Review: Dragon Ball Z Kai (Box 6, Episode 85-98)

Zu den größten Handlungssträngen im Dragon-Ball-Universum gehört definitiv die Erzählung um die Cyborgs. Bereits in der dritten Serienbox infolge kämpfen die Helden für den Frieden auf der Erde, der abermals in einem breitgetretenen Entscheidungskampf gipfelt.

Bösewicht Seru hat nach der Absorption von C17 und C18 erkannt, dass er wohl der stärkste Krieger im Universum ist. Allerdings ist er sich bewusst, dass in Torankusu noch Potenzial schlummert, da dieser in sehr kurzer Zeit unglaublich stark geworden ist. Also beschließt er, den Helden ganze zehn Tage Zeit zu geben, um zu trainieren. Obwohl Seru darauf programmiert wurde, Son Gokū zu töten, ist dieser kaum mehr an diesem Ziel interessiert. Stattdessen will er seinen wahren Kräften in einem Entscheidungskampf freien Lauf lassen. Seru hält die Seru-Spiele ab, die quasi eine Neuinterpretation des großen Kampfsportturniers ist. Das letzte Tenka’ichi Budōkai liegt viele Jahre zurück und war wichtiger Bestandteil der letzten Serienbox der ursprünglichen Dragon-Ball-Serie. Um sich für die Seru-Spiele zu wappnen, trainieren Pikkoro und Bejīta nochmals ein Jahr lang im Raum von Geist und Zeit. Leitfigur Son Gokū und sein Sohn Son Gohan benötigen hingegen kein weiteres Training, da es ihnen gelungen ist, den Status eines Super-Saiyajins auch außerhalb eines Kampfes aufrechtzuerhalten. So können sie zu Beginn der sechsten Serienbox von Dragon Ball Z Kai ein wenig verschnaufen, sodass sie zusammen mit Chichi und Kuririn einen Angelausflug machen. Die zehn Tage vergehen jedoch so schnell, dass die Seru-Spiele rasch in den Mittelpunkt der Story rücken.

Ernster Kampf mit Humor-Untermalung

Während es in der fünften Serienbox noch reichlich Abwechslung in puncto Kampfkonstellationen gab, reduzieren sich diese in den vorliegenden Episoden leider auf ein Minimum. Zwar gibt es ein paar Möchtegernkämpfer, die sich Seru in den Weg stellen, doch werden diese im Rahmen einer Episode von Seru gedemütigt, dass kurz darauf der Kampf zwischen Son Gokū und Dokutā Geros Geheimprojekt entbrennt. Über mehrere Episoden hinweg schlagen sie sich die Birne ein und obwohl der Saiyajin Seru ebenbürtig ist, tritt ab einer bestimmten Stelle ein weiterer Krieger in den Ring, der Son Gokūs Kampfkraft übersteigt. Dragon-Ball-Z-Fans wissen, wer gemeint ist – alle anderen dürfen sich auf eine kleine Überraschung freuen, die sich seit Längerem angedeutet hat. Das heißt aber nicht, dass die anderen Kämpfer nicht zum Zuge kommen – mit Klonen im Miniaturformat will Seru die anderen Helden in den Kampf einbinden. Obwohl der Kampf gegen Seru im Mittelpunkt steht, wird der Ernst der Lage – der aufgrund des eingeschränkten Settings kaum Platz zum Entfalten der Handlung lässt – durch eine neue Figur mit reichlich Humor aufgelockert. Misutā Satan wird von der Welt als Wrestling-Weltmeister gefeiert und will Seru für die Erdbevölkerung besiegen. Da er aber rasch begreift, dass Seru viel stärker ist als er, kann er sich dem Kampf immer wieder erfolgreich entziehen.

Handlungsbruch im Staffelfinale

Das Besondere an der sechsten Serienbox von Dragon Ball Z Kai ist die Tatsache, dass mit ihr die erste Staffel der Anime-Serie abgeschlossen wird und damit wie schon bei der Vorlage Dragon Ball Z ein Bruch in der Handlung besteht. Somit können wir euch zugleich aber auch versichern, dass in der vorliegenden Serienbox die Geschichte um Seru zu einem halbwegs zufriedenstellenden Abschluss gebracht wird. Einzig und allein die Tatsache, dass wir uns von verschiedenen Serienfiguren in unterschiedlicher Art und Weise verabschieden müssen, trübt den Abschied ein wenig. Dennoch wird im Finale der ersten Staffel jeder Fan des Franchises zufriedengestellt werden, da der Stil der Vorlage im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in der Auflösung von 1080p gekonnt eingefangen wird. Ebenso können auch die typischen Dragon-Ball-Melodien das Kampfgeschehen im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0 jederzeit gewohnt gut unterlegen. Bonusmaterial liegt in digitaler Form wie in den vorherigen Volumes nicht vor. Entschädigen sollen drei Postkarten mit Motiven aus der Serie und ein recht dünnes Booklet, in dem neben ein paar Artworks hauptsächlich ein Episodenguide enthalten ist. Nach sechs Serienboxen haben wir die Hoffnung zwar längst aufgegeben, doch hätte man hier bei den Fans durchaus mit tiefgründigerem Bonusmaterial sehr viel mehr erreichen können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Seru-Spiele haben begonnen und so führt die Anime-Serie Dragon Ball Z Kai ihre Handlung konsequent mit dem Kampf gegen den Bösewicht fort. So beschränkt sich die Story zwar dieses Mal wieder auf einige Informationen, die während der Auseinandersetzung mit Seru eingeworfen werden, doch fällt das dieses Mal in meinen Augen gar nicht so schwer ins Gewicht. Die Helden stehen einem Feind gegenüber, dessen Kampfkraft schließlich das Limit jeglicher Vorstellungskraft sprengt – es ist nur schwer zu glauben, dass in den nächsten Episoden noch heftigere Kämpfe auf Son Gohan und seine Freunde warten. Ich bin definitiv gespannt, wie die HD-Neuauflage weiter aufs Nötigste reduziert wird und welche Abenteuer noch auf die Helden warten. Als Fan wurde ich, auch wenn ich mehr Handlung in einer Anime-Serie immer begrüße, dennoch sehr zufriedengestellt, da ich bis zur letzten Minute gut unterhalten wurde.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z Kai (Box 6, Episoden 85-98)!

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