Review: Tumblestone

Tumblestone (1)Puzzle-Spiele sind wie dafür gemacht, um sie unterwegs bei kurzen Bahnfahrten zu genießen. Tumblestone setzt zwar auf Heimkonsolen und den PC, doch auch hier schafft es der Titel, uns nicht nur sehr viel Spaß zu machen, sondern uns auch in die Puzzle-Sucht zu treiben.

Tumblestone (2)Tumblestone bietet mehrere abwechslungsreiche und vor allem interessante Spielmodi, die uns stundenlang vor den Bildschirm fesseln wollen. Im sehr umfangreichen Story-Modus schlüpfen wir in die Rolle verschiedener Charaktere, die allesamt ihr eigenes Leiden haben und deshalb wie verrückt Puzzles lösen wollen. Eine dieser illustren Figuren ist die historische Persönlichkeit Kleopatra VII. Philopator. Diese macht einen Spaziergang durch ihr Königinnenreich und ist gerade auf dem Weg zum Mittagessen, als der Weg ihr plötzlich versperrt ist. Tumblestones haben sich ihr in den Weg gelegt. Damit die Königin ihren Caesar’s Salad – den möchte sie tatsächlich – bekommt, müssen wir ihr dabei assistieren, die Steine aus dem Weg zu schaffen. Der Titel beweist Humor, schließlich spielt der Salat auf ihre intime Beziehung zu Gaius Iulius Caesar an. Über eine Gebietskarte klappern wir der Reihe nach die Levels der Spielwelt ab und lösen der Reihe nach Rätsel, die es zu lösen gilt. Sobald wir einen Level betreten, wechselt das Geschehen prompt in den Puzzle-Modus. Hier tauchen am oberen Bildschirmrand Blöcke verschiedener Farben auf, die wir auflösen müssen. Nun ist es unsere Aufgabe, jeweils drei Steine der gleichen Farbe zu markieren, damit sie verschwinden. Dieses System müssen wir so lange verfolgen, bis gar kein Block mehr ersichtlich ist.

Zweischneidiges Konzept

Tumblestone (3)Dabei dürfen wir aber nur die untersten Blöcke des Gebildes auswählen, was die ganze Sache natürlich sehr kompliziert macht. Das Konzept ist zwar verständlich und sehr leicht zu erlernen, doch es ist wirklich schwierig zu meistern. Es gibt bei jedem Rätsel nämlich nur eine beziehungsweise nur sehr wenige Varianten, wie wir es lösen können. Treffen wir eine falsche Entscheidung (und die treffen wir vor allem zu Beginn recht schnell), zieht das leider viel zu oft Folgefehler nach sich, die dazu führen, dass wir das Puzzle nochmals von vorne beginnen müssen. Die letzten Steine zurücklegen ist nicht möglich. Wenn sich Anfänger an Tumblestone versuchen möchten, sollten sie also frustresistent sein. Wer hingegen Herausforderungen sucht, probiert den Mehrspielermodus gegen Freunde oder gegen die Computergegner aus. Letztere verfügen über verschiedene und glücklicherweise einstellbare Schwierigkeitsstufen. Wenn uns die Computergegner zu leicht sind, machen wir sie ganz einfach übermächtig. Wir wissen nicht, wie menschliche Spieler hier eine Chance haben sollen, denn in unserem Test haben wir gerade einmal sechs bis neun Blöcke aufgelöst, da war der Gegner schon fertig. Wer aber gegen Freunde antritt oder seinen Schwierigkeitsgrad gefunden hat, wird sicherlich sehr viel Zeit in Tumblestone investieren wollen – und süchtig davon werden!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung): Als Puzzle-Fanatiker habe ich mich gleich in Tumblestone verliebt. Das Konzept des Rätsellösens ist recht schnell erlernt und wahnsinnig schnell verinnerlicht – man merkt richtig, wie schnell man seine Züge plant und sie in die Tat umsetzt. Problematisch ist jedoch das Meistern des Konzepts von Tumblestone, denn dieses funktioniert nicht so, wie man es sich von einem Puzzle-Spiel erwarten würde. Durch den sehr geringen Variantenspielraum können einem recht schnell Flüchtigkeitsfehler passieren – blöd nur, dass jeder kleine Fehler meist unausweichlich dazu führen kann, dass ich das Puzzle gänzlich neu starten muss. Dieser Umstand demotiviert mich regelmäßig und wird vor allem Anfänger zur Verzweiflung treiben. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, kommt in den Genuss eines abwechslungsreichen Puzzle-Spiels, das man trotz seines Defizits immer und immer wieder spielen möchte.

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