Review: Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Vol. 4)

In der dritten Volume konnte die Anime-Serie Fate/stay night [Unlimited Blade Works] nicht nur an Fahrt gewinnen, sondern schaffte es auch, wichtige Charaktere des Franchises aus anderen Blickwinkeln zu beleuchten. Die vierte Ausgabe bringt die Story zum runden Abschluss.

Am Ende der letzten Episode aus Volume 3 haben sich die Ereignisse regelrecht überschlagen. Tōsaka Rin wurde von ihrem ehemaligen Servant Archer entführt und ins verwüstete Schloss Einzbern, das seit dem tragischen Tod von Illyasviel von Einzbern und der Auslöschung ihres Servants Berserker leer steht, verschleppt. Der erzürnte Servant ist alles andere als mit Emiya Shirōs Lebensweise und seiner Meinung nach sehr arroganten Einstellung einverstanden, weshalb er ihn in Hinblick auf seine eigene Vergangenheit ins Nirwana schicken will. Er gibt dem eigentlich klar unterlegenen Master einen Tag Zeit, um zum Schloss zu kommen und ihn zum Kampf aufzufordern – andernfalls würde er Rin etwas antun und verspricht dem schleimigen Shinji Matō nach Ablauf der Frist freie Hand, was er mit Rin anstellen darf. Zusammen mit Rins neuem Servant Saber macht sicht sich Shirō auf zum Schloss, wo er bereits erwartet und in einen Kampf verwickelt wird. In diesen solle sich Saber nicht einmischen, denn Shirō ist felsenfest davon überzeugt, das Duell auf seine eigene Art und Weise zu gewinnen. Damit der Kampf auf Leben und Tod für Shirō noch sehr viel aussichtsloser erscheinen soll, errichtet der durchtriebene Archer für den Zweikampf eine Reality Marble, die wir bereits aus der letzten Volume kennen und dem Untertitel des Animes ein weiteres Mal einen besonderen Sinn gibt.

Konsequentes Finale

Bereits die ersten Episoden der vierten Volume bieten einige Überraschungen, die wiederum bestimmte Wendungen innerhalb der Handlung einleiten. Beispielsweise ist ein ausgeschiedener und für Tod gehaltener Master wieder im Rennen, der seine eigene Pläne mit der gefangenen Rin hat und deshalb Shinji ein Dorn im Auge ist. Lancer taucht in der entscheidenden Sekunde ebenfalls auf und sorgt dafür, dass sich die Handlung anschließend voll und ganz auf Gilgamesch konzentriert, der sein wahres Gesicht offenbart, den Spieß umdreht und Shinji für seine makaberen Zwecke missbraucht. Im Krieg um den Heiligen Gral entbrennt ein letzter Kampf, in dem alle verbliebenen Akteure mit hineingezogen werden. Bis zum Ende bleibt die Geschichte des Animes spannend, sodass wir uns nur zu gerne eine Episode nach der anderen anschauen. Ein wenig schade ist, dass sämtliche Episoden der dritten und der vierten Volume, also der zweiten Serienstaffel, in einer einheitlichen Länge vorliegen und es keine Folge mit Überlänge gibt. Dafür verzichtet die Episode, in dem der Kampf zwischen Archer und Shirō wütet, auf die Introsequenz und wirft uns direkt ins Geschehen. Der wichtigste Fakt ist jedoch, dass die Handlung der Serie konsequent zu einem zufriedenstellenden Ende geführt wird. Unterm Strich bleiben so kaum bis gar keine Fragen offen, die uns nach dem Ende quälen. Toll!

Versöhnlicher Serienabschluss

Auf der technischen Seite kann Fate/stay night [Unlimited Blade Works] ein viertes und letztes Mal punkten. Die sieben enthaltenen Episoden können uns mit einer fantastischen Bildqualität in der Auflösung von 1080p und im bildschirmfüllenden 16:9-Format durchaus überzeugen. Sämtliche Hintergründe wirken sehr realitätsnah und zeigen ein glaubhaftes Bild einer japanischen Kleinstadt. Die Charaktere wirken ein wenig überzeichnet, ordnen sich dafür aber hervorragend in das gute Gesamtbild ein, das mit zahlreichen Licht- und Spezialeffekten ein richtiger Augenschmaus für jeden Fan des Animationsstudio Ufotable sein dürfte. Nicht nur auf der optischen, sondern auch auf der akustischen Seite können sowohl die deutsche, als auch die japanische Tonspur im hochwertigen LPCM-2.0-Tonformat punkten. Jeder Angriff, jedes Geräusch und jedes Gespräch zwischen den Charakteren erklingt deutlich und klar aus den Lautsprechern unseres Fernsehgeräts. Wer es etwas authentischer mag, schaut sich den Anime mit eingeschaltetem Originalton an, die deutsche Synchronisation ist aber ebenfalls ein sehr guter Kompromiss. Neben drei Clear Endings lässt sich auf der Blu-ray Disc die circa zehnminütige Original Video Animation Sunny Day finden, welche ein alternatives Ende für die Serie beinhaltet. Das ist zwar nicht viel, aber immerhin ein sehr versöhnlicher Abschluss.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten beiden Volumes von Fate/stay night [Unlimited Blade Works] haben sich in meinen Augen sehr viel Zeit gelassen, um in die Geschichte, das Universum und somit auch in das Leben der Charaktere einzuführen. Mit der dritten Ausgabe hat es das Animationsstudio Ufotable schließlich geschafft, die Story endlich ins Rollen zu bringen und seitdem habe ich jede einzelne Episode umso lieber verfolgt. Besonders nach dem dramatischen Ende der dritten Volume konnte ich es kaum erwarten, die Folgen der vierten und letzten Ausgabe zu verschlingen. Neben ein paar Überraschungen bieten die abschließenden Episoden auch wieder jede Menge Wendungen, die mich mit Spannung bis zur letzten Minute vor dem Fernsehbildschirm in ihren Bann ziehen. Wem die Anime-Serie bis hierhin gefallen hat, dürfte auch bei der letzten Volume zugreifen. Wer sich aber immer noch unsicher ist, sollte dem Universum lieber mit der älteren Serie Fate/Zero eine Chance geben, denn die vorherige Serie des Franchises hat mir wesentlich mehr zugesagt. Dennoch kann man auch mit Fate/stay night [Unlimited Blade Works] nichts falsch machen.

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Vol. 4)!

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