Review: Beyond the Boundary (Vol. 2)

Beyond the Boundary (Vol. 2) (1)Die erste Volume hat uns in das Leben von Kanbara Akihito eingeführt. Der Oberschüler, der halb Mensch und halb Yōmu ist, steht unter besonderer Kontrolle durch seine Freunde, da er ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesellschaft ist. Trotzdem geht das Leben normal weiter.

Beyond the Boundary (Vol. 2) (2)Die Ereignisse der letzten Tage haben sich regelrecht überschlagen, sodass Akihito von seiner Yōmu-Seite übermannt wurde und sich nach dem Kampf gegen den so genannten Leeren Schatten plötzlich gegen seine Freunde gestellt hat. Mit Mühe und Not gelang es ihnen, Akihito zu schwächen und ihm seine menschliche Form zurückzugeben. Trotzdem müssen sie für ihr Verhalten, sich in einer Zeit, in der die Yōmu häufiger auftreten und wesentlich aggressiver werden, alleine gegen den übermächtigen Feind zu kämpfen, Rechenschaft ablegen. Zum Glück werden sie im Anwesen der Nase-Familie, welche über die Geisterkrieger in der Umgebung wachen, nur verwarnt. Zwar verlassen sie das Anwesen mit einem bitteren Nachgeschmack, doch am Abend wartet bereits das nächste große Ereignis auf sie – das Laternenfest. In der folgenden Zeit normalisiert sich für die Freunde der Alltag. Das heißt auch, dass Kuriyama Mirai mal wieder an der Existenzschwelle lebt und dringend ein paar Yen braucht, um aktiv und passiv am sozialen Leben teilnehmen zu können. Deshalb beginnt sie im Shindō-Fotoladen, in dem sie auch die erbeuteten Yōmu-Steine verkauft, sowohl als Verkäuferin und auch als Model zu arbeiten. Als ihre neue Chefin ihr etwas über einen neuen Yōmu erzählt, für den es fünfhunderttausend Yen einzusacken gilt, ist Mirai jedoch wieder auf und davon.

Heiteres Intermezzo

Beyond the Boundary (Vol. 2) (3)In der sechsten Folge muss ein Yōmu auf dem Dach ihrer Schule bekämpft werden, den man allerdings nur mit viel Überzeugungsarbeit kleinkriegen kann. Auf welche originelle Idee die Geisterkrieger dabei kommen und warum sie sich selbst erst einmal überwinden müssen, solltet ihr unbedingt selbst sehen – so viel gebündelter Humor gab es in der Serie zuvor definitiv noch nicht. Die siebte Folge ist für die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mirai und ihrer Erzfeindin Inami Sakura wichtig und interessant. Hier wird Mirai unweigerlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss versuchen, Sakura von ihren Gefühlen zu überzeugen. Der Kontrast zwischen diesen beiden Episoden ist also besonders stark, doch gelingt es dem Anime dennoch, seinem Erzählstil treu zu bleiben. Der Stil des Animes in der Auflösung von 1080p und im bildschirmfüllenden 16:9-Format ist durchweg düster gestaltet und nur in der sechsten Folge ein wenig heiterer aufgebaut. Man merkt jedoch, wie sich die Charaktere den jeweiligen Umständen anpassen, mit ihren Stärken und Schwächen leben und versuchen, ihre täglichen Aufgaben neben der Jagd auf die Yōmu zu bewerkstelligen. Dabei lassen sich die recht flüssigen Animationen und schönen Effekte durchaus sehen. Vor allem Fans der Fernsehserie Supernatural freuen sich darüber, dass die Atmosphäre teils mit Filtern unterlegt wird.

Exzellente und deplatzierte Stimmen

Beyond the Boundary (Vol. 2) (4)An der Qualität der deutschen und der japanischen Synchronisation hat sich nichts geändert – die japanische Tonspur trumpft nach wie vor mit exzellenten Synchronsprechern auf, während die deutsche Fassung zwar gut, aber teils mit deplatzierten Stimmen ernüchternd wirkt. Am Umfang des Bonusmaterials hat sich im Vergleich zu ersten Volume ebenso nichts getan. In einem Bonus-Clip, der das einzige digitale Material fernab drei obligatorischer Trailer zu anderen Kazé-Anime-Produkten bildet, steht diesmal nicht Akihito, sondern Ninomiya Shizuku vor Gericht. Natürlich hat das Gerichtsverfahren nichts mit dem eigentlichen Inhalt zu tun und soll die düstere Atmosphäre des Animes nach drei Folgen, die insgesamt etwa 75 Minuten einnehmen, etwas auflockern. Das beiliegende physische Booklet beinhaltet zunächst Freundschaftsbucheinträge zu den Charakteren Nase Mitsuki und Nase Hiroomi, bevor uns ein Episodenguide durch die fünfte, sechste und siebte Folge lotst. Außerdem gibt es die in einer Szene angesprochenen Fotos von Mirai und Shindō Ai zu sehen – besonders Ai-Fans dürften hier große Augen machen. Den Abschluss machen ein paar verkleinerte Storyboard-Auszüge und Konzeptzeichnungen von verschiedenen Charakteren samt japanischen Anmerkungen. Das Bonusmaterial gibt also auch dieses Mal nur bedingt einen tieferen Einblick in die Serie.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Folgen von Beyond the Boundary benötigen ein wenig Einarbeitungszeit in das Universum, die sich jedoch schon mit der zweiten Volume definitiv bezahlt macht. Geschaffene Grundlagen werden ausgebaut und die dezenten Erklärungen werden sorgfältig aufgenommen, sodass man richtig von der düsteren Atmosphäre des Animes verschlungen wird und man gerne selbst ein Teil der Truppe um Akihito und Mirai sein möchte. Man versteht die Zusammenstellung und die verschiedenen Charaktere mitsamt ihren Hintergründen auf einmal deutlich besser als noch zuvor. Der Kampf gegen die Yōmu ist diesmal zudem nicht nur spannend erzählt, sondern auch mit viel Humor unterlegt. Eigentlich müsste das total aufgesetzt wirken, doch die Intentionen der Charaktere bleiben erhalten und die Geschichte wird problemlos fortgeführt. So darf es gerne auch in den nächsten beiden Volumes weitergehen – ich hoffe jedoch, dass die am Ende der vierten Folge aufgegriffene Nebenhandlung bald mit der Story zusammenschließt, damit Beyond the Boundary auch ein zusammenhängendes Kunstwerk wird. Einen gemeinen Cliffhanger gab es nämlich auch dieses Mal, der Lust auf mehr macht. Ich bin also sehr gespannt!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Beyond the Boundary (Vol. 2)!

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