Review: X: Rebirth

X Rebirth (1)Die X-Reihe hat schon eine lange Geschichte hinter sich. Der erste Teil der Reihe wurde noch unter dem Publisher THQ im Jahre 1999 veröffentlicht. Vierzehn Jahre später ist es eines der wenigen Spiele, welches aus deutschem Hause stammt und international für Aufsehen sorgt.

X Rebirth (2)Schon beim zweiten Teil wechselt das Entwicklerteam den Publisher und mit Deep Silver fällt die Wahl auf eine heimische Firma. So entwickelte sich die Weltraumsimulation sehr schnell zu einem Produkt mit dem Prädikat „Made in Germany“. Das erfolgreichste Spiel der Reihe erscheint 2005 unter dem Titel X³: Reunion und wird seitdem immer weiter verbessert und mit etlichen Modifikationen in Form von Add-ons ausgestattet. Das letzte war Add-on, X³: Albion Prelude, erscheint im Jahr 2011. Wie man sieht, gibt es noch Entwickler, die auch etliche Jahre nach Veröffentlichung zu ihrem Produkt stehen und nach und nach immer mehr Erweiterungen in das Spielgeschehen einbauen. Schließlich wird am 20. April 2011 von Publisher Deep Silver und Entwickler Egosoft ein neues Spiel aus der X-Reihe angekündigt. Dabei soll X: Rebirth, wie der Name schon sagt, einen Neustart darstellen, in dem viele alte, historisch gewachsene Funktionen komplett überarbeitet werden. Es wurden diesmal keine Ressourcen der Vorgänger benutzt, sondern ein von Grund auf neu entwickeltes Spiel. Das Ziel ist es, den Alteingesessenen ein gewohntes Erlebnis zu bieten und gleichzeitig das Spiel für Neueinsteiger interessant zu gestalten. Vorweg können wir sagen, dass den Entwicklern dieser Spagat nicht gelungen ist und wir verraten euch selbstverständlich gerne warum.

Abgebrochen: Die Story

X Rebirth (3)In X: Rebirth übernehmen wir die Rolle eines jungen Abenteurers, der mit seiner zugleich ungewöhnlichen und mysteriösen Gefährtin ein in die Jahre gekommenes Schiff mit einer glorreichen Vergangenheit steuert. Das Intro zeigt uns dabei die Geschichte des Schiffes und erzählt davon, wie wir das wohl einzige Exemplar davon besitzen. Unmittelbar nach diesem Einstiegsvideo finden wir uns in unserem Schiff wieder und gehen der ersten Mission nach, in der wir zu einer Raumstation reisen sollen. In dieser Raumstation lassen wir unser Schiff bewaffnen und heuern die ersten Leute für unsere Crew an. Kurz darauf sollen wir uns schon wieder auf den Weg machen, um unsere neuen Waffen zu testen und schon geht es mit dem Ärger los – ein Bluescreen stellt sich uns in den Weg! Nach dem PC-Neustart laden wir den letzten Spielstand und versuchen es erneut. Wir befinden wieder im Beschleunigungstunnel und dann folgt auch schon das nächste Ärgernis – ein Absturz! Nach dutzenden Abstürzen und Bluescreens war uns klar, dass ein ausführlicher Test des Spiels zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Etwa zeitgleich geht eine E-Mail in unserem Postfach ein, in dem der Entwickler um Geduld bittet, bis die Fehler ausgebessert werden. Warum die ganzen Fehler bei der Qualitätssicherung des Titels jedoch nicht aufgefallen sind, verrät man uns nicht.

Es wird einmal in einer weit, weit entfernten Galaxis…

X Rebirth (4)Leider können wir auch kein positives Fazit darüber fällen, was uns in den vierzig Minuten nach Spielstart erwartet. Die Gesichter der Begleiter und anderer Personen sehen aus wie im Jahr 2002. Dementsprechend auch die Bewegungsanimationen. In Gesprächen neigen einige Nichtspielercharaktere sogar dazu, ungewollte Kniebeugen zu machen, was aber immerhin amüsieren kann. Die Steuerung ist zudem alles andere als einsteigerfreundlich und Anfänger werden sich leicht überfordert fühlen. Veteranen hingegen wird auffallen, dass die Steuerung sehr schwammig und ungenau ist und somit hat der Entwickler das Kunstwerk vollbracht, beide Spielertypen mit Unzufriedenheit zu füttern. Wir können also festhalten, dass man die Missionen aktuell nicht spielen kann und die Steuerung ebenso unbrauchbar ist. Wir werden das Gefühl einfach nicht los, als ob man uns eine frühe Alpha-Version des Spieles geschickt hat. Jedoch gibt es auch einen Lichtblick, da kein X-Spiel bisher einen guten Start hingelegt hat und die kreativen Köpfe dahinter fleißig am weiterentwickeln sind. Man kennt intern also schon die Probleme und mit Sicherheit wird das Spiel in den nächsten Monaten fertig gestellt werden. Wenn es dazu endlich kommt, sind wir geneigt dazu, unser Review entsprechend der Spielverbesserung anzupassen und zu ergänzen. Derzeit raten wir jedoch klar vom Kauf ab!

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Ich gehe stark davon aus, dass unser Review einiges stark und direkt wiedergibt, was man in einem Fazit sagen kann oder sogar muss. Ich möchte jeden davon abraten, sich das Spiel zum aktuellen Zeitpunkt zu kaufen. Miese Framerate-Einbrüche, ständige Abstürze, eine fehlerhafte künstliche Intelligenz und eine absolut unpräzise und überladene Steuerung sorgen nicht gerade für den Spielspaß, den man mit einem Teil der X-Reihe haben sollte. Aber ich bin mir sicher, dass die Entwickler in naher Zeit einiges beheben werden, Grafiken nochmals überdenken und die miesen Bugs beseitigen werden. Jedoch ist es unverzeihlich in der heutigen Zeit, ein Spiel zum Vollpreis zu verkaufen, welches mit solchen Fehlern und Kinderkrankheiten belastet ist. Vor Release wurde das Spiel anscheinend nicht intern getestet und auch die ersten drei Patches haben noch keine spürbare Verbesserung gebracht. Es heißt jedoch, dass gut Ding Weile haben will und das Potenzial dafür ist definitiv vorhanden.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von X: Rebirth!

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