Preview: Might and Magic: Heroes Online

Lange Zeit konnte man die zeitaufwendigen Heroes-of-Might-and-Magic-Spielrunden nur offline genießen, doch jetzt hievt Ubisoft das Franchise in die nächste Runde. Auf dem Ubisoft-Event in Köln durften wir uns das neue Might and Magic: Heroes Online in aller Ruhe anschauen.

Viele kennen das folgende Szenario: Man spielt eine Runde Heroes of Might and Magic mit den Freunden und die Zeit rennt davon. Nach stundenlangem Spielspaß sind die größten Schlachten nicht mehr weit entfernt und wenn man auf die Uhr schaut, kräht parallel dazu schon der Hahn. Die Katastrophe für jeden Mitspieler, denn wenn auch nur ein Spieler fehlt, lässt sich die Runde nicht beenden und die anderen würden sich nur zu gerne in die letzte große Schlacht stürzen, um zu erfahren, wer denn jetzt eigentlich der Sieger der nächtlichen Runde ist. So vergeht schnell die Laune und man wartet auf den nächsten gemeinsamen Spielabend, doch der ist erst in ferner Zeit und jeder Heroes-of-Might-and-Magic-Spieler weiß, dass die Lust an jener Runde vergehen kann. Ubisoft hat nun eine akzeptable Lösung auf das vermeintliche Zeitproblem gefunden. Anstatt die Partie einzig und allein offline zu spielen, hat man das Spielprinzip nun ins Internet verlegt. Mit Might and Magic: Heroes Online kann man nun eine genüssliche Dosis vom Eigenheim aus genießen. Das Gute daran ist, dass das Spielprinzip fast unverändert bleibt. Wir wählen uns also zunächst eine Fraktion aus. Im Angebot wären da zum Beispiel die ehrenhaften Menschen, die blutrünstigen Orks, Höllenwesen und mehr. Haben wir unsere Fraktion gewählt, heißt es nun eine Stadt zu verwalten, Ressourcen zu sammeln und sich eine Armee aufzubauen.

Der Weg ins Internet

In den herkömmlichen Ablegern der Serie wäre es so, dass wir unsere spieltäglich begrenzten Schritte verwenden, Rast zu machen und bis zum nächsten virtuellen Tag warten. Dann sind die anderen Spieler am Zug und wir dürfen geduldig warten, bis diese fertig mit ihren Überlegungen sind. Im Browserspiel würde dieses System aber suboptimal zum Spielfluss beitragen. Nun haben sich die Entwickler überlegt und entschieden, die Spielwelt ohne Rundeneinteilung begehbar zu machen. Was anfangs skurril klingt, ist jedoch im Endeffekt gar nicht mal so schlecht. Es laufen jetzt nicht mehr alle Spieler auf einer einzigen riesigen Welt umher, da diese nun in viele kleinere Gebiete beziehungsweise Karten aufgeteilt ist. Das entlastet die Internetleitung, da der Titel wie bereits erwähnt nur im Browser gespielt werden kann und verhindert, dass sich etliche Spieler auf einem Fleck tummeln. Von den Fußketten befreit, fällt es uns nun deutlich leichter, die Fantasy-Welt zu erkunden. Anfangs haben wir natürlich nur wenige Kreaturen in unserer Armee, weshalb wir natürlich als erstes versuchen wollen, die Größe unserer Streitkraft zu maximieren. Dafür brauchen wir ein gewisses Maß an Geduld, denn Kreaturen sind nur in größeren Zeitabständen rekrutierbar. Das ist der Nachteil an der Verlegung in den Online-Sektor, denn in den vorherigen Spielen läuft das natürlich schneller ab. Dafür bleibt mehr Zeit für andere wichtige Dinge.

Anpassungen

So können wir Kreaturen bekämpfen und Rohstoffe sammeln, wie es uns zeitlich beliebt. Kämpfe verlaufen hier zum Glück immer noch nach dem gleichen Prinzip ab. Stürzen wir uns in einen Kampf, so werden wir auf einen neuen Kampfbildschirm geschickt. Das Schlachtfeld ist hier in Hexagonfelder aufgeteilt, die von unseren und natürlich auch den feindlichen Kreaturen besetzt werden. Die Kreaturen bewegen sich dann in bestimmter Reihenfolge über das Spielfeld, um sich gegenseitig für den Sieg einer Partei zu bekämpfen. Der einzige Unterschied des Schlachtfelds ist, dass es geringfügig kleiner ausfällt, als noch in den Vorgängern. In der Praxis ist dies aber kaum spürbar. Ist der Kampf gewonnen, erhalten wir wie üblich Erfahrungspunkte und können so unseren Recken langsam aber sicher verbessern. Im Allgemeinem entspricht Might and Magic: Heroes Online dem Spielprinzip der Serie, doch da der Titel für Browser konzipiert ist, fällt es in der Hinsicht aber nicht sonderlich umfangreich aus. Zumindest macht es derzeit den Anschein, da uns ein Einblick in den Städtebau und den Feinheiten des Systems verwehrt wurde. Das schließt aber nicht aus, dass das Browserspiel schlecht sei. Es ist nur weniger komplex. Wer sich für das Spiel durch unsere Preview begeistern kann, hat derzeit noch die Möglichkeit, sich für den Beta-Test des Spiels auf der offiziellen Homepage anzumelden. Wir drücken euch die Daumen!

Geschrieben von Julian Warkentin

Julians Meinung (basierend auf der Ubisoft-Präsentation): Ich bin selbst ein großer Fan der Heroes-of-Might-and-Magic-Serie und habe bereits jeden Teil mehrfach gespielt. Wegen meiner gemeinsamen Vergangenheit mit dem Spiel, ist es für mich sehr interessant zu sehen, wie das Spielsystem vollständig ins Internet verlegt wird. Die Lösung, das Spiel ohne rundenbasierte Züge ablaufen zu lassen, ist zwar anfangs merkwürdig und verwunderte mich zuweilen auch, jedoch war es nach kurzer Zeit offensichtlich, dass es anders nur schwerfälliger gehe. Dass die Welt auch noch in mehrere Kartenbereiche aufgeteilt wird, ist ebenso gewöhnungsbedürftig, aber auch hier habe ich mich schnell damit abgefunden. Es wäre doch auch irgendwie nervend, wenn jedes mal die riesige Weltkarte geladen werden müsste, welche von den Mitspielern ständig überrannt würde. Die verantwortlichen Entwickler haben sich sehr viel Mühe gegeben, um das Spiel nicht zu verfremden und in einem angemessenen Rahmen haben sie das auch geschafft. Das sind Fakten, mit denen man sich anfreunden muss, wenn man Might and Magic: Heroes Online genießen möchte. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich das der Titel noch verändern wird und mit welchen Überraschungen ich noch rechnen darf, wenn das Spiel endlich für jeden frei zugänglich ist.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Einladung zum Event in Köln!

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