Review: Shi Ki (Band 4)

Shi Ki (Band 4)Im Dorfe Sotoba herrscht immer noch eine Art Krisenstimmung. Selbst die alteingesessenen und zudem konservativen Dörfler sind in Aufruhr, während Arzt Ozaki Stück für Stück den seltsamen Überwesen auf die Schliche kommt. Er gehört zu den wenigen, die über die Machenschaften der Okiagari, also den Wiederauferstandenen, Bescheid weiß. Die Handlung in diesem Band wird nun zum großen Teil auch aus Sicht dieser Wiedergänger beleuchtet, unter denen sich schon eine Menge bekannte Figuren gemischt haben. Denn sie sind in diesem Manga tatsächlich eine Art japanische Interpretation von westlichen Vampiren. Jedenfalls sind sie nur des Nachts aktiv, ernähren sich überwiegend von Blut und können nur durch ganz spezielle Methoden zur Strecke gebracht werden. Nicht zu vergessen: Gebissene Opfer können natürlich auch die Seite der Lebenden verlassen, falls ihnen nach mehrmaligen Begegnungen eine bestimmte Menge Blut entnommen wurde und sie somit anscheinend an einer unscheinbaren Anämie sterben. Die wissenschaftliche Komponente gerät trotz der direkten Enthüllung des Übernatürlichen nicht in den Hintergrund und die Wiedergänger bedienen sich niemals Klischees.

Blutdurst

Das liegt primär daran, dass die wirklichen Ziele hinter der Infizierung, von mehr und mehr Menschen, vollständig unbekannt sind. Sie haben zwar bösartige Absichten, aber behalten trotzdem noch ihre ursprünglichen, also menschlichen, Gefühle und Einstellungen. Solche Schwächen werden natürlich gerne ausgenutzt. Unser Hauptcharakter Natsuno ist von deren Existenz im Bilde, was den Okiagari natürlich sehr wohl missfällt. Obwohl er im Gegensatz zu den restlichen verschlafenen Dörflern einen Fetisch für Geister- und Vampirgeschichten hat und sich somit zu schützen weiß, wird er dennoch von ihnen attackiert. Sein Angreifer ist ausgerechnet auch noch sein ehemaliger bester Freund, der seine Loyalität bei den Wiedergängern auf die Probe stellen muss. Seine Entscheidung und die restlichen Handlungsteile verfliegen auf insgesamt 192 Seiten erneut wie im Flug und hinterlassen am Schluss das unsägliche Gefühl, erneut lange auf die Fortsetzung der Handlung warten zu müssen. Wie auch der letzte Band, endet dieser hier mit einem gemeinen Cliffhanger, den wir als Leser so sicherlich nicht erwartet hätten. Ihr dürft euch auf den letzten Seiten des vierten Bandes also auf etwas gefasst machen!

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas‘ Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Wie jeder Band war auch dieser wieder sehr spannend und unterhaltsam, durch die oberflächliche Enthüllung der Okiagari ging aber ein großer Teil der Furcht vor dem Unbekannten verloren. Sie spielte sich bis jetzt hauptsächlich im Kopf ab, war der Fantasie des Lesers ausgesetzt und wurde nur stark durch die krassen Zeichnungen – die immer noch die Geschehnisse hervorragend in Szene setzen – angeregt. In diesem Band gefiel mir aber besonders gut der Perspektivenwechsel und die damit einhergehende Abwechslung. Die mehr als nur zwielichtigen Okiagari scheinen sehr gut organisiert, der Grund liegt noch im Verborgenen und macht Lust auf mehr. Ich kann den fünften Band kaum mehr erwarten!

Vielen Dank an Egmont Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Shi Ki (Band 4)!

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