Review: Yōkai Watch (Band 3)

Nach den heiteren Geschehnissen im zweiten Band der Yōkai-Watch-Manga-Serie gehen die Abenteuer in der dritten Ausgabe weiter. Am Aufbau der Manga hat sich nichts geändert. Das heißt, dass wir nach wie vor einzelne Kapitel erleben, die zumindest in puncto Freundschaften mit den Yōkai ineinander greifen. Im dritten Band lernt Protagonist Nathan Adams wieder ein paar neue Yōkai kennen, mit denen er sich nach der einen oder anderen Rangelei anfreunden möchte. Allen voran wäre hier der Yōkai Petzmeralda zu nennen. Sie unterhält sich mit allen Yōkai und beseelt Menschen nur auf Basis von zwei Silben, genauer gesagt dem Konstrukt „Sag es“. Darüber gelingt es ihr, dass jeder die Wahrheit zur aktuellen Situation preisgibt. Das beginnt damit, dass Nathans Mitschüler einander beleidigen beziehungsweise mit harten Worten den Boden der Tatsachen aufwischen. Während im zweiten Band die Yōkai, mit denen die Hauptfigur im ersten Band bereits Freundschaft geschlossen hatte, nur am Rande aufgetaucht sind, scheint sich Petzmeralda schon kurz nach ihrem Auftreten zu einem ähnlich starken Teil der wiederkehrenden Yōkai wie etwa Jibanyan zu entwickeln. Das sorgt ganz besonders beim unscheinbaren Auftritt von Huschemen für den wohl lustigsten Moment im gesamten Band, da zusammen mit Negasus und Amnesimon das Chaos auf eine ganz neue Stufe gehievt wird.

Solide Fortsetzung

Ähnlich sieht es beim kürzesten Kapitel, das sich auf acht Seiten um den Yōkai Goruma dreht, aus. Welche Rolle in dieser Episode Kronjuwelen spielen, solltet ihr unbedingt selbst erleben. Ähnlich kurz fällt auch der zweite Auftritt von Wabbelwutz auf. Wir sind allerdings nicht von der Art der Rückkehr begeistert, da man die Messlatte dafür im zweiten Band hoch angesetzt hat. Von der angekündigten Rivalität fehlt im 22. Kapitel jede Spur, da sich diese acht Seiten nur um einen Ausflug von Jibanyan ins leere Badehaus drehen. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen und wir hoffen, dass man das Konzept nicht vergisst und in einem der späteren Manga noch einmal aufgreift. Beim dritten Band fallen uns erstmals kleinere Abnutzungserscheinungen auf. Das heißt nun nicht, dass die Qualität stark darunter leidet, doch während in den ersten beiden Bänden ständig neue Inhalte vorgestellt worden, um das Universum zu vertiefen, sind Neuerungen in der dritten Ausgabe kaum zu finden. Immerhin taucht Katie, die im Videospiel wahlweise anstatt von Nathan als spielbare Protagonisten ausgewählt werden kann, mehrmals am Rande auf. Wir hoffen sehr, dass Manga-Autor Konishi Noriyuki beide Figuren künftig öfters aufeinander treffen lässt, um auch die sozialen Beziehungen unter den Menschen abseits der Yōkai darzustellen. Unterm Strich ist der dritte Band eine solide Fortsetzung.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Mir haben die ersten beiden Bände von der Yōkai-Watch-Manga-Reihe sehr gut gefallen. Die Atmosphäre des Videospiels wird bis auf so manche Abweichung wirklich gut eingefangen und die Geschichten können mit ihrem Humor vor allem das junge Zielpublikum begeistern. Als Erwachsener finde ich es persönlich einfach interessant, in die Gedankenwelt eines Kindes zu schlüpfen, um den Schabernack der Yōkai unter ganz anderen Gesichtspunkten zu betrachten. Trotzdem fällt mir beim dritten Band eher negativ auf, dass sich die eigentliche Handlung gerade ein wenig ausruht und kaum neue Inhalte, mit denen erklärt wird, wie die Welt der Yōkai funktioniert, eingeführt werden. Die leichten Abnutzungserscheinungen sorgen aber nicht dafür, dass die Qualität stark darunter leidet. Wer bereits die ersten beiden Bände mochte, wird die Defizite des dritten Bandes ausblenden können und sich dennoch gut unterhalten fühlen dürfen!

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Yōkai Watch (Band 3)!

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