Review: My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 5)

Nachdem im September 2019 die vierte Volume von My Hero Academia erschien, mussten Fans nur einen Monat auf die fünfte und damit abschließende Volume der Staffel warten. Mit dem fünften Episodenpaket gelingt der Superhelden-Anime-Serie der vorläufige Abschluss.

My Hero Academia setzte in der zweiten Season verschiedene Schwerpunkte. So mussten sich die Nachwuchshelden in den ersten drei Ausgaben der Anime-Serie dem Sportfest der Yūei-Akademie stellen. Auch wenn Protagonist Midoriya Izuku bei der dritten Disziplin des sportlichen Wettkampfes ausschied, hat ihm das absolut nicht geschadet. Ohnehin fehlt es der Figur nicht an Bescheidenheit, doch die Zurückhaltung hat ihm vor allem bei seinem Praktikum bei Gran Torino, dem ehemaligen Lehrer von All Might, gut getan. Während des Praktikums trat nach seiner kurzen Einführung in der dritten Volume auch der Heldenmörder Stain ins Rampenlicht. Wirklich wüten konnte er in der Stadt jedoch nicht, da sich ihm Īda Ten’ya mutig entgegenstellte, um seinen Bruder zu rächen. Trotzdem haben auch Izuku und sein einstiger Rivale Todoroki Shōto genügend Raum bekommen, um dem bösen Schurken das Handwerk zu legen. My Hero Academia warf in der letzten Volume aber Probleme auf, an denen die Nachwuchshelden in der fünften und letzten Volume der zweiten Staffel jetzt zu knabbern haben. So wird die überaus ernste Frage aufgeworfen, ob der Heldenmörder nur ein Vorbote des Schicksals war und die Yūei-Akademie bald von neuen Feinden bedroht wird. Hier zeigt die sonst sehr witzige Anime-Serie, dass sie die ernste Lage weder kaschiert noch unterschätzt.

Auf die Theorie folgt die Praxis

Als nächste Herausforderung müssen sich Izuku und Co der praktischen Prüfung stellen. In dieser müssen jeweils zwei Absolventen der Yūei-Akademie gegen einen Lehrer kämpfen. Auf der einen Seite müssen sie lernen, zwischenmenschlich miteinander auszukommen und auf der anderen Seite ist es ihre Aufgabe, ihre diversen Fähigkeiten und Spezialitäten auf der Kampfebene ebenso gekonnt zu kombinieren. Kommentiert werden die Kämpfe von den nicht an den Auseinandersetzungen beteiligten Helden, sodass das Geschehen nicht nur aus Sicht der Kämpfenden geschildert wird. Hinzu kommt, dass die Austragungsorte der Kämpfe sehr unterschiedlich sind. So prügeln sich die Charaktere nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch auf Baustellen oder mitten in den Gassen der Vorstadt, was ein wenig an die ersten Episoden der Anime-Serie Bleach erinnert. In einem Wohnviertel kämpfen beispielsweise Yaoyorozu Momo und Shōto gegen ihren Lehrer Aizawa Shōta. Am wichtigsten dürfte in dieser Volume von My Hero Academia aber wohl der Kampf von Izuku und Bakugō Katsuki gegen Izukus Idol All Might sein. Dadurch, dass alle Kämpfer mit unterschiedlichen Mitteln und zu weiten Teilen sogar parallel kämpfen, ergibt sich somit ein abwechslungsreiches und kunterbuntes Gesamtbild, das jedem Fan der Serie noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ordentlicher Staffelabschluss

Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Vielfalt es den Köpfen bei Animationsstudio Bones gelingt, My Hero Academia zu gestalten. Dadurch, dass der Fokus ein weiteres Mal auf den Kämpfen liegt, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich diese Kreativität auch in der technischen Umsetzung widerspiegelt. So überzeugen im bildschirmfüllenden 16:9-Format nicht nur die illustren Charaktere, die mit einer übertriebenen Mimik zum Humor beitragen, sondern auch die zum Setting gehörenden Bewegungen und Effekte. Passend dazu gibt es eine erstaunlich tolle Kameraführung, die verschiedene Einstellungen wirklich herausragend in einen Kontext setzt. Hinzu kommt ein gelungener Soundtrack im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0, der sowohl die actionreichen als auch die ruhigen Szenen mit stimmungsvollen Melodien unterlegt. In puncto Synchronisation gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu den ersten vier Volumes der zweiten Staffel – und die muss es auch nicht geben, denn nicht nur die japanische Vertonung ist fantastisch, auch die deutschen Sprecher wissen mit ihren Stimmen zu überzeugen und den zahlreichen Charakteren ein letztes Mal für diese Season Leben einzuhauchen. Boni gibt es leider abermals nur im physischen Bereich, was mit einem dünnen Booklet, einer Character Card und einem Stick zumindest ordentlich ausfällt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit der zweiten Season von My Hero Academia hat sich die Serie nach der guten, aber ausbaufähigen ersten Staffel wirklich selbst übertroffen. Die insgesamt 25 (beziehungsweise 26) Episoden der Staffel legen deutlich mehr Schwerpunkte, bauen die Charaktere gehörig aus und überzeugen auch auf der stilistischen Ebene deutlich. Nach dem Trubel der vierten Volume überzeugt der Staffelabschluss mit der praktischen Prüfung, in der sich die Nachwuchshelden jeweils zu zweit mit ihren Lehrern messen müssen. So und nicht anders zelebriert die zweite Staffel von My Hero Academia ihr großes Finale. Dank der abwechslungsreichen Spezialitäten der Helden ist dieses wahrhaftig umwerfend und besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch auf der technischen Ebene. Es ist jedoch schade, dass das Finale nicht zusätzlich noch mit Bonusmaterial zelebriert wird, doch auch so dürfte es jeden Fan der Serie aus den Socken hauen, was im Umkehrschluss auch die Messlatte für die dritte Staffel sehr, sehr hoch legt!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 5)!

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