Preview: Arcania: Gothic 4

Die einstmals PC-exklusive Gothic-Videospielreihe blickt auf eine tragische Vergangenheit zurück. Während die ersten drei Ableger der Reihe samt Add-On des zweiten Teils von Entwickler Piranha Bytes entwickelt wurde, trennte sich Publisher Jowood danach in kürzester Zeit von den Essener Entwicklern. Gothic 3: Götterdämmerung wurde von den Trine Studios in Indien fertig gestellt. Überraschenderweise kam das Spiel wie sein Vorgänger mit zahlreichen Bugs in die Läden. Da Jowood anscheinend nichts aus der Vergangenheit gelernt hatte, wurde dieser Titel von der Fachpresse regelrecht zerrissen.

Seitdem bekannt wurde, dass Spellbound für den vierten Teil der Reihe verantwortlich ist, spaltete sich die Gothic-Fangemeinde. Die eine Hälfte glaubt an die neuen Entwickler und die Neuausrichtung der Serie. Die andere Hälfte spielte bereits im letzten Herbst den geistigen Gothic-Nachfolger Risen aus dem Hause Piranha Bytes. Letzten Donnerstag erschien die erste Demoversion des Titels, die sich aber kaum von der auf der Gamescom vorgestellten Version unterschied. Trotz gemischter Gefühle haben wir uns die Demo für euch angeschaut.

Der namenlose Schafhirte

Anstatt den aus den ersten Serienteilen bekannten, namenlosen Helden zu verkörpern, stecken wir in Arcania: Gothic 4 in der Haut eines gänzlich neuen Charakters. Dieser kommt wie sein Vorgänger ebenfalls ohne Namen daher. In der Rolle eines Schafhirten werden wir zu Beginn des Spiels von unserer Freundin Ivy aufgesucht. Ihr Vater möchte, dass wir in das nah gelegene Dorf eilen und ihm einen Besuch abstatten. So und nicht anders verzeichnen wir unseren ersten Auftrag im übersichtlichen Quest-Tagebuch. Bevor wir uns auf den Weg machen, möchten wir die spärlich, aber hübsch ausfallende Umgebung erkunden. Wir plündern ein paar Truhen, sacken mehrere Goldstücke ein und erweitern unser Inventar mit Heiltränken und anderen mehr oder weniger nützlichen Gegenständen. Das auf der malerischen Insel Feshyr gelegene Dorf können wir aufgrund des recht kleinen Spielabschnitts nicht verfehlen und erreichen es, wenn wir dem gradlinigen Weg entlang der Küste folgen. In der Siedlung angekommen, bemerken wir auch die wenigen Dorfbewohner, welche ihren Tagesabläufen nachgehen. Der Dorfschmied hämmert auf den Amboss, ein Fischer angelt am Strand nach Fischen und eine Bäuerin bestellt das Feld. Am Horizont ist ein Schiff zu erkennen, dessen Herkunft wir während unserer Spielzeit allerdings nicht lüften können. Der Kahn interessiert uns zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht, da wir immer noch Ivys Vater Gromar aufsuchen müssen.

Hochzeitsglocken


Dieser ruht sich unterdessen auf einer Bank in der Dorfmitte auf. Als er uns erblickt, ist er erbost darüber, dass wir wohl zu viel Zeit mit seiner Tochter verbringen. Unser Held erklärt ihm, dass er sie heiraten möchte, was den schroffen Herrn nur noch mehr aufregt. Dennoch behält er die Beherrschung und gibt uns prompt den Auftrag, einen Schmuggler außerhalb des Dorfes ausfindig zu machen und von der Insel zu vertreiben. Da wir unserer Herzensdame ein ganzes Stück näher kommen möchten, werden wir ihm den Gefallen tun. Ansonsten würde das Spiel auch ein jähes Ende finden, da wir den Gesprächsverlauf nur minimal verändern können. Er überreicht uns einen Schlüssel, mit welchem wir eines der verschlossenen Tore oberhalb des Dorfes öffnen können. Wir erklimmen den Berghang und treffen prompt auf besagten Schmuggler. Da wir die Vorgänger allesamt durchgespielt haben, erkennen wir das Gesicht des Mannes sofort. Bei dem Schmuggler handelt es sich um Diego, einen guten Freund des Helden aus dem Vorgänger. Auch unser namenloser Held hat sich bereits mit Diego angefreundet, wie wir im Verlauf des Gesprächs erfahren. Diego möchte unsere Fähigkeiten testen und fordert uns zum Kampf heraus, welchen wir mit Leichtigkeit gewinnen.

Wandern mit Hindernissen


Anschließend macht er uns ein verlockendes Angebot. Erledigen wir die Goblins, welche sich bei seinem Boot herumtreiben, erhalten wir als Zeichen des Triumphs seine alte Machete. Binnen weniger Minuten ist auch dieser wenig lukrative Auftrag erfüllt. Mit der Waffe in der Hand ist Ivys Vater ganz aus dem Häuschen, als er uns bei der Rückkehr ins Dorf erblickt. Gromar hat allerdings noch ein Ass im Ärmel, denn um Ivy überhaupt heiraten zu können, benötigen wir noch einen Hochzeitsreif. Man erzählt uns freundlicherweise, dass der Schmied uns solch ein Schmuckstück herstellen könnte. Das dieser plötzlich im Türrahmen hinter uns erscheint, wirkt hingegen aufgesetzt. Vom Schmied erfahren wir, dass der im Dorf wohnende (und gut gesinnte) Ork Orruk vor ein paar Tagen einen Bernstein am Strand gefunden hat. Orruk möchte für den Stein allerdings Gold sehen. Dass wir auf der Insel bereits ein kleines Vermögen angestaubt haben, interessiert selbst den Helden nicht – dieser behauptet prompt er hätte kein Gold, ohne den Spieler überhaupt eine Entscheidung zu lassen. Schwach! Stattdessen möchte der Ork, dass wir in einer Höhle voller Goblins Pilze pflücken und sie ihm aushändigen. Mit einem neuen Schlüssel können wir auch das andere Tor im Dorf öffnen. Die gesuchte Höhle ist schnell gefunden, weshalb wir ein paar Minuten später mit einem halben Dutzend Pilze im Gepäck ins Dorf zurückkehren können. Schnell gegen den Bernstein eingetauscht, eilen wir zum Schmied. Er hat bereits eine Fassung vorbereiten und muss noch den Stein einarbeiten – dies passiert unlogischer Weise ohne Animation und ohne Zeitverzögerung. Dafür gibt er uns noch ein Geheimnis über unsere Freundin preis, welches man im Normalfall nicht von Dritten erfahren sollte.

