Review: Shi Ki (Band 7)

Shi Ki (Band 7)Mit den medizinischen Versuchen an seiner eigenen Frau zeigt Ozaki nicht nur erneut wie ernst es ihm ist, gegen die vampirartigen Okiagari vorzugehen, sondern besitzt er nun auch das entsprechende Wissen über sie. Dieser Vorteil verflüchtigt sich jedoch schlagartig, als er nun endlich auf die Idee kommt, Hilfe von außerhalb anzufordern. Denn die Okiagari haben nicht nur die örtlichen Behörden größtenteils übernommen, sondern halten dazu auch alle Verdächtigen in Schach. Es scheint, als spielen sie regelrecht mit denen im Dorf eingepferchten Menschen, die ihnen zweifelsohne unterlegen sind, aber immer noch ihre Nahrung – also Existenzgrundlage – darstellen. Je mehr neue Menschen sie zu ihresgleichen machen, desto unkontrollierbarer wird gleichzeitig auch die eigene Gruppierung. Deswegen wendet sich Natsuno schlussendlich auch an den Doktor, um ein Team zu bilden, in dem sich beide Spezies zusammentun. Mit dessen neuen Erkenntnissen und Natsunos Fähigkeiten wollen sie es nur zu zweit mit der Übermacht aufnehmen.

Aus dem Leben eines Vampirs

Zunächst operieren sie undercover – also am helllichten Tag – schließlich haben die Okiagari trotz ihrer erstaunlichen Fähigkeiten dem Sonnenlicht nichts entgegenzusetzen. In diesem Band wird die Geschichte nun fast schon einseitig aus der Sicht dieser Antagonisten erzählt. Auch sie besitzen schon ausgewachsene Strukturen und eine Hierarchie – was natürlich Konfliktpotential birgt. Daneben erweist sich die Übernahme des abgelegenen Bergdorfs Sotoba doch als schwieriger, als erwartet. Aber zum Glück ahnen bisher nur die wenigsten der verschlafenen Dörfler, was sich wirklich hinter den zahllosen Todesfällen und den damit einhergehenden verschwundenen Leichen verbirgt. Obwohl natürlich in schwarzweiß gezeichnet, bring Ryu Fujisaki mit einer ganzen Palette an Details und einer bemerkenswerten zeichnerischen Vielfalt mehr Leben in seine Bilder, als so mancher Regisseur in seine Farbfilme. An diesen Effekten sehen wir uns schwerlich satt, selbst wenn sie wieder einmal die Gewaltdarstellungen sehr erschreckend darstellen. Kein Wunder, dass auch dieser Band erst an Sechzehnjährige empfohlen wird.

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas‘ Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Die Manga-Reihe ist noch genauso attraktiv und schön anzusehen, wie auf den ersten Seiten, aber inhaltlich kommt Shi Ki bis jetzt nur schwerlich voran. Viel lieber kreist Fuyumi Ono immer weiter um die zentralen Handlungspunkte herum, wobei die tatsächlich relevanten Ereignisse auf wesentlich weniger Seiten hätte zusammengefasst werden können. Das ändert sich in diesem Band nur marginal. Lustigerweise wird es zum Schluss hin trotzdem immer spannend und im Endeffekt ärgern wir uns, dass es schon wieder so schnell zu Ende ging. Der nächste Manga darf also gerne schleunigst erscheinen!

Vielen Dank an Egmont Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Shi Ki (Band 7)!

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