Review: My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 1)

Ein ganzes halbes Jahr mussten Fans der Superhelden-Anime-Serie My Hero Academia auf die zweite Staffel warten. Diese knüpft an das furiose Finale der ersten Season an und stellt Protagonist Midoriya Izuku vor neue Herausforderungen, die die Zuschauer mitfiebern lassen.

An der Thematik von My Hero Academia hat sich auch in der zweiten Staffel nichts verändert. Nach wie vor steht der Nachwuchsheld Midoriya Izuku im Mittelpunkt des Geschehens. Als überall auf der Welt Kinder geboren werden, die über Superkräfte verfügen, sind alle in großem Aufruhr. Izuku ist jedoch das einzige Kind auf dem ganzen Planeten, das anscheinend über keine Superkraft verfügt beziehungsweise verfügte. Obwohl er seinen Traum, jemals ein Held werden zu können, an den Nagel hängen hätte können, hat er sich an der titelgebenden und berühmten Yūei-Akademie angemeldet. Er hat nicht nur die Aufnahmeprüfung bestanden, sondern auch gelernt, wie er sich mit seinen begrenzten Fähigkeiten in den Helden-Alltag einbringt. Am Ende der dritten Volume der ersten Staffel wurde die Akademie von Schurken überfallen, die aber in letzter Minute noch aufgehalten werden konnten. Izukus Idol, der gefeierte Superheld All Might, hat aufgrund seiner noch verbleibenden Lebenszeit seine Superkraft an seinen Bewunderer vererbt, damit dieser eines Tages sein Nachfolger wird. All Might hat nach dem Kampf gegen die bösen Schurken zudem nur noch fünfzig Minuten am Stück Zeit, seine Muskelform aufrechtzuerhalten. Neben der sehr persönlichen Beziehung zwischen Izuku und All Might werden selbstverständlich noch ein paar andere Geschichten erzählt.

Taktische Wettkämpfe

Eine dieser Geschichten, die zudem den Großteil der Erzählung in der vorliegenden Volume ausmachen, ist das bevorstehende Sportfest der Yūei-Akademie, die in My Hero Academia die aufgrund der zahlreichen Superfähigkeiten obsolet gewordenen Olympischen Spiele ersetzt. Hier messen sich die Helden in verschiedenen und äußerst spannenden Wettkämpfen, um herauszufinden, wer der Talentierteste von ihnen ist. So blickt ganz Japan auf Izuku und seine Mitschüler. Insbesondere Uraraka Ochako freut sich auf die Veranstaltung. Nichtsdestotrotz bereiten sich die Freunde innerhalb von zwei kurzen Wochen zusammen und unabhängig voneinander auf den Wettkampf vor. In der ersten Disziplin müssen sich die Charaktere zum Beispiel einem Hindernislauf stellen, bei dem sich die Helden mit ihren Kräften wie der Vereisung der Laufbahn gegenseitig behindern. Das ist in dieser Form der Umsetzung nicht nur interessant, sondern dazu auch sehr lustig. Obwohl die Anime-Serie spätestens am Ende der ersten Staffel gezeigt hat, dass sie die Handlung durchaus ernst nimmt, bleibt immer noch Platz für Humor. Wie für Anime-Serien dieses Kalibers notwendig, werden dem Zuschauer die Gags nur so ins Gesicht geworfen, wodurch kein Auge trocken bleibt. Wer My Hero Academia bis hierhin verfolgt hat, wird sich also von der ersten Minute an direkt heimisch fühlen.

Audiovisuelle Fortführung

Unter technischen Gesichtspunkten bietet My Hero Academia auch in der zweiten Staffel das typische Gesamtbild der Serie. So erstrahlt der kunterbunte Zeichenstil im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p. Insbesondere die Effekte und Animationen stechen positiv heraus. Aus stilistischen Gründen wird auch auf den Druck von Manga verwiesen – und in der muskulösen Form erinnert All Might an US-amerikanische Superhelden-Comics. Untermalt wird die Action mit einem adrenalingetränkten Soundtrack im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0, der die Disziplinen auf die Höhe treiben. Auch wenn sämtliche japanischen Originalsprecher dem einen oder anderen Zuschauer sicherlich mehr zusagen dürften, da sie diverse Emotionen viel überdrehter vermitteln, ist die deutsche Synchronisation aber keinesfalls schlecht. Sprecher wie Sebastian Fitzner und Matti Klemm gelingt es, den ihnen zugeteilten Figuren reichlich Leben einzuhauchen. Neben den fünf circa 24-minütigen Episoden liegt auf der Blu-ray-Disc im Bonusmaterial noch die ebenso lange Bonusfolge 13,5 vor. Daneben gibt es noch das Clean Opening und das Clean Ending. In physischer Form freuen sich Fans über eine Character Card, über einen Sticker und vor allem über ein Booklet mit Episodenguide, einer Gesprächsrunde und Informationen zu den Charakteren. Auf Grundlage dieser Basis gelingt My Hero Academia ein überaus guter zweiter Staffeleinstand.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach dem eher ernsten Ende der ersten Staffel schlägt My Hero Academia in der zweiten Season einen gemäßigten Weg ein, denn eine große Bedrohung gibt es dieses Mal nicht. Stattdessen steht im Fokus der Erzählung das Sportfest der Yūei-Akademie, das in der Welt von My Hero Academia der Ersatz für die überflüssig gewordenen Olympischen Spiele ist. Hier treten die Helden, die in der ersten Staffel bereits zur Genüge charakterisiert worden sind, gegeneinander an, um zu klären, wer von ihnen über das größte Talent verfügt. Das ist nicht nur interessant, sondern auch noch spannend und witzig, da die einzelnen Superkräfte für reichlich Abwechslung sorgen. Gut gelungen ist auch die Bonusfolge 13,5, die die Serienhandlung gekonnt ergänzt. Mit der ersten Volume der zweiten Staffel gelingt My Hero Academia einen wirklich guten Staffelstart. So darf es in den vier weiteren Volumes der zweiten Staffel sehr gerne weitergehen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 1)!

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