Review: Chime Sharp

Chime Sharp (1)Anfang 2010 veröffentlichte Entwickler OneBigGame, der 96% seiner Erlöse wohltätigen Zwecken zuführt, das Puzzle-Spiel Chime. Mitte 2016 folgte mit Chime Sharp der Nachfolger des Spiels und kann von Beginn an mit einem intelligenten Puzzle-System überzeugen.

Chime Sharp (2)Das Spielprinzip von Chime Sharp ist sowohl leicht zu erlernen, als auch schwierig zu meistern. Vor uns befindet sich eine Fläche, die in Quadrate aufgeteilt ist. Rundenweise erhalten wir wie beim Puzzle-Meisterwerk Tetris nach und nach Steine, die wir auf dem Feld frei verteilen dürfen. Haben wir einen Stein gelegt, positionieren wir den nächsten Stein an einer der Seiten des bereits gelegten Blocks. Dieses Konzept verfolgen wir, bis das Gebilde mindestens zum Teil ein Rechteck geworden ist. Ist dies der Fall, färbt sich der entsprechende Bereich in eine bestimmte Farbe. Jetzt heißt es Tempo anlegen, denn die Zeit ist unser größter Gegner. Schnell und geschickt müssen wir die nächsten Steine anlegen, sodass wir einen immer größeren rechteckigen Bereich bilden. Je intelligenter wir uns dabei anstellen, desto mehr Punkte erhalten wir schließlich für den erstellten Bereich. Nun könnte man natürlich meinen, dass der Bereich irgendwann voll sein wird und wir keine weiteren Steine legen können. Falsch gedacht, denn kurz nachdem die Zeit für den gelegten Bereich abgelaufen ist, verschwindet dieser auch wieder und hinterlässt einen neuen Bereich, der abermals mit Steinen belegt werden kann. Allerdings dürfen diese nur noch mit der Grundfläche, nicht aber mit andersfarbigen Steinen überlappen. Trotzdem harmonieren hier weiße und schwarze Steine miteinander. Gut!

Leicht zu erlernen, schwierig zu meistern

Chime Sharp (3)Je nach Level gibt es auch Bereiche auf der Spielfläche, die man nicht mit Steinen belegen kann. Am Anfang mögen diese Bereiche noch störend für uns auffallen, doch bereits nach einiger Zeit merken wir, wie einfach man sie umgehen kann. Während die ersten Spielminuten gleichermaßen unsere ersten Gehversuche in Chime Sharp bilden, finden wir uns spätestens nach zwanzig Minuten selbst mit bloßem Experimentieren im Spiel zurecht. Trotzdem merken wir, wie herausfordernd das Spiel ist. Obwohl die Gameplay-Mechaniken allesamt sehr simpel anmuten, ist das Spiel in seiner Komplexität tatsächlich schwierig zu meistern. Man muss sich schon einige Stunden in das System hineinfuchsen, um es zu verstehen. Dann kann der Titel jedoch Stunden am Stück oder auch nur für zwischendurch immer wieder begeistern. Angenehm kommt hinzu, dass die Musik des Spiels von insgesamt fünfzehn Interpreten beigesteuert wird. Darunter befindet sich zum Beispiel Steve Reich, Magic Sword, Haiku Salut, Luc Grey oder Noveller, die allesamt mit paralysierenden Tracks das Spielgeschehen unterlegen. Wir merken förmlich, wie die Musik mit dem Gameplay zusammen arbeitet, was dazu führt, dass wir den Controller nur sehr, sehr ungern wieder aus der Hand legen. Bis auf den fehlenden Mehrspielermodus macht Chime Sharp also alles richtig.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Wer mich kennt, der weiß, dass ich Puzzle-Spiele richtig liebe. Stundenlang kann ich Tetris am Stück spielen, ohne dass mir dabei langweilig wird. Selbiges gilt für viele andere Titel des Genres. Nachdem ich mich jetzt einige Zeit mit Chime Sharp beschäftigen konnte, bin ich mir sicher, dass sich der Titel in die Riege der Puzzle-Spiele einreihen wird, die ich gerne immer und immer wieder spielen möchte. Egal, ob ich mich einem ganzen Abend nur einem Puzzle-Spiel hingeben oder nur mal kurz eine halbe Stunde überbrücken will: Chime Sharp macht mit seinen Gameplay-Mechaniken, bei denen ich mit überlappenden Steinen und sich selbst auflösenden Blöcken die ganze Zeit mitdenken und sogar (mit paralysierender Musik) regelrecht mitfiebern muss, alles richtig. Selten habe ich bei einem Spiel gemerkt, wie intelligent solch ein System genutzt wird. Schade finde ich nur, dass der Titel über keinen Mehrspielermodus verfügt – abgesehen von Ranglisten, deren Highscores meist so utopisch sind, dass ich nur noch mehr angespornt werde. Wer Puzzle-Spiele mag, muss bei Chime Sharp unbedingt einen Blick riskieren – nur um ihn dann nie mehr abwenden zu wollen.

Vielen Dank an Chilled Mouse für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Chime Sharp!

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