Preview: Star Fox Zero

Star Fox Zero (1)Fox McClouds letzter Auftritt war im Jahr 2006 in Star Fox Command auf dem Nintendo DS, sofern man von Star Fox 64 3D absieht. Dessen Ursprung Lylat Wars nimmt sich Nintendo für das im zweiten Quartal 2016 erscheinende Star Fox Zero allerdings erneut zum Vorbild.

Star Fox Zero (2)Wer jetzt ein zweites Remake von Lylat Wars erwartet, liegt damit aber falsch. Zumindest ein wenig, denn der japanische Konzern umschreibt den Titel als ein Reimagine. Das heißt, dass man sich zwar am Vorbild orientiert und mehr oder weniger bekannte Situationen oder Anleihen wie den Planeten Corneria integriert, aber dennoch einen eigenen Ansatz probiert. Miyamoto Shigeru hat während der Electronic Entertainment Expo 2015 verlauten lassen, dass es auch Ideen vom nie veröffentlichen Star Fox 2 vom Super Nintendo ins Spiel geschafft haben. Dazu zählt zum Beispiel der Kampfläufer, der von Nintendo bisher nur Walker genannt wird. Diesen muss man sich wie folgt vorstellen: Wir fliegen wie für die Serie typisch mit unserem Arwing, einem Raumgleiter, über die Planetenoberfläche eine vordefinierte Route entlang und kommen schließlich am Zielpunkt an. Dann wechseln wir in die offene Formation, doch anstatt hier ebenfalls nur mit unserem Arwing herumzudüsen, verwandeln wir uns einfach per Knopfdruck in den Walker und erkunden die Umgebung schließlich vom Boden aus. So ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, die Situationen zu meistern. Selbst einer der anfänglichen Bosskämpfe lässt sich ebenfalls lösen, indem wir in sein Inneres hinein fliegen und dann seinen Energiekern vernichten. Eine augenzwinkernde Hommage an die Star-Wars-Filmreihe.

Nutzen der zwei Bildschirme

Star Fox Zero (3)Neben dem Walker ist auch der GyroWing ein neues Einsatzgerät. Mit diesem können wir uns in der Luft ebenfalls offen durch Gebiete bewegen. Entdecken wir Luftschächte, können wir einen winzigen Roboter entkoppeln, mit welchem wir uns durch diese dann hindurchzwängen und versteckte Schalter aktivieren können. Was wir dabei entdecken, sehen wir übrigens nur auf dem Bildschirm des Wii U GamePads. Von diesem macht das Spiel reichlich Gebrauch, denn während auf dem Fernsehbildschirm die Action aus der dritten Person beziehungsweise dem Arwing oder Landmaster zu sehen ist und somit meist eine kinoreife Atmosphäre erzeugt wird, wie sie Miyamoto gerne nennt, zielen wir über den Bildschirm der Steuerungseinheit. Das klingt im ersten Moment etwas ungewöhnlich, spielt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit aber sehr gut. Ob man sich langfristig am fließenden Wechsel zwischen beiden Bildschirmen jedoch gewöhnen kann, werden wir erst im neuen Jahr sehen. Bis zum Release hat Nintendo dann auch gerne noch Zeit, den Fans ein paar offene Fragen zu beantworten. Noch ist es nämlich nicht klar, ob es auch das Blue Marine ins Spiel geschafft hat und somit auch wieder Unterwassergefechte möglich sind. Des Weiteren ist noch nicht bekannt, ob der Titel auch deutsche Untertitel, geschweige denn eine deutsche Sprachausgabe bekommen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Vorführversion auf der Gamescom 2015 und dem veröffentlichten Videomaterial): Als man Star Fox 64 3D veröffentlicht hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, denn man hat Lylat Wars wirklich an den richtigen Stellen aufgehübscht – Star Fox Zero will einen Weg weitergehen. Es sieht sich selbst als Reimagine und nicht als ein Remake an. Das, was ich bisher vom Spiel gesehen habe, wirkt auch alles andere als die dritte Neuveröffentlichung eines achtzehn Jahre alten Videospiels. Ich finde es zwar schade, dass man vom Blue Marine bisher nichts gesehen hat und wahrscheinlich auch nichts sehen wird, doch bin ich gespannt, wie sich der GyroWing neben Arwing, Landmaster und Walker machen wird. Letzteren konnte ich bereits ausprobieren und ich bin mir sicher, dass er die anderen Vehikel gut ergänzen wird, sofern Nintendo auch genügend Einsatzmöglichkeiten für ihn übrig lässt. Obwohl ich seit der E3 dieses Jahres die schlimmsten Befürchtungen hatte in Bezug auf die Nutzung der Bildschirme, hat das Probespielen bei Nintendo mich eines Besseren belehrt. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch dauert es nicht lange und man weiß, wie man sich mit den beiden Bildschirmen gekonnt abwechselt.

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