Kräuterhexe


Als wir Ivy treffen, nimmt sie unseren Heiratsantrag an. Sie möchte aber vor der Geburt des leiblichen Nachwuchshelden ein ganz besonderes Abenteuer erleben. Das Urlaubsziel ist die große Insel Argaan. Dumm nur, dass dort der Krieg stattfindet. Als Mann kann man seiner Freundin selbstverständlich keinen Wunsch abschlagen. Die Sonne ist bereits untergegangen und wir machen uns unter dem bedrückenden Nachthimmel auf dem Weg zu Diegos Höhle. Diese befindet sich leicht versteckt hinter einem Wasserfall. Wenn wir ihm beweisen, dass wir in der Lage sind auf Ivy aufzupassen, würde er uns auf seinem Boot mit nach Argaan nehmen. Da wir wie so oft keine andere Wahl haben, nehmen wir auch diese Aufgabe an und erhalten ein drittes (!) Mal einen Schlüssel, um ein neues Gebiet erkunden zu dürfen. Dieses Mal sollen wir im benachbarten Dunkelwald die Hexe Lyrca aufsuchen. Nachdem wir uns den Weg durchs Gestrüpp und kleinen Monstergruppen gebahnt haben, stoßen wir auf das Hexenhäuschen. Sie murmelt etwas davon, dass wir nicht auf der Insel geboren sein sollen und die Frau im Dorf nicht unsere leibliche Mutter sei. Kurz darauf belegt die Hexe uns mit einem Schlafzauber, bis wir einen Ladebildschirm später in einer unterirdischen Höhle erwachen. Angeblich haben wir mehrere Tage geschlafen, dafür sollen wir nun über magische Kräfte verfügen. Fürs Erste überreicht sie uns sage und schreibe sechzig Spruchrollen mit einem nicht gerade mächtigen, aber durchaus hilfreichen Blitzzauber.

Macht und Magie


Die Verwendung des Zauberspruchs ist in den nächsten Auseinandersetzungen unabdingbar. Mutierte Käfer müssen erst mit unserer Waffe bearbeitet und geschwächt werden, bis sie sich in der Oberfläche des Bodens vergraben, um ihre Energie aufzufrischen. In diesem Moment müssen wir den Blitzstrahl auf die Monster feuern, damit sie für einen kurzen Augenblick bewegungsunfähig sind und wir ihnen mit unserer Waffe weiteren Schaden zufügen können. Dies klingt zwar intuitiv, hat allerdings auch zwei entscheidende Nachteile. Zum einen ist das Wechseln zwischen Magie und Angriffswaffe über die Schnellzugriffsleiste in relativ kurzen Abständen auf Dauer nervig. Des Weiteren verliert das Spiel an Charme, was die Reihe groß gemacht hat. War es früher möglich, sich einzig und allein auf einen Pfad seiner Charakterentwicklung zu entwickeln, wird man in Arcania: Gothic 4 regelrecht dazu gezwungen Magie (gegen seinen Willen) einzusetzen. Ebenfalls stoßen wir auf drei Mine Crawler in den Höhlen, welche noch aggressiver als ihre kleinen Artgenossen daherkommen. Uns gefällt, dass die unterschiedlichen Monster verschiedene Angriffsarten wählen. Während die später auftauchenden Skelett-Paladine gut gerüstet und offensiv in den Kampf ziehen, bleiben die Obsidian-Priester in der Entfernung stehen und schmettern Zaubersprüche auf uns. Um gegen die schier größer werdende Anzahl an Feinden bestehen zu können, müssen wir uns kontinuierlich darum bemühen, neue Ausrüstungsgegenstände zu finden und anzulegen. Während wir zu Beginn der Demo nur wenige Schilde und Waffen finden, nimmt diese Anzahl gegen Ende der Probierversion zu. Diese rasche Entwicklung gab es bisher noch in keinem einzigen Gothic-Spiel und fällt ebenfalls negativ im Vergleich zu den Vorgängern auf. Wir sind aber guter Dinge, das wir in der Vollversion eine weniger steile Ausrüstungsphase durchleben werden. Leider fällt die künstliche Intelligenz der Gegner derzeit noch recht schwach aus.  Am Ende des Höhlenkomplexes finden wir einen Teleporter, welcher uns in den Thronsaal von König Rhobar III., dem Helden der Vorgänger geleitet. Als wir das Ende des Raumes erreicht haben, endet die Demo und der Abspann flimmert über den Monitor.

