Preview: The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3 - Wild Hunt (1)Wenn am 21. Juni 1948 in Polen ein gewisser Andrzej Sapkowski nicht geboren wäre, dann würdet ihr diese Zeilen sicherlich nicht lesen. Der Autor liefert nämlich mit dem Hexer Geralt die Buchvorlage für drei große und wohl unvergessliche Rollenspiele

The Witcher 3 - Wild Hunt (2)Das dritte Spiel ist dabei noch gar nicht erschienen und befindet sich noch in der Entwicklung bei CD Projekt Red. Trotzdem sind Rollenspieler, die sich vor allem für westliche Titel des Genres interessieren, bereits gespannt darauf, wie die Geschichte um den Hexer Geralt enden wird. Bekannt ist nämlich, dass der Entwickler Geralt in sein vermutlich letztes Abenteuer schicken will. Vermutlich deshalb, weil es noch nicht klar ist, ob Geralt am Ende vielleicht den Tod findet oder ob er seinen Beruf an Nagel hängt. Die geschaffene Spielwelt würde man aber sicherlich gerne noch einmal verwenden, heißt es. Bleibt zu hoffen, dass Geralt vielleicht das eine oder andere Mal als Sidekick auftreten wird. Wie schon in den ersten beiden Spielen der Serie bleibt die Geschichte ernst. Soll heißen, dass The Witcher 3: Wild Hunt in keiner heilen Welt spielt. Elfen und Zwerge werden rassistisch behandelt und Armut ist ebenfalls ein Begriff, den man nicht unterschätzen sollte. Falls jemand versucht aus seiner sozialen Schicht zu entkommen oder den Weg des Unrechts einzuschlagen, kann er damit rechnen, dass er bald einen Kopf kürzer ist. Entweder gewollt oder aus Selbstverschulden. Da Geralt ein Hexer, also ein auf Kampf und Magie spezialisierter Monsterjäger, ist, kommt er ständig in Kontakt mit bösen Mächten, dunklen Gestalten und natürlich wieder vielen Fantasy-Geschichten.

Atmosphärische Spielwelt

The Witcher 3 - Wild Hunt (3)Das ist diesmal ganz besonders wichtig zu erwähnen, denn während uns die ersten beiden Teile mehr oder weniger schmalspurig bis zum Ende geführt haben, will The Witcher 3: Wild Hunt mit einer offenen Spielwelt punkten. Atmosphärisch ist diese schon mal, denn während der Präsentation auf einer riesigen Leinwand bemerken wir das dynamische Wettersystem samt dem Wechsel der Tageszeiten, der fließend vonstatten geht. Noch dazu dürfen wir uns diesmal auf ein Boot bewegen, es selbst steuern und dabei singenden Paddlern eines anderen Kahns zu hören oder die Flosse eines Wales in der Bucht beobachten. Es würde uns nicht wundern, wenn die Entwickler hier noch zur Waljagd einladen würden. Trotzdem soll alles, was wir in der Spielwelt sehen, auch eine Bedeutung haben. Sehen wir eine Ruine, werden wir dort sicherlich das eine oder andere Item finden. Sehen wir eine kleine Fischerhütte, wird der Fischer fürs uns sehr wahrscheinlich auch eine Quest bereithalten. Die Weitsicht ist schon jetzt enorm und gerade deshalb lädt uns das Spiel ständig ein, hinter jedem Baum und hinter jeden Strauch zu schauen – wir könnten schließlich etwas übersehen haben! Kenner von der The-Elder-Scrolls-Reihe wissen jedoch nur zu gut, dass man eine dermaßen offene Spielwelt meist nur mit einer vernachlässigbaren Story und repetitiven Orten vereinbaren kann.

Hausmannskost

The Witcher 3 - Wild Hunt (4)Dass es auch anders geht, kennt man wiederum von der Gothic-Reihe aus dem Hause Piranha Bytes (Arcania: Gothic 4 wurde nicht von Piranha Bytes entwickelt und zählt deshalb nicht!). Hier setzt CD Projekt an und verbindet die Qualitäten der Reihen mit ihrem eigenen Erzählstil und der eigenen Spielwelt. Die Story soll übrigens wieder einmal von Entscheidungen und deren Konsequenzen überflutet werden. Treffen wir beispielsweise in den ersten Spielstunden zwar die richtige Entscheidung beziehungsweise die Entscheidung, die uns am nützlichsten oder am ehrlichsten erscheint, kann das zehn Stunden später böse Auswirkungen auf uns haben. Zumindest in der Handlung, denn ob Konsequenzen aus den Nebenhandlungssträngen wirklich so wichtig für Geralt werden können, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln. Die Entwickler sind von sich überzeugt und legen die Messlatte ganz schön hoch, denn satte fünfzig Stunden soll uns alleine die Haupthandlung in Anspruch nehmen. Dieselbe Zeit dürfen wir nebenher noch einmal in Nebenaufgaben investieren. Sollte den Entwicklern dieses Kunststück gelingen, dürfen wir uns wahrhaftig auf eines der besten Rollenspiele aller Zeiten freuen und in diesem Falle werden wir es sicherlich nie mehr vergessen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Die Termine bei Entwickler CD Projekt Red sind überbucht. Das ist in meinen Augen kein Wunder, denn seitdem der erste Trailer des Spiels durch die Weiten des Internets geistert, warten alle Fans in Pressekreisen auf The Witcher 3: Wild Hunt. Die 45-minütige Präsentation beweist, dass man sich auf The Witcher 3: Wild Hunt weiterhin freuen darf. Die Welt wirkt bereits jetzt sehr stimmig, ist mit viel Leben gefüllt und durch das dynamische Wettersystem samt Tag-Nacht-Wechsel kommt schon jetzt sehr viel Vorfreude bei mir auf. Dazu gesellen sich die typischen Kämpfe mit dem Hexer, der zwischen Stahl- und Silberschwert wechseln muss, um den Gegnern einzuheizen. Hinzu kommen die elementaren Zaubersprüche, welche die restliche Portion Abwechslung in den Kämpfen versprechen. Die Reihe – und somit auch der dritte Teil – gefällt mir besonders deshalb so gut, da die Spielwelt keine heile Welt wie in Dragon Quest ist. The Witcher 3: Wild Hunt richtet sich an ein erwachsenes Publikum und lässt mich das in allen Winkeln der Welt spüren. Die sozialen Hintergründe und die vorherrschende Ungerechtheit machen den Hexer zu einem wahren Wohltäter, der aber im Grunde auch nur für das eintritt, was ihm für seine Karriere am nützlichsten erscheint. Jeder, der bereits Erfahrung mit der Reihe gemacht hat, sollte sich The Witcher 3: Wild Hunt unbedingt vormerken und wer die ersten beiden Ableger noch nicht gespielt hat, weiß jetzt, was er bis zum Release im Jahr 2014 nachholen darf.

Vielen Dank an CD Projekt Red für die Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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