Review: Selector Spread Wixoss (Vol. 2)

Selector Spread Wixoss (Vol. 2) (1)Die erste Episodenhälfte von Selector Spread Wixoss folgte dem Rezept der Vorgängerserie Selector Infected Wixoss und daran ändert sich mit der zweiten Episodenhälfte in der ebenso zweiten Volume nichts. Dafür führen die Folgen die Anime-Serie halbwegs zu einem Ende.

Selector Spread Wixoss (Vol. 2) (2)Bei der zweiten Volume der Serie gilt unser gleicher Rat, denn wer die erste Staffel und auch die letzte Volume von Selector Spread Wixoss noch nicht gesehen hat, wird auch hier nichts verstehen können, da Begriffe nicht erklärt und Hintergründe nicht erläutert werden. Das ist in unseren Augen aber nur logisch, da die Geschichte nahtlos an die vorherigen Ereignisse anknüpft. Zum Ende der letzten Folge der ersten Volume wurde die Spannung regelrecht auf die Höhe getrieben, denn der LRIG Urisu kontrolliert nach wie vor den Körper der Selector Urazoe Iona. Diese hat Uemura Hitoe, eine Freundin von Hauptfigur Kominato Rūko gefangen genommen und hofft nun darauf, dass Rūko ihr nach einem Drohanruf zur Hilfe eilt. Vor Ort erfahren sowohl wir, als auch Rūko, dass Urisu die Wünsche aller Selectors zunichtemachen und ihre Herzen verdunkeln will. Um gegen Rūko anzugehen nutzt Urisu Rūkos früheren LRIG Tama und versucht, die beiden Freundinnen gegeneinander auszuspielen. Anwesend im Raum ist auch die von Urisu ausgenutzte Aoi Akira, die von ihr deutlich missachtet wird, was dazu führt, dass sie seelisch immer zerbrechlicher wird. Bei Rūko scheitert dieser Plan jedoch zunächst, wodurch die Handlung für die letzten fünf Episoden der Anime-Serie vorbereitet wird, welche Antworten auf ein paar offene Fragen liefern sollen oder es zumindest versuchen.

Offene Nebenhandlungsstränge

Selector Spread Wixoss (Vol. 2) (3)Es setzt sich immer mehr ein Bild von einer möglichen Strippenzieherin im Hintergrund zusammen, die bereits in der letzten Volume in Form einer gemachten Anmerkung von Hitoe angesprochen wurde. Wir möchten gar nicht zu viel verraten, doch handelt es sich hierbei um das Mädchen Mayu, welches in ihrer Einsamkeit in einem Sumpf der Traurigkeit versinkt. Sie ist das Individuum, das die LRIGs geschaffen hat und in ihrer Fantasiewelt die Kämpfe zwischen den Avataren abhält. Die unausweichliche Konfliktlösung, welche die Entscheidung in der Welt von Selector Spread Wixoss herbeirufen soll, rückt unerbittlich näher. Auf der Zielgeraden vergisst der Anime jedoch nicht, auch die Nebengeschichten fortzuspinnen, die man bereits angefangen hat. Allen voran natürlich die Liebe zwischen Kurebayashi Yuzuki und ihrem Bruder beziehungsweise zwischen Yuzukis ehemaligen LRIG und ihrem Bruder. Außerdem bekommt die kleine Chiyori noch ein paar kleine Auftritte, die jedoch kaum der Rede wert sein. Während die Handlung konsequent bis zum Ende weitererzählt wird, geht der Serie genau hier jedoch die Puste aus. Das Ende lässt viele Fragen bezüglich der Nebenhandlungsstränge offen, sodass wir vieles nur erahnen können, etwa welchen Werdegang die Charaktere einschlagen und wie sie jetzt mit ihren Wünschen und Ängsten persönlich umgehen. Schade.

Auf Regen folgt Sonnenschein

Selector Spread Wixoss (Vol. 2) (4)Dafür gehen ausgerechnet die letzten Episoden mehr auf die Kartenkämpfe ein, lassen aber das Regelwerk wie gehabt außen vor. Mit Yū-Gi-Ō und Co möchte der Anime in den letzten Zügen nicht verglichen werden, was wir absolut respektieren, da Selector Spread Wixoss auch in den letzten 145 Minuten keine Alleinstellungsmerkmale aufgeben will. Genauso wie die Story stringent erzählt wird, so wenig hat sich an der technischen Gestaltung verändert. Das Bild in 1080p und im 16:9-Format bietet abermals schön gezeichnete Hintergründe und ein passendes Figurendesign. Wie in den vorherigen Folgen spart man nicht an Animationen, allerdings an Spezialeffekten, die selbst in den Kämpfen gerne etwas zu kurz kommen. Die düstere Atmosphäre wird in den letzten Episoden zum Glück nicht getrübt; diffuses Licht und die winterliche Kulisse sorgen auch dieses Mal für das eine oder andere mulmige Gefühl, das erst in den letzten Minuten mit Sonnenschein vertrieben wird. Das Tonformat DTS-HD Master 2.0 sorgt für einen guten Klang inklusiver hervorragender Abmischung der verschiedenen Lautstärken bei Dialogen, Musik und Effekten. Die deutsche Synchronisation ist nach wie vor gut, die japanische Tonspur aufgrund Authentizität jedoch zu bevorzugen. Bonusmaterial gibt es wieder in Form von drei physischen Postkarten. Wer den Schuber der ersten Volume besitzt, darf das Digipack der zweiten Volume endlich in den freien Platz hineinstecken.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die erste Volume von Selector Spread Wixoss hat die Geschichte von Selector Infected Wixoss stringent und konsequent fortgeführt, sodass Fans auf jeden Fall zufriedengestellt waren. Bei der zweiten Volume dieser Staffel ist das aber ein etwas schwierigeres Thema. An der eigentlichen Story kann man nur wenig bis gar nichts aussetzen, da sie so tiefgehend ist, wie sie auch sein muss und glücklicherweise zu einem abschließenden Ende geführt wird, welches wirklich nur wenig Freiraum für eine Fortsetzung lässt. Allerdings hat man viele Fragen während der Serie aufgeworfen, die sich mit den Wünschen, Ängsten und zugleich den Motivationen der Charaktere beschäftigt haben, die schlussendlich nicht alle geklärt werden. Wichtige Figuren verlassen die Bühne wie in einem Theaterstück und tauchen gar nicht mehr auf, die Beziehung zwischen den Charakteren scheint auf einmal trotz mehrmals betonter Bedeutsamkeit nicht mehr wichtig zu sein. Wem das egal ist, der wird auch mit den letzten sechs Episoden der Serie sicherlich wieder zufriedengestellt werden, da die Haupthandlung nach wie vor existent ist und man sich auch sonst keinerlei grobe Schnitzer mehr geleistet hat, die nicht schon längst in vorherigen Episoden aufgefallen sind. Fans dürfen also ein letztes Mal bedenkenlos zuschlagen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Selector Spread Wixoss (Vol. 2)!

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