Review: Senran Kagura – Vol. 1

Senran Kagura (1)Hübsche Gesichter und vollbusige Heldinnen – fertig ist das Grundkonzept von Senran Kagura. Dabei benötigt der Anime aus dem Jahr 2013 nicht einmal ein ganzes Jahr, um bei uns – passend zum Release des 3DS-Spiels Senran Kagura Burst – zu erscheinen.

Senran Kagura (2)Die Hintergrundgeschichte von Senran Kagura ist ebenso schnell erzählt wie verinnerlicht. Es dreht sich alles um die Hanzō-Akademie im Herzen von Japans Hauptstadt Tōkyō. Offenbar handelt es sich bei der Akademie um eine Elite-Schule, doch in Wahrheit werden hier hinter verschlossenen Türen junge Mädchen zu Ninjas ausgebildet. Dazu kommt noch, dass sich die Hanzō-Akademie seit Jahren in einem Zwist mit den Shinobi der Hebijo befindet. So erfüllt Senran Kagura auch direkt die Vorgabe, dass ein ewiger Kampf zwischen Gut und Böse in der Welt stattfinden muss. Eingeleitet wird die Geschichte des Animes jedoch damit, dass die vollbusige Asuka nach einem Besuch bei ihrem Großvater nach Tōkyō zurückkehrt. Dort trifft sie auf ihre Mitschülerinnen, die wegen ihrer Tollpatschigkeit nicht immer gut auf sie zu sprechen sind. Da sie jedoch die Enkelin des großen Shinobi Hanzō, welcher der Akademie seinen Namen gibt, wird sie weitgehend toleriert. Von ihrem Lehrer Kiriya erhalten Asuka und ihre Freundinnen direkt ihren ersten Auftrag. Unruhestifter tauchen in der Stadt auf. Die Hanzō-Schülerinnen sollen sie doch bitte von dort vertreiben. Um das Gebiet zu untersuchen, trennen sich die Shinobi und versuchen paarweise die Übeltäter aufzuspüren. Blöd ist nur, dass Asuka bei dieser Aufteilung ohne Partner ausgeht und somit sehr leicht abgelenkt wird.

Gute und böse Shinobi

Senran Kagura (3)Asuka trifft auf Homura, die sich in Tōkyō wohl verlaufen hat. Mit positiver Energie geladen möchte Asuka ihrer neuen Bekanntschaft natürlich helfen. In der Zwischenzeit treffen die anderen Charaktere auf ihre Gegner. Dabei müssen Ikaruga, Katsuragi, Yagyu and Hibari jedoch feststellen, dass es sich bei ihren Gegnern um Puppen handelt, die von einem bösen Shinobi kontrolliert werden. Ein Kampf entbrennt, in dem aus dem Off von einem Erzähler immer wieder Techniken erläutert werden, welche die Shinobi bei einer Kampfsituation einsetzen. Dazu gehört beispielsweise die Barriere, welche den Kampfraum für sämtliche Kampfteilnehmer absteckt. Das wird nicht nur charmant erklärt und umgesetzt, sondern zeigt auch, dass Senran Kagura mehr bieten möchte, als vollbusige Mädchen. Wie der Kampf in der ersten Episode ausgeht, möchten wir euch an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Auch was es eigentlich mit Homura auf sich hat, bleibt vorerst unser Geheimnis. Auf der Disc befinden sich jedoch noch zwei weitere Episoden, welche uns tiefer in das Universum von Senran Kagura einführen möchten. So können die Shinobi in dieser Welt auch einen persönlichen Tiergeist beschwören, was sich besonders für die ungeschickte Asuka als relativ schwierig herausstellt. Sie kann Frösche nicht ausstehen, doch genau das soll ihr Tiergeist werden.

Spannend und unterhaltsam

Senran Kagura (4)Die dritte und letzte Folge auf der Blu-ray dreht sich dann voll und ganz um Ikaruga, deren Vorgeschichte erläutert wird. Es entbrennt ein Streit um ein Erbstück, in welchen sich sogar Hanzō persönlich einmischt. In jeder Episode wird ausleitend das Geschehen auch aus der Sicht der bösen Ninja gezeigt. Es bleibt somit sehr spannend, denn über den Auslöser des Streits beider Schulen wird kaum gesprochen. Eine ernste Angelegenheit ist Senran Kagura deswegen trotzdem nicht. Der Anime ist durchzogen mit sexuellen Anspielungen zwischen den Heldinnen; einige beginnen sich sogar zu begrapschen. Die deutsche Synchronisation ist in solchen Situationen eher nicht so gelungen, da die Bedeutung der Tat heruntergespielt wird. Im japanischen Originalton sind die Dialoge unweit passender, meist sogar witziger. Zudem ist der Anime teils stark mit der japanischen Kultur und Lebensweise durchdrungen, weshalb wir euch unbedingt den Originalton ans Herz legen wollen. Die deutsche Fassung ist aber immer noch gut, so dass auch Zuschauer ohne Japanischkenntnisse und Untertitel-Faulpelze ebenso zufriedengestellt werden können. Die Erstauflage des Anime enthält neben einem lustvollen Poster auch wieder den von Kazé Anime gewohnt sehr guten Schuber, wo am Ende alle vier Volumes ihren Platz finden können. Ein sehr netter Kundenservice, wie wir finden!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wenn man sich einzelne Szenen von Senran Kagura anschaut, dann kann man sehr leicht einen falschen Eindruck von diesem Anime bekommen. Das soll nicht heißen, dass die Ecchi-Elemente zu kurz kommen, doch bietet Senran Kagura tatsächlich mehr. Im Hintergrund baut sich eine spannende Story auf, die sich in den nächsten Episoden hoffentlich noch mehr entfalten und mit der eigentlichen Handlung verwoben wird. Die ersten Folgen des Anime werden in meinen Augen vorbildlich dazu genutzt, um die Charaktere vorzustellen und die Grundlage für den aufkommenden Kampf zwischen guten und bösen Shinobi zu bilden. Szenen, in denen sich zwei Freundinnen (wenn auch eher einseitig) an die Wäsche gehen und die Protagonistinnen in Bikinis gezeigt werden, lockern die Geschichte immer wieder mit viel Humor auf. Das muss nicht jedem gefallen, doch mir gefällt der heitere Mix aus japanischer Kultur, Ninja und Frauenbrüsten. Eine Chance hat Senran Kagura definitiv verdient, sofern man sich traut, sich mit dem Mix anzufreunden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Senran Kagura – Vol. 1!

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