Review: Black Clover (Vol. 3)

Während Black Clover in der ersten Volume die Grundlagen für die Serie legte, wurden diese im zweiten Episodenpaket maßgeblich ausgebaut. Die dritte Ausgabe schlägt einen neuen Erzählstrang ein, der aber nicht auf ganzer Linie von der ersten bis zur letzten Folge begeistert.

Mittlerweile ist eine Woche vergangen, seit Mitglieder der magischen Ritterorden Schwarzer Stier und Goldene Morgendämmerung von ihrer Expedition in den Dungeon zurückgekehrt sind. Dort sind sich die konkurrierenden Freunde Asta und Yuno aber nicht zum letzten Mal begegnet, denn die Erholungsphase für die noch jungen Ordensmitglieder währt nicht lange. Der König der Magier hat von ihren Taten gehört und lädt sie ins Hauptquartier respektive in die königliche Hauptstadt ein. Bei ihrer Ankunft möchte Julius Novachrono, so der Name des amtierenden Königs der Magier, alles über die Erkundung des Dungeons erfahren. Vor allem das magische Buch, wodurch es Yuno gelingt, den Windgeist Sylph zu beschwören, hat sein Interesse geweckt. Noch dazu muss er feststellen, dass er weder die Schrift in Astas Grimoire identifizieren noch mit dessen Schwert umgehen kann. Dies wirft natürlich weitere Fragen auf, die der Zuschauer von Black Clover zusammen mit den Charakteren lösen will. Immerhin erfahren Asta und Co von Julius, dass nur jene, die genug Erfolge vorweisen, das Vertrauen des Volkes erlangen und zum König der Magier gekrönt werden können. Des Weiteren lässt er immersionsfördernde Details verlauten, wie die verschiedenen Ränge auf dem Weg dorthin aussehen. Dies darf Asta anhand einer Ordensverleihungszeremonie im Anschluss erleben.

Äußere und innere Eskalation

Diese Veranstaltung ist zugleich die Ausgangslage für alle Geschehnisse der dritten Volume von Black Clover. Dort werden sie von den höherrangigen und durchweg adligen Magiern gesellschaftlich ausgegrenzt und diffamiert. Als Noelle Silva von ihrer eigenen Familie persönlich beleidigt, gar als Muttermörderin dargestellt wird, ergreift Asta Partei für seine Mitstreiterin. Dadurch entwickelt sich beiläufig eine Rivalität mit Leopold Vermillion, der Asta aufgrund seiner Antimagie faszinierend findet. Es bleibt jedoch nicht bei der Zankerei im Schloss, denn gleichzeitig wird auch noch die königliche Hauptstadt angegriffen. An fünf Stellen wird diese in Brand gesteckt. Zudem wandeln hunderte untote Kreaturen durch die Straßen, woraufhin sich die verschiedenen Magier trotz ihrer Differenzen zusammenraufen müssen. Genutzt wird die Gunst der Stunde, um beiläufig weitere Nebenfiguren in die Story einzugliedern, denn König August Kira Clover XIII, Herrscher des Landes, verschanzt sich hilflos in seinen Gemächern. Als Kampfschauplatz gegen die anfangs unbekannten Angreifer halten die Straßen, Gassen und Dächer der Stadt her. Zusätzliche Dynamik versprechen die recht abwechslungsreichen Zaubersprüche, die die Magier gegeneinander ausspielen. In der 27. Serienfolge kommt ein weiterer Handlungsort hinzu – neue Enthüllungen inklusive.

Charmante Charakterentwicklung

Nach wie vor steht in Black Clover die Story im Vordergrund, auch wenn gerade die letzten beiden enthaltenen Folgen als Filler-Episoden enttäuschen. Dafür punktet die Charakterentwicklung, denn unter anderem erfährt der Zuschauer, dass sowohl Noelle als auch Mimosa Vermillion jeweils auf ihre eigene Art und Weise Gefühle für Asta entwickeln. Mimosa ist schüchtern und zurückhaltend. Noelle verschweigt das Thema lieber ganz. Technisch präsentiert sich das Werk von Animationsstudio Pierrot erneut mit einer tristen Farbgebung, die aber durch Lichteinfall, diffusem Licht oder Spezialeffekte bei Zaubersprüchen erhellt wird. Hinzu kommen schöne Melodien in ruhigen Momenten und adrenalingetränkte Töne in den Actionszenen der zehn enthaltenen und 24-minütigen Episoden. Als digitaler Bonus kommt der Zuschauer neben dem ab Episode 28 verwendeten Clear Opening in den Genuss einer weiteren Bonusfolge im Chibi-Look, die im Gegensatz zur eigentlichen Serie aber nur auf Japanisch enthalten ist. Hinzu kommt ein 24-seitiges Artbook in physischer Form, das mit Artworks und Konzeptzeichnungen punktet. Auch enthalten ist ein 16-seitiges Booklet mit einer Übersicht der Figuren, einem Charakterprofil zu Noelle, einer Übersicht zu Zaubersprüchen, einem Interview mit Charakterdesignerin Takeda Itsuko und einem Episodenguide: Eine feine Sache!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Black Clover hat auch in der dritten Volume überhaupt nicht an Qualität verloren, zumindest was die grundlegende Handlung angeht. Negativ fallen nur die letzten beiden Episoden auf, da sie sich mit Nichtigkeiten oder gar Zusammenfassungen der ersten 28 Episoden beschäftigen. Die Anime-Serie punktet ansonsten aber nach wie vor mit ihrem durchgehenden Handlungsstrang, vielen illustren Charakteren, überraschenden Enthüllungen und dem ständigen Aufwerfen von weiteren Geheimnissen, die in Zukunft hoffentlich noch gelüftet werden. Beiläufig kommen dann noch ausschweifende Charakterentwicklungen hinzu, die trotz der eher auf Action fokussierten Erzählung glücklicherweise nicht vergessen und teilweise sogar noch angeheizt werden. Wer die ersten beiden Volumes bereits konsumiert hat, kommt um die fast makellose dritte Ausgabe von Black Clover ebenfalls nicht herum. 

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Black Clover (Vol. 3)!

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