Review: Resident Evil: Heavenly Island (Band 1)

resident-evil-heavenly-island-band-1-1Das Geschehen von Resident Evil: Heavenly Island findet, wie es der Titel der Manga-Reihe schon andeutet, auf einer tropischen Insel statt. Hier laufen die letzten Vorbereitungen zur amerikanisch-japanischen Koproduktion Idol Survival auf Hochtouren. In dieser Fernsehsendung sollen hübsche Models und Schauspielerinnen stark fingiert ums Überleben kämpfen. Mittendrin in diesem Trubel ist der Regieassistent Tominaga Takeru bemüht, seinen Job um jeden Preis zu behalten. Eigentlich hat er diesen nur dem Model Yuki Mayu zu verdanken, die er seit Jahren bewundert und sie ihn bereits bei einem Dreh in Eiseskälte aufgrund einer falschen Reservierung vor der Entlassung bewahrt hat. Trotz des schönen Wetters und dem Genuss der Inselidylle, wird das Produktionsteam schon bald vor ein paar Herausforderungen gestellt. So ist die Teilnehmerin Coco seit den Morgenstunden verschwunden und es fehlt zu alledem noch eine Drehgenehmigung für ein einheimisches Dorf. Dem maskierten Dorfvorsteher ist dies jedoch gleichgültig und lädt das Team ein, mit den Bewohnern des Dorfes ausgiebig zu feiern. Als Takeru dem Drang der Natur folgt, verstummen plötzlich die Trommeln. Im Dickicht trifft er auf die verschwundene Dame – allerdings scheint in ihr der berühmtberüchtigte T-Virus ausgebrochen zu sein, sodass sie jetzt großen Heißhunger auf Menschen hat.

Eingewoben ins Gesamtkonzept

Des Weiteren dreht sich der Manga um Inéz Diaco, die im Auftrag der Nichtregierungsorganisation Terrasave auf Sonido de Tortuga unterwegs ist. Sie steht im ständigen Kontakt mit Claire Redfield, welche die Befürchtung hat, dass die Insel von einem Biohazard bedroht sein könnte. Zwischen Gestrüpp und dichtem Palmenwald treffen die Charaktere auf eine verhüllte, humanoide Kreatur, die mit einer riesigen Harpune Jagd auf jedwedes Lebewesen macht. Die letzte dargestellte Fraktion stellt der skrupellose Produzent Mike Seaman dar, über den wir im ersten Band der Reihe nur sehr wenig erfahren. So bleibt es auf über 170 Seiten durchgehend spannend und geheimnisvoll. Wer nach der fünfbändigen Manga-Reihe Resident Evil: Marhawa Desire also immer noch Lust auf das Resident-Evil-Franchise in Manga-Form verspürt, kommt um den ersten Band von Resident Evil: Heavenly Island nicht herum. Hinzukommt, dass die Handlung noch stärker mit der Geschichte der ersten Ableger der Videospielreihe verknüpft ist, indem zum Beispiel nicht unwichtige Charaktere, die an der Umbrella Corporation beteiligt sind, in die Story eingewoben werden. Dadurch wirkt der Manga trotz der meist heißen Temperaturen und des tropischen Settings deutlich stimmiger, als noch Marhawa Desire oder so mancher jüngerer Serienableger der beliebten Survival-Horror-Reihe.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Ich bin und bleibe ein Fan der Videospielvorlage und fand auch die Manga-Reihe Resident Evil: Marhawa Desire sehr spannend. Im ersten Band von Resident Evil: Heavenly Island passiert inhaltlich zwar noch nicht so viel, doch gelingt es dem Auftakt wunderbar, die wichtigsten Charaktere kurz und prägnant vorzustellen. Auf über 170 Seiten werden sie peu á peu und jeder auf seine eigene Weise mit einem neuen Alptraum konfrontiert. Angst, Hilflosigkeit und Fluchtversuche sind das Ergebnis der Konflikte, die sowohl den Charakteren, als auch mich als Leser nicht so schnell loslassen werden. Besonders gut gefällt mir jedoch, dass man Heavenly Island wesentlich stärker als Marhawa Desire mit der eigentlichen Serie verbunden hat. Es bleibt also zu hoffen, dass dieser Trend in den nächsten Bänden nicht abnehmen wird und liebend gerne noch stärker werden darf. Fans von Marhawa Desire oder gar der Videospielvorlage kommen um Heavenly Island definitiv nicht herum, denn dichter kann man eine Handlung wohl kaum noch erzählen.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Resident Evil: Heavenly Island (Band 1)!

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