Review: Sword Art Online (Vol. 3)

Sword Art Online (Vol. 3) (1)Die ersten vierzehn Episoden von Sword Art Online haben sich dem gleichnamigen fiktiven Online-Rollenspiel gewidmet, dessen Ausgang für einige Spieler tragisch endete. Die Story wird zwar in der dritten Volume fortgesetzt, doch steht jetzt ein anderes Spiel im Mittelpunkt.

Sword Art Online (Vol. 3) (2)Das muss man erst einmal verdauen. Man gehört zu den wenigen Auserwählten, die das lang erwartete Online-Rollenspiel Sword Art Online ab Release spielen dürfen und dann fehlt auf einmal der Logout-Befehl und man sitzt zwei Jahre lang wegen einem perfiden Entwickler in der virtuellen Online-Welt Aincrad fest. Als Kirigaya Kazuto nach dem Tod des Endbosses, der zugleich vom Entwickler des Spiels verkörpert wurde, endlich die Augen öffnen und sein NerveGear, eine Virtual-Reality-Brille in Form eines Helmes, abnehmen kann, wacht er in einem Krankenhaus auf. Hier wurde er die letzten 24 Monate künstlich ernährt und entsprechend schwach ist Kazuto noch auf den Beinen. Die medizinische Rehabilitation schlug zwar schnell bei Kazuto an, doch beim Kendō-Training mit seiner Cousine Suguha fällt auf, dass er noch zu sehr in den Kampfstrukturen von Sword Art Online steckt. Nicht nur das besondere Verhältnis zum Spiel, sondern auch seine Beziehung zu Yūki Asuna beutelt ihn zusehends. Dadurch, dass er der Polizei alle Informationen zum so genannten Sword-Art-Online-Zwischenfall mitgeteilt hat, wurde ihm der Aufenthaltsort von Asuna verraten. Diese hat sich am Ende der zweiten Volume für ihren Ingame-Ehemann geopfert, weshalb Kazuto sie auch in der realen Welt zunächst für tot hielt. In Wahrheit wird sie aber noch am Leben erhalten.

Prinzessinnenrettung

Sword Art Online (Vol. 3) (3)Schnell stellt sich heraus, dass insgesamt dreihundert Spieler am Ende von Sword Art Online nicht ordnungsgemäß ausgeloggt worden sind. Der perfide Plan von Kayaba Akihiko ist somit zwar nicht aufgegangen, doch dadurch, dass die Wartung der Server von der ursprünglichen Firma an das Unternehmen von Asunas Vater übergeben wurde, konnte sich eine neue Figur in die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten einmischen. Sugō Nobuyuki, ein Mitarbeiter der Firma und Teil der Familie, hat sich Asuna schon lange ausgesucht und möchte sie in der Realität heiraten, auch wenn sie de facto noch im Koma liegt. Als Kazuto von seinem früheren Mitstreiter Andoryū einen Screenshot vom Spiel Alfheim Online zugeschickt bekommt und auf diesem Bild eindeutig Asuna zu erkennen ist, beschließt er, trotz seiner Erfahrungen mit Sword Art Online abermals sein NerveGear aufzusetzen, um Asuna aus ihrem Gefängnis zu befreien. Wie die Rettungsaktion aussehen soll, weiß sowohl Kazuto, als auch der Zuschauer nicht. Für dieses Unterfangen hat Kazuto zudem nur eine Woche Zeit, da die Hochzeit von Asuna und dem gefährlichen Sugō in genau sieben Tagen stattfinden soll. Im Hintergrund tickt die Uhr unermüdlich weiter und wer jetzt an Prince of Persia denkt, mag damit gar nicht mal so falsch liegen. Die Parallelen zur klassischen Thematik sind deutlich erkennbar.

Alfheim Online

Sword Art Online (Vol. 3) (4)Während in Sword Art Online ganz im Zeichen von Schwertern stand und somit keine Magie vorhanden war, gelten in Alfheim Online ganz andere Regeln. So schließt man sich einer von neun Elfenrassen an, die um die Vorherrschaft im Online-Rollenspiel konkurrieren. Da Elfen in Alfheim Online fliegen können, wird die Spielwelt gleich um eine entscheidende Komponente erweitert. Einzig und allein das Erreichen einer bestimmten Ebene ist die gemeinsame Komponente beider Spiele, denn Kazuto alias Kirito muss zum so genannten Weltbaum vordringen, der sich in luftigen Höhen auf einer der fliegenden Inseln befindet. Obwohl sich die realen Gefahren auf ein Minimum beschränken und er sich jederzeit ausloggen kann, ist das Online-Rollenspiel trotzdem voller Hindernisse. Unterstützung erhält er daher von der hilfsbereiten Rīfa, die ihre wahre Identität vor Kirito verborgen hält. Daraus ergibt sich dennoch eine interessante Geschichte, welche die Familienverhältnisse von Kazuto ein wenig aufklärt. Fans der kleinen Yui dürfen sich ebenfalls über ein Wiedersehen freuen. Mehr wollen wir an dieser Stelle aber gar nicht vorwegnehmen. Der fortlaufende Handlungsstrang bietet zwar weniger Überraschungen als die ersten vierzehn Episoden, doch werden genug interessante Fakten und Informationen gestreut, dass man weitere sechs vollwertige Folgen bei Laune gehalten wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Sword Art Online gefiel mir von der ersten Minute an sehr gut. Ebenso mag ich die Entwicklung, welche der Anime in der zweiten Volume durchgemacht hat beziehungsweise durchmachen musste. Dadurch beginnt auch die erste Episode der dritten Volume hervorragend. Das Leben der Protagonisten läuft jetzt auf zwei verschiedenen Ebenen, einmal in Alfheim Online und einmal in der Realität, ab und bietet damit einen größeren Spielraum zur Entfaltung der mittlerweile zur Love-Story verwandelten Handlung. Hierbei bedient sich der Anime der typischen Geschichte des strahlenden Ritters, der seine Prinzessin aus den Klauen des Bösewichts befreien muss. Das mag zwar nicht sehr originell sein, aber ich bin der Meinung, dass dies in Sword Art Online genau so dargestellt werden muss, um die Brücke zu richtigen Videospielen beziehungsweise deren oft nicht so unterschiedlichen Handlungen zu schlagen. Da die meisten Charaktere aber ohnehin eigenständig reagieren und die Aktionen ihrer Spieler ausführen, kann sich der Anime in solchen Momenten trotzdem dynamisch entfalten. Das Ende der dritten Volume ändert das Mächteverhältnis noch einmal geringfügig, sodass die letzten Folgen in der nächsten Volume den Anime noch einmal ein kleines Stückchen packender werden kann. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf diese Entwicklung!

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sword Art Online (Vol. 3)!

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