Review: One Piece: Box 25 (Episoden 747–779)

Insgesamt vier Volumes hat der Handlungsstrang auf dem Inselidyll Dress Rosa in der Anime-Serie One Piece verschlungen. In der mittlerweile 25. Serienbox fällt es daher zunächst gar nicht mal so leicht, sich auf kürzere Abenteuer rund um die Strohhut-Piraten einzulassen.

Nach dem ausufernden Kampf gegen den üblen Antagonisten Don Quichotte de Flamingo müssen die verbliebenen Strohhüte rund um Held Monkey D. Ruffy von Dress Rosa schleunigst verschwinden. Die Reise führt Ruffy mit seinen Verbündeten, dem Piratenjäger Lorenor Zorro, der Archäologin Nico Robin, dem Schiffszimmermann Frankie, dem Lügenbold Lysop, den Samurai Kin’emon und Kanjūrō, sowie Ruffys Komplizen Trafalgar D. Water Law zur ominösen Insel Zō. Dort wollen sie ihre bereits vor etlichen Episoden dorthin aufgebrochen Freunde, sprich Navigatorin Nami, Smutje Sanji, Schiffsarzt Chopper, Musiker Brook, den kleinen Momonosuke und Laws Bande treffen. Das Wiedersehen wird allerdings durch unterschiedliche Faktoren erschwert. Zō ist nämlich keine Insel im herkömmlichen Sinne. Wie der Name des Eilands es bereits andeutet, befindet sich Zō auf dem Rücken eines tausend Jahre alten und gigantischen Elefanten, der durch das Meer stapft. Erst einmal müssen die Helden also einen Weg finden, den Elefanten namens Zunīsha zu besteigen. Auf dem Rücken angelangt, lernen sie über mehrere Episoden hinweg das Herzogtum Mokomo allen voran durch die illustren Bewohner kennen. Hierbei handelt es sich um die so genannten Minks, die hybridartig wie Tiermenschen wirken. Auf diese Art und Weise kann Zō viel Interesse wecken.

Turbulentes Überschlagen von Ereignissen

Spannend und interessant ist jedoch nicht nur der neue Handlungsort, an dem die 33 enthaltenen Folgen dieser Ausgabe größtenteils stattfinden. Auch die dort erzählten Geschichten sind unterhaltsam und bannen regelrecht an den Fernsehbildschirm. So erfahren die Strohhüte von den Minks von einem Angriff von einem Piraten, der Jack, die Dürre, genannt wird und Kaidō, einem der vier Kaiser, unterstellt ist. Jack ist hinter dem Shinobi Raizō her, der sich auf Zō versteckt halten soll. Es entbrennt ein erbitterter Kampf, bei dem selbst die beiden Herrscher der Insel, Inuarashi und Nekomamushi eingreifen müssen. Auch der unter der durchtriebenen Big Mom agierende Mobster Capone „Gang“ Bege erreicht Zō. Mit überzeugenden Argumenten bringt er Schwarzfuß Sanji dazu, sich von den Strohhüten binnen weniger Minuten abzuwenden und mit ihm zu verschwinden. Was dahinter steckt, soll an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden. Erzählt wird ein Großteil dieser Geschichten jedoch in Rückblicken, da Nami und die anderen schließlich einige Tage vor Ruffy und Konsorten auf Zō eingetroffen sind. Schlimm ist das jedoch nicht, da sich beide Erzählebenen wunderbar ergänzen und die für das Verständnis wichtigen Informationen im genau richtigen Moment in den Raum werfen. Dazu gesellen sich ein paar Nebengeschichten, die die Handlung von One Piece ebenso aufwerten.

Mehr Erzählung, weniger Kämpfe

Unter anderem bekommen wir einen kleinen Einblick in das Geschehen rund um Ruffys Vater Monkey D. Dragon, dem Revolutionär. Außerdem steht die nächste Reverie auf dem Plan, bei dem sich alle Herrscher der Welt in Mary Geoise einzufinden haben, um die Weltpolitik der nächsten vier Jahre zu bestimmen. Deshalb gibt es hier und da ebenso ein Wiedersehen mit Prinzessin Nefeltari Vivi oder Prinzessin Shirahoshi. Auch ein kurzer Einblick in Bartolomeos Kindheit ist durch die kurze Rast auf der Insel Silver Mine inbegriffen, bevor es nach Zō geht. Kämpfe gibt es allgemein wenige in der 25. Serienbox zu sehen. Der Fokus liegt klar auf der Erzählung. Rückblenden zu Ereignissen, die bereits aus vorherigen Episoden bekannt sind, könnten den einen oder anderen Zuschauer hierbei jedoch stören. Dazu sei allerdings gesagt, dass sich die Flashbacks in Grenzen halten und weitgehend sinnvoll erscheinen. Positiv ist auch, dass diese gezeigten Szenen technisch überarbeitet sind und nicht stumpf im 4:3-Format wiedergegeben werden. Allgemein befindet sich die Bild- und Animationsqualität auf dem gewohnten Serienniveau. Akustisch gibt es ebenso die bekannten Melodien aufs Ohr, die besonders bei Rückblenden für nostalgische Gefühle sorgen. Als Bonus winkt einmal mehr ein Booklet mit Hintergrundinformationen zu den Charakteren und einem Episodenguide. Schön!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 747 bis 779 der Serie): Nach dem Handlungsstrang mit Überlänge auf der Insel Dress Rosa bin ich wirklich froh, dass die Erzählung in der mittlerweile 25. Serienbox von One Piece ein wenig kürzer ausfällt. Obwohl die Geschichten an unterschiedlichen Orten und auf verschiedenen Zeitebenen stattfinden, funktioniert diese Art der Erzählung dennoch sehr gut. In vielen Fällen greifen diese Szenen sogar derart organisch ineinander, dass der Übergang schon fast fließend ist. Auch Rückblenden an Geschehnisse, die in der Serie bereits vorgekommen sind, können mich überraschen. Beispielsweise wurde vor hunderten Episoden einmal kurz angerissen, dass Sanji im North Blue genannten Meer geboren wurde. Erst jetzt baut die Serie diesen Hintergrund aus! Das finde ich wirklich fantastisch, da dies einmal mehr zeigt, dass One-Piece-Schöpfer Oda Eiichirō die Story schon von Beginn an richtig gut mit Schlüsselmomenten ausgebaut hat, die später noch einmal sehr wichtig werden. Erzähltechnisch sind die Episoden 747 bis 779 also einmal mehr ganz großes Kino. Lediglich Kämpfe zwischen den Strohhüten und den neuen Antagonisten kommen zu kurz, was mich persönlich aber nur wenig stört, denn am Ende weiß ich, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm ist und in den nächsten Volumes wieder ordentlich die Fäuste fliegen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 25 (Episoden 747–779)!

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