Unklarheiten


Obwohl wir uns anderthalb Stunden in der Spielwelt aufgehalten haben, ist es fast unmöglich eine vorläufige Prognose zu erstellen. Bei einem Titel dieser Größenordnung müssten wir im Normalfall deutlich mehr Zeit zur Verfügung haben. Wir können derzeit nicht sagen, was uns nach Feshyr erwarten wird und wie das restliche Konzept zum Spiel passt. Es sieht leider im Moment so aus, dass Arcania: Gothic 4 ein überdurchschnittliches gutes Rollenspiel wird – nicht mehr und auch nicht weniger. An vielen Stellen wurde unnötig Potential verschenkt. Gothic-Veteranen wird der Wegfall von Lehrern und Lernpunkten wohl am meisten stören. Stattdessen erhält man für jeden Levelaufstieg eine gewisse Anzahl an Punkten, die man in bestehende Fähigkeiten investieren kann. In der Demo können wir nur Kampf- und Magiefähigkeiten erblicken, welche Attribute erhöhen und ein paar neue Manöver einführen. Talente wie Schlösserknacken oder Taschendiebstahl fallen somit automatisch weg. Ob und wie diese Fertigkeiten in das Spiel integriert werden, können wir anhand der Demoversion noch nicht ausmachen. Beispielsweise fanden wir ein Rezept zum Brauen eines Tranks – als wir uns an den Alchemietisch stellten, passierte nichts. Ein Knopfdruck auf die C-Taste klärt das Missverständnis auf. Ab sofort wird die Alchemie- und Schmiedearbeit in einem separaten Fenster erledigt – und das jederzeit an jedem Ort der Spielwelt. Während man ein kleines Alchemiekästchen noch logischen erklären kann, stellen wir es uns lustig vor, einen ganzen Schmiedeofen samt Amboss im Gepäck zu haben. Einen faden Beigeschmack hinterlässt es ebenfalls, wenn wir uns in eines der zahlreichen Betten legen, aber nicht schlafen können. Dies könnten wir in Anbetracht der Handlung und des Schiffes am Horizont noch verstehen, doch warum kommt der Kahn nicht näher, wenn die Zeit verstreicht? Des Weiteren werden wir gerade dazu gedrängt, ein moralisch gutes Leben in der Fantasy-Welt zu führen. Herumliegende Gegenstände in Häusern dürfen ohne Bestrafung entwendet werden und unschuldige Schafe dürfen auch einfach so erschlagen werden – interessieren tut es die Dorfgemeinde nicht.  Außerdem dürfen wir nicht aus Lust und Dollerei unsere Mitmenschen angreifen. Es ist schlicht und einfach nicht möglich. Unklarheiten im Spielverlauf stören am meisten, haben diese doch in der Vergangenheit großen Einfluss auf die einstmals hoch gelobte Rollenspielserie gehabt.

Ohne Schirm, Charme und Melone


Da wir die ersten Teile allesamt gespielt haben, müssen wir uns auch bezüglich der Steuerung umgewöhnen. Klicken wir die linke Maustaste, zieht unser Held automatisch seine Waffe oder bereitet den zugewiesenen Zauber vor, anstatt einen Gegenstand vom Boden aufzuheben. Für jede Aktion ist nun die E-Taste auf der Tastatur notwenig. Die Schnellzugriffleiste ist leicht und verständlich belegbar. Man zieht aus dem Inventar einfach das bestimmte Objekt auf die Schaltfläche und kann es fortan durch Auswählen der jeweiligen Zifferntaste aktivieren. In hitzigen Gefechten kann das aber unter Umständen nervig sein. Wie bereits beschrieben, lässt die Intelligenz der Gegner derzeit noch zu wünschen übrig. Ein weiterer Wermutstropfen ist die Verwendung des Bogen. Während man in Gothic 3 korrekterweise etwas höher als direkt auf das Zielobjekt schießen musste, trotzen die Pfeile in Arcania: Gothic 4 allen physikalischen Gesetzen. So fliegt ein Pfeil doch tatsächlich hundert Spielmeter gerade auf das Ziel und durchdringt dabei sogar noch einen Baum. Das darf im Jahr 2010 echt nicht mehr passieren. Gespielt haben wir übrigens auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad. Der hohe Schwierigkeitsgrad war in der Demo aus unverständlichen Gründen noch nicht auswählbar, ebenfalls nicht der Schwierigkeitsgrad mit dem Titel „Gothic“. Allein der Name lässt nach Herausforderungen dursten und uns im Glauben, dass es um die künstliche Gegnerintelligenz allgemein nicht gut bestellt ist. Entwickler und Publisher machen es uns nicht gerade leicht, positiv über das Spiel zu berichten. Viele Stellen im Spiel sind einfallsreich, aber anscheinend unfertig. Beispielsweise die unterdurchschnittliche Bevölkerung der Spielwelt. Feshyr ist zwar eine kleine Insel, aber die permanente Population auf der Insel lässt sich auf logische Art und Weise nicht ergründen, dafür gibt es zu wenige Einwohner. Ein jeher wichtiger Bestandteil der Gothic-Reihe waren die Dialoge. Egal in welchem Teil der Welt man sich befand, man konnte sich darauf verlassen, dass der Held den einen oder anderen, lockeren Spruch von den Lippen lässt. Sicherlich handelt es sich bei Arcania: Gothic 4 um einen gänzlich neuen Helden, mit einer individuellen Persönlichkeit. Trotzdem reicht der Wortwitz trotz guten Synchronsprechers (Hurley Reyes, Lost und Michael Scofield, Prison Break) nicht an die Qualität seines Vorgänger heran. Auch hier merkt man, dass man die Serie einem größeren, anspruchsloseren Publikum zugänglich machen möchte.

(K)ein Grafikwunder


Dies merkt man ebenfalls an der grafischen Darstellung des Spiels. Um die Reihe vielleicht auch endlich in den USA zu etablieren, legte man in Arcania: Gothic 4 viel größeren Wert auf sattere und leuchtende Farben. Zum Glück kann man diese in den Optionsmöglichkeiten auch abschalten, damit (europäische) Spieler auch in den Genuss des dunklen, tristen Spielstils kommen können. Doch egal welchen Grafikstil man nun ausgewählt hat, dieser täuscht nicht über ein paar matschig ausfallende Texturen hinweg. Je nach Grafikeinstellung und Spielsystem können auch Grasbüschel in der Gegend recht spät aufpoppen, während unserer Testphase hat uns dies aber kaum gestört. Als Entschädigung freuen wir uns aber umso mehr über viele interessante Optionsmöglichkeiten, die so gut wie jedem Spieler ein einzigartiges Spielgefühl vermitteln werden. Im Normalfall verschwindet die Vegetation in einem kleinen Radius um den Helden herum, um die Sicht auf Landschaft und Feinde aufzudecken. Dieses Feature kann man abschalten, um das Gefühl man spiele einen der alten Teile hervorzurufen. Die Minimap an der oberen (rechten) Bildschirmecke kann ebenso abgeschaltet werden wie die Quest-Markierungen oder die Lebensanzeige unserer Gegner. Den Möglichkeiten sind (fast) keine Grenzen gesetzt. So viel Liebe zum Detail wünschen wir uns nahezu bei jedem Spiel – selten werden sie erhört. Obwohl das Spiel grafisch hübsch ausfällt und der Stil oft an die alten Serienteile erinnert, differenziert sich Arcania: Gothic 4 oftmals von seinen Vorgängern. So manches Gebiet hätte Piranha Bytes sicherlich anders kreiert, auch wenn der neueste Teil in einem neuen – bisher nur aus Erzählungen bekannten – Teil der Gothic-Welt spielt. Dies erklärt die Unterschiede zumindest glaubhaft. Übrigens: Wer Angst vor Lade- und Speicherzeiten hat, darf aufatmen. Das Speichern geschieht ohne spürbare Verzögerung und die Ladezeiten fallen sehr, sehr kurz aus. Bravo!

