Review: Brynhildr in the Darkness (Vol. 4)

Mit der vierten und letzten Volume endet die Anime-Serie Brynhildr in the Darkness von dem Animationsstudio Arms. Dieses Mal rückt der Humor in den Hintergrund, sodass die düstere und spannende Handlung wesentlich stärker zur Geltung kommen kann.

Kazumi Schlierenzauer macht zu Beginn der elften und damit ersten Folge der vierten Volume von Brynhildr in the Darkness eine folgenschwere Entdeckung. Ein Berg ist explodiert und da es sich dabei nicht um einen Vulkan handelt, finden die Magierinnen die Ursache für diesen Vorfall schnell heraus: Sie vermuten die Valkyria Fujisaki Mako hinter dem Vorfall, da nur dieses Mädchen die Macht dazu hat, eine derartige Explosion auszulösen. Den Angriff der Walküre überlebt Wakabayashi Hatsuna, die sich unmittelbar nach ihrer wundersamen Erholung aufmacht, um Murakami Ryōta und seine Freundinnen vor der Bestie zu warnen. Es ist jedoch nicht nur Mako, die den Freunden Schwierigkeiten bereitet. Sie stehen immer noch vor dem gravierenden Problem, dass die Magierinnen immer noch nicht über ausreichende Mengen der Medizin haben, um lange genug zu leben – Ryōtas Onkel Hashiratani Kogorō und sein Forschungsteam machen zwar Fortschritte, doch benötigen sie noch mindestens einen Monat, um einen Durchbruch zu erzielen. Da der Pillenvorrat noch maximal für eine Woche ausreicht, treffen die Mädchen einen Entschluss und wählen die Magierin aus, die die ganze Medizin bekommt, um überleben zu können. Als Mako den Aufenthaltsort von Kuroha Neko und Co herausfindet, eskaliert die Situation in der Sternwarte und der Showdown beginnt.

Der Feind meines Feindes ist mein Freund

Auch in der vierten Ausgabe von Brynhildr in the Darkness werden die aus den vorherigen Volumes bekannten Themen mehr oder weniger ausführlich behandelt. Insbesondere die Freundschaft, die die Charaktere miteinander verbindet und gar den Tod überwindet, ist von essentieller Bedeutung. Liebe wird ebenfalls thematisiert, sowohl in der wahren, als auch in abgeschwächter Form. Dieses Mal muss sich Ryōta nicht nur Sorgen um Kazumis sexuelle Anspielungen zu machen, sondern sich auch vor Hatsuna in Acht nehmen, die ihn schon nach wenigen Augenblicken schonend beibringt, dass sie jetzt ein Paar seien. In der vierten Volume tritt neben den Mitarbeitern des Forschungslabors ein neuer Feind ins Rampenlicht – die so genannte Hexenjagd will sämtliche Magierinnen vernichten. Was ihre Intention und was ihr Ziel ist, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Es hievt die Handlung jedoch kurz vor dem Finale auf eine ganz neue Ebene. An dieser Stelle sollte jedoch gesagt werden, dass die Hexenjagd und das Laboratorium als Gegenspieler kaum bis gar nicht vorgestellt werden. Immerhin gelingt es der Serie die Story am Ende der 13. Episode zu einem zufriedenstellenden Ende zu führen, obwohl noch die eine oder andere Frage zum Schluss offen bleibt. Als kleines Schmankerl liegt auf dem Datenträger noch eine Original Video Animation vor, die ein dazwischen geschobenes Ereignis während der 11. Episode ins Rampenlicht rückt.

Gewohnte Ausarbeitung

Unter optischen Gesichtspunkten entsprechen die vier vorliegenden Episoden exakt den aus den bisherigen drei Ausgaben bekannten Details. Das heißt, dass sowohl die Charaktere als auch die Hintergründe schön gestaltet sind. Im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in einer Auflösung von 1080p kann das Bild somit grundsätzlich punkten; bei den Animationen der Figuren wäre jedoch bei einer Anime-Serie aus dem Jahr 2014 mehr möglich gewesen. Beim Soundtrack gibt es hingegen nichts zu meckern, heitere als auch spannende Szenen werden mit den richtigen Klängen getroffen. Die Musikstücke sind klar und deutlich zu hören, der Ton in DTS-HD Master Audio 2.0 ist daran nicht ganz unschuldig. In puncto Synchronisation kann nicht nur der japanische Originalton punkten, sondern auch die deutschen Stimmen. Fast alle Sprecher beziehungsweise Sprecherinnen wurden hervorragend ausgewählt und verleihen ihren zugewiesenen Rollen reichlich Leben, sodass der Zuschauer schnell eine Bindung zu den einzelnen Figuren aufbauen kann. Neben den obligatorischen Trailern zu weiteren Titeln aus dem Hause Kazé Anime befindet sich kein Bonusmaterial auf der Disc. Das ist schade, denn insbesondere die Umsetzung vom Manga zum Anime hätte wirklich sehr gute Einblicke in das Franchise gegeben, da der Manga zum Veröffentlichungszeitpunkt des Animes noch nicht abgeschlossen war. Hier wurde auf der Zielgeraden deutlich Potential verschenkt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wer die Anime-Serie Brynhildr in the Darkness bis an diese Stelle verfolgt hat, wird sich auch mit der vierten Volume sofort anfreunden können. Die Geschichte wird zwar nicht gänzlich abgeschlossen, aber auf jeden Fall zu einem mehr als nur zufriedenen Ende geführt. Das ist etwas, an dem viele kurze Anime-Serien, die auf einer Manga-Vorlage basieren, scheitern. Interessant ist auch, wie die vierzehnte Folge, eine Bonus-Episode im Original-Video-Animation-Format, in die Handlung eingewoben ist. Hier kommt dann auch der serientypische Humor zur Sprache, der in den anderen drei Folgen zu Gunsten der düsteren und spannenden Handlung in den Hintergrund gerückt ist. In puncto technischer Gestaltung orientieren sich die vier Episoden der vierten Volume sehr an den drei vorherigen Ausgaben, sodass hier keine großen Überraschungen erwartet werden dürfen. Fans der Serie schlagen bei der vierten Volume dennoch zu, da vor allem die positive Kehrtwende bei der Handlung der Spannung sehr zugute kommt!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Brynhildr in the Darkness (Vol. 4)!

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