Review: Food Wars: The Third Plate (Vol. 3)

Im Gegensatz zur zweiten Volume der Anime-Serie Food Wars: The Third Plate, mussten die Fans des Franchises auf das dritte Episodenpaket einen Monat länger warten. Im November 2019 war es dann aber endlich soweit, sodass die Kriege rund ums Essen weitergehen.

Mit der dritten Ausgabe von Food Wars: The Third Plate wird die Serienhandlung fortgesetzt. Inhaltlich knüpft die dreizehnte und damit erste Folge dieser Volume an die große Enthüllung am Ende des zweiten Episodenbündels an. Wie Serienkenner bereits seit Beginn der Story wissen, ist Yukihira Sōma der Sohn von Yukihira Jōichirō. Für Nakiri Erina ist das jedoch eine große Überraschung und ist begeistert davon, dass Sōma einen so berühmten Vater hat. Da bleibt den Freunden grundsätzlich ein wenig Zeit zum Verschnaufen, doch die Lage an der Tōtsuki-Kochschule bleibt unverändert. Erinas Vater Nakiri Azami gibt als neuer Rektor nach wie vor den Ton an der Einrichtung an, auch wenn Sōma und Co mit einem Shokugeki bereits die eine oder andere Veränderung bewirken können. Isshiki Satoshi hat beschlossen, dass die vom neuen Rektor erlassenen Verbote zu den Klubs aufgehoben wurden, allerdings nur durch die Shokugeki genannten Kochduelle zugelassen werden dürfen. Als nächstes großes Hindernis steht in Food Wars: The Third Plate die Versetzungsprüfung an, bei der traditionsgemäß die Hälfte aller Schüler ausgesiebt wird. Wer sich jedoch an Nakiri Azamis Vorgaben hält, soll jedoch nichts zu befürchten haben. Dieser Umstand ruft natürlich den einen oder anderen Rebellen auf den Plan, der sich gegen das System auflehnt und eigenmächtig bestehen will.

Bekanntes Erzählmuster

Während die ersten beiden Volumes voll und ganz an der Akademie spielen, verschiebt sich der Handlungsort im dritten Episodenpaket an Japans nördlichste Hauptinsel Hokkaidō. Dort finden die verschiedenen Einheiten der Versetzungsprüfung statt, bei denen die Charaktere auf verschiedenen Routen Punkte für ihre Versetzung sammeln sollen. Hier müssen alle Rebellen jedoch merken, dass ihnen die Prüfungen unglaublich erschwert werden. Wer beim Unterricht des Rektors anwesend war und das Gericht genauso zubereitet, kommt sofort in die nächste Runde. Alle anderen müssen Überzeugungsarbeit bei den Prüfern leisten. Hier spielt Food Wars: The Third Place abermals seine Stärken aus, denn die Protagonisten der Anime-Serie zeigen mal wieder, welches Können in ihnen steckt. Damit wiederholt sich die Handlung erneut, was mittlerweile etwas ermüdend ist, für Fans aber sicher kein Problem sein dürfte, zumal die beeindruckenden Leistungen zum Humor beitragen. Trotz der Vorgaben sind die Prüfer gerne mal überrascht und drehen im wahrsten Sinne des Wortes durch, wenn die Gaumenfreude mal nicht zu bremsen ist. Zwischendurch kommen dann immer mal wieder die Antagonisten zu Wort, die mit heißer Luft versuchen, die Taten der Helden abzuschwächen. Auch dies sind bekannte Muster, die in diesem Falle aber deutlich zur Spannung beitragen.

Gleichbleibende Qualität

Food Wars: The Third Plate bleibt seinem technischen Erscheinungsbild auch in der dritten Volume treu. Das heißt, dass die sechs enthaltenen und jeweils 24-minütigen Episoden mit satten und allen voran fröhlichen Farben begeistern. Insbesondere die von Sōma, Erina und Co gezauberten Gerichte sehen in ihrem malerischen Anime-Look derart schmackhaft aus, sodass der Zuschauer die Serie am besten nicht mit nüchternem Magen anschauen sollte. Fischgerichte, Udon und andere Mahlzeiten sind jedoch nicht das einzige, was positiv im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Full-HD-Auflösung auffällt. Sowohl die gut animierten Charaktere als auch die hübschen Spezialeffekte machen das Anschauen der Episoden zu einem wahren Genuss. Dazu passen auch die wunderbaren Melodien, die die alternierend humorvollen, beruhigenden und actionreichen Szenen unterlegen. Beide Tonspuren liegen des Weiteren im Format DTS-HD Master Audio 2.0 vor, in dem der Zuschauer nicht nur die Musik, sondern auch die Synchronsprecher klar wahrnehmen kann. Sowohl die japanische als auch die deutsche Synchronisation sind gut gelungen und mit sehr vielen Emotionen gefüllt. Schade ist nur, dass wie bei der zweiten Volume keinerlei Boni enthalten sind. Das schadet der Qualität der Serie zwar nicht, für den Fan dürfte es aber ein kleiner Wermutstropfen sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit Food Wars: The Third Plate gelingt es der Anime-Serie diverse Schwerpunkte zu schaffen und logisch aufeinander aufzubauen. Nach dem ersten großen Wettkampf in der ersten Volume und den sich überschlagenden Ereignissen im zweiten Episodenpaket, steht in der dritten Ausgabe eine Reihe Prüfungen an der Tagesordnung, denen sich die Charaktere stellen müssen. Immer noch hat Nakiri Azami die Hände im Spiel, der sich allen rebellierenden Elementen an seiner Kochschule entledigen will und seine Macht bei der Versetzungsprüfung voll und ganz ausspielt. Verpackt wird das Geschehen im bekannten Muster. Das heißt, dass die Figuren immer wieder neue Gerichte aus dem Hut zaubern müssen, um nicht von der Schule zu fliegen. Diesmal wird das Konzept aber insofern auf die Spitze getrieben, indem sie sich klar gegen Nakiri Azamis Vorgaben stellen müssen. Mit der dritten Volume von Food Wars: The Third Plate wird die Anime-Serie zwar nicht revolutioniert, macht aber vor allem langjährigen Fans immer noch sehr viel Spaß.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Food Wars: The Third Plate (Vol. 3)!

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