Atmosphäre mit Patzern


Akustisch wird das Spiel mit netten Klängen untermalt. Während wir im Dorf unterwegs sind oder die Insel zu Fuß erkunden, trällern fröhliche Stücke aus den Lautsprechern. Im Kampf und in den Höhlen wirkt der Soundtrack stattdessen viel bedrohlicher. Obwohl die Melodien jederzeit zum Geschehen passen, kommen sie nicht an das Talent eines Kai Rosenkranz heran. Auch hier klingen die Musikstücke zu oft nach Rollenspielstandard und sind – zumindest in Augen eines Fans – Gothic eher unwürdig. Unverständlich sind außerdem die recht großen Textphasen in der PC-Fassung. Man merkt deutlich, dass das Spiel zeitgleich auch für die Xbox 360 und die PlayStation 3 entwickeln wurde. Wir können zwar verstehen, dass man das Spiel einem größeren Publikum zugänglich machen möchte, doch selbst diesem Personenkreis dürfte diese Einbindung störend auffallen. Nervig waren außerdem die unsichtbaren Wände, mit welchen wir öfters in Kontakt traten. Unsichtbare Wände beim Erklimmen einer Felswand können wir unter Umständen noch verschmerzen, aber unsichtbare Wände beim Betreten tiefere Wasserstellen sind nicht zeitgemäß – ein Held sollte schwimmen können. Leider können wir Rockstar Games nach Veröffentlichung von Red Dead Redemption nicht mehr als Vergleich ziehen. Spellbound muss sich in den letzten Tagen der Entwicklung wirklich noch ins Zeug legen, um die letzten groben Schnitzer aus dem Spiel zu entfernen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der PC-Fassung): Grundlegend hat mir das Probespielen von Arcania: Gothic 4 gut gefallen. Optisch macht der Titel einen guten Eindruck und der Soundtrack passt sich dem Geschehen jederzeit an. Allerdings kann ich wohl jetzt schon sagen, dass die Gothic-Reihe mit diesem Teil für mich gestorben ist. Spellbound versucht mit Arcania: Gothic 4 neue Käuferschichten zu finden. Ich glaube, dass man hinter dem großen Teich kein Interesse mehr an der Spielserie hat, auch wenn sie fortan mit vielen, bunten Farben in den Handel kommen sollte. Gothic war für mich immer ein tolles Spiel, weil es einen eigenständigen, traditionellen Weg gegangen ist. Ums Umso trauriger war es damals für mich, dass Jowood ein so renommiertes Entwicklerstudio wie Piranha Bytes vor die Tür gesetzt hat. Dennoch wird Arcania: Gothic 4 den Weg in meine Sammlung finden. Ich möchte einfach wissen, was dem einstmals coolen, namenlosen Helden passiert ist und warum er die südlichen Inseln überfällt. Der Kampf um den Platz für das beste Rollenspiel 2010 hat Arcania: Gothic 4 in meinen Augen schon verloren, dafür macht es zu viel anders. Aber ich möchte mich selbstverständlich gerne eines besseren belehren lassen. In der Zwischenzeit hoffe ich, dass Piranha Bytes viele neue Details über Risen II veröffentlicht – die Jungs verstehen zumindest ihr Handwerk, wie man ein gutes, auf Fans zugeschnittenes Rollenspiel entwirft.

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28 Kommentare zu “Preview: Arcania: Gothic 4

  1. Hey vielen Dank für den tollen Test der Demo.
    Ich hab sie selber noch nicht gespielt und werde das komplette Spiel auch erstmal bei nem Freund spielen der sich das auf jedenfall anschaffen wird. xD
    Meinem Eindruck nach, durch deine Preview und auch die Anderer (PC Games usw.) , scheint es ein gutes Spiel zu sein aber nach Gothic hört sich das leider nicht an.
    Keine Lehrer, Protagonist ist ein verlobter Schafhirte (-.-), kein vernünftiges Schmieden, und anscheinend auch kein Gothic-typischer Sarkasmus der bisher alle Teile geprägt hat. Die Atmosphäre scheint auch ziemlich dünn zu sein, Bevölkerungs,- Dialogtechnisch gesehen.
    Wenigsten bleiben einem noch Diego, Gorn, Lester und Milten …

  2. Zum Thema Schiff: über das kann man mit seinem schmiedenden Freund sprechen, der sagt es sei ein myrtanisches Kriegsschiff, das warscheinlich auf dem Weg nach Argaan sei (völliger Unfug das Schiff wird wahrscheinlich nach Feshyr fahren und Ivy entführen, dann hat man ja auch schon mal ein Ziel im Spiel). Danach kann man noch mit jedem weiteren Einwohner Feshyrs über das Schiff sprechen. Diego reagiert sehr interessant er erzählt dir von König Rhobar und dessen Wahnsinn, außerdem lässt er noch durchsickern das er dessen ehemaliger Berater ist. Also doch nciht ganz sinnfrei sowas merkt man dann wenn man die Demo zu häufig spielt um ein ganz bisschen Gothic zu finden. Die fehldenden Diebestalente sind furchtbar außerdem sieht man, dass das Spiel kindertauglich geworden ist, man kann niemanden umhauen und ihn danach erstechen, sodass er für immer weg ist. Schade drumm damit ist meine alte Gothic-skillart tot. Ich werde es wohl wie soviele kaufen um zu sehen was mit dem namenlosen Protagonisten eines meiner Lieblingsspiele passiert.

