Review: Dragon Ball Z: Resurrection ’F’

Als 1995 der dreizehnte Dragon-Ball-Z-Film in Japan veröffentlicht wurde, schien die Unglückszahl das Ende der Filmreihe besiegelt zu haben. 2013 nahm die Serie mit Dragon Ball Z: Kampf der Götter neue Fahrt auf und wurde 2015 mit einem weiteren Film fortgeführt.

Furīza wurde in der Handlung von Dragon Ball Z zwar schon vor vielen Episoden besiegt, doch wird dieser Bösewicht im 15. Film abermals aufgegriffen, da Manga-Zeichner und Dragon-Ball-Erfinder Toriyama Akira während eines Konzerts von Maximum the Hormone inspiriert wurde. Die Story von Dragon Ball Z: Resurrection ’F’ beginnt damit, dass Sorube, der derzeitige Anführer von Furīzas Truppen, seine Macht schwinden sieht und dringend die Unterstützung seines früheren Arbeitgebers benötigt. Also macht er sich auf die Suche nach den Drachenkugeln und belebt den Tyrannen beziehungsweise das, was von ihm übrig ist, wieder. Nach einer Rundumerneuerung im Regenerator erfährt Furīza, dass sein Widersacher Son Gokū mittlerweile ungeahnte Kräfte entwickelt hat, gegen die er im Zweikampf keine Chance haben wird. Da Furīza aber nie trainiert hat, holt er dies in wenigen Monaten nach und erreicht eine Kampfkraft, die dem Saiyajin ebenbürtig ist und greift zusammen mit einer tausendköpfigen Truppe die Erde an. Blöd nur, dass sowohl Son Gokū, als auch sein Kontrahent Bejīta, derzeit mit Uisu auf dem Planeten von Birusu, dem Gott der Zerstörung, trainieren. Also müssen ihre Freunde Son Gohan, Kuririn, Tenshinhan, Muten Rōshi, Pikkoro und Jako den übermächtigen Furīza so lange hinhalten, bis die beiden Streithähne zurück auf der Erde sind. Schlussendlich mündet der Konflikt in einem packenden Kampf, in dem der Faktor Zeit an zentraler Bedeutung gewinnt. Spannend!

Technischer Knock-out

Auf der technischen Seite bietet der Anime-Film ein hochauflösendes Bild in 1080p, das im bildschirmfüllenden 16:9-Format präsentiert wird. Im direkten Vergleich mit früheren Filmen der Reihe mag die Farbpalette zwar wesentlich stimmungsvoller sein, doch hinken viele der Animationen der Zeit regelrecht hinterher. Oft wirken sie zu stotterig und die sicherlich gut gemeinten Schattierungen sorgen dafür, dass insbesondere die Gesichter der Charaktere unglaubhaft wirken. Da wünschen wir uns gerne in die frühen 1990er Jahre zurück, da auch die Kampfanimationen im Verhältnis heutzutage nicht mehr ausgereift genug wirken. Das ist vor allem deshalb zu erwähnen, da ein Großteil des Films auf Kampfinhalte setzt und die hätten wir schon gerne ähnlich gut umgesetzt gesehen wie vor über zwei Jahrzehnten. Ein Ding der Unmöglichkeit ist das nicht, denn die Soundpalette ist nämlich fantastisch. Da werden bis zur Unendlichkeit alle Angriffe mit Schreien, Zischen und Knallgeräuschen im Tonformat DTS-HD Master Audio 5.1 unterlegt, bis man selbst nur zu gerne in Ohnmacht fallen möchte – im positiven Sinne wohlgemerkt! Hier steht der Film seinen Vorgängern in nichts nach. Schade ist nur, dass die deutsche Synchronisation mit Problemen kämpft. Während es ein tolles Wiederhören mit Oliver Siebeck und Tommy Morgenstern gibt, haben vor allem Nebencharaktere unpassende Stimmen. Die japanische Synchronisation ist davon zwar nicht betroffen, kann aber nur mit deutschen Untertiteln ausgewählt werden.

Planlos durch die Fragerunde

Die Einzelausgabe der Blu-ray-Fassung enthält kein physisches Bonusmaterial. Wer jedoch kein Fan des Logos der Freiwilligen Selbstkontrolle ist, freut sich über ein Wendecover ohne Alterskennzeichnung. Obwohl wir physisches Material wie ein Booklet vermissen, kommen wir immerhin in den Genuss von digitalen Inhalten. Neben drei Trailern zu weiteren Titeln aus dem Hause Kazé Anime, darunter ein Trailer zur Serie Dragon Ball Z Kai, findet sich im digitalen Bonusbereich ein Interview mit dem Produzenten Hayashida Norihiro und Filmaufnahmen von der Premiere des Films in Deutschland. Im durchaus interessanten Hayashida-Interview erfahren wir in angenehmer Atmosphäre Hintergründe über die Arbeit eines Produzenten, von seinen Wünschen für das Franchise und seinen Beruf und natürlich Einzelheiten über seine Lieblingscharaktere aus dem Dragon-Ball-Universum. Etwas anders haben die Filmaufnahmen von der Premiere im Berliner Kino Babylon auf uns gewirkt. Hier kommen zunächst Fans zu Wort, die ihre Eindrücke zum Film kundtun und anschließend ein paar der Synchronsprecher, die auf die Fragen jener Fans antworten. Leider wirkt die Fragerunde von vorne bis hinten nicht durchgeplant, sodass schnell Langeweile aufkommt. Die interessantesten Aussagen beziehen sich dabei allesamt auf die Synchronarbeit. Wer sich vom dünnen Bonusmaterial nicht abschrecken lässt, kann den Film dennoch in voller Länge genießen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Leider habe ich den 14. Film, Dragon Ball Z: Kampf der Götter, noch nicht sehen können. Entsprechend war es für mich zunächst etwas schwierig, in die Story von Dragon Ball Z: Resurrection ’F’ einsteigen zu können. So verstehe ich nicht, warum Prinz Pirafu und seine beiden Anhänger auf einmal so jung sind wer Birusu und Uisu sind, wusste ich vorher auch noch nicht. Dennoch haben mich gerade diese beiden Figuren mit ihrer Vorliebe fürs Essen dermaßen begeistert, dass schnell sämtliche Zweifel verflogen und ich mich voll und ganz auf die Handlung einlassen konnte. Genau diese hat mich dann auch von Anfang bis Ende gut unterhalten. Dem Produktionsteam ist es vortrefflich gelungen, den Gehalt an actionreichen Kampfszenen, interessanter Story (sogar mit ein paar überraschenden Wendungen!) und reichlich Humor so ausgewogen wie nur möglich zu gestalten. In meinen Augen gehört Resurrection ’F’ zu den besten Filmen der Reihe. Allerdings muss man sich vorher klar werden, dass die technische Gestaltung in puncto Animationen und Effekte den Produktionen der frühen 1990er Jahre im Verhältnis hinterherhinken. Wem das aber egal ist, wird mit Dragon Ball Z: Resurrection ’F’ ganze 94 Minuten lang sehr gut unterhalten – sofern man denn Dragon-Ball-Kenner ist, da der Film Vorwissen voraussetzt, das sich Einsteiger ins Franchise mit den Serien für den vollen Genuss erst einmal erarbeiten sollten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z: Resurrection ’F’!

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