Review: Liar Game (Band 11)

Liar Game (Band 11)Wurde doch im letzten Band angekündigt, dass die Leser nun einige Änderungen im Setting und in der Handlung erwarten dürfen, setzt der elfte dies direkt von Beginn an in die Tat um. Auch in Schwarzweiß bietet der Wechsel des Schauplatzes – die nächste Runde des Liar Games wird nun auf einer sonnigen Insel mit Urlaubscharakter abgehalten – für den Manga nicht nur Freiheiten im Bezug auf die Kulissen. Das Spiel gestaltet sich komplexer denn je und dafür steht auch mehr Geld auf dem Spiel. Jedoch basiert wieder einmal alles auf einem recht einfachen Spiel: Die Liar-Game-Verwaltung nahm sich die Reise nach Jerusalem, ein Spiel, bei dem sowohl Ausdauer als auch Geschick eine wichtige Rolle spielt, zur Grundlage der nächsten Hatz um die Millionen. Tatsächlich befinden sich an recht gut versteckten Orten auf der Insel Stühle, die es für die Teilnehmer in bestimmten Zeiten aufzusuchen und zu besetzen gilt. Wer keinen Platz bekommt fliegt raus, um die Sache zu beschleunigen, werden natürlich nach jeder Runde Stühle entfernt. Was sich immer noch einfach anhört, wird zu einer rasanten Jagd, denn die Stühle sind extrem gut versteckt und dürfen dennoch bewegt werden. Kein Stuhl kann dabei direkt zwei mal hintereinander benutzt werden und wie immer gilt: Die Teilnehmer manipulieren sich selbstverständlich gegenseitig.

Ruhelos

So entscheiden sie zum Beispiel, welche Stühle entfernt werden dürfen. Ein kontrolliertes Verdrängen von bestimmten Gegnern ist somit möglich. Aber selbst falls jemand ausscheidet, darf er immer noch als ein sogenannter Statist aktiv werden und unterstützend oder störend einwirken. Geld ist für sie auch noch drin. Schnell stellt sich heraus, dass es wesentlich einfacher ist, anderen Spielern ihre Stühle mit möglichst intelligenten oder zwielichtigen Methoden abzuluchsen, als erst langfristig auf der offenen Insel nach ihnen zu suchen. Teams sind noch wichtiger als sonst, die Kontrolle der eigenen Mitglieder ist hier aber mindestens ebenso wichtig wie den Überblick über den Gegner zu bewahren. Das wird im Endeffekt auch die größte Meisterleistung Akiyamas in diesem Band werden, auf dessen Seite sich natürlich sofort die alten Bekannten wie Nao und Fukunaga einreihen. So spinnt Shinobu Kaitani den Kampf um Mitglieder einer Gruppe und um die Stühle auf knapp über 200 Seiten zu einem interessanten Geflecht aus Lug und Trug. Etablierte Charaktere glänzen auch hier wieder mit ihren gewohnten Merkmalen, was gerne auch mal zur Belustigung der Leser eingesetzt wird. Zum Beispiel ist Nao natürlich wieder einmal zu barmherzig beziehungsweise dumm und vergibt ihren einzigen Stuhl an den nächstbesten Dahergelaufenen.

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas’ Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Die Änderungen wirken tatsächlich erfrischend, aber ich merke schon, dass das Kapitel auf der Insel wohl langfristig angelegt ist. Ein solider Grundstein dafür wurde zumindest schon einmal verlegt. Denn auch wenn die sonst so einfältige Reise nach Jerusalem einmal mehr spezielle Regeln und Besonderheiten mit sich bringt, sodass Shinobu Kaitani wieder genug Gelegenheiten hat, um sich geniale Twists auszudenken, erschien mir diese neue Idee noch wesentlich durchschaubarer, logischer konstruiert und nicht so verkopft wie noch vor einigen Bänden. Zum Beispiel werden nicht mit unzähligen Zahlen um sich geworfen, sodass das Verständnis für die Grundprämisse für die nächste Zeit auf jeden Fall gewahrt ist.

Vielen Dank an Egmont Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Liar Game (Band 11)!

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