    • @Johannes
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Man beachte aber auch den Konjuktiv in deinem Satz zu dem Schiff. Es wird zwar viel in der Demo gemunkelt, doch wo das Schiff genau herkommt, erfährt man an keiner Stelle.

  3. Hallo Eric,

    habe die Demo auch am letzten Wochenende gespielt und hatte sogar ne Menge Spaß dabei. Nach dem Ende hatte die ganze Angelegenheit dann jedoch einen fahlen Beigeschmack, da (wie schon erwähnt) keine Herausforderung da war. Ich hab aus Jux den Steingolem nochmal mit dem Handmesser, das man ganz am Anfang findet, besiegt; das fand ich schon ziemlich lächerlich. Das war in früheren Teilen deutlich schöner gelöst (siehe Hammer Inos/generell Schlagwaffen) und warum dort der Schritt zurück gemacht wurde, ist mir nicht klar.
    Auf dem Schwierigkeitsgrad „normal“ kann man sich reglos vor einen gefallenen Paladin stellen, und es dauert sicher ne Minute, bis der den Charakter auch mal an den Rand des Todes geprügelt hat. Da komm ich mir vor, als wäre das Spiel für 12-jährige entwickelt worden.
    Neben den schon erwähnten Dingen (Schmieden etc), die eine Gothic-Atmosphäre einfach verhindern, ist das Skill System zu einfach gestrickt. Nicht nur die lineare Steigerung und die Abwesenheit der Lehrer; mir will auch nicht so ganz in den Kopf, wieso ein Schafhirte von einer 10-Seelen Insel ein Zweihandschwert professionel schwingen kann oder warum der so gut im Bogenschießen ist. Sogar bei Two Worlds hab es noch was zu lernen, und da war der Charackter nach der Story Kopfgeldjäger.

    Mich besorgt, das es zu viele Dinge sind, die zum Teil auch tief in dem Spiel drinstecken, die einen sehr starken Bruch zur Gothic-Serie machen. Davon abgesehen, könnten einige der Kritikpunkte auch generell dazu führen, das das Spiel wenig Spaß macht: die lineare Handlung, zu einfache Gegner, zu viele Goodies (ich hatte am Ende der Demo ca 20 Heiltränke, 100 Bandagen etc….und Lebensregeneration! Da hätte ich Myrtana eingenhändig einnehmen können), die unsichtbaren Barrieren, zu wenig Auswahlmöglichkeiten in Gesprächen etc…

    Wenn Spellbound das im Hauptspiel tatsächlich anders gemacht haben sollte, kann ich mich nur über den Release dieser Demo wundern, die ja so viele Unzulänglichkeiten aufzeigt.
    Aber wie gesagt, Spaß gemacht hat es trotzdem. Man muss dann nur immer krampfhaft denken „Es ist kein Gothic, es ist kein Gothic….“, auch wenns draufsteht.

    Mfg
    Chris

    • @Chris
      Vielen Dank für deinen großen Kommentar. Es macht mir immer wieder Freude, wenn jemand einen meiner Berichte gelesen hat und seine Meinung zu dem Thema abgibt. Ich kann mich deiner Meinung persönlich nur anschließen und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie das Endprodukt wird. Vor allem bin ich sehr darauf gespannt, wie viele Leute den Kauf des Spiels boykottieren wollen und es sich dann doch noch kaufen. Es ist leicht, es ist teils unvorteilhaft, sowie unklar gelöst und es ist kein Gothic – das muss man sich immer wieder vor Augen halten. Wenn man das bedenkt, spielt man allerdings ein solides und überdurchschnittliches Rollenspiel.

  4. Ich habe erst Vorgestern die Demo gesehen und war vollig überascht, dass ich das als jemand der sehnlichst auf Gothic 1 + 2 gewartet hat und auch schonmal suchterscheinungen zeigte nicht früher von der neuen Seirie erfuhr

    Aber nun zur Demo.
    Ich war erstaunt und im ersten Moment erschrocken, nicht meinen lieblingscharakter zu sehen. Auch dass man plötlich eine wildfremde Person heiraten soll war nicht gerade ein Plus und fühlte sich für mich sehr aufgesetzt an, wobei ich denke, dass die Dame leider nach dem Abenteuer mit der seltsamen Hexe aus den Lebenden treten wird und wir uns dann zur Klärung und voller Rachegelüste in den Krieg stürtzen.
    Des Weiteren frage ich mich ob die Ork so wie Orruk einfach gesagt dumm sind, ich hoffe es jedoch nicht.

    Dann war ich im ersten Moment seht verwirt, davon dass sich hinter der taste B keine komplexen Zauber gibt, die es zu erlernen gibt. Das Fortbildungssystem erinnerte mich an Spellforce als an Gothic und Die detailgenauigkeit der Charaktergesichter ist für meinen geschmack zu hoch, aber das ist ja nicht so wichtig.

    Hoffe das Spiel wird dann doch noch an einigen Stellen besser und auf eine überaschende Geschichte, weil ich sonst voller Tränen die ersten beiden teile spielen würde und der alten Zeit fröhnte!
    toitoitoi

    • @Michicht
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Auch mir schmeckt es nicht besonders, dass man nun einen neuen (weicheren) Helden spielen muss. Aber ein Widersehen mit dem König, also dem alten Helden, wird es mit Sicherheit geben und diese Konfrontation möchte ich auf keinen Fall verpassen. Hoffentlich steckt noch Potential in der Geschichte des Helden.

