Review: Mirai Nikki (Vol. 3)

Kazé Anime veröffentlichte im November 2018 die dritte Volume von Mirai Nikki. Im Mittelstück der fünfteiligen Veröffentlichungsreihe wird die Handlung auf gewohnte Art und Weise fortgesetzt, sodass der Zuschauer wieder voll und ganz auf seine Kosten kommt.

Erzähltechnisch knüpft die Geschichte nahtlos an die Geschehnisse der vorherigen Episoden an. Protagonist Amano Yukiteru und seine Freundin Gasai Yuno mussten im Polizeirevier bei Kommissar Kurusu Keigo erscheinen. Dieser gab schon seit längerer Zeit vor, auf derselben Seite wie Yukiteru zu stehen, entpuppte sich im Verhör aber nur als ein weiterer Kontrahent im Spiel auf Leben und Tod. Sein Zukunftstagebuch sorgte dafür, dass Yukiteru und Yuno auf ihn und auf weitere Polizisten schossen, weshalb sie seither vor den Ordnungshütern auf der Flucht und im Krankenhaus der fiktiven japanischen Stadt Sakurami gelandet sind, in dem zufälligerweise auch Keigos Sohn liegt. In der zwölften und damit ersten Folge des dritten Episodenpakets hat die Polizei die Flüchtigen aufgespürt und das Hospital umstellt. Minene Uryū, die es ebenso dorthin verschlagen hat, versucht, einen Deal mit Keigo auszuhandeln, der aber kein Interesse an einer Verhandlung zeigt. Es kommt wie es kommen musste und die Polizei stürmt das Gebäude, was somit zum nächsten Konflikt zwischen Yukiteru und Keigo führt. Bei dieser Auseinandersetzung spielen Yunos Gefühle für Yukiteru erneut eine mehr als wichtige Rolle, da sie ihren Freund mit dem Leben verteidigt. Während des Kampfes kommt sogar eine Handgranate zum Einsatz, die für reichlich Chaos an diesem Schauplatz sorgt.

Zusammenbruch des Kartenhauses

Ob bei diesem aufregenden Ereignis tatsächlich ein weiterer Teilnehmer des Spiels auf Leben und Tod ausscheidet, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Ab der dreizehnten Episode von Mirai Nikki wird aber mehr als deutlich, dass die Polizei ein großes Interesse daran hat, die ominösen Morde aufzuklären und behält daher Yukiteru und Yuno im Auge. Unterstützt wird die Polizei in der Gestalt des Beamten Nishijima Masumi von Akise Aru, einem Mitschüler der beiden Zukunftstagebuchbesitzer. Daher ist es mehr als nur logisch, dass das Geschehen auch in den Folgen der dritten Volume nicht nur aus der Sicht von Yukiteru und Yuno erzählt wird: Zusammen mit Hino Hinata, Nonosaka Mao und Kōsaka Ōji versucht Aru verzweifelt, den Aufenthaltsort der beiden herauszufinden und landen in einer vermeintlichen Falle. In dieser ausweglosen Situation wird einmal mehr klar, dass Yuno ein perfides Spiel mit allen Beteiligten treibt und vor der Betäubung ihres Freundes und sogar vor Mord nicht zurückschlägt, um ihr Ziel, die Liebe zwischen ihr und Yukiteru aufrechtzuerhalten, zu erreichen. Zu viel soll hierüber jedoch nicht verlautet werden, denn wie Yunos Kartenhaus zusammenbricht und wie der Ausweg für die anderen Figuren aussieht, wird für den Rest der Story noch von großer Bedeutung sein. Die unvorhersehbaren Wendungen bleiben spannend!

Gestellte Weichen auf dem Weg zum Finale

Inhaltlich bleibt die Geschichte von Mirai Nikki nach wie vor sehr düster, was über einen Großteil der Handlungsorte in optischer Hinsicht ausgedrückt wird. Viele Szenen spielen auch in der dritten Volume in Innenräumen, die häufig verdunkelt und dazu mit diffusem Licht geschmückt sind. Der Einsatz von körperlicher und von Waffengewalt drückt einmal mehr die Ernsthaftigkeit der Erzählweise aus. Gab es in den vorherigen Folgen noch ein paar heitere Momente, sind diese in den vorliegenden Episoden auf ein Minimum reduziert. So und nicht anders werden die Weichen für den finalen Handlungsstrang gelegt. Akustisch werden alle Szenen wieder einmal mit der passenden Musik stimmungsvoll unterlegt; der Soundtrack passt sich dem Gezeigten stets wunderbar an und schlägt gegebenenfalls auch schnell um. Hinzu kommen fantastische Sprecher, die sowohl im japanischen Originalton als auch in der deutschen Synchronisation ihren zugeteilten Rollen reichlich Leben einhauchen. Ab der 15. Episode dürfen sich Fans zudem über ein neues Opening und ein neues Ending freuen, die aber nicht als Clear-Varianten im Rahmen des auch in sonstigen Belangen nicht vorhandenen digitalen Bonusmaterials vorliegen. Als physische Dreingabe gibt es laut Herstellerangaben zumindest wieder Memokarten, ein Booklet und einen Handy-Hintergrund zum Downloaden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Zum dritten Mal in Folge gelingt es Mirai Nikki mit seiner sehr erwachsenen Erzählweise und facettenreichen Charakteren zu begeistern. In so gut wie jeder Episode geschehen unvorhersehbare Ereignisse, die die Handlung stets frisch halten. Neben verschiedenen Figuren kommen des Weiteren hin und wieder neue Elemente hinzu, die die Wirkungsweise der Zukunftstagebücher erweitern. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Akteuren entwickeln sich dieses Mal unverhältnismäßig stark weiter, insbesondere die Liebe zwischen Yukiteru und Yuno wird auf eine sehr harte Probe gestellt, da ihr perfides Spiel mit den Teilnehmern des Spiels auf Leben und Tod eine ganz neue Stufe erreicht. Optisch und akustisch erreichen die vorliegenden Episoden erneut die Qualität der ersten beiden Volumes, sodass jedem Zuschauer auch dieses Mal ein wahrer Genuss erwartet!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Mirai Nikki (Vol. 3)!

 

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