Review: Dragon Ball Super (Vol. 5, Episoden 62–76)

Nachdem die ersten drei Volumes von Dragon Ball Super jeweils eine für sich geschlossene Story erzählt haben, wurde in der vierten Ausgabe ein Handlungsstrang aufgeworfen, der im fünften Episodenpaket zu Ende geführt wird – und Son Gokū und Co an ihre Grenzen treibt.

Dragon Ball Super knüpft in der mittlerweile fünften Volume an die jüngsten Geschehnisse an, spielt also immer noch in der alternativen und apokalyptischen Zukunft. Torankusu kämpft in dieser Zeit immer noch wutentbrannt gegen seine beiden Feinde Gokū Burakku und Zamasu. Diese Auseinandersetzung entpuppt sich als der wohl härteste Kampf in der Geschichte des Franchises, denn Zamasu hat sich mit Hilfe der Super Dragon Balls einen unsterblichen Körper gewünscht – und in Gokū Burakku steckt auch niemand anderes als Zamasu selbst. Was im ersten Moment verwirrend klingt, wird in der Anime-Serie aber plausibel erklärt. Da die Lage nach wie vor aussichtslos erscheint, spielt Torankusu auf Zeit, um Gokū, Bejīta und Buruma die Möglichkeit zu geben, zurück in die Vergangenheit zu reisen. In ihrer Zeitlinie angekommen, müssen sie sich einen Plan gegen ihre Widersacher überlegen. Da Birusu bereits den Zamasu der Gegenwart vernichtet hat, sieht er keinen Grund, die alternative Zukunft zu verändern. Da kommt Pikkoro auf die Idee, dass sie das Mafūba gegen ihre Feinde einsetzen könnten. Hierbei handelt es sich um eine Kampftechnik, die bereits im ursprünglichen Anime eingesetzt wurde, beispielsweise von Muten Rōshis Lehrmeister Mutaito. Mit dem Mafūba ist es nicht nötig, den Gegner zu besiegen oder gar zu töten – er kann schlicht versiegelt werden.

Jenseits bekannter Grenzen

Während in der sicheren Gegenwart alle Vorbereitungen getroffen werden, geht der Kampf zwischen Torankusu, Burakku und Zamasu in der Zukunft weiter. Selbst Widerständlerin Mai versucht, mit ihrem Scharfschützengewehr Burakku auszuschalten. Ebenfalls taucht Gowasu am Horizont auf, um sich ein Bild davon zu machen, wie sein Schüler dem Bösen verfallen konnte. Bevor, während und nachdem das Mafūba zum Einsatz kommt, entwickelt sich die Konfrontation in ganz neue Dimensionen. Unter anderem fällt Burakku während eines Schlagabtauschs mit Bejīta auf, dass Zorn eine weitere Möglichkeit ist, seine Kraft zu steigern – und setzt diese neue Kraft sofort gegen seinen Gegner genauso wie die Waffen ein, die er mit purer Energie und Vorstellungskraft herstellt. Das wohl größte Highlight in den Episoden der fünften Serienbox dürfte aber wohl die Fusion zwischen Burakku und Zamasu sein. Beim Kampf wird die Action mit Schockwellen, reichlich Explosionen und panisch umherlaufenden Menschen inszeniert. Neben der Bekämpfung von Gokū Burakku und Zamasu werden in der fünften Volume noch ein paar kleinere, heitere sowie schockierende Geschichten erzählt. Hier kommt es zum Wiedersehen mit bekannten Figuren. Dies gilt sowohl für kürzlich eingeführte Charaktere wie Hitto oder Zen’ō als auch ältere Gesichter wie Yamucha oder Norimaki Arare.

Altbekannte Gesichter und noch älterer Humor

Anhand der quirligen Arare dürfte klar sein, dass auch der Humor in den Episoden 62 bis 76 nicht zu kurz kommt. Unter anderem kommt es in einer Folge zwischen dem sechsten und siebten Universum zu einem von Shanpa initiierten Baseball-Spiel, damit es anschließend ein großes Festmahl für alle gibt. An anderer Stelle rückt Gokūs Vergesslichkeit in den Fokus des Geschehens, denn der verzögerte Einsatz des Mafūba kommt schließlich nicht von ungefähr. Dargestellt wird das Chaos selbstverständlich wieder im Zeichenstil von Toriyama Akira, der in der Full-HD-Auflösung vollends zur Geltung kommt. Allerdings sind nicht alle Animationen und Effekte auf der Höhe der Zeit, wirken aber wesentlich ausgereifter als noch in den ersten drei Volumes. Akustisch gibt es nach wie vor die bekannten Melodien im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0 auf die Ohren, die hervorragend zu den actionreichen Szenen und auch zu den ruhigen Intermezzos passen. Hinzu kommt, dass die deutschen Sprecher ihren Figuren genau wie die japanischen Originalstimmen reichlich Leben einhauchen. Wie schon bei den ersten vier Serienboxen gibt es auch bei der fünften Ausgabe kein digitales Bonusmaterial – dafür jedoch erneut einen ausführlichen Episodenguide in Form eines Booklets. Zwei schicke Postkarten runden das Gesamtpaket hervorragend ab und erfreuen jeden Fan der Serie.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die fünfte Volume von Dragon Ball Super ist nicht nur die direkte Fortsetzung des Handlungsstrang des vorherigen Episodenpakets. Sie ist außerdem ein Erlebnis für Fans der ursprünglichen Dragon-Ball-Serie, da Nebenfiguren wie Norimaki Arare, Uranai Baba oder Yamucha ein wohliges Gefühl verleihen. Im Kern bleibt aber auch diese Ausgabe ein riesiges Spektakel, das mit einem groß angelegten und effektreichen Kampf auf ganzer Linie punktet. Es ist echt erstaunlich, dass Toriyama Akira immer noch Ideen hat, wie er immer und immer wieder stärkere Kämpfer kreiert und auf die Helden loslässt. Am besten dürfte wohl die Fusion zwischen Gokū Burakku und Zamasu gelungen sein, da es sich hierbei wohl oder übel um den stärksten Gegner handelt, den Gokū und Co je bekämpfen mussten. Dragon Ball Super hat sich spätestens mit dieser Volume inhaltlich zu der Anime-Serie entwickelt, die Fans des Franchises wirklich verdienen. Gerne mehr davon!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Super (Vol. 5, Episoden 62–76)!

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