      Zu den Orks: Es wird auch feindlich gesinnte Orks geben, wie man bereits in einigen Videos sehen konnte. Diese fallen dann nicht in die Dummkopf-Sparte wie Orruk. ;D Aber man kennt das ja: Bei jeder Lebensform fällt mal eine Figur aus dem Raster! 😀 Und bei Gothic und Gothic II: Die Nacht des Raben waren die Orks (bis auf einen) komplett feindlich gesinnt. In Gothic 3 konnte man schon mit ihnen plaudern – Piranha Bytes erklärte das damals damit, dass es sich einfach um andere, weniger kriegerische Orkstämme gehandelt hat, wenn ich mich richtig entsinne.

  5. Hallo Zusammen,

    ich habe die DEMO ( als alter GOTHIC-Veteran ) ohne Minimap / Questmarker etc. in Null-Komma-Nix durchgespielt. Aber trotz dessen, dass es auf schwer gestellt war leider viel zu einfach. Ich hoffe, dass die Spielstärke Gothic es viel schwieriger gestaltet !!
    Ansonsten gefällt mir das Spiel eigentlich sehr gut ( auch ohne PB ) obwohl es kein Gothic ist, aber ein Grundsolides Rollenspiel. Ähnlich wie Risen ( ist halt auch kein Gothic ).
    Kaufen werde ich es trotzdem und hoffe, dass es in der Verkaufsversion nicht so leicht ist.

    Dann bin ich mal auf den Vergleich mit Two Worlds 2 gespannt.

    Alles liebe
    Jochen

    • @Jochen
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Wir können uns dir nur anschließen. Arcania: Gothic 4 wird ein gutes Rollenspiel, dass allerdings auch seine Ecken und Kanten hat – ein würdiger Gothic-Nachfolger ist er zurzeit allerdings – in unseren Augen – allerdings nicht. Meine Wenigkeit kann sich dir nur anschließen, bisher ist das Gespielte viel zu einfach. Der Schwierigkeitsgrad „Gothic“ sollte zu alten Stärken und Herausforderungen führen. Wir sind gespannt, ob das gelingen wird.

      Two Worlds II werde ich mir zumindest auch krallen und dann werden wir auch versuchen, eine Gegenüberstellung der beiden Titel zusammen zuwürfeln. Also verfolge weiterhin Gameplay Gamers, damit du auf dem Laufenden bezüglich Arcania: Gothic 4 und Two Worlds II bleibst. 😉 Wir würden uns jedenfalls sehr darüber freuen. ^^

  6. Endlich mal jemand der genauso PB nachtrauert wie ich! Ich werde mir Arcania nicht kaufen da es für mich (wie Sie gesagt haben) sehr viel anders macht. Für mich endete die Gothic-Serie mit dem 3. Teil. Ach übrigens: DeepSilver hat bestätigt das Piranha Bytes an Risen 2 arbeitet.

    • @Tobias H.
      Vielen Dank für deinen Kommentar, du darfst uns aber auch ruhig mit „du“ anschreiben/ansprechen. Das mit Risen II habe ich – bis heute – noch gar nicht mitbekommen. Auch dir nochmals vielen Dank für diesen tollen Hinweis! 😉

  7. Hallo Eric,

    ich hab gerade dein Preview von Arcania: Gothic 4 entdeckt und dein Fazit gelesen. Ich werd mir auch bald das gesamte Preview geben ^^ Danke für deine ehrliche Meinung! Arcania wird sicher ein tolles Spiel, da Spellbound die Fangemeinde mittlerweile sicherlich kennt und http://www.worldofgothic.de ihnen wahrscheinlich genauso zur Seite stand. Bedenke bitte trotzdem dass Spellbound nicht Piranha Bytes ist und dass kein Entwicklerstudio ein Spiel gleich machen kann, wie das andere. Auch wenn wir das oft gerne hätten, Gothic war damals auch einfach wow. Piranhabytes entwickelt sich aber genauso weiter. Wenn du möchtest probier einfach, wenn das Spiel released ist, es mit Neugierde, Interesse und Entdeckungsdrang zu spielen. Es ist bestimmt ein anderes Spiel, als Gothic 1, auch wenn wir es alle liebten und lieben 🙂 …weißt du noch, als du im Alten Lager warst und Thorus dich in die Burg lies? Du wurdest auf die Probe gestellt, du hast Aufträge angenommenm, hattest du genauso viel Spaß dabei, dich dadurch zu trainieren und zu dem zu werden was du wolltest? ..und zwar die Richtung die einem selbst gefällt. Irgendwann warst du bereit dazu aufgenommen zu werden. Ich weiß noch als ich aufgenommen wurde und meine erste Rüstung bekam! Wow sah ich geil aus damit!!!! =D

    ..schau ich verbinde total viele Gefühle, Leidenschaft und Kindheitserinnerungen mit Gothic. Ich hab dann begonnen jedes zukünftige (Rollen-)Spiel daran gemessen ..das machte mich jedoch zunehmend unglücklicher, weil mir irgendwann gar kein neues Spiel mehr Spaß gemacht hat ..und das ist sicher nicht das wahre 😦

    Ich hab jetzt gemerkt, dass in jedem Spiel bzw. in allen Dingen die wir tun und schaffen wirklich viel Energie und Fleiß steckt. Spellbound ist sogar ein deutsches Entwicklerstudio und hat sich mit einem neuen Spiel im Gothicuniversum viel vorgenommen. Allein schon die Erwartungen der Fans zu erfüllen, hat sie sicher sehr unter Druck gesetzt. Ganz abgesehen vom Publisher Jowood, dessen Existenz praktisch von diesem Spiel abhängt. Jetzt haben Sie ihr eigenes erstes third-person-game geschaffen. Ich freue mich sehr darauf und ich finde es auch gut, dass sie sich fast 1 Jahr länger Zeit genommen haben, als ursprünglich geplant. Das allein zeigt schon, dass selbst Jowood viel an einem gelungenen Spiel liegt, das auch die Fans glücklich macht. Sooo pfau das war ja jetzt viel mehr als ich eigentlich schreiben wollte *gg*

    OK ich schreib auch ein kleines Fazit:
    Danke für einen Artikel, damit hast du meine Vorfreude noch weiter angeheizt 🙂 Bald ist der neue Sprössling von Spellbound erhältlich und ich denke wir sollten jedem Spiel die Chance zu geben ein eigenes, neues, anderes Erlebnis sein zu dürfen.

