Review: Hamatora – The Animation (Vol. 3)

Hamatora - The Animation (Vol. 3) (1)Hamatora – The Animation ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert im Anime-Sektor. Die Fälle, die einzeln pro Folge erzählt werden, sind zwar durchaus spannend, doch gelingt es der Serie nicht, die Zusammenhänge zwischen den Episoden in den Vordergrund zu stellen.

Hamatora - The Animation (Vol. 3) (2)Die Handlung der dritten Volume von Hamatora – The Animation setzt an der letzten Episode an und führt die Story stringent fort. Die Elemente, welche die einzelnen Folgen zusammenschweißen, bleiben dabei aber weiterhin im Hintergrund. Nach wie vor werden in allen drei Folgen der dritten Volume abermals einzelne Fälle behandelt. Im nun mehr siebten Fall werden Naisu und seine Kollegen auf einen Minimum Holder beziehungsweise dessen Kopf aufmerksam gemacht, da dieser aus einer Haftanstalt speziell für Minimum Holder entwendet wird. Gemeinsam mit Kommissar Āto sucht Naisu den Ort des Geschehens auf, doch Āto ist strickt dagegen, dass Naisu am Fall mitarbeitet. Āto steht auch im Mittelpunkt der siebten Episode. So erfahren wir, dass er der einzige Absolvent der Facultas-Akademie ist, der über kein Minimum verfügt, aber dennoch den Abschluss geschafft hat. Entsprechend rückt die Beziehung zu seinen Kollegen in den Vordergrund, welche über Spezialfähigkeiten verfügen. Wie wir aus den ersten sechs Folgen wissen, werden im Hintergrund vom durchtriebenen Moraru die Fäden gezogen. Dieser predigt zwar Gleichheit unter den Minimum Holders, doch ist seine eigentliche Intention eine ganz andere. Er möchte unter allem Umständen Naisu treffen, da er damals in der Facultas-Akademie gearbeitet und dort Naisu ausgiebig beobachtet hat.

Drogen in Okinawa

Hamatora - The Animation (Vol. 3) (3)Wie genau das in die Handlung passt, können wir an dieser Stelle immer noch nicht sagen. Der Anime bleibt in dieser Hinsicht sehr undurchsichtig. Wir hoffen sehr, dass diese Fakten in der vierten und letzten Volume aufgelöst und erklärt werden. Aufgrund der Freundschaft zwischen Naisu und Āto verläuft das Gespräch zwischen dem Bösewicht und dem Hüter des Gesetzes alles andere als geplant. Es geht sogar sehr tragisch aus, doch möchten wir an der Stelle nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall hat der Ausgang der Auseinandersetzung zwischen Āto und Moraru eine wichtige Bedeutung für den restlichen Verlauf der Serie. Bereits in der achten Episode wird Naisu mit diesem Problem konfrontiert. Der achte Fall führt die Freunde von Yokohama nach Okinawa, wo sich alles um blutverschmierte Bittermelonen dreht. Der Humor der Serie wird durch den Episodentitel wunderbar in Schau gesetzt, doch der Spaß am Strand wird schnell mit dem Ernst des Lebens abgelöst. Naisu und Co müssen herausfinden, wie die gefährliche Droge Ideal in den Umlauf gekommen ist. Dabei handelt es sich um eine Droge, die man nur einmal nehmen muss. Man fällt in einen tiefen Schlaf, aus dem man nicht erwachen kann. Ob ihnen das gelingt und was es mit dem Ideal noch auf sich hat, werden in der achten Folge geklärt, bevor in der neunten Episode Moraru einen weiteren Auftritt hat.

Hintergrund um Hintergrund

Hamatora - The Animation (Vol. 3) (4)Der neunte Fall spielt sich wieder in Yokohama ab und rückt Surī in dem Mittelpunkt, über dessen Vergangenheit wir einige Informationen sammeln können. Seine Vergangenheit holt ihn ein, in der damals wie heute ein Waisenhaus eine große Rolle spielt. So ist es nicht sehr verwunderlich, dass wir auch in der dritten Volume wieder Hintergrund um Hintergrund erfahren, doch die wichtige Handlung weiterhin nicht wirklich zum Vorschein kommt. Dafür fällt es uns in dieser Ausgabe definitiv leichter, die Charaktere zu akzeptieren. Man muss die Manga nicht unbedingt lesen, um mit dem Anime warm zu werden. Das Verständnis aus dem ersten Manga könnte aber auch hier immer noch von Vorteil sein. Am weiteren Kritikpunkt von Hamatora – The Animation, die japanische Synchronisation, hat sich kaum etwas geändert. Sie richtet sich weiterhin und vor allem an Japaner, da Dialoge zum Teil zu schnell sind oder mit verrückten Ideen in eingespielten Bildern aufwartet. Die deutsche Synchronisation gefällt uns aber ausgesprochen gut, sodass man sich nicht unter allen Umständen die japanische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln zwangsweise anschauen beziehungsweise anhören muss. Unterm Strich lässt sich festhalten, dass sich die dritte Volume etwas gebessert hat; die grundsätzlichen Kritikpunkte sind aber nach wie vor vorhanden. Es bleibt spannend.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich tue mich mit dem Anime immer noch ein wenig schwer. Auf der einen Seite mag ich das Setting und die einzelnen Fälle sind nicht minder interessant. Allerdings finde ich es auf der anderen Seite absolut nicht gut, dass die eigentliche Handlung von Hamatora – The Animation im Hintergrund verweilt. In jeder Folge erhalte ich zwar ein paar neue Informationen, die sich wunderbar ins Gesamtbild fügen, doch bleibt es dabei, dass ich das Gefühl habe, die Episoden eine nach der anderen einfach nur abzuarbeiten. Ich bin sehr gespannt, wie mich der Anime in der kommenden vierten und somit auch letzten Volume in diesen Punkten noch überzeugen möchte. Viel Zeit bleibt nicht mehr, um den Handlungsbogen zu einem (für mich) zufriedenstellenden Ende zu bringen. Besonders die Auflösung bezüglich des Zwischenfalls mit Āto kann ich kaum mehr erwarten. Wem es bis hierhin noch nicht langweilig geworden ist, wird auch gerne bis zum Ende dabei bleiben!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Hamatora – The Animation (Vol. 3)!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s