Review: My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 2)

Nachdem im Mai 2019 die erste Volume der zweiten Staffel der Superhelden-Anime-Serie My Hero Academia im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wurde, mussten Fans nicht lange auf die Fortsetzung warten. Bereits im Juni 2019 erschien das zweite Episodenbündel.

Inhaltlich knüpfen die vorliegenden Episoden von My Hero Academia an die Geschehnisse der ersten Ausgabe der zweiten Staffel an. In dieser hat der Zuschauer erfahren, dass die Olympischen Spiele mittlerweile ohne Belang sind, zumal achtzig Prozent der Menschheit mittlerweile über Superkräfte verfügt. Aus keinem anderen Grund musste ein Ersatz für das sportliche Event gefunden werden. In der Welt von My Hero Academia rückt an die Stelle von Olympia das Sportfest der titelgebenden Yūei-Akademie, in der die Absolventen der Schule ganz Japan zeigen, was in ihnen steckt. Mitten in diesem Wettkampf befindet sich der noch recht unerfahrene Nachwuchsheld Midoriya Izuku, der eigentlich ohne Superkraft geboren wurde. Nachdem er sich an der Akademie auch ohne Spezialität durchsetzte, wurde sein großes Idol, der Superheld All Might, mehr und mehr auf ihn aufmerksam. Durch anfängliche Sympathie wurde Freundschaft, die schließlich dazu führte, dass All Might seinem Bewunderer seine Superkraft vererbte. So und nicht anders ist es Izuku möglich, am Wettkampf teilzunehmen. Während in der ersten Volume die ersten beiden von insgesamt drei Disziplinen behandelt wurden, steht in der zweiten Ausgabe endlich die wohl spannendste Aufgabe auf dem Tagesplan. Hierbei handelt es sich um ein großes Turnier im Stile von Dragon Ball und Co.

Kampfsport mit Superkräften

Aufgrund der Spezialfähigkeiten der Superhelden, die über das rein physische Talent üblicher Kampfsportler weit hinausgehen, sind die Kämpfe wie im vergleichenden Werk von Toriyama Akira von Anfang bis Ende spannend inszeniert. Das fängt schon in der ersten Runde an, in der Protagonist Izuku gegen seinen Rivalen Shinsō Hitoshi antritt. Dieser verfügt über die Spezialität, die Gedanken anderer Menschen zu manipulieren. So lässt er Izuku von Beginn an einen Schritt nach dem anderen auf den Rand des Rings zubewegen. Dass das für den Helden natürlich glimpflich ausgeht, sollte alleine aufgrund des Storytellings jedem Zuschauer von My Hero Academia bewusst sein. Spannender ist schon die Art und Weise, wie Izuku den Fängen seines Gegners entkommt. Diese Wendung sollte der Zuschauer aber am besten selbst erleben. Kurz darauf steht dann auch schon das Duell zwischen Todoroki Shōto und Sero Hanta an, in dem Hanta im wahrsten Sinne des Wortes mit Bandagen kämpft, während Shōto seinen Gegner mit einem Eisangriff bearbeitet. Aufgrund der begrenzten Episodenzahl darf nicht erwartet werden, dass all diese Kämpfe die epischen Ausmaße von Dragon Ball annehmen, doch aufgrund der kurzweiligen Auseinandersetzungen nutzt die Serie die Gunst der Stunde, um in wenigen Sätzen die einzelnen Figuren deutlich stärker zu charakterisieren.

Mit Wucht in die zweite Runde

Auf technischer Ebene gelingt es My Hero Academia das Grundgerüst der Anime-Serie noch weiter auszubauen. Großartige technische Entwicklungen dürfen zwar nicht erwartet werden, aber trotzdem überzeugt der zum Setting passende und kunterbunte Zeichenstil durchweg. Im bildschirmfüllenden 16:9-Format laufen die Charaktere zu Glanzleistungen auf, begeistern mit spärlichen, aber dafür flüssigen Animationen und fügen sich insofern in den Humor der Serie ein, indem vor allem ihre Mimik aus der Masse heraussticht. Unterlegt wird das witzige und zugleich actionreiche Geschehen mit gelungener Musik im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0, sodass auch die letzte Disziplin respektive die Auseinandersetzungen zwischen allen Kämpfern umso stimmungsvoller auf den Zuschauer wirken. In puncto Synchronisation ist die japanische Originalfassung mit Sprechern wie Yamashita Daiki oder Miyake Kenta zwar sehr prominent besetzt, doch auch die hiesigen Synchronsprecher von Izuku und All Might, sprich Sebastian Fitzner und Matti Klemm, passen hervorragend zu den Charakteren. Im Gegensatz zur ersten Volume der zweiten Staffel bietet diese Ausgabe leider keine digitalen Boni. Laut Herstellerangaben gibt es als physische Dreingaben in der Tradition von My Hero Academia aber ein knappes Booklet, eine Character Card und einen Sticker obendrauf.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): My Hero Academia ist eine sehr illustre Anime-Serie, die sich erst einmal finden musste. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sie sich spätestens mit dem Finale der ersten Staffel gefunden. Der zweiten Season fehlt es zwar noch an einem Hauptziel, auf das die Charaktere hinarbeiten, doch ist das Sportfest der Yūei-Akademie alles andere als langweilig. Aufgrund dessen, dass es sich bei der dritten und letzten Disziplin der sportlichen Veranstaltung um ein Kampfturnier handelt, ähnelt die Serie hier dem Favoriten Dragon Ball, ohne jedoch die epischen Ausmaße dessen großangelegten Kämpfe anzunehmen. Sonderlich schlimm ist das aber nicht, da jeder Superheld über eine ganz andere Spezialität verfügt. Zudem werden die Charaktere hier in kurzen und prägnanten Sätzen charakterisiert, sodass es zusammen mit der spannenden Action und dem keinesfalls geringen Anteil an Humor nicht langweilig bleibt. Wer bereits mit der ersten Volume der zweiten Staffel seinen Spaß hatte, kommt auch um die zweite Ausgabe definitiv nicht herum!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 2)!

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