Wie in jedem Jahr hat natürlich auch einer der größten Dritthersteller der Welt seine eigene Pressekonferenz auf der E3. Electronic Arts stellt hier sämtliche Titel vor, welche in Zukunft auf allen möglichen Plattformen erscheinen werden.
Die Produktionsstube hat mit ihren neuen Ankündigungen mal wieder viele Fan-Herzen höher schlagen lassen und sorgte für gute Stimmung in der Halle. Im Minutentakt wurden durch und durch Spiele angekündigt, Trailer gezeigt und Demos gespielt. Dabei gibt es in diesem Jahr aber eher Prequels zu schon bekannten Titeln zu sehen. Dazu zählen vor allem Blockbuster wie Crysis 3, Madden NFL 13, Dead Space 3, Medal of Honor: Warfighter und viele mehr. Die meisten Entwickler gaben direkt zu ihrem Spiel die Neuerungen bekannt und ließen uns im Livestream erste Einblicke in die Demoversionen gewähren. Außerdem präsentierten sie oft unmittelbar danach und davor die passenden Trailer dazu, doch der Reihe nach. Der Name alleine sorgt schon für ein Gänsehautgefühl. Nachdem der erste und zweite Teil mit seinen Survival-Horror-Elementen eine riesige Fangemeinschaft schuf, sind eben jene Fans nun auf eben den dritten Teil dieser Serie gespannt. Allerdings scheint sich das Spiel ein bisschen von den Vorgängern abzuheben. Wir werden wohl nicht mehr alleine durch die düstern Ecken eines Raumschiffs rennen, sondern werden dem Anschein nach in Dead Space 3 auf einem frostigen Eisplaneten unterwegs sein. Zudem sollen wir einen Partner zur Seite gestellt bekommen. Dieser Partner wird auf den Namen Earthgov Sergeant John Carver hören und kann sehr wohl auch von anderen Spielern im Kooperationsmodus gespielt werden können.
Football-Guru Cam Weber bei Electronic Arts
Das Spiel wird über nach Aussagen der Entwickler über ein integriertes Drop-in/Drop-out-System verfügen. Das heißt, dass wir wohl jederzeit in die laufende Partie eines Freundes mit einsteigen können. Zudem wirkt Dead Space 3 wesentlich actionlastiger, ist aber gewohnt düster. Wir dürfen gespannt sein, wie diese Umstellung bei den Fans ankommt. Bei Electronic Arts geht es wie in jedem Jahr natürlich aber auch sportlich zu. So soll zum Sommerende der nächste Teil der Madden-NFL-Reihe für die bekannten Plattformen erscheinen. Wie in jedem Jahr wurde dazu eine riesige Präsentation dargeboten und dieses Mal sogar ein Ex-Spieler eingeladen. Football-Guru Cam Weber betritt die Bühne und stellt das American-Football-Meisterwerk mit voller Begeisterung vor. Optische Neuerungen gibt es nur minimal und so versprechen die Entwickler eher die eine oder andere Verbesserung im Spielverhalten, wie glaubhaftere Tacklings und ein allgemein besseres Gameplay. Madden NFL hält sich seit Jahren konstant gut, verbessert sich aber kaum. So werden wir auch dieses Jahr mit keinem großen Sprung rechnen. Greg Goodrich begibt sich aufs Podium, um den neuen Ableger des Medal-of-Honor-Franchises vorzustellen. Eines steht bereits jetzt fest – dieses Spiel wird mit der Frostbite 2 Engine den selben Grafikmotor benutzen wie etwa Battlefield 3. Dies sieht man schon an dem hohen Detailgrad und der bisher einzigartigen Beleuchtung von Objekten.
