Review: Aldnoah.Zero – Vol. 2

Aldnoah.Zero - Vol. 2 (1)Das Science-Fiction-Spektakel, welches sich vor allem an Fans von Neon Genesis Evangelion und Co richtet, erhält mit der zweiten Volume auf Blu-ray und DVD drei weitere Folgen. Diese setzen die Handlung des Serienauftakts fort und formen sich regelrecht zu einem Thriller.

Aldnoah.Zero - Vol. 2 (2)Die Beziehungen zwischen der Erde und dem Kaiserreich Vuāsu, welches sich in den letzten vierzig Jahren auf dem Mars bildete, könnten nicht schlechter stehen. Bei einem Staatsbesuch von Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia wird ein Anschlag auf eben diese verübt und offensichtlich von Terroristen getötet. Diesen Angriff nimmt die militärische Begleitung der Prinzessin als Grund, um einen Krieg zu beginnen, da auf Seiten des Kaiserreichs ohnehin schon Aggressionen gegen die Erde aufkeimten. Wie wir allerdings aus den ersten drei Episoden der ersten Volume wissen, hat die Prinzessin überlebt, da ein Double bei der Parade ihren Platz eingenommen hat. Auf ihrer Flucht traf sie auf den Kadetten Kaizuka Inaho, mit dem sie sich mittlerweile undercover auf einem Schiff befindet. Einerseits, damit sie niemand erkennt und andererseits, da es an Land ohnehin nicht mehr sicher ist. Durch die Offensive des Kaiserreichs Vuāsu wurden die Großstädte der Erde vernichtet und Soldaten auf die Oberfläche des Planeten entsandt. Damit gelang es dem Anime in der ersten Volume starke Kritik am Krieg zu äußern. Diese Kritik bleibt auch in den vorliegenden drei Episoden erhalten, doch auf einem anderen Niveau, wie der Ehrung der Beteiligung am Krieg. So soll Inaho in einer Folge mit einem Orden geehrt werden, da er einen der Angriffe erfolgreich abwehren konnte.

Intrigen im Militär und am Hofe

Aldnoah.Zero - Vol. 2 (3)Die Episoden der zweiten Volume geben allerdings auch Einblicke in die militärische Riege des Kaiserreichs Vuāsu. Surein Toroiyādo gelingt es sich der Verantwortung für seine Tat in der dritten Episode zu entziehen und versucht sogar den Kaiser persönlich aufzusuchen, um den weiteren Krieg einzudämmen oder gar einzustellen. Ob ihm das gelingt, wollen wir an dieser Stelle aus Spoilergründen selbstverständlich nicht verraten. Allerdings wird nicht nur innerhalb des Militärs, sondern auch am Kaiserhof intrigiert, weshalb es definitiv spannend bleibt und die Grundlage für Sureins künftigen Werdegang legt. Der Charakter steht in den vorliegenden Episoden ohnehin im Vordergrund, da wir in der fünften Folge unter anderem erfahren, wie er Prinzessin Aryūshia überhaupt kennengelernt hat. Diese hat derzeit auf der Erde damit zu kämpfen, ihre Identität auf der Wadatsumi, dem erwähnten Schiff, geheimzuhalten. Inaho, der dritte wichtige Charakter im Bunde, macht sich ebenfalls einen Namen, da das Schiff von den vermeintlichen Feinden nicht unentdeckt bleibt und mehrmals angegriffen wird. Dem Kadetten gelingt das, was ausgebildeten Piloten nicht zu schaffen vermochten. So und nicht anders erhalten wir Einblicke in alle drei Charaktere, deren Lebenswege schließlich zusammenlaufen und die erste Staffelhälfte zu einem vielversprechenden Abschluss bringen.

Ritterliche Futuristik

Aldnoah.Zero - Vol. 2 (4)Obwohl der Handlungsstrang von Aldnoah.Zero fortlaufend ist und keine wichtigen Informationen auslässt, wird er auf die wichtigsten Punkte reduziert. Das ist insbesondere deswegen schade, da die Intrigen im Militär von Vuāsu so nicht immer ganz durchschaubar sind. Genau das könnte aber für den einen oder anderen Zuschauer aber sogar der Reiz sein, sich die Episoden mehrmals anzuschauen. Dafür gibt es sogar mehr als einen Grund, denn die Kämpfe zwischen beiden Fraktionen werden nach wie vor richtig gut zur Schau gestellt. Die beiden Parteien kämpfen nämlich nicht wie im üblichen Sinn gegeneinander, sondern in eigens dafür entwickelten Mechs, die im Anime Kataphrakte genannt werden. Mit dieser mittelalterlichen Bezeichnung gelingt es dem Anime wunderbar, den Aufbau des Kaiserreichs Vuāsu mitsamt seiner eigenen Kultur zu erklären. Die Kämpfe an sich sehen hingegen bis auf die üblichen Bewegungen sehr konträr aus, da hier mit Maschinenpistolen geschossen wird und auch Laser-Schwerter zum Einsatz kommen. Die Kämpfe werden hervorragend in Szene gesetzt und auch die restliche Optik (sogar inklusive der vereinzelten und sehr dezent eingesetzten Lens-Flare-Effekte) des Anime weiß uns zugefallen. Unterlegt wird Aldnoah.Zero bei dieser Pracht mit einer teils mythisch wirkenden Musik, die uns durchgehend an den Bildschirm fesselt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden von Aldnoah.Zero haben mir einen guten Einblick in die Welt des Anime (und Manga) gewährt. Die Episoden in der zweiten Volume führen die Handlung sehr gut fort und so langsam entwickelt sich die Serie zu einem Politthriller. Vor allem durch die vielen Intrigen in der militärischen Ebene, die bis zum Kaiserhof reichen, entwickelt sich regelrecht eine besondere Dynamik, die der Anime in den nächsten Episoden ausfüllen kann. Die Episoden der zweiten Volume machen grundsätzlich nicht sehr viel anders wie die vorherigen Folgen, doch die Einblicke in die Werdegänge von Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia, Kaizuka Inaho und Surein Toroiyādo ermöglichen es, die Hintergründe in diesem Krieg auf beiden Seiten besser zu verstehen. Ich bin gespannt, wie sich Aldnoah.Zero weiterentwickeln wird, doch die erste Hälfte der ersten Staffel empfinde ich bis hierhin als sehr angenehm.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero – Vol. 2!

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