Review: Tales of Symphonia (Band 1)

Tales of Symphonia (Band 1) (1)Im Jahr 2003 erschien in Japan das – rein objektiv gesehen – wohl beste Rollenspiel für den Gamecube. Zwei Jahre später erblickte im Land der aufgehenden Sonne der erste Manga-Band zu Tales of Symphonia. Neun Jahre sollte es dauern, bis die Manga-Reihe auch bei uns den Weg in den Handel findet. Die Handlung des ersten Bands entführt uns wie das Spiel für den Gamecube in die Fantasy-Welt Sylvarant. Hier leben im idyllischen Örtchen Iselia der Schwertkämpfer Lloyd Irving mit seinem Ziehvater Dirk. Eines Tages wird seine Freundin Colette Brunel, die Auserwählte, an ihrem sechzehnten Geburtstag auf eine Reise geschickt. In ihrer Rolle muss sie den Turm des Heils erreichen und die Welterneuerung in Gang setzen. Diese wird nämlich von den gefürchteten Desians nach dem vergangenen und verheerenden Krieg immer noch verhindert. Da werden Priester ermordet und die Kinder direkt in einen Kampf verwickelt, der nur durch die Hilfe des Söldners Kratos Aurion gewonnen wird. Von der Kampfkraft des Söldners überzeugt, beschließt das Dorf, dass Kratos die junge Colette auf der Reise zur Welterneuerung begleiten soll. Unterdessen muss Lloyd lernen, wie schlecht es den Menschen in den so genannten Menschenfarmen ergeht. Sein Freundin Genis Sage treibt sich da gelegentlich herum und hat dort mit der Gefangenen Marble Freundschaft geschlossen.

Kleines Kunststück

Ins Detail gehen möchten wir hier nicht, da die Magie des Tales-of-Symphonia-Universums aus vielen kleinen Elementen zusammengesetzt wird und so durchweg spannend bleibt. Hier werden Kenner der Videospielvorlage zwar keine Überraschungen erleben, aber wer den Titel noch nicht gespielt hat und sich zuerst dem Manga widmet, wird viele mystische Erlebnisse erfahren. Dennoch möchten wir empfehlen, zumindest den ersten Teil der Reihe (ein zweiter erschien 2008 für die Wii) zu spielen, da man sonst womöglich von den vielen Informationen erschlagen wird. Es ist jedoch ein Kunststück, die ganzen Facetten des Spiels unter einen Hut zu bringen. Der erste Band behandelt beispielsweise nur den Aufbruch von der Gruppe bis zum ersten Siegel in den Ruinen von Triet. Es wird schwer, alle wichtigen Fakten der Reise in den nächsten vier Bänden unterzubringen. Wenn man die Charaktere jedoch so gut zeichnet (das meinen wir sowohl optisch als auch bei ihrer Persönlichkeit), kann da eigentlich nur wenig schiefgehen. Der Manga von Hitoshi Ichimura ist wirklich gut gelungen und unterhält vom ersten bis zum letzten gelesenen Wort. Durch den intelligenten Einsatz von Humor und Dramatik wird Tales of Symphonia (Band 1) so schnell nicht langweilig. Einziges Manko: Die 180 Seiten vergehen wie im Flug und die Vorfreude auf den nächsten Band steigt enorm!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Ende 2009 und Anfang 2010 kam ich das letzte Mal mit dem Tales-of-Symphonia-Universum in spielerischer Form in Berührung. Vor einigen Monaten erschienen zwar die beiden HD-Remakes für die PlayStation 3, doch sind die Titel für mich aus der Reihe der wenigen Rollenspiele für Nintendos stationäre Konsolen nicht mehr wegzudenken. Die Geschichte von Tales of Symphonia habe ich zudem das letzte Mal 2005 erlebt und mit jeder Seite, die ich im Manga verbringe, bereue ich das sogar ein wenig. Viele schöne Stunden sind mir nämlich immer noch in Erinnerung und ich hoffe, dass ich diese in Zukunft noch einmal erleben werde. Bis es soweit ist, werde ich aber auf jeden Fall den Manga von Tokyopop verfolgen. Die Geschichte ist bisher originalgetreu umgesetzt, es gibt keinerlei Abweichungen und Humor und Dramatik treffen genau die Charaktere. Es ist ein wahrer Genuss, alles noch einmal in Manga-Form zu erleben – zumal mir sämtliche Zeichnungen aus der Feder von Hitoshi Ichimura wahnsinnig gut gefallen. Der Geist der Videospielvorlage wird definitiv eingefangen und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit den nächsten Bänden weitergehen wird. Beim ersten Band sollte aber jeder Fan der Reihe unbedingt zuschlagen!

Vielen Dank an Tokyopop für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tales of Symphonia (Band 1)!

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