Review: Fairy Tail (Box 8, Episoden 176–203)

Nach vier Monaten des Wartens veröffentlichte Publisher Kazé Anime die achte Volume der Anime-Serie Fairy Tail. Diese führt auf der einen Seite das große magische Turnier fort und wirft auf der anderen Seite einen gänzlich neuen und sehr spannenden Handlungsstrang auf.

Ab der 176. Episode von Fairy Tail zeigt sich nicht mehr Animationsstudio Satelight, sondern Animationsstudio Bridge verantwortlich. An der inhaltlichen Erzählweise ändert sich dadurch aber glücklicherweise nichts. So befinden sich die Freunde Natsu Dragneel, Lucy Heartfilia, Wendy Marvell, Gray Fullbuster, Erza Scarlet und Co im Finale des magischen Turniers, das in der siebten Volume im Mittelpunkt der Story stand und in der achten Serienbox endlich zu Ende geführt wird. So müssen sich die Kämpfer der Gilde Fairy Tail mit den stärksten Feinden ihrer Laufbahn auseinandersetzen. Die Gilde wird allerdings auch außerhalb des Turniers mit dem einen oder anderen Problem konfrontiert. Dadurch, dass Lucy überraschenderweise von den Soldaten des Königshauses entführt wird, müssen Natsu und Wendy zur Rettung eilen. Beim Rettungsversuch werden die unerschrockenen Figuren in den Katakomben voneinander getrennt, während das Finale in vollem Gang ist. Unter anderem treffen im Turnier Gray und Rufus Lore aufeinander, die seit Anbeginn des Wettkampfs im Clinch miteinander liegen. Es entbrennen zahlreiche Kämpfe, die mit betörenden Effekten und dem typischen Soundtrack der Serie unterlegt sind. Hier kommt ein jeder Fan voll und ganz auf seine Kosten, zumal die Magie der Protagonisten die Vorstellungskraft des Zuschauers regelmäßig sprengen können.

Herausforderungen und Hindernisse

Am Horizont ziehen aber auch schon die nächsten Gewitterwolken auf, denn Natsu und seine Freunde entdecken des Nachts einen Drachenfriedhof. Wendy gelingt es hier mit ihrer Magie, mit einem der verstorbenen Drachen zu kommunizieren. So erfahren sie, dass alle, die zu oft Drachentötermagie wirken, früher oder später selbst zu einem Drachen werden. Auch wenn sie dies zunächst nicht glauben wollen, bestätigen Arcadios und Yukino Agria die Geschichte. Hier wird Fairy Tail inhaltlich wunderbar mit der fünften Serienbox beziehungsweise mit den sich überschlagenden Ereignissen vor dem Zeitsprung verknüpft. Arcadios und Yukino wollen vierhundert Jahre in die Vergangenheit reisen, um den bösartigen Magier Zeref zu töten. Auch diesem Vorhaben werden Steine in den Weg geschmissen. Zu viel soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden, da einige Überraschungen den Zuschauer wirklich mitreißen. In Fairy Tail ist die Persönlichkeitsentwicklung der Figuren eng mit den Herausforderungen verknüpft, die sie in so gut wie jeder einzelnen Folge erwarten. Trotz der ernsten Thematik bleibt auch in der achten Volume von Fairy Tail reichlich Platz für den Humor der Serie. Fairy Tail spart nicht mit flotten Sprüchen, arg überzeichneten Emotionen und ulkig gestalteten Figuren. Wer die ersten sieben Serienboxen schon kennt, weiß also ganz genau, was ihn hier wieder erwartet.

Mit frischem Gewand in die zweite Staffel

Nicht nur inhaltlich, auch technisch bleibt Fairy Tail auf demselben Stand wie zuvor. Es ist kaum bis gar nicht zu bemerken, dass mit Bridge ein anderes Animationsstudio am Werke ist. Das ist besonders für all jene Fans sehr erfreulich, die hier womöglich einen Stilwechsel befürchtet haben. Alle Animationen und Effekte befinden sich auf einem ähnlichen Niveau, was alle 28 und auf drei Blu-ray Discs verteilten Episoden zu einem Genuss beim Ansehen machen. Die drei Datenträger befinden sich im Übrigen erneut in einem ähnlich gestalteten Pappschuber, der sie sicher aufbewahrt. Dieser verfügt jedoch über ein neues und helles Design, was vor allem die erste von der zweiten Season trennen möchte, aber auf Kosten der Kontinuität geht. Sammler dürften sich womöglich daran stören, an der eigentlichen Qualität der Anime-Serie kratzt das aber keinesfalls. Digitales Bonusmaterial gibt es bei der achten Volume von Fairy Tail wie erwartet nicht, doch bei den physischen Boni hat Kazé Anime nicht gegeizt. Neben dem Episodenguide, der in Booklet-Form genügende Informationen zu allen Folgen enthält, liegen auch ein gefaltetes A3-Poster mit dem Motiv des Covers und ein Stickerbogen mit neun Abziehbildchen bei. So ist der Staffeleinstand mit einem frischen Gewand durchaus gelungen, denn trotz aller Unkenrufe zählt am Ende immer noch der Inhalt und der ist wirklich gelungen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit der 176. und damit ersten Episode der achten Serienbox werden die Befürchtungen, Fairy Tail könnte sich durch den Wechsel des Animationsstudios zu stark verändern, direkt zertrümmert. Sowohl die Erzählweise als auch der Zeichenstil und die Qualität der Animationen sind auf demselben oder zumindest auf einem ähnlichen Niveau wie zuvor. Wer also mit den teils überdrehten Charakteren schon in der ersten Staffel sehr viel Spaß hatte, wird auch mit der zweiten Season durchaus zufrieden sein. Das Finale des magischen Turniers ist erfreulicherweise keine Abhandlung einzelner und aufeinander folgender Kämpfe, sondern eine chaotische Zusammensetzung zahlreicher Kämpfe. Hinzu kommt, dass sich die Auseinandersetzungen auch außerhalb des „Rings“ in den Katakomben unterhalb der Stadt parallel zum eigentlichen Turnier abspielen und mit der einen oder anderen Story-Idee ergänzt und miteinander verknüpft werden. Die achte Ausgabe von Fairy Tail ist wirklich gut gelungen und wer bisher seinen Spaß mit der Anime-Serie hatte, wird auch mit der zweiten Season zufrieden sein – Animationsstudiowechsel hin oder her.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fairy Tail (Box 8, Episoden 176–203)!

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