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Wien!
    Dein Thomas

    • @Thomas Schmid
      Wow, wir finden es echt toll, dass du dir für deinen Kommentar so viel Zeit genommen hast. Persönlich kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie mich Thorus in die Burg gelassen hat oder ich die Elemtargolems auf dem Weg zu Xardas aus dem Weg geräumt habe. Das waren schöne Zeiten, an die ich mich sehr gerne erinnere. Ich gehe immer positiv und gut gelaunt an ein neues Spiel, manchmal sind Vorurteile allerdings nicht wegzudenken. Trotzdem versuche ich bei meinen Artikeln weitgehend objektiv zu bleiben. Aber man kennt das ja – du sicherlich auch – dass man es wirklich nicht jedem Recht machen kann.

      Wenn man sich allerdings eine Reihe aufbaut – und egal ob es dabei nun einen Entwicklerwechsel gibt oder nicht – sollte man dennoch wissen, woher diese Reihe auch kommt. Piranha Bytes hat ein wunderbares Universum geschaffen, dass nun in den Händen von Spellbound möglicherweise „zerstört“ wird. Sicherlich entwickeln sich Spiele und Entwickler weiter – allerdings muss diese Veränderung auch zur Serie passen. Bei Arcania: Gothic 4 wurden einfach sehr viele Änderungen vorgenommen, die wir aktuell noch nicht genau einstufen können. Sobald das Spiel erhältlich ist, werden wir uns allerdings nochmals dazu äußern.

      Aber jetzt nochmals auch dir – ich weiß gar nicht wie oft ich das heute schon geschrieben habe – vielen Dank für den Kommentar! 😉

  8. Ich fand die Demo version echt Super.
    Ich kann in bestimmten fällen die negativen Kommentare nicht ganz verstehen ,
    da dies immernoch eine DEMO version ist und ich als Hersteller würde auch
    nicht alles freigeben, schließlich sollen die Leute dieses Spiel kaufen um in den kompleten genuss zu kommen.
    Ich persöhnlich finde es zwar schade das der komplette Charakter geändert wurde aber
    bin guter ansichten dass, das Spiel ein Hit wird.
    Die Grafik setzt im gegensatz zu den vorgängern ein komplett neuen Masstab.
    Auch die wirklich extremen Ladezeiten von den ersten teilen viel bei mir komplett weg.
    Ich habe F5 für Schnellspeichern und über die Optionen Speichern geklickt und hatte keine Sekunde gewartet da war das spiel schon gespeichert. Auch das Laden ging wie von selbst.
    Ebendfalls entfiel das extreme Ruckeln wie beim 3 Teil was mich wirklich sehr gewundert hatte da dieses Spiel ja viel größere anforderung stellt gerade Grafisch usw.
    Naja , um zum Ende zu kommen kann ich nur sagen das ich mich auf den 4 Teil wirklich sehr freue und auch Leuten dieses Spiel empfehlen werde da man anscheinend die ersten 3 Spiele nicht gespielt haben muss sondern eine Komplett neue Story aus dem Nichts erschaffen wurde.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel .

    • Ach verdammt ich habe einige Rechtschreibfehler gefunden 😀
      Gibt es eine möglichkeit zu editieren ?
      Hab das zwischen Tür und Angel geschrieben , deswegen nicht so hart bewerten 🙂

      • @Daniel R.
        Nein, leider gibt es keine Editierfunktion bei WordPress – zumindest nicht für die Kommentare. Aber man kann deinen (tollen!) Text auch mit den Fehlern lesen, die behalten wir dann einfach! 😉

    • @Daniel R.
      Wir sind uns durchaus bewusst, dass uns nur eine Demoversion vorliegt. Allerdings möchten wir ein Spiel nur auf das hin bewerten, was wir auch persönlich gespielt haben. Wenn wir euch einfach nur den Inhalt vieler Pressetexte wiedergeben, wäre das für euch – und selbstverständlich auch für uns – kein Mehrwert. Mit einer Preview auf Demo-Basis möchten wir unseren Lesern einfach das Gefühl dieser Version vermitteln und was sie – mindestens – im fertigen Produkt erleben werden. Bis ein Spiel veröffentlicht wird, kann sich noch einiges ändern und wenn dann ein bisher eher schlecht gefundenes Feature auf einmal richtig gut ist, ist die Freude doch viel größer, dass die Entwickler sich ein Herz an den Kritiken genommen haben, oder? 😉

      Und du hast mit der Grafik selbstverständlich recht, diese ist viel besser als die der vorherigen Teile. Vor ein paar Tagen erst habe ich noch Gothic 3: Götterdämmerung gespielt und im direkten Vergleich kippt man schon fast aus den Latschen, wenn man sich die wunderschöne – wenn auch nicht allzeit perfekte – Grafik von Arcania: Gothic 4 anschaut. Die Speicher- und Ladezeiten haben wir in unserem Text gar nicht berücksichtig, auch hier vielen Dank. Wir haben diese direkt mal positiv im Text hervorgehoben. 😉

      • Hehe,
        ist ja nicht schlimm sollte auch kein „Meckern“ sein ehr ein „darauf hinweisen“
        Finde den Test wirklich sehr gelungen und freue mich schon sehr auf das Spiel.
        Wünsche euch allen viel Spass beim „Zocken“ solbald das Spiel draußen ist. 🙂
        Mit freundlichen Grüßen

      • @Daniel R.
        Hehe, als Meckern haben wir – oder in diesem Falle ich – das sogar gar nicht erkannt. Im Internet ist es eben schwierig, die die Tonwahl ohne Audio-Kommentar zu treffen. Wir wünschen dir aber auch sehr viel Spaß beim Zocken, sobald das Spiel erhältlich ist. In zwei Wochen werden wir sehen, ob das Spiel ein Hit wird oder nicht. ^^

  9. Zitat:
    Talente wie Schleichen,
    Zitatende:

    Hm, wieso sollte das Schleichen nicht gehen? Schon mal zufälligerweise STRG gedrückt?

