Review: One Piece: Z

Obwohl die One-Piece-Filme von der Anime-Serie losgelöst betrachtet werden dürfen, gibt es im elften Film, One Piece: Z, genau wie beim vorherigen Streifen One Piece: Strong World, leichte Verknüpfungen mit der Fernsehausstrahlung – diesmal sogar noch ein wenig stärker.

Bei One Piece: Z handelt es sich um den ersten Kinofilm des Franchises, der in der so genannten neuen Welt spielt. Nachdem die Strohhüte innerhalb der Serie auf die kleine Riesin Lily Enstomach und ihren Vater Panz Fry trafen und Hauptfigur Monkey D. Ruffy den Schurken Shūzo das Fürchten lehrte, schippern sie mitsamt der Thousand über den zweiten Teil der Grandline. Immer auf der Suche nach neuen Abenteuern entdecken die Strohhut-Piraten einen Schiffbrüchigen, der im Meer vor sich hin treibt. Kaum hat Schiffsarzt Chopper den stämmigen Burschen versorgt, entbrennt auf dem Schiff ein regelrechter Kampf auf Leben und Tod. Choppers neuer Patient ist niemand geringeres als der gefürchtete Zephyr, der sich selbst nur Z nennt und zudem amtierender Anführer der Neo-Marine und ehemaliger Admiral der Marine ist. Die Neo-Marine mussten die Strohhut-Piraten bereits bei der Rettungsaktion von Panz Fry in den ersten Episoden der neunzehnten Serienbox kennenlernen und ihr neuer Widersacher Zephyr scheint dem ebenfalls nicht ungefährlichen Shūzo zumindest ebenbürtig zu sein. Seine Stärke bezieht Zephyr allerdings weniger durch seine Muskelmasse, sondern durch seine aus Seestein gefertigte Armprothese. Damit ist er Teufelsfruchtnutzern immer ein kleines Stück voraus, weshalb der Prolog des Films mit der Flucht der Strohhüte abschließen muss.

Mit allen Wassern gewaschen

Genau wie in der Anime-Serie wird auch im elften Kinofilm deutlich, dass in der neuen Welt mit ganz anderen Bandagen gekämpft wird. Ein Gegner ist gefährlicher als der andere – auch wenn dies auf den ersten Blick unschwer zu erkennen ist. Beispielsweise ist Zephyrs Verbündete Ain in der Lage, mit ihrer Teufelskraft eine Person um ganze zwölf Jahre zu verjüngen. Dieses tragische Schicksal müssen im Film mit Nami, Nico Robin, Chopper und Brook gleich vier Strohhüte erleben, die sich in ihren verjüngten Körpern wieder zurechtfinden müssen. So beschließen die Strohhüte nach ihrer Flucht, Zephyr und seine Verbündeten zu jagen, um den vier Notleidenden ihre alten Körper zurückzugeben. Beim Pläneschmieden treffen die Freunde auf Secon Island auf Aokiji, der aber mittlerweile nicht mehr im Dienste der Marine steht. Von ihm erfahren sie den wahren Plan von Zephyr, der alle Piraten auf dem zweiten Teil der Grandline im wahrsten Sinne des Wortes brennen sehen will. Das können Ruffy und Co aber nicht zulassen und machen sich entsprechend zum Entscheidungskampf gegen Zephyrs Neo-Marine auf. Ob es der Strohhut-Piratenbande gelingt, das drohende Schicksal der neuen Welt abzuwenden, wird innerhalb des 108-minütigen Films mit reichlich Action, zahlreichen abstrusen Situationen, facettenreichen Charakteren und interessanten Story-Wendungen geklärt.

Atemberaubendes Spektakel

Unter optischen Gesichtspunkten erstrahlt One Piece im mittlerweile elften Kinofilm in Bestform. Der markante Stil der Anime- und Manga-Vorlage bleibt auch hier enthalten, wirkt an vielen Stellen aber erstaunlich frisch, was unter anderem am mehrfachen Kostümwechsel der Charaktere liegt. Hinzu kommen fantastische Spezialeffekte wie Explosionen und Eruptionen, die so beeindruckend bisher in noch keiner Folge der Serie und keinem Film des Franchises dargestellt wurden. One Piece: Z ist im bildschirmfüllenden 16:9-Breitbildformat in der Auflösung von 1080p eine wahre Augenweide. Dazu gesellt sich eine frische Musikrichtung, die sich vom typischen Soundtrack der Serie im Tonformat DTS-HD Master Audio 5.1 abhebt – und immer noch gut zum Szenario passt. Einzig und allein die beiden Songs „Bad Reputation“ und „How you remind me“ von Avril Lavigne, die beim Abspann zu hören sind, wollen nicht so wirklich zum restlichen Gesamtpaket passen, was unterm Strich aber Geschmackssache sein dürfte. Digitales Bonusmaterial gibt es abseits der obligatorischen Trailer zu anderen Produkten aus dem Hause Kazé Anime leider nicht. In physischer Form sieht es mit einem gefalteten Poster mit Cover-Motiv nicht besser aus. Hier wäre mehr möglich gewesen, zumal das Werk von Regisseur Nagamine Tatsuya zu den besten Filmen des Franchises gehört.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Neben ihren Abenteuern innerhalb der Anime-Serie bekommt es die Strohhut-Piratenbande auch regelmäßig in Kinofilmen mit neuen Gegnern zu tun. In One Piece: Z dreht sich die Handlung um den gefürchteten und titelgebenden Zephyr, der die Marine verlassen hat und mit seiner Neo-Marine stattdessen Jagd auf Piraten macht, bis diese das Zeitliche segnen. Wie er das bewerkstelligen will, sollten One-Piece-Fans aber lieber selbst herausfinden. An dieser Stelle sei nur gesagt, dass der elfte Film nicht mit Action, Explosionen und Effekten geizt und auf dieser Ebene definitiv zum Besten gehört, was das Franchise bis zu diesem Zeitpunkt zu bieten hat. Auch die musikalische Note unterscheidet sich leicht von der Serie, passt aber immer noch hervorragend zum abgedrehten Piraten-Setting. Allerdings ist auch die Story durchaus interessant und zumindest theoretisch wichtig für die Serie, da sehr viele Charaktere aus dieser in Erscheinung treten – insbesondere der erste Auftritt von Aokiji nach dem Verlassen der Marine ist hier nicht zu unterschätzen. Um den Film aus dem Jahr 2012 kommt definitiv kein One-Piece-Fan herum!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Z!

 

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