Review: Dragon Ball Z Kai (Box 10, Episode 151-167)

Mit der zehnten Serienbox von Dragon Ball Z Kai endet das tolle Abenteuer von Son Gokū und seinen Freunden, zumindest in diesem Erzählstrang. Um den Kampf gegen das ultimative Böse zu gewinnen, benötigen die Kämpfer dieses Mal jede Hilfe, die sie kriegen können.

Immer noch kämpft Son Gohan gegen Majin Bū, der losgelöst von seinem Meister Babidi die Erde menschenleer gefegt hat. Die stärksten Kämpfer, unter anderem Pikkoro und Gotenkusu mitsamt ihrer Fähigkeiten, hat der gefährliche Dämon bereits absorbiert und somit scheint es für ihn im gesamten Universum außer Son Gohan keinen ebenbürtigen Gegner mehr zu geben. Durch seine Regenerationsfähigkeiten ist er Son Gokūs Sohn dennoch überlegen, da ihm die Kräfte im Prinzip niemals ausgehen. Es entwickelt sich ein Kampf, der sich mal mehr und mal weniger zum Gunsten für das Gute entwickelt, bis Bū sich wieder von den Strapazen erholt und seinen zerstörten Körper wiederhergestellt hat. Aus der Welt der Kaiōshin beobachtet Son Gokū den aussichtslosen Kampf seines Sohnes gegen den wohl stärksten Feind, den es in der Anime-Serie bisher zu bekämpfen galt. In diesem Moment fällt dem Kaiōshin von vor fünfzehn Generationen ein, dass es eine weitere Möglichkeit geben dürfte, wie Bū endlich besiegt werden kann. Mithilfe der ominösen Potara-Ohrringe, die die Kaiōshin tragen, können sich zwei verschiedene Individuen zu einer Person verschmelzen. Obwohl die Verschmelzung im ersten Moment stark dem Konzept der Fusion ähnelt, hat sie einen entscheidenden Nachteil: Laut Legende können die fusionierten Kämpfer nie mehr voneinander getrennt werden!

Neue Möglichkeiten, alte Probleme

Son Gokū hat zwar kein großes Interesse daran, mit seinem Sohn in einem Körper für alle Zeit gefangen zu bleiben, insbesondere die Schulbank will er nicht drücken, doch hat er keine Wahl. Der friedliebende Charakter möchte vor allem die Erde und seine Bewohner retten. Um ins Diesseits zurückkehren zu können, schenkt ihm der Kaiōshin von vor fünfzehn Generationen sein Leben. Unter diesen Voraussetzungen kann der Kampf gegen Bū eine gänzlich neue Dynamik erreichen; es folgt ein Schlagabtausch auf den nächsten. Wie es für die Story des Dragon-Ball-Franchises üblich ist, verläuft selten etwas nach Plan und so verliert Son Gohan direkt einmal den von seinem Vater zugeworfenen Ohrring. Es könnte kaum schlimmer werden, da gelingt es Bū in einem Moment der Unachtsamkeit Son Gohan zu absorbieren. Um zu verschmelzen, bleiben Son Gokū nur noch Dende und Misutā Satan übrig, die das Geschehen aus halbwegs sicherer Entfernung beobachten. Allerdings ist Dende kein Kämpfer und Misutā Satan ist nicht sonderlich stark. Ein Glück, dass Uranai Baba im Jenseits mitgedacht hat und den verstorbenen Bejīta zurück auf die Erde schickt. Dieser hat aufgrund seines Stolzes natürlich noch sehr viel weniger Lust darauf, mit seinem ärgsten Konkurrenten Son Gokū für immer und ewig zu verschmelzen. Im Angesicht der Ausweglosigkeit willigt er schließlich ein.

Ausuferndes Schlusskapitel

Andere Anime-Serien füllen mit diesen „Überraschungen“ und Wendungen ganze Staffeln. In Dragon Ball Z Kai geschieht dies innerhalb der ersten vier von insgesamt siebzehn Episoden, die auf den beiden Datenträgern vorliegen. Während des Endkampfes gegen Bū wechselt der Schauplatz häufig und auch die grundlegende Situation verändert sich mehrfach, auf der einen Seite durch die Verschmelzung von Son Gokū und Bejīta zu Bejitto und auf der anderen Seite durch die verschiedenen Formen, die ihr dämonischer Gegner annimmt. Anhand dieses letzten Kampfes ist anzumerken, dass auch der Zeichner der Manga-Vorlage, Toriyama Akira, 1995 mit seinen Kräften am Ende gewesen sein musste. Mittlerweile sind die Charaktere dermaßen stark, dass sie selbst die robuste Welt der Kaiōshin in Schutt und Asche legen könnten. Dementsprechend fällt die letzte Auseinandersetzung mit dem Bösen ausufernd und brachial aus. Kurze Pausen zum Verschnaufen gibt es im zehnten Episodenpaket aber reichlich. So wird das hektische Kampfgeschehen zugunsten interessanter Story-Elemente gelegentlich verlassen – beispielsweise erfährt der Zuschauer so, wie der Kaiōshin von vor fünfzehn Generationen zu seinem Aussehen gekommen ist. Mit dem typischen Humor, der insbesondere von Misutā Satan getragen wird, wird die Serie mit dieser Volume zu einem runden Abschluss gebracht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In den Episoden der neunten Serienbox von Dragon Ball Z Kai haben sich die Ereignisse regelrecht überschlagen. Die Situation war und ist zu Beginn der Folgen der zehnten und letzten Volume einfach aussichtslos. Dennoch gelingt es den Charakteren, den finalen Schlag gegen Bū immer weiter nach hinten zu verschieben, da ihnen immer neue Möglichkeiten einfallen, wie der zugleich lästige als auch gefährliche Gegner ausradiert werden kann. Dabei wechseln mehrfach die Schauplätze, die Kämpferkonstellationen und schließlich auch die Situation selbst. Obwohl oder gerade weil die Konfrontation so ausufernd und brachial dargestellt ist, wird es niemals langweilig, den Helden beim Bekämpfen des Bösen zuzusehen. Mit dem Kampf gegen Bū und dem darauffolgenden Epilog wird die Serie mit einem zufriedenstellenden Ende abgeschlossen. Dragon-Ball-Z-Kai-Fans, die das Abenteuer verfolgt haben, dürfen auch hier unbesorgt zugreifen, um ein Remake einer der besten Anime-Serien aller Zeiten zu würdigen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z Kai (Box 10, Episoden 151-168)!

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