Review: Resident Evil: Heavenly Island (Band 2)

resident-evil-heavenly-island-band-2-1Eigentlich wollte das sechzigköpfige Produktionsteam auf Sonido de Tortuga nur eine Fernsehsendung aufzeichnen, in welcher auf der Insel eine ausgewählte Gruppe von Models, Schauspielerinnen und anderen Schönheiten fast durchgehend inszeniert ums Überleben kämpfen muss. Was für viele nach dem Ekelfernsehen eines deutschen Fernsehsenders mit drei Buchstaben klingt, wird für das Team über Nacht zum bitteren Ernst. Zur Aufzeichnung kommt es entsprechend nur zum Teil, denn während des Drehs geschehen auf Sonido de Tortuga merkwürdige und schreckliche Dinge. Die Hauptfigur des Manga, der Regieassistent Tominaga Takeru, wird erst von der infizierten Coco und dann von einem maskierten und mit einer Harpune ausgestatten Hünen quer durch den Dschungel gejagt. Mit letzter Kraft gelingt es dem Burschen, den Hünen von einer Klippe ins Meer stürzen zu lassen und seine heimliche Angebetene, das Model Yuki Mayu, vor dem Ungetüm zu retten. Gemeinsam versuchen sie sich zum Strand durchzukämpfen und den unzähligen Gefahren zu trotzen. Neben unzähligen weiblichen Zombies müssen sie sich selbstverständlich auch mit Nahrung versorgen, um genügend Kraft für die nächsten Stunden zu haben. Mitten im Dschungel machen sie zudem eine Entdeckung, bei der ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Kinnlade herunterfällt.

Ausweglose Situation

In der Zwischenzeit erfahren wir, wie es Inéz Diaco und ihrer Freundin Marilou Mabou ergeht – schließlich wurden die beiden beim Besuch eines alten Tempels überwältigt und gefesselt. Der durchweg skrupellose Produzent Mike Seaman nutzt die Gunst der Stunde, um ins alte Gemäuer zu gelangen, das einst von der Umbrella Corporation zweckentfremdet wurde. Während der vermeintliche Zauberer eine dort aufbewahrte Kreatur regelrecht anbetet, erkennt der Produzent das wahre Potenzial des Wesens und versucht es, mit Hilfe eines Kontrollcodes zu neuem Leben zu erwecken. Der Plan funktioniert jedoch natürlich nicht nach seinem Wunsch und schon bald haben die Bewohner und Besucher der Insel ein noch viel ernstzunehmenderes Problem, als sie es ohnehin schon haben. Zu guter Letzt bildet sich am Strand eine weitere Fraktion, die von dem fleischgewordenen Alptraum nicht verschont bleibt. Ein paar Darstellerinnen und Produktionsassistenten schlagen sich mit einer Horde weiblicher Zombies herum und versuchen auf die White Castle, ihr Schiff vor der Küste, zu fliehen – blöd nur, dass ihre Feinde gelernt haben, zu schwimmen. Dieser Fakt wird beinharten Zombie-Fans zwar sicherlich bitter aufstoßen, doch hilft dieser Twist wunderbar dabei, die nervenaufreibende Handlung konsequent und weitgehend ausweglos voranzutreiben. Das darf gerne so weitergehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Der erste Band von der Manga-Reihe Resident Evil: Heavenly Island hat mir sehr gut gefallen, da er sich die Zeit genommen hat, alle wichtigen Charaktere einzuführen, ihre Motivation stets zu verdeutlichen und zudem auch noch eine beängstigende Ausgangssituation zu kreieren. Außerdem fand ich es gut, dass man den Band hervorragend in das Resident-Evil-Universum eingebunden hat, indem man erklärt hat, dass der Tempel auf Sonido de Tortuga von der Umbrella Corporation beziehungsweise dessen Gründer Oswald Spencer zweckentfremdet wurde. Entsprechend finde ich sehr schade, dass man im zweiten Band nicht noch weitere Details darüber hat verlauten lassen. Immerhin taucht neben Claire Redfield ein weiterer bekannter Charakter aus den Videospielen auf, der anscheinend jedoch nur als Überleitung zu einer anderen Figur dient, die in den nächsten Bänden von Bedeutung sein könnte. Trotzdem gefällt mir die Story von Heavenly Island immer noch gut, da sie konsequent mit einigen Überraschungen und einschneidenden Momenten fortgeführt wird. Ich merke dennoch, dass sich der Fokus leicht von der Story auf die Action verschoben hat – da kann ich nur zum Wohle der Handlung hoffen, dass die Action in den nächsten Bänden keine Überhand gewinnt und wieder etwas zurückgeschraubt wird.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Resident Evil: Heavenly Island (Band 2)!

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