    • @Hans Trapp
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Und ist dieser Fehler bereits aufgefallen und haben ihn aus dem Text bereits verbannt. Aber vielen Dank, dass du uns darauf hingewiesen hast! 😉

  10. Hey Leute, vielen Dank für diese Zusammenfassung der wichtigsten Fakten über die Demo.
    Vieles, das ihr hier geschrieben habt kann ich wirklich nachfühlen, mit euren Meinungen über die negativen oder nicht vorhandenen Veränderungen liegt ihr wirklich goldrichtig. Jedoch möchte ich hier noch ein paar Anmerkungen machen.
    Die Sache mit dem Schmieden, der Alchemie und em Schlafen hat sich in dem Spiel auf besonders negative Weise verändert. Mit Esse und Amboß, dem Alchemietisch und dem Bett ist nämlich absolut nichts mehr anzufangen, man kann sie zwar in von Jowood so genannten Roleplay Activities benutzen, jedoch ist es mittlerweile nicht mehr möglich Nächte zu überschlafen. Alles, was zum Crafting gehört, wie Alchemie, Schmieden und Kochen, wird völlig separat von Alchemietisch, Schmiede und Kochtopf in einem Untermenü (als Standard mit der Taste C [crafting] zu erreichen) zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich sein. Das funktioniert dann wie bei Oblivion oder Dragon Age, ein völlig unnötiger Schritt, der viel von der Ambient Stimmung tötet, wenn ihr mich fragt.

    Noch eine Anmerkung zum Tutorial. Dies scheint sich von der Demo stark zu unterscheiden, da das Feld von Knuts Hof, das man in der Demo nicht betreten durfte noch recht groß sein dürfte, und ein extra Dungeon beinhaltet, in dem man noch etwas für Ivy`s Vater suchen soll. Dies wurde mal weit vor der Demo schon enthüllt. Außerdem wurde die Demo ab dem Dungeon, in dem man für die Hexe Käfer tötet vergrößert. Im echten Spiel sollte wahrscheinlich nach der Käferkönigin Schluss sein, doch um auch Spätere Ausrüstung und Gegner kennen zu lernen, wurde dieser Part dazu implementiert. Also sind die starke Ausrüstung sowie starke Gegner zum Ende der Demo im echten Spiel wohl nicht vorhanden, genau so wenig wie der frühe Besuch bei König Rhobar und seinen Freunden.
    Das wollte ich nur klären, weil diese Aspekte von euch wohl falsch verstanden wurden 😉

    • @Christian
      Vielen Dank für deinen großen Kommentar. Es bereitet uns immer große Freude, wenn sich jemand die Zeit nimmt, unsere Artikel durchzulesen und zu kommentieren. Zu unserer Schande müssen wir gestehen, das uns das Handwerksfenster tatsächlich nicht aufgefallen ist. Vielen Dank, dass du uns (wie Sniggles bereits vor dir) den Hinweis dazu gegeben hast. Wir haben die entsprechende Textstelle überarbeitet.

      Aber keine Sorge, wir haben das mit der Demo schon richtig verstanden. Es ist uns durchaus bewusst, dass der Entwickler natürlich nicht sein ganzes Pulver verschießen und nur einen Bruchteil des Spiels präsentieren möchte. Es wurde zwar – nicht speziell bei Arcania: Gothic 4 – schon sehr oft von Entwicklern Dinge versprochen, doch diese sind manchmal in dieser Form nicht eingetreten. Wer an Peter Molyneux denken mag, darf bitte genüsslich schweigen. Aus diesem Grund möchten wir unseren Lesern nur das vermitteln, was wir persönlich auch selbst erlebt haben und eine Prognose aus unserer Sicht stellen. Das man natürlich nicht einfach in den Thronsaal von Rhobar teleportiert wird, ist uns natürlich auch klar gewesen – sonst wäre die Handlung spätestens an dieser Stelle ein wenig wirr. Hoffentlich kannst du unsere Meinung dazu nachvollziehen. Aber auch dir tausend Dank, dass du uns darauf hingewiesen hast.

    • @iGod
      Vielen Dank für diese Information. In den letzten Monaten habe ich leider nicht allzu viele News gelesen und da ist mir wohl die Nachfolger-Ankündigung des für mich zweitbesten Rollenspiels des letzten Jahres entgangen. Auf dem ersten Platz befand sich übrigens das DS-Remake von Chrono Trigger, aber das hat hier nichts zu sagen. Nochmals danke, dass du mich darauf hingewiesen hast. 😉

  11. Der Test deckt sich im Großen und Ganzen mit meinen Demo Erfahrungen. Aber warum wird hier gesagt, dass man das Crafting System noch nicht bewerten bzw. analysieren kann?
    Ja, man kann weder an nem Feuer Fleisch braten, noch an einer Schmiede ein Schwert herstellen, noch Tränke an einem Alchemietisch herstellen.
    Das Ganze passiert nun „instant“ im Handwerksmenü. Ist euch dieses Menü nicht aufgefallen?

    Außer dem einen Trank und etwas gebratenem Fleisch kann man in der Demo aber nichts herstellen, weil entweder die Rezepturen/Baupläne fehlen oder eben die Zutaten, weil auf Feshyr außer Heilpflanzen und diesen 6 Pilzen für den Ork wohl nichts anderes wächst.

    • @Sniggles
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Uns ist dieses Menü tatsächlich nicht aufgefallen und sind umso dankbarer, dass du uns darauf hingewiesen hast. Wir haben den betreffenden Absatz überarbeitet. Nochmals danke für deine Aufmerksamkeit!

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