Review: Love, Chūnibyō & Other Delusions! (Vol. 4)

Love, Chunibyou and other Delusions (Vol. 4) (1)Das Achtklässersyndrom hat ausgedient! In der vierten und letzten Volume von Love, Chūnibyō & Other Delusions! fällt Takanashi Rikka auf den Boden der Tatsachen zurück und muss die Realität mit ganz neuen Augen sehen – und merkt dabei, welche Bedeutung Fantasie hat.

Love, Chunibyou and other Delusions (Vol. 4) (2)Obwohl auf der Disc gleich drei Episoden enthalten sind, bilden nur zwei Folgen davon den Abschluss der Anime-Serie. Die elfte Episode beginnt drei Wochen nach den Geschehnissen der dritten Volume. Rikka hat ihre Augenbinde abgelegt und verweigert jeglichen Bezug zur Fantasie. Da Rikkas Schwester nach Italien gezogen ist, muss sie wieder bei ihrer Mutter leben und wird dadurch abermals mit ihrem verstorbenen Vater konfrontiert. Erstmals besucht sie sein Grab und erkennt die Realität, welche sie sich ihr entzogen hat. Ihre selbst ernannte Dienerin Dekomori Sanae möchte das jedoch nicht akzeptieren und versucht ihre ehemalige Meisterin davon zu überzeugen, dass sie vom Bösen befallen wurde und sie unbedingt zurückkehren muss. Togashi Yūta hingegen ist zunächst davon überzeugt, dass Rikka das richtige tut. Allerdings bemerkt er dadurch zu spät, dass sich Rikka so von ihm entfernt. Entsprechend unternimmt er alles, um seine Freundin Rikka zurückzugewinnen. Die letzten beiden Episoden sind weniger witzig als der Rest der Serie. Sie sind melancholisch gestaltet, sodass das Ende der Serie überhaupt in einem metaphysischen Licht enden und der Stellenwert von Fantasie erklärt werden kann. Die dreizehnte Folge stellt eine Bonus-Episode dar, in welcher die Freunde eine Weihnachtsfeier organisieren. Hier kommt der Humor wieder zur Geltung.

Gelungenes Gesamtwerk

Love, Chunibyou and other Delusions (Vol. 4) (3)Auf der technischen Seite bietet der Anime in der vierten Ausgabe unverändert schöne Großstadt- und Landschaftshintergründe, die uns durchweg verzaubern. Hinzukommen abermals wunderbar gezeichnete und reichlich animierte Charaktere, von denen wir gar nicht den Blick ablassen können, da sie uns nicht nur mit ihren Persönlichkeiten, sondern auch mit der dargestellten Mimik und Gestik reichlich begeistern. Nicht nur die 1080p-Auflösung mit ihren tollen Bildern kann überzeugen, auch die beiden auf der Disc enthaltenen Tonspuren sprechen für die Qualität der Serie. Nicht nur die angewandte Musik, sondern auch die Synchronisation ist durchweg gelungen. Letzteres gilt sowohl für die japanische Synchronisation, als auch für die deutschen Sprecher, die uns ebenso im Ohr bleiben und bei Betonungen problemlos mit der originalen Besetzung mithalten können. In digitaler Form liegen dem Anime zwei Lite-Episoden bei, die Einblicke in den erheiternden Alltag von Sanae, Nibutani Shinka und Tsuyuri Kumin geben. Diese kurzen Episoden fallen wie die vorherigen vier Folgen recht kurz aus, ergänzen das Gesamtwerk allerdings angenehm. Ansonsten befinden sich auf der Disc als Dreingabe nur ein paar Trailer zu weiteren Produkten aus dem Hause Kazé Anime. Stattdessen stützt man sich auch dieses Mal erneut auf gelungenes, physisches Bonusmaterial. Nett!

Ergänzende Informationen

Love, Chunibyou and other Delusions (Vol. 4) (4)So liegt auch der vierten und letzten Volume von Love, Chūnibyō & Other Delusions! abermals ein kleines Booklet bei. In diesem befindet sich zunächst der bekannte Episodenguide zu den drei vollwertigen auf der Disc enthaltenen Episoden, sowie eine Übersicht zu allen sechs Lite-Episoden der gesamten Serienveröffentlichung. Darauf folgt ein Gespräch mit Yamamoto Rin über die Bedeutung von Aufnahmen, die Zusammenarbeit mit Regisseur Ishihara Tatsuya und natürlich zu den Inhalten der Serie. Konzeptzeichnungen und Skizzen, unter anderem zu den Charakteren Yūta und seinen beiden Schwestern Yumeha und Kuzuha, seiner Freundin Rikka und ihrer Lehrerin Tsukumo Nanase, geben genauso wie Erläuterungen zu Handlungsorten und Erklärungen zu Waffen und Ausrüstung der Figuren einen guten Einblick in die Entstehung und die Welt des Animes. Den Abschluss bildet ein Gespräch zwischen Ishihara und Yūtas Synchronsprecher Fukuyama Jun über den Stimmwechsel bei der Rollenverschiebung, über die letzte Episode und das Achtklässersyndrom. Wer nun endlich alle vier Volumes des Animes besitzt und bei der Erstausgabe zugegriffen hat, darf jetzt die letzte Volume in den Schuber hineinschieben und sich mit einem befriedigenden Gefühl zurücklehnen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem ich die ersten drei Volumes in nur wenigen Wochen regelrecht verschlungen habe, musste ich auf das Anschauen der vierten und leider auch letzten Ausgabe längere Zeit verzichten. Die Wartezeit habe ich jedoch nicht bereut, da auch ein gewisser Zeitsprung in der Serie stattfindet und ich mich so nicht ganz verloren gefühlt habe. Die Anime-Serie Love, Chūnibyō & Other Delusions! wird mit den letzten beiden (richtigen) Episoden zu einem sehr schönen Abschluss gebracht, der zwar weniger witzig ist als der Rest der Serie, doch dafür glaubhaft die Serie zu einem Ende mit metaphysischer Nachricht führt. Kaum lief der Abspann über den Bildschirm, habe ich die über zwölf Episoden lang liebgewonnenen Charaktere vermisst und habe mich darüber gefreut, dass sie in der dreizehnten Folge wieder herumgeblödelt haben. An der restlichen Veröffentlichung kann ich mich ebenfalls nicht beschweren. Der Anime gehört zu den schönsten Serien der letzten Jahre, bietet zwei wunderbare Synchronfassungen und motiviert ständig zum Weiterschauen und Wiederanschauen. Love, Chūnibyō & Other Delusions! gehört meines Erachtens nach in jede halbwegs gute Anime-Sammlung. Da kann ich nur hoffen, dass Kazé Anime auch die zweite Staffel der Serie hierzulande veröffentlicht möchte – ich will unbedingt mehr!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Love, Chūnibyō & Other Delusions! (Vol. 4)!

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