Review: Aldnoah.Zero – Vol. 1

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (1)Bis zum heutigen Tag hat die Menschheit noch keinen Kontakt zu einer außerirdischen Lebensform aufgebaut. Im Anime Aldnoah.Zero hingegen ist die Kontaktaufnahme dank der Apollo-17-Mission geglückt. In der Realität war es der letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (2)Im Jahr 1972 hat die Besatzung der Apollo 17 auf der Rückseite des Mondes das sogenannte Hypergate entdeckt, welches das Reisen zwischen Mond und Mars ermöglicht. Das entdeckte Portal wurde von den Erdlingen zunächst genutzt, um die Ressourcen des Mars auszubeuten. Auf der Oberfläche des roten Planeten haben die Menschen jedoch auch die Spuren einer seit Urzeiten untergegangen Zivilisation entdeckt. Die Überbleibsel der Arudonoa-Zivilisation hat der Menschheit einen ungeheuren Technologieschub ermöglicht. Als sich durch Spannungen die Kolonie auf dem Mars für unabhängig erklärte, kam es zu einem Krieg, der dazu führte, dass das Hypergate überlastet wurde und ein Großteil des Mondes abgespaltet wurde. Die Teile des Mondes landeten auf der Erde, wodurch überall auf dem Planeten Krater entstanden. Als der Krieg 1999 zwischen dem Planeten Erde und dem Kaiserreich Vuāsu auf lange Sicht zu keinem Ergebnis führte, entschied man sich zu einem Waffenstillstand und für den Frieden. Mittlerweile sind fünfzehn Jahre ins Land gestrichen und wir schreiben somit das Jahr 2014. Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia ist auf dem Weg zur Erde, um die diplomatischen und politischen Beziehungen zwischen beiden Planeten zu vertiefen. Während auf der Erde die Ankunft der Prinzessin begrüßt wird, sorgt ihre Reise für Abneigung im Kaiserreich Vuāsu.

Kämpfe zwischen Kataphrakten

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (3)Als auf die Prinzessin bei ihrer Fahrt zur Botschaft ein Anschlag mittels Raketen verübt und schließlich auf diesem Weg vermeintlich getötet wird, ist das für das Kaiserreich Vuāsu ein Angriff auf ihr Staatssouverän, wodurch das Militär die Kontrolle übernimmt und zugleich einen Angriff auf die Erde initiiert – schließlich haben die Schlachtschiffe im Orbit nur darauf gewartet, die Erde anzugreifen. So werden weltweit Städte wie New Orleans, Beijing oder Tōkyō als Ziele bestimmt und tausende Menschenleben werden innerhalb weniger Sekunden ausgelöscht. In der japanischen Stadt Shinawara bereiten sich die ersten Kadetten vor, um den Angriff abzuwehren. Der Krieg wird allerdings nicht Mann gegen Mann im üblichen Sinne geführt. Stattdessen sitzen die Kriegsteilnehmer in so genannten Kataphrakten. Dabei handelt es sich nicht um stark gepanzerte Ritter, die zu Pferde reiten, sondern um Mechs, die mit gigantischen Waffen aufeinander schießen oder einstechen. Sie bemerken dabei allerdings recht schnell, dass das Kaiserreich Vuāsu in den letzten fünfzehn Jahren die Rüstungsindustrie stetig vorangetrieben und Wissen über die Technologie der Arudonoa-Zivilisation gesammelt hat. So ist es den irdischen Kataphrakten nicht möglich, die feindlichen Mechs zu bekämpfen und müssen stetig Verluste hinnehmen. Das weckt aber nur den Kampfgeist der Erdbewohner.

Hauptaugenmerk: Kriegsführung

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (4)Obwohl sich die Ereignisse in Aldnoah.Zero geradezu überschlagen, sind es nur sehr wenige Momente, die im Anime vorgestellt werden. Diese wenigen zwischenmenschlichen Momente bleiben uns dafür umso mehr in Erinnerung, doch aus Spoilergründen möchten wir auf diese an dieser Stelle nicht eingehen. Es sei nur so viel gesagt, dass das Zwischenmenschliche auch aus dem Innern der Kataphrakten zu spüren ist. Das Hauptaugenmerk liegt nämlich vor allem auf der Kriegsführung, denn schließlich müssen sich die Charaktere zunächst der überstarken Bedrohung stellen und ihren Feind verstehen lernen. An vielen Stellen wirkt der Anime sehr realitätsbezogen, denn einige Orte sehen so aus, als seien sie für den Anime nur mit einem Filter überzogen worden. Während ruhige Momente mit Klavierklängen unterlegt werden, sind die Kämpfe in adrenalingeladener Musik getränkt. Die Kataphrakten werden dabei in den meisten Szenen dreidimensional vor einem zweidimensionalen Hintergrund eingefangen. Das wirkt an manchen Stellen etwas störend, doch baut der Anime durchgehend auf diesem Stil auf, weshalb man schon vor dem Kauf sich damit arrangieren sollte. Wer sich aber dennoch auf Aldnoah.Zero einlässt, bekommt einen sehr spannenden und nervenaufreibenden Anime geboten, in denen vor allem die letzte Szene der ersten Episode große Kritik am Krieg übt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Aldnoah.Zero richtet sich vor allem an Fans von Mech-Serien, die bereits Neon Genesis Evangelion und Co verschlungen haben. Die Serie charakterisiert politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme, die schließlich in zwei Kriegen enden. Der Beginn des zweiten Kriegs markiert den Auftakt des Animes, der mit einem Anschlag auf das Staatssouverän vom Kaiserreich Vuāsu beginnt. Dabei erhalten wir zwar nur einen geringen Einblick in das Leben der Erdbewohner und den Siedlern auf dem Mars, doch dafür bleibt im Angesicht der kritischen Auseinandersetzung einfach keine Zeit. Wie der Krieg zwischen den Kataphrakten geschlagen wird, ist die zentrale Frage der vorliegenden drei Episoden. Da man bisher nur wenig über beide Nationen erfährt und das Science-Fiction-Spektakel bislang noch ein wenig aufs Nötigste reduziert wirkt, fällt mir das Urteil schwer. Ich wurde zwar gut unterhalten, kann mir aber noch nicht vorstellen, wie die Reise des Anime enden wird. Weiterschauen werde ich die Serie aber auf jeden Fall!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero – Vol. 1!

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