Review: Food Wars: The Third Plate (Vol. 2)

Nachdem Kazé Anime im August 2019 mit der ersten Volume von Food Wars: The Third Plate die dritte Staffel der Anime-Serie eingeläutet hat, folgte nur einen Monat später die zweite Ausgabe. In dieser dreht sich wieder einmal alles um Gerichte und deren Zubereitung.

Inhaltlich knüpft die zweite Volume von Food Wars: The Third Plate an die Geschehnisse des ersten Episodenpakets an. Das Mondbankett-Festival ist vorbei – und obwohl Yukihira Sōma sich nicht gegen seinen Rivalen Kuga Terunori durchsetzen konnte, gelang es ihm immerhin Terunori an einem Tag der Festlichkeiten zu schlagen. Für Sōma und seine Freunde bleibt nach dem Festival aber nicht viel Zeit zum Verschnaufen, denn die Tōtsuki-Kochschule wird kurz darauf von einem neuen Ereignis überschattet. Das Unheil beginnt mit dem Auftauchen von Nakiri Erinas Vater Azami. Auf einmal ist der Zehnerrat der Tōtsuki-Kochschule mit der Führung durch Erinas Großvater Senzaemon unzufrieden und will den amtierenden Rektor absetzen. Dessen Position soll niemand geringeres als Nakiri Azami übernehmen, der zu Beginn der siebten und damit ersten Episode der vorliegenden Volume diverse Änderungen ankündigt. Beispielsweise sollen alle Klubs der Schule mit sofortiger Wirkung geschlossen und jedes einzelne Gericht soll nach strikten Vorgaben zubereitet werden, damit jeder Schüler die gewünschte Perfektion erreichen kann. Dass Sōma und die anderen Köche damit definitiv nicht konform gehen, sollte jedem Kenner der Anime-Serie bereits bewusst sein. Es kommt wie es kommen muss: Ein weiteres Kräftemessen in Form eines Shokugeki steht vor der Tür.

Ernste, aber aufgelockerte Erzählweise

Handlungstechnisch reißt Food Wars: The Third Plate natürlich keine Bäume aus – und das muss die Anime-Serie auch nicht. Sie verzaubert mit einer lockeren, aber dennoch ernsten Storyline, die Sōma und Co zu neuen Höchstleistungen antreibt. Entsprechend ist Humor auch in den vorliegenden Episoden wieder einmal ein wichtiger Bestandteil der Erzählweise, denn wenn die Charaktere gegenseitig ihre Mahlzeiten kosten lassen und die Gaumenfreuden dann noch in aberwitzigen Posen mit übertriebener Mimik umsetzen, bleibt dabei kein Auge trocken. Zudem wird dem Zuschauer durch die sehr leichte Ausarbeitung der zwischenmenschlichen Beziehungen verdeutlicht, welchen Stellenwert Freundschaft hat, um sich gegen einen Feind zu behaupten. So erleben Sōma und seine Freunde zusammen Siege und Niederlagen, die auch in der zweiten Volume von Food Wars: The Third Plate enthalten sind. Ob es Sōma und Co gelingt, gegen Nakiri Azamis fiese Machenschaften zu bestehen, soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden. Äußerst schade ist allerdings, dass der Publisher es versäumt, Charakterkonstellationen und Hintergründe mittels Bonusmaterial zu untermauern. Nachdem es bei der ersten Volume immerhin noch ein Clean Opening und ein Clean Ending gab, gibt es in digitaler Form diesmal nichts. Ein Booklet mit Zusatzinformationen fehlt leider ebenso.

Fortführung bekannter Grundlagen

Unter technischen Gesichtspunkten bleibt die Anime-Serie auch in der zweiten von insgesamt vier Volumes auf einem gleichbleibenden Niveau. Die sechs enthaltenen Episoden begeistern mit satten und vor allem fröhlichen Farben, wobei der Fokus ganz klar auf den Gerichten liegt, die die Charaktere zubereiten. Gyōza und andere Mahlzeiten sehen dermaßen zum Anbeißen aus, dass der Zuschauer die Geschmacksexplosion im Mund regelrecht schmecken kann. So wunderbar das Essen mit Effekten erstrahlt, so sehr gefallen auch die wichtigsten Charaktere, die mit überdrehten Frisuren und gelungenen Animationen in den schön gestalteten Küchen von Food Wars: The Third Plate herumwuseln. Diese kommen erneut im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p zur Geltung und versprühen die für die Anime-Serie typische Atmosphäre. In puncto Tonqualität wurde erneut auf das klangvolle Format DTS-HD Master Audio 2.0 gesetzt, sodass die mal angenehme und mal hektische Musik wunderbar zur Geltung kommt. Alle Figuren wurden des Weiteren – sowohl in der deutschen als auch in der japanischen Fassung – hervorragend synchronisiert, was vor allem dem Humor zugute kommt. Wer die Anime-Serie bis hierhin verfolgt hat oder auch nur die erste Volume von Food Wars: The Third Plate kennt, darf auch bei der zweiten Ausgabe bedenkenlos zuschlagen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem das erste Episodenpaket von Food Wars: The Third Plate mit einem spannenden Wettkampf im Rahmen eines Schulfests überzeugte, werden in der zweiten Volume die Zügel stramm gezogen. In der siebten Episode der dritten Staffel wird das Zepter des Rektors an Nakiri Azami weitergereicht, weshalb an der Tōtsuki-Kochschule ein neuer Wind weht. Da Hauptfigur Yukihira Sōma das Problem aus der Welt schaffen will, werden mehrere Shokugeki durchgeführt. Handlungstechnisch ist das zwar die gewohnte Kost, doch dürfte das den langjährigen Food-Wars-Zuschauer nicht sonderlich stören. Auch in anderen Punkten gelingt es der Anime-Serie, das Niveau zu halten – der Humor zündet mit bekannten Mustern, die Charaktere halten stets zusammen und in der Realität leckeres Essen sieht selbst in der gezeichneten Form überaus schmackhaft aus. Nur in puncto Bonusmaterial ist die zweite Volume eine große Enttäuschung, da dieses einfach nicht existiert. Wer die Anime-Serie jedoch mag, kommt um die zweite Volume von Food Wars: The Third Plate aber definitiv nicht herum.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Food Wars: The Third Plate (Vol. 2)!

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