sich dafür entschieden hat, ausnahmslos alle Songs aus den Filmen zu streichen. Da werde ich als Fan mit den Musikstücken (teilweise in der deutschen Fassung sogar ganz ausgetauscht) abgestaubt. Einzig und allein, wenn ich mir die japanische Tonspur zuschalte, kann ich mich über die Songs freuen. Leider wäre es dazu nötig, ins Menü zurückzukehren und die Tonspur zu wechseln. Aus den Filmen selbst geht das leider überhaupt nicht, was wir bei älteren Anime-Produktionen aber schon sehr oft festgestellt haben und wir bis heute nicht ganz nachvollziehen können. Technisch klappt es bei so gut wie allen anderen Filmen und Serien doch auch. Wer über diese Makel hinwegsehen kann, bekommt auch hier wieder super Unterhaltung im Dragonball-Z-Universum spendiert.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball Z: Movies 5 – 8!

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