Review: Dragon Ball Z Kai (Box 9, Episode 134-150)

Nachdem die achte Serienbox von der Anime-Serie Dragon Ball Z Kai den Kampf gegen die neuen Bösewichte in die nächste Runde hievte, wird diese Auseinandersetzung in der neunten Volume vertieft: Eine Zugabe, die in einer ausweglosen Situation für das Universum endet.

In der letzten Volume ist das Worst-Case-Szenario eingetreten. Dem durchtriebenen Magier Babidi ist es gelungen, den von seinem Vater Bibidi in einer magischen Kugel eingeschlossenen Dämonen Bū wieder in das Reich der Lebenden zurückzuholen. Mit dem Druckmittel in der Hand, Majin Bū jederzeit wieder in besagte Kugel einschließen zu können, scheint Babidi trotz seiner physischen Unterlegenheit dem Dämonen weit voraus zu sein. So muss Majin Bū für seinen neuen Herrn und Gebieter eine Stadt nach der anderen zerstören und jedes Lebewesen töten, das sich ihm in den Weg stellt. Um die Menschen auf der Erde zu mobilisieren, projiziert Babidi Bilder von Pikkoro, Son Goten und Torankusu in ihre Köpfe, um so Unterstützung zu erhalten, ihren Aufenthaltsort aufzuspüren. Mit der Zeit sterben immer mehr Erdlinge und um Zeit zu gewinnen, damit Bejītas Sohn Torankusu das Radar für die Dragon Balls aus der westlichen Hauptstadt holen kann, stellt sich Son Gokū dem Magier und dem Dämon in den Weg. Obwohl Son Gokū den Kampf nicht gewinnen kann und deshalb schon nach sehr kurzer Zeit abbrechen muss, wird Bū von seinen Worten inspiriert – schließlich ist der Dämon stärker als Babidi und sollte sich von diesem nicht herumkommandieren lassen. So gelingt es Majin Bū, seinen Herrn auszutricksen und in einem Moment der Unachtsamkeit zu töten.

Kampf gegen das elementare Böse

Ein wichtiger Aspekt der in den vorliegenden Episoden vorgestellt wird, ist die Freiheit des Individuums. Obwohl Majin Bū von Babidi erpresst wurde und sogar Spaß am Vernichten der Städte und dem Töten von Menschen empfunden hat, freut ihn die erlangte Freiheit und kann seiner Zerstörungswut nun nach eigenen Vorstellungen frönen. So wird die Bevölkerung der Menschheit zwar weiterhin peu á peu dezimiert, doch lernt Majin Bū durch verschiedene Personen, dass er nicht böse sein muss. Ausgerechnet Misutā Satan gelingt hier, obwohl er den Dämon töten wollte, der Durchbruch. Dies löst jedoch eine Kettenreaktion aus, die dazu führt, dass sich das elementare Böse von Bū abspaltet und seine gute Seite schließlich völlig eliminiert und die Menschheit vor einem noch größeren Feind steht als zuvor. Um ihrem überstarken Gegner gewachsen zu sein, müssen die Freunde zu radikalen Maßnahmen greifen. Son Gohan wurde vom Kaiōshin des Ostens beispielsweise in die Welt der Kaiōshin gebracht und soll dort – mit Anlehnung an die Artus-Sage – das sagenumwobene Z-Schwert aus dem Stein ziehen, um eine noch nie dagewesene Kraft zu entfesseln. Nach dem einen oder anderen Malheur wird er dort sogar vom Kaiōshin von vor fünfzehn Generationen trainiert. Er ist jedoch nicht der einzige, der sich auf die vermeintlich finale Konfrontation mit Majin Bū vorbereitet.

Düstere Situation mit Augenzwinkern

Unter anderem steht eine neue Technik im Mittelpunkt der Handlung der vorliegenden Episoden von Dragon Ball Z Kai. Damit ist die Fusion gemeint, die es ermöglicht, aus zwei starken Kämpfern einen noch viel mächtigeren Krieger zu erzeugen. Die einzigen beiden Charaktere, die noch nicht das Zeitliche gesegnet haben und miteinander kompatibel sind, sind Torankusu und Son Goten. Obwohl ihnen die Fusion gelingt, ist der fusionierte Gotenkusu sehr eigensinnig und lässt sich vor allem durch Pikkoros Scharfsinn nicht beeinflussen. Durch diese gesamten Einwirkungen auf den Kampf gegen Majin Bū entwickelt sich dieser immer mehr zu einer schier ausweglosen Situation für die letzten Menschen, sodass die letzte Episode dieser Serienbox mit einem fiesen Cliffhanger für die Zuschauer endet. Dennoch wird keine einzige Folge langweilig, denn neben dem eigentlichen düsteren Ausblick bleicht reichlich Platz für Humor. So ist der Kaiōshin von vor fünfzehn Generationen ein genauso großer Lüstling wie etwa Son Gokūs früherer Lehrer Muten Rōshi, der Son Gohan nur trainieren will, wenn dieser ihn eine reife Frau an zwei bestimmten Körperteilen anfassen lässt. Selbst Misutā Satan unterstützt den Humor der Serie gut und wirkt durch seine Taten und seiner positiven Weltansicht in der neunten Volume sogar ein wenig sympathischer als bisher. Ein durchaus rundes Paket!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In der achten Serienbox von Dragon Ball Z Kai hat sich die Lage immer weiter zugespitzt und auch da waren schon die ersten Anzeichen zu erkennen, dass es Babidi an den Kragen geht. Nachdem sich Majin Bū schließlich von seinem Herrn und Gebieter lösen kann, stehen die Freunde vor einem großen Problem, denn gerade aufgrund des kindlichen Charakters des Dämons können diese nicht voraussehen, was als nächstes passieren wird. Durch eine unglückliche Verkettung der Umstände kommt Majin Būs wirklich dunkle Seite jedoch erst zum Vorschein, was schließlich in mehreren ausweglosen Kämpfen zwischen ihm, Torankusu, Son Goten, Gotenkusu und Son Gohan gipfelt. Durch die neuen Trainingsmethoden, die ein noch nie dagewesenes Potenzial in den Helden wecken kann, bleiben allerdings auch die Episoden der vorletzten Serienbox spannend und sollten aus diesem Grund von allen Dragon-Ball-Z-Kai-Fans, die aus guten Gründen immer noch dabei sind, unbedingt angeschaut werden!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z Kai (Box 9, Episoden 134-150)!

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