Review: Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Vol. 1)

Das Fate/stay-night-Universum wächst zunehmend. Nach zahlreichen Manga-Ausgaben, Videospielen und Original Video Animations folgte zwischen 2014 und 2015 eine weitere Anime-Adaption in Serienform, in der sich alles um den Kampf um den Heiligen Gral dreht.

In Fate/stay night [Unlimited Blade Works] erhalten wir zunächst einen Einblick in das Leben von Tōsaka Rin in der Kleinstadt Fuyuki. Nach außen hin scheint sie, bis auf den Fakt, dass sie alleine in einem niedlichen Herrenhaus wohnt, ein normales Leben als Schülerin zu führen, doch in Wahrheit ist sie eine talentierte Magierin und sie hat großes Interesse daran, am fünften Krieg um den Heiligen Gral teilzunehmen. Dies ist allerdings den so genannten Mastern vorbehalten. Master sind Kämpfer, die über einen Servant, also einen Diener, verfügen, der für sie im Krieg kämpft. Obwohl Rin sich ihr Leben lang schon auf den Krieg vorbereitet hat, ist sie überrascht, dass der fünfte Kampf schon zehn Jahre nach dem letzten Krieg in Fuyuki ausbricht. Die Magierin setzt all ihr Können ein, um den Servant Saber zu beschwören, welcher ihrer Meinung nach am fähigsten ist, um den Krieg zu gewinnen. Allerdings schlägt die Beschwörung, zumindest zum Teil, schief. An Ort und Stelle taucht nämlich erst gar kein Servant auf und erst als sie in den Nebenraum hastet, lernt sie dort ihren neuen Servant Archer kennen. Nach einer kurzen, aber hitzigen Auseinandersetzung, bei der Rin übereifrig einen von drei Befehlszaubern, die jedem Master im Notfall zur Verfügung stehen, verschwendet, raufen sich die beiden zusammen, um in den Krieg gegen die anderen sechs Master zu ziehen.

Kriegsbeginn

Ein weiterer wichtiger Protagonist der Anime-Serie ist der Schüler Emiya Shirō. Seitdem er bei einem Brand vor zehn Jahren fast ums Leben gekommen ist und seitdem den Tod seines Vaters verarbeiten muss, setzt er alles daran, um jeden Menschen in seinem Leben zufriedenzustellen. Tag für Tag hilft er in der Schule aus, um defekte Dinge zu reparieren und ist auch selbst zu den Rabauken, die ihm den Tag vermiesen wollen, stets freundlich. Das Leben mit der rosaroten Brille ist jedoch jäh vorbei, als er eines Abends auf dem Schulgelände einen Kampf zwischen dem Servant Archer und dem Servant Lancer beobachtet. Da Lancer keinen Zeugen am Leben lassen darf, will er Shirō ins Jenseits befördern. Dies gelingt auch fast, doch mit letzter Kraft kommt Shirō seiner Bestimmung als Master nach und beschwört Saber als seinen Servant. Gemeinsam gelingt es Shirō und Rin mit ihren Servants zwar, Lancer zu vertreiben, doch tauchen kurz darauf neue Herausforderer und mysteriöse Gestalten auf, die sich in ihr Leben und somit in den Kampf um den Heiligen Gral einmischen. Man kann sich also vorstellen, dass durch das Auftreten der Master und Servants in Fuyuki kaum eine ruhige Minute bleibt, in der ausnahmsweise mal keine Kämpfe toben. Die Handlung bleibt durch die Streitigkeiten also stets spannend und wird regelmäßig mit neuen Hintergründen bereichert.

Unverkennbarer Zeichenstil

Nicht nur inhaltlich, sondern auch auf der technischen Seite kann uns Fate/stay night [Unlimited Blade Works] begeistern. Hier hat das Animationsstudio Ufotable vor allem mit dem Zeichenstil fantastische Arbeit geleistet, die uns unter anderem an Meisterwerke wie The Garden of Sinners erinnert. Das heißt, dass Hintergründe realitätsnah eingefangen und anschließend mit einer optisch bedrückenden Farbpalette überzeichnet wurden, sodass auch die manchmal etwas detailarm wirkenden Figuren wunderbar ins Gesamtbild passen. Einzig und allein der Einsatz von dreidimensionalen Umgebungen wirkt nicht immer rund, wirklich negativ beziehungsweise zu künstlich fällt aber nur eine einzige Szene auf, in der sich diverse Kisten in einem Raum befinden. Ein verschmerzbares Defizit, wenn man die restlichen Qualitäten der Anime-Serie bedenkt. Während das Bild in der Auflösung von 1080p und im bildschirmfüllenden 16:9-Format vorliegt, können die beiden Audiospuren in Deutsch und Japanisch im qualitativen Tonformat LPCM 2.0 punkten. Beide Tonspuren haben uns sehr zufriedengestellt. Wer es aber authentischer mag, der sollte sich die Serie mit der japanischen Tonspur ansehen; deutsche Untertitel liegen auf der Blu-ray Disc vor. Dafür fällt das Bonusmaterial mit dem Clear Opening und dem Clear Ending bedauerlicherweise sehr dünn aus: Verschenkte Chance.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem mich bereits vor ein paar Jahren die Anime-Serie Fate/Zero vom Hocker gehauen hat, konnte ich es natürlich kaum erwarten, die Nachfolgeserie Fate/stay night [Unlimited Blade Works] anzusehen. Zwar ist die Handlung wendungsreich und kann sogar mit ein paar Überraschungen punkten, doch ganz so spannend wie Fate/Zero wirkt die Nachfolgeserie auf mich bisher noch nicht. Das ist aber auch nicht schlimm, denn immerhin handelt es sich hierbei erst um die Exposition, in der die wichtigsten Charaktere vorgestellt und die grundlegenden Fakten geklärt werden – und das schafft die Serie mit Bravour! Jeder einzelne Charakter wird in einem gewissen Rahmen gut beleuchtet und weckt Interesse, mehr über ihn erfahren zu wollen. Welche Motive sie jedoch haben, um den Heiligen Gral am Ende des Krieges zu erobern, ist allerdings noch ungewiss und so bleibt es sicher auch in den nächsten Folgen spannend, die ich auch aufgrund des fantastischen Zeichenstils bestimmt ebenso verschlingen werde. Fans des Franchises dürfen bei der ersten Volume ohne Zögern zuschlagen!

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Vol. 1)!

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