Weltweite und militärische Unterstützung
Auf den ersten Blick vermuteten wir jedoch sogar ein Add-on zum Parade-Shooter von Dice, vor allem da sich die gezeigten Kampfhandlungen in Battlefield 3 in doch sehr ähnlicher Art wieder finden. Allerdings gibt es auch hier einige Unterschiede. So sind in der gezeigten Demo neue Optionen zum Öffnen einer Tür möglich. So dürfen wir Türen ab sofort auch mit Sprengkörpern, Schrotflinten, Hämmern oder sonstigem aufbrechen können, um den Gegner zu überraschen. Diese Optionen lassen unsere Soldaten in jeder Situation angepasst reagieren. Die größte Neuheit soll jedoch der Multiplayer-Mouds werden, in dem wir mit verschiedenen nationalen Sondereinheiten spielen sollen können, wie etwa dem deutschen Kommando Spezialkräfte, dem britischen Special Air Service, den US-amerikanischen Navy SEALs oder dem polnischen Grupa Reagowania Operacyjno-Manewrowego, kurz GROM. Wir sind sehr gespannt, was der Entwickler diesbezüglich in naher Zukunft alles bekannt geben wird. Wie beim bereits genannten Madden NFL 13 steht es um die Fußballsimulation Fifa 13. Jährlich kommt ein Nachfolger der Serie auf den Markt und weiß mit einigen Neuerungen zu glänzen. Dieses Jahr nehmen sich die Entwickler den Angriff vor! Sie haben das Dribbling der Spieler verbessert, das Annahmesystem weiterentwickelt und neue taktische Freistöße eingeführt. Wir werden also bei einem Freistoß verschiedene Optionen wählen oder Kurzpass-Kombinationen spielen können. Wir freuen uns schon darauf, das fertige Spiel ausprobieren zu können.
Abschluss in New York
An der Grafik von Fifa 13 oder auch beim virtuellen Publikum hat sich leider wenig verändert und so hoffen wir, dass gerade bei den Zuschauern noch Änderungen vorgenommen werden. Ansonsten wird es auch der nächste Teil der Fußballreihe nicht schaffen, endlich einmal die Stimmung eines realen Stadions einzufangen. Zu guter Letzt wurde mit Crysis 3 ein Spiel aus deutschem Hause vorgestellt und niemand geringeres als Cevat Yerli persönlich, geradezu eine Legende unter deutschen Entwicklern, hat sein neues Werk präsentiert. Wie bereits der Vorgänger wird auch Crysis 3 in New York spielen. Die US-amerikanische Stadt kennen wir aber anders, denn im dritten Serienteil ist sie anscheinend der Natur zum Opfer gefallen. So ähnelt die Weltmetropole einem Dschungel, noch dazu garniert mit ein paar Hochhäusern und Autos. Die Grafik ist wie immer aus dem eigenem Hause (Crytek) und die dahintersteckende Engine stark wie eh und je. Spielerisch scheint Crysis 3 dem Vorgänger stark zu ähneln – mit dem Unterschied, dass nun auch die Waffen von getöteten Aliens einsetzbar sind. Bis auf eine kleine Demo und einem Trailer wurde jedoch nur wenig gezeigt und verraten. Wir freuen uns jedoch auf weitere Informationen und natürlich auch auf das Spiel. Die Präsentation lief wie gewohnt flüssig ab, doch überraschende Neuerungen fehlten. Es wurde beispielsweise kein gänzlich neues Franchise angekündigt und der von Fans lang erwartete Einblick in Dragon Age 3 blieb ebenfalls aus. Vielleicht wird es ja im nächsten Jahr dazu kommen.
Geschrieben von Axel Gutsmiedl
Axels Fazit (basierend auf der Electronic-Arts-Pressekonferenz): Bei Electronic Arts wurden die Spiele nach und nach vorgestellt – ohne ständiges Reinreden der Betreiber und Entwickler, sowie ohne große Show-Attraktionen. Manche brauchen diesen Tumult um eine positive Stimmung zu schaffen, Electronic Arts jedoch weiß auf seine eigene Art und Weise diese Stimmung zu verbreiten: Mit dicken Spiele-Blockbustern! Es wurde ein Hit nach dem anderen vorgestellt, sodass das Fan-Herz keine Zeit hatte sich zu erholen. Titel wie Crysis 3, Fifa 13 und Dead Space 3 werden von vielen Fans erwartet und genau diese Erwartung hat die Produktionsfirma angetrieben und zwar durch spannende Trailer und mustergültigem Ingame-Material. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Spiele in unseren Tests schlagen werden. Ich hoffe, dass meine Lust auf die Spiele so bald als möglich gestillt werden wird.