Review: Btooom! (Band 1)

Btooom! (Band 1) (1)Üblicherweise kennen wir Manga nur in der Form von handlichen Büchern, die mit einer dazu überschaubaren Seitenzahl glänzen. Mit 390 Seiten und einem größeren Seitenformat trudelte jedoch der erste Band von Btooom! vor ein paar Wochen bei uns ein. Natürlich haben wir uns davon nicht entmutigen lassen und uns in den Manga eingelesen. Die Handlung des Manga dreht sich um den jungen Ryōta Sakamoto, der in den Tag hineinlebt. Er lebt zusammen mit seinen Eltern in Tōkyō in einer kleinen Wohnung, doch anstatt sich eine Arbeit zu suchen, spielt er viel lieber den ganzen Tag mit anderen Spielern online den Third-Person-Shooter Btooom! auf seiner Konsole. Sein Lebensinhalt besteht quasi darin, sich auf der Weltrangliste nach oben zu kämpfen. Eines Tages wacht er jedoch ohne eine Erinnerung im Dschungel auf einer kleinen Insel irgendwo im Südpazifik auf. Ryōta gefällt das Dasein zwischen Insekten und Pflanzen absolut nicht und direkt nach seiner Ankunft beginnt er mit der Suche nach einem Weg von der Insel. Als er jedoch auf einen anderen Japaner trifft, misslingt ihm direkt die Kommunikation. Statt eines freundlichen Gesichtsausdrucks muss Ryōta Bekanntschaft mit einer kleinen Bombe machen. Zum Glück ist er selbst ebenfalls mit wertvollen Bomben ausgestattet und nach anfänglichem Zögern ist er dazu bereit, sie auch einzusetzen.

Flashbacks

Auf der Insel trifft Ryōta schnell andere Menschen. Kiyoshi Taira ist zwar mehr als doppelt so alt wie er, doch führt der reife Herr dem jungen Ryōta vor Augen, wie er sich auf der Insel verhalten soll. Nach nicht unähnlichen Battle-Royale-Regeln geht es auf der Insel zur Sache, denn wer zuerst acht Mikrochips von seinen Kontrahenten erbeutet, gewinnt das Spiel. Dieses ist wiederum den Regeln von Btooom! nicht unüblich, wo es ebenfalls gilt, mit Bomben seine Feinde auszuschalten. Das Gefährliche an dem Spiel ist jedoch, dass der Mikrochip von jedem Spieler auf dessen Hand eingraviert ist und auch als Radar funktioniert, mit dem man all die anderen Spieler in seiner Nähe ausfindig machen kann. Entnehmen kann man den Mikrochip entweder operativ oder wenn der unfreiwillige Teilnehmer aus dem Spiel ausscheidet, also stirbt. Der erste Band von Btooom! führt nur die ersten von circa dreißig Charakteren auf der Insel und in Japan ein. Ähnlich wie in der Fernsehserie Lost wird die Vergangenheit der Protagonisten mit Flashbacks eingefangen und wir sind schon sehr gespannt darauf, welche Geheimnisse und Hintergründe noch ans Licht gelangen. Junya Inoue schafft es mit Btooom! eine spannende Geschichte zu erzählen und hübsche Zeichnungen aufs Papier zu bringen – inklusive zwei farbigen Abbildungen, von denen man sich eine nicht entgehen lassen sollte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Der erste Band von Btooom! hat mich fast von der ersten Seite an gefesselt. Mir gefällt der Erzählstil, dass der Charakter mit nur sehr wenigen Erinnerungen aufwacht und sich auf der mysteriösen Insel erst einmal zurechtfinden muss. Das Gute dabei sind die Flashbacks, welche die Vorgeschichte der Charaktere sehr verständlich vorstellen. Ebenso gibt es eine Geschichte, die parallel zu den Geschehnissen spielt. So oder so wird die gesamte Handlung glaubhaft geschildert und macht vor den Themen Arbeitslosigkeit, Suizid und Vergewaltigung einer toten Frau keinen Halt. Zudem sind einige Zeichnungen sehr extrem gezeichnet, was schwache Gemüter zwar abschrecken, aber die harte Realität der Welt von Btooom! darlegt. Die Charaktere müssen sich zudem gegen den sozialen Verfall der Gesellschaft durchsetzen. Ein Vorhaben, welches nicht nur einmal im Lauf der bisherigen Geschichte eskaliert. Mir haben die ersten Kapitel sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Wochen, wenn die weiteren Bände aus dem Hause Tokyopop hierzulande erscheinen. Ich werde sie sicherlich verschlingen!

Vielen Dank an Tokyopop für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Btooom! (Band 1)!

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